•!
’A
’* d°», ^en
eft90tt«bienften
S2* * die
»7 MerS
Menden,
'«'ton*. W'Sfrfhui MIUAa^
n$1:N«n, ’»2-5IU), En im Tchul- 7260 fr- Ausnahme
Mch in btr i bei deniichv end des Mnals enbergermeg 14. ÄST t Mam 1-2 et Angabe d. Honor. ; erb. |7251
tmen
i aller Lysieme 'illigst in eigener
laubach,
jofftrafee 40.
•t fitiitn galt , tint Zr. -ocü xxtxi ^wugti im mein mv ftitut. Vom t. Dauernde
(7232 irjdjkbttt, öl.
r ExP. d. 61. neider NoSarbeiter für iben B-schäftiami, BabnboWaße 24 arsche gesucht.
Lmjplatz u>_ fHWteM«
Neuenweg
ifort ein Mmgti. ^Köchen- ^ussnfß-Mchristen e M unter b * $UlMabiU6ibnL
fleuflabi p._
Matzes
rM
M
Id-
8cL
■Id-
93Ä
84.2k
21.50
40.00
84.50 360.15 190.00
144.40
101.80 106.$ 61.«
9308
189a
Sonntag den 27 August
Erstes Blatt.
Nr. 201.
R*flction, $Tpeöl*M und Druckern:
>iA
Fernsprecher bL
eiertrliäbngrt JHe**<eretwetoi 2 «er! 20 Pfß. -n. vringerlohn. Durch bu Post bqee* 2 Mark 50 «fr.
Die Gießener
»erben dem Injtig« »GchrntUch dreimal bettet
Der
Otcheun **ld|n erscheint täglich, »tt Nutnahmr de« Montag«.
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Amts- «ttb Anzeigeblatt für den Areis Gietzen.
HratisKeilage: Hießener Jamitienölätter.
Alle Unnoacen-Lureaux b<« In- und Auslandes uch»« «n,eigen für den „Gießener «n,ri,,r- entgege».
desselben den Umstand außer Acht gelassen, daß Prinz Alfred als Prinz von Sachsen-Coburg-Gotha gemäß den Bestimmungen des Staatsgrundgesetzes der Herzogthümer Coburg und Gotha erst am 15. Ortober 1895 volljährig werden wird. Dom rein deutschen Standpunkte aus betrachtet wäre es vielleicht natürlicher gewesen, wenn Prinz Alfred an Stelle seines Balers den erledigen Thron bestiegen hätte, wenn auch unter einer Regentschaft, da dem jungen englischen Fürstensohne eben in Hinblick auf seinen künftigen Beruf eine vor- wiegend deutsche Erziehung und eine tüchtige deutsche Bildung zu Theil geworden ist. Man wird indessen von seinem Vater, dem nunmehrigen Herzog Alfred von Coburg, wobl erwarten dürfen, daß er sich als regierender Fürst eines deutschen Landes auch deutscher Sitte und Gesinnung anzupassen wissen wird, so daß ihm hoffentlich erspart bleibt, von seinen Unterthanen als ein Fremder auf dem Throne betrachtet zu werden. Bor-
Darmstadt, 25. August. Seine Großherzogliche Hoheit Prinz Wilhelm werden Sich im Allerhöchsten Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach Coburg begeben.
Berlin, 25. August. Dem verblichenen Herzog Ernst II. fft also sein Neffe, der Herzog von Edinburg, und nicht dessen Sohn, Prinz Alfred von England, auf dem Throne von Coburg-Gotha nachgesolgt. Die Entstehung des demnach unbegründet gewesenen Gerüchtes, wonach der Herzog von Edinburg zu Gunsten seines Sohnes auf die Thronfolge in Coburg-Gotha verzichtet haben sollte, ist noch nicht ganz aufgeklärt, jedenfalls hatte man bei Verbreitung
>,»ahmr eon Änjtigtn zu btr Nachmittags für bra ftUtnbni Dag erfd)tinmbcn Nummer bis Borm. 10 Uhr.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung,
Wirkung sein.
— Bekäm pfung der Tabak-Fabrikatsteuer. Der Vorstand des Vereins deutscher Tabak-Fabrikanten und Händler, welcher seit seiner Gründung im Jahre 1879 bei den wiederholten Versuchen zur Mehrbelastung des Tabaks stets an der Spitze stand, wenn es galt, die drohende Gefahr von der Tabak-Industrie abzuwenden, hat, wie das „B. T. erfährt, an sämmtliche Fabrikbetriebe der Tabak-Industrie in Deutschland ein Anschreiben gerichtet, in welchem er sie auffordert, ihm möglichst viel statistisches Material zur Bekämpfung der drohenden Fabrikatsteuer zu liefern. Er wünscht die Ansicht der Fabrikanten darüber zu hören, wie sich wohl in ihrem Kreise die Wirkung der Fabrikatsteuer mit ihrer Ber- theuerung des Fabrikats und ihrer peinlichen Controle auf den Consum und auf den Industriebetrieb zeigen würde, und außerdem wünscht er von sihnen Angaben darüber, wie sich das Verhältniß der Fabrikation billiger Cigarren, welche mit 5 Pfg. und darunter im Detail verkauft werden, zur Gesammt- fabrikatton stellt. Es scheint uns ganz besonders wichtig, schreibt daß genannte Blatt, daß letztere Angaben recht zahlreich und recht genau gemacht werden, um dadurch zu con- statiren, wie sehr im Consum die billigen Cigarren überwiegen und wie daher die Einführung einer Fabrikatsteuer gerade die Armen und Minderwohlhabenden schwer treffen würde. Denn wenn wirklich, wie behauptet wird, die Cigarren im Preise bis zu 5 Pfg. rund zwei Drittel der Gesammtfabrikatton ausmachen, so würde das beweisen, daß selbst bei einer nach dem Werth abgestuften Fabrikatsteuer die billigen Cigarren ziemlich hoch belastet werden müffen, wenn die Tabaksteuer eine merkliche Summe mehr als bisher bringen soll. Eine hohe Belastung, etwa 5 oder 10 Mark pro MMe, d. h. 15 bis 30pCt. des Fabrikpreises, würden aber die billigen Cigarren nicht tragen können und wenn so durch gewissenhaft gesichtetes statistisches Material der Nachweis geführt wird, daß eine gesunde und ohne jede direete oder inbtrecte Staatshilfe, ja sogar trotz vielfacher Beunruhigungen groß gewordene Industrie theilweise ruinirt wird, so würde sich wohl nur ein sehr kleiner Theil der Reichstagsmitglieder bestimmen lassen, für die neue Steuer zu stimmen. Je eindringlicher den Abgeordneten das Verderbliche der neuen Steuer klar gemacht wird, um so geringer wird die Zahl der Freunde der neuen Steuer sein und deshalb wäre es wünschenswerth, daß auch die Handelskammern das Ihrige thun, um die Abgeordneten ihrer Bezirke aufzuklären.
weil der Gedanke der erhöhten Besteuerung des Bieres an sich als ein unrichtiger erkannt werden sollte, sondern auS vorwiegend technischen Gründen. — Das genannte Blatt weist dann darauf hin, in welcher Weise in anderen Landern, in Frankreich, England, Oesterreich der Tabak in viel erheblicherem Maße alS bei unS zur Deckung der gemeinsamen Ausgaben beiträgt. Der Artikel schließt: Und da sollte eS n Deutschland allein nickt möglich sein, den Tabak noch in stärkerem Maße, alS bislang geschieht, heranzuzreheft und den Grad der Besteuerung dieses Objects um deswillen nicht in emer überall sonst mit verhältnißmäßiger Leichtigkeit erreichten Weise zu erhöhen, weil die irrige Meinung in Wort und Schrift propagirt und vielfach auch geglaubt wird, daß der Tabak zu den steuerfähigen Objecten nicht gehöre?. Wo die Summen und Einnahmen, die überall sonst, nur nicht in Deutschland, ganz besonders gerade aus dem Tabak gezogen werden, daß gerade Gegentheil beweisen, kann daS Ausgehen von einer solchen Voraussetzung unmöglich auf die Dauer von
Arrrland
— Der Militär-Attache Frankreichs inBerlin, Major Meunier, wird vorläufig auf Urlaub bleiben, während alle anderen fremdländischen Militärattaches in Berlin die Gäste des Kaisers bei den großen Manövern in Elsaß-Lothringen sein werden. In Berliner politischen Kreisen faßt man dieses voraussichtliche Fernbleiben des französischen Militärattaches von den Manövern im Reichslande als einen versteckten Protest gegen die Annexion Elsaß- Lothringens auf. Man kann eine derartige Haltung der französischen Regierung kleinlich und lächerlich finden, dennoch geht aus der ganzen Angelegenheit hervor, daß die chauvinistischen Regungen auch an den maßgebenden Pariser Stellen im Wachsen begriffen sind.
— Die Straf expedition, welche der commtsiarifche Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Oberst von Scheele, gegen den rebellischen Stamm der Moscht im Kilimandscharo-Gebiet zur Zeit unternimmt, sollte nach englischen Quellen von einer Katastrophe betroffen worden fein. An unterrichteter.Berliner Stelle weiß man indessen mchtS von einem derartigen angeblichen Mißgeschick der Scheele schen
Gefunden: 1 Zwicker, 1 Taschenmesser, 1 Schirm, 1 Taschentuch, 1 Halsbinde, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 1 Paar braune Handschuhe, 1 Meisel, 1 Maurerhammer, 2 Wagenkapseln, 1 Waage, 1 Stuhl, 1 Hutnadel, 1 Paar Zugstiefel, 1 Badehose, 1 Handtuch, 1 Stück Bleirohr und Postwerthzeichen.
Zugelaufen: 2 Hunde und ein schwarzes Schaflamm.
Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.
Gießen, den 26. August 1893.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth.
Deutsches Reich.
betreffend Schießübung des Großh. Heff. Feld-Artillerie-Re- giments Nr. 25.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Großh. Heff. Feld - Artillerie - Regiment Nr. 25 am Ä. September ds. Js. mit 4 Batterien eine Schießübung mit scharfer Munition in dem Gelände - Rayon Wiffels-
Rödgen—Beienheim—Melbach—Hohc-oder Römerftraste—Oppershofen — Steinfurth — Wisselsheim abhalten wird.
Das Schießen beginnt um 81/2 Uhr und dauert etwa dis 10 Uhr Vormittags, jedoch wird der genannte Rayon uw -------------- .
durch Sicherheitsposten schon von 73/4 Uhr an für jeglichen ^fig erscheinen daher auch die in manchen deutschen Blattern Verkehr auf den Straßen zwischen obengenannten Orten, auf aufgetauchten'Zweifel darüber, ob es angebracht erscheine, den Wegen, die in daß von obigen Orten eingeschloffene bafe ctn englischer Prinz als deutscher Bundessürst von allen Gtlande führen, oder in dem Gelände selbst, gesperrt I innerpolitischen Angelegenheiten, also auch von der Starke n.erben. des Heeres und der Flotte, genaueste Kenntlich erhalte,
Da ein Absperren jedoch nur an den Straßenmündungen schwerlich opportun. — Von den großen Londoner Blattern dezw. Knotenpunkten erfolgen kann, weisen wir darauf hin, sprechen sich die meisten hoffnungsvoll und zuversichtlich über daß das Betreten obengenannten Rayons mit gröstter ^e Thronbesteigung des Herzogs von Edinburg aus. Nur die Lebensgefahr verbunden, ftreng verboten ift und liberale „Dail Chronicle" befürchtet, Herzog Alfred wurde feine auch nur auf Gefahr des Betreffenden erfolgen würde. Unterthanen niemals überzeugen können, daß er mehr deutsch Schließlich machen wir daraus aufmerksam, daß das a[6 englisch sei, und hieraus würden Schwierigkeiten für Auffinden blind gegangener Geschosse sofort dem Regiment I jcine Volksthümlichkeit und Regententhätigkeit erwachsen, bezw. den im Gelände befindlichen Unteroffizieren oder Mann- I $ cr V^stand dxs Deutschen Schützenbundes, schäften des Regiments Mitgetheilt werden muß und weisen bestehend aus dem Stadtverordneten Diersch, dem Hofbüchsen- roir hierbei darauf hin, daß solche Geschoffe unbedingt liegen ma^er Dörfer, dem Fabrikant Walter und dem Bankaffessor bleiben müssen, da das Aufheben mit der größten Lebensgefahr ^olt, wird sich morgen nach Gotha begeben, um am Sarge verbunden ift. I des Begründers deS Deutschen Schützenbundes, des Herzogs
Ter durch daß Schießen entstehende Flurschaden wird I ^rnst II, eine kostbare Kranzspende mit schwarzer Widmungs- nach dem Schießen abgeschätzt werden und wird Vergütung fd)teifc niederzulegen. k k
des Schadens erfolgen. I Zum russischen Getreideexport wird der
Gießen, den 25. August 1893. • I P. B.-Ztg." aus Petersburg geschrieben: Mit dem Be-
Großherzogliches Kreisamt Gießen. "inn &er laufenden Woche ist im Getreideexport Rußlands
I. V.: Dr. Wallau. “ ine Wendung eingetreten, auf deren weiteren Verlauf man ”—" " Gießen, den 25. August 1893. gespannt sein darf. In Odessa ist nämlich eine Anzahl
Netr ' Wie oben. I Agenten und Händler aus Oesterreich und Ungarn einge-
Das Grotzherzogliche Kreisamt ®iefctn
ew di« Srstzh. v-r-ermeiftereis» M ÄWiM. vielmehr weiter nach Podolien und Wolhynien, von wo aus Wir weisen diejenigen von Ihnen, deren Orte in dem pic bis ins Innere Rußlands bringen, um dort ihre Aufkäufe Umkreis des vorbezeichneten Rayons bezw. an den in das I machen. Das aufgekaufte Getreide soll in Oesterreich »on obigen Orten eingeschlossene Gelände führenden Straßen verbleiben, während das einheimische österreichische Getreide liegen, an, vorstehende Bekanntmachung zweimal auf ortsübliche „ach Deutschland exportirt wird. Nach Aussage dieser Händler Weise zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. I ist die jetzige Conjunctur wie auch der Preisstand in den
I. V.: vr. Wallau. betreffenden Ländern durchaus günstig, um Oesterreich von ----------------Rußland aus mit Brod zu versorgen, dagegen den größten BeillNNMlllyUNg. s^eil des diesjährigen Ernteertrages Oesterreichs nach
Droschkenbesitzer Konrad Junker in Gießen hat Deutschland abzuschieben. Die russische Regierung verhalt
die Erlaubnis; erhallen, eine Droschke mit der Nr. 6 nach sich diesem Gedanken gegenüber durchaus wo^wollend und
Maßgabe des Droschkenreglements für die Provinzial-Haupt- hat die Frachtsätze für Getreidetransporte nach Odessa en
ftadt Gießen vom 3. August 1878 in Betrieb zu setzen. verbilligt.
ßu.fcpn den 26 Auaust 1893. Berlin, 25. August. Die „Vosi.Ztg. «enoet sick yeute
Großherzoglicheö Polizeiamt Gießen. energisch gegen die angeblich beabsichtigte Flaenbier-
^V-Rotb ft euer und fordert die Regierung zu einem Dementi tm ----> „Reichsanzeiger" auf. Der Handel mit Flaschenbier sei eines- theils eine Schutzwehr gegen übermäßigen Branntweingenuß und anderntheils eine Schutzwehr gegen den Cultus des Wirthshauslebens. Wir möchten, schließt der Artikel, ernstlich bitten, demselben keine Schwierigkeiten zu bereiten.
— Zu den in Aussicht genommenen Steuer- pr ojecten schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Einige Blatter versuchen glauben zu machen, von den drei in erster Linie in Aussicht genommenen ©teuerprojecten im Reiche habe nur die Börsensteuer Aussicht, eine Mehrheit bei der parlamentarischen Vertretung der Nationen zu gewinnen. Sie allein sei wirklich populär, während insbesondere die stärkere Heranziehung des Tabaks zur Deckung der Reichsbedürfnisse einer großen Abneigung innerhalb der Bevölkerung begegne. Die letztere Behauptung ist ebensowenig begründet, wie es die gewesen ist, daß eine dem süddeutschen Modus sich mehr nähernde Besteuerung des Bieres innerhalb der Brausteuergemeinschaft von dem überwiegenden Theile der Bevölkerung als unbe- rechtigter Eingriff in die gewohnten Ernährungsverhaltmsfe empfunden worden wäre. Die Ansicht, daß das Bier noch in ganz anderer Weise, als bis jetzt geschieht, zu den öffentlichen Abgaben herangezogen werden müsse und könne, ist viel weiter verbreitet, als in einem großen Theil der Presse zugegeben wird, und wenn die während einer hinter uns liegenden Periode bestandenen diesbezüglichen Absichten fallen gelaffen worden sind, so ist es nicht um deswillen geschehen,


