CocoXcs ttnö provinzielles.
Sieben, 26. Juli 1893.
•• Dienst - Entlastung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 18. Juli den Lehrer am Gymnasium zu Gießen Dr. Adelbert Matthaei auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. October d. I. an, aus dem Staatsdienste zu entlassen. (Herr Dr. Matthaei ist, wie wir bereits mittheilten, zum außerordentlichen Professor der philosophischen Facultät an der Universität Mel ernannt worden. Red.)
•• Oberhesfischer GeschichtSvereia. (Unfreiwillig verspätet.) Begünstigt vom prächtigsten Wetter fand am Sonntag der angekündigte Ausflug des Oberhessisch en Geschichte. Vereins nach Alsfeld statt und nahm unter befriedigender Betheiligung einen programmgemäßen Verlauf. Am Bahnhofe in Alsfeld In liebenswürdigster Weife empfangen, unternahm man nach kurzer Erfrischungspause in der „Krone" unter sachkundiger Führung verschiedener Alsfelder Herren einen Gang durch die Stadt. Besichtigt wurde der Frauen- berg mit seinem Kirchlein und dem Grabstein des Alsfelder Helden Conrad Scharch, der Marktplatz mit RathhauS, Wein- dauS und HochzeitShauS, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Stadtkirche, verschiedene alte Häuser, von denen besonders daS jetzige Wallach'sche HauS mit der interessanten, /inem Stück gearbeiteten Treppe zu erwähnen ist, die /hemaligen Augustinerklosters mit der erhaltenen gleichfalls 400 Jahre alten Klosterkirche, die frühere Ringmauer und schließlich der Thurm am Fuldenhor, das älteste SlXn ®tÖ rl ?Unm^r begab man sich in die Räume veS Casinos, wo sich bereits die Damen der Alsfelder Gesell- schäft eingesunden hatten, um die Vorträge des Herrn Real- von Alsfeld über die Geschichte der Stadt “nb «A^"^^^atdozenten Dr. Strack von Gießen über eine Alsfelder Dichterin des vorigen Jahrhundert» anzuhörcn, h,°mf*rCnra8(*lln Bürgermeister Arnold den Ober- Cre n begrüßte und ihn im Namen der Stadt Alsfeld willkommen hieß. An die Sitzung im Casino chloß sich das gemeinsame Mittagsmahl in der „Krone" an, tn dessen Verlauf Herr Professor Buchner unter herzlichstem Dank für die liebenswürdige Aufnahme auf die Stadt Als-
falirt. Rußland hat nämlich bei der siamesischen Regierung die Abtretung der zu Siam gehörigen Insel Salanga „angeregt", auf welcher eine russische Schiffsstation angelegt werden soll- die Antwort SiamS ist noch unbekannt.
Noneste Nochvßchten.
WolffS lelegrovhtfcheS Lorrespondent-Bureau.
Berlia, 25. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des deutschen Gesandten in Teheran, Frhrn. Schenk zu Schweinsberg zum Gesandten in Peking.
Pari», 25. Juli. Wie verschiedene Blätter melden, werde Admiral Hu mann nach seinem Eintreffen in den siamesischen Gewässern wahrscheinlich die Insel Kohsitschang besetzen. — Der siamesische Gesandte in Paris soll sich < zur Abreise rüsten und dürfte sich voraussichtlich nach London begeben.
Loudon, 25. Juli. (Reutermeldung.) Die. Blokade der siamesischen Küste ist der englischen Regierung noch nicht notificirt worden. Lord Dzifferin und Herr Develle werden morgen nochmals conferiren.
Depeschen bei Bureau „Herold".
Berlin, 25. Juli. In der gestrigen Antisemiten- Versammlung griff Werner auf daS Heftigste Stöcker an, welchen er der Unwahrhaftigkeit gegen den ehrlichen und ritterlichen Ahlwardt zieh. Die Versammlung war mit dem Referenten vollständig einverstanden und erklärte, von Stöcker und den Conservativen nichts mehr wissen zu wollen.
Berlin, 26. Juli. Die Landräthe haben für den Fall einer vorhandenen Futtern ot h die Weisung erhalten, sofort die Kreistage zu berufen, es sollen event. mit 31/* pCt. verzinsliche staatliche Darlehen ausgegeben werden.
Berlin, 26. Juli. Auf die Mittheilung von zuständiger Seite hin werden die im Herbst 1892 eingestellten Mannschaften unbedingt im Herbst 1894 entlassen werden, dagegen können die im Herbst 1891 Eingetretenen nicht bestimmt auf ihre Entlassung vor Herbst 1894 rechnen.
Hofgeismar, 26. Juli. Reichstags-Stichwahl. Königs (Antis.) Wahl ist gesichert.
Schveidemühl, 25. Juli. Die Abbruchsarbeiten auf der Unglücksstätte werden wegen Mangel an Geldmitteln eingestellt. Durch Privathilfe sind bisher 45,000 Mk. ein- gegangen.
Pari», 25. Juli. Der Kriegsminister Loizillon verläßt Paris in den ersten Tagen des Monats August, um die Ost- und Südostgrenze zu besichtigen. General Miribel schlug ein mobiles VertheidigungSsystem vor, daher will der KriegLminister die Befestigungen der Grenze selbst sehen, um bei den Creditsorderungen im Budgetausschuß antworten zu können. Er wohnt alsdann den Cavallerie-Manövern und den Manövern deS 2. und 3. Armeecorps bei.
Paris, 25. Juli. Dupuy beschloß, in alle Departements Spezialcommissäre zu senden, die über die Stimmung der Wähler berichten sollen. In vierzehn Tagen glaubt man ein annähernd richtiges Bild und ein muthmaßlicheS Resultat feststellen zu können.
Paris, 26. Juli. Admiral Humann trifft heute an Bord der „Triomphante" im Menau-Flusse ein und wird mit einem Panzerschiff, einem Kreuzer, zwei Avisos und fünf Kanonenbooten die siamesische Küste besetzen. Gestern Abend wurde durch eine Circulardepesche den Mächten die Küstensperre angezeigt. Eine Bombardirung Bangkoks findet vorläufig nicht statt. — Der Minister der Marine übernahm die Leitung der Operationen in Siam; er sandte dem Admiral Humann telegraphisch Verhaltungsmaßregeln.
feld, Herr KreiSrath von Grolman auf den Verein ein Hoch ausbrachte. Ein von den Alsfelder und Gießener Herrschaften gemeinsam unternommener Gang nach der reizend gelegenen Altenburg beschloß die Veranstaltungen deS Tages. ES herrschte allseitig nur eine Stimme darüber, daß der Ausflug in allen seinen Theilen aufs Schönste verlaufen sei und beide, Gastgeber und Gaffe, bedauerten lebhaft, daß der frühe Abgang deS letzten ZugeS noch ein längeres gemächliches Zusammensein am Abend unmöglich mach-.. (Auszüge aus den gehaltenen Vorträgen werden wir in einer der nächsten Nummern bringen.)
** Regatta. Ein für unsere Stadt außergewöhnliches, noch nicht dageweseneS Bild wird die Regatta am künftigen Sonntag insofern bieten, als ein Daimler-Schrauben- Motor-Boot jedenfalls die einzelnen Wettfahrten begleiten wird und zwar als sogenannter Schiedsrichterdampfer. Freunde der Gießener Ruder-Gesellschaft in Düsseldorf haben daS werthvolle Object auf an sie ergangene Bitte kostenlos zur Verfügung gestellt, die Frachtkosten und Spesen für den Maschinisten rc. sind Seitens der Herren Vertreter der passiven Mitglieder durch freiwillige Beiträge in bereitwilligster und entgegenkommendster Weise zur Verfügung ge- stellt worden und so werden die Regattabesucher, wenn nicht unvorherzusehende Zwischenfälle dies vereiteln, was uns zwar ausgeschlossen erscheint, denn auch in dieser Beziehung ein Sportfest am Sonntag erleben, wie eö regelrechter und in- tereffanter nicht gedacht werden kann. — Don der L. T.- Gesellschast im Restaurant Friedel ist, wie uns mitgetheilt wird, ein prächtiger Pokal, von den Gießener Damen ein imposantes, von einem pausbackigen Wassergott getragenes, mit einem Ruderer bekröntes Trinkhorn und von dem Schützenverein ebenfalls ein Ehrenpreis zur Verfügung gestellt worden. Die Gießener Regatta wird hinsichtlich ihrer Ehrenpreise nicht nur durch deren materiellen Werth eine der ersten Stellen einnehmen, sondern auch durch die Thatsache, daß in unserer Stadt die dem Rudersport entgegengebrachten Sympathien es auch in diesem Jahre ermöglichten, daß von den zehn Wettfahrten bis jetzt sieben mit Ehrenpreisen bedacht werden konnten, welche als sichtbarer Ausdruck dieser Sympathien dem Regatta-AuSschuß zur Verfügung gestellt worden sind. Die Ehrenpreise werden von Donnerstag ab in einem Schaufenster der Firma Wilh. Reiber ausgestellt werden.
** Die gestern Abend im Saale des „Caf6 Leib" stattgehabte Versammlung zur Wahl eine» Gewerbeschiedsgerichts war von Arbeitnehmern ziemlich stark besucht. Herr Stadtverordneter Orbig, welcher über die Bedeutung des Gewerbeschiedsgerichts referierte, wandte sich hauptsächlich gegen die von dem hiesigen Gewerbeverein aufgestellte Liste der Arbeitnehmer. Die gegen die organisierten Arbeiter, die Socialdemokraten, erhobenen Vorwürfe, daß diese, falls in das Schiedsgericht gewählt, parteiisch ihrLs Amtes walten würden, wies Herr Orbig als Verdächtigung zurück. Gerade die orgamsierten Arbeiter seien infolge ihrer Schulung innerhalb der bestehenden Arbeiter Verbände am ehesten geeignet, den Thatsachen nach zu urtheilen und denjenigen zu ihrem Rechte zu verhelfen, denen Unrecht geschehe, ohne Rücksicht darauf, ob dies Arbeitgeber oder Arbeitnehmer seien. Herr Orbig empfahl schließlich den Anwesenden mit aller Energie und geschlossen für die Arbeiter-Candidaten einzutreten, die in der Versammlung noch aufgestellt würden. Es wurde, nachdem noch einige Anwesende ihre Ansichten dargelegt, zur Aufstellung der Candidaten geschritten und folgende Liste der Arbeitnehmer angenommen: Heinrich Ludwig Allendörfer, Möbelschreiner, Ernst Falkenheimer, Bauschreiner, Gustav Krüger, Eisendreher, Karl Ockel, Fabrikarbeiter, August Bock, Drechsler, Alwin Andreas, Buchdrucker, Hermann Strobel, Bäcker, Johs. Diehl, Schneider, JohS. Schäfer, Weißbinder, Karl Niebch, Cigarrenmacher, Johs. Rudolf, Cigarrenmacher, Jul. Bräutigam, Borstensortierer.
H. AuS dem Horloffthale, 25. Juli. Nach lOwöchiger Unterbrechung haben die Schulen zu Bingenheim, welche am 16. Mai der schnell ausgetretenen Diphtheritis wegen geschlossen werden mußten, gestern wieder ihren Anfang ge/ nommen. Die Jugend hat sich die schönen Sommertage gut zu Nutzen gemacht. Schwere Sterbefälle sind glücklicher Weise, da sogleich energisch eingegriffen wurde, nicht vorgekommen. — Die Erntearbeiten schreiten bei uns nur langsam voran, weil nun wirklich nasse Witterung eingetreten ist. Heute haben wir Jacobitag, an welchem man nicht gerne Regen hat- es kommt aber von Zeit zu Zeit ein feiner Regenschauer. Die Witterung ist eine äußerst fruchtbare, denn GraS, Klee, Kartoffeln, Rüben und Dickwurzeln schreiten zusehends voran. Das Halmgetreide leidet aber ersichtlich darunter, besonders die Gerste. Diese fing man schon vor 8 bis 10 Tagen zu schneiden an; es fielen einige schwere Regenschauer darauf, welche die Aehren in den feuchten Boden drückten, lpe Luft ist dabei fortwährend von Feuchtigkeit bei vieler Wärme gesättigt und die Folge davon ist, daß die Gerste leidet. Der große, üppige, krystallklare Kern hat durch daS häufige Beregnen bereits an Farbe einge- büßt. An manchen Plätzen zeigt sich sogar das Auswachsen der Körner. Doch ist daS noch wenig von Bedeutung. Die Gerste ist sehr schwer und gibt bedeutend inS Simmer. Die Gebundzahl bleibt unter Mittel. Der Weizen wird ebenfalls geschnitten und an trockenen, warmen Berglehnen sieht man sogar schon Haferäcker abgemäht. Ueber Frachtpreise ist eS noch ganz ruhig bei uns. — Wir haben inzwischen so viel Feuchtigkeit erhalten, daß wir sehr wohl für 14 Tage damit auSreichen könnten. Wie sehr der Boden ausgedörrt ist und welche Wassermassen er deshalb aufzunehmen vermag, beweist die Lhatsachc, daß auSgetrocknete Brunnen immer noch keine Seiden von Wasseransammlung von sich geben. Auch die 5 Üffc J,ClflCn nur ^hr langsam. Dagegen regt J. ' Seb" d-n ausgebrannten Rteeäcfern ganz deutlich , die«leewur,eln schieben letzt zarte, hellgrüne Bläitchin herb« wie e« in Nannal,ahren schon zu Anfang April zu geschehen
pflegt. Das Obst wird zusehends starker und färbt sich nach und nach. Die Stürme in den letzten acht Tagen haben nicht wenig Obst herabgeschüttelt, man verwendet es zv Schweinefutter oder weiß eS auch zu Gelee (besonders die Aepfel, deren Kernhäuser vorzugsweise verwerthbar find), zn verarbeiten. Die Frühkartoffeln gehen ersichtlich im Kram, welches zusammensinkt und braun wird, zurück. Die Früh, sorten sind unter der außergewöhnlichen Hitze und der zu lange anhaltenden Dürre viel zu rasch gereift und habe, dadurch an Wohlgeschmack eingebüßt. SS scheint, daß die Spätsorten besser ausfallen, weil die Feuchttgkeit rechtzeittg für sie eingetreten ist.
△ Bad-Rauheim. 25. Juli. Die hier am 23. und 24. 3uli abgehaltene 33. Wanderversammlung deS ober- hessischen Bienenzüchtervereins war meistens von Imkern recht zahlreich besucht. Im Schulhause standen in zwei schulsälen reiche Mengen Honig, die auch größtentheilS zu gutem Preise gestern schon Absatz sanden. Den Rest will das Nauhetmer LocalcomltL verkaufen. In schöner Anord- nung, theilS in Reih und Glied, theils terrassenförmig waren die mit dem süßen Stoffe gefüllten und mit hübschen Sttquetteu gegierten Gläser aufgestellt. Ihr Inhalt zeigte den Bienen- Honig in seinen verschiedensten Farben, in weiß, gelb, braun unö nahezu schwarz- die dunklen Farben waren am meisten vorhanden. Viele Käufer entschieden sich für den Hellen Honig, während doch bekanntlich der dunkle der beste und süßeste ist. An Geräthschaften, die zu einem richtigen Betrieb der Bienenzucht erforderlich sind, fehlte eS nicht. Die Redner ernteten für ihre aus der Erfahrung geschöpften Vorträge wohlverdienten reichen Beifall und war namentlich die DiS- cufsion eine sehr lebhafte, anregende und lehrreiche. Ueber die Entstehung des BlatthonigS wurde viel gesprochen; aber Niemand war der Ansicht, daß derselbe ein Product der Blattlaus sei, obgleich diese Ansicht von vielen Zeitungen verfochten wird. — Während deS Mittagessens, an dem sich über 100 Personen beteiligten, spielte eine Capelle lustige Weisen und so wurde die Stimmung bald eine recht animierte. Nach dem Essen sah man viele glückliche Gewinner mit ihren billigen Süßigkeiten fröhlich nach der Heimath eilen, um sich dort das Leben zu versüßen. AIS Ausstellungsort wurden für nächstes Jahr Gießen und N i d d a in Vorschlag gebracht. Das Entscheidung darüber wird später veröffentlicht.
PA- Mainz, 24. Juli. Die Anmeldungen zu der bevor- stehenden internationalen Ausstellung für Bäckerei, Conditorei und verwandte Gewerbe werden mit Ende dieser Woche geschlossen. Der verfügbare Raum ist bereits heute nahezu vergriffen. Die Aufführung der schmucken Bauten macht unter bewährter Leitung des Herrn Architekten Pricken gute Fortschritte. Das Arrangement der Ausstellung ist Herrn Architekten Conr. Sutter übertragen, befindet sich also in den besten Händen. Auch die aus bewährten Kräften bestehende BergnügungS-Commission, welche gar manche Ueberraschung geplant hat, ist tüchtig bet der Arbeit. Die Einladungen zum Besuch der Ausstellung und der Festlichkeiten werden nächste Woche an alle Bäcker- Innungen und Genossenschaften Deutschlands versandt. Die Zahl der gestifteten Ehrenpreise ist auf 28 gestiegen. Der Looseverkanf geht sehr gut; eS sind schon mehrfach Nach- bestellungen von Loosen erfolgt. Eine interessante Gruppe der Ausstellung wird daS in den verschiedenen Gauen Deutschlands ortsübliche Gebäck in allen Arten und Formen von Weiß-, Fein- und Brodbäckerei vereinigen. Auf die jüngst ergangene Aufforderung zur Beschickung dieser Adtheilung ist die Zusage der Fachgenossen von weit und breit erfolgt. Das Hauptschaustück der Ausstellung wird die von der Mainzer Bäcker-Innung zur Ausführung übernommene, 61/, m hohe und 6 m breite Mittelgruppe im großen Saal der Stadthalle bilden. Dieselbe stellt ein auf hoher See fahrendes Wickingerfchiff mit der Moguntia am Steuer bar und wird ganz aus Backwaaren der verschiedensten Art zusammengesetzt. An der Herstellung der letzteren arbeiten 14 hiesige Bäckereien. Die Zusammenstellung und künstlerische Herrichtung der Gruppe ist einem Specialisten, dem Maler Hoß- Karlsruhe, übertragen.
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Elberfeld, 25. Juli. Bei dem gestern Abend beendeten internationalen Wettschwimmen de» deutschen Schwimm- Verbundes wurde F. Kniese vom Schwimmclub „Borussia" in Berlin die Meisterschaft von Europa und von Deutschland über die lange Strecke für 1893 zuerkannt. Kniese durchschwamm 1500 m in 26 Min. 522/f Sec. resp. 27 Min. 49’/5 Sec. Beim MeisterschastSschwimmen von Deufchland über die kurze Strecke siegte Eugen Wolt-Düsseldors, beim MeisterschaffSspringen für Deutschland Hax-Berlin.
♦ Hannover, 25. Juli. Der westliche Thurm des Neubaues der Garnisonkirche ist heute früh ein gestürzt. Da die Arbeiter noch nicht angefangen hatten, so wurde Niemand verletzt.
* Ei» roher Scherz ist in Rixdorf an dem vierzehnjährigen Knaben P. verübt worden. Der Knabe war fett mehreren Wochen seinen in Rixdorf wohnhaften Eltern entlaufen und trieb sich vagabundirend umher. Dieser Tage wurde er in RummelSburg festgenommen, er befand sich in einem unbeschreiblichen Zustande. Arbeiter, die mit Theeren eines Daches beschäftigt waren, hatten den Jungen schlafend gefunden und ihn vorn Scheitel bis zur Sohle ge- theert. Das Kopfhaar des Getheerten glich einem Theer- besen und mußte vollkommen abgeschnitten werden. Daß auch die Reinigung deS übrigen Körpers eine ungemein schwierige war, laßt sich denken. Gegen die Urheber deS „Scherzes" soll Strafanzeige gemacht werden.
Leipzig, 24. Juli. Ein Rechtsanwalt in einer rheinischen großen Stadt hatte für einen Ingenieur einen Prozeß in zweiter Instanz verloren. Die Kosten beliefen sich laut
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