en dem Gute BeunigsenS vorbei. (Furchtbarer Lärm: Schluß. Hinaus mtt ihm.)
Ahlwardt spricht unentwegt weiter, er kämpfe für eine ideale Sache.
Präsident v. L e v e tz o w: Nach den heutigen Erfahrungen werde mtt Ahlwardt künftig verfahren werden, wie eS einem Verleumder zukomme.
Finaozminisier Miquel legt nochmals seine Beziehungen zur Di-eontogesellschaft und der rumänischen Eisenbahn klar.
Bennigsen (nat.) verthetdigt sich gegen die gemachten Vorwürfe
Dr. Lieber (Etr.) unterstützt im Interefle de- Reichstag» den Antrag Ahlwardt.
o. Manteuffel (cons.) hält dafür, daß Ahlwardt zu protze Ehre durch die Aufbauschung de« Fall«s anaettzan werde.
Nach dem Schlußwort AhlwardtS wirb der Antrag fast einstimmig angenommen.
Nach einer längeren Debatte über bk morgige Tagesordnung wird für morgen Nachtragrtat und Jntttattoanträge zur Berathung fortgesetzt.
Neueste Nachrichten»
Wolff» telegraphische» Eorrespondenz-Bureau.
Rom, 25. April. Der König spendete eine halbe Million zur Gründung einer WohlthätigkeitSanstalt m Rom für Kinder von Arbeitern, die bet der Arbeit verunglücken. Der König ließ die Gründer wiffen,ßdaß er und seine Gemahlin nicht zu allen Wohlthätigkeitswerken, die von verschiedenen Städten Italien» in Aussicht genommen find, beitragen könnten, sie hätten daher ihren Beitrag der Stiftung in Rom zugewendet.
Rom, 25. April. Da» Festturnier in der Billa Borghese ist glänzend verlaufen, die Zahl der Zuschauer belief sich auf ca. 20,000. Der bedeutende Reinertrag wird zum Besten deS Waisenhauses in Savoja verwendet. DaS Kaiserpaar, sowie das italienische KönigSpaar wurden bei ihrem Eintreffen jubelnd begrüßt. DaS Turnier stellte In vier Gruppen die Geschichte deS Hauses Savoyen dar. 450 Personen, darunter der Prinz von Neapel, der Herzog von Aosta und der Graf Turin wirkten mit. Auf der Rückfahrt zum Quirinal wurden daS Kaiser- und KönigSpaar von sämmtlichen Turniertheilnehmern geleitet. Die Rückkehr zum Quirinal erfolgte um 7 Uhr AbendS.
Rom, 25. April. Der KrtegSminister richtete an die gestern in Parade gestandenen Truppen folgenden Tagesbefehl: „©eine Majestät der Deutsche Kaiser und unser erhabener König haben Eure vollkommene militärische Haltung bet der Truppenrevue, sowie die Präcisfion der Bewegungen und die Eorrectheit deS Borbeimarsches bewundert. Ich bin stolz darauf, Euch dieses allerhöchste Lob kundzuthun, welches Euch eine sehr große Gcnugthuung und ganz besondere Freude bereiten muß."
— Der Kaiser wurde bei dem Besuche der Billa Albani durch den Fürsten und die Fürstin Torlonia begrüßt, welch letztere dem Kaiser einen Blumenstrauß darbot. Der Besuch dauerte etwa eine Stunde. Die Fürstin stellte dem Kaiser ihren Sohn vor. Als sodann Wein servtrt wurde, wählte der Kaiser Asti Spumante und trank auf die Gesundheit der Fürstin. Die Fürstin überreichte dem Kaiser eine Publikation über die Trockenlegung deö Lago di Ticino und Photographieen der Sammlungen in der Billa Albani. — Die Kaiserin besuchte mit dem König und der Königin den Palatin, wo der Unterrichtsminister und deffen Unter» staatSsecretär die Herrschaften empfingen. Der Director der Sammlungen, Bernabei, gab die nothwendigen Erklärungen. Der Aufenthalt währte zwei Stunden. Der ganze Weg wurde zu Fuß zurückgelegt.
Rifchuy-Nowgorod, 25. April. Der Eisgang auf dem Oka-Flusse hat große Verheerung unter den Schiffen angerichtet, welche dort am Quai überwinterten. Siebzig Flußfahrzeuge verschiedener Größe sind vom Eise stark be
vorführen, veranschaulichend die Einfahrt eine» ihrer Dampfer in den Hafen von Newyork, ihre Docks in Havre, den Havre- Pariser Spezialzug der Gesellschaft u. a. m. Die „American Line" läßt ein Modell bauen, die vollständige innere Einrichtung eines großen OceandampferS illustrirend. Ferner wird man Boote und Schiffe aller Arten und aller Völker sehen, insbesondere der wilden Völker, da man deren CanoeS und Fahrzeuge in allen Welttheilen zusammengesucht hat.
Bon Kriegsschiffen, der Kriegsführung zur See und der Zküstenvertheidigung erfahren wir genügend in Gruppe 86. Da sich laut dem in England bestehenden Vertrage keine Kriegsschiffe auf den zwischen Canada und den Bereinigten Staaten liegenden Seen aushalten dürfen, so hat die Bundesregierung ein Modell des Kriegsschiffes „Illinois" Herstellen laffen, welches fast ebenso groß ist wie daS Original und genau so eingerichtet ist. Dasselbe liegt im See, dem In- dustriepalafte gegenüber, und sieht von der Ferne auS wie ein wirkliches Kriegsschiff. UebrigenS hat auch die englische Regierung Modelle ihrer besten Kriegsschiffe hergeschickt, bor- unter daS der „Victoria", welches mit einem Aufwand von 20,000 Doll, hergestellt wurde und 30 Fuß lang ist. In dieser Gruppe wird mau auch Panzerplatten, Kanonen, Torpedo» und die Kriegsschiffe barbarischer Nationen sehen; ferner die Einrichtung von Marine - Akademien, Matrosenschulen u. s. w.
Alle Arten von Fahrzeugen, die von Menschen und Thieren geschoben und gezogen werden, find in Gruppe 83 ausgezählt, nämlich folgende: Karren, Schubkarren, Farm- und Lastwagen, Prioatkutschen, Omnibusse, Fiaker, Droschken, Ehaisen ic., Schlitten, ToboganS, Schneeschuhe, Velocipedes aller Arten, Ambulanzen, Leichenwagen, Rollstühle, Kinder- wagen, Wiegen, Tragsessel rc., Sattelzeug und Stalleinrichtung. Gruppe 84 lehrt und, wie man Briefe und Packete in pneumatischen Röhren befördert und wie Fahrstühle (Elevators) für Passagiere und Auszüge für Fracht, auch alles, was ins Gebiet der Luftschifffahrt gehört, vorausgesetzt, daß auch auS diesem Gebiete was Interessante» da sein wird, woran man noch jetzt zweifeln muß.
schädigt, vierzig derselben find gesunken. Vierzehn Fahrzeuge hat daS Ei» mit fortgerissen, auch drei Dampfer find schwer beschädigt worden. Ein Verlust an Menschen ist nicht zu beklagen, der materielle Schaden ist aber sehr groß.
Depeschen be» Bureau „Herold'
Berlin. 25. April. Der Kaiser ließ gestern, am Todestage Moltke S, einen Lorbeerkranz am Sarge desselben niederlegen.
Berlin. 26. April. ES verlautet, der Kaiser werde während ferner Abwesenheit über alle parlamentarischen und politischen Vorgänge genau unterrichtet. Täglich begeben sich zwei Feldjäger als EabinetScouriere nach Rom.
Berlin. 25. April. Der „Reichsanzeiger" meldet die Verleihung deSSchwarzenAdlerordenS anEardinal R a m p o l l a. — Dem „Reichsanzeiger" zufolge empfing heute Mittag 12 Uhr der Papst in besonderer Audienz den Staatssekretär Freiherrn v. Marschall.
Berlin, 26. April. Der Reichskanzler gab gestern Abend ein großes parlamentarisches Souper, welchem die Spitzen der Reichs- und Staatsbehörden, Mitglieder de» BundeSrathS, Reichstags und Landtags beiwohnten. In der Unterhaltung wurde auch daS politische Gebiet gestreift. Auch daS Schicksal der Militärvorlage wurde nicht unerwähnt gelassen.
Berlin. 26. April. Die Morgenblätter besprechen in langen Artikeln die gestrige ReichötagSfitzung und verunheilen ohne Ausnahme die Handlungsweise unp das Auftreten AhlwardtS.
Kiffinge«. 25. April. In Weichtungen find heute Rächt 8 Wohnhäuser und 11 Nebengebäude abgebrannt.
Rom. 26. April. ES verlautet, der Papst veröffentliche nach dem 1. Mai ein Rundschreiben über die Arbeiterfeste, worin er die mittelalterlichen Feste erwähnt, welche sowohl der Ruhe der Arbeiter, als auch der Ehre der Heiligen gegolten hätten.
Pari». 26. April. Minister Dupny sandte allen Prä- fecten Anweisungen für den 1. Mai, welche besagen, die Regierung verbiete nicht die ftiedlichen Arbeiterkundgebungen, sie unterdrücke nur die Versuche, zu reoolttren.
Coeofcs ttnd provinzielle».
Gieße«, 26. April 1898.
** Reue» Theater. Die gestrige Wiederholung von BoildieuS „Die weiße Dame" fand vor leidlich gut besuchtem Hause statt. Die Besetzung der einzelnen Rollen war die alte geblieben und bietet deshalb die Aufführung nach unserer ersten Besprechung wenig Neues. Der Gesammt- eindruck war Dank der trefflichen Leitung des Herrn Capell- meisterS Frenzel ganz zufriedenstellend. Einige Unebenheiten machten sich allerdings bemerkbar, doch waren dieselben nicht derart, daß eine ernstliche Störung dadurch veranlaßt worden wäre. DaS Publikum nahm die Wiedergabe recht dankbar auf und spendete den Trägern derSoloparthieen ost reichen Beifall.
** Neue» Theater. „Farinelli" oder „König und Säußer" nennt sich die neueste Operette, welche morgen mit großer Ausstattung an Costümen und Dekorationen zum ersten Male gegeben wird- das Libretto dazu ist der spanischen Geschichte entnommen und behandelt die Episode deS berühmten Sängers Carlo Bro schi, welcher eine Zeitlang der allmächtige Günstling deS schwachsinnigen Königs Fernandos und dessen erster Rathgeber und Minister war. Der Componift, Capellmeister Zumpe, gegenwärtig am Hoftheater in Stuttgart cngagirt, hat eine sehr charakteristische und melodiöse Musik geschrieben und sind einzelne Nummern der Partitur geradezu Meisterwerke zu nennen. Wie au- vorliegenden Blättern ersichtlich, gehört die Operette zu dem Besten, worüber das Baar'sche Ensemble verfügt und soll die Ausstattung reich und glänzend sein. — Als nächste Novität haben wir „Zwei glückliche Tage" zu erwarten.
*♦ Wir empfehlen auch an dieser Stelle die Bekanntmachung deS städtischen 8a8- und Wasserwerks, betreffend die durch die außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit benö thigte vorübergehend beschränkte Abgabe deS Quellwassers und die empfohlene sparsame Verwendung desselben der besonderen Beachtung unserer geschätzten Leser.
* ♦ Militärische Uebung. In der Zeit vom 6. bis 19. Juli d. IS. werden beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm vier Landwehr-UebungS-Compagnien sormirt. ES gelangen hierzu vom Beurlaubtenstand 8 Offiziere, 52 Unteroffiziere, 536 Mann zur Einziehung.
* • Verhaftet wurde gestern ein Metzgergeselle, der in Gemeinschaft mit einem anderen, jetzt flüchttgen Metzger einen seiner Kameraden bestohlen hat, ferner ein Dienstmädchen, daS bei seiner früheren Herrschaft verschiedene Diebstähle begangen.
* * Brände. Nach hierher gelangten Mittheilungen soll gestern der Ort Hörbach bei Herborn bis aus die Kirche niedergebrannt fein. Auch von Eibelshausen wird ein größerer Brand gemeldet. Genauere Mittheilungen über den Umfang dieser Feuersbrünste liegen noch nicht vor.
* * Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 6. April dem Schullehrer Johannes Bull mann zu Bauernheim das Silberne Kreuz des Verdienstorden» Philipp» deS Groß müthigen zu verleihen.
• • Kirchliche Dieustnachrichten. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht. Am 27. März dem evangelischen Pfarrer Ludwig Hofmann zu Hering die evangelische Pfarrstelle zu Hohen-Sülzen, Decanat Worms, zu übertragen.
Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an -der Gemeindeschule zu Wein-Heim mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk.
Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrer* stelle an der Gemeindeschule zu Ruppertenrod mit dnenr jährlichen Gehalte von 900 Mk.
* * Schuldienst - Nachricht. Am 6. April wurden dem Schullehrer Hermann Hofmann zu Nidda und dem Schul- amtSaSpiranten Ludwig E i ch e l m a n n au» Steinfurth Lehrer- 'teilen an der Gemeindeschule zu Bad Nauheim, — an dem- ’eiben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Adam zu RüddingShausen eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Allendorf a. d. Lda., — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Joh. Reuhl zu ReinhardShain eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stammheim, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Fenchel zu Maibach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ntedcr-Florftadt, — am 8. April wurde dem Lehrer am Realymnafium und brr Realschule zu Gießen Georg Baldauf eine Lehrerftelle an der gemeinsamen Mufterschule zu Friedberg, mit Wirkung vorn 1. April an, übertragen - — am 10. April wurde der Schulverwalterin Franziska Hutter zu Bingen eine Lehrerinnenstelle an der kathol. Schule daselbst, — am 12. April wurde der Lehrerin Maria Rettinger zu Bürgel eine Lehrerinnenftelle an der kathol. Schule zu GemSheim, mit Wirkung vom 1. Mai an, übertragen.
•* Der hessische Keuerwehrverband hielt am Sonntag Nachmittag im Gasthaus „Zum Storch" zu Fr a n kfu r t a. M. eine zahlreich besuchte Delegiertenversammlung ab. Der Begrüßungsansprache durch den Vorsitzenden Herrn Branddirector JustuS von Darmstadt folgte ein eingehender Bericht über ben Staub be» Feuerlöschwesens im Grobherzog- thum Hessen seit Erlaß ber neuen Feuerlöschordnung. E» wurde dabei u. a. beklagt, baß viele Kreise noch wenig zur Hebung beS Feuerlöschwesen» gethan hätten. Herr Kreis- feuerwehrinspector Keller von Mainz rühmte in dieser Beziehung die musterhaften Verhältnisse im Kreise Mainz, wo überhaupt nur noch 4 Pflichtfeuerwehren beständen- auch Herr Meyer von Ober-Ingelheim lobte die Verhältnisse seines Bezirk». Der von der Feuerwehr Darmstadt eingebrachte Antrag, die flbgeorbnetenoerfammlung nur alle drei Jahre abzuhalten und mit dem hessischen Feuerwehrtage zu vereinigen, wurde abgelehnt und die alljährliche Abhaltung in Frankfurt a. M. beschlossen. Der Antrag der freiwilligen Feuerwehr Ortenberg auf Besetzung der Kreisfeuerwehr Inspektor- stellen durch praktisch gebildete Feuerwehrleute und auf bessere Handhabung der einschlägigen Bestimmungen hinzuwirken, wurde mit einem formellen Zusätze angenommen. Die Versammlung beschloß sodann, beim LandeSherm um Uebernahme des Protektorats über den hessischen Feuerwehrverband vorstellig zu werden. Mit dem Anträge auf Verleihung anderweitiger Auszeichnungen an Feuerwehrleute konnte man sich nicht befreunden. Die Frage, welche Erfahrungen man gemacht habe, daS (Sinfrieren von Spritzen zu verhüten und wie man eingefrorene Spritzen rasch und sicher aufthaue, wurde dahin erläutert, daß gehörige Reinigung und Trocken- fteQung der Ventile und Kolben das Einfrieren Derbinberten und die Beschüttung der Spritzen mit denaturiertem Spiritus die Aufthauung bewirke. — Rach Erledigung der umfangreichen Tagesordnung trat der gemüthliche Th eil in fein Recht. ____________
— Parlamentarisches. Der Bericht de» vierten Ausschusses der Ersten Kammer der Stände über die Petition des hessischen Bauernverein», die Schulverhältnisse auf dem Lande betr., und die Mittheilung der Zweiten Kammer in gleichem Betreff, erstattet van Prälat Dr. Habicht, lautet: „Die Petition de» Hessischen Bauernverein», mit welcher sich verehrliche Zweite Kammer in der Sitzung vom 15. Februar d. I beschästtgte, ist seiner Zeit auch von dem Vorstand de» Vereins an die Erste Kammer abgegeben worben. Diese Petition, bereit» im Jahre 1889 in Umlauf gesetzt und von Tausenben von Bauersleuten unterschriebeo, wurde zunächst Groß. Ministerium mitgetheilt, welche» daraus unter dem 28. November 1891 den Petenten eröffnete: „daß diejenigen der vorgebrachten Wünsche, welche mit den Bestimm- ungen des Schulgesetzes nicht im Widerspruch stünden, schon seither, soweit thunlich, berücksichtigt worden feien und auch fernerhin Beachtung finden würden." Bei biefer Erklärung glaubte sich jeboch der erwähnte Vorstand nicht beruhigen zu sollen und hpt nunmehr infolge eine» Beschlusses der vorjährigen Generalversammlung deS Bauernverein» die Petitton sowohl an die Zweite wie an die Erste Ständekammer gelangen lassen. Da» fragliche Aktenstück unterwirft da» hessische Schulgesetz einer sehr scharfen Kritik und bezeichnet hauptsächlich sechs Punkte als Mißstände, unter welchen ber Bauern- staub besonders schwer zu leiden habe und die sich in Kürze beziehen auf: 1) die Erbauung von Schulgebäuden, bei denen die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde in erster Linie zu berücksichtigen sei- 2) die Aushebung der Verpflichtung zum Besuch der Fortbildungsschule- 3) die theilweise Befreiung der Kinder vom Schulbesuch an Nachrntttagen- 4) die Beschränkung beß weltlichen Unterrichts - 5) Aushebung be» Turnunterrichts - 6) Vermeidung be» Wechsel» ber Lehrmittel. Dem mit Berichterstattung beauftragten dritten Ausschuß ber Zweiten Kammer erwiderte auf dessen Bitte um gefällige Meinungsäußerung da» Großh. Ministerium unter dem 30. Juli 1892: „Die bereit» in ber Eröffnung da» Großh. Ministerium be» Innern und ber Justiz an den vorstanb de» hessischen Bauernverein» vom 28. November 1891 ausgesprochen, sind bie in besten Petition vom Juni 1889 vorgebrachten Wünsche, soweit sie mit ben Bestimmungen be» Schulgesetze» nicht in Widerspruch stehen, namentlich bie unter 1 und 6 auch seither schon berücksichtigt worden. Die Erfüllung der übrigen Wünsche würbe nur durch eine tief- greifende Abänderung be» Schulgesetze» möglich werden und gleichzeitig die Leistungen der in erfreulichem Blühen begriffenen Volksschule in hohem Grade zu gefährden geeignet fein. Dazu muß aber die Großh. Regierung ihre Mit- Wirkung versagen." Huf diese Erklärung hin hat der jen- fettige Ausschuß in der Voraussetzung, baß bie Großh. Re-
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