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, die um 1336 begann. I Bürgermeister Moritz begrüßte die erschienenen Gießener Bau zu erweitern. Man | Herren mit warmen Worten, indem er auf die historischen

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gehören schon der Bauperiode an, Damals beschloß man den ganzen Bau zu erweitern, kam aber im Wesentlichen nicht über die Verlängerung des Langhauses um zwei Maßjoche hinaus. Das letzte Joch sollte zwei große Fayadenthürme mit einer Zwischenhalle tragen. Der Nordthurm blieb liegen, der Südihurm wurde bis zur Plattform vollendet- die unschönen Kästen wurden nach dem Brande von 1561 ausgesetzt. Die alten romanischen West- thürme sollten weggebrochen werden, blieben aber stehen, weil der Baueifer unter den Kriegswirren, denen Wetzlar ausgesetzt war, allmählich versandete. Dann ging es an eine Besichtigung des Aeußeren mit einem primitiven Strebe­maß und den Lausgängen. Südlich wurden die Portaloruamente erläutert. Wie wir hier vcrwegnehmen wollen, erklärte Herr Dr. Matthaei in seinem späteren Vortrag, daß er zunächst die Zuhörer in kurzen Zügen bis au die Stelle führen wolle, wo der Wetzlarer Dom tn die Baugeschichte eingreist. Er wies nach, wie sich die gesammte Bauentwicklung um das Problem deS Stützens und Lastens dreht und wie der gothische Stil diese Aufgabe löst durch eine stärkere Betonung der strebenden Kräfte. Diese Ideen kommen von Frankreich und wie die Arnsburger Kirche ein Denkmal der burgundischen Richtung der Nudimentärgothik ist, so ist die Wetzlarer Stiftskirche in ihren Südosttheilen ein Denkmal des nordfranzösischen Einflusses. Nachdem die von dem Chronisten Chelius aufge­brachten Geschichten von der Entstehung der Kirche als irrig erwiesen wurden, ging der Vortragende zu der Frage über, ob in Wetzlar die Gothik früher aufgetreten sei, als in der Elifabethenkirche zu Marburg. Er erklärt, daß die bisher aufgestellte Reihenfolge fchou deshalb nicht ganz richtig sein könne, weil die Elisabethenkirche in Marburg im Wesentlichen auf St. Seger in Solffons zurückgehe- jedenfalls gehören die genannten Theile der Marienkirche in Wetzlar zu den frühesten Spuren der in Deutschland auftretenden Gothik. Dann wurde über die weitere Baugefchichte im 19. Jahrhundert berichtet. Die Frage, ob eine Restauration des Domes wünfchenswerth erscheine, verneinte der Redner. Es seien so viele angefangene Baupläne, daß die Ausführung eines von ihnen die übrigen erheblich benachtheiligen würde. Gerade das Jneinandergreifen verschiedener Bauperioden mache den Dom zu einem der interessantesten Werke Deutsch­lands. Dagegen dürfe mau nichts unterlassen, um das Vor­handene zu erhalten, besonders sei in dieser Beziehung viel an den Westtheilen und den Gewölben gerhau. Tas Vor­handensein der im Inneren errrichteten Scheidewand zwischen dem evangelischen und dem katholischen Theil der Kirche beklagte der Redner vom künstlerischen Standpunkt aus und schloß mit dem Wunsche, daß die Entfernung dieser entstellenden und den freien Ueberblick hemmenden Wand recht bald er-

1 möglich! werde. Nach Besichtigung des Domes versammelten sich die Theilnehmer in dem Saale desRömischen Kaiser". Hier eröffnete Herr Pros. Buchner in Vertretung des am Erscheinen verhinderten Vorsitzenden die Sitzung. Herr

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Reinhardshain, 23. Januar 1893. Gr. Bürgermeisterei Reinhardshain.

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ireqen hat. Derjenige, von dem die Verbrennung geleitet worden ist, hat der Ortspolizeibehörde darüber Anzeige zu erstatten, in wessen Besitz die Aschen-Urne überge- aangen ist. ..

Mainz, 23. Januar. (Telegramm.) In verfloffener Nacht trat ein außerordentlich heftiger Schneefall ein. Es schneit fortgesetzt. Der Schnee liegt bereits über Fußhöhe. Der Verkehr stockt vollständig.

= Bingenheim, 20. Januar. Die vielbesprochene und die viel umkämpste Bürgermeisterwahl ist heute durch eine zweite Wahl zum Abschluß gebracht worden. Als Sieger ging aus der Urne der schon bet der ersten Wahl gewählte Kandidat, Hem.- Johannes Müller, mit einer Majorität von 11 Stimmen hervor.

Stockstadt a. Rh., 15. Januar. Der von Hehl fchc Förster, Herr Bauer, schoß gestern aus dem Gute Schmittshauscn einen ungewöhnlich starken Seeadler, eine in hiesiger Gegend große Seltenheit.

DerOberhessische Geschichtsverein" in Wetzlar.

Durch ungünstige Umstände mancherlei Art war der seit lange geplante Ausflug des Oberhessifchcn Geschichtsvereins nach Wetzlar immer wieder verzögert worden und als der Tag (Sonnabend) -endlich gekommen war, verhinderte dräuen­der Schneesturm eine regere Betheiligung, wie sie sonst wohl zu erwarten gewesen wäre. Um so zahlreicher waren die Wetzlarer Herren erschienen, um den Verein und seine Be­strebungen aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Zu­nächst wurde unter der fachmännischen Führung des Herrn Dr. Mathaei der Dom besichtigt. Da die sonst empseh- lenswerthe Betrachtung eines Kunstwerkes nach Grundriß, Aufriß und Querfchnitt sich bei dem complicirten Wetzlarer Dom nicht gut durch führen lasse, schlug der Führer die histo­rische Reihensolge der Bautheile als Leitmotiv vor. Man begann mit dem sogen. Heidenthurm, d. h. mit den stehen gebliebenen Westthürmen der im 12. Jahrhundert vollendeten romanischen Kirche. Das Wesen romanischer Bauweise wurde daran erläutert. Die jetzige Ornamentik der Vorhalle zwischen den Thürmen verdankt ihr Entstehen einem Anbau, indem später, wie an dem Steinwerk deutlich zu erkennen ist, Stücke aus verschiedenen Bautheilen hier eingesetzt und miteinander verbunden wurden. Alsdann wurde der nächstälteste Bautheil, der Chorschluß, besichtigt. Die Westjoche .des Chorhauses und der südliche Flügel des Querhauses zeigen srühgothische Formen und in den Fenstern ein noch einfacheres Maß­werk, als die Elisabethenkirche zu Marburg. Das Aeußere dieser Bautheile weist besonders deutlich auf nordsranzö- sische Muster (Noyon und Soissons) hin. Im Inneren wurden die symbolisirenden Consolenornamente erklärt. - Im Langhaus wird uns deutlich, daß die Nordseite mit ihrem Maßwerk und freier profilirten Rippe einer glänzenderen Periode der Gothik angehört. Der nordwestliche Vierungspfeiler, sowie der prachtvolle leider entstellte Lettner

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, Ein ganz eigenthüm- in Tagen in einem Orte usgebrochen (Wersau). Zu ligen Lehrer gehört u. A. i Winter für das nothlge n und dasselbe während den t haben, da es an einem nun seit einigen Tagen scheint diese Verpflichtung gefallen zu sein, denn sie n den Gemeinderath. W E nicht entsprochen, sondm L unb di- WM Infolge dieses WW SSÄT«

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öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Januar 1893.

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Nidda, den 17. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Nidda.

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* Hamburg, 20. Januar. Die Behörde verbot, wie die .Hamb. Nachr." melden, den betreffenden Rhedereien, zu­künftig farbige Mannschaften anzumustern.

* Augsburg, 20. Januar. Die Mechanische Baum vc'll- spinnerei und Weberei Augsburg schließt mit einem Gewinn von 851 744 Mark und schlägt eine Dividende von 230 Mark vor.

* Augsburg, 20. Januar. Die Aetienziegelei Augsburg schließt mit einem Reingewinn von 9 287 Mark und beantragt 8pCt. Di vidende.

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Dienstag den 24 Januar: Weh dem, der lugt. Mittwoch den 25. Januar: Galeano. Donnerstag den 26. Januar: Doctor K lau tz. Freitag den 27. Januar geschlossen. Samstag den 28. Januar: Die Journalisten. Sonntag den 29. Januar, Nachmittags 31/0 Ubr: Ortentreise. Abends 7 Uhr: Zwei glückliche Tage. Montag den 30. Januar: Zwei glückliche Aage. Dienstag den 31. Januar: Minna von Barnhelm.

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