der ungarischen Blätter ohne Unterschied der Parteirichrung in wärmster Weise anläßlich seines erstmaligen Erscheinens in Ungarn begrüßt worden, und mit Recht heben diese Be- grüßungSartikel die politische Bedeutung der Kaiserlage von GünS hervor. Denn ste bringen durch die erneute Begegnung der Herrscher Deutschlands und Oesterreich Ungarns abermals die unerschütterliche Festigkeit des zwischen den beiden mächtigen Nachbarreichen bestehenden Bündnisses zum greifbaren Ausdruck, wie ste zugleich die treue Waffengemeinschaft, welche die beiderseitigen Heere mit einander verbindet, wiederum bekunden. Wenn aber die ungarische Presse in Besprechung der Monarchen- begegnung von Güns betont, dieselbe trage keineswegs den Eharacrer einer internationalen Demonstration, sie sei vielmehr der spontanen Sympathie der naturgemäß verbündeten Reiche entsprungen, so kann man einer solchen Auffassung ebenfalls nur beipflichten. Die Zusammenkunft der Kaiser Wilhelm und Franz Josef weist nach keiner Seite hin einen drohenden Character auf, und wenn man in dem Ereignisse doch eine Demonstration erblicken will, so ist eS lediglich eine solche zu Gunsten der Aufrechterhaltung deS Friedens. Im Uebrigen ist die politische Umrahmung der ungarischen Kaisermanöver allerdings unverkennbar, sie erhellt schon auS dem Umstande, daß Graf Lalnoky, der österreichisch-ungarische Minister deS Auswärtigen, ferner Dr. Wekerle, der ungarische Ministerpräsident, und dessen Ministercollegen, die Herren Fejervary, Hieronymi und TiSza, dann der österreichischungarische Botschafter in Berlin, Graf Szoegienyi und der deutsche Botschafter in Wien, Prinz Reuß, in GünS anwesend sind.
— DaS Parteileben beginnt allmählich wieder stärker zu pulsiren. Anzeichen hierfür sind die stattgefundenen Gründungen der Teutoburger Partei und der polnisch-sozialistischen Partei, sowie verschiedene größere Paneiversammlungen der letzten Tage. Bon ihnen verdienen Erwähnung der in Berlin abgehaltene Parteitag der norddeutschen Antisemiten und die Posener Parteiversammlung der freisinnigen Bolkspartei der Provinz Posen und der angrenzenden westpreußischen Kreise. In der Berliner Antisemitenversammlung sprach man sich gegen ein Bllndniß mit den Conservativen anläßlich der bevorstehenden preußischen Landtagswahlen, ferner gegen jede die unteren und mittleren Klassen belastende directe und in- directe Steuer aus. Auf dem Posener Parteitag der Frei- sinnigen wurde eine einheitliche Neuorgnisation der Volkspartei in der Provinz Posen uud den angrenzeuden westpreußischen Kreisen beschlossen.
Berlin, 19. September. Neue Marineforderungen. Die „B. B.-Ztg." schreibt: Vor Wochen schon erwähnten wir, daß dem Reichstag Martneforderungen zugehen werden, da sie sich nicht umgehen lassen. Daraufhin beeilten sich übereifrige Officiöse, zu sagen, eS stände ihres Wissens nichts dergleichen zu erwarten. Dann wurde in anderen gut unterrichteten Blättern doch wieder von Forderungen für Er- gänzungsbauten, Anlage von Strandbatterien rc. gesprochen und nun wird über den Zustand unserer Marine hier und dort in einer Weise geklagt, die nicht mißzuverstehen ist. BetressS der Flottenmanöver vom 29. und 30. August heißt eS, daß die Panzerschiffe „König Wilhelm" und „Deutschland" wegen schwerer See nicht einmal Gebrauch von ihren Geschützen machen konnten. Man denkt denn auch an Stelle der unbeholfenen, großen und schweren Panzerschiffe mehr kleinere behendere Seeschiffe zu bauen. Wie man hört, wird die Marine-Verwaltung dies Vorschlägen, zugleich aber auch andere Schiffe verlangen und zwar Hochsee-Kreuzer und Panzerschiffe. In diesem Sinne ist auch die officiöse Notiz aufzufassen, daß der Marine-Etat für das nächste Jahr im Voranschläge noch nicht endgiltig festgestellt sei.
— In militärischen Streifen glaubt man, daß mit Inkrafttreten der neuen HeereSgesetznovelle und der damit verbundenen zweijährigen Dienstzeit bei der Infanterie sich der Zugang von Einjährig-Freiwilligen bei dieser verringern werde. Namentlich dürften solche junge Leute, welche nicht höheren Studien obliegen, es in Anbetracht der großen mit dem Einjährig.Freiwilligendienst verbundenen Kosten vorziehen, von nun ab die um ein ganzes Jahr verringerte Dienstzeit wie alle übrigen Dienstpflichtigen abzuleisten.
— Ein deutsches Berufs- Consulat wird, wie die „Post" erfährt, zu Krakau in Galizien eingerichtet werden. Abgesehen von der Aufgabe, den Handel zwischen Oesterreich und Deutschland zu schützen und zu fördern, wird das neue Consulat vermuthlich auch dem österreichisch-russischen Verkehr seine Aufmerksamkeit zuwenden. Unter diesem Gesichtspunkte erscheint die Einrichtung deS ConsulatS sehr zeitgemäß.
Berlin, 19. September. Die Platzfrage in der Angelegenheit der Berliner Gewerbe-AuSstellung von 1869 dürste im Lause des MonatS October noch zur Entscheidung gelangen. In der Frage neigt, wie die „A.-P." von wohlinsormirter Seite crsahrcn haben will, die überwiegende Mehrzahl der Comitümitglieder dem Vorschläge zu, den Treptower Park als AuSstellungSterrain zu wählen.
— Tabaksteuer- Eonferenz. In der heutigen Sitzung der Tabaksteuer - Eonferenz im Reichsschatzamt haben Vernehmungen von mehreren Sachverständigen stattgefunden.
— Zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus erfahrt die „Kreuzztg.", daß in der gestrigen Sitzung des StaatSministeriumö sicherem Vernehmen nach endgültig über den Termin für die Wahlen Beschluß gefaßt worden ist. Dieselben werden in der letzten Woche deS October stattfinden.
— Verhandlungen über die Sonntagsruhe. Am Mittwoch, den 20. d. M. beginnen im Reichstagsgebäude die Verhandlungen über die Sonntagsruhe bei der Gruppe III der Gewerbestatistik (Bergbau, Hütten und Salinenwesen) mit Vertretern der Arbeitgeber und Arbeiter. Zur Vertretung der Arbeitgeber sind die größeren wirthschaftlichen Vereinigungen der Montanindustrie aufgefordert, auch einzelne hervorragende Industrielle direct eingeladen worden.
Berlin, 17. September. Die im Militär-Wochenblatt veröffentlichten Personal-Veränderungen für die Stellen-
| besetzungen aus Anlaß der HeereSverftärkungen I und sonstige Veränderungen betreffen im Ganzen 2582 Offiziere des activen Heeres. Davon entfallen auf die Infanterie 1226, die Jäger und Schützen 39, Generalstab, Kriegsschulen u. s. w. 77, die Cavallerie 78, die Feldartillerie 406, die Fußartillerie 265, daS Ingenieur- und PionircorpS 255, die Eisenbahntruppen und Luftschiffer-Abtheilung 74, den Train 14 Veränderungen, zusammen 2434. Außerdem haben noch 100 weitere Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen, sowie 48 Verabschiedungen ftottgefunben; die Gendarmerie ist ferner mit einer Ernennung und einer Verabschiedung be- theiligt. Nicht eingerechnet find dabei die Generäle, welche ein Patent ihrer Charge erhalten haben.
— AuS Hamburg wird amtlich der AuSbruch der Cholera gemeldet. Vom 15. bis zum 18. September find im Ganzen zwölf Cholerafälle vorgekommen, hierunter fünf mit tödtlichem AuSgange. Die Behörden ergriffen die umfassendsten Maßnahmen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.
Frankfurt a. M., 19. September. CS ist bereits bekannt geworden, daß das Freie Deutsche Hochstist in Frankfurt a. M. durch seine volkswirthschaftliche Section einen socialen Congreß veranstaltet, der angesichts der socialen Vorgänge des letzten Winters über die „Arbeitslosigkeit und ArbeitSvermittelung in Industrie- und Handelsstädten" verhandeln und diese brennenden Fragen der städtischen Socialpolitik für den bevorstehenden Winter klären helfen soll^ Wie zu erwarten war, hat der Gedanke dieses Eon- gresseS sehr beifällige Aufnahme gefunden. Der Conareßtag ist nunmehr auf den 8. October d. IS. bestimmt. AlS Re- ferenten fungiren der auS der ethischen Bewegung bekannte Professor Tönnies-Kiel, als Statistiker der Directorial- beamte des Berliner Statistischen Bureaus Dr. H irschberg, und als Vertreter einer centralisirten Arbeitergewerkschaft der Vorsitzende des deutschen Tischlerverbandes Kloß-Stuttgart. Für die Einleitung der Discussion sind eine Reihe sachkundiger Herren gewonnen, u. A. der Vorsitzende des Stuttgarter Gewerbegerichts Lautenschläger, der durch Organisation deS dortigen städttschen Arbeitsamtes neuerdings so bekannt geworden ist, mehrere Leiter von Arbeitergewerk- schäften u. s. w. Wie zu erwarten war, sind Anfragen und Anmeldungen zu dem Congreß bei dem Bureau deS Freien Deutschen Hochstifts (Frankfurt a. M., Hirschgraben) bereits zahlreich auS städtischen, Gelehrten-, Geistlichen-, Arbeiterund Gewerbegerichtskreisen eingelaufen und verspricht der Congreßtag für alle Freunde einer volksthümlichen Social- Politik von höchstem Interesse zu werden. Die Theilnehmer haben einen Beitrag von zwei Mark zu leisten, wofür ihnen der in Buchform nach stenographischer Niederschrift zu veröffentlichende Verhandlungsbericht unentgeldli'ch zugesandt wird. Beschlüsse soll der Congreß nicht fassen, sondern nur, wie eS im Programm heißt, eine Veranstaltung darstellen, bei der Fachmänner aus Praxis und Theorie, sowie sonstige Inter- essenten ihre Ansichten über sociale Zeitfragen frei und offen aussprechen können. Immer sollen die Besprechungen in enger Fühlung mit der wirthschaftlichen und socialen Praxis bleiben und bei allen die Arbeiter betreffenden Fragen dieie als gleichberechtigte Theilnehmer an den Vorbereitungen und Verhandlungen mitwirken." Man darf wohl von allen Seiten rege Theilnahme und gutes Gelingen für die Verhandlungen wünschen, welche für die sociale Praxis deS nächsten Winters von Bedeutung werden dürften.
Ausland.
— lieber das Befinden deS Czaren waren in den letzten Tagen ungünstige Gerüchte im Umlauf- speziell hieß es, er litte an heftigen Magenblutungen. Dem gegenüber wird aber auS Kopenhagen gemeldet, daß der Kaiser Alexander die daselbst ankernden russischen Kriegsschiffe am Sonntag besichtigte, wobei sich der Großfürst Michael und Admiral Avelan vom Kaiser verabschiedeten. Am Montag gingen dann die Kreuzer „Dmitri DonSkoj" und „Pamiat Azowa" nach Cadix in See, in welchem spanischen Hafen das nach Toulon bestimmte russische Geschwader zusammengezogen wird. — Wenn der Czar im Stande ist, Flottenbesichtigungen vorzunehmen, so dürfte es mit seinen angeblichen Magenblutungen wohl nicht so schlimm sein.
— Der drohende Bergar bei ter strike im nördlichen Frankreich hat am Montag seinen Anfang genommen. Im Departement Pas de Calais ist der Ausstand ein allgemeiner, während im Departement du Nord vorläufig nur in einigen Gruben die Arbeit eingestellt worden ist- im Ganzen beläuft sich die Anzahl der strikenden Bergleute auf ca. 47 000 Mann. Die belgischen Bergleute, die ebenfalls zum Strike neigen, sind von dem socialistischen Deputirten BaSly, dem Präsidenten des Grubenarbeiter - SyndicatS für das Departement PaS de Calais, aufgefordert worden, dem Beispiel ihrer französischen Kameraden zu folgen - einstweilen wird aber in den belgischen Kohlengruben noch ruhig weiter gearbeitet. Unter den strikenden französischen Bergleuten bekundet sich eine bedenkliche Neigung zu Ausschreitungen, wofür verschiedene Vorfälle zeugen- eS find deshalb starke Truppenabtheilungen in daS Strikegebiet entsendet worden.
Neueste
WolffS telegraphisches Korrespondenz - Bureau.
Berlin, 19. September. Der Reichskanzler Graf Caprivi ist heute Morgen 8 Uhr nach Karlsbad abgereist.
Berlin, 19. September. Die Sitzungen des Colo- ni alraths haben heute Vormittag unter dem Vorsitz des LegationSrathS Romer begonnen.
Berlin. 19. September. Der Colonialrath beschloß, von der Zusammenfassung der Zölle und Umschlagsteuern in Deutsch-Oftafrika abzusehen, dieselben vielmehr getrennt zu erheben, und stimmte der Vorschrift zu, die Rupienwährung
statt der Dollarwähruag bei der Zolldeclarariou eintrtten sowie an Stelle der'Wertbzölle GewichtSzölle treten zu lassem Ferner nahm der Colonialrath im Wesentlichen die Vorschläge der Colonialabtheilung bezüglich einer anderweitigen 9Zor» mrrung der Zollpositionen an und vertagte sich darauf bi* Mittwoch vormittag.
der!in, 19. September. Der „Reichsanzeiger" meld«, daß der Gouverneur von Deutsch-Oftafrika, Freiherr v. Soden, seinem Anträge gemäß von seinem Poften ab- j berufen uud unter Srtheilung der Befugniß zur Fortführung.- deS Prädikats Excellenz in Ruhestand versetzt worden sei.
Hamburg, 19. September. Infolge deS ungünstigen niedrigen WasserstandeS der Elbe find 107 Kähne der deutschen ElbschifffahnS-GesellsLaft „Ättte", welche tn hiesigen Hafen liegen, an der Weiterfahrt verbinden. — Die Ouarantänestation „Concordia", welche am 15. d. M aufgehoben worden war, wurde wieder eröffnet, aber noch nicht in Benutzung genommen.
8nllS, 19. September. Dem gestrigen Hofdiner wohnten beide Kaiser, der König von Sachsen, der Herzog von Connaught, Prinz Leopold von Bayern, der Erzherzog Franz Salvator, der Botschafter Reuß, Gras Kalnoky, der sächsische Gesandte v. Wallwitz, alle Mtlitärattachä», Minister TiSza, ba6 Gefolge und der Ehrendienst bei.
GnnS, 19. September. Die beiden Kaiser, der König von Sachsen, die übrigen Fürstlichkeiten und die Erzherzöge begaben sich um 61/, Uhr früh nach dem Manövetterrain. DaS Manöver, welches sich sehr interessant gestaltete, wurde um 1 Uhr abgebrochen. Um 2 Uhr kedneu die Herrschaften hierher zurück. DaS Wetter ist prachtvoll, aber sehr heiß. Der Herzog von Connaught reift am 21. September nach Wien ab.
Paris, 19. September. Die brasilianische Gesandtschaft theilt mit, daß Rio de Janeiro gestern Mittag stark beschossen worden, die Lage aber sonst unverändert sei.
Paris, 19. September. Bei dem gestrigen Diner auf dem Manäverterrain antwortete auf den Trinkspruch de» Generals Loizillon Namens der fremden Militärattaches der russische General Fredericks. Derselbe dankte für dte herzliche Gastfreundschaft der französischen Offiziere, sowie für die zuvorkommende Aufnahme überall und rranf auf das Wohl Frankreich» und feiner Armee.
Newyork, 19. September. Dem „Herald" wird aus Montevideo vom 18. September gemeldet: Alle Fon» bei Rio de Janeiro find mit Ausnahme von Santa Cruz neutral oder für Mello. Munition und Lebensmittel gehen in Santa Cruz au«. Die Armee ist, obwohl anschetnend Peixoto treu, völlig diSciplinloS. Mello kaufte von ver- fchiedenen Schiffen Dorräthe, deren er dringend bedarf. Die auf dem Lande befindlichen Marineoffiziere weigern sich, gegen die Kameraden zu kämpfen. Drei Rebellenfchiffe gingen nach Santos ab, um sich de« dortigen Zollamts zu bemächtigen und Peixoto eine Einnahmequelle abzufchneiden. SS heißt, daß in Rio de Janeiro nahezu Anarchie herrsche. Der Re- dacteur der Zeitung „Herolds" wurde grausam ermordet. Der Abfall von Bahia und Pernambuco, sowie de« gesammten Geschwader« bei Rio Grande wird bestätigt. Die Aufständischen in Rio Grande do Sui mobilifiren ihre Streitkräfte, um General Caftilho zu besiegen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 19. September. Der Ausschuß zur Prüfung der Verhältnisse in den von Hochwassergefahr bedrohten Stromgebieten tritt demnächst zur zweiten diesjährigen Tagung zusammen. An die Berathung schließt sich eine Bereisung derjenigen Theile an, au« denen in dem letzten Jahre Klagen über Hochwasser kamen.
Berlin, 19. September. Die deutsch-russischen Zollconferenzen beginnen am 2. October im Auswärtigen Amt unter dem Vorsitz de« Frhrn. v. Thielemann.
Berlin, 19. September. Laut „Reichsanzeiger" wurden dem kaiserlichen Gesundheitsamt von heute au« Hamburg sechs Cholerafälle, wovon einer tödtlich verlief, gemeldet. In Emmerich starb ebenfalls ein Schiffer.
Berlin, 19. September. Der „Reichsanzeiger" publicsti zahlreiche anläßlich der Herbstmanöver vom Kaiser an Ht Offiziere des 8. und 16. Armeecorp« verliehene Ordens- auSzeichnungen.
Berlin, 19. September. Gestern hat im Handelsministerium eine Eonferenz von R e g i e r u n g s vertret ern begonnen, um den Arbeitsplan für die demnächst in Berlin abzuhaltenden Verhandlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Sachen der Sonntagsruhe für die Eisenindustrie rc. festzustellen.
Leipzig, 19. September. Da« Reichsgericht verhandelte heute die Revision Ahlwardt» in dem Judenflioten- proceffe. Der Reichsanwalt beantragte Verwerfung der Revision, weil dieselbe proceffual und materiell iinbegrünbet sei. Ahlwardt wohnte der Verhandlung bei und versuchte in einer längeren Rede auszuführen, daß er nicht beleidigen, sondern nur dem Vaterlande habe dienen wollen. Ahlwardt und dessen vertheidiger beantragten Aushebung de» Unheil». Dasselbe wird heute Nachmittag 4 Uhr gesprochen. Der Andrang deS Publikum« zur Verhandlung war enorm. — Die Revision Ahlwardt« wurde vom Reichsgericht verworfen.
trfnrt, 19. September. Auch die nichtpreußischen Eisen- bahndtrectiouen Norddeutschland- haben dem Vorschläge auf Einführung von zehntägigen Rückfahrkarten zugestimmt. Die Durchführung hängt nunmehr von den noch znrückstehenden preußischen Staatsbahnen ab.
Kola. 19. September. Wegen der Choleragefahr hat die Kevelarer Polizeibehörde Processionen au» Holland und Belgien verboten.
Prag, 19. September. Der mütelböhmische Zuckerverein stellte fest, daß der Rübenbau Böhmens so groß wie :m vorigen Jahre fei, daß jedoch die Ernte nur 200 Metercentner j gegen 260 im Vorjahre per Hector benagen werde.
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