vom Generalinspector empfangen und zu zwei Separatzügen geleitet. Um 5 Uhr setzten beide Züge sich unter den anhaltenden Rufen: ES lebe Rußland! in Bewegung.
Pari», 17. October. Heute Bormittag gegen 9*/, Uhr traf Admiral Adel an mit 50 Offizieren auf dem Lyoner Bahnhofe ein, woselbst die Vertreter der Behörden, Abgesandte des Festausschusses und hohe Militärs zur Begrüßung anwesend waren, die überaus herzlich verlief und mir der von der Gardemufik inscenirren russischen Nationalhymne ihren Abschluß fand. In den Straßen, durch welche die russischen Gäste alsdann in über 30 Galawagen ihren Weg nahmen, herrschte ein unbeschreiblicher Verkehr, und wegen der Menschenmenge, die ihrem Enthusiasmus in den verschiedenartigsten Ovationen Ausdruck verlieh, mußten die Wagen oftmals halten. Avelan, sowie die Offiziere dankten für die allgemeinen Begrüßungen nach allen Seiten hin, sie fuhren entblößten Hauptes. Die Dächer und Fenster, Laternen und Bäume waren von Menschen dicht besetzt, ein Vorwärtsschreiten war unmöglich. In der Lyoner Straße, welche die Gäste passirten, waren prachtvolle Triumphbögen mit Begrüßungs-Inschriften in russischer Sprache errichtet. Begrüßungen fanden alsdann mit dem Seine-Präfecten und dem Präsidenten des GemeinderathS statt. In der russischen Kirche wurde ein FestgotteSdienft abgehalten.
Paris. 17. October. Die den russschen Gästen gemachten Geschenke wachsen zu solchen Mafien an, daß man wegen ihrer Unterbringung berechtigte Sorge trägt. Die Zahl der aus der Provinz und dem Auslande herbeigeeilten Fremden schätzt man auf über eine halbe Million. Die allgemeine Stimmung giebt sich nur in friedlichen Aevßerungen kund und liegt zu irgend welchen Vorsichtsmaßregeln durchaus keine Veranlassung vor.
Marseille, 17. October. Hier circulirt das Gerücht, der Kaiser von Rußland habe die Erlaubniß gegeben zu einem 24stündigen Besuch des hiesigen Hafens seilens des russischen Geschwaders. Es seien bereits 125,000 Francs vom Gemeinderath bewilligt worden zum Empfange der russischen Gäste.
Rom, 17. October. Der „Secolo" bringt aus Genua die sensationelle,, im Uebrigen aber von keiner Seite bestätigte Nachricht, daß die Soldaten in den Kasernen zurück- gehalten wurden, weil die Militärverwaltung den Sold der abgehenden Soldaten nicht bezahlen könne.
London, 17. October. In Greenwich-Workhouse wächst die Zahl der an Cholera erkrankten Personen immer mehr, man schätzt dieselben auf 200. Die Sterbeziffer ist jedoch eine geringe. Es wird Cholera asiatica vermuthet.
Darmstadt, 18. October. Prinz Heinrich von Preußen mit Familie trifft morgen hier zu längerem Aufenthalt ein.
Coeoks ttttö provinzieller.
Kietzen, den 18. October 1893.
* * Provinzialausschuß Sitzung. Samstag den 21. Octo- bcr, Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzial-Aus- schusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Ansinnen des Großh. Kreisamts Friedberg wegen Aufstellung eines topographischen GÜterverzeichnifieS für die Gemarkung Ober- Mörlen. 2. Beseitigung des Knochenlagers der G. Rothschild Söhne in Alsfeld.
* * Auszeichnung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben dem ersten Diener an der Landes-Universität, Peter Hofmann, aus Anlaß dessen auf Nachsuchen erfolgter Ruhe- ftandSversetzung und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstführung das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen.
* * Ernennung. Der zweite Diener an der Landes-Universität Ludwig Wedel wurde zum ersten Diener an dieser Anstalt mit Wirkung vom 16. October an ernannt.
JB. Neues Theater. Vor einiger Zeit wurde in Frankfurt a. M. unter Gefolgschaft hervorragender Notabilitäten der Kunst, Prefic und Bürgerschaft eine alte Dame zur letzten Ruhe geleitet,- es war Elise Henle, die Verfasserin des nächsten Freitag, den 20. ds. Mts., zur Aufführung kommenden Lustspiels „Durch die Intendanz". Wenn die Schriftstellerin auch keinen ersten, vielleicht gar keinen Platz in der Ruhmeshalle der deutschen Litteratur einnimmt, so wollen wir doch nicht in den Ruf eines der Jüngstdeutschen einstimmen, welcher in der „Gesellschaft" den Vorschlag machte, man solle einer ganzen Reihe Blaustrümpfe mit dem Strickbeutel gehörig um die Ohren fahren. Hat doch Elise Henle — ihre mit Geschmack zusammengestellte Anthologie „WaS soll ich d ecl a m i re n ?" und das in launigen Versen schwäbischer Mundart abgefaßte — Kochbuch erfreuen sich, besonders bei der Damenwelt, einer großen Beliebtheit — einen Ehrentag aus ihrer reichsten Schaffensperiode zu verzeichnen, einen Ehrentag, um den sie mancher geistig höher stehende College beneiden konnte. Am 31. October 1877 wurde daS Lustspiel „Durch die Intendanz" von Altmeister Laubc, dem damaligen Director deS Burgtheaters, unter 454 eingereichtcn Stücken durch Verleihung des Ehrenpreises ausgezeichnet. Mag auch die Bühnenproduction seit der Zeit in ganz andere Bahnen gelenkt sein, ein Machtwort deS reckenhaften Theaterfeldmarschalls verliert niemals seine Be- Deutung. Wir freuen uns, daß die hiesige Direction den Manen der Heimgegangenen Dichterin durch die Freitags- Vorstellung ein Denkmal setzen will. Jetzt ist es nur noch Sache unserer Theaterbesucher, durch zahlreichen Besuch diesen Entschluß zu ehren.
* * Stenographisches. In unserem Zeitalter, dem Zeitalter der Electricität, der fortschreitenden Entwickelung auf allen Gebieten des menschlichen Wissens und des Erwerbslebens ist eine Fertigkeit, wie daS Stenographiren, von
j höchster Bedeutung. Besonders ist das GabelSberger'sche Stenographie-System, welches das älteste ist, am meisten Verbreitung gefunden hat und von keinem anderen übertroffen wurde, dazu geeignet, ein unentbehrliches Hilfsmittel im practischen Leben zu bieten. Wer sich eine Erleichterung seiner Schreibgeschäfte für daS ganze Leben schaffen will, der soll dieses System erlernen, er wird es niemals bereuen. Welche Summe von Zeit und Arbeitskraft wird durch das Eurrentschreiben noch vergeudet, wo der Spruch „Zeit ist Geld" den Grundgedanken alles Thuns und Schaffens bildet. Für Schüler und Studirende, für den Gelehrten und Kaufmann, für den Beamten und Geschäftsmann, kurz für alle, die mit der Feder zu arbeiten haben, erweist sich die Stenographie in jeder Beziehung förderlich. Wenn auch allgemein in der Jetztzeit diese Erkenntniß Platz gegriffen har und wenn auch jährlich Tausende in der nützlichen Redezeichenkunst GabelSbergerS unterrichtet werden, so kann man doch nicht laut und häufig genug die Mahnung wiederholen: Lernt stenographiren!
** Bei Nichtbenutzung einer Eisenbahn-Rückfahrkarte auf der Rückreise wird in Folge Reclamation der Teilbetrag Seitens der Eisenbahnverwaltung zurückbezahlt, ES ist jedoch Vorschrift, dies vor Ablauf deS GiltigkeitsterminS dem Beamten der Station zu melden, damit die nicht erfolgte Rück- fahrt auf der Fahrkarte bescheinigt wird. Gegen diese Bestimmung verstößt das reisende Publikum sehr häufig dadurch, daß die Meldung von der Nichtbenutzung deS BilletS erst dann erfolgt, wenn das Billet ungiltig geworden ist. Wer also eine Rückfahrkarte nicht voll benutzt hat und sich< den Betrag für die Rückfahrt zurückerstatten lassen will, ist verpflichtet, spätestens am letzten GiltigkeitStage eine Bescheinigung des Bahnbeamten einzuholen, widrigenfalls eine Reclamation fruchtlos ist.
* * Im Monat September 1893 wurden im Oberpost- directionsbezirk Darmstadt 12369,90 Mark an Wechsel- stempelstener, zusammen ab 1. April d. I. 73103 Mk. oder 312,20 Mk. weniger als im entsprechenden Zeiträume des Vorjahres vereinnahmt.
* * Zur Beachtung für Rekruten. Die jetzt zum Militärdienst abgehenden Rekruten seien, soweit sie der Jnvaliditäts- und Altersversicherung unterliegen, darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Quittungskarte vom Arbeitgeber oder event. von der Krankenkasse abzufordern haben. Die Karte ist beim späteren Wiedereintritt in eine versicherungspflichtige Beschäftigung an den Arbeitgeber abzugeben und deßhalb sorgfältig aufzubewahren.
* * Zum Capilel der Stubenheizung wollen wir im Hinblick auf die bevorstehende kältere Witterung nach Professor I)r. Reclarn auf die Nachtheile einer zu starken Zimmer- Heizung aufmerksam machen. Wer nämlich die Zimmerwärme über 15 Grad Reaumur erhöht, wird bald merken, daß sein Wärmebedürfniß sich stets steigert und bald 17, ja 20 Grad nicht mehr genügen. Der Grund ist folgender: Beim andauernd starken Heizen trocknen di« Wände, sowie die im Zimmer befindlichen Gegenstände aus. Je mehr sie ihre Feuchtigkeit verlieren, um so mehr saugt die trockene Luft die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe fast allein noch findet: bei den Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und der Lunge wird gesteigert. Da nun diese Verdunstung von Feuchtigkeit uns viel Wärme entzieht, so wird durch die gesteigerte Ofenwärme allmälig auch das Wärmebedürfniß gesteigert. In der erhöhten Zimmerwärme dünsten dann aber auch alle anderen Gegenstände mehr aus und — die Lust wird verschlechtert. In der warmen Luft athmen wir weniger Sauerstoff — unser nothwendigsteS Lebensbedürsniß! — und der Stoffwechsel wird langsamer und geringer — der Appetit mindert sich — es tritt mürrische Stimmung ein — der Schlaf ist kurz und unruhig — alle Verrichtungen deS Körpers lassen zu wünschen übrig. — Da haben wir das treue und betrübende Bild der Bureauarbeiter, der älteren Kaufleute, der viel im Zimmer lebenden Frauen, kurz — der meisten Stubenmenschen im Winter.
Friedberg, 16. October. Der erste Tag der 350jährigen Jubiläumsfeier unserer Realschule nebst Progymnasium ist in würdiger Weise bei echter Festfreude begangen worden. Die ganze Stadt prangt bereits in überaus reichem Festschmuck urtb sind zahlreiche ehemalige Schüler der hiesigen Realschule eingetroffen. Nachmittags 4 Uhr sand die feierliche Ueberreidjung der von Damen Friedbergs und der Umgegend der Schule gestifteten Fahne in den Räumen des Gewerbevereins statt. Die ganze Schule, sowie daS Lehrercollegium waren bei diesem Feste zugegen. Frau ©minner sprach im Namen der bebicirenben Damen unb Herr Director Dr. Winbh ans bankte Namens ber Schule. Letzterer wies auf das Noth- toenbige einer Uebcreinftimmung zwischen Elternhaus unb Schule hin unb ermahnte fobann unter Bezugnahme auf bie ber Fahne aufgestickten Worte: „Arbeit unb Fleiß führen zum Ziel" bie Schüler zu Fleiß und Arbeitsamkeit. Abends 7 Uhr fand im Saalbau die Aufführung deS von Herrn Reallehrer Albert Kost gedichteten Festspiels statt. Der Andrang war ein ungeheuerer. Die Aufführung hatte einen erhöhten Reiz, weil bie Darsteller Schüler ber Realschule unb des Progymnasiums waren. Trotzdem entledigten sie sich ihrer theilweise recht schwierigen Aufgabe in einer Weise, bie allgemeinen Beifall fanb. Lebhafter Applaus und Hervorruf lohnte bie Darsteller sowie ben Dichter. Auf bie Theateraufführung folgte ein aus mehreren Nummern be- ftehenbeS Vocal- und Jnftrumentalconcert, an welchem bie Herren Mebicinalrath Dr. Lorenz, Schmitt, Trapp, Link, Fritz (Frankfurt), sowie Frau Architekt Webe! ganz befonberen Sintbert nahmen. Nach beenbigtem Concert verblieben bie Festtheilnehmer noch bis zu später ©tunbe in gemüthlicher Werte bei einem Glase Bier, wobei gar manche Jugenderinnerung ber zahlreich vertretenen früheren Realschüler aufgefrischt würbe.
—11— EckardSbsrn, 16. October. Gestern Abend wurde
ein hier in Diensten stehender Knecht, der auf dem Hemr^ von Orrenberg nach hier begriffen war, von dem von Gebe» kommenden Zog überfahren und blieb auf der Stelle to -
Breitenbach, 13. Oktober. In Hanenrode eritc- daS dreijährige Söhnchen des Ackermanns Schabe hn Jauj^ loche. Die Hiobspost erfuhr der unglückliche Vater untmotj/ als er aus Alsfeld vom Markte zurückkehrte. Mir alterigen Kindern hatte das verunglückte Söhnchen auf pofe des Vaters gespielt. Als man eß nun vermißte suchte, fand man es an dem Unglücksorte.
Stofe-®erau, 17. October. Heute Nacht 1 Uhr tn f. Nebenbetrieb der Oelfabrik Groß-Gerau ein kleiner Brc* ausgebrochen. Um 2 Uhr war alle Gefahr befertigt je Hauptbetrieb bleibt ungestört.
A Mainz. 17. October. Die Frau des chon^,., Militärcapellmeisterß Kern hat für ihren Gatten t» gnadigungSgesuch an den Kaiser gerichtet, daß, wie von verschiedenen Seiten, darunter mehreren Offiziere, >, 118. Jnf.-RegimentS eine warme Befürwortung grtc r bat. Da die von Kem begangene MajestätSbeleid^s, hauptsächlich in einer despectirlichen Aeußerung gege, Kaiserin bestanden hat, Hot Frau Kern gleichzeitig auch;; Bittgesuch an die Kaiserin gerichtet.
A AaS Rheinhessen, 17. October. Die neue Roch-, capelle bei Singen wird den kommenden Sonntag das Auffetzen der Kreuzblume auf dem Hauptthurm v.-.- äußeren Vollendung entgegengeführt. Die Benediction iK ; Kreuzblume findet durch den Brtchof Haffner von Uk • statt. — Aus verschiedenen Orten der diesseitigen Pro:: liegen Mittheilungen über unheilvolle Folgen vor, Der „Neue" angerichtet hat. Vielfach hat man dessen tze' und Wirkung unterschätzt und daher bei dem Genuß dir nd::< Grenze nicht eingehalten, wie man mehrfach auch bei c Kellerbehandlung die nötige Vorsicht außer Acht liefe „i. die sich bildenden Gase große Gefahren zu bringen drob - Wenn hier und da die Situation auch schon eine u*. kritische war, so ist glücklicher Weise biß jetzt in hiesstn Gegend durch den Neuen noch kein Menschenleben bat - gegangen.
A Vom Rhein, 17. Oktober. Durch Pioniere bei r Kastel gamrtonirenben Pionierbataillons Nr. 11 wurde bt;.i mit der Sprengung deS neben dem Fon „Großhen»» von Hessen" am Rhein oberhalb Biebrich gelegenen Moire bellothurmS begonnen. Der Thurm, der Mauern von rru Dicke von 1 r/z Meter hat, wurde feiner Zeit von Naxole? l zu VertheidigungSzwecken gebaut, diente in der kftrn aber nur noch zur Aufbewahrung allerlei Materialien, ebne । irgend welchen fortificatorifchen Werth zu haben. T I Sprengungen erfolgen mittelst Schießbaumwolle unb rrti ' derart geleitet, daß das mächtige Mauerwerk in sich selb- zufammenfällt. — Zwischen TrechtlingShausen und Rieder Heimbach ist gestern daß mit Gerste von Worir.ß be frachtcte Segelschiff „AtlaS" aufgefahren und gesunken.
Dermtfcbte*.
* Marburg. 16. Oktober. In dem Garten des He:: Staubesand wurde gestern von einem Freilandbeete ein gentt Strauß v ollerblühter Veilchen gepflückt, die wie Frühling dufteten. Blühende Obstbäume kann man in za: reichen Gärten antreffen, ebenso sind blühende und fru::- tragende Himbeeren nichts Außergewöhnliches.
* Mißglückter Tausch. Bei der diesjährigen Ausheb. zum Militär wurde ein Jßraelit auß dem EbSdörfer @runk für tauglich befunden und der Garnison in Straßburg » gewiesen. Ein junger Bauer auS derselben Gegend, t; ersterem gut bekannt, wurde gleichfallß auSgehoben um1* r : Frankfurt bestimmt. Der Israelit machte nun dem tk-r; den Vorschlag, einen Tausch in der Weise einzugchev, i-.r der Jßraelit, nach Frankfurt und der Bauer nad) ®rra$- • ginge. Er wolle ihm zweihundert Mark und eine neue h: bafür geben. Der Bauer war hiermit einverstanden, d« 6 ihm gleichgültig war, wo er biente; nur stellte er die 5 ■ bingung, baß ber Jßraelit bie nöthigen Schritte bei ba Behörben thue. Dies geschah und der Israeli! muß ® triftige Gründe für sein Ersuchen vorgebracht haben, ttrr thalsächlich wurde der Tausch genehmigt und die Einberufung» befehle entsprechend geändert. Der Bauer mußte einige Tag früher eintreten und empfing von seinem Tauschcollegen frr zweihundert Mark, bie Hose unb, auS Freude Über das St lingen dcS Tausches, noch allerhand andere nützliche Eachec mit denen er vergnügt nach Straßburg abdampfte. Der Fn räther hatte aber nicht geschlafen unb der Handel war ‘c vorgesetzten Behörde bekannt geworden, welche den „lauft1 schleunigst an das Brigade-Commando berichtete. Umgebe, traf denn auch ber telegraphische Befehl ein, ben Israel«' sofort nach Straßburg zur Einstellung zu bringen, und Nr dort bereits eingestellten Bauern nach Frankfurt zurückzusch«^ was denn auch geschehen ist.
* Dresden, 16. Oktober. AuS Rom, 15. Oktober, berichtet: DaS Geheimniß deS vor einigen Mono» Oberitalien verschollenen deutschen Tonrikt:' Barons Dr. v. Sueßmilch-DreSden scheint enthüllt. Un«t- Ehiavenna wurden in einer Höhle gestern Leichentheile, ion! ein Jacket mit ber Firma unb Etikette des Dresdener Sdander- Kirsten gefunden. Offenbar wurde der Tourist erit^c und die Leiche bann zerstückelt und verscharrt.
Nürnberg, 17. Oktober. Der Wirth Schönweife, tr seine Frau geohrfeigt, wurde deßhalb heute Mittag von feiner Schwager erstochen.
' Berlin, 17. Oktober. Em junges Brautpaar au guter Familie, der Sohn eineß Töpfermeisters und die Toch'r eines Kaufmannes, hat sich gemeinschaftlich im Plösenx ertränkt, angeblich weil durch die Militärpflicht des Maaoe^ eine längere Trennung beoorstand.
• Bantzen, 17. Oktober. In vergangener Nacht fant<« I bei einem großen Brande drei Kinder ton 4 bis 12 Jahre*s den Tod durch Erstickung.
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