I#
n des E entrum S mit dem bisher noch ohne Resultat gewesen. | rt aus seinem Standpunkte und würde |
die
Verhandlungen
Reichskanzler seien
Der Reichskanzler beharrt aus
Gasthof „gum
statt, alSdann auf fünf Tage
arbeit emgesühnen jugendlichen Lehrlingen durch btt trefflichste aller Leibesübungen, das Turnen, ttn den Anstrengungen
•• Ans jum Iiriee! Die Zeit, da wieder viele junge Leute der Schute entwachsen und dem Berufsleben zugeführt worden sind, ist vorüber und deshalb fei die ernste Mahnung an Eltern und Lehrderrn re. gerichtet, darauf zu achten, tatz den in die ihnen noch ungewohnten Verhältnisse der TaqeS-
die zwei letzten Gala-Abschieds Vorstellungen begibt sich der EircuS mittelst SonderzugeS nach Erfurt und hieraus nach Leipzig.
** Sin Riesenhai wird einige Tage im
I ihre- gewerbl chen BerusS nothwendigeS Gegengewicht geboten wird. Die Lehrherrn nützen, wenn sie ihre Lehrlinge zum
gestellt. 10—12
**
BaarS
Einhorn" zu sehen sein. DaS Seeungeheuer hat eine Länge von 11 Fuß, ist nicht auSgestopft, sondern besten» praparin und wurde von Bremer Fischern in der Nordsee gefangen.
*• Rudersport. Der von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog gestiftete Wanderpreis für die Gießener Regatta ist auf das Achterrennen gesetzt worden. Der vom deutschen Ruderverband gestiftete Wanderpreis wird als „Lahnpokal" im Einser auSgerudert.
Turnen anhalten, nicht nur den Knaben, sondern vor allem auch sich selbst, denn es ist erwiesen, daß die Knaben, welche sich dem den Geist und Körper erfrischenden Turnen widmen, noch einmal so arbeit-freudig an ihre Thärigkeit zu gehen pflegen.
•• Nach der soeben sestgestellten Etatißik aber bei Mittelrheiikrei» Deutscher Turnerschaft ist der Bestand diese- Turnkreise- am 1. Januar 1893: 501 Vereine in 16 Gauen und 436 VereinSorten mit 45,663 Mitgliedern überhaupt, davon 20,590 Turnende, 7142 Zöglinge, 36766 Beitrag zahlende, 2077 Turnwarte und Vorturner — oder gegen den Bestand vom 1. Januar 1892 mehr 1 Gau, 19 Vereiu-orte, 15 Vereine, 2502 Mitglieder, 458 Turnende, 202 Zöglinge, 2271 Beitrag zahlende, 101 Vorturner. Die Zahl der VerernS-Borturnerstuudeu beträgt 7423 (170 weniger als im Vorjahre), die Gesammt» zahl aller Turnabende im Jahr 40,310 (4- H49), die Anzahl aller Turnenden während deS Jahre» — von sämmt- lichen Turnabenden zusammengerechnet — 898,961 (-j- 44,133), oder durchschnittlich aus jeden Turnabend eine- jeden Vereins 22—23 Turnende. Die Zahl der Buch führenden Vereine hat sich um 52 gebessert, immerhin verzichten noch 156 Vereitle oder fast Vs auf Buchung ihres Turnbetriebs. Winter- turnen betreiben 398 Vereine (+ 17), 52 Vereine (4- 7) de» nutzen Schulturnhallen, 60 (4~ 2) besitzen eigene Turnhallen, 145 (4- 13) sind im Besitz eigener Turnplätze. 409 Vereine halten die zu den Bekanntmachungen deS Kreises dienende „Deutsche Turnzeitung" in 455 Stücken, waS bei dem Zugang von 15 Vereinen ein Weniger von 4 Stück ist. Während deS Jahres 1892 sind in den Grenzen deS Kreise- 33 Vereins- neugründungen bekannt geworden, davon traten dem Kreise bei 30, ausgeschieden sind 15. Auf diesen Au-trilten beruht auch der Unterschied zwischen der Zunahme der verein-orte und der Vereine. Etwa 100 Vereine, davon fast die Hälfre in der Nähe Frankfurts, viele im Ried und im Odenwald, gehören der Deutschen Turnerschaft nicht an, theilS weil sie dies nicht für nöih'g halten, theilS weil die Ordnung im Mittelrheinkreis ihnen unbequem ist und sie nicht gewillt sind, auf ihre Sonderverbände, PreiSturnen und andere Auswüchse de- Turnbetriebs zu verzichten.
Der Zutritt ist Jedermann an genannten Tagen von Vormittag» und 3—5 Uhr Nachmittag- gestattet.
Neues Theater. Die Rührigkeit der Direction übertrifft die weitgehendsten Erwartungen. Donners
tag bringt dieselbe die Oper „Die weiße Dame" zur Aufführung. Nach den bisher gesehenen Leistungen unserer GesangSkräste ist der beste Erfolg zu erwarten. Die Oper ist musikalisch mit einer Fülle reizender Melodien auSgestattet. Gewiß dürste ein zahlreicher Besuch die Bestrebungen der Direction lohnen.
** Sircus Theater Walleuda auf O-waldS Garten erfreut sich beim hiesigen Publikum großer Beliebtheit, denn die gestrige Abend-Vorstellung war wieder ausverkauft. ES ist die- nicht zu verwundern, wenn man die Eleganz der Einrichtung, die brillante Ausführung des stets abwechslungsvollen Programms in Betracht zieht. Am Mittwoch finden
A Von der oberen Wiefeck. 16. April. Die Stachel» und Johannisbeeren stehen wie die Pflaumen- und Mirabellenbäume in vollster Blüthe. Aepfel und Birnen, nament- lich an geschützten Lagen, wollen sich mit reichem Blüthenflor schmücken. Die Wintersamenfelder nehmen schon ihre prächtige goldgelbe Farbe an; eS wäre wünschenSwerth, wenn ihnen ein warmer Regen zur Entfaltung größerer Blüthen verhälfe. Infolge der anhaltenden Trockenheit sind die Stengel dieser Pflanzen dünn und schwach geblieben, sodaß e- viele Landleute vorziehen, sie jetzt schon, namentlich auch deS Futtermangels wegen, abzuernten, um durch eine anderweitige Bestellung eine beffere Ernte zu erzielen. Wenn auch die Trockenheit seither insofern sich nützlich erwies, daß der Frost den jungen Pflänzchen nicht in der Weise schaden konnte, albet feuchter Witterung, so ist doch jetzt ein durchweichender Regen sehr nothwendig, sonst entstehen wahrscheinlich noch in empfindlicherer Weise al- vorige- Jahr Futter- und Waffer- mangel. Oie Wieseck hat z. Z. einen so niederen Wafferstand als im Hochsommer bei anhaltender Trockenheit.
-n. Winnerod. 15. April. In gelungenster Weise verlief die gemeldete JubiläumSseier. Zahlreiche Glückwünsche ernsten und heiteren Inhalt- wurden von Verwandten, Freunden und Berufsgenossen mündlich und schristlich übermittelt. Schöne Geschenke verliehen dem prächtig geschmückten Heim ein sehr sreundltcheS Ansehen. In Reden, im Wechsel mit Gesängen, letztere von einer kleinen Sängerschar gesungen, wurden die Verdienste deS Jubilars gefeiert.
§ Cbet-Seemen, 15. April. Gestern Mittag fand in dem Walde zwischen hier und Hartmann-Hain ein Waldbrand statt. Dank dem raschen Eingreifen der Feuerwehr von hier und Gedern konnte das Feuer gelöscht werden, doch ging ein schöner Bestand an jungen Fichten zu Grunde. Bei dem gegenwärtig hier herrschende,^ trockenen Wetter brannte das alte GraS in den jungen Pflanzen wie Stroh.
Okarben, 15. April. Die mehrfachen Bemühungen vieler Einwohner, besonder- deS Pfarrer- W. um Errichtung einer Haltestelle am hiesigen Platze, sind mit Erfolg gekrönt worden. Gestern traf auf der hiesigen Bürgermeisterei vom König!. BetriebSamt der Main-Weser-Bahn die Nachricht ein, daß auf Errichtung einer Haltestelle mit ziemlicher Sicherheit zu hoffen sei. Freilich müffe die Gemeinde Okarben die Zahlung von 8000 Mark und da» zum Bau nöthige Gelände bewilligen und auch die Umwandlung einer Schieberbarriärc in eine Zugbarriöre gestatten. Die Gemeinde wurde weiter ersucht, ihre Wünsche, welche Eisenbahnzüge an der Haltestelle halten sollen, zu äußern. — Man hofft hier, daß die Haltestelle bereit» am 1. October d. I dem Verkehr übergeben werde.
Schotten, 16. April. Am 5. Juni ds. I». findet zum zweitenmale der neue Prämiirung-markt mit Cer» loosung dahier statt und sind die Vorbereitungen zur Atz- Haltung desselben in der vorjährigen Weise in vollem Gange. Durch die Vermehrung der Loose, welche wieder guten Absatz finden, stehen zur Prämiirung von Bullen und anderen schönen Zuchtthieren größere Mittel zur Verfügung und werden auch mehr lebende Gewinne zur verloosung angekauft werden. S» ist deßhalb zu wünschen, daß der Markt wieder mit recht
Cocales unfc provinzielle-.
«ießen, 18. April 1893.
*♦ Der Großherzog von Oldenburg nebst Gemahlin passine gestern Abend nach 9 Uhr auf der Reise nach der Schweiz die hiesige 'Station. ,
** Die neuen Kirchenglocken. Am nächsten Donnerstag, 20. April, sollen die vier neuen Glocken für die JohanneS- kirche hier ankommen. Etwa um halb 11 Uhr Vormittags werden dieselben in hiesigem Bahnhofe aus drei Wagen verladen sein und sollen dann geschmückt und unter dem Geläute der Glocken auf dem Stadtthurme zur neuen Kirche hin gefahren werden, woselbst sie etwa um 11 Uhr ankommen. Einige Stunden lang können auf dem Kirchbauplatze die neuen Glocken von Jedermann in Augenschein genommen werden. Dann werden sie alsbald auf den Thurm gebracht. Am nächsten Montag oder Dienstag wird daS Probegeläute stattfinden.
** Ausstellung von Schularbeiten. In der hiesigen Stadt- mädchenschule, Westanlage 35, werden die Handarbeiten der Schülerinnen am 20. und 21. l. M. im Turnsaale aus-
nur zur PreiSgebung ganz unwesentlicher Punkte bereit sein. Selbst wenn die Regierung nachgiebiger wäre, würde e» v. Huene schwer fallen, die Mehrheit der erforderlichen Stimmen im Eentrum zusammenznbringen. Die Eventualität einer Reichstagsauflösung ist noch immer vorhanden.
Berlin, 17. April. Ah lwardt überreichte in der Heu- tigen ReichStagSsitzung einen Antrag auf Einsetzung einer UntersuchungScommisfion zur Prüfung der ActenstÜcke. Der Präsident hat den Antrag als formell unzulässig zurück- gewiesen, der zweite und abgeänderte Antrag wird als zulässig befunden. Er verlangt, die UntersuchungScommisfion solle die ActenstÜcke prüfen, ob sie geeignet seien, die von Ahlwardt vor Ostern gegen Mitglieder deS Hauses und der Regierung erhobenen Beschuldigungen zu rechtfertigen.
Berlin, 17. April. Der Antrag FuSangelS wegen Aufnahme in die CentrumSfraction wurde abgelehnt.
Berlin, 18. April. Die Lesung des Berichts Über die Militärvorlage erfolgt am Freitag in der Commission.
Berlin, 18. April. Heute Vormittag 10 Uhr findet im Rittersaale des Schlaffes die Nagelung und feierliche Weihe und darauf im Lustgarten die Uebergabe der neuen dem ersten Garde Dragoner-Regiment verliehenen Stand arte statt.
Augsburg, 17. April. Vergangene Nacht wurden in dem Orte Wertach (Algäu) 100 Wohnhäuser durch eine verheerende Feuersbrunst eingeäschert. 700 Personen sind obdachlos.
Paris, 17. April. Einem Redacteur des „Petit Journal" erklärte DolderS: „Wir stehen vor großen Unruhen, aber nicht vor einer Revolution."
Paris, 17. April. Die republikanische Preffe stellt mit Vergnügen fest, daß Paris trotz der Reactionäre und Bou- langisten republikanisch gewählt habe.
Brüssel, 18. April. Die Aufständischen haben ihren Versammlungsort von dem VolkShaus nach St. Gilles verlegt. In den Vororten werden Vorbereitungen für morgen nach dem definitiven Kammerbeschluß getroffen. VolderS und Ansicle erklärten den Antrag Nyffen für nicht zufriedenstellend. Bei den heutigen Manifestationen soll die neutrale Zone an verschiedenen Punkten durchbrochen werden. 3000 Mann Bürgergarde sind im Eentrum der Stadt ccnsignirt. In Lalouviöre und Charleroi striken 15- resp. 20000 Mann.
Siegmaringeu, 18. April. Die im fürstlichen Residenz- sch lasse ausgebrochene Feuersbrunst beschränkt sich auf die Osthälfte des Schlaffes. Die Gefahr für das ganze Schloß ist noch nicht vorüber. Die berühmten Sammlungen sind nicht birect bedroht. In den Wohngemächern sind viele unersetzbare Kunstgegenstände vernichtet. Der Fürst, der sich bisher in Florenz aufhielt, trifft heute hier ein.
Umgebung von Brüssel nur einen vertraulichen, keinerlei amtlichen Charakter.
Dnxschm bei ttareei .Herold'.
Berlin, 17. April. Das „Berliner Tageblatt" schreibt,
Hcucflc Nachrichten.
Wolff» telegraphische» Lorrespondmz-Burrau.
Sigmaringen, 17. April. Im fürstlich hohenzollernschen Refidenzschlosse ist Feuer auSgebrochen, auch die bekannten Kunstsammlungen deS Fürsten schweben in großer Gefahr.
Antwerpen, 17. April. Heute Nachmittag fanden neue Zusammenstöße ber Strikenden mit der Polizei statt,' wobei letztere mit gezogenem Säbel vorging und mehrere Personen verwundete. Die Strikenden verschanzten sich darauf hinter Holzhaufen und feuerten von dort auf die Polizei, die die Schüsse erwiderte und zwei Demon- strarnen verwundete. In der Stadt herrscht lebhafte Bewegung, die Bürgergarde ist zusammenberufen, daS Petroleumlager wird von Militär bewacht.
Brüssel, 17. April. In Antwerpen warfen taufend strikende Quaiarbeiter Schiffsstege in die Schelde. — In Petit Waömeö wurde der Versuch gemacht, die Kirche mit Dynamit zu sprengen, wobei einige Kirchenfenster beschädigt wurden. — In Courtrai fand ein unbedeutender Zusammen st oß zwischen der Polizei und den Strikenden statt. Der AuSstand dauert überall fort.
Brüssel, 17. April. In dem Becken von Charleroi striken 20,000 Bergarbeiter von 30,000. Die Hüttenarbeiter und Glasarbeiter setzen die Arbeit fort. In Grommont sand gestern Abend im Cafö Hollandais ein heftiger Zusammenstoß zwischen den Strikenden und Gendarmen statt, welche in daö Casä eindrangen. Zwei Gendarmen und eine große Anzahl von Manifestanten wurden verwundet, darumer mehrere sehr schwer. — Der Gouverneur von Brabant berief sämmtliche Bürger- meister der Ortschaften in der Umgegend von Brüssel und forderte sie im Namen der Regierung auf, alle Manisestattonen innerhalb ihrer Weichbildgrenze zu verbieten. Die Bürger- meister erklärten sich mit diesen Maßregeln einverstanden. Die Regierung hat soeben zwei Klassen der Miliz einberufen lassen.
Brüssel, 17. April. Dem Vernehmen nach trugen die gemeldeten Verhandlungen deS Gouverneurs von Brabant mit den Bürgermeistern der Ortschaften in der
Abg. Hahn fconf.) beantragt zu dem Buol'schm Anträge, daß von der Rechnungslegung eingetragene Genossenschaften nur für den Geschäftsverkehr mit ihren Mitgliedern befreit fein sollen. Gcschäfl»- verbinbungen, die nur in einem Abschluß bestehen, der schriftlich fttttgefunben bat, sollen nicht befreit fein.
Abg. Büftng (nalL): Die Lommtsfion-vorfchläge beim, da» Amendement o. Buol enthalte eine wesentliche Besserung der Re- glerungSoorlage, aber auch sie halten immer noch eine erhebliche Belattung de» Geschäftsverkehrs. Für da», wa» hier vorgeschlagen werde, gebe e» keinerlei Analogie in aideren Ländern, trotzdem viele derselben Wuchergesetze haben. Auch die Eommissionödeschlüffe seien für ihn unannehmbar.
Abg. Hahn (cons.) begründet feine Amendement» zu dem Anträge v. Buol, dem er im Uebrtgen zustiumt, da er im Interesse Bet durch da» Gesetz zu schützenden Personen möglichst baldige Verabschiedung der Vorlage wünsche. Der Unterantrag de» Abz. v. Bar mache dm ganzen Artikel unwirksam. Das sei wohl auch die Abficht des Antrag».
Staatssecretär o. Hanauer gtebt zu, daß in der Forderung alljährlicher Rechnungslegung de» Gläubiger» an dm Schuldner eine gewisse Belästigung liege, unzulässig fei die Forderung aber wirklich nicht. Anwendung findet die neue Bestimmung nur da, wo die Kreditgewährung den Haupttheil de» Geschäfts bilde, also nicht auf dm gewöhnlichen Waarenverkehr. Redner tritt im Uebrlgen für die Regierungsvorlage ein, hat gegen Zulassung einzelner Ausnahmen, wie für die Rttchsbank, keine Eirwmdung, furchtet ober, daß die Anträge der Commission bezw. de» Abg. v. Buol zu weit aehm und daß hierdurch daS nicht werde erreicht werdm, was der Entwurf bezwecke. Der Antrag v. Bar würde dm Zweck de» Gesetze» birect vereiteln.
Abg. Dr. R raufe (bfr.) bekämpft die In Frage stehenden neuen Bestimmungen, durch welche der reelle Geschäftsverkehr unae- mein beschwert und der gewollte Zweck doch nicht erreicht werde. Jede» Waarmgeschäst werde zum Creditgeschäst, wenn der Käufer einmal eine Rechnung unbezahlt lasse, und falle dann unter die hier vorgeschlagenen Vorschriften. Durch die Annahme deS Antrags Dr. v. Bar würde eine erhebliche Milderung herbeigeführt; da» Beste sei aber, die Bestimmung überhaupt zu streichen.
Abg. Schrader (bfr.) wendet sich besonders dagegen, daß gleich eine strafrechtliche Verpflichtung zur RegnungSleguna geschaffen werden soll. Um einige Wucherer zu treffen, wolle man Den ganzen GefchäflSoerkehr erschweren und belasten. Da» Reichsjustizamt habe durch diese Vorlage bewiesen, daß es von dem Geschäftsleben nichts verstehe. Set es denn so schlimm in unserem deutschen Vaterlande bestellt, daß jedem Geschäftsmann ein Vormund gefitzt werden müsse'i Damit werde unser Ansehen nach außen nur geschädigt. Unterbleibe die nach der Vorlage oorzunehmende Rechnungslegung einmal, so habe der Staatsanwalt roegen Wucher» bei Dmunciation Anklage zu erbeben und wie die Sache auch auSfalle, jedenfalls werde auch der reelle Geschäftsmann dadurch schwer geschädigt. Man lehne die Bestimmung über die Rechnungslegung ab und werde damit der Geschäftswelt und dem Hause selbst einm Dienst leisten.
Aba. Dr. o. Bar (bfr.): E» herrsche jetzt in Deutschland eine wahre Manie, herooriretenden Uebelftänben durch neue Strafgesetze entgegmzuarbettm. So sei auch diese Vorlage entstanden. Die Verhandlungen und die verschiedenen Anträge zeigten, wie schwierig es fei, einzelnen Schädm durch allgemeine Gesetze zu begegnen; die Ausnahmen verschlingen die Regel. Wenn einfache Waarengeschäfte, bet denen die Entnehmer bte Waare fchuldig bleiben, nicht unter dieses Gesetz fallen sollen, werde dasselbe wirkungslos, denn gerade mit solchen Schulden, die allmälig lawtnenhaft anschwellen, werde dm Leuten der Strick um den Hal» gelegt.
Staatssecretär v. Hanauer vertheidigt die Vorlage. Das Kriterium für die unter da» Gesetz fallenden Fälle werde zu bilden haben, ob der Kaufmann, der die Waare auf Kredit gtebt, für die Kreditgewährung besondere Dorthetle beansprucht. Damit werde dann da» Geschält zu einem Kreditgeschäft.
Abg. Frhr. v. Buol erklärt sich mit dem Amendement Hahn zu seinem Anträge etnoerftanben.
Abg. Schraber (bfr.) rombet sich aegen bte Interpretation ber Kreditgeschäfte im Sinne btefes Gesetzes durch ben Staatssecretär.
Abg. Büsing (nl.) weist auf dm Gegensatz dieser Interpretation zur Begründung des Gesetze» hin, so baß es zweifelhaft sein würde, ob bte Gerichte bte heutige Interpretation de« StaatssecretärS acceptiren.
Vor ber Abstimmung bezweifelt Abg. Dr. Dohra (bfr.) bte Beschlußfähigkeit be» Hauses.
Die Auszählung ergiebt 151 Anwesende, bas Hau» ist somit nicht beschlußfähig.
Morgen 12 Uhr: Gesetzentwurf gegen ben Verrath militärischer Geheimnisse, Novelle zum Wuchergesetz.
g.,1 w
,«W 1 au» «
& t-E bi ■: I» roit ■ iw« «"»’K ."L wirt °u» b' *4 ,«tea 8cM KL »!
L-zvr
^kiszek Ms,
. lf
Mltcr ««« w
- l-
.3ii5hf4tr ” h; to# 9" ailrt tllltN nr -ttsialn Lwsd, - -ne, boB man cs >. tn betn W l .„tülanb unb F' unb ttat rdüMhtti- *3 ptanttti* ;arückg e »er fytlidjtn 5 L nuer- bitit® r ' fine broüi w-inagt auf ber U rrigt junge Leu! -.^'chrt radj Bk Fuß über S*X\ Ui Ur Haltestelle t^rr-ben Zug dc Luien Fahrkatter rsnoe uub ber Z t.iui? Die nächst« wir hinterher, fo korf an und tonn sie, ans dem Gelt' ®ii btelem in Hol (Mafien bei letzte • f «il, 17.« : ; beute Wot baine, [einer Fra eil fit um tyilf t eertet und stürz 'm tobt unb |til i ach bte Ätanltnb lltfasncht.
' Rlhen, 17. eeltn die meiste fabt! 20 Personen ' ter Brodv! Brobvkrbrauch fttflt stch in ben Teutityanb auf 5 ' - auf 4,26 au’ 3,67 kg, 2^5 kg, in gngla k/nugal tot über b"e«Üchs< Qn^. ®«Mtn zulom Tt-t^-anb, Rutzln -lynbrob bevor» t:W toi tta4: s"h eine Hui wecklch. 0
G ^Nüer v '"a*bjirfnifr acht 7
™ ®®rrben feint liefern, is
Drr Vorsti
Aug


