leit, 16. April. Die Stachel- t die Pflaumen- und Mirabellen-
Aepfel und Birnen, nam.eol- n fid) mit reidjem Blßtytnflor der nehmen schon ihre prächtige üüMmLmch, wem tyowa ao, yo^txtt Mchrn r>nWe. Unheil sind die Stengel dieser geblieben, sodasi es viele Land» , namentlich auch des Futter- itn durch eine anderweitige Be« zu erzielen. Wenn auch die h nützlich erwies, dah der Frost i der Welse schaden konnte, als t doch setzt ein durchweichender entstehen wahrscheinlich noch m -ioes Jahr Futter- und Wasser- z einen so niederen Wasserstand lender Trockenheit.
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d-» Achi bit«,nbt > Stuien, raaä btt b(tn '»™ 4 tat ifL »y Grenzendes Kreises 33 Vereins- betl/ davon traten dm Kreise Aus diesen Austritten beruht der Zunahme der Bereinsorte Vereine, davon fast die Halste e im Ried und im Odenwald, chast nicht an, theils weil sie thrrltz well dir Ordnung im w ist und sie nicht gewillt sind, lsturnen und andere Auswüchse
schönem Vieh befahren wird. Da dieser Markt sich im vorigen Jahre als lebensfähig erwiesen hat und der Auftrieb von Vogelsberger und Simmenthaler Bieh nach Zahl und Qualität ein sehr zufriedenstellender war, ist zu hoffen, daß sich diesmal auch mehr Käufer einfinden werden, was nach den hierher gelangten Anfragen der Fall fein dürste. Auch . ist zu erwarten, daß der Handel mit Schweinen sich weiter I gut entwickeln wird. Durch Veranstaltung von Tanz und j anderen Vergnügungen, sowie eine sehr gut besetzte Concert- musik wird auch der Markt als Vergnügungsmarkt sich wieder eines guten Besuches zu erfreuen haben und ist dies um so mehr zu hoffen, als derselbe in eine Zeit fällt, in welcher der Landmann nicht so sehr beschäftigt ist.
" vermischte».
♦ Wetzlar, 18. April. Die 18jährige Tochter Margarethe des Maurers Konrad Kolb von hier hat sich vor 8 Tagen in Begleitung eines anderen Mädchens Namens Elisabeth Hütter aus dem Elternhause entfernt, ohne ihren ferneren Aufenthaltsort anzugeben. Die Eltern sind über das Schicksal ihrer Tochter in begreiflicher Unruhe.
* Saarburg i. Lothr.« 13. April. Vorgestern wurde ein französischer Artilleriehauptmann in Uniform, der die deutsche Grenze unweit Avrtcourt überschritten hatte und durch einen Grenzbeamten festgenommen worden war, der hiesigen Kreisdirection vorgeführt, wo man alsbald erkannte, daß man es mit einem Geisteskranken zu thun hatte, der in dem Wahne lebte, dazu ausersehen zu sein, zwischen Deutschland und Frankreich wegen Elsaß-Lothringens zu verhandeln und eine Vereinigung aller romanischen Stämme hcrbeizusühren. Der Offizier wurde sogleich im Wagen nach Frankreich zurückgebracht, woher schon ein Verwandter mit einer ärztlichen Bescheinigung über den Geisteszustand des Offiziers diesem nachgefolgt war.
• «ine drollige Geschichte hat sich am zweiten Öfter« feiertage auf der Weimar-Blankenhainer Bahn zugetragen. Einige junge Leute aus Weimar hatten einen Ausflug über Buchfahrt nach Berga gemacht und wollten nun wieder zu Fuß über Legeseld nach Weimar zurückkehren. Als sie aber bei der Haltestelle Legefeld angelangt, gerade den nach Weimar fahrenden Zug vor sich stehen sahen, eilten sie hinzu und kauften Fahrkarten. Doch da ertönte die Pfeife der Loco- niotive uud der Zug dampfte vor ihren Augen davon. Was thun? Die nächste Station, Holzdorf, ist nicht weit. „Laufen wir hinterher, so kommen wir wohl mit dem Zuge in Holzdorf an und können dort einsteigen." Und richtig langten sie, auf dem Geleise hinter dem Zuge dreinlaufend, zugleich mit diesem in Holzdorf an, unter allgemeiner Heiterkeit der Insassen des letzten Wagens.
* Paris, 17. April. Lucas, Professor am College Rollin, brachte heute Vormittag in seiner Wohnung, Avenue Tru- daine, seiner Frau mehrere Messerstiche bei, warf sie dann, als sie um Hülfe rief, vom Balcon auf die Straße hinunter und stürzte sich dann selbst hinab. LucaS war sofort tobt und seine Frau wurde in hoffnungslosem Zustande r ach dem Krankenhaus geschafft. Das Motiv der That war Eifersucht.
* Athen, 17. April. Heute Mittag zerstörte ein Erdbeben die meisten Häuser der Stadl Zante. ES wurden dabei 20 Personen getöbtet und viele verwundet.
* Der Brodverbrauch in den europäischen Ländern. Der Brodverbrauch pro Kopf der Bevölkerung und pro Woche stellt sich in den nachfolgenden Ländern wie folgt: In Deutschland auf 5,08 kg, in Frankreich auf 4,40 kg, in Rußland auf 4,26 kg, in Dänemark auf 4,13 kg, in Italien auf 3,67 kg, in Spanien auf 3,40 kg, in Skandinavien auf 2,95 kg, tn England auf 2,86 kg, in Oesterreich auf 2,72 kg. Portugal hot über seinen Brodverbrauch keine Nachweise veröffentlicht,- die anderen, hier nicht aufgesührten Länder Europas verbrauchen zusammen 3,86 kg pro Kopf und Woche. In Deutschland, Rußland, Dänemark und Scandinaoien wird Roggenbrod bevorzugt, im ganzen übrigen Europa herrscht dagegen das Weizen- und Maisbrod vor. Im Allgemeinen macht sich eine Zunahme des Consums an Weizenbrod bemerklich.
* Die ausländische Bevölkerung Nordamerika«. Aus einer vom Censusbureau in Washington jüngst veröffentlichten Zusammenstellung geht hervor, daß das Verhältniß der ein- gewanderten zur eingeborenen Bevölkerung in Nordamerika im Jahre 1860 13,16 pCt., int Jahre 1870 14,44 pCt., im Jahre 1880 13,32 pCt. der Gesammtbevölkerung betrug; gegenwärtig beträgt es 14,77 pCt. Dieses Verhältniß ist sich a'so innerhalb der lebten dreißig Jahre ziemlich gleich geblieben.
* Mau muß sich zu helfe» wiffeu. Die Studenten von Catania (Sicilien) mußten wieder einmal gegen etwas pro- teftiren und demonstriren. Sie zogen deßhalb nach dem Universitätsgebäude, um dort einen Hörsaal für ihre Protest- Versammlung zu besetzen, aber der Rector war rechtzeitig von den Absichten der Jünglinge unterrichtet worden, und als diese anlangten, fanden sie sämmtliche Auditorien geschloffen. Während sie beriethen, was zu thun sei, meldete freudestrahlend ein Student, daß das chemische Laboratorium nicht geschloffen sei, und die ganze akademische Jugend stürmte eilends nach diesem, das sich durch seine Ausdehnung für ihr Vorhaben besonders eignete. Im Laboratorium befand sich Professor Peratoner bei der Arbeit und ohne Ahnung von dem, was die jungen Herren in die der Chemie geweihten Räume führte. Als er sich aber davon überzeugt hatte, daß feine Wissenschaft in keinem Zusammenhänge mit dem Vor haben der Studenten stand, forderte er die letzteren auf, seine Werkstatt» zu verlaffen. Niemand gehorchte und Niemand rührte sich vom Flecke, selbst als der Proseffor mit Gewalt maßregeln drohte. Nun erst recht nicht und ehe nicht die Carabinieri kämen und die Polizei die vorschriftsmäßigen drei Hornsignale gäbe, wollte Niemand von der Stelle weichen. Da blickte der Proseffor mit einem Lächeln noch einen Augenblick auf die Studenten, streckte eine Hand nach dem Hahn eines Apparats, öffnete ihn — und in einer halben Minute war daö Laboratorium leer. Die Taschentücher vor Mund und Nase haltend, stürzten sie die Treppe hinunter, wo sie neuerdings zu protestiren anfingen und zwar diesmal nicht gegen irgend eine obrigkeitliche Maßregel, sondern gegen den — Schwefelwasserstoff, mit dem der witzige Professor sich auch ohne Carabinieri geholfen hatte.
* Zu de» seltenen Erscheinungen gehört ein Strafgefangener des Centralgesängniffes Pr. Holland, der von dort nach Königsberg i. Pr. transportirt wurde, um bei Gericht vernommen zu werden, und der ohne Transporteur mit dem Zuge daselbst anlangte. Jenem war in Schlobitten, wo er aussteigen mußte, der Zug fortgefahrcn. Der Strafgefangene traf also allein ein und ließ sich freiwillig von einem Bahn- hofsschutzmanne nach dem Gerichtsgefängniß tranSportiren, ohne die Gelegenheit zum Entwischen zu benutzen.
* Forstmeister: „Wie gefällt Ihnen denn der neue Forstgehilfe, Herr Wirth?" - Wirth: „Der gefallt mer und gefallt mer net." — Forstmeister: „Ja, wieso denn?" — Wirth: „Sell is a so, Herr Forstmeister! Eff'n thut der für Zwei und fauf’n für Drei, und dös gefallt mer — aber zahl' n thut er nix, und dös gefallt mer net!"
Ihtivcrfifäte - Nachrichten.
Göttingen. In der dortigen Universitätsbibliothek ist eine werthvolle Handschrift, die von dem Spanier Pedro Sarmiento de Gamboa im Jahre 1572 verfaßte Geschichte der Inkas von Peru gefunden worden.
— An der Universität München haben sich vr. Paul Ziegler, Assistent an der chirurgischen Klinik, und Dr. Siegfried Mollier, Prosector am anatomischen Institut, habtlittrt.
— An der Universität Breslau wird ein Seminar für slaoische Philologie errichtet.
— Proseffor Paasche ist von seiner wissenschaftlichen Reise auS Südamerika nach Marburg zurückgekehrt.
Literatur und Annst.
— Die Elemente deS MavierspielS von Franklin Taylor. Deutsche Ausgabe von Maibitde Stegmayer. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. In Original Lcivenband 2 Mk. Verlag von I. I. Weber In Leipzig. Dieses kleine Buch enthält so viel für Clavierspteler Wissenswerthes und Zntereffantes, das sonst nur getrennt in größeren, mehr oder weniger theuren Werken zu finden ist, daß sich die Verlagshandlung dadurch veranlaßt sah, eine deutsche Ausgabe davon erscheinen zu lassen. Die vorliegende
zweite, völlig umgearbeitete Auflage wird ohne Zweifel eine ebenso freundliche Aufnahme finden, wie sie s. Z. der ersten zu TheU geworden ist. ______________
— Meisterwerke der Holzschneidekunst auf dem Gebiete der Aechttectur, ©cuipiur und ikaitrei. P>eltz De6 Hetteö 1 Mark. 15. Band. 4.-6. Liefe.ung. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die Bilder dieses Sammelwe.kes gehören zu den vorzüglichsten 9hbetten der Holzschneidekunst, um deren Hebung und Ausbildung in Deutschland ine Verlagshandlung sich tin unvergängliches Verdienst erwoiben hat. Die vorliegenden Hefte enthalten folgende Abbildungen: Am Neujadrsmorgen von F. Reiß. — Postfabrt in der argentinischen Pampa von A Richter. — Entenfang in Netzen von R. Geißler. — Kämpfende Stiere von A. Ttratelli — Angr.fi einer TorpedobootSdtvtston von F. Llndner. — Die Nacht und der Morgen von K. Bertling. — Der Modellmarkt in München von M. EberS- berger. — Der NeujahrSbries an den Geliebten von C. v. Bergen. — Etszapferl und Theatergretl von E. Spitzer. — Enttäuscht und Am Morgen des Aschermittwoch von F. L.eke. — Kindercarneval von F. A. v. Kaulbach. — Ein Gehetmniß und Die verwundete Nymphe von G. Eberlein. — Em Carnevalsscherz von I. Llooer«. — Bassin- gruppe von V. Tilgner. — Dr. Martin Luther von LukaS Cranach d. I. — Eine Ftscherberatbung auf Mönchgut von W. Zimmer. — Luther im Kreise seiner Familie von G. Spangenbe'g. — Die erneuerte Scbloßktrche zu Wittenberg von B. St-aßberger. — DaS Innere des Kölner Domes. — Das Kriegerdenkmal aus dem Garnison- kirchhoie zu Berlin von I. Böse. — Das Huiien-Sickingen Denkmal auf der Ebernburg von K Cauer. — Die Lützower an der L.tche Theodor Körners von O. Donner v. Richter. — I. A. 5Udier8 Cartons zu den Glasgemälden im südlichen Seitenschiff d's Kölner DomS: Dle vier Evangelisten. Der neue Band bietet ohne P.eiS- erhöhung eine Vermehrung um 10 Bogen Bilder, ferner wird den einzelnen Heften je eine illustrirte Künstlerbiographie beigegeben.
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Glefße«, 18 April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr- Pfd. X 1,00—1,15, Hühnereier per Stück -H, 2 Stück 9-11 X «äse pr. St. 6—10 H, Käsematte pr. St. 8 X Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 32 X Lauben pr. Paar X 0,60-0,90, Hühner pr. Stück X- 0,90-1.20, Hahnen pr. St X 1,10-1,70, Enten pr. St- X 1,60 bis 1,80, Ochsevfteisch pr. Md 63—72H, Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 50—56 A, Schweinefleisch pr. Psi). 60—70 X Kalbfleisch pr- Pfd 50 -56 X Hammelfleisch pr. Md. 40 - 70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50—4,50 X. Weißkraut pr Stück 5-12 -Ä, Zwiebeln pr. Eentner 12,50—0.00 X, Milch pr. Liier 12-18 X Enteneier pr. St. 6—7 X Gänseeier 10—12 X
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Bekanntmachung.
Das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde ausgeschlagenen Eommunalbedürfnisse für das Jahr 1893/94 liegt zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten offen, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich bei Großherzoglichem Kreisamt dahier vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können.
Gießen, 18. April 1893.
Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen.
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