Ausgabe 
19.2.1893 Drittes Blatt
 
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Holzversteigerung

i. Hattenrödkr GkMkindkwald.

Samstag den 25 Februar sollen in dm Dislricten Bruch und Kühunter versteigen werden:

1) Brennholz.

160 rm Buchen» Scheiter, darunter 4 rm Eichen-Scheiter.

28 rm Buchen-Prügel, 24 rm Nadel* Prügel, 29 rm EichenPrügel, 263 rm Buchen-Reifer, 46 rrn Eichen»

Reifer. 180 rm Nadel-Reiser,

61 rrnBuchen'Slöcke, 149 rm Nadel- Stöcke.

2) Bau- und Nutzholz.

54 Eichen - Stämme lGruben- und Berkholz) 9,81 fm,

181 Eichen - Stangen (Gruben- und Werkholz) = 11,57 fm,

5 Äieftrn»Stämme 9,04 fm,

3 Eichen Stämme (Schnittholz) 2,84 fm,

10 Eichen-Stämme (Schwellenholz' = 6,11 fm,

283 Fichten» und Kiefern-Derbstangen 14,04 fm.

Der Anfang ist Vormittag» 10 Uhr bei Nr. 1 im Bruch.

Hattenrod, 17. Februar 1893.

Grobh. Bürgermeisterei Hattenrod.

_________Menget.______1532

Holzverstelgerung.

Donnerstag den 28. d. M. kommt in den Waldungen der Ge­meinde Daubringen in verschiedenen Diftricten nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung:

48 Eichen«Stämme bi» zu 62 cm Durchmesser und 10 m Länge mit 25,12 fm,

120 Nadel Stämme bi» zu 36 cm Durchmesser und 16 m Länge,

1 Buchen-Stamm mit 0,48 fm, 55 Nadel'Derbstangen mit 3,64 fm.

Die Zusammenkunft ist Bormittaas 9 Uhr auf der Haide vor dem Wald.

Daubringen, 16. Februar 1893.

Grohh. Bürgermeisterei Daubringen.

Walter. 1531

Mermietfiungen.

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BSrsenwo<he»beri<ht

von E. WasserMehleben. Bankgeschäft.

Noch an der Samstag-Abendbörse her vetflossenen Woche «folgte eine starke, ast sprungweise Steigerung der bereits hoch gestiegenen Eourse, die sich auch am Montag noch etwas fottsetzte. Seitdem bat aber die Bewegung ein langsameres Tempo angenommen, nur noch einzelne speculalive Aciien tonnten ihre Eourse weiter erhöhen, für die Mehrzahl war die Neigung zu Nealisattonen unverkennbar und wenn dem ungeachtet die Eourse nicht wesentlich zurückgegangen sind und die Tendenz als andauernd fest bezeichnet werden muß, so rst dies zumeist dem Einfluß der Wiener Börse zu danken. Die EonoertirungSoperationen und deren glänzender Erfolg haben diesen eine nachhaltige Anregung gegeben und eine ausgedehnte speculative Tbätigkeit hervorgerufen, an der sich dem Anschein racb auch das Publi­kum in umfassendem Maße betbeiligt. Jetzt sorgen die starken EourSsteigerungen der neuen Anleihen und das stolze Bewutzisein, diesen Erfolg zumeist eigener Kraft zu verdanken, ferner die Aussicht auf die Fortsetzung der Cpeiatioiun und uncon- trollirdare Gerüchte über neue Finanzgeschäfte dafür, daß diese Anregung sich täg­lich erneuert. Schon im verflossenen Jahr hat die Wiener Börse unauCgeUfcl große Hausseengagements unterhalten, und gegenwärtig müßte ihre Aufnahmefähigkeit in Erstaunen setzen, wenn nicht die Gewißheit bestände, daß cS lumelft speculative Käufe sind, die hier zur Ausführung kommen, und daß also daS Material nicht in feste Hände übergeht, sondern nur auf höhere Eourse wartet, um wieder an den Markt zu kommen. Gerade deßhalb ist aber auch die Gefahr eine» Ruck'chlageS sehr groß und sie wird um so größer, je sanguinischer man gegenübet der gegen­wärtigen Bewegung sich oerbäii, und je mehr man vergißt, daß ein erheblicher Theil der Besierung der Geschästslage schon in den Eoursen ausgedrückl war. Diese Mahnung muß in vielleicht noch stärkerem Maße in Bezug auf die deutschen Wert he berücksichtigt werden. Denn wenn hier auch die Marktlage insosern wesent­lich ander» liegt, als ein großer Theil der EourSsteigerungen durch Deckungen früherer BlancoengagementS hervorgerufen wurde, so erscheint doch da« gegenwärtige CourSniveau bereits einer gegen daS Vorjahr sehr gesteigerten Rentabilität Rechnung zu tragen. Diese Erwägung ist eS auch offenbar, welche die Neigung zu Realisa fönen und eine gewisse Zurückhaltung hervorgerufen hat, die sich in den letzten Tagen gellend machte. ES wäre wünschenSwerth, daß dieselbe ihren Einfluß auch ernerhin bewahrt.

Eine ganze Anzahl von Banken haben in der oerfloffenen Woche ihre Bilanzen veröffentlicht, aber die Börse ist nicht wesentlich davon berührt worden, weil sie sich über ungünstige Ergebnisse sehr rasch mit dem Einwand Hinwegti östete, daß seit der gründlichen Wendung deS Geschäfts zum Besseren diesen Zahlen keine ausschlag­gebende Bedeutung mehr beizumessen sei. Die Ergebniffe selbst schwai.ken einiger­maßen, je nachdem e» den einzelnen Instituten gelungen ist, sich vor Verlusten zu bewahren oder darüber hinaus dörsenmäßige Gewinne zu erzielen. Im Allgemeinen ist aber bemerkenSweith, daß der Rückgang der Zinsen- unv Provisioneerirägnisse fast nirgend» so beOtutenb ist, als man in Anbetracht der bisherigen vollständigen Stagnation de» Geschäfte» annehmen mufcie. Die Hoffnung, daß es den Banken gelingen wird, in Zukunft wieder befriedigendere Rentabilitälsziffern zu erzielen, kann daher nicht von der Hand g,wiesen werden, vorausgesetzt natürlich immer daß die gegenwärtige Lebbastigkeit der Börsenumsätzc bestehen bleibt. Größere -Hefei ae. wird man sich indessen in Bezug auf die Jndustrieaclien aufetlegen müffen, denn die Abfätzoeibältnisse industrieller Producte können sich nicht so plötzlich ändern wie die Börsentendenz, und in der That liegen auch noch keinerlei Anzeigen eine» gebesserten Geschäftsganges vor. Die EourSsteigerungen gründen sich vielmehr lediglich auf die Hoffnung, daß der Handelsvertrag mit Rußland und die Bildung de» KoblensyndicatS eine günstige Wirkung ausüben weide. Man weiß aber au» Erfahrung, wie langsam die Wirkung solcher handelspolitrschen Maßregeln sich geltend macht, und überdies scheint der Vertrag fe bft noch in ei em so frühen ötabium de» Entstehens begriffen zu sein, daß eS vorerlig erscheint, demselben einen ausgiebigen Einstuß auf die Couregestaltung ein zur Lumen. Vorsicht ist daher hier mehr wie je om Platze. Im Uebrigen kommt aber allen Gebieten de» Markte»

Geldstand und daS damit verbundene drängende Anlage: bebürfntfe »u @ute, und in dieser Beziehung ist e» nur freudig zu begrüßen, wenn sich die Käufer auch wieder bifiber vernachlässigten Effectengattungm zuwenden, vorausgesetzt natürlich, daß die Anlagen auf Grund sachlicher Prüfungen vorge­nommen werden. Der Änlagcbebatf hat in nicht geringem Maße dazu beigetragen,

die feste Stimmung der Börse auch an den lagen zu erhalten, ai welchen sich Realisationen auf den fpeculatioen Gebieten geltend machten. Er kam natürlich in erster Linie den festverzinslichen Anlagewcnhen zu Gute, erstreckte sich aber auch, wie schon bemerkt, auf industrielle WeNhe. Banken und Bahnen. Die Steigerung der bretptCvcnligen deutschen Anleiher', die so lange Zeit durch die drohenden Emissionen hintenanaehalten worden war, kam am Freitag in Fluß, nachdem der ReichSanze'ger an bitfem Zage bre Erklärung gebracht batte, daß eine Begebung neuer Anlechin in naher Zeit nicht dcabsichtigi fei. An diesem Tage gewannen die Anleihen 1/», die ganze Wcchensteigerung beträgt 3,/*. Man wird aber trotz dieser Erklärung auch in Zukunft noch mit dem Geidbedari des Reiches regnen muffen. Eine sehr ausgiebige Steigerung, etwa 5Haden Griechen zu verzeichrev, doch oertönten sie die» weniger einem wachsenden Vertrau-n. das sich in Anlagekäufm äußerte, al» Gerüchten, die von Verbandlungen über die Aufnahme einer neuen Anleihe und deren voraussichtlichen Erfolg sprechen. Auch die Slergerung der österreichischen und ungarischen Renten wird man nicht lediglich dem wach'endm Anlagebedürfniß zuschreiben dürfen. Offenbar steht dieses Marktgebiet unter dem Eir.stutz der starken Hand der Roth- schildgrurve und von fpcculaiioen Käufen, welche im Vertrauen auf diese kräftige SlüNe zur Ausführung kommen. i7esterreichische Goldrente erreichten unter diesen Einflüssen den Paricour». Ungarn blieben kaum 2* 0 dahinter zurück, und die neue ungaritche Äronanletbe notirt 2.20% Prämie. Außerdem erzielten noch Mex'caner eine ucmllch starke Avance, die aber fid ist von spekulativen Ein stüsfen und nur durch londoner Ä3me gefördert wurden Im Uebrigen kam aber der flüssige Geldstand fast allen Werthen de» Anlagemarkte» zu Gute und bat in vielen Fällen zu kleineren EourSbefferungen geführt.

Im Bankenmarkt haben sich Vie höchsten Eourse nicht behauptet Di»conto haben fast die Hälfte de» anfänglichen Gewinne» wieder aufgeben müssen, und auch Dresdener Bank schlietzen trotz ihre» besrieditzenden Abschlüsse» 2«/« unter der höchsten Notiz. Immerhin sind noch 3eg Gewinn zu verzeichnen. Sine starke Steigerung von 4% erzielte Deutsche Bank auf günstige Dtotdendengerüchte. Noch größer sind zum 7heil die Steigerungen der Wiener Lotten, und bin blieben die Gewu ne auch voll behauptet. Bet ffaffabanlen hat die Bewegung fast noch größeren Umfang an­genommen als in ter vergangenen Woche und e» sind fast durchweg Höhere Nottzm zu verzeichnen.

Auch Bahnen, die in der vorigen Woche vernachlässigt blieben, sind diesmal stärker in die Bewegung hineingezogen worden, nicht etwa weil die Einnahmen besser geworden sind, denn gerade da« Grgentheil tft der Fall, sondern offenbar nur weil man das Gebiet al» zurückgeblieben betrachtete. Da» ist da» alte Argument, da» fast immer zu Uebertreibungen führt; denn tft j. B. hier die Bewegung gei ugenb weit gediehen, bann gelten wieder Banken al» zurückgeblieben, und io geht e» im angenehmen Wechsel u.l infinitum weiter.

DaS Kohlenspndicat ist noch nicht als vollkommen gesichert zu betrachten Die Gültigkeit der geschlossenen Verträge ist abhängig von dem Beitritt einer einzelnen Zeche, die sich bi» Montag erklären wird. Jnbessm hofft man diese iu gewmnen, und die Realisationen, die sich auf diesem Gebiet vollzogen und die hier besonder» großen Umfang annahmen, sind weniger auf diese Ungewißheit al» auf die Er­wägung zmückzuführen, daß eine Besserung auf industriell m Gebiet sich nicht ex abrupto, sondern nur aflmältg vollziehen kann.

Eourse der Frankfurter Börse

arthnltilnt

Ooere vom

10./II

17./TI

Coan vom 10./II.

17.,11

<°/o Hessische Obligation.

, B ap em ....

I 105.70

107 60

lf)5 70 107.50

4>/i°/2Porturn-A. 88 u.89

5°/o amort. ®e<.b. Gold-

27 50

27.10

, Baden.....

104 90

105.

Rente ....

79.90

91 -

3°/o Sächsische Rente. .

88 80

89.20

ö% SerbischeElfenbahN'

3'/,"/2BremerStaatSaril.

98 40

98 90

Hyv.-Obl. L. A. . 4-'/°Schwed.Lblig.l88l)r

81.20

82

v Hamb.StaatSrentc

98.15

98 45

104 50

104 40

lo/,Oestr. Gold reute

99 25

99.95

l'/o Türken cono. Cif. I>.

21 95

22 10

. GriechischeMonopol-

5% Brgent. Gold - Änl.

45

45 40

Anleihe . . .

56.50

61.10

0. 1887 . .

5/r Rumänische Rente .

98 80

98.80

3>/i°/0 Egypt. prio. Anl.

94.95

95.45

4'' Nuss. Consol» G. III

.

.

etfm»<x»n-

triorir<U<a.

4«/, PstUz. LudwigSbahn

5° g Südbahn Lombarden

104 70

104.95

lBerdach) . . . , Hessische Ludwig»b.

104.

104.

4°/o do. do.

3°/o do. do.

99.

65.20

98.80

65.30

68/69 garant. .

108.90

40/0 Prag-Durer Gold . , Rudolf Gold (Salzk.)

10075

101.20

, Elisabethb. steuerfrei

101 7u

101.80

Gold ....

101.95

101 95

, Franz-Josef Silber

82.80

88.80

5»/o Oeftr. Staatsbahn .

109.15

109.05

3°/0 ftaatl. garant. Ital.

4o/q do. do.

101.85

101.80

Eisenbahn . .

58 -

58.45

30,-0 do. do.

3°/o Lioorneser . . .

65.40

65.25

I.VIII. Emiff.

82.90

83.45

4°/a Ruff.Südw Eisend.

95.70

95.50

Wo bo. ErgänzungSnetz 50,0 9iordweftbahn Gold

1 80 20

109 20

81.

109.30

4°, g Madikawka» garnt. 40/0 gar. Sardin.Sec.ftsr.

95 05 81.-

94.90

81.50

Msautza-n-AattaA.

LudwiaSbafen-Berbach.

Hessische LudwigÄiahn.

224.80

111.30

225 112 20

Gali,.EarlLudw.-B^Act.

Oeft Nordw.-BahnLilS.

18»Vt 200»/,

186 25 204»,

Pfälzische Nordbahn .

114.60

114.65

Gotthardt.....

151 50

153 35

llübeck-Büchner . .

139 50

139 50

Ital. Mittelmeer . .

99 50

101.70

BanbtUtirn.

Deutsche Reichsbank

150.15

149 80

Orefbener Bank. . .

143 75

146.70

Berlin. HandelSgesellsch

141 95

141 35

Ptitteldeutfche Eredttd. .

98.20

98.10

Deutsche Bank . . .

159.30

162 50

Wiener Bank-Verein

100»/,

1027/,

VeutscheGenofsenschftSb.

IBürttemb. Vereintzbank

124.80

125.

o.Soergel,ParrisiuSLLo.

118 -

118.30

Deutsche Vcreintzbank .

107.

116.90

3nbttftri««HctUn.

Binding-Brauerei . .

163 50

163 70

kculsche DerlagSanstalt

192.

192.

Stern- do. (Oberrad)

138.10

139.50

Farbwerke, oorm.Meisier,

Bad. AnUin- u. Soda-

Luciu« ck Brüning .

294.

299.

fahrt! ....

288.

291.

Riebeck'scheMontanwerke

166.

168 20

Hibernia Bergw.-Ges. .

11525

114 60

Bochumer Gußstahl

128 85

127.05

Vfaatztzrisfe.

40/s Franks. Hyp.-Psdbr.

4°, q DeulscheGrundschld.»

d. 91 ab . . .

103 30

103.70

Bk.-Pfaudbr.

102

102.

3*/?/oFr nkf.Hyp.-Psdbr.

97 50

97.50

3*/tVa do......

97.

97.

4o/iPreutz.Hyp.-Act.-B!^

3>/ Rhein. Hyp.-Bank«

Pfandbr. . . .

103 05

103 05

Pfandbr. . . .

96.50

96 90

3V/o do......

97 50

97 50

4*- Meininger Pfandbr.

101.25

101 30

p/c Preuß. Eentr^Bod.-

4°;e do. do.

Ered.-Pfanddr. bi» 1886 .....

101.70

101.85

unkündbar bi» 1900

102 90

103.20

Oeftr. 1860rft.500-Loose

128.65

128.30

Braunschweig. 20 lhlr^

. 1854r fL 250= ,

128.80

129.-

Loose ....

105.50

105 90

»o/gMeininger Prämien Pfandbr. . . . I

3°,. Oldenburger Loose .

129.30

127 80

130.75

130 50

31/1° iftSln-Mindn-Loose

134.75

184 05

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Prt., rückzahlb. 1910 .

116 50

86 65

86 70

y ^hic.MUw.f.St.Paul

California Pacif.

Prt., rüAahlb. 1921 .

6»/c ttenlr.®adf. LSRrtg.

108 40

108.40

I. M.. rückrahlb. 1912 6o/)Pacif.ofMiffouri con-

107 80

107

ückzahld. 1896 . . |

104.80

105.10

solidared I. M.r. 1920 |

110.30

110 95

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104.50 I

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1

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