Deutscher Reichstag.
1. Sitzung. Donnerstag den 16. November 1893.
Aba. v. Levetzow eröffnet die Sitzung als Präsident der vorigen Session und beruft die Abgg. Merbach, Dr. Püschel und Krebs.
Eingegangen: Handelsverträge mit Spanien, Serbien und Rumänien, Nachtragsetat für 1893/94, ReichshauShaltSetat für 1894/95 nebst Etat- und Anlcthegefetz, Viehseuchengesetz rc.
Der Namensaufruf ergibt die Anwesenheit von 215 Mitgliedern, daS Haus ist somit beschlußfähig.
Nächste Sitzung morgen 12 Uhr: Wahl der Präsidenten und Schriftführer, schleunige Anträge auf Einstellung der gegen die Ab- aeordneten Ahlwardt, Dr. Förster und Frhrn. d. jpammerftetn schwebenden Strafverfahren.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 16. November. Gegenüber der Meldung des „WarschawSky Dnjewnlk", daß infolge des Hannoversch e!n Spielerprozesses in der hiesigen Polizeiverwaltung eine Abtheilung errichtet sei, welche die Ausrottung der Hazard« spiele anstrebe und daß, um die Falschspielerei im Offizier- corptz zu vermindern, von den Offizieren das Ehrenwort gefordert werde, an Hazardspielen nicht theilzunehmen, sagt der „Reichsanzeiger": Es handle sich nur um die Frage, ob der Verfasser des Telegramms wirklich so wenig über den Geist und die moralischen Eigenschaften des deutschen Offiziercorps unterrichtet sei, um ein solches Telegramm ins Ausland zu senden, oder ob seiner Mittheilung nur eine ganz niedrige, gehässige Absicht zu Grunde liege. Jeder, der mit einiger- maßen klarem Blicke die Verhandlungen des Spielerprozesies verfolgte, muß ersehen haben, daß nicht Falschspielerei der als Zeugen erschienenen Offiziere, sondern der abgeurtheilten Individuen in Frage gezogen war.
Lübeck, 16. November.* Wegen Landsriedensbruchs und Sachbeschädigung am letzten Reichstagsstichwahltage wurden gegen zwölf Excedenten in der heutigen, unter größtem Andrange des Publikums stattgefundenen Schwurgerichtsverhandlung Strafen von l8/* Jahren Zuchthaus bis sechs Wochen Gefängniß erkannt.
Rom, 16. November. Der Papst empfing heute Vormittag in der Peterskirche 4000 Pilger aus der Lombardei uckd Venetien. Dem Empfange wohnten die Großfürstin Katharina von Rußland mit ihrer Tochter, das diplomatische Corps und zahlreiches Publikum bei. In seiner Antwort auf die Adresse der Pilger protestirte der Papst entschieden gegen die Beschuldigung, der Feind Italiens zu sein, er nennt dieselbe eine schamlose Verleumdung. Am Schlüsse des Empfanges crtheilte der Papst den Erschienenen den Segen. Das Aussehen des Papstes, welcher beim Erscheinen und beim Verlassen der Peterskirche lebhaft begrüßt wurde, ist sehr befriedigend. Von der Erkältung, die er sich vor Kurzem zugezogen, ist nur noch ein leichter Husten zurückgeblieben.
Brüssel, 16. November. Die „Etoile beige" veröffentlicht Meldungen vom Congo, wonach der belgische Hauptmann Ponthier nach der Einnahme Kirundus die Verfolgung der Feinde weiter fortsetzte, sie vollständig vernichtete und den Anführer Said, den Mörder Emin Paschas, gefangen nahm; Said wurde zum Tode verurtheilt und erschoffen.
Kairo, 16. November. Meldung des Bureau Reuter. Am 10. d. Mts. griffen 300 Derwische unter Osman Azrak die arabischen Vorposten unter Saleh Bey bet den Muratbrunnen an. Nach 24stündigem erbittertem Kampfe wurden die Derwische geschlagen und zogen sich unter Verlust von 29 Tobten auf Abuhammed zurück. Auf Seiten der Egypter sind 13, darunter Saleh Bey, gefallen. Zwei- hundert von Wadihalfa gesandte Kameelretter trafen erst nach dem Kampfe ein.
Deveschen des Bureau „Herold".
Berlin, 16. November. Heute Nachmittag 2 Uhr hat im Lustgarten die Truppenvereidtgung durch den Kaiser stattgefun^en. Der Kaiser sagte zu den Rekruten:
gesammten Dorfjugend, die gerade mit tollem Lärm aus der Schule stürzte. Der feltene Anblick eines fremden Cultur- menschen mit Kneifer und Cylinderhut wirkte indeß wie Oel auf die Wogen und artig zogen die Jungen ihre Mützen von den blonden Krausköpfen und knixten die Mädchen ihren „guten Tag". Selbst der Thränenstrom eines Jungen, hervorgezaubert vermuthlich durch ein ähnliches Werkzeug, mit dem MoseS einst sogar einen FelS zum Weinen bringen konnte, versiegte unter dem Eindrücke des ungewohnten Anblickes.
Unbestimmte Gerüchte von dem Bau einer Eisenbahn, die das Dorf berühren und das Gut durchschneiden würde, schwebten schon seit Jahr und Tag in der Luft, irgend welche höheren uncontrolirbaren Mcksichten aber hatten die Ausführung immer wieder verzögert und es hatte den Anschein genommen, daß der Ruf „Berschitz, fünf Minuten!" nie in dieser Gegend erschallen werde. Nichtsdestoweniger drehte sich daS WirthShauSgespräch nur um diesen Gegenstand. Die Pessimisten und ihr Hauptvertreter, der Schulmeister, erklärten eS rundweg für eine Unmöglichkeit, daß ein Dorf, welches noch nicht einmal eine Chaussee habe, gleich mit einer Eisenbahn bedacht werde. Die Optimisten dagegen, unter Führung deS RevterförsterS, wurden nicht müde, immer neue Wahrscheinlichkeiten für den Bau ausfindig zu machen und sie durch Gründe der Nationalökonomie, ja der Strategie zu stützen. Kurz, wie Europa durch seine orientalische und seine sociale Frage, io wurde Berschitz durch seine Eisenbahnfrage in Athem gehalten.
Auch im „Schloß", wie die Dorfbewohner ehrfurchtsvoll das Herrenhaus des Gutes nannten, hatte die Eisenbahn- frage eine Spaltung in Parteien bewirkt. Der Oberamtmann, ein Vertreter des NützlichkeitSprincipS, der sich auS dem Der-
Ihr habt soeben vor Gottes Antlitz den Fahneneid geleistet und Treue geschworen. Hierdurch seid Ihr Soldaten der Garde und meine Kameraden geworden. Ihr werdet allezeit treu zu mir halten und mich gegen den inneren und äußeren Feind schützen, wie ich stetS zu Euch stehen werde.
Betlin, 16. November. Am Montag wird im Plenum des BundeSraths der Tabaksteuergesetzentwurf be- rathen werden.
Berlin, 16. November. Die Abgeordneten Kanitz und Mirbach brachten im Reichstag wieder einen auf die Währ- ungSfrage bezüglichen Antrag ein, desgleichen Kropatscheck und JacobSkötter die bekannten, schon in der Dorsession ein» gebrachten Havdwerkeranträge.
Berlin, 16. November. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die vom 10. bis 116. November erfolgten 27 Cholerafälle. Dieselben verteilen sich auf Ostpreußen, daS Oderund Elbegebiet. Mehrere verliefen tödtlich.
Berlin, 16. November. Im Reichshaushaltsetat, wie er dem Reichstage heute zuging, stellen sich die Gesammt- ausgaben auf 1305632 229Mk., darunter find 1082884583 Mk. fortdauernde, 83 925 726 Mk. einmalige Ausgaben des Ordi- nariums, 138821820 Mk. einmalige des ExtraordinariumS. Die Gesammteinnahmen betragen 1305 632229 Mk., der Besoldungsetat für das ReichSbankdinctorium 138000 Mk. Zur Verstärkung des Betriebsfonds der Reichshauptkaffe wird der Reichskanzler ermächtigt, Schatzanweisungen bis zum Betrage von 175 000000 Mk. auszugeben. Die fortdauernden Ausgaben für den Reichstag sind mit 423853 Mk. gegen das Vorjahr unverändert, für Reichskanzler und Reichskanzlei mit 53460 Mk. unverändert, für daS Auswärtige Amt 10323840 Mk., für das Reichsamt deSInnern27213055Mk., für Verwaltung des Reichsheeres in Preußen 374886 175 Mk., für Sachsen 33 328 256 Mk., für Württem- berg 19385171 Mk., für Bayern 54 567 226 Mk., inS- gesammt 482066 828 Mk., gegen das Vorjahr mehr 31812148 Mk.', Kaiserliche Marine 51 369 307 Mk., Reichs-Justizverwaltung 2 065 752 Mk., Reichsschatzamt 360528 435 Mk., Reichseisenbahnamt 334840 Mk., Reichs- schuld 72 269 800 Mk., mehr 530300 Mk., Allgemeiner Pensionsfonds 48 245 438 Mk., Reichs -Jnvalidenfonds 27 258492 Mk., Summe der fortdauernden Ausgaben 1082 884683 Mk., mehr 54115004 Mk. Einmalige Ausgaben im Ordinarium: Reichskanzler und Reichskanzlei 60000 Mk., Auswärtiges Amt 4827000 Mk., Reichöamt des Innern 4 305 270 Mk., Post und Telegraphen 8 875483 Mk., Reichsdruckerei 71000 Mk., weniger 148 700, Kaiserliche Manne 22 904 050 Mk., mehr 1 978800 Mk., Reichsjustiz 1000000 Mk., weniger 200000 Mk., Reichsschatzamt 161 400 Mark, Summa 83 925 726 Mark, weniger 198 479 Mk. Extraordinarien: Reichsamt des Innern 20710000 Mk., Verwaltung des Reichsheeres 99353270 Mk., Marine 6 152 800 Mk., Eisenbahnverwaltung 12 605 750 Mk., Summe 138 821820 Mk., weniger 78713655 Mk. Einnahmen aus den Zöllen, Verbrauchssteuern 616 935 560 Mk., mehr 14015720 Mk., Reichsstempelabgaben 34045000 Mk., Post und Telegraphen 24858617 Mk., Reichsdruckerei 1436800 Mk., Elsenbahnverwaltung20081100Mk., Bankwesen7244800Mk., Reichsinvalidenfond 27 258 492 Mk., Veräußerung ehemaliger Festungsgelände 1 400 300 Mk., Matricularbeiträge 419592544 Mk. Außerordentliche Deckungsmittel 138821820 Mk., weniger 78 713 655 Mk., Summe der Einnahmen 1305 632 229 Mk.
Mannheim, 16. November. Die „Süddeutsche Tabakszeitung" kann gegenüber der Behauptung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß die Reichsregierung einen Min- derconsum von 30 Procent und Arbeiter ent- lassungen in gleicher Höhe nicht rechne, zur Tabakfabrikatsteuer Folgendes constatiren: In der Begründung der ersten Vorlage, welche im Sommer den Sachverständigen vorgelegt, war ein Minderconsum von 20 Procent von der preußischen Regierung in der Begründung in Rechnung gezogen worden. Da jene Vorlage die billigen Cigarren (Fünfpfennigcigarren) nur mit 8 Mk. belasten wollte, während der jetzige Entwurf 12 Mk. vorsieht, so ist ein weiterer
kaufe von Ländereien an den Staat und aus der Lieferung von Kies für den Bau goldene Berge herausrechnete, wünschte nichts sehnlicher als die Beantwortung der Eisenbahnfrage in bejahendem Sinne. Er repräsentirte somit, unbeschadet seiner in politischen Angelegenheiten durchaus regierungsfreundlichen Haltung, den linken Flügel, der jeden „Fortschritt" mit Freuden begrüßt. Die zartsinnige Lola dagegen, jeder selbstsüchtigen Jntereffenwirthschaft abhold, die Künstlerin Lola, die Freundin der Natur, konnte die eigennützigen Gründe ihres Vaters unmöglich gelten laffen und sah in einer zu bauenden Eisenbahn mit Wagengerassel, Dampfpfetfen und sonstigem unvermeidlichen Zubehör, die Zerstörerin der heiligen Einfalt der Natur und ihrer Poesie. Vertrat Lola so die erhaltende Partei, den conservativen Flügel, so konnte man ihre Mutter als das Centrum ansehen, daS von beiden Seiten umworben, bald nach rechts, bald nach links nickt, ohne bindende Erklärungen abzugeben.
So stand eS mit der Eisenbahnfrage, als man dem Oberamtmann Trebsen den Besuch deS Königlichen Regierungsbaumeisters Conrad BruhnS meldete. WaS die beiden Herren im Privatzimmer deS Oberamtmannes verhandelten, ist nie bekannt geworden, denn Niemand betrat währenddeffen daS Zimmer, als daS Stubenmädchen, um die geleerte Weinflasche dreimal mit einer vollen zu vertauschen und ihre Mit- theilungen an daS übrige Dienstpersonal beschränkten sich daraus, daß sie beide Herren über ein großes Papier — wahrscheinlich die Flurkarte — gebeugt gefunden habe und daß der Herr Baumeister ein großer hübscher Mann mit kurzem Ban sei und ihr freundlich zugenickt habe.
(Schluß folgt.)
Consumrückgang um 10 Procent, inSgesamrnt also um 36 i ccnt, in Betracht zu ziehen. Die Minister haben nach den Berliner Conferenzen 30,000 Arbeiterentlaffungen - natürlich zugestanden, während von sachverständiger L- 50 bis 60,000 als unbedingt zweifellos bezeichnet trert^i
Plauen, 16. November. DaS Schwurgericht verur-.ke^ den Instrumentenmacher Penzel au» Kleedorf, welcher J April seinen Freund erschoß, zum Tode.
Hamburg, 16. November. Am 14. December wird »r den Verhandlungen zu der Eisenbahnbillri schwindelaffaire Knasebarch und Genoffen vor Landgericht begonnen werden. •
Graz, 16. November. Graf Hartenau, etzeirq Fürst Alexander von Bulgarien, ist lebenSgefährii- erkrankt.
London, 16. November. In einem dem Newg,;r fängniß vis-ä-vis liegenden Hause brach Feuer auS, alsbald viele Nachbargebäude in Mitleidenschaft zog. j- Hauptsache befanden sich in diesen große Waarenlager, tfaj, weise Fabriken, dieselben wurden gänzlich eingeä'chen. dem besonders energischen Vorgehen der Feuerwehr eS, daS ebenfalls in Gefahr befindliche Gefängniß Zerstörung durch das Feuer zu bewahren. Der entfalt^ Schaden ist noch nicht zu übersehen, derselbe dürfte abn - sehr bedeutender Höhe sein.
Pari», 16. November. In weiterem Verhör erf.? der Attentäter Leanthier neuerdings, er habe den <t: bischen Gesandten tödten wollen, um fid) cn Bourgeoisie zu rächen. Lcanthier bekannte sich als Aoanü In seiner Wohnung wurde das Portrait Ravachol» n* gefunden, welches mit der Unterschrift „An meinen versehen war.
Paris, 16. November. Laut „Figaro" fand eine sammenkunst Dupuys mit Löpine und dem Chef der Stic heitspolizei statt, in welcher beschlossen wurde, die Beriä:: über Anarchisten in Paris und Umgegend ftreugfter; zu üb erwachen.
Marseille, 16. November. NachtS 2 Uhr fand vor te> Hotel des Commandanten deS ArmeccorpS eine Explv'i», statt, die großen Materialschaden anrichtete, zum ®lü/ekt Niemand tödtete. Die Untersuchung stellte ein Dhnow t attentat fest. Eine zweite, noch nicht exploditte Hille- maschine wurde vorgefunden. Es .herrscht sehr große fam! in der ganzen Stadt.
itoealer ttnfr provinzielle».
Gießen, den 17. November 1893.
** Der Gesangverein Sängerkranz begeht am 18. November den dreißigjährigen Gedenktag feint: Gründung. DaS Concert-Programm enthält alS Hao» nummer die von Mendelssohn für Solostimmen, gemischt Chor und Orchester componirte Goetbe'sche Cantate,£ c Walpurgisnacht". Heber dieses Werk sagt Krel'Lmar in seinem Führer durch den Concertsaal folgende»: Di- Walpurgisnacht bringt einen Abschnitt auS dem Kampfe zwiick'i Heidenthum und Christenthum zur Darstellung. Goethe bat die Schilderung eines ganzen langen ZeitlauseS in einen einzigen Vorgang zusammengedrängt: die Feier der Walpurgiö- nacht durch das Heidenvolk. In echter Dichtcrgröße hak sich Goethe bei der Ausführung dieser Schilderung zum flntrali der uutergehenden Welt gemacht. Alles Licht im Werke fällt auf die Druiden und das Heidenvolk, aus seine frifte ungekünstelte Naturreligion, auf seine Begeisterung, auf seine List, seinen Muth und seine Noth. Sie feiern einen halb großartigen, halb lustigen Triumph über die Christen. Dw zeigen sich nur au» der Ferne, grausam, feig und memw» haft. Die Musik gehört zu Mendelssohn» bedeutendste» Arbeiten. Eine blühende, flotte, in großen Zügen schuf scheidende und treffende Erfindung zeichnet sie auS, ein jugendlicher Puls belebt sie,- in dem munteren Fluß der Fomro, dem leichten Gesammtton weht ein Hauch antiken IltvuL Die Ouvertüre schildert in Form deS Sonatensatzes I -ta6 schlechte Wetter". Elemente der Härte, deS Trotzes und dr» Schreckens wiegen vor. In dem Augenblick deS ärgfier Wilthens erheben Fagott und Hom in recitativischen Melodim ihre flehende Stimme. Darauf beginnt daS böse Wenn nochmals, aber lange Zeit nur in pp. Als die kritöte
Zeit zum zweiten Male erreicht wird, bringen die oben genannten Bläser mit ihren Einwendungen durch, da» tritt noch zu ihnen über und schnell ist nun der Um'chlq vollzogen. Wir sind im Anhang der Ouvertüre, welche bei < „Uebergang zum Frühling" in leicht bewegten milden Achtel-' gängen schildert, die sich von Instrument zu Instrument V- frohem, heiterem Leben drängen. Dieser Anhang sühn w mittelbar in den ersten Chor der Cantate hinein. 6* Solisten begeistert geführt, begrüßt die Menge der heidni^ Frauen den jungen Lenz in einem der herrlichsten Frühstes gesänge, die wir besitzen. Der zweite Theil diese» && wendet sich dem frommen Theil der FrühlingSbegrüßung W Der Solist fordert auf, zur BergeShöh zu gehen Opferflammen zum Dank für den Allvater, der den . gegeben, zu entzünden. Jetzt stimmen auch die MänM 1X1 I in den Chor ein, dessen Ton von hier ab zwischen bem 8-^ druck feierlichen Ernstes („Die Flamme lodre durch den Rauchs I und den einer erhabenen Freudigkeit wechselt. („Ec» wird daS Herz erhoben.") Rasch drängt nun Bild um Bild zum Hauptpunkt hin. Da ist die ängstliche Alte mit der Eckaar der klagenden Weiber. Da ist der Priester in seiner festen und ruhigen Entschloffenheit, um ihn her die tapferen Männer. Dann kommt der Chor, wo sich die Wächter der Druiden vertheilen, ein in der Schilderung heimlicher Geschäftigkeit ganz vollendete» musikalische» Schattenbild. Dieser Chor ist da» Vorspiel zu dem Hauptstücke de» großen Werke», zu de« Chor: „Kommt mit Zacken und mit Gabeln." Einer der schwierigsten Chöre in der ganzen Chorliteratur. Der erste Theil, den der Männerchor mit bem Solisten allein oorträgt, hat den Character eine» Aufmärsche». Der -weite Thn»
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