Getreidelieferungen mit Anzahlungen, wie sonst üblich, sind die Getreidehändler nicht geneigt.
— Damit die höheren Truppensührer und GeneralstabS« offiziere für die Anlage, Leitung und Durchführung der großen Nacht kämpfe, wie sie im nächsten Kriege in die Erscheinung treten werden, ein erhöhte» Berständniß gewinnen, werden, wie auS militärischen Kreisen verlautet, wahrend der diesjährigen Herbstübungen Nachtunternehmungen größeren Stils, wie sich dieselben in Deutschland noch nicht ereignet haben, stattsindeu. Diese großen Nachtkämpfe, welche sich sowohl für das Militär, als auch für den Zuschauer höchst interessant gestalten werden, werden bei den Kaisermanövern in Lothringen, bei der großen Belagerungsübung bei Thorn und bei der großen Pionierübung bei Straßburg in großartigster Weise zur Durchführung gelangen. Während daS russische Heer in nächtlichen Unternehmungen am vollkommensten auSgebildet ist und auch in Frankreich neuerdings nächtlichen Uebungen, deren Anlage und Leitung bedeutende Schwierigkeiten ergibt und Bequemlichkeitsrücksichten außer Acht läßt, große Aufmerksamkeit zugewendet wird, gehen bet uns die Manövernächte im Allgemeinen ruhig vorüber und zu Angriffen und Ueberfällen kommt eS selten. Da» soll aber jetzt anders werden und in der That bittet das Nachtgefecht große Vor- theile, denn bei nächtlichen Angriffen hat die betreffende Truppe im Feldkriege Artilleriefeuer überhaupt nicht und Jnfanterie- feuer zu erwarten erst dann, wenn die Infanterie schon dicht heran ist und bei der herrschenden Dunkelheit sind die Verluste bei den Angriffstruppen recht gering. Wenn wir die Kriegsgeschichte, die ja die beste Lehrmeisterin der Kriegskunst ist, durchforschen, so finden wir dort entscheidende und bedeutende Waffenthaten verzeichnet, die sich im Dunkel der Nacht abgespielt haben. Die Namen Hochkirch, Tarutino, Podol, Noisseville, Villersexel, Belfort, Schipkapaß, KarS und Erzerum fordern geradezu auf, das Nachtgefecht in großem Maßstabe zu pflegen. Wie wir weiter erfahren, wird sich sogar die Cavallerie bei diesen nächtlichen Unternehmungen betheiligen, waS um so bemerkenSwerther ist, da die bisherige Manöverpraxis diese Waffe am Nachtgefecht fast gänzlich unberücksichtigt gelassen hat, und doch wird der nächste Krieg auch Nachts an diese Waffe große Anforderungen stellen. Zwar ist die Möglichkeil, die Reiterei bei nächtlichen Unternehmen zu verwenden, beschränkt, weil sie in hohem Maße von der Boden- beschaffenheit und von dem Grade der Dunkelheit abhängig ist. Doch die Beispiele von Hochkirch, wo trotz starker Dunkelheit große Attacken geritten wurden, von Laon, wo die Uork'schen Reiter in Earriäre attackirten, und von Begli Achmed (1877) zeigen unS, daß die Reiterei trotz Dunkelheit und Nebel bei entsprechender Führung erfolgreich verwendet werden kann. Namentlich wird daS Nachtgefecht auf solchen Kriegsfeldern, die, wie das französische, mit zahlreichen Fest- ungen und SperrfortS bedeckt sind, eine große Rolle spielen. ES muß daher in großen Verbänden durchgeführt werden, um so auch dem höheren Truppensührer Gelegenheit zu geben, die taetische Seite deffelben leichter zu erfassen, eS mit sicherer Hand durchzusllhren und zu richtigen Entschlüssen zu gelangen. Wie sehr sich der Kaiser für den großen Nachtkampf interessirt, geht auS der Thatsache hervor, daß derselbe die große Nachtübung bei Metz selbst zu leiten gedenkt.
— Die Hochfluth von Betrachtungen, welche die dreitägige Finanzmini ste reo nfer en z zuFrankfurt a.M. in den Preßorganen der verschiedensten Parteirichtungen hervor- gerusen hatte, beginnt sich allgemach wieder zu verlaufen, da sich diesem so viel erörterten Thema nicht gut mehr eine neue Seite abgewinnen läßt. Bleibt es doch zunächst abzuwarten, in welcher Weise die im kommenden Monat in Berlin zusammentretende besondere Commission, welche die Ergebnisse
wegungen der betreffenden Namen macht. Südliche Völker sind bekanntlich im Ablesen von Gedanken viel gewandter als die nördlichen, und eß liegt dies darin, daß sie selbst physiog- nomisch lebhafter sind und daher aus den physiognomischen Bewegungen der anderen leichter Schlüffe zu ziehen vermögen. Daß man bei einiger Routine aus dem lautlosen Artikuliren die Worte herausfinden kann, beweist daS virtuose Sprach- verständniß gut erzogener Taubstummer.
ö« gibt nun unzählige Kunstgriffe, durch die wir den Menschen zwingen können, sich bestimmte Vorstellungen zu machen und auf gewiffe Jdeenverbindungen zu verfallen. Lediglich auf eine solche bewußte oder unbewußte Kunstfertigkeit ist auch daS sogenannte Gedankenlesen zurückzufllhren.
Ein Moment ist dabei noch hervorzuheben. Wenn manche Experimentatoren behaupten, daß ihr Wille eS sei, der die Wirkungen auf die Versuchspersonen auSübt (ein Umstand, der die Laien besonders unheimlich berührt), so ist diese Behauptung ohne Zweifel eine ehrliche, aber sie beruht auf einer Täuschung beß Bewußtsein». Der Wille deS Experimentators wirkt ebenso nur inbirect auf die Versuchssudjeete, wie der Wille auf die Schweißsecretion eineß ManneS, der eß sich nicht nehmen läßt, unter der Mittagssonne eineß heißen Sommer- tageß einen forcirten Spaziergang zu machen. Der Expert- mentator übt eben auf die betreffende Person mit dem Be- stretchen, dem Auflegen der Hand u. s. w. nur einen Einfluß au«, der alß notorischer Reiz die Mußkeln der Versuchsperson ihrerseits in Spannung versetzt und dadurch eine Ortß- bewegung und dcrgl. herbeiführt. Daß hierin der Schlüffel liegt für manche anscheinend wunderbare Production der heutigen „Gedankenleser", ist zweiselloß.
«m n ^iT Ö'fCT' rocIt6cr unserem bisher von der Wlffenschast so wenig beachteten Gegenstände gegenwärtig von
1b,b'u‘‘nl,f,'n und P°.h°l°g-n zug-w«ndtt
wird, läßt unß hoffen, daß manche», was im Wesen de» Somnambulismus, Hellsehen» u. s. w. noch dunkel und noch nicht völlig geklärt ist, in nicht langer Zeit aufgehellt und exact gedeutet werden, und daß dadurch auch zur Förderung verwandter Probleme auf anderen Gebieten des Wissens wesentlich beigetragen werden wirb.
der Frankfurter Ministerberathungen sichten und bearbeiten soll, ihre nicht leichte Aufgabe auffassen und durchführen wird. Erft nach Beendigung dieser CommissionSarbeilen wird sich wohl auch definitiv Herausstellen, welche Objecte denn eigentlich zur Besteuerung KHusS Durchführung der geplanten Finanzreform im Reiche bestimmt sind; daß sich der Tabak mit unter diesen „Opfern" befindet, wird allerdings auf keiner Seite mehr bezweifelt. Da der neue ReichSschatziecretär Graf v. PosadowSky-Wehner den bevorstehenden LommiffionSver- handlungen über diese Fragen beiwohnen wird, io dürfte sein zu erwartendes Auftreten hoffentlich schon einen Schluß darauf gestatten, wie er daS ihm gewordene schwierige Amt zu führen gedenkt.
— Die jetzt im Wortlaut bekannt gewordene Denkschrift deS russischen FinanzminifterS Witte über den deutsch-russischen Zollkrieg erweist sich als von dem Bestreben bictirt, Deutschland allein für den Ausbruch deS Zollkriege» verantwortlich zu machen. Von diesem Standpunkte aus ist die gesammte, überaus tendenziös gefärbte Darstellung Wittes gehalten, und daß sie ihren Zweck, der öffentlichen Meinung Rußlands Sand in die Augen zu streuen, erfüllt, beweisen die zustimmenden Aeußerungen der tonangebenden russischen Blätter. Gestützt auf diese Zustimmungen könnte demnach daS Petersburger Cabinet auf feiner zollpolitischen Position gegenüber der deutschen Regierung noch weiter verharren, wenn nicht die beginnende Nothlage der russischen Landwirthschaft wäre, welch letztere den einstweiligen Verlust ihre» deutschen Absatzgebietes infolge beß Zollkrieges mit jedem Tage empfindlicher spürt. Vielleicht wird man sich an maßgebender Petersburger Stelle nicht mehr lange den Klagen der einheimischen Landwirthe verschließen können!
— Der internationale Socialistencongreß in Zürich mit seinen Lärmscenen hat in der öffentlichen Meinung Europas weit mehr Beachtung gefunden, als dies von den gleichzeitig in Zürich abgehaltenen internationalen GewerkschaftScongressen gelten kann. Dennoch dürften die Beschlüsse der letzteren sich bald fühlbar machen, im Gegensatz zu den langatmigen, in der Praxis aber fast werthlosen Resolutionen des SocialistencongreffeS. Namentlich wird der Beschluß der gewerkschaftlichen Gongreffe, internationale Slrbeiterfecretariate zu schaffen, in seinen Wirkungen nicht zu unterschätzen sein. Denn bei der vielseitigen Aufgabe, welche den internationalen Arbeitersecretariaten zufallen soll, erscheinen dieselben wohl geeignet, zu Mittel- und Vereinig- ungspunkten für die Arbeiterschaft zu werden und dergestalt da» Solidaritätsgesühl der Arbeiter der verschiedenen Länder zu heben. Bereits haben eine ganze Reihe von Arbeiter* categorien, wie die Schuhmacher, die Metallarbeiter, die Holzarbeiter, die Textilarbeiter usw., durch ihre nach Zürich ent- sandtenDelegirten beschlossen, solche Institutionen internationalen CharacterS zu errichten.
— Wie auf dem 22. Abgeordnetentag des Deutschen Kriegerbundes festgestellt wurde, zählt der elsaß-lothringische KriegerverbandStag bereits 16000 Mitglieder, darunter 60 Procent eingeborene Elsaß-Lothringer. Der vor zwei Jahren gegründete elsaß-lothringische Sänger- bund weist 131 Vereine mit 2800 Sängern auf.
Ari-laird.
London, Iß. August. Die englische Bergarbeiterbewegung hat ihren Höhepunkt nun wohl überschritten. Wenigstens haben die Grubenbesitzer von Lancashire den Bergleuten die geforderte Lohnerhöhung von 1 Schilling täglich bewilligt, und da dem Vernehmen nach die Grubenbesitzer in anderen Kohlendistricten Englands diesem Beispiel folgen wollen, so dürfte die Zahl der strikenden Bergleute alsdann rasch abnehmen.
Petersburg, 16. August, lieber den Stand der diesjährigen Choleraepidemie in Rußland ist endlich zum ersten Male ein aufklärendes Petersburger Bulletin erschienen. Aus demselben erhellt, daß die Seuche im größten Theile deS europäischen Rußlands herrscht, denn emerfeitS tritt sie im äußersten Westen, in den Gouvernements Warschau, Wolhynien, Bessarabien usw., anderseits im äußersten Osten, im Ural- gebiet, ferner tief im Süden, im Dongebiet auf; die dazwischen liegenden Landestheile sind ebenfalls fast sämmtlich durchseucht. Am stärksten inficirt ist das Gouvernement Podolien, wo in der Zeit vom 29. Juli bis 5. August 484 Erkrankungen und 175 Todesfälle an Cholera vorkamen.
Paris, 16. August. Der Verein der Krieger von Gravelotte veranstaltete heute in Notre-Dame eine Er- innerungSmesse, zu der der Gouverneur von Paris und der Großkanzler der Ehrenlegion Vertreter geschickt hatten. Aus Mars-la-Tour wird berichtet, daß dort etwa 20 000 Personen der Feier, die unter freiem Himmel ftattfanb, beigewohnt Haden. Auch viele Metzer seien zugegen gewesen. Von Verdun waren die Generäle Mouton und Dulac herübergekommen. Uebcraö waren französische und russische Fahnen angebracht. Die Offiziere eines der Leib-Regimenter des Kaisers Alexander hatten einen Kranz geschickt. Der Bischof von Nancy und der Unterpräfect von Briey hielten Ansprachen.
— Der Bürgerkrieg in Argentinien steht anscheinend vor seiner Entscheidung. In La Plata, der Hauptstadt der auf- ständischen Provinz BuenoS-AyreS, finden Straßenkämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Insurgenten statt - auch in der Bundeshauptstadt BuenoS-AyreS selbst ist die Lage sehr gespannt geworden.
Kcucftc Uacbricbkii.
Wolfis telegraphische» (Korrespondenz - Bureau.
Wien, 16. August. In Folge deS häufigen Auftreten» der Cholera im Bezirke Nadworna (Galizien) wurde dieser Bezirk im Sinne der Beschlüsse der Dresdener Eon- ferenz al» Cholera erklärt und der Verkehr mit Nahrungsmitteln beschränkt.
Aom, 16. August. Prinz Heinrich von Preußen wird Abend« 11 Uhr 7 Minuten auf dem Hauptbahnhofe
in Genua eintreffen, woselbst der offizielle Empfang durch den König, den Kronprinzen und die Behörden stanfindet.
Rom, 16. August. Die Provenienzen aus österreichisch» ungarischen Häfen werden einer ärztlichen Untersuchung und einer DeSinfection unterworfen.
Rom, 16. August. Der „Tribuna" zufolge tarnen in Neapel in den letzten 24 Stunden 11 Cholera-Erkrankungen und 8 Todesfälle vor.
Genua, 16. August. Die „Savoia" wird mit dem König, dem Kronprinzen und dem Prinzen Heinrich von Preußen um Mitternacht Genua verlassen und mit den vereinigten Geschwadern im Golf von Neapel zusammen« ' treffen, woselbst der König die Flottenrevue abhält. Alsdann fährt die „Savoia" nach Maddalena zur Theilnahme an den großen Seemanövern und kehrt am 23. August nach Genua zurück.
Sofia, 16. August. Der Sanitätsrath ordnete eint ärztliche Untersuchung 6er Reisenden aufl dem Westen in Zaribrod, sowie die DeSinfection gebrauchter Wäsche an. Die Verordnung tritt morgen in Kraft.
Petersburg, 16. August. CholeraBulletin. In Moskau vom 8.—12. August 166 Erkrankungen, 67 Todesfälle- in Warschau vom 5.—10. August eine Erkrankung, ein Todesfall - in den Gouvernement» Lomscha am 14. August eine Erkrankung, ein Todesfall- Grodno vom 6. —12. Äug. 96 refp. 22- in Sfamara vom 30. Juli bis 5. August 134 refp. 39 - im Dongebiet vom 10. bi« 12, August 317 Er- krankungen und 157 Todesfälle.
Depeschen be« Bureau „Herold".
Berlin, 16. August. Es verlautet bestimmt, die Wahlen zum preußischen Landtag seien auf die letzte Woche deS October oder die erste Woche des November verlegt.
Berlin, 16. August. Der neuernannte Staatssekretär im Reichsschatzamt Graf PosadowSky trifft Ende August hier ein, am 1. September erfolgt die Vorstellung seiner Beamten.
Berlin, 16. August. Der Ob st verkauf ist infolge der Berliner Cholerafälle bedeutend zurückgegangen.' Man erwartet allemächstenS eine Verfügung de» Polizeipräsidium«, welche den Obftverkauf auf der Straße verbietet.
Berlin, 16. August. Bon den drei in Berlin an der Cholera erkrankten Personen sind zwei bereit» gestorben. Die Untersuchung ergab, daß die Erkrankung hervorgerufen war durch den Genuß von Eßwaaren, welche der Arbeiter Kynal auS Russisch-Polen bezogen hatte. Die Charit- hat eine Quarantänestation eingerichtet. Jeder einzelne Cholera- fall ober ähnliche Krankheit soll amtlich publicirt werden.
Berlin, 16. August. Die Morgenblätter mahnen da« Publikum nochmal», angesichts der vorgekommenen Cholera- fälle vorsichtig zu leben, um daS Vordringen der Seuche zu verhindern.
Berlin, 16. August. Neue Cholerafälle sind bis jetzt nicht bei der SanitätSabtheilung be« Polizeipräsidium« zur Anzeige gelangt.
Gleiwih, 16. August. Infolge von Grubengasen wurden auf der „Königin Louise-Grube" 50 Bergleute betäubt. Vier Aerzte sind an der Wiederbelebung der Verunglückten thätig.
Wien, 16. August. Nach Meldungen au» Lemberg breitet sich die Cholera an der ungarisch-galiztschen Grenze immer mehr au» tn Folge deS massenhaften Flüchten« der Arbeiter de» Eisenbahnbauunternehmers von Szigeth- Woronsenka.
Lemberg, 16. August. Dem „Kurier LwowSkt" zufolge wurden die galizischen Manöver abgesagt. Die Reservisten und Landwehrmänner wurden entlassen.
Braila, 16. August. Von vorgestern bis gestern wurden wiederum 14 Erkrankungen und 6 Todesfälle an der Cholera hier constatirt.
Rom, 16. August. Eine in den letzten Tagen erschienene Broschüre „Der Papst in Konstantinopel", welche den Führer der deutsch socialen Partei in Oesterreich, Prinz AloyS Lichtenstein, zum Verfasser haben fall, beschäftigt sich mit der Frage der lieberfitbelung des päpstlichen Stuhles von Rom nach Konstantinopel, wo allein der Papst die volle Unabhängigkeit feines Amte» habe. Zu der Broschüre sagt der „Moniteur de Rome", sie sei nicht« weiter als ein Phantasiegebilde, allerdings geeignet, die römische Frage wieder auf die Tagesordnung zu bringen.
Venedig, 16. August. Die „Gazeta de Venezia" melbet aus Neapel die Verschlimmerung des Cholera- st an deS. Während am 13. August bloS zwei Todesfälle vorkamen, werden vom 14. August 19 Erkrankungen und 12 Todesfälle gemeldet.
Brüssel, 16. August. Die „Jndependance" veröffentlicht die letzten Antworten auf ihre internationalen Rundfragen au» Italien und Portugal und constatirt, daß alle Staate« Europas sich gegen die Einführung der SonntagS- briefmarte ausgesprochen, sogar Länder, welche für die Sonntagsruhe günstig gestimmt sind, wie Deutschland, Italien und Dänemark.
Warschau, 16. August. In Congreßpolen haben in den letzten Tagen heftige Regengüsse stattgefunden, wodurch die Bahnverbindungen unterbrochen sind. In Wilna sind 19 Personen im Wasser umgekommen.
CocaU» ttnö provinzieller.
Gießen, 17. August 1893.
* Zu der Lahn ertrinkt. Heute früh wurde die Leiche einer ledigen Fabrikarbeiterin auS Heuchelheim an der Pferdeschwemme geländet. Die junge Selbstmörderin hatte sich, ehe sie ins Wasser sprang, die Augen verbunden, auch einen Theil ihrer »leider am linken Lahnufer abgelegt. DaS Motiv zur Thal ist biß jetzt noch unbekannt.
* * Wechselfiempelßeuer. Im Monat Juli d. I. wurden an Wechselstempelsteuer tm OberpostdirecttonSbeztrk
die
* Hezirk a ^otcn t Sigtr f"
.. ES
V* £ ti.«
‘■ÄS-.’ Ak**' bn^L WrrM ’-Jw n-M ' .. za Seh««'
Li tewittigt » 7l§ proMer utr lilediten Serse « c jae in dieser 8 manche Arbei cvr «mttt zu ve ■Mit »erden, zun Ltlieidrrgewei :r*t helfen diese L uileichen.
£ fnMt J vllathalbeu von so» Iinjei Jahren »sch ajunnangtl zuzul in hiesiger Gegend dah ihnen von den e jxVn tnuoenbtt ;infc dieser wLhrend der Na in de« ©tun'
8. Seidhetker ift ein seüeneS i semer Frau, welch ett Drillinge aastet sei».
§ le« itm dlieder'Mood Verein gegründet N/, untat Mby. all auch bez. ihres vi verlern. Lnmenziegen dir iiunlid) btbtuttn Manne die Srw gebracht, daß ein »efitz einer solche der Spar» ond
die nölhj i rrvon jebem kchuld wird durc zuliesmde Nachzi § lee höh der verflossenen! Diumwg, fo -atz ptitt Heu-Ernle Lorn'SusbruscheS während das gtn Nlrnu ergiebt T't 'm Orte Beri Traiderinigerung
Verding
;-::tTÜtigt im \ ^mchor bis i Archen nach SSÄ, *»oner5tag
6orm •Mat werden
S Kanrerarbeit
1 .^emhauerarb nein.)
«ort», y
dJ Skatbeit Ä


