Beim 6tet für Vervollständigung de» deutschen Eisen - bahnuetze» im Interesse der Lande-oerthetdtgung (jetf «ine Resolution der Abgg. Lender und Hug (Etr.Z vor wonach für ewzck- staatliche Bahnen im Verkehr?- odn Lande4v-rthetdtgrmg«-Jntereffe M Reiche- diese- letztere nicht nur Bau-, sondern evenk. (bei Betrieb?. Deficit-) auch Betriebs-Zuschüsse leisten solle.
Aba. Lender (dir) weist zur Begründung diese- Antrags daraus hin, datz in Baden verschiedene, tedialtch »m strat^tschm Intereste gebaute Bahnen groß; Zuschüsse ^?.d« ba^'chm ÄtewtS- kaste erfordnten. Wmn aus vatriottschen Rückfichken Bahnen gebau. werden mühten, dürfe nicht ein kleiner Einzelstart allein die Sofien tragen und auch die Betriebsjuschüste sollten bei^a6^trpatttrt roCXb<^taatftf«crdär Frhr. v. Maltzahn erwidert"h schon vor 1887 zahlreiche lediglich strategische Bahnen von Einzelstaaten gebaut worden seien, namentlich von Preuhrn, und da habe, Preuhen allein die Kosten aetraam. Erft seit 1887 beständen Vertrage, aus Grund deren das Reich Hufchüssc zu den Baukosten leiste. Hätte da- Reich noch die Verpflichtung, BetriebSzuschüste zu gewähren, übernommen, so wäre es auch in höherem Mähe auf die Tracirung Etr^uß 1» nehmen berechtigt gewesen und es hätte nicht auf locale Wunsche Rücksicht genommen werden können. Auch wurde da- Reich bei Zahlung von BetriebSzuschüsten Antheil an der Betrieb-controle beanspruchen müffm. Die Verträge mit Baden seien von der badischen Regierung wohlerwogen worden; sie habe auch noch nie Beschwerden gegenüber der Reich-regterung verlauten lasten.
Präsident de- ReichS-EstinbahnamtS Schulz führte aus, dah den Einzeistaaten aus den mit NeichSzuschuh erbauten Bahnen doch auch indirekter Ruhen erwachse. _
Großh Badischer Gesandter v. Scherer: So wunschtn-werth ein BelriebSzuschuh für etwa noch zu bauende Bahnen in Baden sein würde, müsse er doch erklären, dah da- Reich bei bet Bemessung des Zuschüsse- zum Bau dieser Bahnen Baden gegenüber durchaus loyal verfahrm sei und kein unbillige-Verlangen an die badische Regierung 0eft<Uab0.b5>ug ((Str.): Dieselbe Gerechtigkeit, welche für den Bau- Zuschuh spreche, spreche auch für den BetriebS-Zuschuh.
Staatssekretär o. Maltzahn: Diese Gerechtigkeit würde denn auch erfordert haben, dah das Reich w.it geringere Bauzuscküsse gezahlt hätte, als eS gezahlt hat; denn sie feien eben mit Rücksicht darauf normirt worden, daß das Reich keine Betriebszuschüsse leistet.
Die Resolution wird gegen die Stimmen des Centruyis und badifchcr Abgeordneter anderer Parieren abgelehnt, der Etat ange- nommui^ Mair icularbetträgen wird Seitens de-Referenten mitgethetlt, daß nach den B-schlüssm der »weiten Lesung die Matri- cularumlagen pro 1893/94 sich auf 350 296 097 Mark stellen würden.
Dle restlichen EtnzeletatS und das Etat-gesetz werden an-
Novelle zum Postdampsergesetz wird in der dritten Lesung debatteloS angenommen. c L
Der Gesetzentwurf, betr. Abänderung der Mah- und Gewichtsordnung, roftb in zweiter Lesung angenommen.
lieber eine hierzu von ben Abgg. Mirbach (Rp) und Dr. Broemel beantragte Resolution: „die Regierungen möchten die Einführung einer in das metrische System paffenden Bezeichnung für 100 Kilogramm erwägen und dem Hause eine entsprechende Vorlage machen", wird erst in dritter Lesung adgestimmt.
Die Vorlage betr. die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstrettigkeiten wird gleichfalls in zweiter Lesung debatteloS angenommen. .
Morgen. Handelsvertrag mit Columbien, Novelle zum Unter; stützungSwohnsitzgesetz.
Ne-reste
WolffS telegrsphische« Correspondenz-Bureau.
Berlin, 15. März. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser ernannte den Geheimen OberPostrath Scheffler in Berlin zum Direktor im Reichs Postamt.
Berlin, 15. März. Die „Allgemeine Fleischerzeitung" theilt mit, daß an ben bedeutenden Ueberständen an Rindern und Schweinen vom letzten Hauptmarke die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen fei; in Folge dessen dürfen Thtere vom Biehhose nicht lebend entfernt werden.
Dresden, 12. März. Der König empfing heute die Delegirten der Internationalen Sanitäts-Con- serenz. Zu Ehren derselben wird eine Galatafel stattfinden, an der auch da« diplomatische Corps und die Staatsminister theilnchmen werden.
Depelchen beo Bureau .Herold".
Berlin, 16. März. Prinz Heinrich von Preußen siedelt Ende deS Sommers nach Berlin und Potsdam über, um den kaiserlichen Brnder von den wachsenden Repräsen- tationSpflichrcn zu entlasten. Eine Beförderung des Prinzen im Range soll gleichzeitig damit bevorstehen.
Berlin, 16 März. Graf DouglaS (freiconservativ) brachte im A b g e o r'd n e t e nba use nachstehende Interpellation ein: Au die königliche StaatSregierung richte ich die Anfrage, welche Maßregel dieselbe der Choleragefahr gegenüber zu ergreifen gedenkt.
Berlin, 15. März. DaS preußische Handelsministerium ließ nunmehr den hauptsächlich an der Neugestaltung deS amtlichen WaarenverzeichnisseS zum Zolltarif inlereisirten wirthschastlichen Bercinigungen einen Abdruck der dem BundeSrath zugegangenen Vorlage mit der Aufforderung zugehen, innerhalb einer bestimmten Frist eine Meinungsäußerung abzugeben.
Berlin, 15. März. Die erste Nummer der zum 18. März erscheinenden revolutionären Schrift, welche bereits in größeren Partien nach der Provinz expedirt worden war, ist gestern consiöcirt worden.
Görlitz, 16. März. Gestern fand die Grundsteinlegung zu dem Reiterstandbilde Kaiser Wilhelms I. statt, welches die Oberlausitz gestiftet bat.
London, 15. März. Gladstones Befinden hat sich gebeffert. Salisbury ist seit zwei Tagen unwohl und hütet daS Zimmer. Die konservativen Blätter erklären, infolge der Brnagnng der Home-Rule-Bill seien die irländischen Werthe an der Börse gestiegen.
London, 15. März. Der „Standard" meldet auS Berlin, daS deutsche Kaiferpaar und die italienische Königs- familie würden in Italien mit der Königin von England zusammenlrcffen.
Madrid, 15. März. Durch eine Dvnamitexplosion wurde eine Fabrik in Saint Manin de Proveneale in die Luft gesprengt. Ein Arbeiter wurde gelobtet. Bei einer hierauf in der Wohnung deS Getödteten vorgenommenen Haussuchung wurden zwei Orsinibomben und eine große Quantität Sprengstoffe gefunden. Die Aufregung ist groß.
totales «nd provinzielles.
Gießen, 16. März 1893.
♦♦ Am Grohherzoglichen Gymnasium hier finden am 17. und 18. d. MtS. die öffentlichen Prüfungen statt. Nachdem im Herbst 1892 zwei Schüler (Karl Ottmann aus Gießen und Karl Nikolaus aus Haufen) die Reifeprüfung bestanden, wurden am 11. März d. IS. noch die zwölf folgenden Schüler mit dem Reife zeugniß ent» l affen: Her mann Deibel aus Gießen, Emil Eisen» Huth aus Rodheim v. d. H., Fritz Fresenius aus Gießen, Otto GenneS aus Gießen, Fritz Henckel auS Gießen, HanS LaSpeyreS auS Gießen, Gustav Luft auS Gießen, Ernst Men de auS Gießen, Wilhelm Niemeyer auS Ronshausen, Hugo Schaumberger auS Gießen, Wilhelm Thaler aus Gießen, Ludwig Da übel auS Gießen. — Der Schülerbestand betrug zu Beginn des Schuljahres 378, es traten wahrend des Schul» jahres hinzu 14, ausgetreten sind 24, so daß am Ende deS Schuljahre- die Schülerzahl sich auf 368 beheb Nach den Prüfungen findet die Bekanntmachung der Versetzungen und Austheilung der Zeugniffe statt. — Der Unterricht im neuen Schuljahr beginnt am 11. April, Morgens 8 Uhr. — Dem diesjährigen Gymnasial-Prograwm ist.als Beilage beigegeben: „Der Unterricht in Quinta nach dcm Concentra- tionsprincip", von Gymnasiallehrer Dr. Schmitt.
♦♦ Mitteleuropäische Zeit. Am 1. April d. I. wird im Bezirke der Eisenbahn-Ddrection Hannover auch für den äußeren Dienst an Stelle der jetzigen Ortszeit die Mitteleuropäische Zeit eingeführt; dieselbe liegt gegen die Ortszeit für die betreffenden Stationen, je nach geographischer Lage derselben, um 16 (Nordhausen) bis 30 Minuten (Rheine) vor (für Gießen 25 Min ). Die StationSuhr en werden in der Nacht vom 31. März zum 1. April d. I. um 12 Uhr auf Mitteleuropäische Ze>t gestellt. Der vom 1. bis ein- schließlich 30. April b. I. gültige Fahrplan wird, in Mitteleuropäische Zeit umgerechnet, neu herausgegeben und liegt von jetzt bis Ende März aus den Stationen zur Einsicht offen. Der Unterschied zwischen Ortszeit und Mittel- europäischer Zeit ist zur Zeit an den Zifferblättern der Bahnsteig-Uhren angegeben, auch kann an den Schaltern der einzelnen Stationen erfragt werden, um wie viele Minuten die Fahrzeiten nach Mitteleuropäischer Zeit daselbst gegen die jetzige Ortszeit abweichen.
*» Die angekündigte Zauber-Soirüe des Herrn Ko bi tzk^ findet Freitag Abend im Saale des Cafs Leib statt. Ein reichhaltiges Programm läßt für die Besucher einen amüsanten Abend erwarten. Es findet nur diese eine Vorstellung statt.
** Die schon mitgetheilte Ausstellung des Eoloffal-GemäldeS von Prof. Luskina, „der Strike der Arbeiter" hat heute in den Hinteren Räumen des Kaiser-Panoramas, Bahnhofstraße 23, begonnen. Wtr machen nochmals darauf aufmerk-am, daß das Coloffal»Gemä(-e nur eine kurze Zeit zu sehen ist, da dasselbe von hier nach Chicago übersiedelt. Die „Wiener Nene Freie Preffe" schreibt über daS Gemälde Folgendes: LuSkinaS „Strike der Arbeiter" erregt in allen Streifen die größte Aufmerksamkeit. Es ist eine Szene von dramatischer Wucht und mit großer Kraft dargestellt. Der Aufbau der Cornposition ist so gelungen wie die Zeichnung. Die Personen sind scharf individualisirt, das Colorit voll Sättigung. Luskina steht offenbar unter der Einwirkung MatjkoS', dessen begabtester Schüler er gewesen ist.
♦♦ Offene Stellen für Militäranwärter. Im Bezirk des 11. Armee-Corps: Schreiber bei der Herzog!. AmtS- einnahme in Meiningen, 1000 Mk. jährlich. Postschaffner beim Kaiser!. Postamt in Meschede, 900 Mk. AnfangSgehalt und 72 Mk. WohnungSgeldznschuß. Postschaffner beim Kaiscrl. Postamt in Siegen, 900 Mk. AnfangSgehalt und 144 Mk. Wohnungsgeldzuschuß —Im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division: Bahnwärter bei den Oberhessischeu Eisenbahnen, Direktion der Oberhessischeu Eisenbahnen in Gießen, 664 Mk. Gefangenwärter am Gefängniß in Darmstadt bei der Großh. Ober-Staatsanwaltschaft in Darmstadt, eine Remuneration von 1000 Mk. Schaffner bei der Direktion der Main-Ncckarbahn, Gehalt im Höchstbetrage von 1298 Mk. pro Jahr, freie Dienstkleidung und gesetzliche Fahrgebühren.
** Arbeiterzug auf ben Oberheff. Eisenbahnen. Wir brachten jüngst die Nachricht, daß mit Beginn deS Sommerfahr- p l a n s auf der Strecke Gießen-Fulda der Oberheff. Eisenbahnen ein zwischen Großen-Buseck und Gießen verkehrender Arbeiterzug eingelegt werden wird, der schon vor 6 Uhr Früh (Ortszeit) hier in Gießen eimrifft. Wir können diese Nachricht heute dahin ergänzen, daß dieser Arbeiterzug, der um 5 Uhr 50 Min. (Mitteleuropäische Zeit) von Grohen- Buscck abgeht, schon vom 1. April an gefah,en werden soll- rind ist dies Entgegenkommen der Bahnverwaltung, welches namentlich den zahlreichen Bauhandwerkern aus dem Busecker- Thale zu gut kommt, gewiß dankbar anzuerkennen.
♦* Die Abstempelung von Retourbillets mit dreitägiger Giltigkeitsdauer vor Antritt der Rückfahrt fällt in Zukunft fort. Damit schwindet eine vielfach zu unliebsamen Verzögerungen führende Erschwerung deS Verkehrs.
7 Lich, 13. März. In der Jhring'schen Brauerei dahier fiel dieser Tage der Brauer Textor so unglücklich, daß er das eine Bein zweimal brach.
§ Ermenrod, 14. März. Der hiesige Landwirth und Kirchenvorstand I o h a n n e ö R u p P c r t IV. und seine Ehefrau Anna Dorothea feierten im Kreise ihrer 5 Kinder und 11 Enkel daS Fest der „goldenen Hochzeit". DaS im 74. bzw. 72. Lebensjahre befindliche Jubelpaar erfreut sich noch einer besonderen geistigen und körperlichen Rüstigkeit und Frische. Mägen diese ihm lange noch erhalten bleiben!
Cnetfborn, 14. März Die hiesigen Schulen sind I bereits wegen Scharlach und Diphtherie, welche stark I unter den Kindern herrschen, 14 Tage lang geschlossen. Noch
an dreißig Kinder sind von einer oder beiden Krankheitew zugleich befallen.
Bad Rauher«, 14. März. Der Gauturutag, der am Sonntag in Gießen tagte, hat beschlossen, daS diesjährige Gau turn fest am 25. Juni hier abzuhalten. DaS eigentliche Turn» und Volksfest wird voraussichtlich am Nachmittag deS genannten TageS im Hochwald, daS Abendfest in der neu« erbauten Turnhalle abgehalten. Die Gauturnfahrt wird am 28. Mai nach Lollar unternommen.
nn. Darmstadt, 15. März. Zweite Kammer der Stände. Nach einer kurzen Pause nahm heute cie Zweite Kammer der Stände ihre Berhandlungcn wieder auf. Nach Verkündigung einer Anzahl von neuen Einläufen, Be» richtSanzeigen und Recommunieationen der Ersten Kammer, welche morgen zur Erledigung gebracht werden, tritt bte Kammer in die Berathung der RegierungS-vorlage über Bewilligung von 172000 Mk. für Beschaffung von Mobiliar- und E i n r i ch t u n g S» G e g en st a n d e n für die Zellenstrafanstalt Butzbach ein, und beschließt ferner, daß zur Deckung der hierzu erforderlichen Mittel eine Anleihe, zu 3»/, ®/0 verzinslich, ausgenommen werde. Der Ausschuß beantragt hier den Strich von 3200 Mk., im Uebrigen Genehmigung der angeforderten Summe und der ll^procentigen Anleihe. Die Kammer be- schließt einstimmig in diesem Sinne. — Ferner genehmigt die Kammer den Betrag von 12040 Mk. zum Zweck der Fertigstellung von baulichen Herrichtungen bei dem Gefängniß zu Darmstadt und dem Haftlocal zu Oppenheim, sowie den Betrag von 106000 Mk. zum Bau eines Krankenhauses und Herstellung einer Einfriedigungsmauer bei dem Arbeitshaus zu Dieburg der Regierung zur Versügung zu stellen. Sine Vorstellung einer Anzahl älterer Gericht» fchreiber, hier die Berechnung ihrer Bordienstzeit als ver- pflichtete ActuariatSpräsidenten bei einer evenk. Pension,rung betreffend, genehmigt die Kammer dahingehend, daß denjenigen Gerichtsschreibern, welche nach dem l.Mai 1862 auf das Protokoll verpflichtet wurden, vom Tage ihrer Verpflichtung ab, für diejenigen, welche vor dem 1. Mai ihr Staatsexamen gemacht haben und auf da» Protokoll verpflichtet worden sind, die Zeit nach der Verpflichtung angerechnet werden soll. Im Uebrigen wird die Vorstellung für erledigt erklärt. — Die Vorlage der Re- gierung wegen Erbauung einer Brücke über den Rhein bei WormS wird auf Antrag des Abg. Reinhardt von der Tagesordnung abgelebt; deSgl. der Antrag der Abgeordneten Berg st räßer und Genoffen auf Ein» führung eines Gesetzes wegen Feuerbestattung. — Für die Regulierung des Neckars genehmigt daS HauS auf Antrag des Abg. Br e im er den Betrag von 37 500 Mk. und be» schließt, Großh. Regierung zu ersuchen, Veriuche^mit der Anpflanzung von Preißelbeeren auf geeignete Orte der Domauial- und Communalwaldungen veranlaffen zu wollen. — Ein Antrag deö Abg. Schönberger auf Gewährung von Entschädigungen der an der Geländestellung für dieNeben bahn Reinheim-ReichelSheirn beteiligten Gemeinden wird, nachdem Finanzminister Weber die Unmöglichkeit dieses Ansinnens nachgewiefen, mit allen gegen zwei Stimmen abgelehnt, dagegen wurde für den Bau einer Nebenba u von Station Bickenbach nach Jugenheim und Seeheim unter Berücksichtigung von Alsbach und trotz des Widerspruch» der Abgeordneten von Oberheffen und Rheinheffcn mit allen gegen zwölf Stimmen der Betrag von 380000 Mk. genehmigt. Hiermit ist die Tagesordnung erledigt. Morgen früh 9 Uhr Sitzung.
△ Mainz. 15. März. Der Ausschuß deS landwirth- schaftlichen Vereins von Nheinheffen hat in Bezug auf die am 25. März hier naikfiudende Versammlung de» „Bunde» deutscher Landwirthe" beschloffen, daß als Vertreter de» landwirthschaftlichen Verein« von Rheinhessen aus lebem VereinSbezirke ein Vertreter zu der Versammlung belegirt werden soll.
△ Mainz, 15. März. Die definitive Abrechnung der Narrhalla über die diesjährige C a r n eva l s f a is o n liegt nunmehr vor. Danach belaufen sich etafchließlich de» Ueber» trag» von 5000 Mk. au8 dem Vorjahre die Einnahmen auf 79,500 M., welchen Ausgaben von 80,300 M. gegenüberstehen, so daß sich ein Deficit von ca. 800 Mk. ergiebl, dessen Deckung die Comitvmitglieder auS eigenen Mitteln übernommen habeii Etwa ein Drittel aller Ausgaben, nämlich 27,000 Mk. hat der FastnachtSmonkagszug bcanfprudjt, für welchen verschiedene GeschäsiSleuie für Cie eiligen die miet- Hörtesten Forderungen gestellt haben. Mit :»iii.ksicht ~auf diese Ucbervonheilung hat daS CarnevalSeomit» beschloffen, der Schaffung einer Organisation näher zu treten, durch welche die Derhältn'ffe deS CarnevalvereinS confoliblru und der FastnachtmontagSzug dauernd gesichert wird.
Vcrmifdytc».
• München, 15. März. In einem WirthShaufe tn Salmdorf wurde gestern Abend ein Bur fche verhaftet, welcher dcS verübten Verbrechens dringend verdächtig ist. DaS Signalement stimmt zu dem Burschen, welcher tn der Nacht deS Verbrechen», eilig von Salmdorf kommend, durch Feldkirchen marfchirte, dort beobachtet wurde. Er will für ein hiesiges Geschäft Strohemkäuse gemacht haben. Nach der Angabe von Verwandten dürfte der Mörder nur die spar- kaffe der Töchter mit ca. 50 Mark mitgenommen haben. Die angebliche Verhaftung dreier Schneider bestätigt sich mcht.
• Metz, 12. Marz. Gestern Abend ertranken zwei junge Leute 'von 16 und 18 Jahren am Wadrinauwehr. Da» letzte hohe Waffer hatte dte RettungSschnur mit der Warnungstafel weggeriffen- so kamen die beiden dem Wehr zu nahe und stürzten hinab. Der eine der Verunglückten war Prt- mann der hiesigen Realschule. Er gewann durch Schwimmen festen Grund. Al» er aber seinen Freund mit den Welle»


