Ausgabe 
12.11.1893 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

mittellos nach Hause, um seinem Weben durch eine Kugel ein Ende zu machen. Da wird Bruno curirt, er will wiederum zu seinem Handwerk greifen und erobert sich so die Braut von seinem Freunde zurück. So der Gang der Handlung. Schon diese kurze Skizze läßt ahnen, daß manches Elgenthllmliche, nicht leicht Erklärliche daran ist. Besser noch zeigt sich die- beim Betrachten der Einzelheiten. Sv z. B. im dritten Acte, wie kommt Wolfgangs Frau, die- einfältige, beschränkte, dabei demüthige und gutherzige Wesen dazu, plötzlich ihre Schwiegermutter so furchtbar anzu­klagen, obwohl sie doch bei ihr zu Gaste ist und Wohlthaten von ihr empfängt? Ferner ist z. B. der Wechsel im Character Brunos ein allzu rascher und intensiver, eben ist er noch der auf seine Kunst maßlos eingebildete Schwärmer und in bet nächsten Minute der nilchterne Verstandesmensch, der sich sogar dazu berufen slthlt, Anderen Moral zu predigen- da« sind wohl Mängel, ihnen stehen jedoch große Vorzüge gegenüber, vor allem ist die Handlung in den drei ersten Acten überaus fesselnd, die Sprache frisch, das Ganze packend und den Zuschauer mächtig hinreißend. Hier hätte der Dichter Schluß machen sollen, der vierte Act hinkt hinten nach und trägt eigentlich zum Erfolge des Ganzen wenig bei. Die Wiedergabe de» Stücke» legte wiederum Zeugnis; dafür ab, daß cfl Herrn Director Reiner- gelungen lst, ein Ensemble zu engagieren, das selbst weit­gehenden künstlerischen Anforderungen entspricht und ihnen vollauf gewachsen ist. Wir begnügen un- heute damit, zu constatiren, daß im Allgemeinen recht gut gespielt wurde und verspüren uns die Kritik der einzelnen Leistungen auf eine Wiederholung des Stücke-, die wir Im Interesse der Direktion und des Publikum» gerne wünschen milchten.

** Die Leipziger Kontert- und «oupletSänger gefreit'in Steins Garten" heute (Samstag) und morgen Sonntag Abend zwei Eoncerte, auf welche Alle, welche ein paar vergnügte Stunden im Kreise der guten Komik und dc» Humor» verleben wollen aufmerksam gemacht seien. Ganz besonder» kann der Famtlienbesnch wegen de» becenteii Programms empfohlen werben. (S. Inserat.)

* Ein Besuch ber Blumen Ausstellung (speziell Chrytmn- thomuin) in ber Turnhalle an ber Rorbanlage, arrangirt von Herrn Kunst« und HanbelSgärtner Louis Becker, bürste unseren Lesern sehr zu cmpsehlen sein. Die Turn­halle eignet sich ganz vorzüglich für eine solche Ausstellung. Im Halbkreis bllbeii die blühenden Pflanzen, gedeckt dnrch einen sehr vorthellhasten Hintergrund von Palmen und Lor beerbäumen, einen geradezu entzückenden Anblick. In der Mitte der Halle ist ein hübscher Springbrunnen angebracht, welcher ebenfalls von einer Pflanzengruppe umgeben ist und dem Ganzen einen wvhlihuenden Anblick verleiht. Rehmen tvir dazu, daß in diesem Pflanzengarten noch unsere Regiment»- mnsik heute Samötag und morgenSonniag Nachmittag concertirl, Io glauben wir allen Besuchern an diesen beiden Tagen ein paar heitere gemilthliche Stunden versprechen zu dürfen. Freunde von Chrysanthcmum-Pflanzen, welche vielleicht eingehender diese hübschen Pflanzen besichtigen wollen, sei der Besuch am Sonntag Morgen von 9 Uhr an empfohlen.

** Postpersonalnachrichten. Versetzt sind: der Postmeister R o h d I e S von Kahla nach Büdingen, sowie die Postassistenten Baum von Worin» nach Darmstadt und Schäfer von Grtinbcrg (Hessen) nach Alsfeld. Der Postassistent Hof in Darmstadt ist zum Ober-Postassistenteu und der Telegraphen­assistent Brenner in Groß-Zimmern zum Postverwalter ernannt worden. Der Postvcrwalter Christ in Nierstein und der Postverwalter a. D. Schuchmann in Großfriefreraii sind gestorben.

* * Kirchliche Dienstnachrichten. Dem evangelischen Pfarrer A b o l f C l o tz in Altenschlirf würbe ble erledigte evan­gelische Psarrstelle zu Wallernhausen im Decanat Nidda Übertragen.

nnd schmachtender Weise dar. Mit dieser Tactik hatte ber Pfiffige, so sehr ihn auch bie Kameraben Anfangs verspotteten, doch des Richtige getroffen. Da» arme Mädchen, das sich ihrer flotten Verehrer in der Thal manchmal kaum zu erwehren vermochte, schien bald für den gesetzten, stattlichen Sergeanten eine gewlsie Vorliebe zu empfinden.

Eine» Nachmittag» kommt Brodbentel in die den Chargirten der Compagnie referbirtc Laube und bemerkt, daß Minna Mühe hat, sich von den etwas handgreiflichen Huldigungen zu schützen. Mit beiden Händen langt er über ihre Schnltern, nm den einen Zudringlichen zurückzustoßen. Minna aber erblickt in dieser edlen Absicht nur einen neuen hinterlistigen thätllchen Angriff, dreht sich wie ber Blitz um, ohne den Angreifer weiter anzufehen und klatsch auf Brod- deutel- rechter Wange flammt eine scharf abgegrenzte Röthe auf.

«Paa krow I flucht Brobbeutel,wollt' ich boch man bloS helfen, bummer Ding."

Dann geht er stolzen Schrilles davon. Minna, welche mm den Sachverhalt begreift, bricht in ein erbärmliche- Schluchzen aus. Die anderen Unteroffiziere drücken sich so schleunigst al» möglich ebenfalls, nur der Einjährige Stock bleibt zurück, ein etwas windiges Berliner Kind.

Herr des Himmel», da» ist eine schreckliche Geschichte", sagt der und legt sein durchtriebene» Gesicht in die betrübteslen Falten,da» geht ihm ja an» Leben" und nun erzählt er weiter, baß eine Ohrfeige, selbst von hübscher Mädchen« band, einen Königlich Preußischen Unterosfizier auf immer entehre, daß ein Unterosfizier ohne Ehre aber nicht leben könne usw. er wolle nicht gerabe schwören, aber seinen Kops verwette er boch, ber Sergeant schieße sich au» ver­letztem Ehrgefühl tobt so eine Patrone reingesteckt, ben Kolben aus ble Erbe gestellt, mit ber Fußspitze abgedrllckt parbautz!

Minna schreit laut aus unb hält sich mit beiden Händen die Ohren zu, al» höre sie den Schuß bereits knallen. Sonst boch nicht gerade einfältig ober leichtgläubig, hat ber Schreck

Patent Srtheilaag. Pneumatische Windlade für Orgeln: H- Dietz unb C. Nicolaus in Lich, vom 16. November 1892 ab.

* * Die Oeatrumspartei ii Hessen will sich, nach einem Ausschreiben an ihre GesinnungSgenosien, unter einem Lande»« comit6 unb acht Bezirks-Ausschüssen, letztere entsprechenb ben Reichstagswahlkreisen, organisiren. Sitz bet Organisation soll Mainz sein. Dem LandeScornitä soll auch bie CentrnmS- fraction be» Landtag» angehören.

* * Mund zu, durch die Nase athmen! Da» ist angesichts der Winterstllrme, namentlich aus Nord-Ost, wieder eine zeit­gemäße Mahnung, die im Sinne der Erhaltung der Gesund­heit, bezw. zur Vermeidung oft folgenschwerer Erkrankungen nicht genug beherzigt werden kann.

Mahnung zur Vorsicht. An» dem Kreise Gießen, 9. November, wird derDarmst. Ztg." geschrieben: In vielen Orten unserer Gegend erschien vor einiger Zeit ein Reisender unb offcrlrie namentlich ben Gastwirthen auf dem Lande seine ungarischen Rothweine, ble in Kisten von verschiebener Größe versanbt würben. Da bie Flasche aus kaum 65 Pfennige zu stehen kam, währenb nach Angabe de» Reisenben solche zu 1 Mark gut verkauft werben könne, also ein gute» Geschäft zu macken sei, ließen sich auch viele Wirthe überreden, Abnehmer für vorläufig 1 Kiste zu sein, zumal ber betreffend Herr versicherte, daß ber Wein auch z»> mediclnischen Zwecken verwenbet fei unb von vielen Aerzten den Kranken empfohlen würbe. In biefen Tagen sinb nun bie bestellten Kisten angekommen. Doch wer beschreibt baS Erstaunen ber Empfänger, al» beim Oeffnen bersclden lauter kleine Fläschchen mit kaum */< Liter Inhalt zum Vor­schein kamen, für bie sich wohl schwerlich bei unseren Land- bewohnern Käufer sinben bürsten. Wie wir hören, beab­sichtigen einige der Wirthe gegen die betreffende Firma, bezw. ihren Reisenden gerichtliche Klage zu erheben.

** Der toetreibemartt. Die gebrückte Stimmung int Getreibegeschäft dauert im Allgemeinen noch fort, an ben meisten Plätzen macht sich eine vcrflauenbe Tenbenz fort­gesetzt geltenb. Zwar hat sich bie Zeitungönachricht, wonach der bentsch - rttssischc Handelsvertrag in seinen wesentlichsten Punkten bereits zu einem bcfrlebigenben Abschluß gelangt sein sollte, einstweilen als uiibegrllnbct heranSgestellt, immerhin trug das Gerücht mit das feinige zur Verstauung de» ein- hetmifchen Getreidemarkte» bei. Ferner drückten aus denselben auch die ungünstigen Meldungen vom amerikanischen Markte, so daß Weizen allenthalben nachgab, anch Roggen mußte bei allerdings etwa» leibhafteren Umsätzen meisten» billiger ver kaust werden. Ebenso wich Hafer, da namentlich die Hausse- fntcreffeiiteii mit ihren Realisationen fortfuhren. PreiS- notlrungcii an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 135 bi» 146 Mark, Roggen von 122 bi» 126 Mark, Hafer von 152 bi» 190 Mark, Gerste von 120 bis 187 Mark.

Eichenrod, 10. November. Der langjährige Bürger meister unserer Gentelnde, Herr Joh. Hansel, nnd Frau feierten am 26. October den goldenen Hochzeitstag. Auf Beider Wunsch war von einer größeren Feier abgesehen worden. Nur die Familie und einige nahestehende Freunde hatten sich rlitgefunbcit. In ihrer Namen sprach Herr Pfarrer Schulte au» Engelrod, der daraus hinwle», wie trotzdem die ganze Gemeinde an diesem Jubelfeste Aut heil nähme. Einen besonderen Reiz erhielt die Feier dadurch, daß einer der beiden Trauzeugen der ersten Hochzeit sie mit begehen konnte. Gewiß ein seltenes Ercignlß!

Friedberg, 10. November. Unsere Stadt hat zwar viele Vereine einzelne Einwohner sinb Mitglied von 45 Vereinen aber einen Beamtenverein boch noch nicht. Dem Vernehmen nach wird nunmehr hier auch ein Beamten- Verein ztt Stande kommen. Demselben sollen alle Staat»-

ilbcr ble rasche That, bie mahnenbe Stimme ihre» schon er­wachten zärtlicheren Gefühls, sie doch für den Augenblick geradezu unzurechnungsfähig gemacht, und Stock kann sich mit dem erhebenden Bewußtsein entfernen, diesmal wieder einen ausgezeichneten Witz loSgclasscn zu haben.

Eine halbe Stunde später läßt Brodbentel seine Corpora!- schast Qiitrctcn, um auf ben Appellplatz zu rücken. Der vorübergehenbe Hauptmann spricht einige Worte zu ihm, bann tritt ber Sergeant zurück, nimmt in ber Absicht, das Gewehr nochmals nachzusehen, bem Flügelmann bas (einige au» ber Hanb, öffnet ble Kammer, stellt cfl schräg zu ©oben unb beugt sich über bie Münbung, um burch ben Lauf zu gucken ba, wie eine Geistererscheinung, schwingt sich eine weib­liche Gestalt über ble Hecke, entreißt ihm baß Gewehr, schleudert cfl zehn Schritte zur Seite, umklammert ihn 'mit beiden Armen unb schluchzt unb stammelt:Nicht tobtschießen, nicht tobtschießen!"

Der Hauptmann sieht in einer Entfernung von fünf Metern zu Tableau!

Unb wafl würbe baraufl, nachbem Alles aufgeklärt? Der Compagniechef lachte, Minna lächelte unter Thronen unb verreiste, Brobbeutel schmunzelte:Famoste Mädel bafl!" verbat sich aber mit energischer Betonung jede Neckerei und ber Einjährige Stock würbe im schwarzen Buche beS Felbwebels mit brcl Straswacken bebacht.

Als Brodbentel bald nach dem Manöver Vlceseldwebel wurde, empfand er bafl lebhafte verlangen, nach dem einstigen Standquartier auf Urlaub zu fahren. Alfl glücklicher Bräutigam kam er zurück.

Heute ist er schon lange glücklich verheirathet unb bei ber Steuer angestellt. Unb wenn man ihn an ,bafl Brod beutel" erinnert, schmunzelt er unb sagt:War ein schöner Zeit, Männeken, mit nm schönsten, wie ich hab' Ohrfeige gekriegt von kleines Mädchen. Bin noch immer sehr froh darüber unb Minna ooch, wat meetten Sie wohl, alte» Kamerab?!"

<tr:r -U UliSbla

I. p

bere rein

sei auch eine genaue Angabe ber Activen unb Passiven unmöglich, er schätze indessen bie Gesammisumme der

Becherform, münzen unb Alzey, Hessens tritt

ar voransch o® 13. d. M. c

?cr Worauf y vom 15. flovem l'viyro aui W-n s

Großhi

*p 'irkauf

F- SO]

in Römerform, 350 Becher in Humpen- elcr 200 goldene Gedenkmünzen, 500 silberne Geber! 200 goldene Damenuhren.

Dcrtn^cbtc*.

Frankfurt a. M., 10. November. Die bekannte hiefi-e Bankfirma B. H. Goldschmidt, deren einer Inhaber ber Schwiegersohn de» Freiherrn Willy v. Rothschild ist, ligr- bitt am 1. Januar. Die Nachricht rief an der heutigen Börse große Sensation hervor.

Frankfurt, 8. November. Ein Metzgerbursche zog sich eine Blutvergiftung zu, so daß ihm ein Arm amputirt werden mußte. Der Verunglückte, welchen sein Meister gegen Unfälle aller Art versichert hat, erhält eine Iahresrente von 1000 Mk. für ben Verlust de» Arme»

* Frankfurt, 8. November. Im Zoologischen Hartei geht bie Direction mit der Absicht um, ble Elcphantin B ehe burch einen Schuß mit bem Gewehr 88 von ihrem Leiber zu befreien. '

Mh. Raffel, 10. November. Co n cur» Pfeiffer unb Hartdegen. In bem heutigen ersten Termin in ber -on- curflsache über bafl Vermögen der Bankfirma Pscistn & Han begen hlerseldst wurden die Forderungen der Gläubiger an gemeldet. Der ConcurSverwalter, Herr Rechtflanwalt Dr. tunt Arnthal, erklärte bei dieser Gelegenheit, wie berlauttt, daß bifl zur Stunde sich noch fein genauer Ueberbltf über ben Staub der Concurflmaffe gewinnen laffe, inlbcfon-

trynneifttrti^unai Dorf.Gill, s Groh

B«

' Voranschl -l vom H. d. Ml». ,fr W (himdit nlh Wer Ifbaufei ßrofiljery

Mainz, 9. November. Der Centralausschuß für hi elfte deutsche BunbeSschießen hat deschloffen, » Prämien für bas Schützenfest morgen ausznschreiba 800 Becher i ~

8. November. Wie in anderen Orten Rhe» auch in hiesiger Stadt wieder bie Influenza auf. In verschiebenen Häusern sinb ganze Familien erkrankt.

n*n* 1, ^brtflian «moto, - . gonntaj

Wtate? ääSW

iwXTu»«' <l#l

Hinrich Q ffetabl

Passiven auf etroä 700 000 bi» 800000 Mk., während btt Gcsammtsumme der Activen sich schätzungsweise auf nominell 300000 bi- 400000 Mk. bestimmen lasse. Von biefei Activen seien jedoch nur annähernd 16 000 Mk. eindringlich Da die sallite Firma in letzterer Zeit vorwiegend das Sp» culationSgeschüft an der Börse cultivirte, so rühren diese Außen- stände vorwiegend au» Ultimogeschäften von Privatperson« her, die sich, nach den bekannt gewordenen Einzelheiten, wt über ihre Kräfte zum Thell engagirten, so daß diese Forde» rungeii nicht elnzudringen sein werden. Von den auswärtig» Bankiers, bie mit Pfeiffer & Hartdegen in Geschäft-verbim düng gestanden haben, sind einige ungedeckt nur mit gering« Summen beteiligt; die einzige größere Firma, die stärket beteiligt ist, ein Bankinstitut in Berlin, ist als vollständig unb sicher gebcckt anzusehen und zwar burch hinreichend y gebeut Depot» von Wcrthpapieren. Die Hauptbetheilißtei sinb Verwandle ber beiden Firmeninhaber, von denen einzelm allerdings größere Summen vorauflsichtlich vollständig ver­lieren werben; ferner sinb eine Anzahl kleinerer Capiwliim tu Mitleidenschaft gezogen, so baß für unseren Platz W Fallissement weitere Folgen nicht haben wirb.

Hannover, 9.November. Die Beerdigung v.Meyet'«^ hat gestern Nachmittag in aller Stille auf dem Stä^ Friedhöfe ftattgefunben. Der Sarg war vom (ScfM6^ au» schon vorgestern nach der Leichenhalle gebracht uni ton auf gebahrt worden. Die Wittwe und deren hochbnagte Mutter waren die Einzigen, welche dem Verstorbenen da» Geleit gaben.

Äffen a. N. Ruhr, 10. November. Der Raubmörder Ucbclgünne, ber am 27. Februar ben Hänbler Grüne- bäum au» Herbede bei Sprockhövel crmorbetc unb beraubte, wurde heute hingerichtet.

Schneibemühl, 9. November. Die Bohrungen a« Brunnen gehen nur langsam vorwärts, weil Brunnenmacher Beyer auf etwa hundert Centncr Schienen gestoßen ist, welch« im Juni bei dem plötzlichen Sinken des Brunnen» mit ver­sunken sind. Btyer wird versuchen, die Schienen zu Hede», n* bann den Ausfluß zu stopsen. Bis jetzt sind 104000 Ht- Unterstützungsgelder eingegangen.

Ein Haubmärber all Wiflianenerbe. Joseph Sd^n» mann, der sich im Gcsängniß von Ferrara befindet «

unb städtische Beamten, sowie Lehrer freizutrden berechtigt sei, E» wirb diesen Beamten in der nächsten Zeit bitr. Gelegenheit gegeben werden.

Friedberg, 10. November. Unsere Herberge wurde durch ein schöne» Geschenk erfreut. Auf Anregung vo» Fräulein Luft in Ostbeim, welche die Bewohner Oft betet um Gaben für unsere Anstalt gebeten hatte, wurde un» 68t dieser Gemeinde auf einem zweifpännigen Wagen eine gro6< Menge von Kartoffeln und Gemüse überfanbt.

Mainz, 10. November. Eine heute Abenb aus An. anlaffung ber hiesigen Handelskammer zur Besprcchuvq be» Wcinsteuergesetzentwurfefl einberufene fammlung ber Wein Interessenten au» dem diesseitigen Handelflkammerbezirk war von circa 150 Personen besuch:. Unter den Erschienenen war ber größte Thcil ber hieben Weinhändler unb bie bebeutendsten Producenten ber Umgege^. Die Versammlung, in welcher ber Geh. CommerziWggg @t. (S. Michel den Vorsitz führte, nahm einstimmig e* Resolution an, burch welche sie sich bem von ber Mat^, Hanbclskammer gegen bafl Weinsteuergesetz eingcnommeaer Stanbpunkte vollständig anschließt unb sich gegen jede Ky der Besteuerung defl Weine» au»spricht. Unter ben Red«, in ber Versammlung war auch der frühere Oberlanbe»gErichu. Präsident Görz, ber in seiner Eigenschaft als iangjähriga Besitzer eine« großen Weingutes an ber Hanb ber von itv gemachten Erfahrungen ausführte, baß da» Gesetz in hr vorgeschlagenen Form zum sicheren Ruin be» ganzen Le,» baue» sühren müsse. Daß bafl Gleiche mit bem Wcinhaak geschehen würbe, wurde von verschiedenen Seiten in der Bn fammlung dc» Eingehenden erörtert.

II;

K % Ä- tei- tsST*?-

11V !t > fprrrti «su*

Cd*: 31. fr dm Mfrr,

I ri MKv-

j iManpnwädcr

Äb ? .1XI rtwl edler, Ulna liftr ein öebn, L«rm \ir.nrt urtnri« flaut

loicmba: 3. fti fir'rau oon Idtrtw 5 ' jrl Seorg Staun, B.iun ta^lrr. 7. Pal 1 Kboli Ärämer, 56 3 t»eib.M3a6n all, 1 tlii» 3* 3«5rr all,