— Theater. „Die zärtlichen Verwandten/' Lustspiel in drei Acten von Roderich Benedix. Wenn irgendwo, so ist eS Benedix in dem gestern Abend aufgeführten Lustspiel gelungen, Lurch einen Griff ins volle Menschenleben und eine Fülle nicht nur unendlich wahrer, sondern auch vorzüglich durchgeführter Lharactere vor Augen zu führen. Har es doch der Autor verstanden, die Typen fast aller der Persönlichkeiten, die irgendwie in das Gebiet Comödie gehören, hier in einem einzigen Stücke harmonisch zu vereinigen. So begegnen wir neben der heirathslustigen alten Jungfer dem verrückten, männerhaffenden Blaustrumpf, der eingebildeten Mutter und laat not least dem faden Gigerl. Ja noch mehr, um nämlich den Effekt noch zu steigern, führt der Autor neben diefen komischen Figuren die edelsten und anziehendsten Eharactere handelnd ein. So z. B. ein trefflich gezeichnetes Freundepaar, einen in seinem Berufe ausgehenden Arzt, einen treu ergebenen Diener u. s. w., letztere gerade sorgen dafür, daß der dem Benedix schen Lustspiel characteristische erhabene Ton, der eS nie zur Poffe herabsinken läßt, erhalten bleibt. Fast möchte man sagen, der Verfasser Hal über der Zeichnung der Personen die Handlung vernachläffigt. Spielt schon das Ganze nur in einem und demselben Hause, und sogar in einem und demselben Locale, so ist natürlicher Weise auch die auf diesen engen Raum beschränkte dramatische Entwickelung eben keine sehr reiche. Doch derartige Erwägungen laffen die sonstigen Vorzüge des Stückes kaum aufkommen. — Bei der Wiedergabe am gestrigen Abend hatten wir Gelegenheit, dem Talente des Herrn William Büller von Neuem unsere Bewunderung zu zollen. Mit großartiger Feinheit wußte er den blasirten faden Gecken Schummrich zu characterisiren. Sich jeder Uebertreibung und Effecthascherei enthaltend, zeigte er trotzdem in jeder Bewegung und besonders in seinem vorzüglichen Mienenspiel eine so zwerchfellerschütternde Komik, daß er das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hinriß, wenn er die Bühne betrat. Auch die Mitglieder unseres Ensembles thaten ihr Redlichstes zum Gelingen der Aufführung, die Damen Frl. Märker, Frau und Frl. Coppö gaben ein brillantes Trifolium ab, von dessen Zärtlichkeit allerdings wenig zu merken war. Recht graztös und frisch spielten Frau Dircctor ReinerS (Ottilie) und Frl. Kroll (Iduna). Auch Herr Marti enseu (Barnau), Herr Stückel (Wismar) und Herr Halpern (Offenburg) ließen nichts zu wünschen übrig. DaS Ensemblespiel zeigte manchmal bedenkliche Schwächen, noch ein „Pröbchen" hätte vielleicht nichts geschadet. — Die Vorstellung hatte ein ziemlich zahlreiches und recht dankbares Publikum gefunden, das nicht nur unserem geschätzten Gaste, sondern auch den einheimischen Künstlern deS Oefteren während des Abends warmen Beifall spendete.
— Das Kaiser-Panorama bietet für nächste Woche eine sehr interessante Reise, nämlich Egypten, das Land der Pyramiden, und ist besonders hervorzuheben Alexandrien, Kairo, die liebliche Nilinsel Philae, die großen Pyramiden von Gizeh, WUstenbilder, Palmenwälder, Nadel der Cleopatra rc. rc. Da die Ansichten naturwahr und von schöner Perspective sind, so ist ein Besuch zu dieser Serie sehr zu empfehlen.
— Für Chicago. Einen in gewisser Hinsicht interessanten Thcil der Ausstellung in Chicago werden die Gegenstände bilden, welche eben in der hiesigen Universitätsaula ausgestellt sind. So ziemlich Alles auf die Hochschule bezügliche ist ausgestellt, Drucksachen, wie Diplome, Dissertationen, Festschriften, Rectoratsreden, Ludwigs-Programme u. f. w. Auch Gegenstände für den äußerlich studentischen Gebrauch, Paukzeug, Corpsmützen und Bänder, Photographieen u. s. w. sind ausgestellt.
— Wir erhielten nachstehende Mittheilung: Aus dem hiesigen Schützcnverein heraus hat sich vor einigen Tagen eine Zimmerstutzea-Wesellschaft gegründet, die an jedem Montag von 5 Uhr ab im Schützenhauö ihre Schießabende abhält. ES ist hier also Gelegenheit geboten, sich auch im Winter in der Handhabung der Schußwaffen zu üben und kann Jedermann Mitglied werden, auch wenn er dem Schützenverein nicht angehört. Der monatliche Beitrag ist ein geringer und werden von der Gesellschaft den Mitgliedern die Zimmerstutzen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Hoffen wir, daß die Zahl der Mitglieder in Bälde eine recht große wird, zumal auch in geselliger Hinsicht den weittragendsten Ansprüchen Rechnung getragen werden wird.
— Gestohlen wurde bei dem Brande des chemischen Laboratoriums, wie wir erfahren, eine goldene Rem on- toiruhr im Werthc von über 300 Mk.
— Zu der am 4. April er. in Darmstadt im Gebäude der Technischen Hochschule beginnenden Prüfung für daö Finanzfach erster Kategorie meldeten sich bis jetzt 7 2 Examinanden.
1. Reiskirchen, 10. Februar. Seit einigen Tagen ist hier unter der Schuljugend Scharlach und DiphteritiS aufgetteten. — Der Lungsteinbruch im Schlteberg wurde von Herrn Mauermeister Winn in Gießen gepachtet. - Erfreu- licherweise bringt die hiesige Jagd der Gemeinde jährlich ungefähr 250 Mark mehr ein. Pächter ist Herr Mühlen- besttzer Ferd. Burk aus Gießen. Die schöne Sage deS Jagdgebietes, sowie deffen Wildreichthum, welcher aus den angrenzenden Waldungen stets Zuwachs erhält, berechtigen zu der Hoffnung, daß noch Nachgebote erfolgen.
§ Ober-chmen, 10. Februar. Die hiesigen Eheleute Konrad Kratz VII. feierten ihre „goldene Hochzeit" in seltener körperlicher und geistiger Frische im Streife ihrer Kinder, Enkel und nahen Verwandten. Möge dem noch allezeit rüstigen Ehepaar auch fernerhin Glück und Segen so h?ic seither beschiedcn sein.
Lauter, 10. Februar. Herr Bürgermeister Feldmann dahier beging am 7. d. MtS. sein 25jährigeS Dienst jubiläum. Die Einwohnerschaft brachte dem allgemein beliebten und verehrten Manne einen Fackelzug. Darauf
vereinte man sich zu einigen Stunden gemächlichen Beisammenseins und trennte sich mit dem Wunsche, daß eS dem Jubilar vergönnt sein möge, auch das 50 jährige Dienstjubiläum zu feiern.
Darmstadt, 10. Febr. Ministerialrath Baur, Chef deS Hessischen SteuerwesenS, ist heute Nacht nach 4tägigcm Krankenlager an einer Lungenentzündung gestorben.
Darmstadt, 10. Februar. Die heute hier zahlreich ver- sammelten Mitglieder deS LandeSauSschuffeS der deutsch- freisinnigen Partei für daS Großherzogthum Hessen beschlossen nach eingehender Debatte, die auch die diesjährigen Landtagswahlen und die Stellung der Gesinnungsgenossen im Falle einer Auflösung deS Reichstags zum Gegenstände hatte, die nachfolgende Resolution gegen die Milxtärvorlage. „Der heute versammelte LandeSauSschuß der deutsch-freisinnigen Partei für daS Großherzogthum Hessen erklärt sich bezüglich der Militärvorlage mit den Reichstagsabgeordneten der Partei darin vollständig einig, daß auS politischen, wirthschastlichen und finanziellen Gründen eine weitere Bewilligung militärischer Forderungen nur bann möglich ist, wenn gleichzeitig die zweijährige Dienstzeit gesetzlich eingeführt wird und nur insoweit, als diese Bewilligung nothwendig ist, um diese gesetzliche Dienstpflicht im Rahmen der dermaligen Präsenzstärke durchzuführen. Die Versammlung billigt demgemäß ausdrücklich die von den Abgeordneten der Partei eingenommene Haltung und spricht die Ueberzeuguug aus, daß alle freisinnigen Wähler des Großherzogthums diesen Standpunkt theilen."
△ Mainz, 10. Februar. Der nach Verübung großartiger Betrügereien von hier flüchtig gegangene BataillonS- schreibcr Werner vom 118. Jntanterie-Regiment hat sich nach einer hierher gelangten Mittheilung in der Nähe von Wiesbaden erschossen. Die Höhe der von Werner unterschlagenen Summe läßt sich noch nicht feststellen, doch wird dieselbe als sehr beträchtlich bezeichnet. — Anläßlich deS Rosenmontagzuges hat die Hessische Ludwigsbahn eine Reihe von Extrazügen eingelegt und werden solche am Morgen von Worms, Darmstadt, Frankfurt und Alzey hierher befördert werden. Am Abend wird je ein Extrazug von hier nach Frankfurt und Darmstadt befördert werden. Der Andrang zu den hiesigen carnevalistifcheu Festlichkeiten verspricht übrigens ein bedeutender zu werden und ist jetzt schon in sämmtlichen Hotels, an welchen der Carnevalszug vorübergeht, nicht mehr ein Zimmer zu haben.
Vermischtes.
* In einem Anfalle von Wahnsinn hat in der Montag-Nacht die Frau des Berliner Bäckermeisters Bohndorf, eine schauervolle That begangen, sie hat ihren zehn Jahre alten Sohn in seinem Bette erdrosselt! Neber diesen entsetzlichen Vorgang ist jetzt Folgendes festgestellt: Der Bäckermeister und Hauseigenthümer Bohndorf ist feit elf Jahren mit feiner jetzt vierzig Jahre alten zweiten Frau verheirathet. Aus der ersten Ehe stammen zwei Kinder, aus der zweiten der zehn Jahre alte Hans und ein Mädchen von acht Jahren. Die Familienverhältnisse waren sehr glückliche. Seit einiger Zeit zeigte Frau Bohndorf jedoch ein sehr erregtes Wesen, und ein hinzugezogener Arzt erklärte sie für hochgradig nervös. Während die Eheleute ein Hinterzimmer als Schlafraum benutzten, schlief Hans Bohndorf in einem an den Laden stoßenden Vorderzimmer. Die übrigen Kinder, die alle noch zu Haufe sind, schlafen in anderen Räumen. In der fraglichen Nacht verließ der Bäckermeister fein Bett und begab sich feiner Gewohnheit gemäß in die im Keller belcgenc Backstube. Als er gegen 3 Uhr in feine Schlafstube zurückkehrte, stand die Frau vor ihrem Bette in notdürftiger Bekleidung und erzählte ihm mit unheimlich blitzenden Augen: „Die bösen Geister waren hier, sie haben es mir eingegeben, und ich habe die That auch vollbracht." Bestürzt eilte Bohndorf in das Zimmer des Knaben. Er fand ihn als Leiche in seinem Bette liegend. Frau Bohndorf, die mit an daö Bett ihres Kindes getreten war, blieb völlig ruhig. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod deS Knaben feststellen. Schutzmänner nahmen die Irrsinnige, die sich über die Leiche des KindeS warf, sie küßte und die Worte: „Adieu, mein Hans!" auSrief, nach der Wache. Von hier aus wurde die Frau der Jrrenabtheilung der Charitee zugeführt. Der der Gattin und eines Kindes zugleich beraubte Bäckermeister Bohndorf ist der Verzweiflung nahe.
* Hirschberg, 8. Februar. Der Kreistag bewilligte 1000 Mk. als Prämien für getöbtete Kreuzottern. Im letzten Sommer sind im Kreise gegen 3500 Stück Kreuzottern getöbtet unb mit je 50 Pfg. bezahlt worben. Im nächsten Sommer soll bic Prämie auf nur 25 Pfg. herabgesetzt werden. «
* Um 20 Pfennig! Ein Bauer aus der Dilsgegend in Niederbayern hatte zwei Sandgruben, und der nächste Nachbar dieses Bauern hatte das Recht, auS einer Sandgrube sich eine gewisse Menge Sand zu holen. Nun geschah es aber, daß der Nachbar eine Fuhre Sand mehr nahm, als er berechtigt war. Als der Bauer dies erfuhr, ergrimmte er gleich, war er dem Nachbarn schon nicht recht grün. Ein Wort gab das andere unb am nächsten Tage ging man schon zum Gerichte. Richter, Advocat unb Schreiber kamen unb beschauten ben streitigen Ort, unb baß bieS nicht wenig kostete, kann sich Jeber denken. Vom Amtsgericht ging eS ans Landgericht unb bann gab man sich zufrieben. Beide hatten „gewonnen", b. h. derjenige, welcher bie Fuhre Sanb zu viel geholt hatte, mußte bicfelbe bezahlen, unb bie« machte die ungeheure Summe von 20 Psg. and. Der eine mußte Strafe zahlen wegen Beleidigung, und diesem kostete der Proceß 200 Mk., und dem andern 150 Mk., der Berger, die Lauferei, ArbeitSversäumniß unb Reisekosten gar nicht gerechnet. Und dies alle« um eine Fuhre Sand. —
♦ Gegenseitige Großmuth. Bayerische Blätter berichten auS Kelheim, 6. Februar. Ein GenSdarm erwischte jüngst, als bie Kälte noch arg unb bie Donau noch zuge- 'roren war, einen armen, zerfrorenen HanbwerkSburfchen, doch diesem war bie kalte Freiheit noch lieber als bie warme Gefangenschaft) deshalb nahm er in einem unbewachten Moment ReißauS, schnurstracks über die Donau — der kühne Wächter todeSverachtend nach. Aber well daS Glück den Lumpen holb, kam der Stromer hinüber unb der GenSbarm brach e*n. AIS das der Verfolgte merkte, fühlte er ein menschlich Rühren, kehrte um unb half seinem Verfolger heraus. Auch der GenSdarm spürte jetzt hinwiederum ein solch' menschlich Rühren und stellte seinem Retter vor, daß bei Anzeige dieser That eine sichere Belobigung erfolgen werde. Doch der HandwerkSbursche traute dem Landfrieden nicht und meinte, ihm sei eine sofortige Belohnung lieber, waS auch der Gerettete einsah, ihm zwei Mark schenkte unb ihn in Frieben entließ.
* Newyork, 10. Februar. Die Irrenanstalt in ber Nahe von Dover (New-Hamshire) ist burch eine Feuersbrunst zerstört worben, bei welcher 44 Insassen umS Leben kamen.
Arrszrrg a«s den Standesamtseegtftern
der Stadt Gießzen.
etofgebou.
Februar: 6. JuftuS Wetersheufer, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Braun zu Ronbauscn. 7. Dr. Paul Ferdinand Strohmann zu Berlin, mit Hedwig Rosenberg Hierselbst. 7. Heinrich Friedrich August Orthwein, Schutzmann zu Darmstadt, mit Marie Pvilippine Hermine Elle Hierselbst. 7. Salln Stern, Bäcker und Eonditor dahier, mit Sophie Mühlhausen hierleldst. 7. Dr. Nicolau« Andrea« Friedrich Joses Reinhart, Gerichls-Acc-sstst dahier, mit Ellle Henriette Sabine Görz zu Leoooldshall. 7. Joses Leonhard Kern, Braumeister dahier, mit Rosa Maria Mitterwallner zu LanbShat. 9. Ludwig Peter Kraft, Sattler zu Biedenkopf, mit Maria Größer Hierselbst. 10. Georg Wilhelm Heinrich Ritz, Feldwebel dahier, mit Sophia Magdalena Würtenberger zu Erbach L O. 11. Ernst Carl Lästert, Großh. Amtmann zu Friedberg, mit Mathilde Emilie Bertha Minna Buchner Hierselbst. 11. Gustav Wohlmulh, Kaufmann zu Berlin, mit Jenny Aron Hierselbst. 11. Ernst Meißner, Vicefeldwebel dahier, mit Emma Auguste Lina Rudolph hierselbst.
»beschließ «t«e«.
Februar: 4. Dr. Heinrich Martin Hermann Kratz, Großh. Polizei-Inipector zu Darmstadt, mit Johanna Christiana Emilie Marie Elisabeth HoUapfel hierselbst. 4. Heinrich Hartig, Schuhmacher dahier, mit Elisabetha Katharine Groh hierselbst. 5. Wilhelm Kipper, Maurer dahier, mit Emilie Bertram hierselbst.
Wrborfiu.
'Februar: 1. Dem Steinhauer Albert Lentz eine Tochter, Martha. 3. Dem Schlosser Heinrich Pfeuster ein Sohn. 8. Dem Schneidermeister Georg Wilhelm Loh ein Sohn, Johanne« Wilhelm H inrich. 7 Dem Kaufmann Friedrich Stooß ein Sohn. 9. Dem Kaufmann Heinrich Müller ein Sohn.
Gellordeire.
Februar: 4. Anna Ellladeth Möhl, 10 Monate alt, Tochter von Weißbinder und Lackirer Joseph Möhl II. dahier. 4. Georg Heim, 44 Jahre alt, Bremser bei der Köln-rechtsrheinischen Ellenbahn dahier. 4. Philipp Reinhardt, 35 Jahre alt, Telegraphenaufieher zu Wetzlar. 4. Luise Seibel, geb. Reuß, 65 Jahre alt, Wittw« von Materialoerwaller Christian Seibel dahier. 5. Ottilie Hilgärtner, 11 Monate alt, Tochter von Locomotivsührer bei dm Oberhessischen Eisenbahnen Karl Hilgärtner dahier. 5. Marie Jung, geb. RKolaus, 37 Jahre alt, Ehest au von Schneidermeister Balthaser Jung IL zu Watzenborn. 9. Elisabethe Katharine Klemmrath, geb. Schäfer, 86 Jahre alt, Wiitwe von Kutscher Johann Georg Klemmrath dahier. 9. Margarethe Abel, geb. Abel, 75 Jahre alt, Wittwe von Landwirth und Bierbrauer Joh. Gg. Abel zu Krofdorf. 9. Elisabethe Schneider geb. Jung, 61 Jahre alt, Ehefrau von Schuhmachermeifter Thoma« Schneider daher. 10. Friedrich Weber, 7 Monate alt, Sohn von Schreinermeister Friedrich Weber dahier.
.... --- ... '■■■«.
Auszug aus den Kirchenbüchern
Ver Stavt Giessen. Evangelische Gemeinde.
Getränte.
Matihäusgemeinde.
Den 8 Februar. Heinrich Hartig, Schuhmacher in Gießen und Elisabeth Ka'barine Groh, Tochter deS verstorbenen Ackermann« Heinrich Groh in Ulrichstein.
Markuü gemein de.
Den 10. Februar. Maurer Wilhelm K'vper tu Gi ß n und Emilie Bertram, Tochter des verstorbenen Schlossers WUhelm Bertram zu Gießen.
Luka«gemeinde.
Den 4. Februar Dr Hermann Kratz, Großh. Polizeiinspector zu Darmstadt unb Emilic Holzapfel, Tochter des Landgerichtsrath« Johanne« Holzapfel zu Gießen.
Getaufte.
Mattbäusgemeinde.
Den 5. Februar. Dem Architeeten Ludwig Seuling eine Tochter Frida Luis«' Marie geboren d-n 12 November 1892.
Denselben. Dem Kaufmann Fltedrtch Troxel ein Sohn, Karl Christian Hermann Emil F iedrich, geboren der« 22. Januar.
MarkuSgemeinde.
Den 5. Februar. Dem Hilssbremser Johanne« Braun eine Tochter, Elise, geboren den 22. Januar.
Dm 7. Februar. Eine außereheliche Tochter, Anna Luise, ge baren den 18. Januar.
Lukadgemeinde.
Den 5. Februar. Dem Brem er Kaspar Göbel ein Sohn, Ernst, geboren den 22. Decemder.
Denselben. Dem Hilisbremler Johann Peter Fackiner ein Sohn, August Heinrich Daniel Konrad, geboten den 28. December.
Johannesgemeinde.
Ten 5. Februar Dem Lackirer Georg Bellos ein Sohn, Friedrich Ludwig Carl Martin Wilhelm, geborm den 25. December 1892.
Dm 9. Februar. Ein außerehelicher Sohn, Loui« Albert, geboren den 21. Januar.
Beerdigte.
Matthäus gemeinde.
Dm 6. Febiuar. Georg Heim, Bremser, alt 42 Jahre, starb den 4. Februar.
MarkuSgemeinde.
Den 7. Februar. Luise Seibel, geb. Reuß, Sittwe von M» terialimverwalier Christian Seibel, alt 65 Jahre, starb den 4. Februar.
l*erf€tyr, Land- und Poltiu>iribjd)ajt
Gießen, 11. Februar. Marktbericht Aus dem heutigen ffioebemnarft kostete: Butter pr Md- X 0,90—1,00, Hühnereier per Stück 8-10 A. 2 Stück - A. Hft pr. St. 5-8 A. St&kmatte pt. St- 8 A. Erbsen pr Liter 24 A. Anim pr. Liter 30 A, tauben pt Baar X 0,70—IX», Hühner pr. Stück jl 1,00-1 20, Hahnen pr. 6t X 1,40-2,00, Enten pr. St X 1,70 bi« 2,00, Ochsevllellch pr. Md 68—72 A> Kuh, unb Rindfleisch pr. Psb. 50-56 A, Schweine»


