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Zur Herstellung einer Quellwaffer- leitung sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Submissions- wege in Accord gegeben werden. Voranschlag und Accordbedingungen liegen zur Einsichtnahme auf hiesiger Bürger- meisteret offen. Die Offerten sind in Procenten auszudrücken und müffen bis zum 16. lfd. Mts., Morgens IO Uhr, eingereicht sein. Später
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Die Eröffnung der Submissions- offerten findetMontag den 16. lsd. Mts., Morgens IO Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei statt.
In dem gleichen Termine soll auch die Anfertigung der Wasserleitung«- graben, veranschlagt zu 1370.—, durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden.
Eberstadt, am 9. October 1893.
Großh. Bürgermeisterei Eberstadt.
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ohne tödUichen Ausgang blldet dm Inhalt unserer kleinen Plauderei.
Zwet^ Jugendfreundinnen, gleichgefinnte Modepüppchm in allen Glücken, durch aufrichtige Zuneigung verbunden, in öcmfdbcn Penstonat erzogm, zusammen in die Gesellschaft einaefuort, hatten sich geschworen, sich stets ganz gleich dis in die klemsten Details zu kleiden. Strmg, sehr streng wurde der Schwur gehalten, und wie zwei Schwestern übten die auch in Schönheit und Temperament gleichen Freundinnen ihre Anziehung aus das männliche Geschlecht. Wie schwer mag manchem die Wahl geworden sein, welcher von Beidm u JU öeben sei. ES erschien schwer und schier un
durchführbar, ste zu trmnm und doch geschah's durch Eifersucht.
Bei einer Gletscherpartie hatten fich beide — wie eS häufig bei zarter Gesichtshaut oorkommt — diese verbrannt und es kam, neben unsäglichen Schmerzen, zur Ablösung der Haut, Geschwürbildung an dm Lippen, der Nase rc.
Die verschiedensten Salben und empfohlenen Hausmittel wurden gebraucht, es half aber Alles nichts. Die jungm lebenslustigen Damen wurden infolgedrsien sehr mißgestimmt, da der Zustand ihres Gesichts sie zwang, jede Gesellschaft zu meiden. Man denke sich eitle, sehr eitle junge Damen und einen solchen Zustand.
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Trotz gleichmäßiger Behandlung her beiden Gesich'er eS auf, daß bei einer der jungen Damen sich dmtliche Zeichn baldiger Genesung einftellten, während bei der anderen ncq gar keine Besserung bemerkbar war. An solche Fügung der Schicksals nicht gewohnt, reale sich bald menschliche Schwi^ und der Reid, die Mißgunst traten an Stelle der ft übern Innigen Freundschaft Niemand hätte an einen solchen Wechxi geglaubt. Nur zu bald stellte eS sich heraus, daß die raich« Hellung deS einen Gesichts dadurch herbeiaeführt wurde, dez die betreffenbe junge Dame hinter dem Rücken der Freuudv sich in der Apotheke für Mk. 1.— eine Dose «poihekn Flügge'S Myrrhen-ErHme holte und gebrauchte.
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