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11.10.1893 Erstes Blatt
 
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vermischtes.

strafbaren Handlung gehabt haben.

R. Aos Rheinhessen, 6. October. Wesentlich früher als I in gewöhnlichen Jahren ist Heuer die Weinernte bei unS | zu Ende gekommen. DaS hat die liebe Sonne mit ihrem gewaltigen Lichte und ihrer schier unerträglichen Wärme ge- than. Für den Landwirth war das Jahr 1893 wie sattsam bekannt zu heiß und zu trocken. Für uns Winzer aber, denen sich die Imker, Pomologen, Bleicher und Wäscher dankbaren HerzenS anschließen war eS ein Jahr, wie es in diesem Jahrhunderte bis jetzt nur wenige Mal vorkam, nämlich 1811, 1834, 1846, 1857, 1858, 1859, 1865 und 1868. Das Jahr 1893 wird bieie Jahre wahrscheinlich alle übertreffen, denn die Moftgewlchte der 1893er Trauben über» ragen diejenigen der vorgenannten Jahrgänge noch um einige Grade. Als solche Mostgewichte notiren wir für Riesling, die bekanntlich den feinsten Wein in Bezug aus Wohlgeschmack und Aroma liefern, den hohen Zuckergehalt von 105 Grad nach der OechSle'ichen Mostwage. Die Rieslingtraube reift sehr spät, in manchen Jahrgängen läßt man sie bis in den December hängen, vorausgesetzt, daß der Frost nicht zu stark wird. Wenn Riesling 90 Grad nach Oechsle zeigt, ist dies schon sehr befriedigend- hieraus ergiebt sich, daß der 1893er Rieslmg mit 105 Grad etwas Außerordentliches sein mutz. Von den übrigen Traubensorten: Oestreicher, Gutedel, Tra­miner u. a. ist zu bemerken, daß sie noch viel höhere Most' gewichte, bis zu 120 Grad, aufweisen. Diese Sorten geben natürlich in diesem Jahre auch ganz vorzügliche Weine, sie werden jedoch, trotz des höheren Zuckergehaltes, von dem Riesling an Feinheit in Geschmack und Geruch übertroffen. Was die Quantität der 1893er Ernte betrifft, so kann man annehmen, daß ein Dreiviertel-Herbst erzielt worden ist. Besonders günstige Lagen haben mehr als einen vollen Herbst. Es geht hier wie mit dem diesjährigen Obste, über das 3^6 Zeitung berichtete, nämlich: Manche Producenten ernten 30 bis 50 Procent mehr, als sie sich geschätzt hatten. Schließlich soll auch noch erwähnt werden, daß es unter den 1893er Trauben riesige Exemplare gibt, wie man auch beim Obst, bei den Kartoffeln, Zwiebeln und Kürbissen schon gemeldet hat. Aber so schwer, wie sie im 4. Buch Moses, Cap. 13, Vers 24 gemeldet werden, haben wir sie nicht, doch immer­hin bis zu vier Pfund schwer und das will auch schon etwas

i i btx:SrOtbungm hier statistische Zu- M«, o!mx ') M mpiahl tt ungen, durch die sM- Dttsicherungtn.-c. und chen ArbeiMachme (ion, eingeleim dar­an welcher sich h , vr. Ragoczy Ber )r. MnBraS« chnGüchu, f; heiligten. M? ir tzmchmg -

pflegen haben.

Die von der Regierung berufenen Sachverständigen sind die Herren: L. Geor gi- Gießen, Commerzienrath Gail- Ließen, O. H o s se- Groß Steinheim, Fr. Str o h- Offenbach, I Wenk-Darmstadt, L. Aule r jr. - Bensheim, I. Gräff- kivgen. Sonntag den 15. d. Mts. findet in C ö l n (Victoria-Hotel) eine gleiche Versammlung für die Rheinprovinz und umliegende Bezirke und Sonntag den 22. d. Mts. eine soltie für Hessen Nassau und umliegende Bezirke in Kassel (H6tel du Nord) statt.

** Da» tzufbefchlaggewerbe können nach Maßgabe der Verordnung vom 7. November 1885 ohne weitere Prüfung aut üben folgende Personen aus der Provinz Oberhessen: Berger, Franz zu Büdesheim, Faber, Heinrich zu Dauernheim, Ganß, Heinrich zu Gedern, Gleiß, Johann Hermann Karl zu Merkensritz, Haubach, Georg Ludwig zu Gießen, H enk«4m an n, Jacob zu Heuchelheim, Jüngling, Wilhelm zu Bergheim, Mär le, Karl Friedrich zu Lich, Heinrich zu Echzell, Pfeiffer, Johannes-zu Eudorf, Sclm, Heinrich zu Klein-Felda, Schlitt, Johannes zu Fr-jchborn, Völker, Wilhelm zu Aulen-Diebach.

oölkerungskreise herbeigeführt werde."

Von der für die Tagesordnung vorgesehenen Wahl einer 3 die Regierung zu entsendenden Deputation wurde Abstand genommen, weil unterdeß die Großherzoglich Hessische Regie­rung von sich aus auf den 9. October Sachverständige aus den hessischen Jntereffentenkreisen berufen hat. Diese Sach- verüändigen, welche särnmtlich in der Versammlung anwesend waren, stehen durchaus auf dem Standpunkte der vorstehend witgetheilten Resolution. Des Weiteren wurden in der Versammlung Deputationen gewählt, welche raschestens vnierredungen mit den hessischen Reichstagsabgeordneten zu

zwar aller Zweige derselben, namentlich auch der Rauch- tabakfabrikation. Die geplante Steuermaßnahme würde eine starke Mehrbelastung des Consums und damit er­fahrungsgemäß großen Minderverbrauch zur Folge haben und dieser im Verein mit sonstigen durch die Neuerung unausbleiblich veranlaßten (Störungen ber Fabrikation eine starke Einschränkung berselben unb zwar in allen Branchen der Tabakindustrie herbeiführen. Dies wäre aber unver- meiblich verknüpft mit bem Ruin, zahlreicher kleinerer unb weniger cnpitalkräftiger Unternehmen, mit Arbeitermaffen- cntlaffungen, nicht nur in ben ZabaV unb Ctgarren- fabriken, sonbern auch in den vielen Hülssgewerben der Tabakindustrie und dadurch bedingten Brodlosigkeit vieler Tausenden von Familien. _

Die Versammlung spricht die Erwartung auS, datz die Großherzoglich Hessische Regierung im Bundesrath ihren Einfluß dahin geltend macht, daß von der geplanten Tabakfabrikatsteuer wie überhaupt jeder Mehrbelastung des Tabaks Abstand genommen, vielmehr die Auf­bringung der erforderlichen Mehreinnahmen des Reichs durch eine stärkere Heranziehung der wohlhabenden Be

-i- Leidheckeu, 9. October. Daß vor einiger Zeit in loserem Orte Drillinge, zwei Mädchen und ein Knabe, geboren wurden, haben Sie in Ihrer Zeitung mitgetheilt. In den seltensten Fällen gedeihen diese Kinder, denn sie sind meistens schwächlich und sterben bald. Die hiesigen Drillinge sind aber kerngesund und gedeihen zusehends. Es ist wirklich imereffant, die drei netten Geschöpfe beieinander zu sehen, die natürlich ihren Eltern welche sich ebenfalls den Um­stünden gemäß wohl befinden nicht geringe Arbeit und Mühe verursachen.

Darmstadt, 9. October. Vom Schwurgerichte wurde gestern Abend der Landwirth Andreas Schmitt aus Frosch- hvu'en, welcher in ber Trunkenheit seine erwachsene Tochter weit bem Messer in ber Hand bedroht und dem zur Hilfe herbeieilenden Sohne nach kurzem Ringen das Messer in die Brust gestoßen und dadurch den am folgenden Tage ein» getretenen Tod des letzteren veranlaßt hatte, zu 2 Jahren 1 Monat Gesängniß verurtheilt.

WormS, 9. October. In der -Nacht von Samstag auf Sonntag stürzte sich ein unbekannter Mann in ben hiesigen Floßhafen; seine Leiche mürbe gestern Morgen geländet. Der Geländete war corpulent, trug elegante Kleibung nebst ^olbcncT Uhr unb Kette. Die Jbentität bes Manites konnte mach nicht festgestellt werden.

6 weitere Arbeiter erlitten Verletzungen.

Die vereinigten norddeutschen Liedertafeln laffen bem Wiener Männergesangverein zu besten 50jährigem Jubelfeste am 6. October einen Tactirftock (Dirigentenstab) aus Holz vom 1000jährigen Rosenstock am Dom in Hildesheim überreichen. Die beiben Enbcn des Stabes sind mit filber» vergoldeten Zwingen versehen, auf benen Wibmung u. i. ro. eingravirt ist. DaS Etui des StabcS trägt die Inschrift: So wie am Dom zu HilbeSheim Der tausendjährige Stock noch blüht So blüh' bei Euch auch taufend Jahr Der Rose gleich das deutsche Lied."

Der Krieg soll immer schrecklicher sich gestalten. Turptn, der Erfinder des Sprengstoffes Mellinit, welcher letztere m seiner Wirkung bekanntlich das Dynamit noch um vieles übertrifft, hat nunmehr eine neue Mitrailleuse constrmrt, welche alles bisher an Schnellseuerwaffen dagcwesene über­treffen soll. Wie das Patent- und technische Bureau von Richard Lüders in Görlitz erfährt, soll die neue Waffe bei einer Ladung 25000 kleinkalibrige Geschosse 3A Kilometer weit tragen' können und dabei eine Fläche von 22 000 Quadrat­meter bestreichen. Das neue Geschütz soll in einer Viertel­stunde viermal geladen werden können und erfordert zur Bedienung fünf Mann und zwei Pferde. Die Zeichnung mit allen Einzelheiten soll Turpin dem französischen KrtegS- ministerium bereits eingereicht und dieses dem neuen System sich sehr sympathisch gezeigt haben. Wollen wir hoffen, daß die Maschine auf dem Papiere bleibt und nicht zur Aus-

Andernach, 9. October. In dem gegenüberliegenden Leutesdorf wurden gestern fest umschlungen die mit einem Strick aneinander gebundenen Leichen eines unbekannten Liebespaares gelandet- die Leichen sind gut gekleidet, die Ver- lobungSringe tragen die Zeichen: C. B. und R. S.; die Leichen wüsten mehrere Tage im Wasser gelegen haben.

ftöln, 9. October. Gegen 9 Uhr Vormittags über­fiel ein Schneidergeselle seine in der Achterstraße wohnende Geliebte und tödtete sie durch einen Stich ins Herz. Auf einen Hilferuf des Mädchens eilte die parterre wohnende Ehefrau eines Friseurs ins obere Stockwerk und erhielt vom Mörder gleichfalls einen Stich in die Gegend des Herzens, der nach Aussage des ArzteS gleichfalls den Tod bringt. Der Mörder entfloh und versuchte auf einen unterwegs ihm begegnenden Friseur einzudringen, wurde jedoch festgenommen. Der Verhaftete trug längst Mordgedanken gegen seine Ge» liebte und führte heute Morgen die That aus, als die Mutter seiner Geliebten sich in der Kirche befand.

* Neuß, 9. October. In einem Garten vor dem Ober- thor wurde ein vierjähriges Mädchen mit aufgeschlitztem Leib aufgefunden, welches bald darauf starb.

» Eine theure Bickelstein Portion. DasPickelst einer Fleisch", welches durch den Fürsten Bismarck berühmt ge­worden ist, hat jüngst in ber Reichshauptstadt viel Unheil angerichtet. Einem baraus begierigen Schlächtermeister setzte man Goulasch vor. Er warf dem Kellner .den Teller an den Kopf. Im Dergleichstermine bezahlte er 10 Mark.

Berlin, 9. October. General Kirchhoff erschien heute im Criminalgerichtsgebäude und suchte in ber Gerichts- schreiberei den Namen desjenigen Rechtsanwalts zu erfahren, welcher seinerzeit den Redacteur Harich venheidigte.

Ein weiblicher Wilderer. In Passau wurde dieser Tage vor dem Landgericht gegen eine Frauensperson wegen Jagdfrevels verhandelt. Angeklagt war die 26jähnge Bauerstochter Petronella Krammer von Oberötzdorf. Sie wurde am 24. Juli d. I. im Walde bei Oberötzdorf betroffen, als sie mit einem Gewehr auf ein in der Nahe weidendes Rehkitz anlegte. Dem Gerichtshof wollte sie glauben machen, sie habe beim Himbeerpflücken bas Gewehr gefunben unb bann aus Spaß auf bas Rehkitz angelegt- hätte sie das Rehkitz schießen wollen, so wäre ihr das ein Leichtes gewesen. Die

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Bingen, 5. October. In einem Hause der Mainzerftraße wurde aestern ein Dienstmädchen, welches sich in den Gährkeller begeben hatte, von den sich entwickelnden Dünsten derart betäubt, daß es sich außer Stande sah, den Rückweg anzutreten. Einem Arbeiter, Joh. Walter aus Dietersheim, der im Vorübergehen ein leises Wimmern aus dem Keller vernahm, gelang es mit eigener Lebensgefahr, unterstützt von anderen Personen, die bereits gänzlich Bewußlose wieder ans Tageslicht zu fördern und so dem sicheren Tode zu entreißen.

Lörzweiler, 5. October. Auf originelle Art kam ein in voriger Woche hier verübter Diebstahl ans Licht. Ein hiesiger Taglöhner hatte einem Metzger etwa 3 Pfd. Fleisch, welches vor dessen Laden ausgehängt gewesen, abgeschnitten und entwendet. Der Bestohlene gewahrte bald den Diebstahl, ohne indcß den Dieb zu kennen. Andern Tages nun kam die Frau des Spitzbuben in den Laden des Metzgers und frug diesen, ob ihr Mann das Fleisch bei ihm geholt habe und was es gekostet habe. So wurde der Diebstahl bekannt.

Wachenheim, 6. October. Hier sind wegen Betretens des Tanzbodens nicht weniger als 25 sonntagsschul­pflichtige Kinder zu einem Tage Haft und in die Kosten ver­urtheilt worden.

** geben und leben lassen! Die großstädtischen Engros- häuser versenden jetzt wieder zu Hunderttausenden ihre hoch- ckyanten Cataloge, in denen sie zu anscheinend billigen Preisen allr möglichen Maaren ausbieten: Damen- und Kindertoiletten, ülciderstoffe, Schuhwaaren, Herren-Garderobe, Herren-Wäsche, Alte, Tifchzeuge, Leinen-Maaren, Bettstellen, Damen- und Biuby-Wäsche, Gardinen, Corsetts, Portiören, Teppiche, Schirme, Handschuhe und endlich Mobilien aller Art, Alles von einem einzigen Geschäft. Die Geschäftsleute in den Pr ovinzialstädten können nicht in einem solchen Maße Reclame machen, weil sie nicht in gleicher Weise über ganz Deutschland zugkräftig sind. Ader es ist keine Frage, daß man durchaus nidht schlechter bei ihnen kauft, als wenn man auf die Offerten ien;£r großen Versandt - Geschäfte, die auch nichts verschenken, Bestellungen macht. Es mögen oft sogenannteLockvögel" ben großstädtischen Versandt-Geschäften den Anschein besonderer Billigkeit geben und für sie Reclame machen - dafür giebt es bann aber so manche andere Käufe, die bedeutend weniger -u preisen sind, von denen aber nicht weiter gesprochen wird. Zn allen Städten, welche Derkehrsverbindungen besitzen, giebt es genug Geschäfte, die, wenn auch nicht gerade so bazar- maßig alles Mögliche führen, jedes in feinen Artikeln doch nnidestens ebenso preiswerth sind. Und man hat von den Geschäften am Ort stets den Vortheil, daß man nur zu kaufen beucht, was man sich vorher genau ansehen konnte- nothigen- salls ist auch der Umtausch erleichtert. Wir muffen von einander leben, wir haben zusammen unsere Gemeindesteuern auszubringen und sollen es daher thunlichst vermeiden, ben Umsatz der heimischen Stadt zu verringen.

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einesensationelle" Gerichtsverhandlung fand am 4. October in Berlin statt. DieTgl. Rbsch." berichtet darüber: Der große SchwurgerichtSsaal im Criminalgerichts- aebäude war heute, der Zielpunkt eines ganz ungewöhnlichen Massenandranges. Die Leute, die da in langen Rechen die große Freitreppe emporstiegen, waren aber nicht müßige Zu­hörer in einem großen Processe, sie waren vielmehr sammtlich als Angeklagte vorgeladen, um sich wegen DtebstahlS zu ver- antworten. Ihr- Zahl betrug 160! Der gr-che Raum de« Schwurgerichtssaales reichte kaum hm, um die große Zahl der Angeklagten in übersichtlicher Weise zu gruppiren- sie füllten nicht nur den gewöhnlichen Anklageraum, sondern auch die Geschworenen - Bänke, sämmtliche sonst für die Zeugen referbirien Stühle, ja, auch bte brei ersten Bankrechen des Zuschauerraumes waren mit Angeklagten gefüllt. Es handelte sich um die große Plünderung zweier Holzplätze, welche sich am Abend des 17. Juni in der Brombergerstraße ereignete. An diesem Tage verbreitete sich in der dortigen Gegend das Gerücht, daß auf dem Seligsohn'schen Holzplatz an der Ecke der Rüdersdorfer- unb Brombergerstraße Holz verschenkt würde. Die freudige Mär lockte Frauen, Männer und Kinder zu vielen Hunderten nach ber Stätte. Der Platzanweiser bot alle seine Beredsamkeit aus, um ble Leute zu überzeugen, baß das Gerücht völlig unbegründet sei: es lösten sich bald alle Bande frommer Scheu und man ertheilte dem Anweiser den guten Rath, sich ganz ruhig zu verhalten, da er sonst leicht todtgeschlagen werden könnte. Einige Knaben kletterten zunächst über den Zaun und warfen Bretter und Balken auf die Straße hinüber, dann krachte der Zaun unter der Wucht ber anbrängenden Menge zusammen unb wie ein Ameisen- schwarm ergoß sich die Menge über ben weiten Raum. Bretter, Balken, Klötze, Planken würben als gute Beute er­klärt und das LosungswortBei Seligsohn ist Holzauction" lockte immer neue Holzbedürftige herbei. Der Holzplatz war bald gänzlich ausgeplünbert, die Menge drang aber auch bald in den benachbarten Holzplatz und plünderte dort weiter. Alle Angeklagten blieben dabei, daß sie deS guten Glaubens gewesen seien, das Holz werde verschenkt. Angeblich habe vor dem Hyizp.atze einfeiner Mann" gestanden und allen Vorübergehenden mitgetheilt, daß dort Holzverschenkt" werde. Der Gerichtshof sprach sämmtliche Angeklagte frei, indem er nicht der Meinung war, daß sie das Bewußtsein einer

I Zeugenaussagen erwiesen jedoch die Schuld der Angeklagten, und sie wurde deshalb zu 1 Monat Gesängniß verurtheilt.

Verviers, 7. October. Auf Zeche XhawirS wurde heute ein Bergmann durch schlagende Wetter getobtet;

Verkehr, Land- rrnd Volkrrvirthschaft.

(Bieten, 10. October. Marktbericht. Hut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Md. X 0 90-1,UÜ ^"erne- per Stück 7- 4, 2 Stück «se vr St. 5-8 X Äfifematt« pr. St. 3 4, Absen pr Ater 18 4, Ansen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Daer X 0,600,80, Hübner pr. Stück X 0,901,10, Hahnen S. 6t X 0.60 - 0,90, ErNen pr. St. X 1,40 bt8 1,60, DgrafMd? Vr. Md 62&8 4,. Kuh, und Rindfleisch pr. Md. 50-56 Schweüre- fleisch pr. Pfd. 60 -70 4, Kalbfleisch pr. Md. 48 -52 fleisch pr. Md. 4060 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,006,00 X, Weißkraut pr Stück 8-15 4, Awikbeln pr. fcmtner 7-00-8 00^ Milch v'. etter 16 20 3>, Enteneier pr. St. 4, Zwetschen Ctr. 5,00-6,00 X, Gänse pr. Pfd. 4858

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