Ach, ich bin deS Treiben- müde, Was soll all der Schmerz und Lust: Süßer Friede, Komm, ach komm in meine Brust!
Aber diese Sehnsucht würde ungestillt bleiben und sich nimmer zur festen Hoffnung, zur sicheren Gewißheit verklären, wenn nicht die große Thatsache feftftände, daß der Heiland der Welt, nachdem er den Tod überwunden, als Sieger in das Reich der Vollendung eingegangen ist und uns, für die er gelitten und auferstanden, ihm nachziehen will. DaS Himmel- fahrtsfeft berührt das tiefste Bedürfnis unserer Seele, das wohl vom Kampfe umS Dasein und dem Staube der Sünde verdeckt, aber, nie völlig erstickt werden kann. Wenn der Zug nach dem, was bleibt, wenn das Derständniß der Gotteswelt und ihrer ewigen Ordnungen lebendiger in uns wäre und von dem Ernst der HimmelsahrtSfeier neu belebt würde: wir würden die Forderungen unseres LebenSberufeS klarer verstehen, würden ein richtiges Maß und Gewicht haben zur Prüfung aller zweifelhaften Güter, und die Entschlossenheit finden, nach dem ewig Werthvollen mit mannhafter Thatkraft und mit Selbstverleugnnng zu trachten.
Erste Kammer der hessischen Stände,
nn. Darmstadt, 9. Mai 1893.
Unter dem Vorsitz deö Fürsten Isenburg-Büdingen trat die Erste Kammer der Stände heute vor Schluß des 27. Landtages zu einer letzten Sitzung nochmals zusammen. Die umfangreiche Tagesordnung behandelte nur die Rückäußerungen aus der Zweiten Kammer bezw. die Beschlüsse, nach welchen ein Einverständniß nicht erzielt wurde. Es betrifft dies die Gesetzentwürfe wegen polizeiltcherBeauf- sichtigung der Miethwohnungen und Schlaf, stellen, die Ausübung der Gemeindejagden, Organisation deS Forstschutzes, Abänderung deS Einkommensteuer-Gesetzes. Hierzu beschloß die Erste Kammer aus früheren Beschlüssen zu beharren. — Bezüglich des Antrags Christ und Genossen auf Neuregu- ltrung der Entschädigungsansprüche der durch die Vernichtung von Rebpflanzungen in der Gemarkung Schimbsheim betroffenen Weinbergbesitzer trat das HauS dem Ersuchen Zweiter Kammer auf Neuregulirung der Ersatzansprüche nicht bei, ebenso bezüglich des Antrags Haas auf staatliche Unterstützung der erweiterten Volksschulen. — Der Antrag Sch önb erger wegen Uebernahme der Tage- gelber und Reisekosten der Kreisveteriuärärzte bei Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche auf die Staatskasse, ferner die Verleihung eines Stipendiums der Stadt Wimpfen an W. Meyer, Sohn des OrtS- bürgerS H. Meyer zu Wimpfen, der Antrag des Abg. B erg- sträßer auf Wiederherstellung deS Lehrstuhls für Kunstwissenschaft an der Landesuniversität, der Antrag des Abg. Rack« aus Gewährung eines Staats- zuschusseS für die Restauration des kurfürstlichen Schlosses in Mainz, sowie die Vorlage der Regierung, den Abbruch deS Regierungsgebäudes zu Gießen undJnstandsetzung desHeidenthurms betr., werden durch Beitritt zu den Beschlüssen Zweiter Kammer erledigt. Ebenso die Vorlage Großh. Regierung auf Errichtung einer stehenden Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Worms mit dem Anfügen eines Ersuchens an Großh. Regierung, daß im nächsten Staatsbudget die Mittel eingestellt werden, um bet Worms auch eine stehende Straßenbrücke zu errichten. — In der Frage der Erhöhung undVerstärkung der Landdämme beharrt die Kammer auf Bewilligung von 5266 758 Mk. hierfür- ebenso auf dem früheren Beschluß betreffs der Bewachung der Rheindämme bei Hochwasser und bezüglich des Gesuchs des Stadtvorstandes zu Mainz auf Befreiung der untersten Klassen von der Gemeinde st euer. — Der Beschwerde des GerichlSaccessisten Katzen st ein von Gießen wegen Ausschlusses von der Fortsetzung seines Vorbereitungsaccesses wird entgegen dem Beschluß Zweiter Kammer keine Folge gegeben, ebenso einer Vorstellung von Beamten um Erhöhung ihrer Ruhegehalte. — Das Verbot deS Besuches derWirthShäuser undTanzbelustigungen Seitens der Schüler der Volks- und Fortbildungsschulen will die Erste Kammer, entgegen Zweiter Kammer, sofort eingeführt wissen. — Hinsichtlich der Vorlage der Regierung betreffs Zustimmung zur Inangriffnahme von Theil strecken der Neben- bahnen tritt das HauS im Allgemeinen den Beschlüssen Zweiter Kanimer bei, beharrt jedoch aus dem früheren Beschluß, daß vorerst nur für die Stichbahn Worms-GernSheim 30 pCt. Erhöhung der Bausummen zu bewilligen sind. Ferner genehmigt Erste Kammer die Herstellung einer Nebenbahn Bickenbach-Jugenheim, hier Einstellung derselben in daö Gesetz vom 15. November 1890. — Damit ist die Tagesordnung erledigt und vertagt sich das HauS bis zum Herbst.
Zweite Kammer der hessischen Stände,
nn. Darmstadt, 9. Mai 1893.
Die Zweite Kammer trat heute um 12 Uhr zu einer kurzen Sitzung nochmals zusammen. Zunächst verhandelt wurde über die Interpellation des Abg. H e ch l e r auf frühere Ablassung des Arbeiterzuges Morgens von Langen nach Darmstadt. Finanzminister Weber erklärt, daß die Arbeiter sich direct an die Dircction der Main Neckar Bahn gewandt hätten und diese dem Gesuch willfahrt habe, sodaß dieser Zug 5.38 Uhr hier eintreffe. — Abg. Vogt interpellirt die Regierung noch- malS auf Entsendung eines Vertreters des Gewerbe st andes zur Weltausstellung nachChicago. Staatsminister Finger erklärt, die Regierung habe diese Frage in reifliche Erwägung gezogen, sie habe aber keinen geeigneten Mann hierfür gefunden. Dagegen habe die Regierung drei Professoren der technischen Hochschule mit je 3000 Mk. Dotation nach Chicago entsandt und Seitens der Lentralstelle für Gewerbe sei deren Secretär und ein Gewerbe
lehrer von Mainz auf RegierungSkoften dort anwesend. Damit glaubt die Regierung das Richtige getroffen zu haben, um event. Nutzen auS dieser Reise für den Gewerbestand zu erzielen. — Bezüglich der Rückäußerungen Erster Kammer, soweit diese nicht den Beschlüssen Zweiter Sammer beigetreten war, beharrt dieselbe mit Ausnahme der AuS- führung von Theilstrecken bei Nebenbahnen auf den früheren Beschlüssen. — Nachdem noch der Abg. Wolz dem Präsidenten Weber den Dank des HauseS vottrt hatte, welchen das Haus einstimmig durch Erheben von den Sitzen bestätigt, wurde die Sitzung mir dem Wunsche des Präsidenten „Stuf Wiedersehen im Herbst" um 2 Uhr geschlossen.
Deutsche» Reich.
Berlin, 9. Mai. Die „Cons. Corresp." bringt eine von der Parteileitung au-gehende Kundgebung zu den bevorstehenden Neuwahlen, worin es heißt: „Bon besonderer Wichtigkeit für den Erfolg deS Wahlkampfes ist die Auf- stellung der Candidaten. Als festes Prinzip bitten wir zu beachten, daß in allen Wahlkreisen, in denen sich conservative Organisationen befinden, eigene Candidaten, und seien eß auch nur Zählcandidaten, ausgestellt werden. ES ist für die conservative Bewegung von der allergrößten Bedeutung, die Gesammtzahl der Stimmen kennen zu lernen, auf welche sie sich stützen kann. Keine Gelegenheit ist hierzu günstiger, als die bevorstehende ReichStagSwahl. Wir bitten ferner, dafür Sorge tragen zu wollen, daß neben den bisherigen bewährten Abgeordneten unserer Partei auch Vertreter deS Mittelstandes in Stadt und Land als Candidaten ins Auge gefaßt werden. Geeignete Männer werden sich unter den Handwerksmeistern, Kleingewerbetreibenden und Bauern unschwer finden, die willens und im Stande sind, ihre Interessen in den Reihen der konservativen Partei zu vertreten. Es ist indessen darauf zu achten, daß für jeden Candidaten unserer Partei eine unzweifelhaft selbstständige Gesinnung die Vorbedingung sein muß. Sollen in einzelnen Wahlkreisen besondere Abmachungen mit anderen Parteien getroffen werden, um besonders gefährliche Gegnerschaft zu überwinden, so ist hiervon stets dem Parteivorstande rechtzeitig Mittheilung zu machen. Wir bitten heute schon die Delegirten und Vertrauensmänner unserer Partei, für die Stichwahlen im Allgemeinen keine bindenden Verpflichtungen einzugehen, sondern im Interesse unserer großen conservativen Sache diejenige Parole abzuwarten, die für die Stellungnahme bei Stichwahlen seiner Zeit ausgegeben werden wird. Schon heute aber mag bemerkt werden, daß kein Konservativer Mann für einen freisinnigen oder socialdemokratischen Candidaten feine Stimme abgeben darf."
Norieste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Eorrespondenj-Bureau.
Bückeburg, 9. Mai. Durch eine heute veröffentlichte Proclamation wird verkündet, daß der Erbprinz als Fürst Georg die Regierung des FürstenthumS Schaumburg- Lippe übernommen hat. — Die Beisetzung des verstorbenen Fürsten findet im Mausoleum zu Stadthagen am Montag statt.
Czernowitz, 9. Mai. Infolge andauernden Regens ist die Umgegend überschwemmt. Für die Gebiete von Czernowitz, der Suczawa und deS Pruth wächst die Gefahr, da der Regen andauert.
Depeschen deS Bureau .Herold".
Berlin, 9. Mai. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge lobte nach dem heutigen Vorbeimarsch der Bataillone auf dem Tempelhofer Felde der Kaiser die um ihn versammelten Generale und Stabsoffiziere über die gelungene Vorstellung der Bataillone und sagte dann: „Seitdem wir uns nicht gesehen, sind einige Wandlungen mit der Militär Vorlage vorgegangen. Ich habe nicht deren Ablehnung erwarten können und hoffte von dem patriotischen Sinne deS Reichstages eine unbedingte Annahme. Ich habe mich darin leider getäuscht. Eine Minorität patriotisch gesinnter Männer hat gegen die Majorität nichts zu erreichen vermocht; dabei sind leidenschaftliche Worte gefallen, welche unter gebildeten Männern ungern gehört werden. Ich mußte zur Auflösung schreiten und hoffe von einem neuen Reichstage die Zustimmung zur Militärvorlage. Sollte aber auch diese Hoffnung täuschen, so bin ich gewillt, alles, was ich ver- mag, an die Erreichung derselben zu setzen, denn ich bin zu sehr von der Nothwendigkeit der Militärvorlage, um den allgemeinen Frieden erhalten zu können, überzeugt. Man hat von Aufregung der Massen gesprochen- ich glaube nicht, daß sich das deutsche Volk von Unberufenen erregen lassen wird. Im Gegentheil, ich weiß mich eins in dieser Militärvorlage mit den Bundesfürsten, mit] dem Volke und der Armee. Ich danke, meine Herren, ich habe mich Ihnen gegenüber nur aussprechen wollen, wie ich eS beim Entstehen der Vorlage gethan."
Berlin, 10. Mai. Baumbach antwortete gestern telegraphisch dem Vorstande deS 5. Berliner ReichStagSwahlkreiseS, daß er die Candidatur annehme und sich nicht von Eugen Richter trennen werde.
Berlin, 10. Mal. Die Morgennummer des „Berliner Tageblatt" veröffentlicht den Wahlaufruf der freisinnigen Vereinigung- derselbe fordert auf, nach der erfolgten Parteitrennung die gemeinsame Sache zu fördern.
Neustadt a. H., 9. Mai. Heute treten die Delegirten der Pfalz zusammen, um eine Bauern- und Mittelstandspartei zu gründen.
Darmstadt, 10. Mai. Die zum Schlüsse deö Land- tag cß von Seiner Königl. Hoheit dem Groß Herzog verlesene Thronrede beklagt tief den verhängnißvollen Mehrheitsbeschluß des Reichstages- der Großherzog erhofft von dem oft bewährten gefunden Sinne deS hessischen Volkes, daß eS in den gegenwärtigen Wirren die richtige Lösung finden werde.
Cocalcs ttn- provinzielle».
Vietze», 10. Mai 1893.
♦ ♦ Proviazialau-schotz eitzaug. SamSlag den 13. Mat l- I, Vormittags 9 Uhr beginnend, sinder tm Regierung-- gebäude dahier eine öffentliche Sitzung deS ProvinzialauSschusseS der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Gesuch deS Adam Lorenz Bingel zu Gruningen um Sttheilung der Srlaubniß zum Betriebe einer Gastwitthschaft. 2. Beanstandung der Bürger- meifterwabl zu Bingenheim. 3. Reclamarion gegen die Bürgermeisrenvahl zu Höchst a. d. N. 4. Voranschlag der Gemeinde Reichelsheim für 1891/92; hier Reclamarion gegen Ermäßigung der Auflage auf die Allmendnutzung (GraS- loStheile).
Sitzung Grotzh. Handelskammer vom 4. Mai 1893. Anwesend die Herren Scheel, Gail, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz, Wortmann. Die Kammer beschließt, bei Großh. StaatSregierung einen Antrag einzureichen, dahingehend, darauf hinzuwirken, daß mit Rücksicht auf die Bestimmungen über die Sonntog-ruhe im Handelsgewerbe die Offenhaltung der Postschalter an Sonn- und Feiettagen in Zukunft von Nachmittag- 5 bi» 7 Uhr auf Vormittag- 11 — 1 Uhr verlegt werden. Einem in gleichem Sinne schon früher von der Kammer an die Reich-postverwaltung gerichteten Anträge war nicht entsprochen worden. — Seiten- der Handelskammer Offenbach ist der Kammer eine an den Bundeßrath gerichtete Eingabe, in welcher beantragt wird, den Seitens einer Anzahl deutscher Oel- sabrikanten gestellten Antrag auf Erhöhung de- Zolle» für Baumwollensamenöl von 4 Mk. auf 12 Mk. pro 100 Kg. abzulehnen, zur Unterstützung übersandt. Die Kammer beschließt mit Rücksicht auf die durch die projectirte Zollerhöhung gefährdeten Interessen der Seifenfabrikanten, sowie die Interessen der Consumenten, sich dem Vorgehen der Handelskammer Offenbach anzuschließen. — E» gehen un» Nachrichten zu über zweifelhafte Firmen in Großbritannien. Wegen näherer Auskunft wollen sich Interessenten an die Kammer wenden.
* * Für die Schwurgericht-Verhandlungen de» 2. Quartal» 1893, welche Montag, den 5. Juni ihren Anfang nehmen sollen, sind als Vorsitzende bestimmt: 1) für die Provinz Starkenburg Herr Oberlandeßgerichtsrath Heß in Darmstadt, 2) für die Provinz Oberhessen Herr LandgerichtSrath Schäfer in Gießen- 3) für die Provinz Rheinhessen Herr Landgericht» rctth PrätoriuS in Mainz.
* * Mililär-TranSpori. Heute Mittag pafsirten, von dem Artillerie-Schießplätze bei Wahn kommend, mehrere Hundert Landwehrleute der Fußattillerie die hiesige Station. Das Reiseziel der Mannschaften ist Weimar.
* * Militärische-. Am 25. Mai trifft hier mittelst Sonderzügen das ganze Hessische Feldartillerie- Regiment Nr. 11, welches in Cassel und Fritzlar steht, in der Stärke von 70 Offizieren, 216 Unteroffizieren, 1077 Mann, 955 Pferden und 48 Geschützen ein. Bon hier auS tritt daß Regiment sofort den Fußmarsch nach dem Schießplätze bei Griesheim an. Die ersten Quartiere beziehen die einzelnen Batterien, Regiments- und AbtheilungS- ftäbe am 25. in Nauheim (RegimenlSstab), ©rüningen (Ab- theilungSstab und 1. fahrende Batterie), Holzheim (2. fahrende Batterie), Gambach (3. fahrende Batterie), Lang - Gön» (AdtheilungSstab und 4. fahrende Batterie), Kirch - Gön» (5. fahrende Batterie), Pohl GönS (6. fahrende Batterie), Dornholzhausen (AdtheilungSstab und 7. fahrende Batterie), Niederkleen (8. fahrende Batterie), Oberkleen (9. fahrende Batterie), TraiS-Münzenberg und Oberhörgern (Stab und 3. Batterie der reitenden Abthcilung), Münzcnberg (1. reitende Batterie), Eberstadt (2. reitende Batterie). Auf dem Rückmärsche in die Garnisonen werden am 28. Juni der Stab der 3. Abtheilung und die 8. fahrende Batterie in Gießen auf zwei Tage (Samstag und Sonntag) einquartiert, die 7. Batterie in Lollar, die 9. in Wieseck, die 4. und 5. in Grünberg, die 6. in Lauter.
lieber die Leistungen unserer eben in Hamburg gastirenden Regiments - Capelle schreibt baß „Hamburger Fremdenblatt" unterm 8. Mai Folgendes Cvucerthau- Hamburg (Gebrüder Ludwig). Den Reigen der diesjährigen Sommer- Co ne er te in diesem beliebten Etablissement eröffnete gestern die Capelle des hessischen Jnf.-Regt». „Kaiser Wilhelm II." Nr. 116 au» Gießen. Da» Musikcorp» steht noch von seiner vorjährigen Anwesenheit in demselben Locale in bester Erinnerung und eS bewähne sich der gute Ruf der Capelle auch in dem gestrigen öoncert wieder auf» Beste. Da daß Wetter ziemlich kühl war, so wurde nur ein Theil deß Programms im Garten und der Schluß de» Concerts im Saal außgeführt. Wir hatten somit die beste Gelegenheit, die Harmonie- und Streichmusik der Capelle zu hören, und wir bemerken gleich vorweg, daß die Probe vorzüglich bestanden wurde. Die vortteffliche Ausführung der Ouvertüre zu „Die schöne Galathee" von ©upp6, des Beethoven'fchen Hymnus „Die Himmel rühmen", des Finale» au» „Stradella" von Flotow, der Jubel-Ouverture von Weber u. A. m. verschafften den fremden Gästen ungeteilte Sympathie und Anerkennung. Dem weich klingenden Holzkörper steht ein kraftstrotzendes Blech gegenüber, welche» jedoch in richtiger Würdigung seiner Ausgabe nie de» Guten zu viel gab. Ebenso hinterließ die im Saal ejecutirte Streichmusik den besten Eindruck. Wir erwähnen au» dem geschmackvollen und jeder Geschmacksrichtung huldigenden Programm bie Ouvertüre zu „Flotte Bursche" von Supp«, ein große» Potpourri „Au» vergangenen Zeiten," historische Album- blätter au» bem 13. bi» 19. Jahrhunbert enthaltend, ferner eine Fantasie au« „Lohengrin" von Wagner, „Ballstrauß- Quadrille" von Krausse. Auch über tüchtige Solisten verfügt die Capelle. Da waren Soli für Flügelhom, Violine, Posaune und Xylophon, die fämmtlich reichen Beifall fanden. Ein großer Theil beß gestrigen schönen Erfolg» gebühtt
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