Ausgabe 
10.8.1893
 
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ist, zum alten Zollsatz eingelassen, doch wird strengster Nach­weis über Identität und darüber verlangt, daß die Waare am 31. Juli die russische Grenze überschritten habe.

Beniner, 8. August. In der heutigen (zweiten) Sitzung des Anthropologen-EongresseS sprachen Freiherr v. Adrian-Wien über den Wetterzauber der Altaier, General­arzt Ornstein-Athen über die Psychologie alS Hilfsmittel der Anthropologie, Dr. AlSberg-Kassel über Rechtshändigkeit und Linkshändigkeit. An letzteren Vortrag schloß sich eine Dis­kussion an. Dr. MieS-Heidelberg sprach über merkwürdige Schädelbtldungen.

Zurich. 8. August. Socialisten-Congreß. Die Debatten während des heutigen Vormittags führten noch nicht zum Beginn der eigentlichen Verhandlungen. DaS Präsidium hat im Namen der französischen Delegirten für heute Argyad^re übernommen. Zunächst gelangte ein Protest der gestern vom Congreß Ausgeschlossenen zur Verlesung, in welchem dieselben erklären, daß sie vergewaltigt worden seien. Der Congreß habe nicht daS Recht, sich internationaler Arbeitercongreß zu nennen. Lin Antrag des holländischen Delegirten Nieuwen- Huis und des belgischen Delegirten Volders, betreffend die nochmalige Erwägung des gestrigen Beschlusses bezüglich der Fernhaltung der Anarchisten vom Congreß, wurde abgelehnt. Nach erfolgter Prüfung der Mandate erklärte der Congreß 412 derselben für giltig, und zwar auS England 65, welche 44 Verbände und 70 Branchen vertreten, Australien 1, Oesterreich 34, Belgien 17, Bulgarien 2, Dänemark 2, Spanien 2, Amerika 3, Frankreich 38, Holland 6, Ungarn» Eroatien 10, Rumänien 5, Rußland, Serbien und Norwegen je 1, Schweiz 101, Deutschland 92 und 10 von den Deutschen bestrittene Delegirten - Mandate, über welche der Congreß« heute Nachmittag entscheiden wird, Italien 21, Polen 10.

Depeschen de» BureauHerold".

Berlin, 8. August. Die Berliner unabhängigen Sozialisten werden gegen die Ausschließung ihrer Ge­nossen vom Züricher Congreß in einer großen Volksversamm­lung Protest erheben. Landauer und Werner wurden auch von den revolutionären Metallarbeitern Berlins als Delegirte für den GewerkschaftScongreß gewählt.

Berlin. 8. August. Der geplante neue Schnellzug Rom via Gotthard Frankfurt-Berlin wird vorläufig unter­bleiben.

Dresden, 9. August. Die Militärverwaltung hat für die Manöver besondere Maßregeln getroffen, um die Lasten der Einquartierungen zu erleichtern, damit der Mangel an Futter und Streu nicht vergrößert werde.

Posen, 9. August. Die von auswärtigen Blättern ver­breitete Nachricht, daß Cardinal Ledochowski nach Berlin und Posen komme, bezeichnet der Posener clericaleCurier PoznanSki" für Erfindung.

Budapest, 8. August. DerBudapester Correspondenz" zufolge siebt die baldige Aufhebung deS Futter- auSfuhrverbotS zu erwarten.

CoweS, 8. August. Kaiser Wilhelm soll vor seiner Abreise sich sehr zufrieden über seinen Aufenthalt geäußert haben. Er schenkte dem Vorsteher deS hiesigen Postamts goldene Manschcttenknöpse mit einem Adler in Diamanten zum Zeichen seiner Zufriedenheit mit dessen Dienstleistung.

Wie ein Besitz durch Zukauf verkleinert werden kann.

Ein heroortretendeS Zeichen des bäuerlichen Charakters ist das Streben nach Grundbesitz und dessen Vergrößerung.

monien verfehlten die Wirkung auf die Umgebung, namentlich auf die Bauern nicht.

Nach der feierlichen Handlung wurde eine Urkunde auf- gesetzt, in welcher Meginher bezeugte, daß die edle Gräfin Clementla von Gleiberg durch die Hand ihres Gatten, deS Grafen Gerhard van Geldern einen Berg im Wiesecker Walde mit Namen Skephenburc und etwa 20 Huben umhcrgelegcnes Rodland mit dort entspringenden Quellen und mit Holzberechtigung zum Bauen und Brennen, mit Hut­weiden und einigen Wiesen Gott und der Jungfrau Maria fr«, gewidmet, auch zwei Huben Ackerland im Dorfe Kon- radsrod dazu gegeben habe.

Wie antzerS ist es jetzt nach fast acht Jahrhunderten. DaS stattliche Hau» Gleiberg ist gebrochen) sein Grafen­geschlecht und all' die andern Geschlechter aus jener Zeit aus­gestorben, auch daS Dorf Konradsrod ist schon seit vier Jahr- hunderten verschwunden, die Klostergebäudc auf dem Schiffen- berg sind längst eingestürzt und mir die Kirche hat sich mit Ausnahme te6 rechten Seitenschiffes bis auf den heutigen Tag erhalten.

^ct Gründung des Klosters erwachte neues Leben im Walde. Ansiedler zogen von allen Seiten herbei, die vor­handenen Dörfer vergrößerten sich, neue entstanden, neue Rodungen wurden angelegt, da und dort entstanden auch Heine Capellen. Aber auch der Klosterbesitz mehrte sich durch Schenkungen- doch waren die Güter weithin zerstreut von de"krau an bis m die Dillgegend. Papst Eugen (1145 bi» 1153) gab dem Kloster einen Schutzbrief und ertheilte ihm neue Privilegien zu den alten.

Der wenhvollste Besitz des Klosters aber war derNeu- hos bei Leihgestern, einer der ältesten Höfe der Wetterau, mLÄ Z^t der Gräfin Clementia bestand und vor!

bCmox KftCt Sch'sfenbcrg geschenkt wurde. Die dazu gehörigen Ländernen vermehrten sich zusehends, doch waren d.est auch Veranlassung zu zahlreichen Streitigkeiten. Erst 1460 wurde der Ncuhof zum ersten Male vermessen und en gf über 300 Morgen Wetterauer Maß, dabei waren Felder, Wiesen und auch fPeingärten.

(Fonsetzung folgt.)

Dabei schlagt mancher einen falschen Weg ein und »enbet falsche Mittel an, wodurch oft gerade das Gegemheil von dem erreicht wird, waS erreicht werden sollte. Daher die Frage: flann da» Grundeigenthum durch Ankauf von Grundstücken vergrößen werden? Diese Frage kann mit Ja und mit Nein beantwortet werden.

Mit Ja für den, bet eigenes Geld in Händen hat, sofoN daS Erkaufte baar bezahlen kann und nicht zu borgen braucht- mit Nein aber für den, der hierzu borgen muß.

Dem N. ist sein Besitz zu klein. Da ist im One etwas feil und er kauft frisch darauf loS, ohne zu bedenken, daß er eigentlich gar nicht kaufen kann, indem er kein baareS Geld in Händen hat. DaS macht ihm aber keine Sorge, er kann ja Geld geborgt bekommen, wenn er auch seine Stamm- Winhschaft als Pfand gerichtlich verschreiben und sämmt- liche Gerichtskosten, Steuern und Zinsen oft mit dem Rein­ertrag der ersten Ernten dieser zugekauften Grundstücke ent­richten muß.

ES ist daher nicht« verkehrter, alS wenn der Landmann und gerade der kleinere auf diese Weise seinen Grund ver­größern will, umsomehr bei den gegenwärtigen Zeitverhaltniffen, wo Grund und Boden immer mehr rat Preise sinkt, hervor­gerufen durch geringe Rentabilität, infolge immer höher steigender Steuern, theuerer Arbeitskraft, größerer Ent- werthung der Getreidearten durch überseeische Concurrenz rc.

Kommt vollends einmal Hagelschlag, MißwachS oder ein anderes Unglück über ihn, so fängt die Winhschaft an zu stocken, an eine Verbesserung derselben ist nicht zu denken, die Interessen und Abgaben können nicht entrichtet werden, die Gläubiger werden von einer Zeit auf die andere vertröstet, indem man hofft, eS wird besser werden. Es wird aber nicht besser, sondern immer schlimmer, dis der Ruin der ganzen Winhschaft hereinbricht.

Mithin vergrößert nicht immer der, der zukauft, seinen Besitz, aber gewiß der, der die Tiefe feines Ackerbodens ver­mehrt, denn ein Sprichwort sagt:WaS hilft Dir daS schönste Weizenfeld, wenn der Gläubiger den Kuchen davon schon zwischen den Zahnen hält." Dieses Sprichwort ist jedenfalls die beste Antwort auf obige Frage und zeigt die Wege, wie und wodurch bei? kleinere Landwirth seinen Grunbbesitz zweckmäßig unb Vortheilhaft vergrößern, aber auch ver­kleinern Fann.

_ Cocales tmb provinzielles.

Gieße», 9. August 1893.

* Bon der Universität. Erst jetzt bringt in die Oeffent- lichkeit die Nachricht von einem Jubiläum, das Ende ver­gangener Woche in aller Stille begangen wurde. Der Vor. stand der UniverfitätSkanzlei, Herr UniversitätSsecretür Schäffer, feierte die Wiederkehr deS TageS, an dem er vor nunmehr 50 Zahreu In den Dienst der Hochschule getreten ist. Die Universität ehrte den Jubilar durch einen prachtvollen silbernen Pokal mit entsprechender Inschrift, der von Sr. Magnificenz dem Rector und zwei Herren des engeren Senats in feierlicher Deputation überreicht wurde. Eine wahre Fluth von Glückwunschschreiben zeugte von der Beliebtheit, deren sich Herr UniversitätSsecretür Schäffer in allen Kreisen erfreut. Möge eS ihm vergönnt sein, noch lange seinem verantwortungsreichen Amt vorzustehen.

** Das Museum deS GeschichtSvereiuS im alten RathhauS auf dem Markt bleibt während der Ferien vom nächsten Sonntag an geschlossen. Etwaige Beitrüge für dasselbe nimmt jederzeit Herr RathSdiener Ochs daselbst in Empfang.

** Sitzung Großh. Handelskammer vom 1. August 1893. Anwesend waren die Herren Koch, Scheel, Homberger, Kling- spor, Kraatz, Wortmann. Die Kammer war durch Großh. Ministerium des Innern und der Justiz aufgeforbert worben, sich darüber zu äußern, welches Interesse der für daS Jahr 1894 projectirten We ltausstellung in A ntwerpen im diesseitigen Bezirke entgegengebracht werbe und welche Betheiligung zu erwarten stehe. Die daraufhin von der Kammer bei den in Betracht kommenden Industriellen des hiesigen Bezirks veranstaltete Umfrage ergab das Resultat, daß der Ausstellung von keiner Seite ein Interesse entgegen- gebracht wird und auf eine nennenswerthe Betheiligung nicht zu rechnen ist. Demgemäß wurde beschlossen, an Großh. Ministerium zu berichten. Seitens Licher und Hungener Interessenten war der Kammer eine an Großh. Direktion der Oberhesfischen Eisenbahnen gerichtete Petition zur Unter­stützung übersandt worden, in welcher beantragt wurde, von der für den Winterfahrplan vorgesehenen Späterlegung des ZugeS Nr. 10 der Oberhessischen Eisenbahnen abzusehen. Diese Petition war mit so zahlreichen Unter­schriften versehen, daß die Kammer hieraus die Ansicht ent­nahm und entnehmen mußte, daß für die beantragte Aenderung ein allgemeines Interesse der dortigen Gegend vorliege unb hat mit Rücksicht hierauf bie Kammer fragliche Petition feiner Zeit befürwortet. Die daraufhin von der Direction der Oberhessischen Eisenbahnen angestellte Sachuntersuchung hat nun ergeben, daß die Petition lediglich hat dienen sollen dem Privatinteresse einiger weniger, vielleicht sogar eines einzelnen dortigen Interessenten und daß bie zahlreichen Unterschriften sogen. Gefälligkeitsunterschriften waren, sowie daß bie bean­tragte Aenberung ben allgemeinen Interessen der bortigen Gegend geradezu zuwiderläuft. Die Kammer beschließt bt«- halb, ben Ueberfenbern ber Petition ihr tiefes Bedauern darüber auszusprechen, daß hier ber Versuch gemacht worden ist, eine zur Wahrung allgemeiner Interessen berufene Be­hörde zur Vertretung von einseitigen unb ben allgemeinen Bedürfnissen zuwiderlaufenden Sonderinteresseu zu mißbrauchen. Mit Rücksicht auf die von der Königl. Eisenbahn-Direction Hannover getroffene Einrichtung, wonach für bie Benutzung der Schnellzüge Nr. 75 unb 76 eine Zuschlagskarte von 2 Mark zu lösen ist, beschließt bie Kammer, sofort mit aller Energie daraufhin zu wirken, daß diese Einrichtung für den Localverkehr von Gießen nach Frankfurt o. M. unb Kassel

wieber in Wegfall komme. Seitens ber Königl. Eisenbahn» Direction Hannover wirb beabsichtigt, ben jetzt von Gießen 9 Uhr 36 Minuten nach Marburg fahrenden Zug Nr. 99a auSfallen z u lassen und dafür den jetzt in Gießen endenden Personenzug Nr. 99 nach Marburg durch­zuführen. Die Kammer hat sich gegen die fragliche Aenderung ausgesprochen, weil hierdurch der dortigen Gegend die einzige Spätverbinbung genommen unb den mit dem Schnellzuge Nr. 75 ankommenden Fahrgästen bie Weiterfahrt nach Orten, an welchen ber Schnellzug nicht halt, unterbunden werden würde. Es gehen ber Kammer Nachrichten zu über zweifelhafte Firmen in den Nieberlanden, Italien unb ber Türkei unb werben Interessenten hierauf mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß wegen näherer Auskunft man sich an fcafl Büreem ber Kammer wenden möge. Interessenten biene weiterhin zur Nachricht, daß nach einer im Mai-Heft deS deutschen HanbelSarchiv« enthaltenen Mittheilung ber Schweizerische BundeSratd in theilweiser Mobification beS Beschlusses vom 14. Febr. 1893 beschlossen hat, bie Forb erung von Ursprungs­zeugnissen für Poststücke bis auf 3 bezw. 5 Kilogramm Bruttogewicht (colis postaux) bei ber Einfuhr nach ber Schweiz fallen zu lassen- baß biefer Beschluß jeboch auf Uhren unb Uhrenbestanbtheile, sowie auf Maaren au« einem auSlänbischen Zollfreilager keine Anwendung findet.

* Verhaftet. Am 5. b. M. wurde ein in einem hiesigen Bäckerladen liegen gebliebene« werthvolles Packet entwendet. Die Diebin ist in der Person einer ledigen Fabrikarbeiterin au« Lützellinden ermittelt und zur Haft gebracht worden.

* Herbfi Mauover bet Sroßh. Hess. (25.) Division. Für die Herbstübungen der Großh. Hess. Division sind folgende Anordnungen getroffen. Bemerkt sei hierbei, daß in Anbetracht des landwirthschaftlichen. Nothstande«, soweit thunlich, Er­leichterungen in Bezug auf QuaNierleistungen und Fourage- Iteferungen angeordnet wurden. Im Laufe deS Monats August exerciren die beiden Dragoner-Regimenter, sowie alSdann die 25. Cavallerie-Brigade, ferner die Jnfcmterie-Reglmenter Nr. 115 und 118 auf dem Griesheimer UebungSplatze, wobei sämmtliche auswärtigen Truppentheile im Lager daselbst unter­gebracht werden. Da» Infanterie-Regiment ')h. 117 sowie alSdann die 50. Infanterie-Brigade exerciren auf dem Sand bei Mainz und nur das Infanterie-Regiment Nr. 116, sowie darauf die 49. Infanterie-Brigade (einschließlich Jäger-Bataillon Nr. 11) halten ihr Exerciren im Gelände bei Gießen ab, jedoch so, daß baß Infanterie-Regiment Nr. 116 in seinen Kasernen verbleibt. Auch die letztgenannten Truppen auf den ständigen Exercierplätzen bei Mainz ober Griesheim üben zu lassen, ist nicht angängig, weil diese Platze auch von Theilen der 21. Division benutzt werden und daher voll besetzt sind. Die Abhaltung der Hebungen von fünf Regimentern unb zwei Brigaben auf ben staubigen, zum Theil beengten Sxercier- Plätzen anstatt in unbekanntem Gelände erfolgt nicht ohne Beeinträchtigung ber militärischen AuSbilbung dieser Truppen unb ist lediglich im Interesse der Schonung der Bevölkerung. angeorbnet worden. Sämmtliche Infanterie-Bataillone werden mittelst Eisenbahn in da« Manövergelände nach Ober- Hessen befördert. DaS Dragoner-Regiment Nr. 24 marschin am 21. August von Darmstadt durch Rheinhessen über Kreuznach behufs Theilnahme an ben Kaisermanövem de» 8. Armeecorps ab. DaS Dragoner-Regiment Nr. 28, daS Feld-Artillerie'Regiment Nr. 25 unb zwei kleinere Train« Detachements erreichen baS Manövergelänbe in Oberheffen von Darmstadt auS mittelst Fußmarsches. DaS Feld-Artillerie« Regiment Nr. 25 hält vor Beginn ber Manöver eine Schieß­übung am 4. September in der Nähe von Friedberg ab und manövrirt für sich allein in AbthellungSverbänden tu der Um­gegend von Butzbach. Die Brigade-Manöver der durch das Jäger-BataiÜpn 9h. 11, 2 EScadronS Dragoner- Regiments Nr. 23 und die II. Abtheilung Feld-Artillerie- Regiment« Nr. 25 verstärkten 49. Infanterie-Brigade finden vom 11. bi« 15. September hi dem Dreieck LichWetzlar Butzbach statt. Die Manöver der durch 3 EscadrouS Dra­goner-Regiments Nr. 23, die I. Abtheilung Feld-Artillerie- Regiment« Nr. 25 und eine Pionier-Compagnie verstärkten 50. Jnfanterie-Brigabe finden zu derselben Zeit in dem Bezirk ButzbachUsingenFriedbergHungenMünzenberg statt. Hieran schließen sich die DivisionS-Manöver vom 16. bi« 20. September, für welche der Landstrich Hungen GießenWetzlarButzbach in Aussicht genommen ist. Arn 22. und 23. September manövrirt die 25. gegen dir 21. Division zwischen Altenstadt und Gießen. In ber Nacht vom 22. zum 23. September biwakiren sämmtliche Truppentheile mit Ausnahme der Division«- unb Brigade- Stäbe. Wenn sehr schlechte« Wetter daß Biwakiren verhindern sollte, werben Nothquartiere in Anspruch genommen. Im letzteren Falle werden die Truppen nach beendeter Hebung mit ihrer Verpflegung, Üochholz unb eventuell auch Lagerstroh in diese Quartiere einrücken. wird sich bei ihrer Auf­nahme also lediglich darum handeln, ihnen unter Dach und Fach Schutz gegen die Witterung zu gewähre« und werden die Truppen selbstverständlich mit jeder solchen Hnterkunst fürlteb nehmen. Nothquartiere werden in der genannten Nacht eventuell bezogen werden tn dem Raume Friedberg Butzbach M Unzenberg Berstadt Staden Altenstadt Affenheim. Stäbe und sämmtliche Truppen erhalten auch in diesem Falle Verpflegung und Fourage auß Magazinen. Am 23. September werden die gelammten Fußtruppen mittelst Eisenbahn in ihre Garnisonen zurückbesördcrt. Die berittenen Waffen treffen am 26. September mittelst Fußmärsche« in Darmstadt wieder ein. Die Verpflegung während der Herbstmanöver ist in folgender Weise geordnet. In ben M ar schquartier en wirb bie Verpflegung der Mannschaften durch die Quartier-Wirthe in Anspruch genommen. Die Fourage für die Pferde kann Seiten« der Gemetnden au« den nächsten Militär-Magazinen, oder wo diese zu entfernt find, au« besonder« hierzu eingerichteten BerabreichungSstellen abgeholt werden. Die Division wird den Kreisämtern birect

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