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die näheren Mittheilungen zur Ausführung dieser Maßregel zugehen lassen, so daß jede Gemeinde ersehen kann, von welcher Steve die Fourage abzuholen sein wird. Für kleinere Detachements und einzelne Pferde wird die Division die Fourage aus den Gemeinden entnehmen, da andernfalls die Posten der Heranschaffung unverhältnißmäßig hoch sein würden. Um die Quartiergeber möglichst zu schonen, ist die Zahl der Marschquartiere verhältnißmäßig gering bemessen und sind den Truppen theilweise so erhebliche Marschleistungen zugemuthet worden, wie sie nur durch die besondere Nothlage des Landes gerechtfertigt werden können. In allen übrigen Quartieren, also während des ExercirenS der 49. Infanterie- Brigade bei Gießen, während des Manövrirens der Feld- Artillerie bei Butzbach, sowie während der Brigade-, DivisionS- und CorpS-Manöver findet die Verpflegung lediglich durch die Militär-Verwaltung statt. Manöver-Magazine, verbunden mit Bäckerei und Schlächterei, werden in Butzbach und Hungen angelegt werden.
•• Sruemmngeu. Durch Entschließung Grobherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 28. Juli laufenden Jahre» wurden die nachstehend bezeichneten Lchramts- Accessisten zu Lehramts - Assessoren ernannt: Dr. Gustav Siebertzu Worms, Wilhelm V ö l s i n g zu Homberg a. d. O., Dr. Karl Becker zu Alzey, Sebastian Jost zu Gernsheim, Ferdinand Wämser zu Mainz, Dr. Jakob Slöriko zu Gießen, Dr. Georg Grebm zu Darmstadt, Dr. Peter Dittmar zu Oppenheim, Hermann Hüffel zu Friedberg, Fritz Henk zu Gießen, Paul Hager zu Rimbach i. O-, Franz Reitz zu Friedberg, Dr. Wilhelm Büchner zu Offenbach a. M., August Braun zu Bingen, Ludwig Schütz zu Langen, Ludwig Hasselbaum zu Darmstadt, Adam Klas sert zu Schwaigern in Württemberg, Ludwig Balser zu Gießen, Joseph Enders zu Michelstadt, Dr. Eduard Dolp zu Büdingen, Karl Schmitt zu Langen, Dr. Philipp Made zu Mainz, Dr. Georg Jakob zu Friedberg, Ludwig Schmitt zu Gernsheim, Jakob Klassert zu Mainz, Otto Weimar zu Oppenheim, Karl Hönig zu Darmstadt, Franz Schmitt zu Gießen, Fritz Noack zu Gernsheim, Rudolf Block zu Gießen, Otto Wollweb er zu Beerfelden, Albrecht Küllmann zu Ober-Ingelheim, Theodor Hof zu Alsfeld, Adam Roth zu Gernsheim, August Todt zu Butzbach, Wilhelm Reeb zu Mainz, Joseph Geyer zu Bensheim, Wilhelm Schleußner zu Alzey, Georg Schilling zu Alsfeld, Dr. August Köhler zu Gießen, Ludwig Kircher zu Groß-Gerau, Dir. Karl Zimmer zu Gießen, Lehrer an der höheren Mädchenschule daselbst, Dr. Friedrich Roth zu Mainz, Dr. Theodor Ritsert zu Darmstadt, Heinrich Diehl zu WormS, Jakob Dingeld ey zu Ober-Jngelheim, Dr. Friedrich Schmidt zu Bensheim, Dr. Konrad Neß- hng zu Gießen, Lorenz Schneider zu Laubach, Dr. Heinrich Schrohe zu Mainz, Jakob Partenheimer zu Alzey, Wilhelm Reuß zu Wimpfen, Dr. Wilhelm Heräus zu Offenbach, Fritz Dietz zu Darmstadt, Karl H e n s i n g zu Dieburg, Eduard Pfaff zu Pfungstadt, Fritz Sommer- lad zu Offenbach, Victor Leroy zu Mainz, Berthold Weidig zt» Gießen, Dr. Sigmund Feist zu Bingen, Dr. Adam Keller zu Alsfeld, Joseph Diehl zu Dieburg, Karl Berger zu Mainz, Friedrich Kalbfleisch zu Groß- Gerau, Dr. Ludwig Schön zu Gießen, Ernst Seeger zu Darmstadt, Friedrich Henkel zu Darmstadt, Hans Kromm zu Gießen, Dr. Richard Trappzu Gießen, Dr. Eduard David zu Gießen, Dr. Franz Faust zu Dieburg, Heinrich Kinkel zu Wörrstadt, Emil Schwarz zu Mainz, Ludwjg Dietrich zu Darmstadt, Reinhard Walz zu Darmstadt, Heinrich Wittekind zu Büdingen, Karl Steinmetz zu Mainz und Dr. Georg Büchner zu Darmstadt.
♦* Abkühlung der Personenwagen. Der preußische Eisenbahnminister hat die Königlichen Eisenbahndirectionen veranlaßt, deren Nachgeordneten Dienststellen die sorgfältigste Beachtung der zur Abkühlung der Personenwagen während der heißen Jahreszeit gegebenen Vorschriften erneut und nachdrücklich in Erinnerung zu bringen.
Darmstadt, 7. August. Gestern starb im Alter von 78 Jahren der Gründer de» Hessischen Landeslehrervereins und Redacteur des „Schulboten für Hessen" Johann Schmitt, der bis zu seinem Tode für den Verein thätig war.
Mainz, 7. August. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts sollte ein Kutschersknecht wegen Betrugs zur Aburtheilung gelangen. Während der Verhandlung stellte es sich heraus, daß der Knecht, welcher verheirathet und Vater von fünf Kindern ist, einen Hungerlohn von 86 Pfg. . per Tag bezieht. Der Knecht wurde freigesprochen, da die Verhandlung ergab, daß die Knechte während der Fahrt ihre Pferde aus den gemachten Einnahmen füttern und daß sie darüber ihren Herren keine Abrechnung vorzulegen haben. Die Summe, die der Knecht unterschlagen haben sollte, will er auf diese Weise verwendet haben.
△ Mainz, 8. August. Als ein sicherer Beleg für die gegenwärtigen ungünstigen Zeit- und Geschäftsverhältnisse dürfte der beträchtliche Zurückgang der Wein ein fuhr in hiesige Stadt anzusehen fein. Nach officiellen Mittheilungen wurden im Juni dieses Jahres nur 8141 Hectoliter Wein gegen 9643 Hectoliter im Vorjahre, also 1493 Hectoliter oder über ein Fünftel weniger eingeführt. In gleichem Maße war die Einfuhr in den sechs Monaten vorher zurückgegangen. — Heute war auf dem hiesigen Wochenmarkt die Ob st zufuhr eine ganz coloffale. Besonders Birnen waren in solchen Massen vertreten, daß die Verkäufer solche, selbst nicht zu den niedersten Preisen, an den Mann bringen konnten und der größte Theil unverkauft blieb. Ebenso massenhaft war das Steinobst vertreten. — Eine heitere Wette wurde heute auf dem hiesigen Viehhof eingegangen und sofort zum Austrag gebracht. Der Großviehhändler Kock, Theilhaber der bekannten Viehhandlung Heister u. Cie. hier, neckte sich mit einem Collegen, dem Viehhändler Heß von Wiesbaden,
über die Qualität von drei Ochsen. Nach ziemlich lauter Discussion erklärte Heß, Koch die drei Ochsen unentgeltlich zu überlasten, wenn er sie selbst nach dem etwa fünf Stunden entfernten Orte Hallgarten treibe. Koch schlug ein, redete kein Wort und machte sich unter großem Jubel aller Anwesenden sofort mit den drei Ochsen auf den Weg nach Hallgarten. Da Koch, wie auch sein College, sehr vermögend ist, hat er den Erlös für die drei Ochsen den Mainzer Armen zugedacht.
Vermischtes.
♦ Frankfurt a. M., 7. August. Der Verband der Handelsgärtner Deutschlands hielt in den letzten Tagen seine zehnte Hauptversammlung hier ab. Aus den zweitägigen Verhandlungen ist Folgendes hervorzuheben: Es wurde beschlosten, die nöthigen Schritte einzuleiten, damit bei dem preußischen Ministerium für Landwirthschast eine besondere Abteilung für Gartenbau eingerichtet werde, wozu alle Aussicht vorhanden sein soll. Ferner wurde gewünscht, daß denjenigen Baumschulen und Gärtnereibetrieben, welche vom Staate, von Provinzialverbänden, Kreisen oder Gemeinden unterhalten werden, der Verkauf gärtnerischer Erzeugniffe untersagt wird. Höchstens soll der Verkauf junger unverpflanzter Sämlinge gewöhnlicher Waldgehölze gestattet fein, soweit dies im Interesse der Forstcultur liegt. In einer Eingabe an den Reichstag soll gebeten werden, daß bei Abänderung der Gewerbeordnung Bäume, Sträucher und Sämereien vom Ankauf und Feilbieten im Umherzichen ausgeschlossen werden. Auch die Einsührung eines Befähigungsnachweises für Gärtner kam zur Sprache, stieß jedoch auf mehrfachen Widerspruch, ein Beschluß über die Frage wurde nicht gefaßt. Dagegen nahm die Versammlung einstimmig einen Antrag an, wonach der Besuch der Fachsorlbildungsschuleu den Gärtnerlehrlingen zur Pflicht gemacht werden solle. Eine längere Erörterung tief ferner die Frage der Schutzzölle hervor, aber mit Rücksicht auf die noch bestehenden Handelsverträge wurden die Anträge zur Zeit abgelehnt und der Vorstand beauftragt, die Sache rechtzeitig wieder in Anregung zu bringen. Zum Orte der nächstjährigen Versammlung wurde Magdeburg bestimmt.
* Trier, 8. August. Die Ehefrau Krickel aus Pohlbach, die wegen Anstiftung zur Ermordung ihres Mannes zum Tode verurtheilt worden war, ist heute in der hiesigen Strafanstalt hingerichtet worden. Der Mörder Bläsius wurde begnadigt.
* Aus Krieglach, 5. August, veröffentlicht P. K. Rosegger folgenden Dank: „Wie soll ich einer solchen Dankesschuld genügen! Denn so ungeahnt groß und zahlreich waren die Ehrungen, die mir anläßlich meines 50. Geburtstages von allen Ländern, wo Deutsche wohnen, und allen Ständen erwiesen worden sind. Von so vielen guten und bedeutenden Menschen mit Auszeichnungen überschüttet zu werden — es ist ; beglückend und erdrückend. Wie gerne möchte ich nach allen Seiten hin und jedem Einzelnen persönlich danken, aber das ist nicht möglich. Und so muß ich die Tagesblätter bitten, den Ausdruck meines Dankes zu vermitteln. Wenn der tausendfach ausgesprochene Wunsch für mein künftiges Wohlergehen sich erfüllt, so ist ja noch Zeit und Gelegenheit genug, all die Liebe, die mir zu Theil wird, in Dichtung und That zu vergelten."
* Metz, 6. August. Ueber den Plan der Kaifer- manöver verlautet hier, aus militärischen Kreisen stammend, Folgendes: Die beiden Armeecorps werden ganz in der Nähe von Metz aufeinander stoßen und die Aufgabe deS den Feind darstellenden 8. Armeecorps wird fein, das 16. Corps durch kühne Reiterangriffe zu durchbrechen und einen Theil dieses Armeecorps nach Metz hineinzuwerfen, den anderen aber gegen Saarbrücken und Saarlouis zu verfolgen. Diese Verfolgung dürfte sich besonders in der Gegend von Urville sehr interessant gestalten. Hier in der Gegend zwischen der deutschen und französischen Nied, in einer Ebene, auf der 1870 die Franzosen nach der Niederlage bei Spichern ihre geschlagene Armee ordneten, wird die Verfolgung zum Stehen kommen. Diy bisher Verfolgten sammeln sich und unter« nehmen — wahrscheinlich unter persönlicher Führung des Kaisers — gegen die Verfolger einen energischen Vorstoß. Gleichzeitig bricht der nach Metz geworfene Theil des 16. Armeecorps hervor und es beginnt eine ganz neue Schlacht, in der das 8. Corps, von zwei Seiten angegriffen, in wilder Flucht gegen Norden zu geworfen wird. Es ist schon von anderer Seite darauf hingewicfen worden, daß von diesen Verfolgungen im großen Style hohe Anforderungen an die Marschfähigkeit der Truppen gestellt werden. Damit die Infanterie einigermaßen mit der Kavallerie und Artillerie gleichen Schritt halten kann, wird sie vielfach auf Wagen geladen werden. Derartige Uebungen werden hier bereits sehr häufig vorgenommen. Eine Hauptrolle bei dem ganzen Manöver werden die Kavallerie und die reitende Artillerie, die stets zusammen operiren, spielen.
♦ Saarbrücken, 6. August. Bei prachtvoller Witterung ging die Gedenkfeier vor sich, welche heute Morgen der hiesige Kriegerverein zum Gedächtniß der Spicherer Schlacht im Ehrenthal veranstaltet hatte. Der evangelische Pfarrer Fenner hielt Feldgottesdienst mit Predigt. Darauf richtete Brigade-Commandeur Generalmajor von Bilfinger zündende patriotische Worte an die Versammlung und brachte ein dreimaliges Hurrah dem obersten Kriegsherrn, in das unter dem Dröhnen der Böller und dem Tusch der Musikcapellen die Menge begeistert einftimmte. An der erhebenden Feier nahmen theil die in der Garnison zurückgebliebenen Offiziere, der Bürgermeister- die Stadtverordneten, Krieger- und Militärvereine, auch auswärtige Vereine bezw. deren Vertreter. Prächtige Kränze wurden an den Gräbern niedergelegt.
♦ London, 8. August. Bei einem Ausflug auf das Meer, den 28 junge Leute aus Wales unternahmen, ohne auf die Warnungen der Matrosen zu achten, ertranken 22 derselben.
* Apollo und Lenn». N. N. hat mit seiner jungen Gattin die bayerischen Alpen besucht und sich dann einige Tage in München aufgehalten. „Vergiß nicht, lieber Mann," flüsterte die reizende Frau ihm eine» Morgens, als er das Hotel verließ, zu, „daß wir meiner Mama eine kleine Ueber- raschung bereiten wollten. Du weißt doch, sie schwärmt so sehr für hübsche Statuetten. Wenn Du,vielleicht die drei Grazien .. — „Schon gut, ich will sehen, was sich thun läßt," brummte der Gatte, dessen Reisekasse schon bedenklich auf die Neige ging, in ärgerlicher Stimmung. Er durchwanderte die Straßen und musterte die Schaufenster der Kunsthandlungen. Endlich hatte er das Richtige gesunden — einen Apollo und eine Venus. Er trat in den Laden, um sich die Figuren zeigen zu lasten. Der Commis stürzte an das Schaufenster, um sie von ihrem erhöhten Standpunkt herabzuholen, trat auf der Leiter fehl und warf die köstlichen Kunstwerke zu Boden- Venus löste sich in zwei Theile und Apollo folgte ihrem Beispiel nach. Der Commis war starr vor Entsetzen, während über das Antlitz des Bankbuchhalters ein sonniges Lächeln huschte, denn im Moment war ein Gedanke in ihm aufgeblitzt, der wie er sich sagte, unter Brüdern mindestens zehn Mark werth war. „Was verlangen Sie für diese Trümmer?" fragte er möglichst gelassen. — „Wie, mein Herr, die wollten Sie kaufen?" — „Allerdings, wenn Sie einen billigen Preis stellen." — „Aber, mein Herr, die sind ja jetzt völlig werth- los." — „Ich biete Ihnen zwei Mark." — „Nun, wenn Sie durchaus wollen ..." — »Bitte, verpacken Sie die Sachen postgerecht, in einer Stunde werde ich sie abholen lasten. Die Verpackungsspesen bringen Sie mit in Anrechnung." Vergnügt ging er von bannen und der Commis blickte ihm verwundert nach. DaS Packet wurde an die Schwiegermama abgesandt und Max pries in dem Begleitbrief die wunderbare Schönheit der Figuren und drückte den innigsten Wunsch aus, daß sie heil und wohlbehalten ankämen. Dor einigen Tagen ist das junge Ehepaar zurückgekommen und hat natürlich der Schwiegermutter seinen ersten Besuch abgestattet. „Nun, wie haben Dir meine beiden Statuetten gefallen?" fragte er. — „O, sehr gut," entgegnete die Schwiegermutter mit einem spöttischen Lächeln, „ich war nur erstaunt, daß die Beine deS Apollo mit dem Oberleib der Venus zusammengepa'ckt waren, während den Beinen der Venus der Leib des Apollo beigegeben war." Tableau! „O, dieser Esel von einem ComrniS," knirschte Max zwischen den Zähnen, „daß dieser Mensch aber auch gar nicht auf meine Intentionen einzugehen wußte . . ."
• Ein Jahrhundert verheirathet. In Zsornbolya (Banat) feierten, wie der „Pester Lloyd" berichtet, der uralte Johann Szathmary und feine Gattin dieser Tage bei voller Gesundheit das seltene Fest der hundertsten Jahreswende ihres Ehrentages. Die jetzige Generation kennt die Alten seit jeher als solche, wie sie heute sind, seit einem Menschenalter zählt man sie zu den Greisen und doch haben sich die Beiden das Wenige, was sie zum Leben brauchten, noch bis in die allerletzte Zeit durch ihrer Hände Arbeit erworben. Jetzt sind sie aber schon vollkommen erwerbsunfähig, und da auch von ihrer ganzen Verwandtschaft keine Seele mehr am Leben ist, so hat der Zsombolyaer Gemeinderath in seiner letzt« Sitzung beschlosten, dem hochbetagten Ehepaar ein ausreichendes Gnadengehalt anzuweisen.
* Egoist. Ballgast: „Schnell, schnell, einen Doppelkümmel . . . es ist eine Dame in Ohnmacht gesallen . . ." — Anderer Ballgast: „Aber, mein Herr, da nimmt die Dame doch bester Wasser!" — Ballgast: „Was der Dame gereicht wird, ist mir egal, ich aber muß Doppelkümmel haben, denn ich bin fürchterlich erschrocken!"
* Nette Familie. Richter (zu dem jugendlichen Angeklagten): „Sind Deine Eltern hier vielleicht im Saale anwesend?" — Angeklagter: „Nee, die werden irgendwo anders abgeurtheilt!"
Citeratttr unt Arsnst.
— Jugend-Gartenlaube (Verlag der Kinder - Gartenlaube in Nürnberg. Vierteljährlich 1 Mark) bietet in Heft 2Band7V (1893) das Gedicht „Ferien" von Käthe Dorn; bann die spannende Erzählung „Trotzköpfchens Großthaten". Die beiden Gedichte „Die alte Capelle- und „Die Fahrt überS Meer" find von wirklich prachtvollen Illustrationen begleitet, welche eine vortreffliche Leistung zeigen. Die Abbildung „Die Schiffe des Columbus" zu dem Artikel „Christoph Columbus und die Entdeckung von Amerika" geben ein anlchaulicheS Bild der damaligen Schifffahrt. Eine hübsche Erzählung ist „Großvaters Geige", ebenfalls mit schönem Farbendruckbild. Ferner bietet das Hest einen anschaulichen „Besuch in der Stahlfederfabrkk"; dazu noch Räthsel, Ausgaben, Briefkasten rc. Sicher ein reicher, schöner Stoff für die Jugend.
— WSriShofer vlLtter. Die uns vorliegenden neuesten Nummern dieser ifluftrirten Wochenschrift für das gelammte moderne Naturheilverfahren enthalten wieder eine solche Fülle interestanten Materials, daß die Lectüre dieses Blattes auch für denjmigen anregend und belehrend ist, der nicht auf dem Standpunkt des Blattes steht.
— Don der Volksschrift .Einige» «hristeulhum^ ist soeben Heft 4 erschienen und für den Preis von 50 Pf. von dem Verlag, Kiel, Falckstr. 9, sowie durch aste Buchhandlungen zu beziehen. M. v. Egidis mannhafte und für die Gegenwart befreiend wirkende Gedanken über den „Frieden" und.Wer die „Fürsten" aus dem letzten Hefte, welche so großen Anklapg gefunden haben, finden in diesem neuen Hefte, wo er über „Verwirklichen" spricht und das Unhaltbare unseres Parteiwesens auf politischem und gesellschaftlichem Leben überzeugend nachweist, eine zeitgemäße Fortsetzung. „Grunddeutsch ; trotzdem völkerverbindend" ist sein leitenber Gedanke.
Witterungsaussichten
Wetterhäuschen, Südanlage.
Mtttlerer Barometerstand bd 0° R. = 744,7 mm.
8. August, MM. 12 Ubt
9. August, Morg. 8 Ubr
Barometer:
Thermometer:
Hygrometerstand:
min.753 mm, max. 755 mm „4- 15° R. „ + 24°R. Neigung f. trock. Wett.
min. 752 mm, max. 755 mm , 4- 9°R. „ + 13Vt°B. Feucht. Bewölkt.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeffen am 9. August, Mittags zwischen 11 und 12 llhr
Wasser 16V,, Luft 20 Grad. n
Rübsamen'sche Badeanstalt.


