Ausgabe 
10.1.1893 Erstes Blatt
 
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250000 Bergleute vertreten sein, welche den obligatorischen gesetzlichen Achtstundentag fordern. Gladstone soll mit der Opposition der Arbeiterabgeordneten im Parlament gedroht werden, falls der Achtstundentag nicht eingebracht wird.

Washington, 7. Januar. Die Commission des Repräsen­tantenhauses für das Einwanderungswesen hat sich in ihrem heute eingebrachten Bericht im Allgemeinen zu Gunsten der BillChandler" ausgesprochen, durch welche die An­wendung der Gesetze auf die Einwanderung und Niederlasiung fremder contractltch engagirter Arbeiter erleichtert werden soll. Die Bill wurde von der Commission aber dahin ab­geändert, daß unter der Kategorie der nicht willkommenen Einwanderer auch die Mitglieder aller Vereinigungen ein­zubegreifen seien, welche die Vernichtung von Leben und Eigen- thum gutheißen.

Neueste Nachrichten»

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Dortmund, 8. Januar. Das Eisenbahn-Betriebsamt Dortmund meldet: Gestern, Samstag, Abend 8 Uhr wurde der Schnellzug 4, Berlin-Köln, auf dem Bahnhofe Rauxel (Castrop) dadurch gefährdet, daß kurz vor seiner Durchfahrt die linke Schiene des Fahrgeleises durch Explosion einer Dynamitpatrone auf anderthalb Meter Länge zerstört wurde. Der bald nach Passiren der Unsallstelle zum Halten gebrachte Zug blieb zwar im Geleise, doch wurden die Maschine und sämmtliche Wagen beschädigt und zum größten Theile laufunfähig. Die Reisenden, von denen Niemand ver­letzt ist, wurden mit dem folgenden Personenzuge 11 weiter­befördert. Nachts gegen 1 Uhr war das Geleise wieder fahrbar und bis dahin von Herne bis Rauxel der Betrieb eingeleisig.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 9. Januar. Eine gestern tm Feenpalaste statt­gehabte, von 2000 Personen besuchte Buchdruckerver­sammlung protestirte gegen den von den Principalen am 1. Januar ausgestellten Tarif.

Essen (Ruhr), 9. Januar. In der gestrigen überaus zahlreich besuchten Versammlung der Bergarbeiter wurde beschlossen, von einer definitiven Beschlußfassung abzu­sehen, sondern die Nachmittags in Bochum stattfindende Ver­sammlung abzuwarten und deren Beschluß anzuerkennen. Die Versammlung wählte insgeheim aus jeder Ortschaft drei Delegirte für die Bochumer Versammlung und forderte acht­stündige Schicht, Selbstverwaltung der Knappschaftskasie oder Gleichberechtigung in der Verwaltung derselben.

Stuttgart, 8. Januar. Eine hier staltgehabte Landes­versammlung der deutschen Partei erklärte sich mit der Militärvorlage einverstanden, soweit dieselbe zum Schutze unserer großen nationalen Errungenschaften nothwendig ist. Dieselbe beantragte ferner bei der Kammer die Aufhebung der württembergischen Gesandtenpoften in Wien und München, sowie die Erledigung der längst beantragten Versassungs- revision.

Bamberg, 8. Januar. Das Oberpostamt ordnete zu Gunsten der Sonntagsruhe eine weitgehende Beschränkung des Austragsdienstes an.

Paris, 8. Januar. Es verlautet, die Anklage gegen Baihaut sei auf Grund der Thatsache constatirt worden, weil er eine halbe Million Francs für die 1886 erfolgte Einbringung der Vorlage der Panama - Obligationen er­halten habe.

Paris, 9. Januar. Der Abgeordnete Cloiseu! kündigte schriftlich dem Minister des Innern eine Interpellation an, welche darauf Bezug hat, die von dem Ministerium in 1888 zu politischen Zwecken verwandten Panama-Gelder der Panama-Gesellschaft zurückzuzahlen.

Paris, 9. Januar. Graf d'Haussonville hat be­reits gestern mit den hervorragendsten Mitgliedern der royalistischen Partei die Hauptpunkte der bevorstehenden Cam­pagne gegen die Republik besprochen und das Wahlprogramm festgestellt. Ein Manifest des Grafen von Paris steht bevor. Die constitutionelle Rechte lehnte eine gemeinsame Wahl­campagne ab und erklärte an der Republik festzuhalten.

CocaU» rrirö provinzielles.

Gießen, 9. Januar 1893.

Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großher­zog empfingen nm Samstag den Landgerichtsrath Holzapfel von Gießen.

Das gestrige Wohlthätigkeits Concert zum Besten des AliceDercins war außerordentlich zahlreich besucht, die gebotenen musikalischen Genüsse recht gut und der Erlös für den milden Zweck dürste ein sehr erfreulicher zu nennen sein. Näheres über das Concert in folgender Nummer.

-ch. Neues Theater. Die alte Zauberposse von Nestroy: Lumpacivagabundus" ging Sonntag über die Bretter hiesiger Bühne. Daö Stück hotte auch diesmal seine Zug­kraft bewährt. Natürlich waren es unsere beiden Komiker Herr Reiners (Knieriem) und Herr Rupp (Zwirn), die der Vorstellung daö characteristische Gepräge verliehen. Die beiden Herren hatten ihre Rollen vorzüglich erfaßt und wiedergegebeu. Das waren dem Leben abgelauschte Züge. Hier wurde Kunst wieder zur Natur. Die Characte- risirung war durch MaSke, Costiim, Haltung und Sprache, ja bis ins einzelfte Detail eine treffende zu nennen. Frenetischer Beifall lohnte die beiden Coryphäen des Abends. Auch das Zusammenspiel ging recht flott. Jeder der Mit- wirkenden that seine Schuldigkeit. Hervorzuheben wäre noch daö Gesangspiel zwischen Zwirn, Camilla und Laura, das die Spieler Beifall auf offener Scene ernten ließ.

-ch. Neues Theater. Dienstag gehtDoctor Klaus" als Benefiz des Herrn Martiensen in Scene. Wir hatten in dieser Saison Gelegenheit, diesen Herrn nicht nur

als einen vorzüglichen Regisseur der Lust- und^Schauipiele kennen zv lernen, als einen Künstler, der sein Ensemble zum tüchtigen Zusammenwirken sowohl wie zur künstlerischen Auffassung und Wiedergabe der Rollen anspomt und an- leitet, sondern auch als einen strebsamen, hoch talentirten Schauspieler. Er ist fein Künstler, der nach der Schablone arbeitet, alle seine Figuren tragen das Gepräge der Indi­vidualität ein Zeichen echten und wahren Künftlerthums. Mit vielem Geschicke verstand er es, sich der schwierigsten Rollen zu bemächtigen. In heiterem und ernstem Genre wußte er die Zuhörer für sich einzunehmen und zu begeistern. Doch ist hier nicht der Ort, seine schauspielerischen Fähig­keiten zu rühmen. Die Theaterbesucher kennen sein Wirken aus eigener Anschauung, und werden hoffentlich nicht ver­fehlen, ihn in der Rolle desDoctor Klaus" zu bewundern. Wir geben unserer Zuversicht Ausdruck, daß Herrn Martiensen der Dank des hiesigen kunftliebenden Publikums zur Belohnung und zur Aufmunterung für sein Streben in einem vollbesetzten Hause zu Theil wird. (Die Vorstellung findet im Abonnement Jtatt.)

Zur neuen Verkehrsordnuug. Seit dem 1. Januar sind nach der neuen Verkehrsordnung im Falle einer aus­gefallenen ober unterbrochenen Eisenbahnfahrt die Reisenden berechtigt, entweder das Fahrgeld für die nicht durchfahrene Strecke zurückzusordern ober bie Beförderung mit dem nächsten nach dem Bestimmungsorte führenden Zuge auf der gleichen ober auf einer um nicht mehr als ein Viertel weiteren Strecke berselben Bahnen ohne Preiszuschlag zu verlangen, sofern bies ohne Ueberlastung bes Zuges unb nach den Betriebs-Ein­richtungen möglich ist unb der Zug auf ber betreffeaben Unterwegs-Station anhält.

Verhaftet würben gestern drei junge hiesige Burschen wegen D,i e b st a h l s.

Prüfungen im tzufbeschlag. Bei ben auf Grunb ber Verorbnung vom 7. November 1885 im December v. I. ab­gehaltenen Prüfungen im Hufbeschlag haben folgende Personen bestanden unb sind damit befähigt, gewerbsmäßig ben Hufbe­schlag selbststänbig auszusüllen: Jacob Lautenschäger von Wersau,- Johann Jost Becker von Wolfsgruben, Kreis Biedenkopf in Preußen; Georg Lehr von Hummelroth; Johann Georg Götz von Rehbach: Johann Peter Heinrich Wilhelm von Offenbachs Kaspar Pfeifer von Groß- Steinheim- Karl Bindewald von Vadenrod; Adolf Raab von Beienheim; Heinrich Bucher von Ober-Lais; Johannes Bart mann aus Rothenberg.

Zu- unb Abnahme ber Tage in den einzelnen Monaten des Jahres 1893. Zunahme: Januar 64 Minuten, Februar 95 Min., März 109 Min., April 103 Min., Mai 81 Min., Juni 21 Min., zusammen 473 Min. Abnahme: Juni 3 Min., Juli 58 Min., August 96 Min., September 106 Min., October 107 Min., November 81 Min., December 22 Min., zusammen 473 Min.

Aus dem Wieseckthale, 8. Januar. Die durch zwei Herren aus Gießen vor etwa 3 Jahren bei Großen-Buseck ver­anstalteten Bohrungen nach Braunkohlenlagern sind zwar mit Ende des Jahres 1892 eingestellt worden, haben aber noch nicht ihren definitiven Abschluß gefunden. Die Vorgefundene Kohle ist von vorzüglicher Güte, weil sie außerordentlich fest und aschenarm ist. Darin liegt auch der Grund, weßhalb man den vor etwa 50 Jahren zuerst auf- getauchten Gedanken eines Abbaues vorläufig nicht fallen lassen, sondern demnächst wieder an dessen Realisirung weiter arbeiten will. Die mächtigsten Lager erreichen eine Stärke bis zu 2 Meter, und sinkt die Mächtigkeit des Flötzes an einigen Stellen bis auf einige (Zentimeter herab. Dem Ab­bau stehen namentlich die über der Kohle ausgebreiteten Basaltlager hindernd im Wege. Außerdem werden die Schwierig­keiten der Ausbeutung durch den Qnellenreschthum unseres Thales bedeutend verstärkt. Am besten sind die Lager im Psarrwalde bei Beuern. Dort findet sich auch viel Kieselguhr, ein zur Dynamitbereitung geschätztes Mineral, welches auch als Wärmeschutzmasse bei Dampfleitungen benutzt wird. Zur Ausbeutung dieses Minerals hat sich bereits eine Gesellschaft zusammengefunden. In der Kieselguhr finden sich interessante Abdrücke seltener Fische und Pflanzen. Wenn sich auch bis jetzt noch nicht absehen läßt, in welchem Maße ein Nutzen für die Bevölkerung Gießens und des unteren Wieseckthales durch den Abbau zu erwarten ist, so steht doch fest, daß bei der so günstigen Lage des Kohlengebietes, das mit guten Ver­kehrswegen in direkter Verbindung steht, durch die Ausbeutung nicht unbedeutende Vortheile und Verdienftquellen eröffnet würden.

A Mainz, 8. Januar. In Folge des anhaltenden starken Frostes geht der Main seit der verflossenen Nacht wieder sehr stark mit Eis, das in großen Platten wegen mangelnder Strömung nur langsam dahin treibt. An verschiedenen Stellen des Stromes haben sich an flachen Punkten große Eisbänke gebildet, die sich durch das Treibeis ständig ver­größern und Inseln gleich aus dem Wasser hervortreten. Nach den heute Morgen eingetroffenen Nachrichten ist das Eis bis oberhalb Lorch zugelaufen, so daß bei andauernder Kälte gegen Ende dieser Woche die Eisdecke sich wohl bis hierher er­strecken dürfte. Um 3 Pfennig Brückengeld zu sparen, wollte gestern Abend ein bei der Brückenbaugesell­schaft auf der Gustavsburg beschäftigter Arbeiter unter der Kostheimer Brücke die Eisdecke des Maines überschreiten. In der Mitte derselben brach der Mann ein und verschwand auf Nimmerwiedersehen unter dem Eis. In der jüngst erwähnten Klagesache der hessischen Kreistechniker gegen den Oberbürgermeister Küchler in Worms hat gestern das Schöffengericht das Urtheil publicirt. Durch dasselbe wurde Oberbürgermeister Küchler der Beleidigung der Kreistechniker für schuldig befunden und in eine Geldstrafe von 25 Mark verurtheilt. Den Beleidigten wurde gleichzeitig das Recht der Publication deS Erkenntniffes zugesprochen. Den hiesigen Stadtverordneten ist ein Entwurf auf Abänderung des

städtischen Octroireglements zugegangen, welcher6ex zweckt den in die Stadt eingeführten und wieder zur Ausfüh­rung gelangenden Wein vom Octroi zu befreien.

vermischter.

* Berlin, 4. Januar. Ueber die prachtvollen Geschenke, die der Sultan der kaiserlichen Fam'lie durch seinen Generaladjutanten Kamphövener Pascha hat überreichen lassen, kann diePost" Näheres berichten:Zunächst ist für den Kaiser und die Kaiserin als Anhang einer vollständigen Zimmereinrichtung eine Garnitur bestimmt, die in völlig orientalischem Geschmack in Konstantinopel gearbeitet ist und in eingelegter Perlmutterarbeit den NamenSzug und das Wappen des Sultans zeigt. ES sind ein Divan mit hohem Aufbau, zwei Sessel, vier Stühle und zwei TabouretS. Der Kaiser erhielt für sich ein Album in syrischer Perlmutterar­beit, die Kaiserin zwei kostbare orientalische Vasen in blauer Emaille unb eingelegtem Silber, auf der einen erblickt man die Moschee von Ortakiö, auf der anderen die Säule des Hippodrom. Jedem der sechs kaiserlichen Prinzen wurde eine Garnitur von Hemden- unb Manschettenknöpfen in Brillanten überreicht; die Garnitur bes Kronprinzen ist noch besonders durch den Halbmond ausgezeichnet. Für die junge Prinzessin war eine Brosche in fächerartiger Form bestimmt."

* Köln, 8. Januar. Gestern Abend spielte in einer hiesigen Wirtschaft ein Metzgerbursr-e mit einer Granate. In dem Glauben, dieselbe sei ungeladen, steckte er eine brennende Cigarre in dieselbe. Dieselbe explobirte unb richtete eine furchtbare Verwüstung an. Sämmtliche Fensterscheiben, Flaschen unb Gläser wurden zertrümmert. Sieben Personen, darunter der Metzgerbursche unb ber Wirth würben letztere schwer verletzt.

Mannheim, 5. Januar. Die zwanzigjährige Tochter einer angesehenen Heibelberger Familie har sich in Neustabt aus Eifersucht mit einem Revolver in den Leib geschossen; ihr Zustand ist lebensgefährlich.

* Aus Sachsen, 5. Januar. Als ben Begrünber ber heutigen Papiererzeugung aus Holzstoff kann man ben am 27. Juni 1816 in dem sächsischen Städtchen Hainichen ge­borenen frühem Webermeister F. G. Keller betrachten. Derselbe wurde im Jahre 1844 durch die Beobachtung, baß eine Wespe aus mürben Holzfasern ein Nest baute, dessen dünne Wände dem Papier ähnlich waren, zuerst zur Ver­wendung des Holzstoffes zur Papiererzeugung geführt. Da Keller nicht das Geld besaß, um seine in jahrelangem Mühen verbesserte Erfindung selbst ausbeuten zu können, so verkaufte er dieselbe, sand dabei aber den Lohn ber meisten Erfinber die Armuth. Der verdienstvolle Mann arbeitete bis in die jüngste Zeit als Mechanikus in Krippen bei Schandau. Die deutschen Holzpapierfabrikanten haben jedoch seinen Lebensabend dadurch gesichert, daß sie ihm ein Ehren­geschenk von 12,000 Mark zu Weihnachten überreichen ließen. '

In Rudolstadt curfirt augenblicklich ein nicht übler Witz. Wie die Blätter melden, wurde von den sämmtlichen Bürgermeistern des Landes kürzlich dem Fürstenpaar die Hochzeitsgabe ber Städte überreicht. Die Herren wurden zur Tafel geladen und erhielten alle je eine Cravatten- Nadel. Gleich darauf durcheilte die Residenzstadt die Kunde: Sämmtliche Bürgermeister des FürstenthumS sind In den Nabelstand" erhoben worden!

* Leistungen einer Locomotive. Wie bas Fachblatt Engeenering" mittheilt, lieferte kürzlich eine Locomotive ber Pennsylvania-Eisenbahn folgenbe erstaunliche Leistung. Sie beförberte einen Güterzug von Chicago nach Philabelphia, ohne daß sie auf ber 1325 km langen Strecke auch nur ein einziges Mal vom Zuge losgekuppelt worben wäre. Die Leistung ist bis jetzt noch von keiner Maschine auch nur an» nähernd erreicht. Die Gesammtlänge des beförderten Zuges betrug dabei über 490 m; die Ladung (Roggen) hatte ein Gewicht von 1200 t, in 40 Wagen vertheilt, pro Wagen also 30 t. Die Locomotive nebst Tender hatte ein Gewicht von 85 t; der ganze^Zug wog 1830 t ober 36 600 Gentner.

* Vom Eichsfelde, 7. Januar. In einer Wirtschaft zu Gerterode kam es zwischen dem Müllerssohu Gunkel und dem 26jährigen Müllerburschen wegen eines Mädchens zu Reibereien. Auf dem Heimwege wurde der Müller von feinem Nebenbuhler erstochen, worauf sich letzterer er hängte.

* Das Aller der europäischen Forsten. Europa hat gegenwärtig vierzig regierende Fürsten. Von ben selben ist Papst Leo XIII. der älteste an Jahren, er hat nämlich im Jahre 1892 das 82. Lebensjahr vollendet. Auf ihn folgen Großherzog Adolph von Luxemburg unb Fürst Abolph von Schaumburg-Lippe mit je 75 zurückgelegten Lebens­jahren; König Christian IX. von Dänemark, HcrzogErnst II. von Sachsen - Coburg - Gotha unb Großherzog Karl Alexanber von Sachsen-Weimar mit je 74; Königin Victoria von Englanb unb GroßherzogFriebrich Wilhelm von Mecklenburg» Strelitz mit je 73; Fürst Waldemar zur Lippe mit 68; Herzog Georg I. von Sachsen » Meiningen, Großherzog Friedrich von Baben unb Herzog Ernst von Sachsen-Altendurg mit je 66; Großherzog Peter von Olbenburg mit 65; König Albert Von Sachsen mit 64; König Oscar II. von Schweben unb Norwegen mit 63; Fürst Karl von Schwarzburg-SonderShausen unb Kaiser Franz Joseph II. von Oesterreich mit 62; Fürst Georg Victor von Waldeck und Pyrmont und Herzog Friedrich von Anhalt-Dessau mit je 61 unb Fürst Heinrich XIV. Reuß j. L. mit 60 zurückgelegten Lebensjahren; zwanzig, also gerade bie Hälfte der- europäischen Fürsten, haben mithin daß 60. Lebensjahr überschritten. Von ben folgenben stehen fünfzehn im zweiten Menschenalter. Es sinb bieS: Leopolb II., König ber Belgier, mit 57; König Karl von Rumänien mit 53; Fürst Johann II. von Liechtenstein mit 52; Fürst Nikita von Montenegro mit 51; ber Groß»