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üiges Beisammensein" an.
7k. 1,50, Eintrittskarte Mk. 1,- er (Rudolphs Rachf.) und am -.[76 istaurant.
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Nr 8 Erstes Blatt
Dienstag r-en 10 Januar
1893
Der
Anzeiger etldjemt tägltd), eit Ausnahme deS Montags.
Die Gießcner .Aamitteubtätler werden dem Anzeiger «rSchcnrlich dreimal btigeltgL
Siebener Anzeiger
Keneral-Nnzeiger.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Äreis Gietzen
chratisbeitage: chießener KamilienMtter
hinsichtlich deren allein
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Hirfte die Getreideausfuhr Rußlands nach Deutschland s n°r Ausschreitungen >eder Art, insbesondere gegen
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im Jahre
1892
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79 502
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.
12 659 912
2 593 205
überhaupt «us Ruhland
1885/87
1888
1889
1890
1891
1892
5 318 944
1 209 445
Mit anderen Worten: statt drei Fünftel beziehen wir jetzt nur noch ein Fünftel unseres Bedarfs an Weizen aus Rußland, statt vier Fünftel unseres Roggenbedarfs gleichfalls nur noch ein Fünftel, statt neun Zehntel unseres Haferbedarfs Mur noch ein Zehntel. Auch das noch verbleibende Fünftel bez. Zehntel würden wir nöthigenfalls aus anderen Exportländern, insbesondere aus den Kornkammern unseres handelspolitischen Bundesgenossen und aus überseeischen Gebieten zu decken in der Lage sein. Wer unter diesen Umständen bei einem Handelsverträge mit Rußland der gebende, wer der nehmende Theil sein würde, ist hiernach nicht schwer zu entscheiden. Allerdings war diese'bedeutende Verminderung der Getreideeinfuhr aus Rußland nur in Folge der letzten sehr guten
Gießen, am 2. Januar 1893.
Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Gießen. Dr. Melior, Negierungsrath.
medrig bleiben, zumal Deutschlands verhältnißmäßig geringer Fehlbetrag an Getreidefrüchten in normalen Zeiten mit Leichtigkeit durch den Export Oesterreich-Ungarns, Rumäniens und Amerikas gedeckt werden kann, und Deutschland gar nicht auf die Getreideversorgung aus Rußland angewiesen ist. Bei dem Abschlüsse eines Handelsvertrages mit Rußland sollte dieser wichtige Punkt in dem wirthschaftlichem Der- hältnisse zu Deutschland maßgebend werden.
der stürmiscken Verhandlung den Saal.
Saarbrücken, 7. Januar. Der Strike hat sich gegen gestern fast nicht verändert- es sind einige Bergleute mehr angefahren. Mitglieder vom Vorstande des Rechtsschutzvereins wurden wegen Unterschlagung von Vereinsgeldern verhaftet.
der Antheil Ruhlands an der deutschen Geiammteinfuhr von
Deutschlands Unabhängigkeit vom russischen Getreidemarkte.
(Ein Beitrag zu dem geplanten deutsch-russischen Handelsverträge.)
Eine glänzende Leistung hat die deutsche Landwirtschaft im verflossenen Jahre aufzuweisen, denn ein ganz bedeutender Rückgang der Getreideeinfuhr aus Rußland und die Unabhängigkeit Deutschlands vom russischen Getreidemarkt hat sich im Jahre 1892 in überraschender Weise vollzogen. Zum klaren Beweise dafür wollen wir die Einfuhrstatistik der letzten Jahre reden lassen, denn in einer solchen Frage beweisen Zahlen mehr als Worte. Nach den bis jetzt vorliegenden Veröffentlichungen des statistischen Amrs betrug
Bekanntmachung,
betreffend das Ersatz-Geschäft für 1893.
Hafer
60 o/o
75 o/o
92 o/o
93 o/0
86 o/o
11 %
eingeführt
Ausland.
Wien, 7. Januar. Die Peterspfennigspenden betrugen im Jahre 1892 Millionen Lire.
Wien, 7. Januar. Der Proceß des Verlegers Verga gegen Mascagni wegen unberechtigter Benützung der Novelle des ersteren zur Oper „Cavalleria rusticana“ wurde durch Vergleich beendet. Verga erhielt 140000 Lire Abfindungssumme.
Paris, 7. Januar. Der „Matin" kündigt die dem- nächstige Veröffentlichung von Acten des Bankiers Renaud an, welche Documente über zahlreiche Parlamentarier enthielten, wogegen die bisher erfolgten Enthüllungen nur Kinderspiel seien.
Paris, 7. Januar. Der Untersuchungsrichter vernahm die durch die neuesten Enthüllungen und die gestrigen Haussuchungen compromittirten Exminister Fallieres, Flourens, Granet und Doves. Die Geheimhafr wurde für die in Untersuchungshaft befindlichen Angeklagten in der Panama-Affaire aufgehoben.
Madrid, 7. Januar. Unter dem Vorsitze des Grafen von Paris fand Hierselbst eine Versammlung der orleanistischen Vertrauensmänner aus Frankreich statt. Es wurde beschloffen, die sofortige Einleitung einer entschiedenen Wahlthätigkeit anzuregen. Graf d'Haussonville sprach die Hoffnung aus, der Panamascandal werde der Republik bei den nächsten Wahlen ein Ende machen.
Birmingham, 7. Januar. Auf dem am nächsten Montag hier zusammentretenden Bergarbeitercongreß werden
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Absolut wurden im Jabre (Doppel-Ctr.)
willigen Bergleute. „ , ,
Köln, 6. Januar. Die „Kölnische Zeitung" bringt einen Artikel, betitelt: „Der Druck der Militärausgaben." Derselbe giebt eine vergleichende Uebersicht der Lasten der einzelnen Länder. Unter Anderem betragen danach die Kosten der Landesvertheidigung für Armee und Marine zusammen im Jahre 1892/93: in England 36,9, Rußland 28,7, Frankreich 27,1, Italien 22,4, Deutsches Reich 17,8, Oesterreich- Ungarn 17,6 Procent des Gesammtbudgets. Die Ausgaben für Verzinsung, Tilgung rc. der Staatsschuld erforderte in Italien 43,8, Oesterreich - Ungarn 29,3, Frankreich 28,4, England 27,9, Rußland 25,7, Deutsches Reich 12,9 Procent des Gesammtbudgets. Deutschlands günstige Stellung sei desto bemerkenswerther, weil die Schulden für den Eisenbahnkauf und für andere Anlagen, welche Einnahmen bringen und eigentlich nicht im Budget zu erscheinen brauchten, nicht ausgeschieden sind. Die Kosten der Landesvertheidigung betragen für 1892/93 pro Kopf der Bevökerung: in Frankreich 21,1, in England 17,4, im Deutschen Reiche 13,9, in Italien 9,0 und in Oesterreich Ungarn 7,6 Mark. Die Steuern pro Kopf betragen: in Frankreich 58,1, in England 39,0, in Italien 32,3, in Oestereich - Ungarn 28,2 und in dem Deutschen Reiche 20,6 Mark. Das Ergebniß der Darstellung sei daher, daß der Steuerdruck im ganzen Deutschen Reiche der geringstes und die Schuldenstatistik die günstigste ist. Die Behauptung sei unrichtig, daß das Deutsche Reich an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt sei. Möge man gegen die Militärvorlage, welche Gründe immer anführen, dieser müsse ausgeschieden werden. Wenn die neu geforderten Millionen zu Unrecht abgelehnt würden, so sei die Gefahr vorhanden, daß die bisher für die Landesvertheidigung auch bei uns ausgegebenen Milliarden vergebens vergeudet wurden.
Kol«, 7. Januar. Der „Köln. Volksztg." wird aus Gelsenkirchen gemeldelt: Heute ist noch Alles angefahren. Es herrscht vollständige Ruhe. Die Gendarmerie wurde verstärkt- morgen finden drei Versammlungen statt.
Barmen, 7. Januar. Der Wahlverein der Deutsch- Conservativen beschloß in einer zahlreich besuchten Versammlung von einer Organisation in Rheinland und der Grafschaft Mark, in der Rheinprovinz von der Bildung einer deutsch-conservativen Partei, im Gegensatz zu der bestehenden rheinischen Organisation vorläufig abzusehen. Eine Commission wurde mit der Abänderung des Programms der rheinischen Conservativen beauftragt. Die Antisemiten verließen inmitten
Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr- Ordnung werden alle im Jahre 1873 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirth- fchaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit ausgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zett vom 15. Januar bis zum 1. Februar l. I. bei bet Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Loosungs-Schein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlaffen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschloffen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden.
Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zett abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lasten.
Roggen
59 o/0
72 o/o
88 o/o
85 o/0
73 o/o
23 o/o
Deutsches Reich.
Berlin, 7. Januar. Das St aatsmini sterium hielt heute unter dem Vorsitz des Grafen Eulenburg eine Sitzung ab, welcher auch Graf Caprivi beiwohnte. Wie verlautet, wurde der Ausstand der Bergarbeiter im Saarrevier verhandelt.
Berlin, 7. Januar. Der „Reichsanz." theilt über die vom „Vorwärts" veröffentlichten Welfenfonds-Qui11- ungen die im April und Mai 1892 zwischen der deutschen Gesandtschaft in Bern und dem Reichskanzleramt geführte Correspondenz mit und bemerkt, die Reichsregierung habe von Anfang an eine Täuschung angenommen, weil die bezüglich der Welfenfondsgelder ausgestellten Quittungen nach der Decharge verbrannt worden seien, Quittungsformulare aber nie existirt hätten.
Berlin, 7. Januar. Die Weihnachtspause des Reichstages ist abgelaufen, am bevorstehenden Dienstag nimmt er seine Arbeiten mit der Generaldebatte über die Brausteuer- Vorlage wieder auf, woran sich unmittelbar die ersten Lesungen auch der Branntweinsteuer- und der Börsensteuer-Vorlage anreihen werden. Da die genannten Gesetzentwürfe im engsten Zusammenhang mit der Militärvorlage stehen, so wird ihre erstmalige parlamentarische Erörterung voraussichtlich einen weiteren Gradmesser für die Stimmung des Reichstages in der Militärfrage abgeben, besonders, nachdem in derselben mit der Neujahrskundgebung des Kaisers eine gewisse Klärung eingetreten ist. Die eigentliche Militärvorlage selbst wird mit den beginnenden Verhandlungen der großen Milnär-Com- mission auf eine unbestimmte Anzahl von Wochen dem Plenum einstweilen entrückt sein, doch ist hinlänglich dafür gesorgt, daß es dem letzteren in der Zwischenzeit an genügendem Berathungsstoff nicht gebricht. — Gleichzeitig mit dem Reichstage tritt auch das preußische Abgeordnetenhaus nach längerer Vertagung am Dienstag wieder zusammen, zunächst , um sich mit kleineren Sachen zu befassen. Die kommenden Wocben werden dann für das Haus besonders die Etatsberathung und hiermit ein ziemlich reichhaltiges Arbeitsmaterial bringen. Was aber die Hauptarbeit der gegenwärtigen Landtagssession in Preußen anbelangt, die Fortführung der Steuerreform, so werden die betreffenden Vorlagen wohl auch auf Monate hinaus in der Steuercommission des Abgeordnetenhauses verbleiben, so daß ihre Einzelberathung im Plenum eine noch sehr in der Ferne liegende Sache ist.
Berlin, 7. Januar. Vertreter der hiesigen Gewerbe-, Industrie- und Handelswelt vereinigten sich zu einem provisorischen Comito, um im Jahre 1893 eine Berliner G e- Werbeausstellung ins Leben zu rufen. An sämmtliche Handels- und Gew'erbekammern Deutschlands sind bereits Rundschreiben abgesandt.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Bericht über die Betriebsergebnisse der preußischen Staats e isenbahnen für 1891/92. In einem Schluß- paffus desselben wird der Gesammtheit des in Hamburg beschäftigten Dienstpersonals für das Verhalten während der Cholerazeit uneingeschränkte Anerkennung ausgesprochen und die Hingebung, Unerschrockenheit, hülfsbereite kameradschaftliche Gesinnung hervorgehoben.
Cobleuz, 7. Januar. Der heute hier erschienenen und zunächst von dem Regierungsralh zur Nedden im Auftrage des Oberpräsidenten empfangenen Abordnung der Bergleute aus dem Saarrevier (Rechtsanwalt Heyder, Bergleute Fox, Schäfer, Andre) hat der Oberpräsident nach Kenntniß- nahme von dem Zweck ihres Kommens und ihrer Zusammensetzung folgende Erklärung vorlesen lassen: „Der Oberpräsident lehnt die Annahme der Deputation ab, 1) weil dieselbe nicht ausschließlich aus fiskalischen Bergleuten besteht, wie er nach der Anmeldung annehmen mußte, 2) weil die Deputation nach der dem Regierungsrathe zur Nedden gemachten Angabe kommt, um Beschwerden und Anträge der
Weizen
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