Ausgabe 
7.9.1893 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

stammend. In den Tageszeitungen werden manche Fälle von verschiedenen Orten gemeldet (z. B. der letzte Neuwieder Fall, auch von Andernach oder Weißenthurm- der Fall von St. Goar-Hausen, auch von RüdeSheim, wohin der betreffende Kranke später gelangt war), sodaß die irrige Meinung ent­stehen kann, es handle sich um eine größere Zahl von Er­krankungen,- an dieser Stelle wird jeder Fall nur einmal aufgeführt.

Die verhafteten französischen Spione, lieber den Aufenthalt der in Kiel unter dem Verdacht der Spionage verhafteten beiden Franzosen tu Wilhelmshaven sind, wie das93. T." schreibt, in den letzten Tagen noch einige recht bemerkenSwerthe Einzelheiten bekannt geworden. In Begleitung der Franzosen befand sich während ihres drei« tägigen Wilhelmshavener Aufenthaltes, der sonderbarer Weise genau mit dem drei Tage währenden Schützenfest zusammen­fiel, welches die Aufmerksamkeit der Polizei in hohem Maße in Anspruch nimmt eine ältere, vornehm gekleidete Dame, welche französisch mit ihren Begleitern sprach. Da die Dame in Riet nicht mehr gesehen wurde, vermuthet man, daß sie die bis dahin gemachten Aufzeichnungen an sich genommen und sich damit auf dem schnellsten Wege nach Frankreich zurückbegeben habe.

Lübeck, 4. September. Die Bauhandwerker Lübecks wollen in den Srrtke eintreten, wenn die Arbeitgeber ihnen die verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligen.

Metz. 4. September. Als der Kaiser heute an der Spitze der Fahnencompagnie in die Stadt zurückkehrte, wurde ihm durch mehrere Hunderte italienischer Arbeiter eine Kundgebung gebracht. Der Kaiser ließ die Musik auf­hören und den italienischen Königsmarsch spielen- daraus er­neuter Jubel der Italiener.

Ausland.

Wien, 4. September. Von zwei aus Ungarn hier ein­getroffenen Arbeitern ist einer unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt und sofort nach dem Cholera- hoSpital tranSportirt worden.

Wieo, 4. September. Wegen der großen Cholera­gefahr verbot die niederösterreichische Statthalterei den Zuzug der Wallfahrer aus Ungarn, Croatien und Galizien nach Niederösterreich.

Brüssel, 4. September. Die Preffe berichtet, daß die holländische Regierung die deutsche um Verhinderung des projectirten Baues des Rhein- und Moselcanals ersucht. Der Handel und Verkehr würde in Rotterdam be­deutend abnehmen, in Antwerpen dagegen sich heben.

Paris, 4. September. DaS endgiltige Wahlresultat ist gestern Abend festgestellt worden. Daffelbe setzt sich wie folgt zusammen: Gewählt sind 475 Republikaner, 63 Con- servative, 25 Ralliirte. Zehn Wahlbezirke stehen noch aus. ErwähnenSwerth ist, daß Clemenceau, Floquet, Pichon, Muzet und BarreS unterlegen sind. Abends sanden große Mani- festationen statt.

Paris, 4. September. In Prades sind innerhalb vier Wochen 70 Personen an der Cholera gestorben. Ein großer Theil der Bevölkerung ist bereits auSgewandert. Ein Mitglied des GefundheitSratheS wurde vom Minister des Innern entsandt, um Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung der weiteren Ausdehnung der Seuche zu treffen.

Neueste Nachrichten.

WolfsS telegraphisches Corrcspondenz-Bureau.

Berlin, 5. September. DiePost" erfährt, die heute begonnenen ConferenzenderVertreterderBundes- st aaten Über die Ausführung der Beschlüffe der Frankfurter Finanzminister Conferenz dürften acht bis vierzehn Tage in Anspruch nehmen.

Metz, 5. September. Der luxemburgische Staatsminister v. Eischen, sowie der luxemburgische Gesandte in Berlin, Graf Villers, sind als Abgesandte des Großherzogs von Luxemburg vom Kaiser vor dem Galadiner in Audienz em­pfangen und mit einer Einladung zum Diner beehrt worden. Ebenso erhielt der deutsche Ministerresident von Luxemburg, Kammerherr v. Bülow, eine Einladung.

Metz, 5. September. Bei dem gestrigen Parade­diner toastete Seine Majestät der Kaiser auf das 16. Armezcorpö und ernannte sich, um seiner Allerhöchsten Zufriedenheit mit den Leistungen des CorpS Ausdruck zu geben, zum Chef des Infanterie-Regiments Nr. 145. Der com- mandirende General des 16. Armeecorps, Graf v. Haeseler, dankte im Namen deS CorpS.

Metz, 5. September. Dem heutigen Manöver der beiden Divisionen dcS 16. Armeecorps unter Leitung deS CorpS- commandeurS Generals der Cavallerie Grafen v. Haeseler zwischen Metz und Urville wohnte Se. Majestät der Kaiser mit den fürstlichen Gästen bei. Seine Majestät hielt die Höhe westlich von dem Dorfe Coligny. Dieser Ort wurde um 10 Uhr Vormittags nach heftigem Gefecht vom Westcorps genommen und daS OstcorpS gegen Urville zurückgedrängt. Hierauf erfolgte der Schluß deS heutigen Manövers. Seine Majestät der Kaiser kehrte sodann nach Urville zurück, die Fürstlichkeiten begaben sich nach Metz.

Bremen, 5. September. Die 46. Hauptversammlung de- Guftav-Adolf-VereinS wurde vor ihrer Eröffnung durch den Vorsitzenden dcö Bremer HauptvereinS, Consul Adami, sowie im Namen deS Senats der freien Stadt Bremen durch Bürgermeister Luermann mit herzlichen Ansprachen be- grüßt, die der Vorsitzende, Geh. Rath Fricke-Leipzig, mit warmen begeisterten Worten erwiderte. Bei dem darauf folgenden Eröffnungsgottesdienst im Dom hielt Stadtpfarrer Dr. Hasenclever an» Freiburg i. B. die Predigt. Die Theilnahme an der Versammlung ist eine überaus zahlreiche.

Köln, 5. September. Ein hier zugereister und gestern wegen verdächtiger Erkrankung in das Augusta-HoSpital ge­brachter Italiener ist heute an asiatischer Cholera gestorben.

FredenSborg, 5. September. Der Bruder deS Königs, Prinz Wilhelm, ist heute Abend 6 Uhr gestorben.

Petersburg, 5. September. Vom 31. August bis 2. Sep­tember kamen in Petersburg vor 26 Erkrankungen an Cholera und 13 Todesfälle, in Moskau vom 27. bis 30. August 108 Erkrankungen und 57 Todesfälle, in den Gouvernements Podolien vom 19. bis 26. August 1229 Er­krankungen und 604 Todesfälle, Orel vom 20. bis 26. August 689 Erkrankungen und 243 Todesfälle, in demselben Zeit­räume in den Gouvernements Kiew 740 Erkrankungen und 284 Todesfälle, Minsk 232 Erkrankungen und 101 Todes­fälle, Poltawa 283 Erkrankungen und 127 Todesfälle, Charkow 182 Erkrankungen und 87 Todesfälle, Öhrobno 187 Er­krankungen und 59 Todesfälle, Kalifch 114 Erkankungen und 61 Todesfälle und im Dongebier vom 27. bis 29. August 132 Erkrankungen und 66 Todesfälle.

Washington, 5. September. Der neuernannte deutsche Botschafter Freiherr v. Saurma-Jeltzsch ist gestern vom Präsidenten Cleveland in Audienz empfangen worden. In den hierbei ausgetauschten Reden wurden die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und den Union»- staaten hervorgehoben und das Vertrauen zur Aufrechterhaltung derselben ausgesprochen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 5. September. Die Sanitätscommission in den Vororten tritt auf behördliche Veranlassung zusammen, um Vorschläge Über die Maßnahmen zur Abwehr der Cholera zu machen.

Berlin, 5. September. Der Kyffhäuserverband hat auf den Antrag deutscher Studenten hin Profeffor Her­mann Strack die Ehrenmitgliedschaft des Vereins entzogen, angeblich wegen der Stellung Stracks zum Apostolikum.

Reichenberg, 5. September. Die gestrige Versammlung der Antisemiten wurde wegen des ungeheuren Tumultes und einer Schlägerei zwischen den Christlich-Socialen und Socialdemokraten aufgelöst.

Wiesbaden, 5. September. Heute Mittag wurde auf dem hiesigen Amtsgericht die Liegenschaft der im ConcurS befindlichen Actien-GesellschaftWiesbadener Bade-Etabliffe- ment" zum zweiten Male öffentlich zwangsweise ver­steigert. ES erfolgte abermals kein Gebot.

Mannheim, 5. September. Amtlicher Mittheilung zu­folge ist hier eine Erkrankung an asiatischer Cholera constatirt worden. Die Regierung hat die Einführung einer Controlstation für alle Rheinschiffe am hiesigen Platze an- geordnet.

Kiel, 5. September. Reichsanwalt Treplin ist in der Angelegenheit der französischen Spione hier an­gekommen.

Paris, 5. September. Die ganze Pariser Presse be­spricht die deutschen Kaisermanöver inLothringen. DasJournal des DvbatS" bringt heftige Angriffe gegen die Theilnahme des italienischen Kronprinzen an den Manövern. DerMatin" ist der Ansicht, daß die Bevölkerung in Elsaß- Lothringen sich in ihrer Gesinnung sehr zu Gunsten Deutsch­lands geändert habe.

Metz, 5. September. Bei der Festtafel für die Civil- behörden sprach der Kaiser den Lothringern seinen wärmsten, herzlichsten Dank für die ihm gewordene Aufnahme aus. AuS den Ovationen ersehe er, daß Lothringen bei dem Reiche sich wohlfühlt, ihm sei entgegengeklungeo:Wir Lothringer sind loyal, conservativ." Er erstrebe den Frieden- deshalb habe er unter ihnen ein Heim gegründet, damit sie die Versicherung entnehmen könnten, daß die Lothringer ungestört ihrem Er­werbe nachgehen könnten, daS deutsche Reich sichere ihnen den Frieden- deutsch sind sie, deutsch werden sie bleiben, dazu Helse Gott und daS deutsche Schwert. Er trinke auf daS Wohl der Reichslande, der treuen Lothringer.

Cocolcs Ktiö provinzieller.

Gießen, 6. September 1893.

HundeShagen Stiftung. Aus dem Berbandstage des Hessischen ForstvereinS hat Herr Geheime Hosrath Profeffor Dr. Heß hier um Bewilligung einer Unterstützung für die von Professoren und Studirenden der Forst- und Cameralwiffenschast der Universität Gießen in Aussicht genommene Stiftung zu Ehren des im Forstfache namentlich bei den Senioren durch seine sorsttechnischen Schriften rühmlichst bekannten verstorbenen Forstmannes Joh. Christ. Hundeshagen, weiland Professor zu Gießen plädirt. Diese Stiftung beabsichtige neben Ge­währung von Stipendien an unbemittelte Studirende des Forstfaches der Universität Gießen in erster Linie auch die Unterstützung practischer Forstleute bei wissenschaftlichen Reisen, Arbeiten u. s. w., und eS stehe außer allem Zweifel, daß der Staat durch den bei solchen Unternehmungen erweiterten Gesichtspunkt seiner Forstbeamten nur Nutzen haben könne. Der Antrag wurde nach längerer DiScussion daraufhin in der Fassung angenommen, daß der Stiftung die beantragte Unterstützung in Aussicht gestellt wird, sobald dieselbe, welche bisher nur noch den Privatbemühungen des Herrn HofrathS Heß und seiner engeren Freunde und Collegen ihr Entstehen verdankt, durch demnächstigen öffentlichen Aufruf in'- Leben trete.

* * Wetterauer Lbst. Um den Händlern und Consnmenten den Einkauf von Obst möglichst zu erleichtern, hält der Oberhessische Obstbauverein auch in diesem Jahre wieder Obstmärkte in Verbindung mit OdsthandelSauSstellungen ab, und zwar im Saalbau in Friedberg in der Wetterau vom 13. September, im Hessischen Hof in Butz­bach vom 14. September an. Da die Obsternte tn Oberhessen eine sehr große sein wird und sowohl feine Tafel­äpfel wie WirthschastS- und Kelterftüchte wunderbar schön ausgebildet sind, werden Obstmärkte und -Ausstellungen sehr stark beschickt werden, weshalb fremden Käufern eine reiche Auswahl an schönen ©orten zu Gebote stehen wird. Nähere Aus­kunft und allenfalls auch Kaufvermittelung ist zu erlangen

durch die Geschäftsstelle deS Oberhessischen LbltbauvereinS in Friedberg und durch Herrn Kalbfleisch in Butzbach, Geschäfts, führer für den dortigen Markt.

* Deutscher Tabakvereiu. Am 4. und 5. September tagten in Berlin der Ausschuß und Vorstand deS nunmehr ca. 1100 Rohtabak Handlungen, Tabak-, Cigarren- und Ei- garretteofabrikeu umfassendenDeutschen TabakvereinS", um die neu aufgerollte Zoll- und Steuerfrage einer Vor­besprechung zu unterziehen. Alle Zweige und sämmtliche Jn- dustriebezirke der Tabakbranche waren vertreten. AuS den erstatteten Berichten ergab sich, daß sich schon jetzt schädliche Folgen der neuen Beunruhigung der Branche in hobem Maße fühlbar machen. Der Absatz der Fabrikate stockt, der Fa­brikant verhält sich im Ankauf von Rohtabak zrrrückhaltend, und in Folge der herrschenden Unsicherheit und Aufregung drohen somit auch den Arbeitern wie den Tabakbauern große Schäden. ES wurde beschlossen, die- zur Kenntniß der Re­gierungen der Einzelstaaten zu bringen und denselben namentlich die Wirkungen einer Aenderung der jetzigen Besteuerung deS Tabaks sowohl in wirthschastlicher als auch in sozialpolitischer Hinsicht, welche sich Herausstellen werden als Arbeitermassen- entlassungen und Vernichtung zahlreicher selbstständiger Wirth- schastlicher Existenzen, begründet vorzuführen. Ferner soll den Regierungen erklärt werden, daß sich derDeutsche Tabakoerein" wie die gesammte von Ihm reprasentirte Branche den neuenTabakstcuerprojecten" gegenüber ablehnend ver­halten müsse, weil keine anderweitige Besteuerungsart geeignet fei, den Tabak für die Reichskasse ertragsfähiger zu machen, ohne die schwersten Beeinträchtigungen sowohl für die gesammte Branche als auch insbesondere für einzelne Zweige derselben nur höchst beklagenSwerthe Folgen in sozialpolitischer Hinsicht mit sich zu bringen. Um Gelegenheit zu finden, sich hiervon zu überzeugen, sollen die Regierungen ersucht werden, Sach­verständige auS den Interessentenkreisen zu hören. Im Wei­teren wurde daS vorliegende Material über den Umfang der Tabak-, Cigarren- und Cigarretten-Joduftrie" in Hinsicht der Anzahl der Betriebe, der beschäftigten Arbeitskräfte und der Capitalumsätze gesichtet, um für eine umfassende Darstellung der Bedeutung dieser Branche und der Größe der drohenden Schäden statistische Unterlagen zu gewinnen und beschlossen, daS Ergebniß dieser Untersuchungen raschestenS zu verbreiten.

* * Schwindler. Ein bis jetzt unbekannter Schwindler versuchte gestern Abend dadurch einen Betrug auszuführen, daß er in einem gut fituirten Hause der Ostanlage einen angeblich von seinem Prinzipal geschriebenen Brief überbrachte, worin letzterer, well augenblicklich in Verlegenheit, um 50T?£ Kleingeld auf eine Stunde bat. Die betreffende Dame war jedoch vorsichtig, sie versprach daS Geld durch ihr Dienstmädchen an die Adresft zu schicken, worauf der Schwindler daS Weite suchte. Bemerkt sei noch, daß der betr. Prinzipal, ein hervorragender Fabrikant, überhaupt sich nicht hier, son­dern auf der Reise befindet.

* * Unfall. Gestern Nachmittag fiel ein fünfjähriger Junge von der Löwenstein'schen Hofraithe auS in den Stadtbach und verletzte sich am Kopse.

* verhaftet wurde ein hier bediensteter Knecht wegen Unterschlagung und wegen Vergehen- gegen § 175 des R. Str.- Gesetzes.

* * Postkarten für drei Pfennige endlich einmal eine Neuerung auf postalischem Gebiete, auf dem sonst nach viel- ücrbrcitctcn Meinungen eine völlige Stagnation eingetreten ist. Allerdings steht unter der AufschriftPostkarte" gedruckt: Giltig nur im Aufgabeorte und im zugehörigen Landbestell- bezirke" - also eine Preisherabsetzung für die Postkarte hn Localvxrkehr. Leider ist aber die neue Dreipfennigpostkarte zunächst nur in Baiern eingesührt und wir können nur wünschen, daß auch die Reich S p o st, die doch sonst gern an der Spitze zu marschieren pflegte, dem gegebenen Beispiele schleunigst folge.

* * Wie Postsendungen verspäten können, lehrt ein Beispiel auS Gleiwitz. Dort bemerkte ein Polizeibeamter, daß ein Dienstmädchen einen Brief in den Briefkasten eine- Kohlen­geschäft- hineinwarf. Da dem Polizeibeamten bekannt war, daß das Geschäft in Gleiwitz nicht mehr besteht, richtete er an daS Dienstmädchen die Anfrage, für wen der Brief denn eigentlich bestimmt sei. Als er erfuhr, daß bad unerfahrene Mädchen einen Postbrief in den Kasten gesteckt habe, wurde der Briefkasten gewaltsam geöffnet. ES fanden sich in dem­selben, wie derOberschl. Wand." berichtet, 13 Briese vor, die zur Besörderung durch die Post bestimmt waren. 8» wurde nunmehr auch ein zweiter, demselben Üohlengeschäft gehöriger Briefkasten gewaltsam geöffnet, und dort wurden sogar 17 Postbriefe und Postkarten vorgefunden. Die Postkarten rühren zum Theil bereit- auS dem Jahre 1892 her, cS befinden sich darunter auch NeujahrSgratula» tionen. Auch einigeeilige" portopflichtige Dienftiachetr wurden vorgefunden. Die Briefschaften wurden der Post» behörde übergeben, die sie mit Aufschriften, betreffend den Grund der verspäteten Zustellung, weiterbefördern wird.

* Kür den guten alten Schulranzen. Wie daSBerliner Fremdenblatt" mittheilt, hat die Breslauer Schulbehörde in einem an die Eltern erlassenen Mohnwort die Kinder dringend gewarnt, die Schulbücher in der Hand oder in Mckppen zu tragen, weil die- durch die einseitige Belastung der Wirbel­säule unfehlbar zur seitlichen Verkrümmung derselben führen müsse- mit warmen Worten wird dagegen dergute alte Schulranzen" empfohlen. Wägungen der in den höheren Mädchenschulen Brr-lou- zu tragenden Bücher ergaben, daß da» Durchschnittsgewicht in den einzelnen Klaffen betrug: in der I. 5s/<, in der II. 6/«. in der III. 7, in der IV. 6>,i, in der V. 4 und in der VI 2/t Pfd. Da- höchste Gewicht war: in der I. 6l/g, in der II. 8, in der III. 88/<# in der IV. 7% in der V. 4l/t und in der VI. 3/» Pfund.

Vor einigen Tagen durcheilte da» Gerücht die Presse, daß in der Dr. Lassar scheu Klmik in Berlin eine durH Seife entstandene neue Hautkrankheit entdeckt und von dem