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ihre Sitzungen unterbrochen und sich zum Theil nach aus­wärts begeben hatten, find nunmehr wieder vollzählig in der sächsischen Hauptstadt versammelt. Am Montag Mittag wurden die Delegirten zur SanitätSconferenz von der Königin Carola empfangen.

Die CentrumSparrei in Reichstagswahl­kreise Dortmund schien anfangs geneigt, bei der daselbst am 3. Mai stattfindendeu Ersatzwahl auf die Ausstellung einer eigenen Candidatur zu verzichten und auS taktischen Gründen mit für den Candidaten der Freisinnigen zu stimmen. Nun« mehr aber wird auS Dortmund gemeldet, daß die dortige CentrumSpartei sich doch entschlossen har, mit einem eigenen Candidaten vorzugehen, als welcher Redakteur Lensing auS- gewählt worden ist. Herr Lensing steht gleich seinem Collegen FuSangel, dem jetzigen Reichstagsvertreter für Olpe-Meschede, auf dem demokratischen Standpunkte innerhalb der CentrumS- partei, seine Candidatur beweist ausS Neue, daß sich in den breiten Wählermassen des CentrumS mehr und mehr eine Schwenkung nach links hin vollzieht.

Ausland.

Paris, 5. April. In Frankreich hat das am 30. März in einer untergeordneten Budgetfrage zu Falle gekommene Cabinet Ribot endlich einen Nachfolger erhalten. ES ist dies daS am Dienstag zu Stande gekommene Cabinet unter dem Vorsitze des bisherigen UnterrichtSminifterS Dupuy. Letzterer hat in dem neuen Cabinet außer dem Präsidium noch daS Ministerium des Innern übernommen, die weiteren Mit­glieder des Cabinets sind: Develle (AeußereS), Peytral (Finanzen), Guärin (Justiz), Princarö (Unterricht), Terrier (Handel), General Loizillon (Krieg), Admiral Rieunier (Marine), Vierte (Arbeiten) und Biger (Ackerbau). Der Minister des Aeußern, der Kriegsminister und der Marineminister sind also auS dem gestürzten Ministerium in gleicher Eigenschaft auch in daS neue Cabinet eingetreten, während Dupuy den Unter« richt abgegeben und dafür daS Innere, sowie das CabinetS« Präsidium übernommen hat- die anderen neuen Minister gehörten theilweise ebenfalls schon früheren Ministerien an. DaS Cabinet Dupuy gedachte sich am Donnerstag der Depu« tirtenkammer vorzustellen und hier sein Programm zu ent­wickeln.

WolffS telegraphische« Correspondenz-Bureau.

Berlin, 5. April. Für den Garantiefonds der Ber­liner Gewerbe-AuSstelluug für 1896 sind bis jetzt 2,300,000 Mk. gezeichnet. Die großen Verkehrsinstitute und Banken sind dabei noch nicht betheiligt.

München, 5. April. Die Versammlung deutscher Historiker wählte Professor Huber-Wien zum ersten, Pro­fessor Heigel zum zweiten Vorsitzenden, Locher zum Sekretär.

Madrid, 5. April. Die Regentin unterzeichnete ein Dekret, betreffend die Einführung einer einprocentigen Steuer auf Börsen-Operationen.

Depeschen de« Bureau »Herold*.

Berlin, 5. April. Sicherem Vernehmen nach wurde in derConferenz des Kaisers mit demReichSkanzle.r am Charfreitag der Fall Brandes bezw. die darüber aus Paris eingelaufenen Depeschen besprochen. Aus guter Quelle wird versichert, der Monarch habe die Angelegenheit anfangs ziemlich ernst aufgesaßt, nachträglich messe er jedoch auf Grund der stattgehabten Feststellungen eine weitergehende Bedeutung derselben keineswegs mehr bei. Auf Grund 'der von der französischen Regierung abgegebenen Erklärungen darf die Angelegenheit alö erledigt betrachtet werden.

Berlin, 5. April. DieNationalztg." entnimmt auS der officiösen Erwiderung derNordd. Allg. Ztg." betreffend die Militärvorlage die Bestätigung, daß die Regierung mit der steifen Hartnäckigkeit, welche sie in der Commission ent­wickelte, in die zweite Plenarberathung eintreten wird und daß eS zwecklos sei, sich weiter um eine Verständigung zu bemühen.

Berlin, 5. April. Die diesjährige Frühjahrsparade findet am 2. Juni statt.

Berlin, 5. April. Die gestern Abend vollzogenen Wahlen zum GewerbegerichtSauSschuß sind durch­weg zu Gunsten der Socialdemokraten ausgefallen. Die Großindustrie ließ es an der Betheiligung völlig fehlen.

Berlin, 5. April. Ein kaiserlicher Erlaß genehmigt die Aufnahme einer Re ichSa nlei he von 152228 147 Mark. Davon sind 52 Millionen Z procentig, für den Rest wird der Reichskanzler zu 3V,procentiger Verzinsung ermächtigt.

Berlin, 6. April. Abgeordneter Groeber, der Bericht­erstatter der Mtlttärcommission, stellte seinen Bericht an das Plenum soweit fertig, daß dessen Verlesung in der Commission kurz nach dem Wiederzusammentritt deS Reichstags erfolgen kann.

Berlin, 6. April. Generalfeldmarschall Graf Blumenthal ist von seiner Krankheit nahezu wieder hergestellt und empfängt wieder täglich dienstliche Mel­dungen.

Altona, 5. April. Im hiesigen Hauptbahnhofe fand ein Bahnbeamter zwischen den Schienen festgeklemmt eine mit weißer Masse gefüllte Patrone. Bei dem Untersuchen derselben explodirte dieselbe und verletzte den Beamten schwer.

Stuttgart, 5. April. Der Geographentag wurde in Gegenwart des UönigSpaareS, der Mitglieder deS König- lichen Hauses und deS StaatSministeriumö feierlich eröffnet. Der Ehrenpräsident Prinz Hermann von Sachsen Weimar begrüßte den Congreß, den AdmtralitätSrath Neumayer-Ham- bürg einleitete. Professor Rein Bonn sprach über die Rück­wirkung der neuen Welt auf die alte. Dr. Stuhlmann führte die Akkazwerginnen mit einem ausführlichen Referat vor.

CocaUs unb provinzieller.

«ietze». 6. April 1893.

K. Oberheffifcher SefchichtSverei«. Obgleich daS Wetter so schön war, nahmen doch nur Wenige an dem gestrigen AuS- fluge nach Ober-Florstadt theil. DaS cast rum daselbst hat eine Ausdehnung von 165 zu 157 Meter. Die Um­fassungsmauern sind fast vollständig auSgebrochen. Doch ge­lang eS, die Thore und Straßen aufzufinden. Prachtvoll erhalten ist der westliche Thurm deS südlichen ThoreS. DaS Innere ist von zahllosen Mauern durchzogen. DaS prae­torium ist nur ca. 20 Meter von der nördlichen Mauer ent­fernt. Im südöstlichen Viertel liegen zahlreiche Gebäude, für die Unterbringung der Mannschaften bestimmt, zum Theil mit Heizanlagen versehen. Die Stempel einiger Cohorren der Be­satzung sind gefunden worden, so z. B. der 32. Cohorte der Frei­willigen, einer Cohorte römischer Bürger, einer Cohorte der Belgier, der Rhätier rc. Ein von Westen nach Osten ziehender, auS behauenen Sandsteinen erbauter Kanal entwässerte das Lager. In weitem Umkreise befanden sich bürgerliche Nieder­lassungen, die Reste großer Billen u. s. w. Und doch liegen die Lager von Staden, Stammheim, Altenstadt, von Bingen­heim und Echzell in sichtbarer Nähe. Wie stark muß die Besatzung, wie dicht die Bevölkerung zur römischen Zeit hier gewesen sein! Heute werden die Gräben wieder zugeschüttet. ES beginnt jetzt die Untersuchung der Thürme des Limes, anfangend am Köpperner Thal. Im August wird das auf dem Ziegenberg nördlich von Grüningen gelegene Lager untersucht werden. Im September schließt sich daran die Untersuchung deS Limes und des caatrum bei Arnsburg. Die muster­gültigen Arbeiten des Herrn Friedrich Koster werden gewiß noch viel Neues zu Tage fördern.

Verhaftet wurde gestern ein 14jährigeS Bürschchen wegen eines Einbruchdiebstahls.

** Märkte tu Lberheffeu und Umgebung im Monat April 1893. 10. Alsfeld, Viehmarkt - Schotten, Vieh- markt- Frankfurt a. M., 3 Tage Pferdemarkt- Her­born, Vieh- und Krämermarkt. 11. Grebenau, Bieh- markt - Gießen, 2 Tage Diehmarkt - Gelnhausen, Viehmarkt. 13. Kirchberg, Vieh- und Krämermarkt- Leun, Vieh- und Krämermarkt- Haiger, Viehmarkt. 18. Darmstadt, Viehmarkt - Ulrichstein, Viehmarkt- Gelnhausen, Viehmarkt- Hanau, Viehmarkt. 19. Hom­berg a. d. O., Vieh- und Krämermarkt- Friedberg, Vieh« und Krämermarkt, Al len darf a. d. Lda., Vieh- und Krämermarkt- Ulrichstein, Viehmarkt. 20. Butzbach, Vieh- und Krämermarkt- Lauterbach, Vieh- und Krämer- markt- Freienseen, Vieh- und Krämermarkt - Marburg, Schweinemarkt. 24. Liß berg, Viehmarkt- 25. Darm- stad t, 8 Tage Messe- Gießen, 2 Tage Vieh- und Krämer­markt. 26. Ruppertenrod, Vieh- und Krämermarkt. 27. Fulda, Viehmarkt.

** Oeffeutliche Anerkennung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben dem Arbeiter Adolf Börner aus Kelsterbach in Anerkennung der von demselben am 8. Februar dss. IS. mit Muth und Ent­schlossenheit, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung deS Georg Freund von Höchst a. M. vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu verleihen geruht.

* Reichsgerichtsentscheidung. Eine unter falschem Namen schriftlich erstattete Strafanzeige gegen einen Anderen wegen einer strafbaren Handlung an den Staatsanwalt ist, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, als Urkundenfälschung zu bestrafen, selbst wenn der Inhalt der Anzeige auf Wahrheit beruht.

* Alte Bauernregeln für April. Dürrer, trockener April, steht das WachSthum still. Nasser April verspricht der Früchte viel. Donnerts im April, so hat der Reif sein Ziel. An Tiburti (14.) sollen die Felder grünen. Sind die Reben um Georgi (23.) noch blind, so freut sich Mann und Kind. St. Georgi und Marks (25.) dräuen oft viel Args. Ein trockener März, ein nasser April und kühler Mai verheißen viel Frucht, Obst und Heu. April warm, Mai kühl, Juni naß, füllt dem Bauer Scheuer und Faß. Der April ist nicht so gut, er schneit dem Bauer auf den Hut.

Reiskirchen, 5. April. Hier finden die Bestrebungen deS Oberh. Obstbauvereins Anwendung, indem das AuSputzen, Reinigen, Beschneiden und Veredeln der Gemeinde­obstbäume von einem hiesigen durch obengenannten Verein tüchtig ausgebildeten VereinSbaumwart besorgt wird. Diese Einrichtung ist gewiß mit Freuden zu begrüßen. Den geringen Mehrkosten, welche die Ausführung solcher Arbeiten durch Fachleute verursacht, stehen für die Zukunft auch größere Aussichten auf bedeutendere Obsternten gegenüber, so daß eS nickt nur wünschenSwerth, sondern sehr geboten erscheint, den Bestrebungen deS Obstbauvereins in allen Gemeinden noch größeres Interesse entgegenzubringen. Solches geschieht einerseits dadurch, daß man junge, gut be­fähigte Leute veranlaßt und unterstützt, damit sie an den Obstbaucursen theilnehmen, anderseits dadurch, daß man den ausgebildeten Leuten Arbeit und somit Gelegenheit bietet, ihre angeeigneten Fertigkeiten und Kenntnisse zu ihrem und ihrer Nebenmenschen Wohle zu verwerthen.

§ Grob-Felda, 5. Avril. DaS einzig schöne Osterwetter begünstigte auch den hiesigen gestern abgehaltenen Ostermarkt und führte ihm eine starke Zahl von Besuchern zu. Der Viehmarkt war außerordentlich stark mit Schweinen befahren, so daß trotz dem sehr lebhaften Handel nicht alle Stücke abgesetzt wurden. Die Preise standen auf derselben bemerken-- wenhen Höhe, wie sie jüngst vom Ostermarkt von Grünberg berichtet wurden. DaS Paar Ferkel geringerer Qualität galt im Durchschnitt 5060 Mark, bessere Qualität 6070 und 7080 Mark. Die Läufer waren im Ber- bältniß zu den Ferkelpreisen billiger- man bezahlte daS Paar mit 90100 und 100120 Mark. Fette Schweine waren

nicht ausgetrieben; Lebendgewicht derselben wird gegenwärtig mit 42 und 43 Pfennig bezahlt. Auf dem Krämermarkr herrschte ebenfalls reges Leben.

4~ AuS dem Kreise AlSfeld, 5. April. Da- sommerliche FrühlingSwerrer, welches das Osterfest zu so einem be­sonders schönen Feste gestaltete, har die Blüthcnknospen der Obstbäume zum Schwellen gebracht. Am Kern- wie Stein­obst vermag jetzt da« aufmerksame Auge die Trag- oder Fruchtknospen deutlich za erkennen. Was man schon im September vorigen Jahre« bezüglich der diesjährigen Obst­ernte bezw. des Fruchtansatzes vorauSgesagt, bat sich be­wahrheitet : die Obstbaume aller An zeigen einen solchen Reickthum von Blüthenknospen, wie er selten vorkommt. Es ist eine wahre Lust, namentlich für den Obstbaumzüchter, diesen Knospenreichthum jeden Tag dieser sommerlichen Witterung mehr in die Erscheinung treten zu sehen. Be­fremdend bleibt eS bei der Obstbaumzucht, daß eS immer noch Obstbaumbesitzer gibt, die im Frühling ihre Obstbäume kalken, wiewohl aus daS Schädliche deS Kalkanstrichs im Frühjahr wiederholt in den meisten Blättern hingewiesen worden ist und man füglich die Kenntniß davon jedem Obst­baumbesitzer zurechnen dürfte. Allein da« leuchtende Weiß frischgekalktcr Obstbäume besagt nur zu deutlich, daß dem leider nicht so ist. Wir möchten im Interesse der wichtigen Sache darum hier nochmal« betonen: so überau« nützlich und geboten der Kalkanstrich im Herbste ist, so sehr schädlich erweist er sich im Frühling für die Obslbäume. In der Rinde deS Obstbaume- befinden sich unzählige Poren, sie bilden die Akhmung«organe de« Baumes. Wird nun jetzt die Rinde mit Kalk überzogen, so werden diese Poren ver­stopft und die Athmung wird behindert. Die Behinderung der Athmung hat eine Hemmung der Circulation der Baum- säfte, welche gerade im Frühling am stärksten ist, im Gefolge.

Bad Nauheim, 5. April. Gestern wüthete ein Wald brand im Ober-Mörlener Gemeindewald, der 30 Morgen Stockschlag verheerte. Im On Ober-Mörlen sind fünf Scheuern mit Stallungen abgebrannt. Da« Feuer brach beim Hirschwirth Jekel auS. Die Entstehung« Ursache ist unbekannt. Darmft. Ztg.

Friedberg, 5. April. Professor Dr. Smend hielt am zweiten Osterfeiertage in der Stadtkirche seine Abschied«- predigt. Die geräumige Kirche konnte die Theilnehmer am Gottesdienst nicht alle fassen. Dieser zahlreiche Besuch lteß erkennen, wie der Scheidende während seines leider nur kurzen Hierseins es verstanden hat, sich die Liebe seiner Gemeindeglieder zu erwerben.

Mainz, 5. April. Der langjährige zweite Bürger­meisterei-Beigeordnete Commerzienralh Re in ach, dessen Mandat vor Kurzem abgelausen war, wurde in der heute Abend stattgehabten Stadtverordnetensitzung wiederum zum Beigeordneten gewählt und zwar auf die Dauer von neun Jahren. Durch diese Wahl sind in unserer städtischen Ver­waltung wieder wie bisher die drei hier maßgebenden politischen Parteien mit je einem Mitgliede vertreten. Ober­bürgermeister Dr. O e ch S n e r (Demokrat), erster Beigeordneter Dr. Geier (Centrum), zweiter Beigeordneter Commerzienralh Rein ach (nationalltberal). Die auS ständigen Bier­brauer arbeiten jetzt mit Hochdruck, d. h. sie suchen ihren hoffnungslosen Kampf dadurch noch eine zeitlang fortzusetzen, daß sie unablässig Versammlungen abbalten, in welchen Wanderredner daS Bier consumirende Publikum zu bestimmen suchen, auS den Brauereien, über welche der Boykott ver­hängt ist, ja kein Bier zu trinken. Wie wenig daS Mittel hier verfängt, konnte man sich während der Feiertage am besten überzeugen, indem sämmtlicke Brauereien den gleichen Consum hatten/ wie in den letzten Jahren.

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* Frankfurt a. M., 5. April. Der heutige Polizei­bericht meldet u. A.: Gestern Nachmittag gegen 6 Uhr wurde die Erkerscheibe im Bankgeschäst Zunz u. Neumann an der Zeil von dem stellenlosen Kellner Väll mit einem Stein eingeschlagen. Väll griff durch die entstandene Oeffnung, saßte einen HundertsrancSschein und eine Hundert- guldennote und wollte damit die Flucht ergreifen. Er wurde jedoch von zwei Passanten festgehalten und dann durch die herbeigeeilten Polizeibeamten, Wachtmeister Koch und Schutz­mann Richter verhaftet.

Marburg, 5. April. Waldbrand. Gestern Nach­mittag gegen 4 Uhr brach in nächster Nähe de» AuSfichtS- thurmes auf Spiegelslust in dem mit Fichten untermischten Buchengehölz ein Waldbrand auS. Da der Besuch ein ziemlich lebhafter war, gelang eS nach kurzer Zeit dem Feuer Ein­halt zu thun, welches bei der Menge des bort liegenden trockenen LaubeS und dem herrschenden Winde gefährliche Ausdehnung hätte annehmen können. Abgebrannt ist eine Fläche von elwaS über 300 Quadratmeter. Eine auf der gefährdeten Stelle stehende Buche, die im Innern hohl war, bot dem Feuer reiche Nahrung und mußte niedergeschlagen werden. Die auf der Brandsläche stehenden Fickten und zwei weitere starke hohle Bucken werden voraussichtlich ein­gehen. DaS Feuer ist zweifellos durch Unvorsichtigkeit von Spaziergängern, die vermuthlich ein brennende- Schwefel- Hölzchen oder eine Cigarre fortgeworfen, entstanden.

* Chreabreitftem, 4. April. Gestern Nachmittag stürzte sich ein Soldat de- Infanterie Regiment- v. Soeben (zweite» Rheinische-- Nr. 28 eine 15 Meter hohe Mauer hinab.

Straßburg, 4. April. Lieutenant Schulze vom Infanterieregiment Nr. 132 ist am ersten Osterfeiertag bei I den Wasserfällen von Allerheiligen an einer völlig ungefähr­lichen Stelle ab gestürzt. Man fand ihn, nach der ^Straß­burger Post", noch lebend, doch starb er nach wenigen Stunden.

Berlin, 2. April. Etwas kostspielig gestaltete sich ein Aprilscherz, den ein in der Jacobstroße wohnender

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