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langjährige zweite Bürger- czienrath Re in ach, dessen n war, wurde in der heute cdnetensitzung wiederum zm iar auf die Dauer von neun b in unierer ftäbtifdien Ler­ne drei hier maßgebenden Mitgtiede vertreten. Ober- emotxat), erster Beigeordneter Beigeordneter Commerzienralh Die ausständigen Bier« ,druck, d. h. fie suchen ihren wch eine zcitlang forrzusetzen, ngen abhalten, in welchen rende Publikum zu bestimmen er welche der Boykott vcr- ken. Wie wenig das Mittel fj während der Feiertage am tliche Brauereien den gleichen en Jahren.

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Herr A. sich geleistet hat. Schon seit einigen Tagen hatte er seiner Gattin geheimnißvolle Andeutungen über eine zu erwartende größere Geldsumme gemacht, und die Gattin war schon im Stillen mit sich zu Rathe gegangen, in welcher Weise sie am besten einen Theil des Mammons für ihre eigenen Bedürfnisse verwenden könne. Für eine Badereise, oder für eine neue Robe, oder vielleicht für beides zusammen? Aber vorläufig mußte sie noch mit ihren Entschlüssen zurück­halten, da ihr Gatte über die Höhe der zu erwartenden außergewöhnlichen Geldsendung ein geheimnißvolles Schweigen bewahrte. Da endlich es war gestern Früh erscheint der Geldbriefträger mit schmunzelndem Gesicht und der Mittheilung, daß er eine für Madame persönlich bestimmte Postanweisung habe. Mit zitternder Hand quittirt sie, ohne in der Aufregung erst nach dem Betrage der Einzahlung zu sehen, und dann legt der Postbote lächelnd . . . fünf Pfennig auf den Tisch.Die Geldsendung beträgt zehn Pfennig," sagt er,davon gehen fünf Pfennig Bestellgebühr ab, so daß . . ."Behalten Sie den Rest, ich danke ... ein Scherz meines Mannes," ruft Frau A., die einer Ohnmacht nahe ist. Ihr Gatte findet sie bald darauf in einem sehr bedenklichen Zustande, sie hat einen ihrerZufälle", der sie erst verläßt, nachdem er ihr unter heiligen Schwüren . . . eine Badereise und drei neue Roben versprochen hat. Er hat aber auch geschworen, niemals mehr einen Aprilscherz zu machen.

* Birkeuhof (Oberpfalz), 5. April. Die Schwestern Anna und Therese Kohl, 18 und 20 Jahre alt, sind ermordet worden.

* München, 5. April. Die erste Sitzung der Ver­sammlung deutscher Historiker war von 101 Teil­nehmern besucht. Der Münchener Professor Stieve er­läuterte Anlaß und Zweck der Einberufung. Professor Huber aus Wien wurde zum ersten, Professor He igel aus München zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Thesen des Breslauer Gymnasialdirectors MartenS, der Geschichts­unterricht an den höheren und mittleren Schulen sollte zum Staatsbewußtsein erziehen, wurde von beiden Korreferenten, Dove aus München und Kaufmann aus Breslau, sowie von Kropatschek aus Berlin bekämpft, denen zufolge der Geschichtsunterricht Selbstzweck sein soll.

* Am 30. v. MtS. trafen, wie alljährlich, in Nieder- bronn, etwa 20 Offiziere des englischen Generalstabes ein, welche bis zum Dienstag, 4. April, dort blieben, um die Schlachtfelder von Wörth und Weißenburg zu besuchen und unter der Leitung mehrerer Professoren Studien über den Krieg von 1870 anzustellen.

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Limburg, 5. April. Frachtmarkt. Rother Wei,en X 13.70, w-ißer Weizen X, Korn X 10.60, ©elfte X 9.55, Hafer X 7.80, Erbsen X.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag den 7. April:

Vorabend 6« Uhr, Morgens 8« Uhr, Abends 6«° Uhr.

Samstag den 8. April:

Morgens 8* Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Festesausgang 760 Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Keligiousgesellschafl.

Oftern-Schlußfeft.

Freitag, 7. April, SamStag, 8. April:

Vorabend 6 Ubr, Freitag Vormittag 8« Ubr, Freitag Nachmittag 630 Uhr, Samstag Vormittag 8^ Uhr, SamStag Nach­mittag 400 Uhr, FesteSauSgang 7> Uhr.

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Bekanntmachung.

Betreffend: Die Vertilgung der Mäuse.

In Gemäßheit Ausschreibens Großh. Kreisamts Gießen vom 24. No­vember v. I. hat die Stadtverordneten - Versammlung auf Antrag der städtischen landwirthschaftlichen Commission beschlossen, auf den städtischen Grundstücken, Wegen und Rainen die Mäuse durch Legen von vergiftetem Weizen oder Hafer zu vertilgen und damit von dieser Maßregel ein durch­greifender Erfolg erzielt wird, die Privaten aufzufordern, wegen der Mäuse- vertilgung auf ihren Grundstücken rc. in gleicher Weife vorzugehen. Indem wir diese Aufforderung an die Grundbesitzer der hiesigen Gemarkung er-

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lassen, bemerken wir unter Bezug auf das Ausschreiben Großh. Kreisamts vom 20. v. M., abgedruckt in Nr. 70 des Gießener Anzeigers, daß die vergifteten Körner nicht ausgestreut, sondern nur durch zuverlässige Per­sonen tief in die Mäuselöcher eingelegt werden dürfen, weil sonst andere Thiere Schaden erleiden würden. Mit dem Legen vergifteter Fruchtkörner wird städtischerseits nächsten Montag begonnen.

Gießen, den 5. April 1893.

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