interessanten Vortrage mit Interesse und gaben ihrer Anerkennung durch lauten Beifall Ausdruck.
— Stensgraphischeß, Wir wollen nicht versäumen, alle Herren, die Gabrlsberger'sche Stenographie erlernt haben, daraus aufmerksam zu machen, daß der hiesige Gabelberger- Stenographen - Verein DienStag, Len 7. d. MiS., Abends 81/, Uhr, in seinem VeremSlocal (Easö Ebel) einen Unterrichts EursuS in der Debattenschrift eröffnen lägt. Auch Nichtmitglieder können sich an demselben betheiligen. (s. Anzeige).
— Theater Unter nochmaligem Hinweiß aus die mor« gen stattfindende Aufführung der Räder schen Posse: „Robert und Bertram" zum Benefiz für unseren jugendlichen Komiker, Herrn Karl Rupp, sei an dieser Stelle noch bemerkt, daß Herr Opernsänger Friedrich Rupp vom Stadttheater tn Würzburg in der großen GesellschafrSscene des dritten ActeS auftreten wird. Herr Friedrich Rupp wird die Güte haben, folgende Lieder zum Dortrage zu bringen: „Liebeslied" comp. von Prof. Hermann Ritter. Arie und Recitativ aus der Oper „der Wildschütz" von Lortzing. „Ezarenlied" aus der Oper „Czar und Zimmermann" von Lortzing. Wir verfehlen nicht, nochmals an diesem Orte empfehlend auf die Vorstellung hinzuweisen, zudem das Stück an sich überall eine große Beliebtheit genießt und die Aufführung an unserer Bühne eine recht tüchtige zu werden verspricht, da Herr Director ReinerS als Partner deS Herrn Karl Rupp auftreten wird.
— Die hiesige Rudergesellschaft hat ihren langjährigen ersten Vorsitzenden Herrn Je an Kirch, nachdem derselbe eine Wiederwahl abgelehnt hatte, in Anerkennung seiner großen Verdienste einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt.
— Eisverein. Bei günstiger Witterung concertirt morgen DienStag Nachmittag von 2 Uhr ab die hiesige Regimentscapelle auf der Eisbahn des EiSvereinS
— Der vom Gesaagvereiu Concordia abgehaltene Maskenball verlief in schönster Weise und hielt die zahl reichen Theilnehmer bi» in früher Morgenstunde beisammen. Nicht unerwähnt seien die gut aufgeführten Gruppen, von denen der „Krähwinkler Landsturm" besonderen Beifalls sich erfreute.
— Eis. Das Ziel vieler Spaziergänger bei dem herrlichen Welter des gestrigen Nachmittags bildete ein Gang an die Lahn nach dem „Felsen" zu. Die durch den Eisgang auseinander gethürmtcn Eisblöcke erregten das Er- staunen, mehr aber noch die Waghalsigkeit mehrerer Jungen, welche auf Eisschollen die Lahn überschritten.
— Dienst'Versehuogeu. Versetzt wurde der Straßenmeister Ferdinand Bopp zu Herbstein in den 1. Straßenmeisterbezirk des Kreisbauamts Dieburg- der Straßenmeister Wilhelm Braun zu Alzey in den 1. Straßenmeisterbczirk des KreiS- bauamts Gießen- der Straßenmeister Karl Schulz zu Dieburg in den 3. Straßenmeisterbezirk des Kreisbauamts Alsfeld.
— Einen warmen Februar und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit einen warmen März, also ein zeitiges Früh jahr, prophezeit in der „Leipz. Ztg." ein Wetterkundiger. Der schnelle Uebergang des Niederschlages aus Schnee in völligen Regen scheint der Voraussage schon günstig zu sein. Vorläufig heißt es aber abwarten.
— Eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit soll in der Stadt Bern demnächst ins Leben treten. Die Kasse wird durch daö dortige communale ArbeitSnachweisbureau verwaltet werden- die Beiträge sind von den Arbeitern, die sich als Mitglieder melden, und von Arbeitgebern zu beschaffen. Außerdem soll ein Gemeindebeitrag, der jedoch 5000 Franken jährlich nicht übersteigen darf, gewährt und im übrigen auf freiwillige Spenden reflectirt werden. Die Aussicht führt eine aus drei Mitgliedern des (kleinen) Gemeinderaths, zwei Arbeitgebern und zwei Arbeitern, bestehende Commission, diese bestimmt die Höhe der zu gewährenden Unterstützungen und prüft die Anträge der Arbeitslosen. Nach dem Regulativ bat nur Derjenige, der mindestens sechs Monate lang der Kaffe angehört und seine Beiträge regelmäßig gezahlt hat, Anspruch auf Unterstützung, sofern er zwei Wochen lang arbeitslos gewesen ist. Bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit wird keine Unterstützung gewährt. Die Mitgliederbeiträge find auf 40 Centimes monatlich (also noch nicht 4 Mark im Jahre), die Unterstützungen im Maximum auf täglich Fr. 1,— für ledige, auf Fr. 1,50 für verheiratete Arbeiter festgesetzt.
+ Büdingen, 5. Februar. Unter Bezugnahme auf die Correspondenz vom 24. v. M. (vergl. „Gießener Anzeiger" Nr. 20) kann man nunmehr weiter mittheilen, daß gestern ein höherer Medtcinalbeamter auS Darmstadt hier w-rr, um festzustellen, ob die Infektionskrankheit (TyphuS), die sich feit einiger Zeit hier und auch theilweise in der Umgegend stark auSgebreitet hat, wirklich in der Wohnung deS betr. Messerschmieds zuerst entstanden sein. Dem Vernehmen nach soll die vorgenommene Untersuchung ergeben haben, daß die Krankheit am hiesigen Orte zuerst entstanden, der Herd derselben aber nicht zu erforschen gewesen sei.
nn. Darmstadt, 3. Februar. Zweite Kammer der Stände. Die Kammer setzte heute ihre Berathungen fort. Zunächst erfolgte die Beantwortung gestellter Interpellationen und zwar diejenige deSAbg. Haas über den Gernsheim er Hafen. Finanzminisler Weber erwidert, daß hinsichtlich der Lage de» GernSheimer Hafen» alle Vorbedingungen für einen Handelshafen vorhanden seien und daß die Regierung beabsichtige, für Herstellung eines solchen 500,000 Mk. im nächsten Budget einzustellen, wenn die Verhandlungen mit der Gemeinde Gernsheim bis dahin erledigt feien. — Die Inter» pellation de» Abg. Ullrich, den Stand der Arbeiten an der Nebenbahn Offenbach-Dieburg, beantwortet Finanzwinister Weber dahin, die Vorarbeiten und d,e Festlegung der Trace seien soweit seniggestellt, daß mit dem Bau dieser Bahn baldigst begonnen werden könne. Bei einer Be
sprechung dieser Interpellation weift Abg. Ullrich auf die Arbeitslosigkeit m dortiger Gegend hin und bittet die Regierung, die Sache doch etwas mehr zu beschleunigen, als dies augenblicklich der Fall ift. Im weiteren Verlaufe der Debatte wird die Frage aufgeworfen, ob die 1890 bewilligten Nebenbahnen auch alle gebaut werben müssen. Finanzminister Weber antwortet hierauf, die Regierung sei zwar durch daS Gesetz nur ermächtigt, zu bauen. Er erkläre, daß die Regierung nicht daran denke, eine der bewilligten Bahnen nicht zu bauen. Die Regierung halte aber daran fest, baß sie diese Bahnen nicht stückweise baue. Entweder ganz oder gar nicht. Er ersuche die Abgeordneten, die in dieser Sache im Lande herrschende Unruhe nicht zu verstärken, sondern zu beseitigen helfen. Bezüglich der Linie Heppenheim-Weinheim und Heppenheim-Fünh sei der Regierung der Vorwurf gemacht worden, sie wolle diese Bahnen gar nicht bauen. Er erkläre hiermit, daß die Regierung niemals eine andere Absicht gehabt habe, als die Bahn zu bauen. Die Vorarbeiten und Tracen seien schon fertiggeftellt. — Eine Interpellation deS Abg. Weber wegen der Canalisation deSMainS von Offenbach bis nach Frankfurt a. M. beantwortet Finanzminister Weber dahin, daß schon im Mai 1891 den anderen Uferstaaten der Entwurf für diese Strecke mit gethcilt worden sei. Bayern und Baden seien mit dem Ent- würfe einverstanden. Preußen dagegen habe gewünscht, daß hinsichtlich der Schleusenanlagen Verlegungen stromabwärts in die. Nähe Frankfurts stattfinden möchten. Die com- missarischen Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. — Hiernach tritt die Kammer in die Fortsetzung der Generaldebatte des Gefetzentwnrfes über die Abänderung des Einkommensteuergesetzes. Im Lause der Debatte gab Ministerialrath Baur die Erklärung ab, die Regierung könne sich mit den vom Finanzausschuß gemachten Abänderungsvorschlägen einverstanden erklären. Abg. Ullrich spricht sich für Einführung einer allgemeinen progressiven Einkommensteuer aus, um so drn Kleingewerbe- und Arbeiterstand vor dem Untergänge zu retten. Die Generaldebatte ist hiermit geschlossen. Die Stimmung im Hause ist für das Gesetz.
nn. Darmstadt, 4. Februar. Zweite Kammer der Stände. Die Berathungen über daS neue Einkommen- steuergesetz werden heute mit Art. 25, „DeclarationS- pflichten", fortgesetzt. Abg. Osann bemerkt hierzu, daß ein lästiges Eindringen in die VermögenSverhältniffe deS Steuerpflichtigen unter allen Umständen zu vermeiden sei; auch alle sonstigen Verhältnisse der Steuerpflichtigen, wie die Nolh- wendigkeit größerer Erleichterungen bei reichem Kindersegen, Krankheiten, Unglücksfällen, Unterstützung von Familiengliedern, seien bei der Veranlagung der Steuer genau in Betracht zu ziehen. Eventuell sei in solchen Fällen ein Herabgehen bis zu drei Klassen zu gewähren. Derselbe stellt einen diesbezüglichen Antrag. Abg. Vogt kann sich mit den Ansichten deS Abg. Osann nicht einverstanden erklären. Bertchterstatter WolfSkehl findet die Anträge Osann für zu weitgehend und warnt vor den sich daraus ergebenden Consequenzen. Der Ausschußantrag treffe das Richtige. Hiernach findet der Antrag des Ausschusses einstimmige Annahme, während die Anträge Osann mit allen gegen 10, resp. 14 Stimmen abgelehnt werden. Die folgenden Artikel 26—34 regeln das Berufungsrecht, die Strafbestimmungen für Verfehlungen gegen die den Commissionsmitgliedern und Beamten obliegende Verschwiegenheit, die Recursfrist, sowie die Berufsinstanzen. In allen Punkten finden die Ausschußanträge die Annahme des Hauses. Eine lebhafte Debatte entspinnt sich bei dem Ausschußantrag zu Art. 33, wonach für jedes nicht selbstständig zu veranlagende Familienglied unter 14 Jahren in der zweiten Ab- theilung 50 Mk. von dem Einkommen in Abzug zu bringen sei mit der ferneren Maßgabe, daß bei drei und mehr Kindern mindestens eine Ermäßigung um eine Klasse stattzufinden habe. Ein Steuerpflichtiger erster Klaffe sei in diesem Falle ganz freizugeben. Zur Entlastung der untersten Klaffen wird beantragt, die Steuercapitalien auf 20 Mk., 35 Mk., 55 Mk. und 75 Mk. festzustellen. Ministerialrath Baur kann sich mit diesen Bestimmungen nicht einverstanden erklären. Aus die Veranlagung der Communalsteuer würden diese von einschneidender Wirkung fein. Es sei nickt möglich, auch noch eine Kinderstatistik aufzustellen. Ein Steuercommissär habe sich sehr richtig dahin ausgesprochen, daß dann bei der Veranlagung der Steuer nicht nur die am 1. April des Steuer- jahres vorhandenen, sondern auch die noch zu erwartenden SHnber in Betracht gezogen werden müßten. (Heiterkeit.) — Hiernach vertagt sich daS Haus bis zum DienStag Morgen i/210 Uhr.
Darmstadt, 3. Februar. Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Kammer beantragt die Ablehnung des neuen Gewerbesteuer-Gesetzentwurfs. Er ersucht die Regierung ferner um Umarbeitung des Entwurfs nach den Grundsätzen deS Preußischen Gewerbesteuer-Gesetzes von 1891.
Darmstadt, 3. Februar. Vor dem hiesigen Schöffen gericht wurde dieser Tage ein hiesiger Kaufmannslehrling zu einer erheblichen Geldstrafe verurtheilt, weil er Überführt war, am Schalter des hiesigen Kaiserlichen Postamts ein (täuschend einem Goldstücke nachgemachtes) 2 - Pfennig - Stück statt eines 10-Mark - Stücks in Zahlung gegeben zu haben. Diese Manipulation ist schon mehrmals hier versucht worden und auch zum Schaden der betr. Postbeamten gelungen. Nur seiner bisherigen Unbescholtenheit hatte eS der Angeklagte zu verdanken, daß er der Gesängnißstrafe entging, wie der Richter beantragt hatte.
Seligenstadt, 2. Februar. Der Tabak letzt jähriger Ernte aus den Gemarkungen Seligenstadt und Klein-Welz- heim wurde heute am hiesigen Rathhause von der Steuer behörde verwogen. AuS beiden Gemeinden betrieben im letzten Jahre zusammen nur fünf Landwirthe Tabakbau. Per Gentner wurden nur 16 Mark erlöst - die vom Käufer, einer Firma au» Freudenheim, zu tragende Steuer beträgt 18 Mark per Gentner. Der Tabakbau wird in unserer Gegend voraussichtlich in diesem Jahre gänzlich eingestellt.
A Waiap 5. Februar. Die wieder eingetretene Kälte — im Freien waren efi hier beute Morgen schon 6 Grad (R) — hat dem Steigen deS Rheins rasch em Ende gesetzt. Vom gestrigen Abend bis zum heutigen Morgen ist daS Wasser bereits 25 Gentimeter zurück gegangen und sind die theilweise überschwemmt gewesenen Ufer wieder wasserfrei. Vom Oberrhein, Neckar und Main lauten die Nachrichten gleichfalls alle auf Fallen.
A Main). 5. Februar. Im Gegensatz zu einer mit zahlreichen Unterschriften von Ladenbesitzern versehenen, der Bürgermeisterei jüngst zugegangenen Petition, welche bezüglich der Sonntagsruhe eine Verlängerung der DerkausSzert verlangt, circulirte letzter Tage eine zweite, gleichfalls mit zahlreichen Unterschriften bedeckte Petition, welche mit Entschiedenheit die Beibehaltung der dermaligen Bestimmungen befürwortet. Zu den letzteren Petenten zählen neben kaufmännischen Bediensteten auch zahlreiche Inhaber größerer Ladengeschäfte, die einen Vortheil darin erblicken, im Allgemeinen die Geschäfte nickt länger wie bisher offen zu lassen. AuS dem sich in beiden Petitionen kundgebenden Widerstreit der Jntreffeuten läßt sich so recht die Schwierigkeit der Lösung dieser Frage erkennen.
A Bom Rhein, 5. Februar. DaS der „Niederländischen Gesellichaft" gehörende Dampfschiff „Agrippina", mit einer der ältesten Personen- und Güterboote auf dem ganzen Rhein, ist am Freitag Morgen gegen 6 Uhr im holländischen Hafen zu DelfShaven in der Rütte entzwei gebrochen und sofort gesunken. Wie uns ein Augenzeuge der Catastrophe auS Rotterdam schreibt, konnten Capitän und Mannschaft nur mit großer Noth und Hinterlassung ihrer sämmilichen Effecten daS Land erreichen. Der Restaurateur, der aus seinen Räumen noch etwas retten wollte, erlitt eine schwere Kopfwunde.
Kastel, 4. Februar. In unserer Stadt befindet sich noch die Wittwe eines Veteranen der ehemaligen französischen Armee, NamenS Kaiser, am Leben. Die Frau steht im 99. Lebensjahre und befindet sich dieselbe den Umständen nach noch recht rüstig; nur ihr Gehör ist schwach geworden. Die Greisin stammt aus dem Orte Sörgenloch. D. Ztg.
Die Gemeindevertretungen der vier evangelischen / Gemeinden.
Wir erhielten nachstehende Zuschrift:
Nach eingegangenen Erkundigungen und Notizen machen wir über die neu gewählten Gemeindevertretungen nachfolgende Mittheilungen, welche wohl interessiren dürsten.
Die seitherige Gemeindevertretung der gemmmten evang. Gemeinde Gießen sollte bestehen auS 70 gewählten Vertretern und den Mitgliedern des KirchenvorstandeS- d. i. 12 Kirchen- Vorstehern und 4 Geistlichen- folglich inSgesammt 86- von den Geistlichen als ständigen Mitgliedern abgesehen, 82. Don diesen 82 Mitgliedern waren bei Vornahme der neuen Wahlen noch wirklich vorhaiiden die 12 Kirchenvorsteher und 66 Gemeindevertreter (von den letzteren waren also 4 weg- gefallen), zusammen 78. Von diesen 78 Mitgliedern gc hörten 18 zur MatthäuSgemeinde, 12 zur MarkuSgemeinde, 22 zur Lukasgemeinde und 26 zur JohanneSgemeinde.
Für jede der vier neuen Gemeinden mußten 18 ober 17 Gemeindeverireter — im Ganzen nämlich 70 — gewählt werden; hierbei konnten natürlich die zwölf Kirchenvorsteher auch berücksichtigt werden. ES war von vornherein interessant, wie viele seitherige ober alte Mitglieber wiebergewählt und wie viele neue gewählt werben würben.
Nach dem Resultat der Wahlen hat sich Folgendes herausgestellt: In der MatthäuSgemeinde waren 18 seitherige Vertreter vorhanden, und 18 Vertreter waren zu wählen. ES hätten folglich alle alten — einschließlich Kirchenvorsteher — wiedergewählt werden können. Die» ist jedoch nicht geschehen, sondern eS wurden zwei seitherige nicht wieder und dafür zwei neue (Becker und Spitz) gewählt. In der MarkuSgemeinde waren zwölf seitherige Vertreter vor Händen und 17 Vertreter waren zu wählen. Jene konnten also alle wiebergewählt werben und noch fünf neue bazu. Dies ist nicht geschehen- vielmehr würbe ein alter nickt roieber gewählt, unb sechs würben neu gewählt (Döpfer, Frohn- Häuser, Georg Möhl, Hr. Ehr. Noll, Schlenke unb Georg Schwan); zwei von tiefen haben bem Der nehmen nach bie Wahl abgelehnt. In ber Lukaögemeinbe waren 22 seitherige Vertreter vorhanben, unb 17 Vertreter waren zu wählen; es konnten also jebenfallS fünf ber ersteren nicht wieder gewählt werden. So geschah eS auch - eS wurden 17 nur alte Vertreter gewählt, und fünf derselben blieben ungewählt. In der JohanneSgemeinde waren 26 seitherige Vertreter vorhanden, und 18 Vertreter waren zu wählen; folglich konnten jedenfalls acht alte nicht wieder gewählt werden. Es wurden aber nur 17 der seitherigen Vertreter wieder gewählt, und bazu ein neuer (Wißner), so baß neun alte nicht wieder gewählt wurden. In Summa wurden 17 alte Vertreter nicht wieder gewählt, und dafür neun neue gewählt.
Wie un» mitgethcilt wurde, waren einzelne jener alten Vertreter gar nicht recht einverstanden mit den vorgescklagenen Liften, auf welchen ihr Name nicht stand — es mußten aber doch jedenfalls mindestens 13 wegbleiben —; efl soll sogar, wie wir hörten, in einem Wahllocal Einer derselben in grabe nicht allzu sinniger Weise seiner Gesinnung AuSbruck gegeben haben, als ob bie Wahlcommission hierüber Rechenschaft zu geben habe.
Vielleicht trägt eS zur Beruhigung bei, wenn wir mittheilen, baß bemnächst jebe ber v er neugebilbeten Gemein be- Vertretungen sechs Kirchenvorsteher wählen wirb; wenn sie biefe, wie bas allgemein üblich ist, auS ihrer Mitte wählt, so werben bie Lücken alSdalb wieder auSgefüllt durch Er gänzungSwahl von sechs weiteren Vertretern.
Der Bestand der einzelnen Gemeindevertretungen wirb künftig nicht nur, wie efl bisher schon geschah, burch Wegzug von hier ober Tob staubige Einbuße erleiden, sondern auch dadurch


