Verwaltung den von dem Straßburger Oberft Dirschau erfundenen complicirten, durch Electricität wirkenden Apparat, dessen Sammelstelle der Gewehrschast bildet. Das österreichische Militärcomite probirr einen diesbezüglichen, leicht construirten, von dem Szeged'iner Uhrmacher Brausewetler patentirten Apparat.
Paris, 5. Januar. Das „Journal des Jnventions" meldet die Erfindung eines neuen rauchlosen Pulvers durch einen französischen Offizier.
Paris, 5. Januar. Cornelius Herz wurde aus der Liste der Ehrenlegion gestrichen.
Paris, 6. Januar. Der frühere Minister Bai haut wurde gestern Nachmittag sistirt und dann, obwohl er leugnete, verhaftet; er wird der Erpressung von Panamageldern angeklagt. Baihaut wurde später auf Befehl des Justizministers vorläufig entlassen, jedoch angeblich Nachts entgiltig verhaft'et.
Antwerpen, 5. Januar. Drei vom Orient kommende Dampfer, sowie der Dampfer „Norway", von England kommend, und das aus Harwich fällige Schiff sind im Nebel in der Schelde gestrandet. Die Rettung der Passagiere ist gesichert, dagegen ist die Lage der Dampfer sehr gefährdet.
Petersburg, 5. Januar. Immer bestimmter verlautet, die Regierung werde in den einzelnen Gouvernements, in welchen der N o t h st a n d unvermeidlich ist, geschloffene Gruppen bilden. In manchen Gouvernements, namentlich in den oberen Gegenden des Reiches, ist der Getreidemangel viel größer als im vorigen Jahre. Auch in Finnland herrscht großer Nothstand. Die Regierung ließ bedeutende Getreidemengen dahin senden. Der Getreidehandel ist flau; infolge der niedrigen Preise wirst der Export keinerlei Nutzen ab. In voriger Woche wurden 250000 Quarter Weizen und 60000 Quarter Roggen exportirt. In Gerste und Hafer ist der Export geringfügiger.
Alexandrien, 5. Januar. Dem Nil entlang entwickeln sich die Saaten ziemlich gut, in den anderen Theilen des Landes ist die Vegetation schwach. Die Eingeborenen in Ismail und Umgebung befinden sich in mißlichen Ver- hältniffen. _____________
Paris, 5. Januar. Das „Petit Journal" veröffentlicht angebliche Enthüllungen, wonach Cornelius Herz als Agent Crispis der französischen Regierung 1890 Vorschläge Crispis überbrachte betreffs Annäherung Italiens an Frankreich und Austritt Italiens aus dem Dreibunde. Herz habe gleichzeitig dem „Petit Journal" und anderen Blättern in Paris monatliche Zuschüsse aus italienischen Geheimfonds angeboten, falls sie für Italien günstig schrieben.
Sitzung der Stadtverordneten
• am 5. Januar 1893.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius, Faber, Flett, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heß, Heyligen- staedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Simon, Schmall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.
Die Sitzung hatte zum ersten Gegenstand die Einführung und Verpflichtung der neugewählten Mitglieder derStadtverordneteN'Versammlung. Herr Oberbürgermeister Gnauth eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache:
Meine Herren! In Gemäßheit des Art. 27 der Städteordnung habe ich die am 4. November v. I. neu gewählten Herren Stadtverordneten in ihr Amt einzuführen und zu verpflichten, nachdem gegen jene Wahl weder Einwendungen noch eine Beanstandung erhoben worden. Danach heiße ich zunächst die neu eintretenden Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung herzlich willkommen als Mitarbeiter an den gemeinsamen Angelegenheiten unserer Stadt- und so wie der einzelne Mensch beim Beginn einer neuen Jahresarbeit wohl Ausschau hält auf die dabei zu erstrebenden Ziele, so möge es heute auch mir vergönnt sein, hier kurz die Summe der öffentlichen Aufgaben zu schildern, welche — wenn nicht das begonnene Jahr, so doch die nächsten Jahre — unsere Amts- thätigkeit wird leisten müffen. Da stellt vor allem bie traurige Mahnung, welche das abgelaufene Jahr von Hamburg uns gebracht, zwei Aufgaben in erste Linie: die unterirdische Entwässerung, d. h. Canalisirung unserer Stadt und die vermehrte und verbilligte Wasserversorgung derselben- für beide sind die Studien und Vorarbeiten so gefördert, daß in den nächsten Monaten schon der Stadtvorstand sich wird entschließen müssen, ob er durch Genehmigung und Ausführung der vorbereiteten Projecte unserer Stadt das höchste reale Gut des Gemeinwesens, die öffentliche Gesundheit, noch mehr wie biv- her sichern will- daneben wird von weiter gehender Bedeutung theilS auS eigener Kraft zu entscheiden, theils an zuständiger Stelle zu betreiben sein : die Ausdehnung und Verbesserung des städtischen Bebauungsplanes, die Vergrößerung unseres Gaswerkes, wie die Stellungnahme zu der geplanten Anlage eines privaten ElectricitätSwerkeö, der endliche Umbau unseres Bahnhofes und im 'Zusammenhang damit die eventuelle Beschaffung öffentlicher Lagerplätze und Lagerhäuser sowie eines städtischen Viehhofes - die Hebung und Erleichterung des Verkehrs nach und außer der Stadt wird durch Anstrebung passender Führung von Nebenbahnen, vielleicht auch durch eine Trambahnverbindung unserer Nachbarorte uud Stadtenden unter einander zu fördern sein, und die Umgestaltung unseres Armenwesens endlich hätte in Erbauung eines Siechen- hauseö ihren Abschluß zu finden. — Im Voranschlag für 1893/94 werden vorsorglich schon ihre Befriedigung erfahren zahlreiche kleinere Bedürsniffc, wie die Anpassung unserer alten Schulgebäude in ihrer Ausstattung an die neuen Anforder- ungen, insbesondere der Gesundheitspflege, die Vermehrung und die Verbefferung der städtischen Straßen und Wege und die Vergrößerung des Friedhofs, sowie die bereits beschloffene
Erbauung eines Feuerlöschgeräthemagazins und von Marktlauben. — Es liegt in der Natur der Sache, daß der Befriedigung dieser vielerlei Bedürfniffe jeweils vorauszugehen haben wird eine sachliche Prüfung, ob und in welcher Weise die dafür aufzubrtngenden Kosten zu decken sind, sei es durch besondere Gebühren, sei es durch die — nötigenfalls verstärkte — Inanspruchnahme der Steuerkraft unserer Einwohner, in wie weit den vielfältig geäußerten Wünschen zur Seite steht die erforderliche Opserwilligkeit unserer Bevölkerung. Immer aber werden wir uns dabei die Thatsache gegenwärtig zu halten haben, daß hier besonders auch für die Entwickelung des aufstrebenden Gemeinwesens der Satz zutrifft, daß jeder Stillstand schon ein Rückschritt ist. Angesichts so großer und schwieriger Aufgaben ist darum doppelt erfreulich die Bereicherung, welche mit dem heutigen Tage die Stadtverordneten-Versammlung erfährt, nicht nur an Zahl, sondern vor allem auch an Lebenserfahrung und Arbeitskraft ihrer Mitglieder- der Umstand, daß nunmehr ebenso alle politischen Richtungen wie die besonderen Interessen in unserer Stadt auch hier durch ihre besten Kräfte vertreten sind, giebt — so denke ich — zugleich die Gewähr dafür, daß Sie alle mit gleichem Maße bemüht sein wollen, dem gemeinsamen Wohle Ihre Kräfte zu widmen, anderseits solche Zusammensetzung der Stadtverordneten-Versammlung am besten auch geeignet ist, alle Kreise und Interessen unserer Bevölkerung in Berührung und — wie ich hoffe — auch in lieberem- stimmnng zu bringen mit den Bestrebungen der Gemeindevertretung. Wenn dann der Geist der Sachlichkeit und Versöhnlichkeit über unseren Verhandlungen und über den persönlichen Beziehungen der Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung waltet wie seither, dann sollte wohl unsere gemeinsame Arbeit ebenso zum Wohle des Ganzen, wie zur Befriedigung des Einzelnen unter uns ausschlagen. In diesem Sinne bitte ich Sie, einzutreten in die Arbeiten des neuen Jahres- zunächst aber lade ich die neu gewählten Herren Stadtverordneten ein, den vorgeschriebenen Eid abzulegen.
Es folgte nunmehr die Verpflichtung der neugewählten Mitglieder Flett, Brück, Grünewald, Orbig, Helfrich, Emmelius, Heß, Dr. Schäfer und Faber. Die Genannten hatten den Eid nach folgender Formel zu leisten: „Ich schwöre, daß ich das mir anvertraute Amt eines Stadtverordneten der Stadt Gießen treu und gewissenhaft verwalten und die mir obliegenden Amtsgeschäste den bestehenden Gesetzen entsprechend mit Unparteilichkeit besorgen will, so wahr mir Gott helfet An die wiedergewählten Mitglieder Habenicht, Schmall und Simon richtete Herr Oberbürgermeister Gnauth das Ersuchen, durch Handschlag an Eidesstatt das bereits
abgelegte Gelübde zu erneuern.
Zu dem in Nr. 293 d. Bl. vom vorigen Jahre veröffentlichten Entwürfe des Ortsstatuts, die Errichtung eines Gewerbegerichts für den Gemeindebezirk Gießen betreffend, sind Wünsche weder aus den Kreisen der Arbeiter noch aus denjenigen der Arbeitgeber bei Großh. Bürgermeisterei angebracht worden. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte, daß sonach in die Berathung, zunächst in die generelle, eingetreten werden könne; den neugewählten Herren Stadtverordneten theile er vorher noch mit, daß eine Geschäftsordnung für die Stadtverordneten-Versammlung nicht vorhanden sei, die Versammlung sei bisher ohne eine solche ausgekommen, er ersuche diejenigen Herren, welche das Wort zu nehmen wünschten, dies durch ein beliebiges Zeichen zu erkennen zu geben. Herr Orbig bemerkt: Er wünsche und beantrage, daß von der Berathung des Ortsstatuts für heute abgesehen, dieselbe auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden möge. Er habe ich noch nicht genügend orientiren können, um die Interessen derjenigen, für welche das Ortsstatut erlassen werden solle und die er hier vertrete, wahren zu können. Herr Grünewald schließt sich dem Anträge des Herrn Orbig an, worauf im Sinne desselben beschlossen wird.
Der dritte Gegenstand der Tagesordnung: „Nachlaß der verstorbenen Lehrerin Karoline Henry", wurde ebenfalls zurückgestellt und nochmals an die juristische Deputation verwiesen, da Aussicht vorhanden ist, daß die Differenz zwischen der Stadt als Verwalterin der Henry'schen Stiftung und einer Erbin beglichen wird.
Gegen die Uebertragung des zwischen der Stadt und Herrn Heinrich Schürz über Verpachtung der bisher von letzterem innegehabten Bleiche bestehenden Pachtvertrages auf den Bruder des Herrn Schürz hat die Versammlung nichts einzuwenden. Mit diesem Gegenstand wurde die öffentliche
Sitzung geschlossen.
In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Wahl der Commissionen und Deputationen vorgenommen, und haben dieselben nunmehr folgende Zusammensetzung:
1. Schlachthauscommission: Stadtverordnete Flett, Jughardt, Simon, Vogt. Prof. Dr. Winkler. 2. Commission zur Unterzeichnung von Urkunden: Stadtverordnete Jughardt, Vogt, Wallenfels- als Ersatzmann Stadtverordneter Keller. 3. Verschlußcommission: Stadtverordnete Helfrich, Keller, Vogt. 4. Curatorium der höheren Mädchenschule: Beigeordneter Georgi- Stadtverordneter Schiele. 5. Commission zur Prüfung der Beburs- nißfrage: Stadtverordnete Habenicht, Jughardt, Keller, Löber, Orbig. 6. Marktcommission: Stadtverordnete Faber, Jughardt, Scheel, Simon, Vogt. 7. Einquartierungs-Commission: Stadtverordnete Bruck, tfaber, Habenicht, Keller, Löber. 8. Lanb wirtschaftliche Commission: Stadtverordnete Adami, Flett, Helfrich, Simon, Dr. Thaer, Vogt. 9. Juristische Commission: Beigeordnete Georgi, Grüneberg - Stadtverordnete Grünewald, Dr. Gutfleisch, Dr. Schäfer. 10. Finanzcommissi on: Beigeordneter Grüneberg- Stadtverordnete Emmelius, Hom bcrgcr, Scheel, Schmall. 11. Deputation für das Gas- und Wasserwerk: Beigeordneter Georgi - Stadtverordnete Heyligenstädt, Homberger, Schiele, Vogt. 12. Bau- deputation, Friedhofs- und Commission für das Feuerlöschwesen: Stadtverordnete Heß, Keller, Petri,
Dr. Ploch, Schiele, Vogt. 13. Schuldeputation: Beigeordneter Georgi- Stadtverordnete Adami, Heß, Scheel, Dr. Thaer. 14. Armendeputation Beigeordneter Georgi - Stadtverordnete Habenicht, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Wallenfells. Nathan Stamm.
Localer un- provinzieller.
Hießen, 6. Januar 1893.
— Lihuug Großh. Handelskammer vom 3. Januar 1898, Anwesend die Herren Koch, Gail, Heichelheim, Homberger, Katz, Klingspor, Kraatz, Wortmann. Donnerstag den 5. Januar 1893 findet eine Sitzung des Bezirks-EisenbahnratdcS zu Hannover statt. Die Kammer beschließt, auf derselben die Frage in Anregung zu bringen, ob nicht dem um 8 Uhr 4 Min. in Gießen in der Richtung nach Frankfurt abgebenden Schnellzuge Wagen 3. Klasse beigegeben werden können. — Die Handelskammer richtete am 23. December v. I. eine . Beschwerde an Königl. Eisenbahn-Direction Hannover wegen der plötzlich — ohne Uebergangsperiode — außer Gebrauch gesetzten Frachtbriefformulare und stellte gleichzeittg den dringenden Antrag, für deren Zulassung nachträglich eine Frist von 6 event. 3 Monaten zu bewilligen, sowie in gleicher Weise, wie dies Seitens der Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. geschehen, zu verfügen, daß die bei Königl. Dienststellen entnommenen alten Formulare ebendaselbst gegen neue umgetauscht werden können. Das eingelaufene keines- wegS befriedigende Antwortschreiben jener Behörde, welche die älteren Frachtbriefe auf den preußischen Linien nur für Montan- und landwirthschastliche Erzeugnisse in Wagenladungen vorläufig noch zulassen will, einen Umtausch ablehnt, soll Gegenstand einer Interpellation in der am 5. Januar stattfindenden BezirkS-EisenbahnratbS-Sitzung zu Hannover werden. — Es liegt eine Einladung der Handelskammer Mainz vor zu einer am 5. Januar 1893 dorrselbst stattfindenden Conferenz zur Berathung des § 15 des Gesetzentwurfs betr. den Schutz der Waarenbezeichnungen, in Beziehung seiner Rückwirkung auf die Weinbau und Weinhandel treibende Bevölkerung. Die Kammer beschließt, diese Conferenz nicht zu beschicken, weil sie zu der fraglichen Angelegenheit eine definitive Stellung zur Zeit noch nicht genommen hat. — Es geht der Kammer eine Mittheilung des belgischen Consulats in Mainz zu, wonach die belgische Regierung die laut ministerieller Verfügung vom 19. Juli und 11. November 1892 für die Ein- und Durchfuhr von Lumpen, Hadern, alten Kleidern rc. vorgeschriebenen Formalitäten (Beibringen von Ursprungszeugnissen und Gesundheitsattesten aus dem Ort der Herkunft) mit Wirkung vom 23. December 1892 ab wieder aufgehoben hat. — ES sind der Kammer Mittheilungen zugegangen über schwindelhafte Firmen in Afrika (Algier, Tanger), Tamatare (Madagascar), sowie in London, Amsterdam, Rotterdam und Haag. Es können dieselben aus unserem Bureau eingesehen werden. — Bei der zum Schluß der Sitzung vorgenommenen Wahl eines Präsidenten, sowie dessen Stellv er- treters werden die seither diese Stellen bekleidet habenden Herren Koch und Scheel wiedergewählt.
— Von der Universität. Herr Professor Dr. Co sack wurde aus Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. April 1893, seines Dienstes entlassen.
— Gestern Nachmittag veranstalteten die Brauer und Küfer hiesiger Stadt einen stattlichen Fe st zu g, welcher die Wilhelmstraße, Franksurterstraße, SelterSweg, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Marktstraße und die Neustadt passirend, sich nach der sestgefrorenen Lahn bewegte, um dort auf dem sog. Woog ein Eisfest zu veranstalten. Im Zuge thronte auf hohem Fasse GambrinuS' Majestät in vollem Gala, vom Viergespann geleitet und von den stattlichen in Handwerkstracht gekleideten Brau- und Küserburschen umgeben. Auf dem Woog angelangt, wurde unter Musik, Trunk und Tanz das Faß ausgepicht, genau wie vor 25 Jahren (6. Jan. 1868 ein Gleiches geschehen. Alsdann wurde der Rückzug angetreten, hierbei einigen Brauereibesitzern eine Ovation gebracht, und im Cafe Leib das Fest mit einem CommerS beschlossen. Eine zahllose Menge begleitete den Zug und ergötzte sich an dem aus der Lahn gebotenen Schauspiel. ES sei hierbei noch erwähnt, daß Herr Carl Heil, Procurist der Actienbrauerci, heute die Wiederkehr des Tages feiert, an welchem er vor 25 Jahren in die Actienbrauerei eintrat.
— Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht: am 24. December 1892 den Ober-Stallmeister, Kammerherrn Moritz Riedesel Freiherrn zu Eisenbach zum Vorstand des Hofmarstall- Amtes zu ernennen.
— Post.Personalnachrichten. Dem Postdirector Andres in Darmstadt ist der Rang der Räthe IV. Klasse und dem Ober-Postdirectionssecretär Grimm der Character als RechnungSrath" verliehen worden. — Versetzt sind Der Postinspector Meißner von Berlin nach Darmstadt, ferner der Postsecretär Illert von Darmstadt nach Dörnach behusS Uebernahme der Vorsteherstelle des Postamt- daselbst, der Postsecretär Hennig von Mainz nach Gießen und der OberPostassistent Wagner von Mainz nach BenSheim. — Die Postassistenten B r e i tw t e s e r in Laubenheim (Rhein) und Allmann in Mombach sind zu Postverwaltern ernannt worden.
W. Aus dem Reichsverficheruugsamt. Der Fabrikbesitzer H. in Eichelsdorf in Oberhessen, welcher mit seinem Betriebe der S ü d w e st d e uts ch e n H o l z- B e r u f S ge n o s s e n sch a st angchört, ließ in demselben eine neue Kesselanlage auSführen. Den Kessel dazu lieferte eine bei der Süddeutschen Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaft katastrirte Fabrik in Mühlhausen i. Th., während die Aufstellung des Schornsteins am Kesselhause an einen anderen Unternehmer vergeben wurde. Von Mühlhausen hatte ein Monteur den Kessel nach EichelS- dorf gebracht, um ihn dort auszustellen, die Druckprobe vorzunehmen und ihn dann dem Besteller zu übergeben. Nach Beendigung der Montage muhte derselbe zunächst bie Fertig-


