Sprachlehrer Schmide-Beauchez, welcher alß ein fanttii) ®e8nCT des Dreibundes btfannt war, von Prag nach geflohen ist, woraus geschlossen wird, daß er mit dem räther identisch sei.
4. October. Gestern wurden abermals zwei tz. schäftSleate in der Nähe von Viterbo von Bandn- überfallen und ihres Geldes im Betrage voa 3OO3 beraubt.
diom, 4. October. In Tarent harren zweiundzwor» Kriegsschiffe und zwanzig Torpedoboote der Ankunft^ englischen Flotte, um dieielb« zu begrüßen.
Palermo. 4. October. Die Cholera ist hier unb bi brr Umgegend wieder stärker ausgetreten, zuletzt sind Lief 80 Erkrankungen und 50 Todesfälle gemeldet. Auch aus fe Schiffen fordert die Epidemie zahlreiche Opfer.
Madrid, 4. October. Der oberste LriegSrath hat t* TodeSurtheil gegen Pallas, welcher da-Attentat« den General Martinez CampoS verübte, bestätigt.
Brüssel, 4. October. Die rnterparlameutansche Frieden conferenz tritt heute zusammen. Mitglteder derselbe,^ Dr. Baumbach, der ehemalige Bicepräsident deS Deumt-: Reichstages, Pirquet, österreichticher Abgeordneter, Tranen: französischer Senator, Stanhope vom englischen Unters>5 Randolfi, italienischer Abgeordneter, Marcoarto, spam^r- Abgeordneter, Rahusen. holländischer Abgeordneter, Urech 1 rumänischer Senator, Ullmann, Präsident des norweguLu Storthing und Gobat, Mitglied des schweizerischen Nation ratheS.
sogleich inS HauS und in seine Zimmer begeben, mithin Begrüßungen nicht gut entgegennehmen können wird.
— Ueberdie Beibehaltung deS FutterauSfuhr- Verbotes wird der „Boss. Ztg." aus Pest, 3. October, gemeldet: Dem LandwirthschaftSrath unter Borsitz des Acker- bauminifterS Grafen Bethlen wurde gestern die Frage vorgelegt, ob die Aufrechterhaltung des FutterauSfuhnierbotes nöthig sei. Alle Redner äußerten sich dahin, da- Verbot sei seinerzeit unnöthig gewesen und eine überflüssige Bevormundung, deren Aufrechterhaltung nicht begründet wäre. Der Land- wirthschaftSrath besitzt blos beruhende Stimme. Der Minister ^"»krte sich nicht, dach glaubt man, daß die einhellige Meinung dieser Körperschaft immerhin die Entschließungen der Regierung beeinflussen werde. Nach anderer Meldung soll sich der Untersuchungsausschuß im Ackerbauministerium in der Mehrheit für die Beibehaltung deS FutterauSfuhrverboteS ausgesprochen haben.
Arrrland.
— Die Zuugczecheu in Böhmen haben dieser Tage daS schon augekündigtc Manifest erscheinen lassen, in welchem ne gegen die von der Regierung verfügten AuSnahmemaß- regeln gegen die Stadt Prag protestiren und die jungczechische Bewegung lebhaft vertheidigen. Die ganze Kundgebung characterisirt sich aber als ein ödes Machwerk voller hohler Phrasen, Entstellungen und directer Unwahrheiten, lediglich zu dem Zwecke bestimmt, die urtheilslosen breiten Massen des CzechenvolkeS aufzuregen. Das Manifest wurde alsbald nach seinem Erscheinen polizeilich beschlagnahmt.
— Der franzofisch.fiamefische Streithandel ist mit dem loeben in Bangkok abgeschlossenen Fried ensvertrage zwischen Frankreich und Siam nun auch formell beigelegt worben, nachbem er in ber Praxis burch bie Nachgiebigkeit ber siamesischen Regierung allerbingS schon seit längeren Wochen so gut wie erlebigt gelten konnte. Durch ben Der- trag verzichtet Siam endgültig auf bad gesammie linke Mekonaufer und verpflichtet es sich noch zu einer Reihe anderer Zugeständnisse an Frankreich. Eine dem Vertrage angehänate Convention ertheilt den Franzosen daS Recht, den Hafen Chatoboon btS zur Erfüllung aller den Siamesen in dem Vertrage auferlegten Bedingungen besetzt zu halten. Siam c K?nzlich auf bie ©nabe Frankreichs angewiesen, baß aber bie Rothhosen ihre bergestalt günstige Stellung in Hinter- nbien nach Kräften auSnützen werben, bieS kann wohl als selbstverständlich gelten!
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphische« Korrespondenz - Bureau.
Berlin 4. Dctober. Die „Rrtujicitung" vcrSffkntlicht jolgenbe kaiserliche CabinetSorbre, batirt 21. April 1890, an Professor Schweninger: „Nicht nur baS deutsche Volk, fonbern alle Nationen ber cultivirten Welt nehmen lebenbigen Antheil an ber Gesunbheit unb bem Wohlergehen bed Fürsten BiSmarck, Herzogs von Lauenburg. Mir persönlich liegt besonberS am Herzen, ben Mann mit Gottes Hülfe möglichst lange erhalten zu sehen, ber so unermeßliche Ver- dienfte um baß Vaterlanb unb um Mein Haus erworben hat. Ich weiß, baß Sie mit ebensoviel Hingebung unb Treue al« ^schick unb Erfolg seit einer Reihe von Jahren ben Fürsten ärjtlicf) behandelt, auch in kritischen Momenten ben Gesund- heitSzustanb beffelben erhalten unb zu befestigen gewußt haben. Es ist baher Mein Wunsch, daß Sie auch fernerhin die ärztliche Behandlung deS Fürsten leiten und, soweit erforderlich, selbst auSüben. Indem ich Sie mit diesem Auftrag betraue, will ich von Zeit zu Zeit Ihrem Bericht über daS Befinden des Fürsten entgegensehen."
„Ich war Zeuge. Ich hatte meinen Bruder begleitet, ich hatte gleichfalls gewildert, und da, da kam'S!"
„Gott!"
„Herr Steidler!"
„Nun?"
„Können Sie verzeihen?"
Ein gewaltiger Kampf tobte im Innern des Jägers. Er gedachte des schnellen Todes seines Vaters, bann an LreScenz, an seine Liebe, sein zerstörtes Glück. Für ihn lag bie Versuchung nahe, bem Beichtiger nicht zu verzeihen. Er wollte ebenso hart fein, wie man mit ihm war. Doch ber Kampf bauerte nicht lange. Er reichte Holzer bie Hanb.
„Ich verzeihe! Auch mein Vater wirb Euch verziehen haben."
„Dank, taufenb Dank! Jetzt sterbe ich leicht. Unb noch ein«: Wollen Sie btese Sühne ganz machen, bann —"
„Was haben Sie noch, Herr Holzer?"
„Dann," tönte eß leise von ben Lippen beß ©terbenben, nehmen Sie sich meines Kindes an. Seien Sie ihm ein treuer Gefährte in seinem Leben."
Den Jäger durchbebte eß. Ein stilles Glück zog vor seinen Augen auf unb er konnte keine Worte finben.
„Wollen Sie?" frug ber Alte.
,/3a!"
„Dann rufen Sie CreScenz unb mein Weib herein." Manin gehorchte.
Einen Augenblick später knieten CreScenz unb Martin tor bem Hager beb Shanten. Dieser legte fegnenb bie Hanbe auf bie Häupter feiner Rinbcr, bann (an! er mit einem tiefen Seufzer zurück. ®r hatte aubgelebt, bie Seele staub vor bem Richterstuhle be« Ewigen.
Drei Tage nach dem Begräbnisse Holzers war daS Marterl von St. Egyd verschwunden. Martm hatte eS weg- nehmen lassen. Nur alljährlich am 21. December geht der Förster Steidler mit feiner Familie hinauf in baß Kirchlein zu St. Egyb unb betet für das Seelenheil bes Ermordeten und feines Mörders drei Vaterunser.
Berlin, 4. October. Der „Nordd. Sllg. Ztg." zufolge wurde bie beutsch-russische Zollconserenz gestern im Auswärtigen Amte eröffnet. StaatSsecretär v. Marschall begrüßte bie Delegirten. Die Berhanblungen finben unter bem Vorsitze beS Gesandten v. Thielemann statt. Als russische Delegirte nahmen Theil: bie StaatSräthe thnirjafeto, Labsin unb Raffalowitsch- als Beigeorbnete StoatSrarh Stein unb GouvemementSfecretär Nellis. Der Inhalt ber Berhanb- lunger wirb geheim gehalten.
Kissingen, 4. October. Die für heute bestimmte Abreise beS Fürsten Bismarck ist wieber verschoben worben, obwohl kein Rückfall eingetreten ist uwd bie Kräftigung langsam sortschreltet. Die reffe ist unbestimmbar.
Köln, 4. October. Die deutsche Regierung hat der „Köln. Zig-" zufolge den Schutz ber ö sie rreichisch -ungarischen Untertanen in Brasilien übernommen unb bereit« mit Erfolg außgeflbt. Als der österreichische Llopd- dampfer „Medusa" in Rio de Janeiro einen Theil seiner Ladung in ein Leichterschiff gelöscht hatte, wurde letzteres vom Admiral Mello beschlagnahmt. Alle Vorstellungen beß Capi- tänß blieben erfolglos. In Folge Einschreitens bes Eom- Mandanten de» deutschen Geschwaders wurden Schiff und Ladung unversehrt freigegeben.
Wien, 4. October. Aus Anlaß des 25jährigen Be stehens der Landwehr richtete der Kaiser an die Ober commanbanten ber österreichischen unb ungarischen Lanbwehr, bie Erzherzöge Rainer unb Josef, Hanbschreiben, in benen bie Befriedigung über bie kriegSgemäße AuSbilbung unb den militärischen Geist der Landwehren ausgesprochen und der hervorragenden Verdienste der Erzherzöge und der Landes- vertheidigungSminister dankbar gedacht wird.
London, 4. October. Eine Privatdepesche meldet, daß die Commandamen der fremden Kriegsschiffe vor Rio de Janeiro, mit Ausnahme deS deutschen, den Admiral Mello aufgefordert haben,baß Bombardement künftig auf bie Forts zu beschränken - falls er bie Stabt bombarbire, würben bie Kanonen ber fremben Kriegsschiffe gegen MelloS Schiffe gerichtet werben.
New-OrleauS, 4. Oktober. Bei bem Sturme, welcher Sonntag Nacht im Golf von Mexiko unb an ben Küsten ge- Ehtt hat, sinb in Plaqnemine unb Jefferson gegen 200 Menschen umgekommen. Der Materialschaben wirb auf l1/« Millionen Dollars geschätzt. In Bayoucook in ber Nähe ber Mississippimünbung sinb 150 Austernfischer mit ihren Familien umgekommen.
Depeschen de« Bureau „Herold".
Berlin, 4. Oktober. Mit Sicherheit verlautet, ber Termin für bie Berufung bes Reichstages sei noch nicht bestimmt. Die Fertigstellung der Etats- unb Steuergesetze, welche bem Reichstage sofort nach bessen Zusammentritt zugehen, werben maßgebend für den Termin ber Reichstagsberufung sein. Es wirb versichert, bie Mehrforberungen für bie Marine würben durch ihre Höhe nicht überraschen, ba sie lebiglich der AuS- sührung früherer, von ber Regierung dem Reichstage bereite angefünbigten Pläne entsprächen.
Berlin, 4. October. Der „Reichsanzeiger"' schreibt: Zwischen ber preußischen unb ber nieberlänbischen Regierung würbe betreffs gegenseitiger Mittheilungen bei Hochwasser ober EiSgefahr im Rhein unb gemeinschaftlicher Maß- regeln zur Beseitigung biefer Gefahren eine Vereinbarung geschlossen, wonach bie beiberfeitigen Commissarien vor bem 1. September jebes JahreS zur Berathung ber Maßregeln betreffs der beiden Staaten gemeinschaftlichen Strecke deS Rheines zusammentreten.
Berlin, 4. October. Bor Antritt seiner fünfmonatlichen Gefängnißstrafe verabschiedete sich gestern Ahlwardt in einer Versammlung von seinen Parteigenossen. In seiner Ansprache theilte Ahlwardt mit, er canbibhre als LanbtagS- abgeordneter im Kreist. Friebeberg. Am Schluffe ber Ber- fammtung ereignete sich ein Zwischenfall, indem ein junger Mann, fälschlich für Redakteur Saling gehalten, thätlich an- gegriffen unb aus bem Saale geworfen würbe.
Berlin, 4. Oktober. Die „Norbb. Allg. Ztg." schreibt, in dem Gesetzentwurf, betreffend bie ReichS-Weinsteuer, welcher von ber Steuerconferenz im September aufgestellt würbe, ist procentuale Werthbesteuerung vorgesehen, woburch ber Weinverbrauch in einer ber Leistungsfähigkeit ber Eon- sumenten entsprechenden Weise zur Besteuerung herangezogen wirb. Die Vorschläge ber Commission beziehen sich auch aus Schaumwein unb Kunstwein. Die betreffenben Fabriken sollen einer Buchcontrole unterworfen werben. Der zur Schaum- wein- unb Kunstweinfabrikation verwenbete Wein bleibt steuer- frei. Besonbers schwierig wirb bie Frage, wie baß Besteuerungsrecht ber Einzelftaaten unb ber CoMmunen iu regeln sei.
Berlin, 4. Oktober. In ber gestrigen Anarchisten- Versammlung sprach Werner über bie Erklärung der französischen Delegirten zum Züricher Congreß im „Bor- wärts", dessen Verhalten dazu. Die Socialisten störten fort- während durch Zwischenrufe die Versammlung, welche mehr- malS vertagt und schließlich polizeilich aufgelöst wurde. Die Anwesenden verließen nur widerstrebend ben Saal.
Berlin, 4. October. In ber gestrigen Sitzung der deutsch-russischen Zollconserenz wurde in die Berathung der deutschen Tarif-Dünsche eingetreten unb beschlossen, die eigentlich zolltechnischen Fragen einer Subcommisfion zu überweisen.
Hamburg, 4. October. Die Cholera ist anscheinend erloschen- auch heute ist eine neue Erkrankung Weber in Hamburg noch in Altona vorgekommen.
Prag, 4. October. Es curftrea Hierselbst Gerüchte über einen unter der jungczechifchen Panei befindlich gewesenen Verrät her, welcher ein eifriger jungczechischer Agitator gewesen und zugleich bie in der Panei vorgegangenen, ge- Heimen Thatsachen ber Regierung verrathen hätte. Obgleich Bestimmtes noch nicht feftgefteüt ist, so ist boch al» wichtiger Umstanb bie Thatsache zu erwähnen, daß der französische
Stockholm, 4. Oktober. Kaiser Wilhelm sprez König O Ska r telegraphisch seinen Daak für ben großarrirv Empfang in Earlskrona auß.
Cadix, 4. Oktober. Admiral Avelane mit jetna Offizieren besuchte gestern daß RathhauS und das sranzösi-ch Consulat. Die französische Kolonie hatte ein Abends arrangirt, wobei aus baS Wohl beß Zaren, beß Präsidemo Garnot, ber Königin von Spanien unb beß Admiral Adela, toastet würbe. Der französische Consnl toaste auf ben »eb frieden. Heute findet zu Ehren ber russischen Gäste a Stiergefecht statt. Daß Geschwader hat für 30 000 Frct Xereßwein angefauft. Dasselbe dampft am 10. Oktober nac Toulon ab, ohne unterwegs anzuhalten. Auf eine telegraphisch, Anordnung des Ministers beß Aeußern werden noch gros ^ttg^F^st^^s^u^^fa^t^e^^lotte^naugir^^^^
teceU» ttnfr provinzielle».
Gieße». 5. Oktober 1893.
Laubtagswahl. Bei der gestrigen Wahl von Mu- gliedern zur Zweiten Kammer der Stände bei Großherzog- thumS würben gewählt: im V. Wahlbezirk (Gießen- ^anb) Herr Philipp Köhler-Bettenhausen mit 18 gegen 14 Stimmen, welche auf Herrn Stadtverordneten Ordlg- Gießen fielen; im IV. Wahlbezirk (Hungen-Ltch) Herr Philipp K öhler-Bettenhausen mit 17 Stimmen. In btefem Wahlbezirk erhielten weiter Stimmen Herr Dürger- meifter Kü hler - Langsdorf 9, Herr Forstmeister Theobald- Jugenheim 7. In beiden Wahlbezirken war zweimalige Abstimmung erforderlich.
Sitzung bei Schwurgerichts ber Provinz Oberheffea vom 4. October 1893. Zur Verhandlung kommt bie Straffache gegen Lorenz Schmibt von Oppenrod wegen TobtschlagSveriuchs und Bedrohung. Die Anklage vertritt der Großh. GerichkS- Assessor Koch, bie Dertheibigung führte Herr RechtSanwaü Dr. Stein, alß Geschworene wurden außgelooft die Herr« Georg HaaS II., Johannes Schäfer II., Wilhelm ßnc, Rudolf Nöggerath, Friedrich Fenchel II., Friedrich Kq II Johannes Becker IV., Karl Trapp, Ludwig Horst, fculi von Jungenfeld, Johannes Groh VI. und Martin Hamm.- — Der schon vorbestrafte Maurer Lorenz Schmidt ist angt. klagt, daß er am 20. Ium 1893 zu Albaa» 1) den Entschluß, ben Heinrich Harbt baselbst zu töbten burch vorsätzliche, jeboch nicht mit Uebcrleguag auSgesührtc Handlungen, die einen Anfang der Ausführung dieses Verbrechens enthalten, betätigt habe, 2) in zwei Fällen den genannten Heinrich Hardt unb dessen Ehefrau mit ber Begehung des Verbrechens ber Tödtung bedroht habe. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Friedrich Sckrnidt, der Bruder del Angeklagten, wohnte seither mit den Eheleuten Heinrich Hardt und ber Mutter beß letzteren, Elisabeth Hardt, in einem Hause. Die Ehefrau beß Heinrich Hardt lebte bereit» seit längerer Zeit mit Friedrich Schmidt unb besten Ehesrau in offener Kindschaft. In diesem Streite hatte sich bie Elisabeth Hardt, die au* ihrerseits mit ihrer Schwiegertochter zerfallen war, auf die Seite der Eheleute Schmidt gestellt. Am 20. Juni 1893 um bie Mittagszeit starb bie Ehefrau Schmibt ön einer Lungenkrankheit. Ihr Schwager Lorenz Schmibt, ber -bomaW an einem Neubau in Albach arbeitete, setzte sich in ben Koos die Familie Harbt, namentlich ber sortwährenbe HaußfttA beß alten unb beß jungen Harbt und die Feindseligkeur, beß letzteren gegen feine Schwägerin feien zum großen Therle an bem frühen Tobe berfelben Schulb. Er trank in feiner durch ben Anblick der Leiche erhöhten Aufregung alsbald di größeres Ouantum Branntwein unb kam bann kurz nach der Mittagspause in angetrunkenem Zustande auf die Baustelle, auf ber auch Heinrich Hardt schon längere Zeit mit ihm in Arbeit stand. Dort grub er eine Zeit lang Erde aal, während Hardt mit DpeiSrühren beschäftigt war. Ohne daß irgend Etwas boraußgegangen war, sprach er auf einmal grollend vor sich hin: „Ich glaube, der Große lacht über mich*, legte feine Schippe auß den Händen, nahm den Spaten beß Heinrich Jäger pon Albach an sich und trat von hinten quer an Hardt, indem er ihn anredete: „Heinrich, mit Dir hab ich zu sprechen, Du und Deine Alte sind Schuld daran, daß meinem Bruder seine Frau gestorben ist.- Dann schrie er laut: „Wie kannst Du auch noch über mich lachen! jetzt mußt Du sterben, alleweil hau' ich Dir ben Kopf ab." In demselben Augenblick schwang er mit beiden Händen den Spaten und schlug mit voller Körperkrast so schnell, daß Hardt nicht mehr
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