Ausgabe 
6.10.1893 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

der DMq ttchK ng kommt bitlhM igrn Todtschlazdr.i ;t der Großh. rte Herr

auSgeloost dir v er II., Mlhelr II./ Friedrich $ Ludwig Horst, und Martin orenz Schmit ift n ülba« 1) btnM^ durch öorföKliche, jeh fytfiblwscn/ ? )tn$ enthalten, W ta Heinrich Hardt i ^brechens der W. ,m ergad solgerli ^udrr deS Angrüü^ »einrich Hardt unL; , in einem Hauie. i errits seit länger^ au in offener Feind!^ ifaitti W' b, .[«len »«, «»

Sta 20. Im « tau S** /fette M feie« , h Er trank m ' ,-ftrg»"« */' 7«, ??* & ÄffS »ahn' den w , k i^t von 6,n't ui b. mit D-r ^LßW».* ftnb »'Leer"-' r ®* IK 3«

r» bon *#» 11

*'iQ6 Hfl

** d°tz

MeWkÄ»W. Srfi. *Oft.N$ XWwtJ l ,7'cher!«,;

"e Mütiit fcS*»«!»

M oart0' sp- ^bgeordneter t tt?- bE6 no^ '^«jerischen^ lE,r Wilhel. °°k s°r den gro.

^delane mit "fr d°S franzt . ^°"e ein «der fr der ^rasidn . des Admirals. >ui toaste aus deo§

russischen W hat für 30000 fr

am lO.öctobr Auf eine relegr-:

Kern werden not ?tte arxanflirt,__

inzieller.

ttl« 5. October 1 strigen Wahl ir.. Stände de- Sre^. lhibezirk ttenhauseo mit 18$ httnrorbntttn Orbit frungtn'Vidi) fyti

17 Stimmen. 3n ssm.-.

tNtxN^teUli' in war zweimalig, &

^-weichen konnte, mit der scharfen Sfante deß flacb durch )ie Luft geführten Eisenß nach dessen Hals und Genick. Per Hieb traf jedoch sein Ziel nicht mit der Völlen ausge- imndeten Gewalt, er blieb vielmehr an der Schulter deS Hardt tv dessen Kleidung hängen, sodaß seine Wucht gebrochen wurde. 53 traf er den Hal» deS Hardt nur mit geringer Kraft über en Ohren, so daß nur eine, wenn auch 10 Centimeter lange lntunterlaufene Ouetschung entstand, die alsbald mehrere ><ntimeter breit auflief. Hardt klammerte sich an Lorertz Schmidt, der ihn anpackte, an, um weitere Hiebe zu verhindern; n Mitarbeiter sprangen hinzu und Heinrich Jäger riß sie ißeinander. Nachdem Lorenz Schmidt den Hardr noch einmal uigepackt hatte, begab er sich nach Hause, nach Oppenrod. sHegen 4 Uhr kehrte er nach Albach zurück und begab sich kort zunächst in die Wirthschaft deS Daniel Schmidt. Dort ! iio f er die Ehefrau deS Wirchs allein zu Haufe und äußerte

;u derselben, indem er auf seine Brust klopfte:Hier habe ich j/jtiDQß, damit wird heute Nacht der Hardt und seine Frau <adl'gemacht, die find Schuld daran, daß die Frau meine» Bruders hat sterben müssen, ich mach sie tobt und trag sie tei die tobte Frau und wenn ich das gethan habe, dann schaff ' |4 mich auch wegl" Diese Redensarten wiederholte ec noch« tzials, so daß der Wirthin bange wurde und sie die Ehe­leute Hardt alsbald davon benachrichtigte und warnte. Nach <tro<i einer Stunde ging Lorenz Schmidt auf die Baustelle gurilrf und theilte dem Heinrich Jager mit:Er muß sterben, fit Oft Du, hier habe ich Etwas, jetzt geh ich ins Haus, suche ihn und seine Alte tobt, lege sie bei Friedrich seine Frau j« ein Bett, steche noch mehr tobt, hiernach schaff ich mich euch weg!" Bei diesen Worten zog er ein Dolchmeffer aus [ta Rocktasche, dessen Klinge spitz zulief und mit dem Stiele ;<iroa 20 Centimeter lang war. Dann entfernte er sich in

i Derjenige verpflichtet, welchem die Zahlung des Zolles obliegt. Für die Entrichtung der Steuer ift eine, dem geschäftlichen Verkehr zwischen Fabrikanten und Händlern mit Fabrikaten entsprechende geräumige Eredttftist vorgesehen. Der Tabak unterliegt von der Erzeugung bezw. von der Einfuhr 'an bis zum Außgange der darauß hergestellten Fabrikate auß der Fabrik der Eontrolle durch die Steuerbehörde, doch ist darauf Bedacht genommen, die (Kontrolle thuulichst wenig belästigend zu gestalten. Der inländische Tabakspflanzer bleibt der Ver- pstichtung zur Anmeldung und Gestellung des geernteten Tabaks behufs amtlicher Verwiegung auch künftig unterworfen. Dagegen werden die Controlle auf dem Felde, die Blätter« Zahlung, die Gewichtßabschätzung, sowie die im Jntereffe der Eontrolle vorgeschriebenen Beschränkungen deß Anbaueß, welche sich im Allgemeinen als entbehrlich erwiesen haben, aufgehoben. Die Pflanzer werden in ihrer Verfügung über den Tabak nur insoweit beschränkt, alß sie denselben nicht an andere Personen, alß 'angemeldete Pflanzer, Rohtabakßhändler oder Fabrikanten veräußern dürfen. Jeder Rohtabakßhändler unterliegt der Verpflichtung, sein Lager unter Mitvßrschluß der Steuerbehörde zu halten. Die Beaufsichtigung der Läger erfolgt gebührenfrei. Die (Kontrolle der Fabrikanten wird im Wesentlichen in einer Buchcontrolle bestehen. Zu dem Zwecke hat jeder Fabrikant entsprechende Bücher zu führen. Aus die den Vermögensstand deß Fabrikanten betreffenden Bücher erstreckt sich die Befugniß der Steuerbeamlen zur Einsichtnahme nicht. Alljährlich findet rhunlichst im Anschluß an die Inventur eine amtliche Bestandaufnahme in den Fabriken statt. Von der früher in Aussicht genommenen Feststellung bestimmter Rendementssätze für die Vergleichung der Menge des verarbeiteten Rohmaterials mit der Menge der daraus hergeftellten Fabrikate wurde abgesehen. Für Kleinbetriebe

fas Dorf. Die Eheleute Hardt erhielten durch Jäger auch hon dieser Drohung kurz nachher Kenntniß, so daß diese hie Nacht in ihrer eigenen Wohnung nicht zu bleiben wagten und in einem fremden Hause Schutz suchten. Der Ange« Hagle gab zu, den Schlag nach Hardt geführt und denselben om Halse getroffen zu haben, er bezeichnete seine Handlung jedoch alß einen bloßen Saufstreich und bestritt insbesondere, tcn Vorsatz gehabt zu haben, den Hardt tobt zu schlagen ober auch nur ben Schlag in dem Bewußtsein geführt zu haben, taß der Tod deß Getroffenen seine Folge seine könne; bie Bedrohungen seien nicht ernst gemeint gewesen. Nachdem hie Geschworenen (Obmann: Herr Rudolf Nöggerctth) die ihnen vorgelegten Fragen bezüglich deß Todtschlagsversuchs verneint, bezüglich der Bedrohung und der gefährlichen Körper­verletzung aber bejaht hatten, wurde der Angeklagte in eine tzesammtgesängnißstrase von 11 Monaten abzüglich 2 Monaten lliMrsuchungshaft nebst Kosten verurtheilt.

* Theaterverein. Nach mannigfachen Schwierigkeiten, tie daß junge Unternehmen des Theatervereins zu überwinden halte, scheint erfreulicherweise jetzt in allen Kreisen die Er- leiuiiniß durchzudringen, welche eminente Bedeutung daS In« fiiiun für das Kunstleben unserer Vaterstadt genommen hat. Mm vergegenwärtige sich: wer sich von uns den Genuß «leer guten Theatervorstellung verschaffen will, muß mindestens eije Reise nach der benachbarten Großstadt daran wagen. Der Thcaterverein führt den Gießenern ein Ensemble aller- tt|(u Kräfte vor und bringt trotz der kleinen Bühne jeden Wimer eine Reihe mustergiltiger Darstellungen zu Stande. Djeftn Leistungen gegenüber ist der Beitrag sehr gering, bei der Verein von seinen Mitgliedern und Abonnenten fordert. D-S Repertoir wird aufs gewiffenhafteste zusammengeftellt Wh man ist bestrebt, soweit dies überhaupt möglich ist, jfltn Wünschen gerecht zu werden. Schon die erste Vor- -fttiung in diesem Semester verspricht einen in seiner Art .anj emzigen Genuß. Der Intendant der vereinigten Frank- iuflir Stadttheater wird persönlich die Regie übernehmen, 'iluch die nachfolgenden Darbietungen werden den Beweis uieiern, daß man unerachtet der kleinen Bühnenverhältniffe Rmüht ist, ein ebenso gediegenes als abwechslungsreiches Äogcamm zu entwickeln. Von der regen Theilnahme aller Äef-ellschaftsk reise hängt es ab, ob der Verein ferner xldeihen und immer höhere künstlerische Ziele erreichen kann. Anmeldungen zum Theaterverein nimmt die Musikalienhandlung tim Ernst Challier entgegen.

* Entwurf der Tabakfadrikatsteuer. DieNordd. Allg. -fW ist in der Sage, die Grundlagen des von der Tab ak- fttuer« Commission vorgeschlagenen Tabaksteuer- Entwurfs mitzutheilen. Danach fällt die gegenwärtige Steuer von inländischem Tabak fort, gleichzeitig wird der . Zk für ausländischen Rohtabak entsprechend gekürzt. Jn- . Mche, für den inländischen Consum bestimmte Fabrikate Maden einer Steuer unterworfen, welche nach Procenten deß fcirtt) die Factura nachzuweisenden Fabrikpreises bemessen wird. Lach die procentuale Werthbesteuerung wird bezweckt, die Mhlhabenderen Consumenten stärker zur Steuer heranzuziehen, liegen im Jntereffe der minder wohlhabenden eine empfind- Iftt Verteuerung der billigeren Fabrikate und damit einen w'kMlichen Rückgang des Verbrauches zu vermeiden. Die Sruersätze für die verschiedenen Arten der Fabrikate sollen rai Rücksicht auf die ungleiche Höhe der in den Factura- wr"en enthaltenen Arbeitslöhne verschieden normirt werden. Äv dem naheliegenden Gedanken bei der Festsetzung der Steuersätze auf das Verhältniß der bisherigen Steuerbelaftung ha verschiedenen Fabrikate zurückzugreifen, wurde abgesehen, Beil namentlich der Rauchtabak durch die 1879 eingeführte tzkivi chtßsteuer verhältnißmäßig hoch getroffen war. Deshalb vild vorgeschlagen, den Steuersatz für Rauchtabak, für Kau- ind Schnupftabak angemeffen herabzusetzen, für Cigarren und - Eigarrettcn dagegen gleichmäßig zu beiaffen. Die Höhe der mriahlenen Procentsätze bleibt nicht unerheblich hinter den ebn Presse gemachten Angaben zurück. Die Steuerpflicht : Hin «in, sobald die Fabrikate in fertigem Zustande die Fabrik i Maßen; für ausländische Fabrikate wird die Steuer gleich- i (eilig mit dem Zoll erhoben. Zur Entrichtung der Steuer 2r iwländische Fabrikate ist der Fabrikant, für Ausländische

darf eine Erleichterung in der Buchführung zugelaffen oder eine Entrichtung der Steuer durch Abfindung angeordnet werden; Steuercredit wird ihnen ebenfalls gewährt. Zur Gegencontrolle werden auch Händler mit Tabaksfabrikaten, deren Geschäftsbetrieb ebenfalls der An- und Abmeldepflicht unterliegt, verpflichtet, Anschreibungen zu führen, welche die Einkäufe der Fabrikate nachweisen. Auf den Absatz ihrer Waare wird die (Kontrolle nicht ausgedehnt. Controlle und Steuerentrichtung durch Banderolen ober durch Steuermarke ist nicht beabsichtigt. Nach den Uebergangsbestimmungen wird vom Tage deß Inkrafttretens deß Gesetzes von den vorhandenen Fabrikaten eine mäßige Nachsteuer erhoben, wobei der zum eigenen Verbrauch bestimmte Vorrath bis zu einer gewiffen Höchstmenge steuerfrei gelaffen wird. Für die bei Pflanzern, Rohtabakshändlern und Fabrikanten vorhandenen Vorräthe an Rohtabak, Halb- und Ganzfabrikate wird die bisherige Steuer und die Differenz zwischen dem jetzigen und dem künftigen Rohtabakzoll zurückerstattet und zwar für Rohtabak im vollen Betrage, für Halb- und Ganzfabrikate nach reichlich bemessenen Durchschnittssätzen.

* Gewaltsamen Todes gestorben sind nach einer statistischen Ausnahme im Großherzogthum Hessen im Jahre 1892 581 Personen, und zwar 294 durch Verunglückung, 252 durch Selbstmord und 35 durch Mord ober töbtliche Körperverletzung. Von diesen gewaltsamen Todesfällen kommen 241 auf Starkenburg, 119 auf Oberhefsen und 221 auf Rheinhessen.

* Kaufabschluß.Reservieren Sie mir die Sachen" oberHängen Sie mir bieselben beiseite! Ich komme in einigen Tagen toieber unb werde dieselben noch einmal durch- sehen!" So sagen viele Kunden, die die Lager besuchen. Das ist ein perfecter Kauf, schreibt das Fachblattder Con f ec- ti onär". und der Verkäufer hat das Recht, die betreffenden Maaren dem Käufer zuzusenden, ohne dessen Verfügung abzuwarten. ____________

Bad Mauheim. 4. October. Bei der heutigen Ab- geordnetenwahl siegte im II. oberhessischen Wahlbezirk (Friedberg-Land) der nationalliberale Gutsbesitzer Fr. Carl Weith von Nieder-Wöllftadt mit 30 Stimmen gegen vier Stimmen, die der Candidat der deutschen Reformpartei, Landwirth Baer, erhielt. Weith vertrat schon mehrere Wahl­perioden diesen Wahlbezirk.

Büdingen, 4. October. Nächsten Freitag, den 6. d. Mts., findet die Weinlese dahier statt.

Groß-Geran, 4. October. Bei der heute stattgehabten Wahl eines Abgeordneten zum hessischen Landtag für den 14. Starkenburger Wahlkreis erhielt Rechtsanwalt Dr. Osann- Darmstadt (natL) 20 Stimmen, Redacteur Spr e nger- Mainz (Sozdm.) 13 Stimmen und Gutsbesitzer Diel ttr Groß-Gerau fünf Stimmen. Dr. Osann ist demnach mit zwei Stimmen-Mehrheit wiedergewählt.

Mainz, 4. October. In den Landtag wurde gewählt für Langen Kramer-Darmstadt (Sozdm.).

Mainz, 4. October. Bei den heute stattgehabten Landtagswahlen wurden in der diesseitigen Provinz gewählt: Landkreis Mainz Rechtsanwalt Dr. Schmitt-Mainz (Centrum), Wahlkreis Alzey Oeconom Römer (National- liberal), Landkreis Bingen Schriftsteller Wasserburg-Mainz (Centrum), Wahlbezirk Niederolm Gutsbesitzer Wernher- Merstein (deutschfreisinnig). In sämmtlichen vier Wahlen gingen die Gewählten mit großer Majorität auß der Urne hervor. Mit Ausnahme des Dr. Schmitt gehörten bie oben genannten Personen bereits dem Landtage an.

veEßschtes.

Ms. Kaffel, 4.October. Schrecklicher Verbrenn­ung stod. Aus entsetzlkche Weise kam gestern Abend in einem Hause der Obersten Gaffe der Schreinermeister Th. ums Leben. Derselbe ging mit einem Petroleumlicht in die Schreinerwerkstatt und stellte daß Licht auf ein Brett. Während er nun hanttrte, kippte daß Brett um, die brennende Lampe explodirte und fiel herunter in die Hobelspäne, welche sofort in Flammen standen. Bei dem Bemühen, daß Feuer zu er- sticken, stürzte der hochbetagte Mann um und zwar mitten in

die Flammen, sodaß er, ehe auf fein Geschrei Hulse herbei­kam, am ganzen Körper die schwersten Brandwunden erlitt. Leib und Brust waren wie gebraten, die Haut hing in Fetzen herab, ein grauenvoller Anblick. Sofort ins Krankenhauß gebracht, verstarb der Unglückliche nach mehrstündigen entsetz­lichen, unsagbaren Oualcn.

Frankfurt a. M., 4. October. Am heutigen Morgen wickelte sich bereits die Fa hr kartencont role der mit den Arbeiterzü gen angekommenen Reifenden auf dem Hauptbahnhof ohne besondere Zwischenfälle rasch ab. Die Versuche einiger jungen Leute, die Halloh-Scenen der beiden vorhergehenden Tage zu wiederholen, sanden keinen Anklang. An sämmtlichen Bahnsteigen, auf denen Arbeiterzüge einlaufen, sind jetzt vier Ausgänge mit Controlleuren besetzt, so daß die Abfertigung in wenigen Minuten geschehen kann. Die Ankom­menden können zu einer schnellen Beförderung selbst titel beitragen, wenn sie ihre Fahrkarten zum Dorzeigen bereit halten.

Frankfurt a. M., 4. October. Die Preise von Obst stellten sich gestern beim Ankauf in größerer Menge: Kochäpsel 45, Rosa-Aepfel 6, Graureinetten 56, Gold- reineten 68, Kochbirnen 5, MolleboucheS 68, Zwetschen 5-6, Nüsse 10-12, Trauben 25-30, Pfirsiche 15, italie­nische Pfirsiche 60, Quitten 1620, Kastanien 1214 Pf. das Pfund. Die Zufuhr von Kelteräpfeln an den Wiegestellen war gestern sehr bedeutend. Für schöneß Obst wurden 4,204,50 Mk. das Malter bezahlt.

Glatz, 3. October. Während eines Orkans ist die Colonade am Puhberge eingestürzt. Der Wachtposten Musketier Murzwa wurde dabei erschlagen.

Gotheuburg, 4. October. Im September wurden 358 Männer und 15 Frauen wegen Trunkenheit auf offener Straße polizeilich bestraft.

* Ein Urtheil, über welches man wieder den Kopf schütteln darf, hat das Berliner Schöffengericht Nr. 139 erlaffen. Ein Student war von Strolchen überfallen worden unb hatte mit einer Trillerpfeife, wie sie die Polizei gebraucht, Nachtwächter zu Hülse gerufen. Wegen des Ge­brauches einer solchen Pfeife wurde er selbst verhaftet unb zu 3 Mark Geldstrafe verurtheilt.

llnivcrfitäts » Nachrichten.

Marburg, 1. October. Der Privatdocent en der Berliner Universilät Dr. K. Rathgen ist zum außerordenUichen Profeffor an unserer Universität ernannt worben. Rathgen ist hier bereit# bekannt, da er im Wintersemester 1892/33 den damals zu einer Reife nach Amerika beurlaubten Profeffor der Nationalöconomie H. Paafche vertrat. Mehrere Jahre war er früher als Professor an bet Universität in Tokio thätig unb bat ein umfangreiches Werk über Japan veröffentlicht, das von der Kritik sehr günstig beurteilt worden ist.

Berlin. Die Professoren Virchow und Th. Mommsen feiern zu Beginn des Winterhalbjahres daS fünfzigjährige Doctor- Jubiläum.

Jena, 3. October. Die theologische Facultät der hiesigen Universität hat ben außerordentlichen Professor in der theologischen Facultät der Universität Berlin Dr. phil, Georg Runze zum Ehrendoctor der Theologie ernannt.

Verkehr, £att6* unb Volkrrvirthschast,

Ltnedirrg, 4. October. Fruchtmarkt. Rother Weizen (alter) JL 13.60, neuer JL 13.10, weißer Weizen X, Korn X.60, Gerste X 8.60, Hafer X 7.80.

Eingesandt.

Gießen, 5. October 1893.

In dem heutigen Anzeiger findet sich eine Correfpondenz aus Blofeld bei Echzell, bie über Ernteverwerthung eineß übermäßig reichen Obstfegens Wunberdinge berichtet. Man sollte bie Vor­sehung bitten, ben Blofelbmt nie mehr einen solchen Obstfegen zu gewähren, wenn sie sich oerfünbigen, bas Obst auf Wegen, Aeckern, unb in Gräben verfaulen zu taffen. Der Eorrefpondet hätte besser gethan, in feinem Artikel der Masse beß Obstes entsprechende Preise mitzutheilen, es würden sich bann genugsam Abnehmer ge­sunden haben. Einige hiesige Herren haben sich erboten, mit ihrem Fuhrwerk nach Blofeld zu fahren, um das überflüssige prachtvolle Obst für die Stadtkinder abzuhoten, es erübrigt nur noch, daß bet Correfponbent die Mittheilung macht, wie viel Wagen, Körbe, Säcke u. f. w. dazu nöthig sind; auch würde sich genügend Personal mit dorthin begeben, welches baß Einfüllen, Verladm u. f. w. besorgt.

Briefkasten.

Schnäpser" hier. Ihrem vor einiger Zeit an uns gestellten Ersuchen um Angabe eines Recepts von SchlehenschnapS kommen wir hiermit nach. SchlehenschnapS bereitet man solgenbetmaßen: Man bringt bie reifen Schlehen in ein Gefäß mit Master unb läßt sie so lange darin, bis sich das Fleisch von den Steinen ablöst. Letztere säubert man sorgfältig, trocknet und zermalmt sie zu grobem Pulver, welches man mit verdünntem Weingeist einige Stunden lang ansetzt, um die gewürzigen Stoffe darauf auszuziehen. Diefet Aus­zug wird mit Sprit unb Zucker verfetzt unb mit Master beliebig oerbünnt. Die Maßverhältniste sinb: Ve Liter Schlehensteine, IVt Liier Sprit unb IV, kg Zucker.

Herrn ft. P. in Vtordhansen. Wir fanbten Ihnen heute das fehlende Blatt per Streifband. Reclamationen wegen fehlender Nummern wollen Sie für die Folge sofort nur bei dortiger Post­amts-Zeitungsstelle erheben. Im Uebrigen frdl. Gruß. Exp

Sottes-irnft -er israelitischen Keligionsgesellschaft.

Frettag Abend b» Uhr, SamStag Vormittag 8*1 Uhr, SamStag Nachmittag 3 Uhr, SamStag Abend 6*° Uhr.

«hevist ob. Bastln für einen ganzen Anzng zn Mk. 5.75 Betont ob. Kammgarn für e. ganzen «n^rg zn Btt. 7.75 je 3 Meter 30 »m berechnet für den ganzen Anzug oerfenden dtrect an Jedermann (6696

Erstes Deutsches Tuch Versandtgeschäft Oettinger * Co., Frankfurt a. ML, Fibrik-Mpßt.

Muster franco ins HauS. Nicht postendes wird jurütfgenommen.

Witterungsaussichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

Baromerer: Thermometer: Hygrsmeterstand

4. October, Mm. 12 UM b. October, Mora. V Utzr

wir«. 73b mm, max. 7 38 mm + 8°R. 4- 13®B. Regen.

mm. 734 mm, max. 736 mm , + 7»R. + 9 OB. Biel Riederschl Sturm.

Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 nn.