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tragt, die ersten Vorbesprechungen über die wirthschaftliche Annäherung Rußlands an Deutschland einzuleiten.

Berlin, 4. Januar. Das Begräbniß des Abgeord­neten Peter Reichensperger fand nach voraufgegangenem, vom Prälaten Jahnel celebrirten Requiem in Anwesenheit des Erzbischofs v. Stablewski, des Armeebischofs Aßmann, vieler Geistlichen, der Familie des Verstorbenen, fast, sämmtlicher Mitglieder der Centrumsfraction, sowie vieler Mitglieder anderer Parteien des Reichs- und Landtags und unter Theil- nahme der katholischen Vereine und der Studentenvereine mit Fahnen heute Mittag statt.

Berlin, 4. Januar. Das Reichsseuchen-Gesetz gelangt noch im Laufe des Januars an den Bundesrath.

Elberfeld, 4. Januar. Ein Großfeuer zerstörte das Waarenlager der Engros-Geschälte von Bueren & Eisfeller, sowie von Uhlhorn & Klußmann. Das Feuer begann heute früh um 6 Uhr; jetzt steht das Vorderhaus der letztgenannten Firma in Flammen.

Saarbrücken, 4. Januar. Bei der heutigen Frühschicht sind 7824 Mann ungefähren, 1500 Mann mehr wie gestern. Die gestrigen Versammlungen, in welchen auch Frauen redeten, beschlosien auszuhalten. Bei Püttlingen soll auf Beamte scharf geschossen worden sein. Das Maschinenpersonal ist vollständig angefahren.

Hamburg, 4. Januar. Hier und in Altona ist je ein neuer Cholerafall vorgekommen.

Paris, 4. Januar. In ganz Frankreich herrscht eine starke Kälte. Die Seine ist zugefroren und die Schiff­fahrt unterbrochen. In Bordeaux sind in der vergangenen Nacht zwei Männer erfroren.

Paris, 5. Januar. Eine offiziöse Regierungsnote kün­digt neue gerichtliche Maßregeln betreffs der Panama- Affaire an. Bourgeois empfing, obgleich er krank ist, gestern Abend den Generalprocurator- gleich darauf con- ferirte er mit dem Polizeipräfecten und dem Republikprocu- rator. Die geplanten Maßregeln werden geheim gehalten. Es geht das Gerücht, Clemenceau sei in letzter Nacht ver­haftet worden. Freycinets Stellung ist durch die Enthüllungen Grouffets und in Folge seiner Beziehungen zu Herbette und dessen Verbindung mit Herz erschüttert.

Paris, 5. Januar. Commissar Coster hielt gestern Nachmittag bei der Francs Egyptischen Bank Haussuchung. Das Comitö des Pariser Volkshauses protestirt gegen die Vorgänge, betreffend die sogen. Wohlfahrts-Haussuchungen. Eine Verständigung aller Fraclionen der Socialistenpartei soll im Gange sein.

Rom, 5. Januar. Die Regierung brachte eincn Gesetz­entwurf über das Vorangehen der Civiltrauung vor der kirchlichen Trauung unter Strafandrohung von Gefängniß und Verlust der Pfründe für zuwiderhandelnde Geistliche ein.

Petersburg, 5. Januar. Der Czar ordnete wegen des herrschenden Nothstandes in verschiedenen Gouvernements den sofortigen Beginn vieler Straßen- und Eisenbahn­bauten an und verbot, fremde Arbeiter dabei zu beschäftigen.

Drontheim, 4. Januar. Im Gebirge herrscht eine un­gewöhnliche Kälte. Auf Jensoold ist das Quecksilber gefroren.

Ans dem Verwaltungsberichte der Grotzh. Bürgermeisterei Gießen.

(Fortsetzung).

Das für die unterirdische Entwässerung (Cana- lisation) aufgestellte Project des Stadtbauinspectors Steuer­nagel in Köln wurde dem als Autorität auf diesem Gebiete hochangesehenen Stadtbaurath Lindley in Frankfurt a. M. zur Begutachtung im Allgemeinen, wie zur Beantwortung der nachstehenden Fragen im Besonderen überwiesen: 1. Ist es zweckmäßig, den Stadtringgraben wie geplant zu er­halten bezw. zu rcguliren? 2. Sind bet Verzicht auf die Möglichkeit der Einleitung von Fäcalien erhebliche Verein­fachungen des Projectes, vielleicht überhaupt kleinere Dimen­sionen der Canäle zulässig'? 3. Ist eine über das Project hinausgehende Grundwasser-Senkung thunlich, bezw. nicht mit

Alfred, es hatten sich zwei Parteien gebildet, eine für, die andere gegen mich."

Und weßhalb das, Kind?"

Weil ich nicht adelig bin und weil einige der Mit­schülerinnen behaupten, meine Mutter sei eine Kunstreiterin gelvesen."

Dein Vater ist es, Deine arme, edle Mutter war aber nie eine Kunstreiterin, sondern nur die Frau des Circusbesitzers -und Kunstreiters Volkert. Deine Mutter war eine geborene Baroneß von Sinden.

Ich hatte auch Freundinnen im Institut," erzählte Isa lebhaft weiter,diese erklärten, es sei ihnen ganz gleichgiltig, waö meine Mutter gewesen sei, denn sie liebten mich und würden cs trotz allen Klatsches thun. Die Gegenpartei, an deren Spitze Gerta von Ronau, eine sehr hochmüthige kleine Gräfin, stand, behauptete jedoch, es sei eine Schande für die ganze Pension, ein Circuskind wie mich zu beherbergen, und sie beschlosien, alles zu thun, um mich hinauszudrängen. Es waren mitunter sehr bittere Tage und Stunden, die ich aber hinnahm, ohne zu klagen."

Mein armes Kind, und sie wagten Dich zu beleidigen?" frug Waldstein.

Laß gut sein, Onkel, sie konnten mir wenig schaden, und ich wollte Dich nicht betrüben durch eine Klage/'

Graf von Ronau, der Vater der kleinen stolzen Dame, ist Präsident in der Residenz?" bemerkte dann Waldstein.

Ja, ich weiß eS," erwiderte Jfa,und seine Tochter Gerta soll sich mit einem Prinzen Arloff verloben, der bei der Cavallerie in der Hauptstadt steht- man sagte, es sei eine Convenienzehe, die schon längst von beiden Eltern verabredet wurde."

(Fortsetzung folgt.)

unverhältnißmäßigen Mehrkosten verknüpft? 4. Stehen auch ohne Einleitung der Fäcalien die durch die Ausführung des Projectes zu erreichenden Dortheile tm Verhältniß zu den Kosten seiner Anlage, wie seines Betriebes? 5. Ist es zu­lässig und ohne erheblichere, doppelte Kosten möglich, nach Ausführung des Projectes auch die Einführung der Fäcalien vorzunehmen?

Die sofortige Verfügbarkeit der in nächster Nähe der neuen Kliniken gelegenen städtischen Jsolirbaracke zur Aufnahme von ansteckenden oder von solchen Kranken, welche bei Uebersüllung der Kliniken dort keine Aufnahme finden könnten, wurde durch Anlage einer Telephonverbindung mit den Kliniken und Einführung der Wasserversorgung vollends gesichert.

Die in 1880 begonnenen Verhandlungen wegen Reform der polizeilichen Milchcontrole für unsere Stadt konnten nach Errichtung des mit dem hygienischen Institut der Landes-Universität verbundenen, chemischen Untersuchungs­amtes für die Provinz Oberhesien abgeschlossen werden durch die Publication der Milchoerkaufsordnung vom 12. October 1891.

Für Verbesserung und Ergänzung des der­zeitigen Friedhofes wurde durch Herstellung eines zur Ausnahme von an ansteckenden Krankheiten Verstorbenen be­stimmten Anbaues an das Leichenhaus, sowie durch Chaussirung und Verbesserung einzelner Hauptwege Sorge getragen, während durch Ausnahme eines genauen geometrischen Planes mit Eintragung der Gräbereintheilung die Uebersicht, sowie die demnächstlge Erweiterung des Friedhofes erleichtert werden soll. Die Friedhofordnung wurde durch einige Zusätze ergänzt. Der Anregung, das gesammte Leichenbestattungswesen in die Hand der Stadt zu übernehmen, wurde zunächst keine Folge gegeben, nachdem die seit 100 Jahren dafür bestehende Leichen­kaffe- Gesellschaft die Sätze für Benützung ihres einfacheren Leichenwagens angemessen erniedrigt hatte.

Dank der im letzten Verwaltungsbericht hinsichtlich des Verbotes von Viehmärkten in Aussicht gestellten milderen Praxis, bezw. den dieselbe ermöglichenden verschärften Dor- ! sichtsmaßregeln in Bezug auf den hiesigen Viehmarkt konnten im Jahre 1891 wiederum 3 5 Vieh - und Krämermärkte dahier abgehalten werden (gegen 31 in 1890), auch der Zu­trieb von Vieh hat sich wiederum ganz wesentlich gehoben, sodaß im Ganzen -zugetrieben waren: 22 603 Stück Rindvieh gegen 15197 in 1890, 11492 Stück Schweine gegen 7310 in 1890, 3 Pferde.

Im Jahre 1891 wurden-im städtischen Schlacht- Ha u s e geschlachtet: 1370 Ochsen gegen 1434 in 1890, 202 Faselochsen und Kühe gegen 250, 1175 Rinder und Stieregegen 1129,6019 Saugkälber,Stoppelkälber,Hämmclund Schafe gegen 5629, 7831 Schweine gegen 6942, 4 Spanferkel gegen 9, 127 Pferde gegen 142 in 1890. Wennschon sich danach die Zahl der Schlachtungen im Allgemeinen wieder gehoben hat, so beweist doch die Verminderung der Schlach­tung von Ochsen und die Vermehrung derjenigen von Kälbern, wie die hohen Fleischpreise noch immer in der Wahl der Fleischqualität ihren Ausdruck gefunden haben.

Die seit Jahren durch die vereinigte juristische und Finanzcommission vorbereitete Reform des Octroi- wesens hat unterm 12. Juni 1891 ihr Ende gefunden in dem Beschluß der Stadtverordneteu-Versammlung,von weiterer Reformarbeit in Bezug auf das städtische Octroiwesen nun­mehr abzusehen", nachdem in der vorausgegangenen Sitzung der vor drei Jahren gefaßte Beschluß auf Aushebung des Octrois von Mehl und Backwaaren bei Stimmengleichheit nur durch Stichentscheid des Bürgermeisters aufrecht erhalten, zugleich aber neben der von den vereinigten Commissionen beantragten Deckung des dadurch entstehenden Ausfalles durch eine wesentliche Erhöhung der in Gießen unverhältnißmäßig niedrigen Octroisätze für Bier, und eine kleine Erhöhung des Octrois für Ochsen, entgegen dem Commissionsantrag auch die Heranziehung der in Diengen unter 5 Kgr. eingeführten Fleischwaaren und des kleineren Wildpretes beschlossen war. Einerseits war damit vereitelt, die Absicht der Commisyon, mit ihren Anträgen zugleich zu ermöglichen die vollständige Aufhebung unserer, für den Cousumenten ebenso lästigen, wie für die räumliche Entwicklung unserer Stadt nicht mehr aus­reichenden, und darum zu kleinen Defraudationen geradezu verleitenden Octroierhebung bezw. Anmeldung an den vier Thoren der Altstadt- anderseits war festgestellt, daß für die Aufhebung des Octrois auf Mehl und Backwaaren bezw. dessen Ueberwälzung auf andere, leichter zu entbehrende Der- brauchsgegenstände eine feste Mehrheit in dem Kreise der Stadtverordneten selbst nicht bestand. Wenn danach durch

die Erklärung des Oberbürgermeisters, gegen jedes zur Durch­führung des also festgesetzten Octroitarifs erforderliche Octroi- reglemeut stimmen zu wollen, Commission wie Stadlverord- neten-Dersammlung mit veranlaßt wurden, den Eingangs erwähnten Beschluß zu fassen, so wird dies dem Oberbürger­meister umsoweniger zu verübeln sein, als andernsalls dte vorgelegene, immerhin recht tief einschneidende Aenderung der Octroiverhältniffe nur unter Verzicht auf die erhoffte, wesent­liche Vereinfachung der Controlle und am Ende gar nur nut der entscheidenden Stimme des Vorsitzenden durckzusühren gewesen wäre.

Der nach Inkrafttreten der Landesfeuerlöschordnung er­forderliche Erlaß einer Ortsfeuerlöschordnung wurde in Berathung genommen und sich dabei insbesondere bemüht, den Schwierigkeiten zu begegnen, welche für die Regelung dieses Gegenstandes aus dem seitherige'' Bestehen zweier frei willigen Feuerwehren ncbeneinande: ktwachsen. Abgesehen von sechs Zimmerbränden haben sich im Jahre 1891 zehn Brände ereignet. Durch einen unglücklichen Sturz bei einer Hebung mit dem Rettungsschlauch hat die Gießener Freiwillige Feuerwehr am 31. August 1891 ein wackeres Mitglied, den Eisendreher Wilhelm Löber, verloren- die Stadt hat ihren Antheil an dem schweren Unfall in verschiedener Form, unter Anderem auch dadurch bekundet, daß sie beschlosien hat, das auf dem Grabe freß Verstorbenen von seinen Kameraden er­

richtete Denkmal Seitens der Stadt in dauernde Fürsorge zu übernehmen.

In dem Personal Großh. Polizei amt haben sich mehrfache Aenderungen ergeben: an Stelle de« al« Polizeicommisiär nach Darmstadt beförderten PosizeuccretarS Krämer ist der Reviercommisiär Bischoff in Offenbach ge­treten ; die Geschäste des technischen BeiratheS wurden dem Lehrer an der erweiterten Handwerkerschule, Traber, über­tragen, und an Stelle des verstorbenen Schutzmanns Hinter und des abgegangenen Schutzmanns Grasmück sind getreten der seitherige Sergeant Schwarz und der Hilfsschutzmann Gemmecker, während der an Stelle des abgegangenen ^chneid- müller zum Feldschützen ernannte seitherige Hilfsschutzmann Steuerwald durch den Schuhmacher Erb ersetzt wurde. Außer den bereits angeführten Reglements kam noch zur Erledigung ein solches betr. die Bezeichnung der Fuhrwerke, während die Verhandlungen über anderweite Regelung de« Droschkentarifs nicht zum Abschluß gelangt sind.

(Fortsetzung solgt.)_______

tocalcs unö provinzielles.

Gießen, 5. Januar 1893.

Empfang. Seine Königliche Hoheit der G r o ß h e r z o g empfingen gestern u. A. den Realgymnasiallehrer Dr. Collin von Gießen.

Die Reichsbank hat ihren Privat-Discont auf 3pCt. ermäßigt.

Vortrag. Am 10. Januar, Abends 81/« Uhr, wird im Saale des Schützengartens zu W e tz l a r Herr G. Truppe! auf Veranlassung der Deutschen Colonialgesellschaft einen Vortrag über die Südsee-Jnseln halten, welcher mit Lichtbildern unterstützt wird. Die Mitglieder der Deutschen Colonialgesellschaft haben zu dem Vortrag freien Eintritt. Auf Wunsch der hiesigen Abtheilung, die Einladung erhalten hat, bringen wir dies hierdurch zur Kenntn'ß der hiesigen Mitglieder.

Neues Theater. Karl GutzkowsZopf und Schwert", mit welchem Herr Hacker morgen sein Gast spiel beschließen wird, gehört zu den geistreichsten und humor­vollsten Lustspielen, die wir besitzen. Der preußische Gamaschen­dienst und knauserische Hofhaltung Friedrich Wilhelm L, mit all seinen komischen Eigenthümlichkeiten, daä Verhältniß dcs jungenalten Fritzen" zu fernem Vater, deS König« Stellung zu feiner Gattin, seinen Ministern, seinem fuchS- schlauen und ränkevollen Kammerdiener, die Verhandlungen über das englische Heirathsproject mit seiner Tochter Wilhelmine, das berühmte Tabaks-Collegium und das Eingreifen dcS liebenswürdigen Erbprinzen von Baireuth in all diele eigen* thümlichen Verhältnisse, der die lustigste aller Comödien in« scenirt, die je an einem Hofe gespielt worden ist, das Alle« kommt so anschaulich und erheiternd zur Darstellung, daß die behaglichste und stellenweise erhebenste Wirkung unaus­bleiblich ist. Das Stück wird mit der ernstesten Sorgfalt vorbereitet und seine Wiedergabe wird einen würdigen Abschluß des Gastspiel« des Herrn Hacker bilden, der den Erbprinzen zu seinen besten Rollen zählt.

Verhaftet wurden gestern ein hiesiger Metzgergeselle, der zum Nachtheil seines Dienstherrn Kundcngelder veruntreut hatte, und ein Dienstmädchen wegen Fälschung von Legiti- mationspapieren.

Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Januar den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsseld Dr. Karl Koch zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Seligenstadt und den Gerichtsasiessor Dr. August Zimmermann aus Lollar zum Amtörichier bei dem Amtsgericht Alsfeld zu ernennen.

-r- Ans dem Bufecker Thal, 4. Januar. Seit Beginn des neuen Jahres ist die Kälte mit solcher Strenge in unserem Thal aufgetreten, daß gestern Nacht daß Thermometer bis 18 0 R., an manchen Stellen sogar bis zu 20 0 R. unter den Gefrierpunkt gesunken war. Rur wenige Fenster sind vorhanden, von denen die Stubenwärme die Eisblumen ganz hiuwegzuthaueu vermochte. Selbst in den Zimmern, die bis spät Abends geheizt werden, gefriert meist daS Wasser bis zum auderu Morgen. Die Saat ist durch eine leichte Schneedecke geschützt, den Vögeln aber ist dagegen durch den Schneefall alleö Futter abgeschnitten. Hilfesuchend kommen sie vor die Wohnungen, um dort ihren Hunger zu stillen. Im Freien findet man bereits eine größere Anzahl dieser Thierchen, welche der Härte deS Winter« zum Opfer ge­fallen. Der Barmherzigkeit guter Menschen ist hier zu helfen Gelegenheit geboten.

A Von der Ohm, 4. Januar. Die verfloßene Nacht war bis jetzt die kälteste des diesjährigen Winters. DaS Thermometer »zeigte um 11 Uhr Nachts 11 Grad Kalte nach Reaumur. Gegen Morgen war die Temperatur um 3 Grad milder geworden.

Q Grünberg, 4. Januar Ein entsetzlicher U n glück s- fall ereignete sich gestern Morgen auf der im Bau be­griffenen KreiSstraße nach Weickartshain in der Nahe der oberen Ziegelhütte. Zur Bewerkstelligung der Erdarbetten benutzten die Arbeiter Rollwagen. Don einem Zug dieser Rollwagen fiel ein 23jähriger Arbeiter herab, kam zwischen die Räder und diese schnitten ihm den Kopf buchstäblich vom Rumpfe ab.

M. Herbstein, 3. Januar. Ein Fall, der w-eder einmal daran erinnert, daß man nut Fuhrwerk nicht vorsichtig genug umgehen kann, ereignete sich heute. Der Landwirth Eichenauer von Rixfeld hatte vor einer hiesigen Wirth- schäft sein Pferd in den Schlitten gespannt und war tm Begriff, in denselben einzusteigen, wobei er mit ber einen Hand die Zügel, mit der anderen den Schlitten hielt. In diesem Augenblick bäumte sich das Pferd hoch auf und stürmte mit dem Schlitten in mächtigen Sätzen davon. Der Fuhr mann wurde zur Seite geschleudert und verlor die Zügel.