Ausgabe 
5.2.1893 Erstes Blatt
 
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gänzliche Verbot der SonntagSarbeit für EngroS-Geichäfte, Fabriken und Bankgeschäfte und eine weitere Beschränkung der SonntagSarbeit für die Detailgeschäste verlangt wird.

Berlin, 4. Februar. Der BundeSrath beschäftigte sich gestern mir dem von Preußen beantragten Gesetzentwurf über die Pflichten der Kaufleute bei Aufbewahrung fremder Werthpapiere.

BreSla», 3. Februar. Der Sensationsprozeß gegen Dr. med. Schwankt wegen Verbrechen- wider das keimende Leben wurde nach mehrwöchiger Verhandlung beendigt. Der Angeklagte wurde zu lOjährigcm Zuchthaus mit Ehrverlust für die gleiche Zeitdauer verurtheilt.

Kola. 3. Februar. Nachdem der Rhein über Nacht langsam gefallen war, steigt er seit 9Uhr Morgen- wiederum sehr stark,- de-gleichen wird von der Mosel, dem Main, dem Neckar und dem Oberrhein seit Mitternacht starkeSSteigen gemeldet. Da- OberrheineiS trieb ohne Gefahr für die Stadt vorbei.

Altona. 3. Februar. In der verflossenen Nacht kamen fünf Ebolerafälle vor, zwei davon verliefen tödtlich.

Mauchen. 3. Februar. Der Prinzregent sendet zum Bischofs-Jubiläum deS Papste- einen außerordent­lichen Bevollmächtigten nach Rom.

Meiuiogeu. 4. Februar. Der Landtag deS Herzog- thu mS lehnte nochmals den vorgelegten Etat ab und wurde al-dann vertagt. ES wird ein DerfaffungS Conflict erwartet.

Drosten, 4. Februar. Im hiesigen Schullehrer-Seminar brach die egyptische Augenkrankhett au-. Ein Theil der Zöglinge wurde beurlaubt.

Saarlouis, 4. Februar. In Bildstock findet morgen eine allgemeine Bergarbeiter-Versammlung statt mit der Tagesordnung: Stellungnahme zu den Forderungen der abgelegten hungernden Kameraden.

Brüssel, 4. Februar. Die Unabhängigen votirten für die Einführung des allgemeinen Stimmrecht-.

Wien, 3. Februar. Die russische Behörde von P odlachie.n erklärte Hunderte von katholischen Ehen für ungültig und trennte die Ehepaare gewaltsam. Die Prioatheilanstalten wurden mit Schließung bedroht, falls der Verkehr mit den Kranken in der polnischen Sprache fortgesetzt wird.

Wien, 3. Februar. Ministerpräsident W e k e r l e drückte die Hoffnung auf eine sehr baldige Ueberwindung der Parlei- krisiS in Ungarn auS- er wird demnächst das Matrikelgesetz einbringen, welchem daS Civilehe Gesetz folgen werde.

Rom, 3. Februar. Gestern Nachmittag ergriff Cardinal Kopp unter großer Theilnahme Besitz von seiner Titelkirche Agnese. Anwesend waren v. Bülow, v. Schläzer, Graf Revertera, der brasilianische Botschafter, zahlreiche Deutsche und viele Vertreter des römischen Adels.

Cocalci uttö provinzielles.

Gießen, 4. Februar 1893.

Zur Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Wie man unS mittheilt, hat die in der Stadtverordneten-Sitzung am 26. Januar zusammengesetzte Special-Commission, bestehend aus Herrn Beigeordneten Georgi als Vorsitzenden, den Herren Stadtverordneten Grünewald, Jughardt, Löber, Orbig, Schwall und Vogt, sowie den Geschäftsinhabern Georg Adami, Friedrich Tetpel und Carl Loos und dem als Vertreter der Hand- lungSgehülsen zugezogenen Herrn Orbig jun., am Donnerstag ihre erste Sitzung abgehalten. Eine Aenderung haben die hier ortögesetzlichen Bestimmungen in Betreff der Sonntags­ruhe nur bezüglich der Cigarrengeschäfte erfahren, denen eine bis 7 Uhr Abends währende Verkaufszeit einge­räumt wurde. Im Allgemeinen weichen die ortsstatutarischen Bestimmungen in den einzelnen Städten deS Großherzog- thumS hinsichtlich einzelner Branchen wenig von einander ab, und hat, so viel unS bekannt, bisher nur Bingen eine Ausnahme gemacht; dort ist nämlich den Manufactur-, Weißwaarcn- und Kleidergeschäften gestattet, ihre DerkaufSlocale bis 4 Uhr Nachm. offen zu halten. Diese Ausnahmestellung der Manusacturwaarenbranche hat bei den Vertretern derselben in anderen Städten eine Be­wegung veranlaßt, die auf Bewilligung der gleichen Ver- günstigling hinauSgeht. Besonders in Mainz ist man Seitens. der Interessenten eifrig bemüht, ebenfalls eine ununterbrochene, bis 4 Uhr währende Verkaufszeit zu erhalten- man macht dort geltend, daß nunmehr die für Mainz so bedeutungsvolle Landkundschafl sich nach Bingen taenben würde, wodurch nicht nur der Manusacturwaaren­branche selbst, sondern auch den Wirthen in Mjünz ein er­heblicher Einnahme-AuSsall zu erwachsen drohe. Von den Gegnern einer Aenderung der bisherigen Bestimmungen wird dagegen angeführt, daß Bingen wohl schwerlich einen so nachthciligen Einfluß auf Mainz auSiiben könne- anders liege die Sache, wenn Wiesbaden oder Frankfurt den Manufacturisten eine Ausnahmestellung einräumen würden. WaS nun die hiesigeManufacturisten betrifft, so sind dieselben nach dem schon von unS erwähnten Anträge in ihrer Mehr­heit ebenfalls für Verlegung der Verkaufszeit an Sonn« und Festtagen auf die Stunden von 11 bis 4 Uhr- auch sie machen gleich ihren Mainzer Collcgen geltend, daß sie mit der Landkundschaft, die Morgens des Gottesdienstes, häus­licher Arbeiten und sonstiger Umstände wegen nicht in die Stadt gehen und dort ihre Einkäufe besorgen könnte, rechukn müßten. Die Commission hat nun, wie man uns mittheilt, nach langer und beiderseits energisch geführter Debatte mit 6 gegen 5 Stimmen beschlossen, den Antrag der Manktfacturwaarenkandler :c. auf Verlegung der Ver­kaufszeit auf die Stunden von 11 bis 4 Uhr abgelehnt. Ebenso sprach sich die Commission dafür auö, daß die den Cigarrengeschäften und Conditoreien zugestandene Ausdehnung der Verkaufszeit bis 7 Uhr Abends wieder auf die früher festgesetzten Stunden (bis 2 Uhr) zurückgesetzt werde. Es liegt nunmehr an der Stadtverordneten Versammlung, inwie­weit sie eineStheilS den Wünschen der Geschäftsinhaber der Manusacturwaarenbranche aus Ausdehnung der Verkaufszeit,

anderntheils denjenigen der übrigen Branchen und besonders der Gehülfenschaft auf Beibehaltung der bisherigen Be­stimmungen entsprechen wird.

Spar- und Leihkaste Gießen. Nach dem vorläufigen Abschluffe des Geschäftsjahres 1892 haben sich die folgenden Resultate ergeben:

Die Einlagen betrugen Ende 1891 Während 1892 wurden neu eingelegt

4 182 352.33

1 062 637.81

5 244 990.14

dagegen zurückerhoben 623 429.77

Hiernach Stand der Einlagen Ende 1892 4 621 560.37

Die neu eingelegten ' 1 062 637.81

setzen sich zusammen auS:

a. (Umlagen ü 3x/3% tn baar durch Zuschreibung von

Zinsen

b. Einlagen ä 4 % von Dienst­boten in baar durch Zuschreibung von

Zinsen

o. Einlagen zur Pfennig­sparkaffe

899 899.46

96 898.51 '

45 407.81

8 935.88

11 496.15 1 062 637.81

Die Zahl der ausgestellten Einlagebücher hat sich um 719 vermehrt.

Die auSgeliehenen Kapitalien betrugen

Ende 1891 4 407 513.41

Während 1892 wurden zurückempfangen

an Capitalien:

a. gegen Hypotheken ausgeliehen 74 804.

b. Bürgschaft»,. Gemeinden 4194.32

c. Privaten 651.40

d. iirWerthpapieren auSgeliehen 42 350.

e. gegen Hinterlegung von Werthpapieren 900.

f. im Conto Corrent-Verkehr 460 210.48 583 110.20

3 824 403.21

Ausgeliehen wurden neu:

a. auf Hypotheken 580 312.28

b. gegen Bürgschaft v.Gemeinden 23 550.

(zumeist an die Gemeinden \

selbst)

c. gegen Bürgschaft v. Privaten 731.

d. gegen Hinterlegung von Werthpapieren 750.

e. im Conto-Corrent-Verkehr 429 913.09 1 035 256.37

4 859 659.58

Kirchengemeinde Vertretung. Die vollständige Liste der am Donnerstag neugewählten Kirchengemeinde-Vertreter befindet sich im Ins erat en theil der heutigen Nummer.

Theater.Doctor Wesp e", Lustspiel in sechs Abheilungen von K. Benedix. ES ist eine den Kindern der Benedix'scheu Muse in hervorragender Weise anhaftende charakteristische Eigenthümlichkeit, daß sie nicht in der Auf­bietung grober Mittel ihren Witz suchen, sondern vielmehr in höchst feiner aber deshalb nicht weniger drastischen Weise die Schäden der Gesellschaft geißeln. Das gestrige Lustspiel kann dies in vorzüglicher Weise bezeugen. Wir sehen in Doctor Wespe" einen Typus derjenigen Klasse von Menschen, die, ohne wahre innere Wissenschaft zu besitzen, nur mit einem leichte»» äußerlichen literarischen Schliff versehen, trotz­dem sich int Stande und berechtigt glauben, die Leistungen Anderer abfällig zu kritisiren und darüber mit jenem über­zeugungsvollen Tone zu reden, der nur Denen zukommt, die in ihrem Fache Meister sind. Selbstverständlich ist im Jntereffe der komischen Wirkung der Charakter der Figur nach dem Extrem hin urgiert, aber im Grunde ist sie so wahr und natürlich, daß nach dieser Seite hin selbst die realistischste»» Wünsche befriedigt fein müssen. Der scenische Ausbau des Stückes ist logisch klar, die Sprache schön und formvollendet, dazu ermangelt das Ganze nicht der Hand­lung. Die Titelrolle hatte unser geschätzter Gast Herr William Büller übernommen. Die Durchführung geschah in einer so grandiosen Weise, daß wir nicht umhin können, zu gestehen, der Rünftler ist ein Schauspieler von Gottes Gnaden. In jedem Zuge, in jeder Bewegung brachte er den aufgeblasenen, selbstgefälligen Gecken in so vorzüglicher Weise zur Geltung, ohne dabei irgendwie nach dem Effect zu haschen, einzig und allein dadurch, daß er sein Mienen­spiel und überhaupt seine Persönlichkeit in beispielloser Weise beherrscht, daß man sich nicht im Theater, sondern in die Wirklichkeit versetzt glaubte. Neben Herrn Büller ist die Critik heute in der angenehmen Lage, auch zwei Mit- gliedern unseres Ensembles ihr uneingeschränktes Lob zu' Theil werden zu lassen. ES ist dies Herr Rupp und Frau Copp«. Ersterer wußte aus der allerdings sehr I dankbaren Rolle desAdam" eine Figur von so komischer Wirkung zu machen, daß er daS Lachen der Zuschauer stets herausforderte, wenn er die Bühne betrat, während Frau Copp« Gelegenheit fand, alsTheudelinde" ihr für derartige Rollen hervorragendes Talent zu zeigen. Stürmischer lange anhaltender Beifall lohnte nach jedem Actschluß die drei Künstler für ihre vorzüglichen Leistungen. Von den übrigen Mitwirkenden erwähnen wir noch Herrn Marti ensen (Honau), Herrn Halpern (Zindorf) und Frävl. Märker (Thekla), die ihre Aufgabe zu unserer Zufriedenheit lösten, graul. Coppö alsElisabeth" schien unS etwas zu burschikos und Herrn Born hätten wir gerne etwas leiden­schaftlicher gesehen.

Theater. Nächsten Dienstag findet eingetretener Um­stände halber kein Gastspiel des Herrn Büller statt, son­dern unser jugendlicher Komiker, Herr Rupp, feiert an die­sem Tage sein Benefiz. Der Künstler ist hier in Gießen überall eine sehr populäre und beliebte Persönlichkeit. Schon auS diesem Grunde, nicht weniger aber auch deshalb, weil er

eines der tdlentirteften Mitglieder unseres Ensembles tftr dürfte ein volles HauS. erwartet werden. Herr Rupp tritt alsRoden" in Räder- lustigster aller PoffenRobert und Bertram", auf. Außerdem wird auS besonderer Güte für den Benefizianten sein Bruder, Herr Opernsänger Fried- rich Rupv vom Stadttheater in Würzburg, bie Aufführung durch feine Mitwirkung verschönern. Herr Fr. Rupp ist erster Bantonift in Würzburg und gastirte verschtedene Male mit großem Erfolge in Darmstadt, wo Einsender diese- ihn zu hören und zu bewundern Gelegenheit hatte. ES steht deS- halb eine äußerst genußreiche Vorstellung in Aussicht, deren Besuch wir Allen besten- empfehlen können.

Rene« Theater. Für daS Dienstag, den 7. Februar, angekündigte vierte Gastspiel deS so ausgezeichneten Komiker- Herm William Büll er, welche- leider wegen anderweitiger Verpflichtungen au-fallen muß, geht die beliebte Pone Robert und Bertram" als Benifiz für Herrn Karl Rupp in Scene. Herr William Büller fetzt alsdann Freitag, den 10. Februar, alsSchümmerich" inDie zärt­lichen Verwandten" und Sonntag, den 12. Februar, als Cäsar Wichtig" inDer Registrator auf Reisen" fein ruhmreiches Gastspiel fort. Beide Rollen sollen ganz außer­ordentliche Shmftleiftungen des berühmten Künstler- sein.

Zu der gestrigen Notiz, den amerikanischen Echulcaugreß betr.,dürfte alsNachtrag dienen, daßaucb Schuliufpector Scherer in WormS, früher Gymnasiallehrer in Gießen, zum Ehren- Vicepräsidenten deS Welt - CongreffeS in Chicago ernannt worden ist.

Den Inhabern deS eisernen KrenzeS wird es erfreulich sein, zu vernehmen, daß der Großherzog von Baden einer bez. Abordnung gegenüber versprochen hat, bei feiner dem- nächstigen Anwesenheit in Berlin in erster Reihe die Be- ftrebung um Gewährung eines Ehrensoldes mit dem Kaiser befürwortend zu besprechen. Der Prinzregent von Bayern soll für die bayerische Armee für daS Eiserne Kreuz bereits einen Ehrensold bewilligt haben. Bei solcher Fürsprache steht es um die Sache nicht schlecht.

Bad-Nauheim, 1. Februar. Eine wirklich erhebende Feier fand aus Anlaß der Einweihung unserer neuen Orgel am vergangenen Sonntag in der WilhelmSkirche statt. Die Kirche war bis zum letzten Platz gefüllt und mag wohl die Zahl der Festtheilnehmcr an beiden Gottesdiensten über 2000 Personen betragen haben. Nachdem beim Vormittags, gottesdienste die Gemeinde das EingangSlied, begleitet auf einem Harmonium von dem Organisten Lehrer Wagner ge­lungen hatte, betrat Ober-Consistorialrath Walz von Darm­stadt den von Obergärtner Ostermeyer geschmückten Altar und vollzog den eigentliche»» Weiheact. Der mit der Prüfung der Orgel betraute Seminar Musiklehrer Schmidt von Fried- berg spielte hierauf ein Präludium auf der Orgel, welche« in das von der Gemeinde gesungene Lied:Lobet den Herren" überging. Ober-Consistorialrath Walz hielt hierauf die Fest rede. Am Nachmittage fand sodann ein liturgischer Gottes­dienst statt. Im Anschluß an die Einweihungsfeierlichkeiten in der Kirche fand am Nachmittage noch eine festliche Ver- einigung im Hotel Sprengel statt. Die Orgel wurde von dem Orgelbauer I. G. Förster in Lich erbaut, enthält 4 Register im ersten Manual, 4 im zweiten, 6 im Pedal, 4 Nebenzüge nebst 4 PistonS. Dieselbe ist das erste rein pneumatische Orgelwerk im Großherzogthum Hessen.

Bad-Nauheim, 3. Februar. Von der Badedirection ist die Errichtung eineö Schwimmbassins im Teich bei dem Ministerium in Anregung gebracht worden. Die Kosten sind auf 19,000 Mk. veranschlagt.

§ Vadenrod (Kreis Alsfeld), 3. Februar. 6in er* schütt ern d er Unglücksfall trug sich gestern Abend hier zu. Ei»» Knecht aus Storndorf hatte Trauergäste zur Bahn gefahren. Auf dem Rückweg ging ihm die Laterne aus. Er kehrte in eine hiesige Wirthschaft ein, um die Laterne wieder anzuzünden. Als er sich mit der brennenden Laterne seinen Pferden nahte, wurden diese scheu unb gingen durch. Der Knecht fiel ihnen in die Zügel, aber die Pferde rissen ihn mit sich fort und schleiften ihn auf dem Boden weiter. Dor dem Dorfe sprangen sie über einen Graben und der Knecht brach daS Genick. Bewußtlos wurde er nach Hause gebracht und sofort ärzliche Hilfe herbeigeholt- allein er gab noch in der Nacht seinen Geist auf. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau mit mehreren Kindern.

Büdingen, 3. Februar Herr Revierförster Henrich hatte heute daS Glück, einen FifchottermitzweiIungen zu erlegen. ES ist dies der 48. Otter, welchen genannter Herr erlegte.

Büdingen, 3. Februar. Herr Amtsrichter Seeger wurde mit Wahrnehmung der Dienslverrichtungen eine» Richters bei dem Landgerichte der Provinz Oberheffen beauftragt.

Pfungstadt, 1. Februar. Heute Nacht wurden die hiesigen Einwohner durch Sturmgeläute an- dem Schlafe geschreckt, doch war nicht Feuers- sondern WafferSnoth die Ursache. Der Modaubach war zu einem reißenden Strom angeschwollen und drohte in Folge der Eisstauung die nächstgelegenen Häuser unter Wasser za setzen. Den Bemühungen der Feuer­wehr gelang eS, die Gefahr glücklich abzuwenden.

A Mai»), 3. Februar. Der Trajectverkehr zwischen hier und Kastell ist heute wieder eröffnet worden. Derselbe war 16 Tage eingestellt, während welcher Zeit sich die Ein­nahmen deS Brückengeldes auf der Straßenbrücke theilweife um das Dreifache pro Tag verutehrt hatten. Der Rhein ist hier vollständig eisfrei, dagegen ist nach den neuesten Nachrichten vom Oberrhein und Neckar die Ueberfchwemmungs- gefahr noch nicht auSgefchloffen. Don Würzburg, Wimpfen und Mannheim wird nämlich starke- Steigen des Wasser- gemeldet. Hier ist der Rhein im Ganzen fett gestern ca. 20 Zentimeter gewachsen - bis zum lieberfteigen der mittleren Ufer fehlen noch ca. 60 Centimeter. Aus