Ausgabe 
2.11.1893 Erstes Blatt
 
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unb hob Herr v. Crailsheim hierbei hervor, daß angesichts des noch ungewissen Ausganges der betreffenden Ber- Handlungen die bayerische Regierung keinerlei Engagements eingehen könne. Am Schluffe seiner interessanten Rede be­tonte der Ministerpräsident, die Stellung Bayerns und der anderen Einzelftaaten im Reiche sei keineswegs bedroht, man wisse in Berlin zu gut, daß die sicherste Stütze des Reiches die Sympathie der Souveraine des Reiches seien, dieselben würden aber nur dann gewährleistet sein, wenn die Einzel­ftaaten unter dem Schutze des Reiches ihre Selbstständigkeit bewahren und ihre Eigenart pflegen könnten.

Berlin, 30. October. Die Parteien im Reichs­tage. In die neue, am 16. November beginnende Session werden bei 396 besetzten Mandaten die Parteien in folgender Stärke eintreten: 68 Deutsch - Conservative, 27 deutsche Reichspartei, 11 Antisemiten, 99 Centrum, 19 Polen, 52 Nationalliberale, 13 freisinnige Bereinigung, freisinnige Volkspartei 23 (gegen 22 in voriger Tagung), Süddeutsche Bolkspartei 11, Socialdemokraten 44 (gegen 43 in voriger Tagung), bet keiner Fraktion 27 (gegen 28 in voriger Tagung). Ein Mandat ist erledigt.

Nerieste Nachrichten.

Wolffs telegraphffcheS Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 31. October. DerReichsanzeiger" meldet: Der Reichskanzler ernannte den bisherigen Stellvertreter des Vorsitzenden in der Commission für das bürgerliche Gesetzbuch, Geheimen Oberjustizrath Küntzel, zum Vor­sitzenden der Commission.

Leus, 31. October. Fast 3000 der Aus ständigen in den hiesigen Kohlenbecken nahmen heute die Arbeit wieder auf.

Washington, 31. October. Der Senat bot gestern anläßlich der Debatte über die Sherman-Acte ein sehr bewegtes Bild. Die Gallerten waren überfüllt und im Saale alle Sitze besetzt. Auf Sesseln längs der Wände hatten zahl­reiche Mitglieder des Repräsentantenhauses Platz genommen. Die Reden trugen einen besonders leidenschaftlichen Character. Die Demokraten drückten ihren Schmerz über den Abfall einiger Parteigenossen aus, wodurch eine Niederlage ermöglicht werde und die Anhänger des Silbers erklärten, die Aufhebung der Sherman-Acte würde für die silbererzeugenden Staaten Verfall und Verzweiflung bedeuten. Nachdem das bereits gemeldete Resultat der Abstimmung bekannt gegeben worden war, beantragte Vorhees im triumphirenden Ton Vertagung bis heute Mittag. Darauf wurde dte Sitzung aufgehoben.

Depeschen deö BureauHerold".

Berlin, 31. October. Die Denkschrift zur Reichssteuer- resorm, welche dem Reichstage gleich nach seinem Zusammen­tritt zugehen wird, bringt einschneidende, finanzielle Verbesser­ungen in Vorschlag. Vor Allem sollen vorläufig auf fünf Jahre die Finanzen des Reichs in ihrer Beziehung zu den­jenigen der Einzelstaaten festgelegt werden. Das Reich wird in Zukunft seine Ausgaben aus eigenen Mitteln bestreiten. Matricularbeiträge und Franken- stein'sche Clausel werden zwar formell beibehalten, doch dürfen die Einzelstaaten nicht mehr als 40 Millionen jährlich vom Reich erhalten. Erzielt das Reich Ueberschüsse, so werden dieselben in einem verzinslichen Fonds zur Deckung von Fehl­beträgen späterer Jahre angelegt. Der Fonds darf die Höhe von 40 Millionen nicht überschreiten. Wächst er über die Grenze hinaus, so wird der Ueberschuß zur Schuldentilgung verwandt. Von den 100 Millionen, welche die Militär­vorlage erfordert, sollen 50 Millionen durch die Tabakfabrikat­steuer, 36 Millionen durch Erhöhung der Reichsstempelabgaben und der Rest durch die Weinsteuer aufgebracht werden.

Berlin, 31. October. Sicherem Vernehmen nach wird der Kaiser den Reichstag persönlich eröffnen.*

Berlin, 31. October. DerReichsanzeiger" meldet aus Tilsit einen Cholerafall, aus Stettin drei Fälle, wovon einer tödtlich verlief.

Berlin, 31. October. In sämmtlichen vier Berliner Wahlkreisen hat die Freisinnige Volks Partei die Majorität erhalten. Die Wahlbetheiligung war sehr schwach.

Berlin, 31. October. Am 1. October 1893 betrug die Zahl der seit dem Inkrafttreten des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes erhobenen Ansprüche auf Bewilligung der Altersrente 253700, davon wurden 200 352 Rentenansprüche anerkannt, 44195 zurückgewiesen, 3607 blieben unerledigt. 5366 Anträge werden auf andere Weise erledigt.

Berlin, 31. October. Es darf als feststehend betrachte! werden, daß der Reichstag sich mit den durch den Han­noverschen Spielprozeß aufgedeckten Mißständen beschäftigen wird, um dem neuen Kriegsminister Gelegenheit zu geben, der Allerhöchsten Mißbilligung und der Anschauung der leitenden Kreise Ausdruck zu geben. Eine unmittelbare Aeußerung des Kaisers wird sofort nach Abschluß des Pro­zesses erwartet, ebenso gilt als sicher, daß sämmtliche com- promittirte Offiziere empfindlichen Strafen entgegengehen.

Hannover, 31. October. Die Beweisaufnahme im Spielerp^izeß gelangte heute zum Schluß, mit den PlaidoyerS wird morgen begonnen.

Rom, 31. October. DieVoce della Verita" bezeichnet die russisch-französische Verbrüderung als das einzige große Ereigniß deS Jahrhunderts, daS nicht ein Aus­fluß deS Protestantismus und des Rationalismus sei. Das Blatt spricht am Schlüsse seines JubelhymnuS die Hoffnung aus, daß Rußland in nicht zu ferner Zeit zur katholischen Kirche zurückkehren möge.

London, 31. October. Die anläßlich der Schließung der Weitaus st ellung inChicagv geplanten Festlichkeiten sind wegen der Ermordung deS Bürgermeisters Harrison unterblieben. Der Schlußact ist gestern vollständig ruhig vor sich gegangen. Im Ganzen haben 20 Millionen zahlende

Besucher die Ausstellung besucht. Alle Kosten wurden gedeckt. Die Inhaber der Antheilscheine erhalten 10 bis 15 Procent.

London, 31. October. Die Erklärung des französischen Marineministers, daß zwischen der Behandlung der fran­zösischen und russischen Schiffe in den Häfen ferner- hin kein Unterschied gemacht werde, gab zu der allgemeinen Annahme Berechtigung, eine Allianz der beiden Staaten sei thatsächlich als abgeschlossen anzusehen. DaS Londoner Marineministerium will daraufhin den englischen Flottenplan einer Revision unterziehen, namentlich erscheint die Stellung im Mittelmeer als ungenügend. Es sollen Befestigungen und Besatzungsverstärkungen in Angriff genommen werden. Die Times" spricht von einem schon längere Zeit bestanden habenden französisch-russischen Militärvertrag.

Madrid, 31. October. AuS Melilla laufen Nach­richten ein, nach denen sich dort ernste Ereignisse vor­bereiten. Die Araber versuchen immer weiter vorzudringen, so daß- die FortS und die Kriegsschiffe mit aller Energie be­müht sind, sie zurückzudrängen. Wenn nicht schleunigst weitere Verstärkungen eintreffen, so dürste die Lage der Spanier eine sehr gefährdete werden.

Odessa, 31. October. Jrn hiesigen Hafen ist jetzt eine große Anzahl von Tabaksendungen aus dem Kaukasus und der Krim und aus der Türkei angekommen (für eine einzige Petersburger Firma allein 3400 Ballen). Die Tabak- ernte ist in jenen Ländern in diesem Jahre außerordentlich reich ausgefallen. Auch große Traubensendungen aus der Strim treffen ein, so daß hier prachtvolle Trauben (Mus­kateller 2C.) zu 80 Kopeken das Pud (Mk. 1.66 für kg 16.38) im Großhandel zu haben sind.

Chicago, 31. October. Die Ausstellung ist gestern Abend officiell geschlossen worden.

Darmstadt, 1. November. Großfürst und Großfürstin Sergius, sowie Großfürst Paul von Rußland sind, von Paris kommend, hier eingetroffen.

totales rrrrd provinzielles.

Sieben, 1. November 1893.

** Ernennung. Seine Königl.Hoheit der Großh erzo g haben Allergnädigst geruht: am 28. October den Vorstand des Polizeiamts Darmstadt Polizeirath Friedrich Fey zum Staatscommissär bei der Jnvaliditäts- und Altersversicherungs­anstaltGroßherzogthum Hessen" im Nebenamt zu ernennen.

** Kaiserin Friedrich passirte heute Vormittag 10 Uhr mit dem Frankfurt-Berliner Schnellzug die hiesige Station.

* Ter Gewerbeverein eröffnete die Reihe der diesjährigen Vortragsabende gestern mit einem Vortrage des Herrn Real­gymnasiallehrers Geiger über die Vorherbestimmung des Wetters. Herr Geiger führte aus, daß die Vorher­sage des Wetters bei fast allen Völkern und zu allen Zeiten, unter allerlei Gebräuchen und Beobachtung der mannigfachsten Anzeichen geübt wurde, ohne daß man zu befriedigenden Resultaten gekommen sei. In früheren Zeiten namentlich habe der Aberglaube eine, wenn auch unheilvolle Rolle dabei gespielt und sich in Hexenprozessen geäußert, denen Hunderte von Menschen zum Opfer fielen, denen man die Schuld an irgendwelchen Naturereignissen zuschrieb. Sonne, Mond und Planeten legte man hohe Bedeutung bei, was in Anbetracht des Einflusses der Himmelskörper auf die Erde, z. B. von Ebbe und Fluth, erklärlich sei. Jndeß würde der Einfluß der Himmelskörper auf die Witterung, besonders des Mondes, überschätzt, selbst noch von gelehrten Meteorologen. Der Ein­fluß des Mondes sei in Wahrheit sehr gering, wenigstens |ei die nach ihm zu stellende Prognose unzuverlässig. Die Vorhersage der berühmtenkritischen-Tage" bezeichnete der Vortragende, indem er auf Beobachtungen begründete Tabellen vorlegte, woraus ersichtlich, daß die vorhergesagten kritischen Tage zum größten Theile nicht eintraten, als werthlos. Noch der letzte Sommer, in welchem eine ganze Reihe kritischer Tage (Regentage) prophezeit wurde, habe bewiesen, daß Mond und Sonne ohne wesentlichen Einfluß auf die Witterung seien. Sonne und Mond hätten sich an vielen Tagen verändert, ohne den ersehnten Regen zu bringen. Der sogen,hundert­jährige Kalender", dieBauernregeln" u. s. w. bezeichnete Herr Geiger ebenfalls als werthlos, wie denn überhaupt auch auf sonstige Anzeichen in der Thier- und Pflanzenwelt in Bezug auf die kommende Witterung nichts zu geben sei. Als an­scheinend zuverlässigstes Mittel zur Bestimmung des Wetters betrachte man die Quecksilbersäule des Barometers, hoher Barometerstand zeige schönes, niedriger Barometerstand schlechtes Wetter an; doch beziehen sich die aus dem Baro­meter gewonnenen Anzeichen deS Wetters nur aus sehr kurze Zeit, so daß Steigen und Fallen des Barometers nicht Schritt mit den Witterungserscheinungen zu halten vermögen. Zu­verlässiger als der Barometerstand in Vorhersage des Wetters seien die b a r o m e t r i s ch e n M i n i m a s, die an verschiedenen Punkten der Erde beobachteten Luftströmungen. Aus dem Zuge dieser Minimas von einer Himmelsrichtung nach der andern lasse sich auf die Gestaltung der Witterung für einige Tage schließen. Redner erläutert an Karten und Handzeichnungen den Zug der Minimas und die Art und Weise, wie die Beobachtungen nach einer bestimmten Central­stelle telegraphisch mitgctheilt, dort tabellarisch geordnet werden und dann das aus diesen Tabellen gewonnene Material der Wetterprognose dienstbar gemacht wird. Die auf Grund dieser Tabellen gewonnene Prognose sei die zuverlässigste der bis jetzt geübten, der Prozentsatz der aus dieser vorhergesagten und eintreffenden WitterungSerscheinungen sei ein so hoher, daß mit Sicherheit auf daS Wetter gerechnet werden könne, welches nach den auf Grund der barometrischen MinimaS bearbeiteten Tabellen in Aussicht gestellt werde. Die baro­metrischen MinimaS, deren Entstehen noch unbekannt ist, hatten im vergangenen Sommer ihren Ausgangspunkt in Irland, die an ihnen auf ihrem Zuge nach Norwegen u. f. w. ge­

machten Erfahrungen ließen auf trockenes Wetter schließe und die Witterung deS vergangenen Sommers hab: t-t Prognosen als richtig erwiesen. DaS Vorhersagen der Wetters auf ein ganz-S Jahr bezeichnete Herr Geiger Thorheit, es sei vielleicht möglich, daS Wetter auf eint Reche von Tagen vorher zu bestimmen, doch fehle eS noch an t?3 erforderlichen Stationen zur Beobachtung der Mmimar, b.. sonders tm atlantischen Ocean. Bei der Bedeutung, »t^ eine zuverlässige Wetterprognose für alle Kreise, landrnnh, schaftliche besonders, habe, sei zu hoffen, daß eS noch gelinge, werde, dieselbe für längere Zeit geben zu können. De» Vortrage folgten die zahlreich Erschienenen mit größter Lu- merksamkeit; hat er doch dazu beigetragen, die viels,> herrschenden irrigen Ansichten über sogen. Wetteranzeichev aci ihren wahren Werth zurückzuführen.

** Neues Theater, lieber das neue Lustspiel vonRrrdrri j Kneisel, welches am nächsten Freitag zum ersten Male gegeben wird, schreibt dieHamb. Fr. Presse" Folgendes: Am Lonnig ging hier zum ersten Male ein reizendes vieractigeS Luftig in Scene: ,,D e r St eh aus" (badStehaufmännchen" m, Rudolf Kneisel, welches belebte unb unterhaltende 6tM bem ausverkauften Hause einen animirten Abend bot. Shitriel, der daS Theater von Grund aus kennt, nimmt unter da heutigen Lustspiel - Verfassern einen ehrenvollen Rang weil er es verschmäht, immer nur mit sinnlosen Situationen zu reizen und eS für seine Autoren - Pflicht hält, auch e « vernunftgemäße, zusammenhängende Handlung zu schon». Man muß eS loben, daß er so erfinderisch in seinen Stosi« ist und daß er fast einen jeden mit großem theatralisch« Geschick, auch mit behaglichem Humor außitattete, wie z. & Emmas Roman, Eine ZeitungS-Ente, Die Tochter Belials und Die große Unbekannte. InDer Stehauf" erfand er eine durchaus originelle, sympathische, vernunftgemäße, wahr, scheinliche Handlung, in welcher Alles belebt, heiter, futf wellig und unterhaltend ist, indem auch alles Anstößige und Frivole sorgfältig vermieden und ernste mit heiteren Situation« ansprechend wechseln. Der Dialog ist fließend und beweg: sich auf dem Boden harmlosen Scherzes, ohne sich zur gevt- vollen Satyre zu erheben; jedoch finden sich viele geiftreiLe Pointen darin, welchen die Darsteller eine vorzügliche Wirkung zu geben verstanden.

** Fluchtig. Ein wegen verschiedener Betrügereien unt Diebstähle zur Anzeige gebrachter Commis ging flüchtig.

** Beschäftigung für Wanderer der Natural Lerpflegiuig» Station. Diejenigen Einwohner, die irgendwelche Arbeit (täglich zwei Stunden), Holzkleinmachen uiw., bur.i Hand­werksburschen verrichten lassen wollen, werden ersucht, <\u bei Großh. Polizeiamt anzumelden.

** Zu Amerika verstorbene Heffen. Mansfield, O.: Frau Margaretha Zeller, 59 Jahre alt, aus Herrnsheim bei Worms. San Francisco, Cal.: John Bletz, 54 Jahre alt, auS Hoch Weisel, Kreis Friedberg.

** DaS Gesammtpräsidinm des Landesverbandes der Krieger-Kameradschaft Hassta" hält Sonntag, den 5. No­vember b. I., Nachmittags 3 Uhr in derRestauration Rosenau" zu Frankfurt a. M. eine Sitzung mit folgender lagt , orbnung ab: Aufnahmegesuche, Prozeßsachen Alzey, Kyffhäuser-Denkma!- Sammlung, Sterbekassenvertrag, Bezirksanträge, Providcnna- Verträge, Hassiakalenbervertrieb, Veranstaltung von öortragni in ben Bezirken, VerschiebeneS.

** Einen praktischen Wink giebt ein Fackorgon der Metallindustrie. Welche Hausfrau hatte sich nicht schon einmal in Verzweiflung darüber befunden, daß die Lampenicht brennen wollte." Diesem Uebelftanbe ist nun, wie em Fachmann behauptet, oft auf die einfachste Weise abzudei'en man nimmt eine Messerspitze gewöhnlichen Speisesalzes und schüttet eS in bas Petroleum. Das Salz bewirkt dann eine Klärung beS Petroleums, burch welche die Leuchtkraft tu Flamme vermehrt wird; eS empfiehlt sich auch, ö.n Docht ein wenigeinzusalzen". Unter dem pomphaften Titel: Gas - Petroleum - Composition" soll von Oesterreich au# ein Mittel zur Verstärkung der Leuchtkraft der Petroleumlampen vertrieben werden, daS nichts anderes fein soll, als pulverst sirteS Steinsalz. Es wird nur grau gefärbt, und em paar Gramm davon werden dann in einem Schächtelchen für eine Mark verkauft!

-e. Neu - Ulrichstein, 31. October. Monatsbericht derArbeiter-Colonie pro October 189 3. Ende October 1893 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitM 68 Mann. Dieselben vertheilen sich auf bao Groß» herzogthum Hessen 18, Regierungsbezirk Kassel 9, Regierungs­bezirk Wiesbaden 9. Königreich Preußen: Provinz Rhew- lande 6, Provinz Westfalen 3, Provinz Sachsen 1, Prooch Brandenburg 2, Provinz Schlesien 4, Provinz Posen 1; Thür. | Staaten 2; Königreich Bayern 5, Königreich Württemberg 1, Königr. Sachsen 2. Großherzogthum Baden 2. Großherzogth« Mecklenburg 1. Großherzogthum Luxemburg 1. Ausland: Böhmen 1. Hiervon waren: Arbeiter 30, Bäcker 5, Berg' mann 1, Barbier 1, Brauer 1, Buchbinder 1, Färber l, Kaufleute 4, Kesselschmiede 1 , Korbmacher 1, Maurer I, Metzger 1, Sattler 1, Schlosser 4, Spengler 1, Schreiner 1, Schneider 6, Schuhmacher 2, Tuchscheerer 1, Tüncher b Weber 1, Zimmermann 2. Gearbeitet wurde an 1712 Tagt», hierunter 188 Tage für fremde Rechnung. Verpflegt bflt die Colonie an 1982 Tagen. Im Monat October wurden entlassen 18 Mann, und zwar in Stellung durch die Colonie 2, in Stellung durch eigenes Bemühen 3, auf eigenen Wunsch 7, arbeitsunfähig 1, auf einer anderen Colonie ausgewiesen b zum Militär 1, wegen Contractbuch 3. Seit Bestehen der Colonie sind aufgenommen worden im Ganzen 2337, da­gegen abgegangen im Ganzen 2269 Mann, bleibt Bestand am 31. October 1893: 68 Mann.

Bad-Nauheim, 27. October. Aus der Loesfler scheu Weinguts-Anlage, gegen 16'/, Morgen, wurden Heuer 100 Hectoliter geherbstet. Der beste Most erzielte nach Oechsle 115 Grad. Don der hiesigen Gemeinde ist eine

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