Ausgabe 
2.6.1893
 
Einzelbild herunterladen

Strehlen und Strießen, die bislang mit dem ReichStagSwahk« kreise DreSden-Land wählten, jetzt zum Wahlkreise DreSden- Altftadt geschlagen werden. Anderseits sollten eine Anzahl von Ortschaften, welche in die Stadt Leipzig einverleibt worden find und die bislang mit dem Wahlkreise Leipztg'Land wählten, mit dem Wahlkreise Leipzig-Stadt vereinigt werden. "Diese ministerielle Anordnung steht aber mir dem Wahlgesetz für den Reichstag vom Jahre 1869 in Widerspruch, denn -§ 6 deö Gesetzes bestimmt, daß ein Bundesgesetz die Ab­grenzung der Wahlkreise bestimmen werde und daß bis dahin die gegenwärtigen Wahlkreise für die ReickStagSwahlen d. h. also, wie sie im Jahre 1869 eingetheilt worden sind beizubehalten seien. Das erwähnte Gesetz ist nun bis zur Stunde nicht ergangen, es könnte daher die anderweitige Ab­grenzung von Reichstagswahlkreisen in irgend einem Bundes­staate immer nur durch ein Specialreichsgesetz, demnach nur unter Zustimmung von Bundesrath und Reichstag, erfolgen. Dies hat man inzwischen auch in Dresden eingesehen und ist deshalb die betreffende Verordnung zurückgenommen worden, mithin verbleibt es bei der bisherigen Zusammensetzung der Reichstagswahlkreise DreSden-Altstadt und Dresden-Land, sowie Leipzig-Stadt und Leipzig-Land.

Im Uebrigen weist der Stand der Wahl­bewegung augenblicklich nichts besonders Bemerkenswerthes dar, nachdem sich an dem jüngsten intereffanten Wahlvorgange, an der Absplitterung der Schorlemer'schen Gruppe vom Centrum, vorläufig keine neue Seite mehr entdecken läßt. AuS der Wahlbewegung in Bayern verdient hervorgehoben zu werden, daß der bekannte Dr. Sigl-München wiederum im Wahl­kreise Kelheim candidirt. Dr. Sigl bereist denselben gegen­wärtig in augenscheinlich Erfolg verheißender Weise, sodaß der große Münchener Preußenfresser diesmal wahrscheinlich in den Reichstag einziehen wird. ES heißt, daß Dr. Sigl in diesem Falle eine besondere Bayernpartei im Reichstage gründen wolle.

Berlin, 31. Mai. Zu der Nachricht, daß der Herzog von Cumberland seine Unzufriedenheit über Ausstellung eines eignen welfischen Candidaten kundgegeben, weil er in der Militärvorlage den Standpunkt der deutschen BundeSsürsten theile, schreibt das Hauptorgan der Welfen, dieDeutsche BolkSztg.":Diese auszuverlässigster" Quelle geschöpfte Mittheilung ist selbstverständlich in allen ihren Theilen , unwahr und wir dememiren sie auch nur, weil sie die Runde durch die Blätter machen wird. Se. Königliche Hoheit der Herzog hat so wenig bei früheren Wahlen, wie jetzt irgend welchen Einfluß auf die Aufstellung der Candidaten ausgeübt, noch seiner Unzufriedenheit mit der Aufstellung einzelner Candidaten Ausdruck gegeben.

Metz, 31. Mai. Eine für heute Abend projectirte socialdemokratische Wahlversammlung in Plan- tiäres, zu der Liebknecht als Redner erschienen, mußte auSfallen, weil der Wirth trotz seiner früheren Zusage das Local verschloffen hielt.

Ausland.

Chicago, 31. Mai. Die Chicagoer Welt aus - pellung macht höchst wahrscheinlich financiell Fiasco. Soeben ist die Streitfrage, ob die Ausstellung auch Sonntags offen bleiben solle oder aber geschloffen werden müsse, gerichtlich in letzterem Sinne entschieden worden. Demnach müßten in Chicago die Sonntagseintrittsgelder, die doch auf allen anderen Weltausstellungen eine so hervorragende Rolle gespielt haben, wegfallen, was natürlich eine bedenkliche Minderung der Aus- stellungS-Einnahmen bedeuten würde.

Neueste Nachrichten.

WotffS telegraphtiched Eorrrspondenz-Bureau.

Berlin, 31. Mai. DerReichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach im hiesigen Institut für Jn- fectionSkrankheiten ab Mitte Juni unentgeltliche Vorlesungen

tionist, der Letzte sein könnte, eine in den Dienst der Con- föderation gestellte Compagnie zu commandiren. Dieselbe wurde aus Grund dieser Anklage aufgelöst, Küchler jedoch bei der schnell organisirten Miliz abermals zum Capitän erkoren. Im Hinblick des auf ihm lastenden Verdachts verhielt er sich ruhig und sehr zurückhaltend. Doch die Machthaber in San Antonio, dem Hauptsitz der Seccession, kannten genau die unionistische Gesinnung der im oberen Theile von TexaS wohnenden Deutschen, und sie beschloffen, Küchler als Haupt der Verrätheraufzuheben". Darunter verstand man damals Hängen oder Erschießen. Gewarnt, zog sich Küchler mit einem Theil der am schwersten Gravirten in denBusch". AlS kurz nachher eine Streisparthie der edlen Verfechter der Sklaverei seine und der Anderen Wohnungen durchstöberten, sanden sie die Vögel auSgeflogen. Die Lage wurde aber für unseren Freund äußerst gefährlich und er beschloß, mit noch 63 Gleichgesinnten TexaS zu verlaffen und sich nach Mexiko zu wenden.

Leider zu spät machte sich die Schaar aus den Weg, denn der Provost Marshal deS betreffenden Militärbezirks hatte bereits Colonel Duff mit 120 Mann Befehl gegeben, die schwarzen Republikaner" zu verfolgen und sie lebendig oder tobt einzuliesern. Dieselben waren bereits in der Nähe der mexikanischen Grenze angelangt. Sie lagerten in einem Cedern- wäldchen, dicht am NueccS-Fluß, als sie am Morgen deS 10. August 1862 (einem Sonntag) noch bei Zwielicht von einem Kugelregen überschüttet wurden, der sofort drei der Ueberraschten schwer verwundet niederftccckte. Zu bemerken ist, daß schon ein Tag vorher mehr als die Hälste der Flücht­linge eine andere Richtung eingeschlagen hatten, um der Ge­fahr zu entgehen. ES fochten also nur ungefähr 30 Mann gegen 120. Dazu kam die Ungleichheit der Waffen und die gesicherte Stellung der Angreifer.

(Schluß folgt.)

über Cholera für practische Aerzte abgehalten werden. Ter CycluS, zu welchem fünfzig Zuhörer zugelaffen werden, dauert eine Woche. Anmeldungen find an Geheimerath Koch, Charitöftraße 1, zu richten.

Berlin, 31. Mai. DaS Immediatgesuch des Gemeinde- kirchenrathS der Zwölfapostelgemeinde gegen die Vorbeiführung der elect risch en Hochbahn an der Lutherkirche in Berlin ist jetzt, derNationalzeitung" zufolge, vom Kaiser ab­schlägig beschieden worden. Damit find alle dagegen er­hobenen Einwände beseitigt und eS steht der Concessionirung dieser Bahn nichts mehr im Wege.

Straßburg, 31. Mai. In der heute abgehaltenen Sitzung des LandwirthschaftSratheS, welcher der Statthalter Fürst Hohenlohe beiwohnte, sicherte der UnterstaatSfecretär v. Schraut zur Bekämpfung der großen Futternoth die weit­gehendsten Begünstigungen zu. Auch stellte er die Abgabe von GraS und Streu aus den Staats- und Gemeindewaldungen in Aussicht.

Hamburg, 31. Mai. Der allgemeine Gesundheits­zustand hierselbft ist derzeit außerordentlich besriedigend und es erscheint nicht ausgeschlossen, daß der neulich gemeldete Cholerafall vereinzelt bleibt.

Chicago, 31. Mai. DaS Preis-ComitS hielt gestern unter dem Vorsitze Thatchers eine Sitzung ab und theilte darauf dem Comitv der auswärtigen Aussteller mit, daß das angenommene System der PreiSvertheilung nicht geändert werden könne. Voraussichtlich ziehen viele Aussteller ihre Gegenstände von der Preisbewerbung, nicht aber von der Ausstellung zurück.

Tepeschen deS Bureau .Herold".

Berlin, 1. Juni. Der Kaiser soll für den Parade tag in Potsdam am nächsten Samstag eine Ueberraschung planen, er hat nämlich die Absicht, dem Prinzen Eitel Friedrich, welcher am 7. Juli 10 Jahre alt wird, bereits jetzt die Offiziersepaulettes zu geben und ihn im ersten Garderegiment einzureihen.

Stuttgart, 31. Mai. In einer sehr zahlreich besuchten Versammlung des Centrums erklärte Groeber, kein auf das Programm des Centrums Gewählter werde für den Vorschlag Frhrn. v. Huenes stimmen. Redner verlas zwei Reden Schorlemers von dem Jahre 1875 und 1880, in denen dieser schon damals weitere Militärlasten für unerschwinglich erklärte.

Mönchen, 31. Mai. DaSMünchener Fremdenblatt" und derBayrische Courier" erscheinen von morgen an laut Bekanntmachung des Verlags als ein Blatt, die Ausgabezeit ist Morgens, die Chefredaction übernimmt ein Herr Schnitzler. Der bisherige Chefredacter desFremdenblattes", Hexr Frick, tritt aus.

Bordeaux, 31. Mai. 800 Bäckergesellen erklärten sich aus ständig.

Loudon, 1. Juni. DerTrmh" schreibt, ta6 einzige Mittel, welches die schlimme Lage Europas ändere/sei die Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich. Als Entgelt erhalte Deutschland Holland, entweder nach dem Tode der Königin oder durch die Heirath mit einem deutschen Prinzen. England regele alsdann mit Frankreich die egyptiiche Frage.

Newyotk, 31. Mai. Bei Alhona (Pennsylvanien) ent­gleiste ein Zug, welcher einen CircuS transportirte. Vierzehn Waggons wurden einen Abhang heruntergeschleudert, wobei fünf Personen getötet und viele Personen und Thiere verletzt wurden.

Chicago, 1. Juni. Am 25. Juni findet unter Beisein zahlreicher Delegirten die Enthüllung eines Denkmals zu Ehren der s. Zt. Hingerichteten fünfAnarchisten statt.

Die Neichstags-Candidaten im (Hrotz- herzogthum Hessen

sind nunmehr bis auf wenige Ausnahmen aufgestellt und bieten nach derOffenb. Ztg." das folgende, bis zum 15. Juni kaum noch veränderlich werdende Bild:

Im 1. Wahlkreise, Gießen (zuletzt vertreten durch den Antisemiten Pickenbach, welcher ihn im vierten Wahlgang er­oberte, nachdem der doppelt gewählte Rechtsanwalt Dr. Gut- fleisch sich für Friedberg-Büdingen entschieden), sind ausgestellt von den Nationalliberalen und dem Bunde der Landwirthe GutSpächter M einert von KonradSdorf, von den Antisemiten Landwirth Köhler in Bettenhausen, von den Deutsch- Freisinnigen, nachdem Dr. Gutfleisch und Fabrikant Georgi die Candidatur abgelehnt, Landrichter Dove in Frankfurt, von den Socialdemokraten Schreiner und Stadtverordneter Orbig. Der Entscheidungskampf wird sich in der unver­meidlichen Stichwahl voraussichtlich zwischen Meinert und Köhler abspielen und läßt sich schwer Voraussagen, wessen Chancen hierbei die größeren sind.

Im 2. Wahlkreise, Friedberg-Büdingen (zuletzt vertreten durch Dr. Gutfleisch), ist der Candidat der National- liberalen und deS Bundes der Landwirthe Graf Oriola zu Büdesheim. Die Deutsch-Freisinnigen stellen den Rechts- anwalt Grünewald von Gießen auf, für den in der Stich­wahl, wie bereits feststeht, auch die Anhänger der CentrumS- Partei, die für die erste Wahl den Dr. Lieber als Zähl- Candidaten aufstellen, stimmen werden. Candidat der Social- demokraten ist Gastwirth Prinz in Frankfurt. Die Anti- semiren haben, nachdem der ursprünglich in Aussicht genommene Landwirth Leopard in Melbach abgelehnt und auch die darauf in Aussicht genommene Candidatur des Schneiders Belz von Dauernheim nicht zu Stande gekommen zu sein scheint, nun­mehr den Landwirth Johannes Bär VIII. in Rohrbach (Kreis Büdingen) aufgestellt. Die Christlich-Socialen beabsichtigen einen Pfarrer Werner aufzustellen. Jedenfalls kommt es zur Stichwahl und zwar voraussichtlich zwischen Graf Oriola und Rechtsanwalt Grünewald.

Im 3. Wahlkreise, Alsfeld-Lauterbach-Schotten (zuletzt vertreten durch den Antisemiten Zimmermann), sind ausgestellt von den Nationalliberalen und dem Bunde der

Landwirthe Profeffor Dr. Backhaus in Göttingen, von beit Deutsch-Freisinnigen Landwirtd Neeb in Windhausen, von den Antisemiten Redacteur Zimmermann in Dresden. Nur diese drei Candidaten kommen ernstlich in Betracht. Eine Anzahl orthodoxer Pfarrer hat die völlig aussichtslose Candidatur des HofpredigerS a. D. Stöcker prodamirt. Die Socialdemokraten und die CentrumSPartei, welche in diesem Wahlkreise nur in geringer Zahl vertreten sind, Huben eigene Candidaten bis jetzt nicht ausgestellt.

Im 4. Wahlkreise, Darmstadt - Groß-Gerau, stehen sich gegenüber der bisherige Abgeordnete Dr. Osann, aufgestellt von den Nationalliberalen und dem Bunde der Landwirthe, der Candidat der Socialdemokraten, Gaftwirtd Balthasar Cramer, der von der christlich-socialen Partei ausgestellte Hofprediger a. D. Stöcker, der Antisemit Maler Bindewald. Die Deutsch-Freisinnigen sind mit ihrer Üan- didatur noch nicht hervorgetreten und das Gleiche gilt von brr CentrumSpartei.

Im 5. Wahlkreise, Offenbach-Dieburg, ist von der nationalliberalen Partei und dem Bunde der Landwirthe KreiSrath HaaS von Offenbach ausgestellt, deffen Haupt- "gegner der bisherige socialdemokratische ReichStagSabgeordnete Ulrich von Offenbach sein wird. Candidat der CentrumS­partei ist der Schriftsteller Wasserburg in Mainz, Car di- bat der Antisemiten Redacteur Georg in Marburg.

Im 6. Wahlkreise, Be nShe im - S rb ach, hat sich der bisherige Abgeordnete Scipio von Mannheim zur Wieder- annahme der Candidatur bereit erklärt. Für ihn treten m erster Liiye ein die Nationalliberalen und der Bund der Landwirthe. Candidat der Antisemiten, welche in diesem Wahlkreise seit Jahren ganz außerordentlich gearbeitet und sich eine feste Organisation in den Ortsgruppen deS Mittel­deutschen Bauernvereins geschaffen haben ist der Schriftführer Hirfchel von Frankfurt a. M. Don deutsch freisinniger Seite candidirt Profeffor Stengel von Marburg. Ein Centrumscackdidat ist noch nicht festgestellt. ZählCandidat der Socialdemokraten ist der Gerber Joh. Miedrich auß Mainz.

Im 7. Wahlkreise, Worms - Heppenheim, bisher vertreten durch Profeffor Marquardfen, ist von nationallibe­raler Seite aufgestellt Freiherr von Heyl zu Herrns­heim, für den auch der Bund der Landwirthe eintritt. Sowohl die Deutsch-Freisinnigen, als auch die CentrumS­partei haben in diesem Wahlkreise bis jetzt noch keinen Can- didaten aufgestellt. Candidat der Socialdemokraten ist der frühere Schuhmacher, jetzige Buchhändler Berthold in Darmstadt.

Im 8. Wahlkreise, Bin gen-Alzey, zuletzt vertreien durch Dr. Bamberger, hat die fieifinnige DolkSpanei den Rechtsanwalt Albert Träger in Berlin alS Candidaten aufgestellt. Candidat der Nationalliberalen ist der Fabrikant und Landwirth R. AvenariuS zu Gau Algesheim, Candidat der Socialdemokraten der frühere Schriftsetzer, jetzige Wirth und Cigarrenhändler Dörr in Mainz. Außerdem Hal sich Dr. Böckel in diesem Wahlkreise sowohl wie in Ma >,z- Oppenheim als antisemitischer Candidat ausgestellt. Candidat deö Centrums ist der Schriftsteller PH. Wafserburg.

Im 9. Wahlkreise, Mainz Oppenheim, ist von der socialdemokratischen Partei wieder der bisherige Abgeordnete Franz Jöst ausgestellt. Candidat der CentrumSpartei ist Profeffor Dr. Schlenger, Candidat der Nationalliberalen Amtmann Braun in Mainz. Die demokratische Partei stellt den Stadtverordneten Schäfer auf, während die bis­herige deutschsreisinnige Partei voraussichtlich mit einem eigenen Candidaten nicht hervortreten und ihren Anhängern die freie Wahl lassen wird, für einen der Vorgenannten zu stimmen.

So weit sich die Lage übersehen läßt, wird in den meisten der hessischen Wahlkreise zu Stichwahlen kommen.

_____' "

Cocalts rrnd provlnzlelleA.

Wietze». 1. Juni 1893.

Neue Beamtenbe,eichnung. Nach einer neuerlichen Verfügung Sr. Königs. Hoheit deS Großherzogs sollen die den KreiSräthen beigegebenen Beamten, die man bisher unter der BezeichnungAmtmann" kannte, in Zukunft KreiSamt mann" benannt werden.

* Bo» der Universität. Gestern (Mittwoch den 31. Mai) wurden an der hiesigen Universität vom Decan der theolo- gischen Facultät, Herrn Prof. Dr. Krüger die Themata zu den Vorarbeiten für die Prüfung der Candidaten der Theologie kundgegeben. Sie lauten: 1.Wesen der Kirche und die Erkennbarkeit ihres Daseins in der Welt nach der Augustana und der Apologie derselben" (Prof. Dr. Katten dusch)- 2.Psalm 47" (Prof. Dr. Stade). 15 Herren haben sich zum Examen gemeldet. Die mündlichen Schlußpiüfungen würden gegen Ende deS Semesters stattfinden.

* Einbruch. In der vergangenen Nacht wurde in einen hiesigen Hotel in« Erdgeschoß emgebrochen unb den Kellner« gehörige Koffer nebst verschiedenen Kleidungsstücken entwendet.

Seitz Stiftung. Bewerbungen um die am 14. August fällig werdenden diesjährigen Gaben der Seitz-Stiftung für Unterstützung nothleidender Ae rz te de« Großherzogthumß oder Angehöriger von solchen, mögen bis spätesten- 1. Juli l. I. begründet bei Herrn Medicinalrath Dr. Lorenz, Kreis­arzt In Friedberg, eingereicht werden.

Für Tantzenzöchler. Vom Main wird derDarmft. Ztg." geschrieben: Die Taubenzüchter unserer weitesten Umgebung führen Heuer bittere Klagen über die auffallende Thatsache, daß nur selten die Aufzucht junger Tauben gelingen will. Die seltsame Erscheinung wird von Sachkundigen dem Umstande zugeschrieben, daß die alten Tauben ihre Jungen mitunter mit aufgepickten Dungsalzkörnern atzen, wodurch die Jungen an Vergiftung verenden, während da« Dungsalz bei den widerstandsfähigeren Alten feine schädliche Wirkung weniger äußert. Manche Taubenzüchter erleiden