Aeußeren übernimmt Dr. E. v. Jagemann, Dr. Ell- ft etter wird Präsident der Ober - RechnungSkammer, an Stelle EisenlohrS wird Director E. Seubert General- director.
Berlin, 1. März. Die freisinnigen Abgeordneten des Reichstags, Freiherr v. Stauffenberg und Bamberger, begingen gestern ihr 25jLhrigeS parlamentarisches Jubiläum. Beide waren bereits Mitglieder deS Zollparlaments.
Pofen, 1. März. Dem „Dziennik PoznanSki" zufolge beschloß die polnische Reichstagsfraction, für den deutsch- russischen Handelsvertrag zu stimmen, weil es der Wunsch der Regierung und die Consequenz der AuSgleichS- politik sei, welche die Fraction gegenwärtig befolge.
Wien, 28. Februar. Polnische Blätter kündigen daS bevorstehende Erscheinen eines UkaS an über Umwandlung der deutschen Städtenamen Reval und Narwa in Kolyman und Iwangorod.
Wien, 28. Februar. Der frühere Minister v. Schmerling liegt im Sterben, er empfing vom Papste den Segen.
Rom, 28. Februar. Der Papst empfing im.besten Wohlsein die englischen Pilger unter Führung der Lar- dinäle von Norfolk und Danghan. Letzterer hielt eine italienische, der Bischof Llifford eine lateinische Ansprache. Der Papst antwortete kurz und ließ eine längere Antwort verlesen. Darauf erfolgte daS Defilöe in den geheizten Loggien.
Paris, 1. März. Entgegen den Dementis verläßt Waddington doch den Botschafterposten in London.
Cocain und provinzieller.
«ietzeu, 1. März 1893.
♦♦ Akademische Vorträge. Aus der Reihe der diesjährigen akademischen Dorträge, die sich eines äußerst zahlreichen Besuches zu erfreuen hatten, haben bisher vier stattgefunden. Der fünfte, der bisher wegen Unwohlseins des Herrn Professors D. Baldensperger verschoben werden mußte, wird im April oder Mai stattfinden und eine Würdigung der Theologie und Geschichtsschreibung Ernst RenanS zum Gegenstand haben.
** Wr. Zum „Soldatenhandel". Zur Anfrage in Nr. 50 unseres Blattes, betreffend den vom Grafen Schaumburg, Prinz von Hesien-Cassel, am 8. Februar 1777 aus Rom an den Oberbefehlshaber der hessischen Truppen in Amerika, von Hohendorfs, gerichteten Brief, wird uns Folgendes mjtgetheilt: Der vorerwähnte, am Abend deS 23. Februar in dem Geschichtsverein von einem Mitgliede verlesene Bries wurde von dem Vortragenden mit Recht als gefälscht bezeichnet. Erstlich und vor Allem sprachen die äußeren Gründe gegen desien Echtheit. Einmal gab es keinen Grafen von Schaumburg, Prinzen von Hessen-Cassel, dann aber gab eS weder einen Herrn von Hohendorff, noch einen Major Mindorf, endlich aber war eS zu jener Zeit unmöglich, daß ein Brief vom 27. December auS Amerika schon am 5. Februar in Rom sein konnte. (Baron Hohendorff soll am 27. December 1776 an den genannten Prinzen in Rom einen Brief geschrieben haben, den der letztere bereits am 8. Februar 1777 beantwortet haben soll.) „In England selbst traf die Hiobspost von der Niederlage bei Trenton erst gegen Mitte Februar 1777 ein; eine direktere Verbindung mit Europa existirte damals aber nicht." Hiervon abgesehen, sprechen zweitens die im Wesen deS englisch- hessischen Subsidienvertrages liegenden Gründe dagegen, so daß Kapp, der im Uebrigen kein gutes Haar an dem Landgrafen läßt, schreibt: Wenn nur einer der Abschreiber sich die Mühe gegeben hätte, den Hessen kaffelschen Truppen- lieferungSvertrag vom 31. Januar 1776 nachzulesen, so würde er sofort den schlagendsten Beweis für die Unechtheit deS (obigen) Briefes gefunden haben. Der Landgraf von Hessen hatte eS nämlich für Vortheilhaft gehalten, den englischen Vorschlag, sich die Gefallenen und Todten baar vergüten zu lassen, nicht anzunehmen, weil er ohne Controle sein wollte und weil er dadurch, daß er die nicht mehr vorhandenen Soldaten auf der Präsenzliste noch eine Zeit lang fortführte, mehr Geld in feine Tasche spielen konnte. Kapp zählt zu den „zahllosen Tendenz lüg en" außer dem in Rede stehenden Brief auch die Schauergeschichte von dem Viehzoll, den Friedrich der Große von den durchmarschirenden Heffen in Minden erhoben habe. „Nie hat Friedrich eine derartige Maßregel angeordnet. Er beschränkte sich einfach, wie er das selbst ausdrücklich hervorhebt, aus die Chikane und zwang die MiethStruppen, eine Zeit lang sein Gebiet bei Magdeburg, Minden und Wesel zu umgehen oder er bc steuerte ihr Gepäck." (Vergl. Kapp, Cap. IX., S. 159, auch die Fußnote betr. FranNins Brief.)
LandeSgewerbeverein. Die diesjährige Generalversammlung deS LandeSgewerbevereinS wird wahrscheinlich in Langen stattfinden.
♦♦ Alle Distanzmärschler und solche, die eS gern sein möchten oder werden wollen, büijtc eS wohl interessiren, daß ein Herr vor einigen Tagen bte etwa 31 Kilometer betragende Strecke Gießen-Friedberg in 4 Stunden 35 Min. zurücklegte.
Zimmerbrand. Ein gestern Abend in einem Restaurant entstandener Zimmerbrand verlies ungefährlich, obgleich durch den entwickelten ungeheuren Rauch eine große Panik im ganzen Hause entstand. «
Verhaftet wurden gestern nicht weniger als fünf Leute wegen Obdachlosigkeit und drei wegen lüderlichen und zwecklosen Umhcrtreibens.
— Kirchliche Dienstnachrichten. Dem Psarrverwalter Heinrich Rh einf urth zu Burkhards wurde die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. — Ernannt wurden Pfarrverwalter Walther in Nierstein zum Pfarrassistenten in Bingen, Pfarrvicar Ritter zu Rüffelsheim zum Pfarrver
walter daselbst. — Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: 1. die eoang. Pfarrstelle zu Wimpfen, Decanat Zwingenberg, die evang. Pfarrstelle zu Beedenkirchen, die eoang. Pfarrstelle zu Eberstadt, Decanat Hungen, die Präsentation steht dem Herrn Fürsten zu HohensolmS-Lich zu.
— Die »erschärfte Sonntagsruhe ist bei unS schon Manchem unbequem geworden, ist aber trotz der Verschärfung nicht annähernd so streng wie in England, gegen welche sogar die strenge jüdische Sabbathheiligung zurücksteht. Hier im Lande der kirchlichen Strenge ist Sonntags das Vergnügen jeglicher Art verboten. Nicht nur alle Läden und AuSstell- ungen sind fest verschlossen, sondern auch alle Theater und Concerthäuser, an Musik und Tanz ist nicht zu denken. Selbst Sonntags auSgefüh^te harmlose Hausmusik einiger vornehmen Familien ist in Zeitungen als unerlaubt öffentlich gerügt worden. In seiner Wohnung ist man den schärfsten Bestimmungen unterworfen. Weltliche Leckure ist verboten, weibliche Handarbeiten erregen Anstoß, an irgend ein Spiest ist nicht zu denken. Daß man in Deutschland Sonntags Karten spielt, gar noch um Geld, gilt dem im Allgemeinen spiel- und weltsüchtigen Sohne Albions als ein Verbrechen höchster Art. Wollten Fremde in England Sonntags zu den Karten greifen, um sich der drückenden Langeweile zu entledigen, so hat jeder Untergebene das Recht, sie beim Friedensrichter zu verklagen, welcher gewiß nicht versäumt, einen solchen Frevel zu bestrafen. Was thut nun aber der Engländer mit einem solchen jede Woche wiederkehrenden Tage? Er besucht den öffentlichen Gottesdienst, hält häusliche Betstunden, die Kinder müffen Abends noch in die Schule, und die übrige Zeit verbringt er mit dem wenigen, was erlaubt ist, das ist im Sommer höchstens reisen, bei ungünstigem Wetter sucht er dann die Gesellschaft des einzigen Trösters — der Flasche, bei welcher er dann oft die ganze freie Zeit deS Feiertags verbringt, wovon die Wirkung freilich nicht zu einer andächtig-religiösen Stimmung paßt. Den Frauen bleibt nur die stundenlange Unterhaltung, wobei natürlich die christliche Nächstenliebe nicht immer die nöthige Berücksichtigung erfährt. Selbst BiSmarck äußerte sich einst gelegentlich der Sonntagsruhe über den unheimlichen Eindruck, den die absolute Stille dieses Tages sogar in London auf ihn gemacht habe- und durch die Eintönigkeit zum Pfeifen verführt, sei er von einem Schutzmann auf die Unstatthaftigkeit desselben aufmerksam gemacht worden. Darum glauben mir auch, eine allzustrenge Gesetzhandhabung hat, wie in allen Dingen, auch in Beziehung der Sonntagsruhe seine nachtheiligen Seiten.
— Für Briefmarkensammler dürfte es von Interesse sein, zu hören, daß die schönste und größte Sammlung sich in Paris im Besitz des Herrn Ferrari befindet. Der Werth derselben beläuft sich, wie eine englische Autorität sagt, auf 250000 Pfund. Das Britische Museum besitzt ebenfalls eine sehr werthvolle Sammlung. Die eifrigsten Sammler der Welt sollen die jungen Prinzen von Siam sein. Die Familie Rothschild besitzt eine sehr schöne Sammlung. Die obige Autorität sagt, daß falsche Briefmarken hauptsächlich in Deutschland und den Vereinigten Staaten angefertigt werden.
Aus Oberhessen, 27. Februar. Vor einigen Tagen war das sonst so stille Wallernhausen bei Nidda von Fremden der Umgegend stark besucht, welche einen 22jährigen Maurergesellen Namens Beetz beobachten wollten. Derselbe verfällt nämlich in ganz bestimmten Perioden in einen eigentümlichen Schlaf, predigt stundenlang, erzählt von Geistern und schildert eine Reise durch den Himmel. Diese Erscheinungen, welche wahrscheinlich auf Somnambulismus zurückzuführeu sind, erregen um so mehr Verwunderung, da B. in der Schule ein schwacher Schüler war und nur notdürftig lesen gelernt hat. Die Bibelstellen, worüber er spricht, sind meistens wenig bekannt und werden in der Schule nicht gelernt. Der nächste Anfall wird, wie der Kranke selbst sagt, genau nach vier Wochen, also am 22. März, Nachmittags 3 Uhr, eintreten. — So steht in einem oberhessischen Blatt.
K. Alsfeld, 28. Februar. Der hiesige Turnverein bat den Bau einer Turnhalle beschlossen und von der Stadt die Abtretung eines Bauplatzes auf städtischem Eigen- thnm erbeten. Eine Anzahl älterer Mitglieder des seit 31 Jahren dahier bestehenden Vereins begaben sich am vergangenen Sonntag nach Fulda und Hersfeld, um die Einrichtung der dortigen Turnhallen zu besichtigen. Es wirb beabsichtigt, den städtischen Schulen, denen es seither an einem Winterturnlocal ebenfalls gefehlt hat, die zu erbauende Halle gegen entsprechende Vergütung zur Mitbenutzung zu überlaffen. — Gestern sind die ersten Frühlingsboten, die Störche, wieder eingetroffen.
-c. Neu - Ulrichstein, 1. März. Monatsbericht der Arbeiter-Colo nie pro Februar 1893. Ende Februar 1893 sind in der Colonie stellen-, refp. arbeitslos 107 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Heffen 30, Regierungsbezirk Kaffcl 15, Regierungsbezirk Wiesbaden 9. Königreich Preußen: Provinz Rheinlande 8, Provinz Westfalen 1, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 1 , Provinz Brandenburg und Berlin 2, Provinz Schlesien 3, Provinz Posen 1, Provinz Pommern 2, Provinz Ost- und Westpreußen 6, Provinz Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 8, Königreich Sachsen 5, Königreich Württemberg 3. Großherzogthum Baden 2; thüringische Staaten 4. Fürstenthum Lippe Detmold 1, Fürftenthum Waldeck 1. Ausland: Oesterreich 2, Frankreich 1. Hiervon waren: Anstreicher 2, Arbeiter 44, Bäcker 3, Bergleute 1, Buchdrucker 2, Gartonagearbciter 1, Conditor 2, Drechsler 1, Färber 3, Former 1 , Gärtner 2, Goldarbeiter 1, Hausbursche 1, Heizer 1, Kaufleute 6, Kellner 1, Knechte 2, Landwirthe 1, Maurer 2, Mechaniker 1, Messerschmied 1, Metalldreher 1, Polsterer 1 , Schlaffer 3, Schmiede 3, Schneider 4, Schreiber 3, Schreiner 2, Schuhmacher 6, Seiler 1, Tüncher 2, Weber 1, Zimmermann 1. Im Monat Februar wurden entlaßen 22 Mann, und zwar in Stellung durch die Colonie 1, in Stellung durch eigenes Bemühen 2, in die Familie 1, auf eigenen Wunsch 18. Verpflegungstage im
Februar 1893: 3182. Gearbeitet wurde an 2649 Tagen, hierunter 199 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2169, dagegen abgegangen im Ganzen 2062 Mann, bleibt Bestand am 1. März 1893 107 Mann, ftbgeroiefen wurden im Monat Februar 11 Mann.
Dmnifcbtcs.
ft Kastel, 28. Februar. Berechtigtes Aussehen erregt in unserer Stadt ein LiebeSbrama, welche- sich Herne Mittag in einem Gafthauje der Bahnhofstraße zutrug und zwei blühende Menschenleben, ein junge- Ltebespärcheu vernichtete, daS einen Liebesbund für das Leben geschloffen hatte und im Tode sich nicht trennen mochte. Am Sonntag Abend kam daS Brautpaar, ein junger Kaufmann au- Erfurt und ein blutjunges, bildhübsche- Fräulein auS Dortmund, mit der Bahn auS Westen, vermuthlich au- Dortmund, hier an und stiegen beide tm Oaftbouie ab. Am gestrigen Tage beschäftigten sie sich hauptsächlich mit Briefschreiben, Zeitung-- lesen rc. und hielten sich sehr zurückgezogen. Gelegentlich hat jedoch der Herr zu dem Gasthofbesitzer geäußert, sie seien schon lange verlobt, ein altes Brautpaar, sie könnten schon lange verheirathet fein, aber eS sei etwa- dazwischen gekommen rc. Hiernach scheint es also festzustehen, daß den beiden Liebenden, die schwere goldene Derlobung-ringc am Finger trugen, überhaupt sehr fein gekleidet waren, Hindernisse in den Weg getreten sind, die ihnen unüberwindlich erscheinen mochten und daß sie, um nicht getrennt im Leben zu sein, beschlossen haben, gemeinsam zu sterben. Erst gegen Mittag standen sie auf und ließen sich das Frühstück geben, darauf tranken sie sich Muth in einer Flasche Rotbwein an. Es war inzwischen 12 Uhr geworden, die Stunde, die sie in ihren Briefen an ihre Angehörigen als ihre Sterbestunde bezeichnet hatten. Jetzt klingelte der Herr den Wirth herbei und als dieser ins Zimmer tritt und nach dem Begehr de- GasteS fragt, faßt dieser in die Tasche feines JacketS, zieht einen Revolver hervor und feuert einen Schuß auf den Wirth ob, glücklicherweise ohne zu treffen. Der Wirth springt hinaus, hält die Thüre zu, der Herr versucht sie vergeblich zu öffnen, dann verriegelt er die Thüre und im nächsten Moment fallen drei Schüffe: einen hatte er auf die Braut, die im Bette lag, abgefeuert, zwei auf sich. Er stürzte, mitten durchs Herz geschossen, tobt über feine Braut hin, letztere ebenfalls durch die Brust geschaffen, wurde jedoch nur tödtlich verwundet, sie wurde auf Anordnung de- Arzte- inS Krankenhaus getragen, lebte noch, wird aber schwerlich davonkommen. Nachschrift: Soeben erfahre ich noch, daß der Herr Carl Sulzbach heißt, 26 Jahre alt, sie ist ein Fräulein von der Mörtel au- Dortmund und 19 Jahre alt.
♦ Berlin, 15. Februar. In der vorigen Woche fand an der hiesigen Universität eine bernerken-wer the Promotion statt. Der Doctorand, Max Meyer, wurde im Jahre 1865 zu Berlin blind geboren und besuchte, nachdem ihm der erste Unterricht von einem Blindenlehrer ertheilt worden war, das hiesige Sophien-Rcalgymnasium. Er wurde stet- als bester Schüler versetzt und bestand mit Auszeichnung die Abiturientenprüfung, wobei ihm die schriftliche Prüfung erlaffen wurde. Darauf studirte er mehrere Jahre hindurch an der hiesigen Universität Mathematik, Physik und Philosophie. Durch seinen rastlosen Fleiß und seltene Thatkrasr verfaßte er nach beendetem Studium eine Dissertation aridem Gebiete der Differentialgleichungen, die, wie einer der Opponenten, der Privatdocent Dr. Schlesinger, bemerkte, eine dankenswerthe Bereicherung der mathematischen Wiffenschaft bildet. Der Decan der philosophischen Faeuität, Proseffor Hirschfeld, beglückwünschte nach der Üblichen Vertheidignng der Thesen den jungen Doctor, der mit Ueberwinbung \o großer Schwierigkeiten diese akademische Würde erlangt habe.
♦ Berlin, 28. Februar. Oberstabsarzt Aßmann, welcher gestern in Spandau einen Selbstmordversuch machte, ist feinen Verwundungen erlegen. Die Ursache zum Selbstmorde war ein unheilbare- Magenkrebsleiden. Der verstorbene war ein Bruder de- Armeebischof- Aßmann.
* Budapest, 28.Februar. Die Ortschaft Gevjen wurde durch daS Hochwasser total vernichtet. Fast sämmt- liche Häuser wurden hinweggeschwemmt. Die Einwohner retteten kaum daS nackte Leben. Biele Menschenleben sind zu Grunde gegangen. Auch au- anderen Punkten deS Donau» gcbietS werden Verheerungen gemeldet.
2>crf<?br, £anO* in- Oolksrvirtbschasi.
- Pommersche Hypotheken - «eilen - Bank. In der am 28. Februar er. adgehaltenen ordentlichen General Versammlung wurde der Abschluß pro 1892 genehmigt, der Tirection und dem Kuratorium Decharge ertheilt und die sofort zahlbare Dividende auf 6 g/o bei einem Gewinn - Vortrage gon 95 588 Mk. festgesetzt Die Bilanz pro 1882 befindet sich tm Jnseratenthell der heutigen Zeitung. Die turnuSzemäß au-scheidenden Mitglieder brt Kuratorium-, die Herren Bankier Albert Schappach, Justizratd Munckel und Bankvirector Schmidt wurden wieder grwähli. Die Versammluna gmehmigte ferner die au- Anlaß der zu erwartenden neuen Normativbestimmungen vorgelegte Neufonnulirung der Statuten und beauftragte die Verwaltung mit Au-ardeilung und Festsetzung eine- Reglement- für den Beamten - Pension-- und Unterstützung-sond- der Angestellten. Wie mitgethellt wurde, liegen die Geschäfte der Bank andauernd günstig und betrug der Pfandbrief- absatz tm neuen Jahre bi- heute pr. Saldo über 5 Millionen Mark gegen ca. 3 Millionen Mark in dem gleichen Zeitraum de- Vorjahre«.
— Da- erste deutsche Mädchengnmnastu«. — Durch die deutsche und einen großen Theil der au-ländischen Preffe lut kürzlich die Notiz, der Sitz de« ersten deutschm Mädchengymnasiumwerbe Weimar fein. Bekanntlich geht die Gründung dieser Schule vom Vereine „Frauenbtldung--Ref»rm* au«, besten Vorstand-- fitz z Z- Weimar ist: wie indesten der Vorstand brt genannten Verein- mitthellt, rührt jene Ortsangabe nicht von ihm her und ist eine tntbümlttbf. Das Madcher.gvmnasium wird vielmehr in-arl-ruhe eröffnet. Baben ist dasjenige ^'and im deutschen Reiche, wo die vom Vereine ,Frauenbllbung-.Refonn^ vertretenen Bestrebungen um Za- Innung der Frau zu Unioerfität-stud'en die wohlwollendste Aufnahme, und wo diese fo wichtige feciale Frage bei der Regierung wie bei der Volksvertretung die verständnißvollsie Würdigung gefunden Hal'.


