1893
Donnerstag den 2. März
Amts- und Anzeigeblutt fflt den Tireis Gieren.
Hratisöeikage: chießener Aamilienölätter
Zlmtlichev Thei!
Die deutsche Regierung
lemeNmt vor Sn,ei,kN zu der Nachmittags für bca senden rag erscheinenden Nummer bi» Born. 10 Uh«.
Alle SrmoRcen-Bureaux M In» und Auslände, nehm« Nnz eigc n für den .Gießener «Rzetger" entgegen.
Die Gießener
werben dem Anzeiger »schittlich dreimal leigelegt.
Der
Ateßen-r erscheint täglich, ueit Ausnahme des
Montags.
werden soll.
Reichskanzler Graf Caprivi: In der Währungsfrage sei ohne England eine Aenderung nicht möglich. Die Landwirthschast bedürfe Stabilität der Verhältnisse; diese werde durch die Verträge geschahen. Graf Mirbach wolle den Differentialzoll von 15 Mark gegenüber Rußland bestehen lassen und gleichzeitig den Identitätsnachweis aufgehoben wissen. Run liege ihm eine Eingabe ostpreußischer Conser- vativen vom Mat v. I. vor, welche vom Grafen Mirbach mitunterzeichnet ist und in welcher ausdrücklich zugestanden wird, daß die Aufrechterhaltung der Dtfferenttalzölle eine schwere Schädigung für die Provinz Ostpreußen bedeute und daß deshalb wenigstens der Identitätsnachweis ausgehoben werden möge, da darin wenigstens ein thetlweiser Ersatz für jene Schädigung gegeben sein würde. Graf Mirbach habe also damals die Differentialzölle für eine schwere Schädigung gehalten, während er sie jetzt aufrecht erhalten wissen wolle. Aus so verschiedenen Auffassungen könne er keine Richtschnur für das von den verbündeten Regierungen etnzuschlagende Verfahren entdecken.
Abg. Dr. Bartb (dfr.): Durch die Aufrechterhaltung des Differentialzolls von 5 Mark gegen Rußland würde man nur erreichen, daß das russische Getreide aus Umwegen bet uns eingesührt werde. Redner weist ferner darauf hin, daß Nordamerika jetzt bet Streitigkeiten mit europäischen Mächten den Weg schiedsrichterlicher Lösung etnschlägt und daß zwischen Nordamerika und England ein permanentes SchiedSgerßkbt ungebahnt wird. Er fordere die verbündeten Regierungen auf, sich diesem Vorgeben anzuschließen.
Staatssecretär Frhr. v. Marschall: Die Vereinigten Staaten haben von dem bezüglichen Beschlüsse des Repräsentantenhauses Mttthetlung hierher gemacht, einen Antrag aber nicht gestellt. Deutschland habe sich in Etnzelfällen wiederholt auf schiedsrichterliche Erledigung von (Streitfragen eingelassen und werde das auch künftig thun; eine allgemeine Verpflichtung, alle Streitfragen in dieser Weise zum Auslrag zu bringen, könne die Regierung angesichts der Lage in Europa nicht eingehen.
Abg. v. Kardor ff (Rp.) ersucht die Regierung, eine Verständigung mit England über die Währungsfrage zu versuchen. Redner veitheidigt die Aufrechterhaltung ausreichend hoher land- wirthschaftlicher Schutzzölle und bestreitet, daß solche eine Last für das Land seien. Der Reichskanzler habe einmal gesagt, er sehe seine Vorlagen daraus hin an, wie sie auf die Socialdemokratie wirken; er solle nunmehr bet jeder Vorlage fragen: wie wird sie auf die Landwtrthschaft wirken.
Abg. Graf Mirbach: Er vertrete diegesammtedeutscheLand- wtrthschaft, nicht blos Ostpreußen. Werde der 5 Mark-Zoll nicht aufrecht erhalten, so müffe er für Ostpreußen allerdings die Aufhebung des Identitätsnachweises fordern.
Reichskanzler Graf Caprivi: Auch damit sei keine Richtschnur für die verbündeten Regierungen gegeben. Der Wunsch Kardorffs, alle Vorlagen auf ihre Wirkungen auf die Landwtrthschaft anzusehen, erfülle er seit seinem Amtsantritt. Dem agrarischen Baume sei schon manche Schicht guter Erde eingelegt worden und er würde in Verlegenheit sein, wo er eine neue hernebmen sollte. Kardorff habe kein Mittel angegeben, wie in der Frage der Doppelwährung auf die englische Regierung gewirkt werden könne.
Auf eine Anfrage des Abg. Lucius, ob nicht die Regierungen solche Emissionen, wie die portugiesische, in Deutschland verhindern könnten, erwidert Staatssecretär Frhr. v. Marschall, daß die Regierungen nicht die Verantwortung dafür übernehmen konnten, wie die Capitalisten ihr Geld anlegten.
Abg. Bebel (Soc.): Wenn Deutschland in der Wahrungs
8krtt(iäbrifler XüoeamniloFreU» 2 Mark 20 Psg. nrii vringerlohn.
Durch dir Poft bezog«» 2 Mark 60 Pfg
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Deutscher Reichstag.
54. Sitzung. Dienstag. 28. Februar 1893.
Auf der Tagesordnung: Etat des Auswärtigen Amtes und Colontalelat.
Abg. Scipio (natl.) bemerkt, daß angesichts der Anschuldigungen französischer Blätter, wonach deutscherseits König Behanzin in seinem Kampfe gegen Frankreich durch Waffenlieferungen rc. unterstützt worden fei, das Auswärtige Amt sicher die Ueberzeugung thetten werde, daß in jenen Gebieten alle Culturnationen daffelbe Interesse haben. Er hofft aber auch angesichts der Verhaftung Deutscher in Whyde, daß das Auswärtige Amt Alles thun werde, die Deutschen in der Fremde zu schützen. Er wünscht ferner, daß die Consulats, berichte eingehende und zuverlässige Mittheilungen über Kaffeeernte und Kaffeehandel bringen.
Staatssecretär Frhr. v. Marschall: Die Erstattung solcher Berichte liege in der That in der Aufgabe der Consuln. Unzuoer- iassige Informationen könnten allerdings leicht mit unterlaufen, was bann Reclamationen veranlasse. Zudem würden die Berichte durch telegraphische Meldungen überholt. Die Dahomey-Angelegenheit an
gewesen sei. , ,,
Staatssecretär Frhr. v. Marschall: _ „
sei um das Zustandekommen einer gütlichen Verständigung bemüht gewesen. Gegen die Benachtheiltgung der äußeren Schuld gegenüber der inneren um 2098 sei Protest erhoben worden. Inzwischen sei das betreffende portugiesische Ministerium gefallen und wie das neue Ministerium die Sache ordnen werde, wisse man noch nicht. Deutscherseits werde aber nicht aufgehört werden, gegen eine verschiedene Behandlung der inneren und ausländischen Gläubiger zu protesttren. Möge dieser Vorgang aber denen zur Warnung dienen, die ihr Geld in ausländischen Papieren anlegen.
Abg. Graf Mirbach (cons.) weist auf die Gefahren hin, welche der deutschen Landwirthschast durch den Handelsvertrag mit Rußland drohen. Was solle aus der Landwirthschast werden, wenn sie jahrelang unter den heutigen niedrigen Preisen arbeiten soll! Jedenfalls sei eine Regelung der Silberfrage unerläßlich, wenn jetzt auch unser Conventtonaltarif Rußland gegenüber auf 12 Jahre festgelegt
Deutsches Reich.
Berlin, 28. Februar. Der Kaiser und die Kaiserin begingen am Montag den 12. Jahrestag ihrer Vermählung unter Theilnahme der gelammten zur Zeit in Berlin, resp. in Potsdam anwesenden Mitglieder der königlichen Familie. Aus diesem Anlaß fand am Montag im Berliner Opernhaufe ein GesellschastSabend statt, zu welchem die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften erfchlenen waren.
— Prinz Ludwig von Bayern, der präsumtive Thronfolger, hat schon öfters durch seine kernigen öffentlichen Ansprachen bei verschiedenen Angelegenheiten die allgemeine Aufmerksamkeit erregt. Auch aus den jüngsten Tagen liegt wiederum eine bemerkenswerthe rednerische Kundgebung des künftigen Trägers der bayerischen Königskrone vor. Die Münchener Schützengesellschaft hatte aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Prinzen Ludwig am Sonntag ein Schießen ver« anftaltet, welches der hohe Herr mit seiner Gegenwart beehrte. Der Prinz hielt hierbei eine Ansprache, in welcher er betonte, er fühle sich besonders wohl in der Mitte der Schützen, unter denen alle bürgerlichen Kreise ohne Unterschied des Standes, Berufes ober Vermögens vertreten seien. Dem Wohle der Schützen widme er den Festpokal, indem er wünsche, daß, wie das Königliche Haus sich mit dem Volke, so das Volk mit dem Königlichen Hause sich eins fühlen möge durch weitere Jahrhunderte. Die markigen Worte des prtnzlichen Redners wurden von der Versammlung mit jubelndem Beifall ausgenommen.
— In der am Montag fiattgefunbenen Sitzung beS preußischen Staats Ministeriums, welcher auch ber Reichskanzler beiwohnte, soll bte deutsche Antwortnote auf das russische Anerbieten m Betreff eines abzuschlteßerden Handelsvertrags zwischen Rußland und Deutschland fest- gestellt worden fein.
Berlin, 27. Februar. Am 1. April werden es zwei Jahre, daß die Commission für das Bürgerliche Gesetzbuch unter dem Vorsitz des Staatssecretärs im Reichsjustiz' amte und jetzigen Präsidenten des Reichsgerichts, v. Oehl« schläger, ihre Thäugkeit begonnen hat. Diese war tm Ganzen auf zwei Jahre veranschlagt. Bis jetzt ist die Commission bis zum § 868 gelangt, während im Ganzen weit über 2000 Paragraphen zu erledigen sind, die noch die schwierigsten Ausgaben für die Commission umfassen. Es wird angenommen, daß zur Abwickelung der Gesammtausgabe noch mindestens drei Jahre erforderlich feien und daß die Schwelle des neuen Jahrhunderts längst überschritten fein wird, wenn das Bürgerliche Gesetzbuch Rechtskraft im Deutschen Reiche gewinnt.
Berlin, 28. Februar. 1500 Gaftwirthe waren gestern in den Concordia-Festsälen anwesend, um gegen die Handhabung der Polizeistunde Einspruch zu erheben. Die Gaftwirthe verlangen eine gleichmäßige Ausdehnung derselben bis 12 Uhr Nachts. In einer zweiten Resolution wandten sie sich gegen den Flaschenbierhandel, durch den ihre Existenz schwer geschädigt werde.
#tr. 52 Erstes «Utt
Bekanntmachung,
betreffend Maul- und Klauenseuche zu Friedelhaufen.
Nachdem die zu Friedelhaufen ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die ange. ordnete Gehöftsperre wieder ausgehoben.
Gießen, den 28. Februar 1893.
Grobherzogliches KreiSamt Gießen.
v. Gagern.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Cortesvonbenz-Büreau.
Rom, 28. Februar. Beim gestrigen Empfang richtete Frhr. v. Loö an den Papst folgende Worte: Der Kaiser beauftragte mich, in die Hönde Eurer Heiligkeit ehrfurchtsvoll dieses Schreiben zu legen, welches die aufrichtigen Glück« wünsche des Kaisers anläßlich des denkwürdigen Jahrestages enthält, der die Vertreter aller Nationen um den heiligen Stuhl versammelt. Der Kaiser bittet Eure Heiligkeit, dieses Andenken an den 19. Februar in Geneigtheit anzunehmen als Symbol ber bischöflichen Würbe, wozu die Vorsehung Eure Heiligkeit vor 50 Jahren erhoben. Der Kaiser wiederholt von Herzen den Ausdruck seiner warmen freundschaftlichen Gesinnung und vereinigt sich mit den Wünschen der katholischen Untertanen. Für meine Person zur katholischen Gemeinschast Deutschlands gehörig, bin ich stolz und glücklich, von meinem Souverän als Dolmetsch seiner Gefühle gegen die verehrungs- würdige Person Eurer Heiligkeit ausersehen zu fein.' Der Papst erwiderte: Wir sind von den Glückwünschen des deutschen Kaisers tief gerührt. Wir zweifeln nicht, daß dieser neue Beweis ber Hochachtung bes Kaisers gegenüber dem Oberhaupt der Kirche von den Katholiken des deutschen Reiches gebührend gewürdigt und in hohem Grade beitragen wird, in den deutschen Katholiken die Ehrfurcht und die Treue zu vermehren, welche die Untertanen zum Heil ber Nationen den Vertretern unb Inhabern ber Macht gegenüber bewahren müssen. Wir erinnern uns mit Vorliebe mancher Umstände, wo bereits, nach dem Beispiel seines erlauchten Großvaters, erfüllt von den heiligsten Interessen des Volks, der Kaiser sich geneigt gezeigt, unsere Bemühungen um Herstellung des religiösen Friedens zu unterstützen. Wir werden nichts verabsäumen, jenes Ziel zu erreichen, von dem ber kostbarste Gewinn ausströmt, nämlich bie Verwirklichung ber gesetzlich berechtigten Wünsche, ber Gewissensfriede unb bas Wachsthum des christlichen Gefühles in dem eblen deutschen Volke. Dieselben Gesinnungen werden wir in dem Antwortschreiben auf den Brief ausdrücken, den Sie uns soeben übergeben, in dem Antwortschreiben, welches Sie die Gewogenheit haben werden, in die Hände des Kaisers zu legen, sobald Sie Bericht erstatten über diese ehrenvolle Mission, die Ihnen mit so großem Rechte anvertraut und die Sie in so würdiger Weise erfüllt haben. Ich bitte Sitz, bei derselben Gelegenheit den Kaiser unseres sehr lebhaften Interesses zu versichern, welches wir für feine erhabene Person haben, sowie der Wünsche, die wir für ihn und die ganze kaiserliche Familie hegen.
Depeschen des tiureau „Herold".
Karlsruhe, 28. Februar. Der „Badischen Presse" zufolge wird an Stelle Turbans der Präsident des Justizministeriums Dr. W. N o ck Staatsminister, an Stelle Dr. Ell- statlers wird Generaldirector der Verkehrsanstalten W. Eisen- lo hr Finanzminister. Das Präsidium des Ministeriums des
frage einseitig vorginge, würde die größte Verwirrrung entstehen. Weshalb machten England und Nordamerika nicht den Anfang, da sie doch das größte Interesse an der Sache hätten? Die Agrarier hätten die Zett des 5 Mk.-Zolls nicht benutzt, die Roggenproduction zu heben. Bei unserer Bevölkerungszunahme müssen wir in steigendem Maße Korn importiren, zumal ein großer The«! des BodenS zum Rübenbau verwendet sei. Klagen die Agrarier trotz der Zolle noch über die landwtrthschaftliche Nothlage, so werde man sie eben erproprttren müssen. Durch Zustimmung zu einem intematronalen Schiedsgericht würde Deutschland seine Friedensliebe in eminentem Maße bethätigen. Der Reichstag sollte eine entsprechende Resolution deschließen^^a^z^er @raf Caprivi: Bebel habe selber angedeutet, daß ein solches Schiedsaericht sich einmal auch mit Elsaß-Lothringen befchäfttgen könnte. Wenn nun das Schiedsgericht die Meinung haben sollte, Deutschland habe Elsaß-Lothringen wieder herauszugeben, so sei er fest überzeugt, daß sich bie deutsche Watton einem solchen Schiedssprüche nicht fügen würde. (Beifall).
Abg. Bebel: Angesichts solcher Anschauungen sei allerdings alles Reden umsonst. , ru .. , - „
Abg. vr. Baumbach (dfr.): Auf den internationalen Congreffen in Rom und Bern sei die elsaß-lothringische Frage gar nicht behandelt worden. ES handle sich nur darum, daß, bevor die ultimo raho rogum entschieden, künftig ein schiedsgerichtlicher Ausgleich versucht werde.
Abg. Wtsser (lib.): Die Landwirthschast sei der Regierung dankbar, durch die Verträge stabile Verhältniffe geschaffen zu haben. Bei vernünftiger Wtrthschaft könne der Landwirth heute sehr wohl bestehen- $ornftein (&. x. Fract.) wendet sich vom süddeutschen Standpunkte aus gegen die Aushebung des Identitätsnachweises.
Abg. o. Kardorfs (Rp.): Daß Deutschland die Initiative in der Währungssrage ergreife, würde sich schon deshalb rechlserttgen, weil es durch seine Goldwährung den Anstoß zur Stlberentwerthung gegeben.^ Auswärtigen Amtes wird schließlich angenommen.
Der gestern angenommene Antrag Knörcke betr. Beweiserhebungen über verschiedene Punkte in dem gegen die Wahl Ahl- wardts etngegangenen Protest wird in nochmaliger Abstimmung abgelebnt.
Morgen: Etat der Schutzgebiete.
Gießener Anzeiger
Kenerat-Anzeiger.
langend, so waren die Angaben sranzösischer Blätter falsch. Vor I Erklärung der Blokade hätten allerdings Waffenlieferungen an Dahomey statlgefunden, sogar von Franzosen selbst. Auf die Nach- ■ richt von der Verhaftung zweier Deutscher habe sich daS auswärtige Amt sofort an die französische Regierung gewendet, diese erklärte aber, noch ohne Information zu sein. Am 24. December, nachdem bereits daS deutsche Schiff „Falke" zum Schutz unserer Staatsangehörigen an die Küste geschickt war, wurden die Verhaftungen bestätigt und Untersuchung zugesagt. Im Verfolg derselben wurde ein Deutscher ausgewlefen und drei deutscbe Factoreten geschloffen. Gegen die Ausweisung habe er nicht reclamirt, weil in Kriegszeiten jede Nation diejenigen Personen entfernen kann, die sie für unliebsam halte. In analogen Fällen müssen wir daffelbe Recht für uns beanspruchen. Betreffs zweier Factoreten sei die Wiederaushebung der Schließung durchgcsetzt; bet einer wurde die Maßregel aufrechterhalten, weil diele Foctoret noch nach Erklärung der Blokade Waffen an Dahom.y geliefert haben soll. Die Firma selbst behauptet, von Behanzin zur Herausgabe von Waffen gezwungen worden zu fein. Wer Recht habe, lasse sich von hier schwer entscheiden. Den Deutschen im Auslande werde nach Kräften Schutz gewährt, aber sie können nicht gegen alle Gefahren geschützt werden, die ihnen aus den besonderen Verhältnissen des Landes entstehen, in dem sie sich niedergelassen Haden, ober aus der besonderen Natur ihres Geschäfts.
Abg. Dr. Bamberger (dfr.): Solche Zumuthungen, wie Scipio gestellt, dürfe man an die Consuln nicht stellen. Je mehr ein Consul von der Kaffeeernte verstehe, um so zurückhaltender werde er in seinen Berichten bar über sein.
Abg. Lucius (Rp.) fragt, inwieweit bie Regierung bie Interessen ber beulschen Gläubiger Portugals wahrzunehmen bemüht


