Ausgabe 
30.10.1892
 
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Palmay." Man merkte, der Künstler hat sich in diese Rolle ganz hineingelebt, sie sich ganz zu eigen gemacht, denn nur dann ist es möglich, jenen naiven ungarischen Grasen der obwohl manchmal recht eckig und lappig, doch eine von Grund aus ehrliche und biedere Natur ist mit solcher Virtuosität wieder zu geben, wie wir gestern sahen. Jede von diesen beiden Eigenschaften Palmays wußte Herr Resemann in seiner Weise zum Ausdruck zu bringen und so entsprudelte seinem Bela jene frische Natürlichkeit, die die recht schwierige Rolle überaus anziehend machte. Den Baron Römer-Saarstein, jenen eitlen blasirten Gecken, spielte Herr Marti en sen mit großem Humor und viel Geschick, so daß wir ihm unsere volle Anerkennung zollen können. Das gleiche gilt von Frl. Copp e, die aus der immer noch sehr verliebtenalten Schachtel" eine köstliche Figur machte. Frau Director Seiners gab den wilden, etwas burschikos angehauchten BackfischHerma" recht frisch und graziös. Sehr ist es zu beklagen, daß an einer Darbietung, wie der gestrigen, das Interesse des Publikums so gering war. Was soll man dazu sagen, daß selbst bei Anwesenheit eines so bedeutenden Gastes nur die Hälfte der Theaterplätze besetzt ist? , Sonntag den 30. d. Mts. wird Herr Resemann sein vor­letztes Gastspiel absolviren, hoffentlich macht dann unser Publikum seinen begangenen Fehler durch recht zahlreiches Erscheinen wieder gut.

Theater. Um einem lebhaften Drängen des Publikums nachzugeben, wird Herr Leon Resemann am Sonntag noch einmal alsKean" auftreten. Es freut uns außer­ordentlich, den geschätzten Künstler nochmals in dieser, unstreitig seiner besten Rolle bewundern zu können.

Das Kaiser-Panorama, Bahnhofstraße 23, hat für die nächste Woche wieder einen ganz neuen Cyclus, und zwar I eine Wanderung durch Paris, angesetzt. Das moderne Babel I mit all seinen historischen Wundern, seinen Plätzen und I Straßen, seinen Triumphbogen und Parks ist in einer Reihe I vorzüglicher naturgetreuer Bilder dargestellt. 'So wird sich I auch dieser Cyclus wie der vorige eines guten Besuches zu I erfreuen haben. I

Eine gute Handschrift sich anzueignen, ist jetzt wieder I Gelegenheit geboten durch Theilnahme an einem Cursus | im Schönschreiben, welchen der hier rühmlichst bekannte | Kalligraph O. Gottlieb heute imHotel Schütz" eröffnet. I Dos Nähere ist aus dem Inserat der heutigen Nummer zu | ersehen. I

Einbruch. Vor einigen Tagen wurde Nachts in der I Wirtschaftzum Feldschlößchen" dahier eingestiegen und ein I Diebstahl verübt. Der Polizei ist es gelungen, den! Thater zu ermitteln und in Haft zu bringen. i

Der Getreidemarkt. Der deutsche Getreidemarkt will I noch immer keine sonderliche Belebung annehmen, obwohl es I an Anläufen hierzu nicht fehlt. Speciell im Weizengeschäst I machen sich fortgesetzt die niedrigen amerikanischen Notirungen I durch ihren Einfluß unvortheilhast bemerkbar, wie dies in I der abgelausenen Woche hervortrat. Dagegen wies der Ver- I kehr in Roggen diesmal zum ersten Male seit langer Zeit j eine gewisse Lebhaftigkeit und hiermit im Zusammenhänge I etwas anziehende Preise auf; ob nunmehr wenigstens das I Roggengeschäst sich wieder stetig bessern wird, das dürste I freilich noch immer abzuwarten sein. Hafer behauptete sich I in fester Stimmung bei fernerer Besserung, Gerste blieb im I Allgemeinen unverändert. Notierungen an der Berliner I Productenbörse: Weizen von 147164 Mk. pro 1000 Klar. I Roggen von 136143 Mk., Hafer von 147162 Mk/ I Gerste von 125180 Mk. -

Auszug aus den Kirchenbüchern

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde, ««traute.

ßfirinEn t 2tlbt Johannes Wilhelm Georg Ferdinand

Christian Deibel, Kaufmann zu Gießen, und Elisabeth Charlotte Margarethe Leib, Tochter des Rentners Friedrich Leib zu Gießen.

q3r ^clowr. Peter Arft, Forftwart zu Annerod, und Katharine Lehr, Tochter des Landwtrths Carl Lehr zu Himbach.

Am 25. October. Adolf Hermann Langsdorf, Barbier zu Gießen.

GhrifÄ ,uU@le^n.mlne Schn^rm°.st°-rs

q* Am Ar Stober. Otto Suffa, Hoboist zu Gießen, und Emma Gießen^^^ Achter des Lademersters Friedrich Dornhöfer zu

Am 23 October. Dem Brcmier «alihasar Dapper eine Tochter. Marie, geb. am 18. September. '

Dens. Dem Dienstknecht Heinrich Naumann ein Sohn, August geb. am 7. October. *

K 25 October. Dem Postassistent Wilhelm Kammer ein Sohn, Wilhelm Carl, geb. am 14. September.

, Aor 26. October. Dem Sergeanten und Regimentsschreiber ®,rl ®al9b7 'w S°hn, Heinrich Ludwig Carl, geb am 6. August, geb. am 25 F^bruan ' "ußereheliche Tochter, Frieda Pauline.

Beerdigte.

nIt 22. October. Heinrich Konrad Ebert, Rentamtsdtener i. P., alt 64 Jahre, Harb am 20. October.

Aw 23. October. Josephine Koppe, geb. Joffeaux, Wtttwe deS

_ x , «eborerre.

October: 17. Dem Wagnermetster August Führer eine Tockt-r Gretha Luise 20 Dem Wirth Friedrich Leun in g ein Sohn 2l Dem Kaufmann Ignatz Pfeffer ein Sohn, Ernst. 21. Dem Taglöbner Johannes Ernrtch ein Sohn, Konrad. 21. Dem Schmied Ernst Döll Tochter. 26. Dem Kaufmann Richard Buff ein Sohn, Hermann

Alten 9Q8, Jahre alt, Cigarrenmacher von

Alten.Buseck. 23. Marte Herbert, geb. Schreiber, 68 ^tabre alt

H-rbert dahier 26. Pauline Grüne­wald, geb. vtabl, 38 Jahre alt, Ehe,rau von Fabrikarbeiter Johann Grünewald zu Wchlar. 27. Mari- Katharine Hopp, 1 Monat a"" H°lnnch H°pp dahier. 27. Philipp Winnecker,' «6 Jahre alt, Schuhmacher dahier.

vermischtes.

* Bad Salzschlirf (Oberhcffcn), 28. October. Wenn auch n den letzten Jahren schon der Besuch des hiesigen Bades n steter Zunahme begriffen war, so hat doch die Frequcnz- steigerung der diesjahrtgen, am 1. d. M. geschlossenen Saison

In der Stunde, in welcher diese Zeilen geschrieben werden, verhandeln Abgesandte des Nordost- mit solchen des Südwestvereins über die Aufstellung einer Candidatenliste für die nächsten Stadtrathswahlen. Die Liste wird dann der Bürgerschaft, deren Wahlrecht man in dieser Weise den Jntriguen der Jntereffentenringe zum Opfer bringen möchte, unter dem irreleitenden Hinweis auf § 1 der Bezirksstädten präsentirt zurFörderung des Gesammtwohles durch Auf­deckung der Interessen der einzelnen Stadttheile". All- Achtung vor einzelnen Mitgliedern der Vereine und ihren wohlmeinenden Gesinnungen, aber diese sind nicht im Stande, das Unheil zu hemmen, das naturnothwendig aus der Zer­splitterung des Gemeindeinteresses in die Interessen der ein­zelnen Stadtviertel erwächst, und wir müssen daher un­seren Mitbürgern die dringendste Warnung zu- rusen vor Nordost wie Südwest. Diese Vereine sind, ohne cs immer zu wollen, die Zufluchtsstätten, für kleinen spießbürgerlichen Hader, wie er sich in den jüngsten Sitzungen Eines dieser Vereine wieder so eigenthümlich entwickelt hat, sic sind, wenn auch vielleicht nicht, wie manche sagen, Vereine von Hausbesitzern, welche den Werth ihrer Häuser auf Unkosten der Stadt erhöhen möchten, so doch unter allen Umständen geeignet, unser städtisches Gemeinwesen, welches sich so schwer aus alten Fesseln entwindet, wieder in neue Fesseln eines localen Cliquenwesens zu schlagen und uns dem großen^Bürgersinn zu entfremden, der allein das Ge- deihen der Städte verheißt.

Wenn ein allgemeiner Bürgerverein gegrün- det würde, der von einer zur anderen Stadtverordnetenwahl die wichtigeren Ausgaben der Stadt in Bürgerausschüsien beräth, dem Stadtvorstande Gelegenheit gibt, sich über seine Thätigkeit mit der Bürgerschaft auseinanderzusetzen und allen Bewohnern aller Stadttheile die Möglichkeit bietet, ihr Ver- ständniß und Interesse für die Angelegenheiten der Gemeinde nützlich zu bekunden, und der so gleichzeitig eine Schule bildet für die Erprobung tüchtiger Wahlcandidaten, einem solchen Vereine würde jeder Verständige mit Freuden beitreten, ihm be,zutreten müßte auch der Stolz jedes Stadtverordneten sein, und Hier ist dann hinlängliche Gelegenheit geboten, auch die kleinen örtlichen Interessen, aber nicht in einseitiger Be­leuchtung, sondern unter der Controle der ganzen Bürger­schaft und im Zusammenhang mit den Gesammtintereffen auf­zudecken und zu fördern. Der Bezirksv er ein aber ist weder für Bürger, noch für Stadtverordnete der richtige Boden zu öffentlichem Wirken,- für letztere zumal ist er das Grab des Vertrauens zur Unbefangenheit ihres Wirkens.

Möge sich unsere Einwohnerschaft von Lieser theils un­nützen, theils gefährlichen Vereinswirthschaft abwenden und insbesondere bei den Wahlen zur städtischen Vertretung der obersten Regel folgen: nur Männer zu wählen, die selbst an ihrer Wahl kein persönliches Interesse, die auch kern überwiegendes Interesse haben für den zufälligen Bezirk, wo ihr Wohnhaus steht, und dre durch ihre ganze Persönlichkeit und ihre Vergangenheit für ihren treuen Bürgersinn, der nur in dem Gemeinwohl Aller seinen Leitstern sieht, die Gewähr bieten. Die Thätigkeit zu einem Bezirksverem bietet solche Gewähr auch dann nicht wenn dessen Statuten den schönen § 1 von der angeb- lichen Wahrung des Gesammtwohles der Stadt enthalten

ualer drbeit. Der Bahnsteig an der katholischen Kirche, die Beseitigung der Waliher'schen Hosraithe am Lindenplatz, das Vtichblatl der Führer vom Nordostverein, die Verbindung der neuen Kliniken mit dem Bahnhose, sie sind nicht um Haares breit durch die Herren Vereinsmänner gefördert worden, kein schöpferischer Gedanke, keine weiter ausschauende öffentliche Debatte ist aus diesen Vereinen erwachsen; sie sind in der That nichts als Wahlvereine, welche den gesunden Ge­danken unseres die Bezirkswahlen ausschließenden Gemeinde­statuts aus Umwegen zu untergraben suchen, und soweit sie sich sachlicher Ausgaben anuehmen, Vereine mit engem, straßen­patriotischem Geist, denen ebendeßhalb für die Wirksamkeit nach außen auch die Autorität eines allgemeinen Bürger­vereins vollständig fehlt. Einen charakteristischen Beweis hierfür bot die abschlägliche Antwort, welche das Ministerium hinsichtlich der Bahn in das Lumdathal kürzlich der Stadt ertheilte. Das Ministerium meinte, der Plan, die Bahn direct nach Gießen zu führen, fei nur Bezirksspeculationen des Nordostvereins entsprungen und entbehre deßhalb der Be­gründung durch das allgemeine Interesse. Hier wurde also die Bezirksagitation geradezu zum Hinderniß eines für die ganze Stadt werthvollen Planes.

Achtung. Von Brüssel aus werden gefälschte Zwanzig-Frankennoten der belgischen Nationalbank in Umlauf gesetzt. Die Fälschungen sind an plumper Zeichnung, dunklerer blauer Färbung und auffälligen Fettflecken er­kenntlich.

Die preußische Pickelhaube beging am 25. October den Gedenktag der sünszigjährigen Einführung in das Heer. Am 25. October 1842 wurde der Helm an Stelle der Czakos nebst anderen Reformen in der Unisormirung eingeführt. oa W°h"b°ch, 28. Oktober. Nächsten Sonntag den 30. October findet dahier die Einweihung unseres neuerbauten Schulhauses statt. Es wird diese Feier mit dem alljährlich um diese Zeit stattfindenden Kirchweihfeste verbunden werden.

8. Langsdorf, 28. October. Großes Unglück kam m kurzer Zeit über eine hiesige Familie. Nachdem der ver- helrathete Sohn vor Kurzem in der Scheuer gefallen war und bald darauf verstarb, sind in diesen Tagen der gleichfalls verheiratheten Tochter drei Kinder an Diphteritis gestorben.

K. D-uernhci«, 28. Octobcr. Der 2Ijähriqe Sohn des Dreschmaschinenbesitzers Wolf von Steinheim fuhr heute E einer selbstfahrenden Dreschmaschine von Dauernhcim nach Ober-Mockstadt. Während des Fahrens schmierte er dieselbe, ffe^ aber dadurch von der Maschine und kam mit beiden -öeinen unter die schwere Locomobile, welche ihm dieselben I total zerquetschte.

Büches, 26. October. Bei der heute stattgesundenen Burqermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Georg Maser einstimmig wiedergewählt. 9

l8, ?5°ber. Im Laufe des kommenden Jahres finden auch wieder die Ergänzungswahlen für dw zweite Ständekammer statt. Die vor sechs Jahren aus da kb?n Xi« g> diesmal aus der Kammer

^j^^UTn/0 ^geordnete zählt, so haben

Locales rrnd provinzielles.

Gießen. 29. October 1892.

« x - ^°ral,mufik. Am nächsten M o n t a g den 31. October stndct bekanntlich die feierliche Einweihung der w.cdcrhergest eilten Schloßkirchc zu Wittenberg unter Theilnahme Sr. Majestät des Kaisers und vieler protestanmchcr Fürsten statt. In der bedeutungsvollen Stunde der Einweihung, Mittags 12 Uhr, wird zum Zeugniß der theilnahme auch unserer evangelischen Gemeinde vom Thurme un,erer Stadtkirche das alte Luther- lied:Ein feste Burg ist unser Gott" mit Posaunen geblasen werden.

- Stenographisches. Wir wollen nicht unterlassen, gth^T« r nTUf- Ekiam zu machen, daß nächsten Montag, Abends 8 Uhr, tn einem Schulsaale des Realschulgcbäudes der bereits angekundigte Unterrichtscursus in der Gabels- berger fcüen .Stenographie seinen Anfang nehmen Sen- 'ft aUS 6er A"»-ige im Jnseratentheil zu

Neues Theater. Hatten wir vorgestern Geleaenbeit an Herrn Resemann die Gaben zur Darstellung des leidenschaftlichen Characters seines großen Vorgängers Edmund Kcan zu bewundern, so bot er in Schönthon Kadelburqs ^Berühmte Frau" em wahres Meisterstück einesBela

j gehegten Erwartungen bedeutend übertroffen. Zu ver- I ^nken hat dies Salzschlirf der außerordentlichen Heilkraft I feiner Bontsaciusquelle gegen die große Zahl der I Stoffwechselkrankheiten, wie Gicht, Rheumatismus, Harngries, I Stein-, Nieren- und Blasenleiden, Magen Catarrh, Leber- und I Gallensteinleiden, Hämorrhoiden, Fettsucht rc. Als wirk- I samstes Mittel, den Stoffwechsel neu zu beleben, zu reguliren I un^ damit die erwähnten Leiden zu beseitigen, gelten die I alkalischen Mineralwässer, besonders aber diejenigen, welche I in Folge ihrer chemischen Zusammensetzung und ihres Gehalts I an Lithium die Fähigkeit besitzen, die sich im Blut und Körper I bildenden und ablagernden harnsauren Salze wieder aufzulösen I und auszuscheiden. Unter allen, diese Eigenschasten besitzenden I Mineralquellen nimmt nur der hiesige Bonisaciusbrunnen den I ersten Rang ein und wird deshalb auch von allen ärztlichen I Autoritäten und medicinischen Lehrbüchern des In- und Aus- I landes gegen jene Krankheiten in erster Linie empfohlen. I Der Versandt des Salzschlirser Bonisaciusbrunnens erfolgt I durch alle Mineralwasserhandlungen und Apotheken, sowie I durch die hiesige Brunnenverwaltung, von welcher auch Analyse I und Gebrauchsanweisung kostenfrei verschickt werden.

I * Berlin, 28. October. Das große Loos der preußi- I scheu Lotterie entfiel auf Nr. 90901.

I * ®crIin' 281 October. Der frühere Buchhalter der I Deutschen Bank, Frank, welcher gemeinsam mit dem bereits I deßhalb verurtheilten Makler Schwieger die Deutsche Bank I durch Spekulationen in russischen Noten um 3,220,558 Mk. I geschädigt hat, wurde heute vom hiesigen Landgericht zn vier Jahren Gesängniß, 3000 Mk. Geldbuße und Verlust, der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren

I verurtheilt.

Mühlhausen, 27. October. Das Lotterieerg ebniß soll angefochten werden, weil bei der heutigen Ziehung eine große Anzahl Loose aus der Trommel gefallen sind.

* Insterburg, 26. October. Der Bert.Volksztg." wird von hier gemeldet: Das Schwurgericht verurtheilte heute die Gutsknechte Wabulat, Bolz und August, welche in der Nacht zum 27. November 1891 ihren Dienstherrn, Gutsbesitzer Reiner auf Schöneberg, ermordet und demselben etwa 400 Mk. geraubt hatten, s ä m m t l i ch z u m T o d e. Die Mörder waren erst ein Jahr nach Verübung der That entdeckt worden.

* Elberfeld, 24. October. Die Choleragefahr hat 1 in manchen Städten Gutes gewirkt. Hier hat sie eine Unter­suchung der Brunnen herbeigesührt, wobei sich haar­sträubende Resultate ergeben haben. Von 66 Brunnen sind 56 geschloffen worden, weil ihr Wasser in höchstem Grade gesundheitsschädlich wirkt; nur zehn hat man als einigermaßen genügend bestehen lassen, obwohl auch diese den bescheidensten Anforderungen kaum entsprechen.

* Zeitgemäße Annonce. Ein Buchhalter, welcher practische Erfahrung im Ausgleichen bei Insolvenzen besitzt, sucht ent­sprechendes Engagement.

ArtSMg aus den Standesnnrtsregistern

der Stadt Giebeir.

_ x t _ Aufgebote.

October: 22. Georg Christ, Htlssbremser beider Main-Weser - Anna Christine Caroline Bonn dahte' 26. Heinrich Roß, Fuhrknecht dahier, mit Marte Katharine RooS dahier. 28. Carl Marie Paul Stier, Kaufmann dahier, mit Georgine Henriette Bruck dahier. 28. Wilhelm Sttllger von Villmar, Stetn- ^uer dahier, mit Christiane Becker von Schlitz. 28. Hermann Henrich Elser Sergeant und Regiments-Tambour dahier, mit Emma Henriette Elisabeth Trankner hierselbft. 28. Gustav Christian ftriebri* Klein, Metzger dahier, mit Elise Margarethe Steuerns

_ . , Sheschlietzrrrrgerr.

in. "der: 22 Albert Johannes Wilhelm Georg Ferdinand Deibel, Kaufmann dahier, mit Elisabeth Charlotte Marga rethe Leib von hier. 25. Adolf Hermann Langsdorf, Barbier dahier, mit Johanna Luise Hermine Eise hierselbft. 26 Otto ftriebrirfi Karl Wilhelm Suffa, Hoboist dahier, mit Emma hierselbft.