Ausgabe 
26.6.1892 Erstes Blatt
 
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ein falsches Zeugnis verletzt habe- Heinrich Alt, Großherzogt. Bürgermeister von MetzloS-Gehag und dessen Sohn- Paul Heinrich Alt von da, daß sie im Frühjahr 1889 zu Metzlos- Gehag und an anderen Orten den Heinrich Frank zu dem von demselben begangenen Verbrechen des Meineids durch die Mittel der Aufforderung und Ueberredung oder durch andere Mittel vorsätzlich in gemeinschaftlicher Ausführung be­stimmt haben. Die sehr umfangreiche Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: In der Nacht vom 21./22. Juni 1886 wurden der Wittwe des Gottlieb Fischer zu Metzlos-Gehag aus der in dem oberen Stocke ihres Wohnhauses gelegenen Vorrathskammer mittelst Einbruchs und Einsteigens mehrere Schinken und eine größere Anzahl Würste entwendet. Die sofort betätigten Nachforschungen ergaben keinen Beweis für die Täterschaft bestimmter Personen, so daß auf Einstellung des Verfahrens erkannt werden mußte. Aber schon bald nach diesem Abschluß der Untersuchung verbreitete sich das im Lause der Zeit immer bestimmter auftretende Gerücht, daß Johannes Götz zu Wünschen-Moos, Paul Heinrich Alt und Philipp Appel zu Metzlos-Gehag in gemeinschaftlicher Ausführung den Diebstahl verübt hätten. Durch einen Ende October 1888 eingelangten anonymen Brief hiervon ver­ständigt, nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittelungen i wieder aus. Dieselben, insbesondere die demnächst geführte gerichtliche Voruntersuchung, ließen die Genannten der Thäter- schast dergestalt verdächtig erscheinen, daß durch Beschluß vom 17. April 1889 das Hauptversahren vor der hiesigen Straf­kammer wider sie eröffnet wurde. Auf Grund der am 14. Mai 1889 stattgefundenen Hauptverhandlung erkannte das Gericht durch Urtheil von demselben Tage den Johannes Götz namentlich im Hinblick aus glaubwürdige außergericht- | liche Geständnisse des fraglichen schweren Diebstahls schuldig und verurtheilte ihn in eine Gesängnißstrafe von fünf Monaten- die beiden Mitangeklagten sprach es jedoch Mangels genügen­den Beweises frei, indem es in den Gründen aber ausdrück­lich anerkannte, daß ein hoher Grad von Wahrscheinlichkeit für ihre Theilnahme spreche. Götz hat seine Strafe, auf welche ihm zwei Monate Untersuchungshaft angerechnet wurden, demnächst verbüßt. Im Verlaufe dieser Untersuchung war Paul Heinrich Alt am 22. December 1888 zum ersten Male als Beschuldigter von Großh. Amtsgericht Herbstein ver­nommen worden. Hierbei bestritt er rundweg jede Theil­nahme an dem fraglichen Diebstahl, indem er behauptete, er sei in jener Nacht im Hause seines Vaters gewesen und keinen Augenblick aus demselben herausgekommen. Er führte an, dies könnten sein Vater und seine sämmtlichen damaligen Hausgenossen bestätigen, ohne jedoch die letzteren namentlich zu bezeichnen. Nachdem die Voruntersuchung eröffnet worden war, wurde er am 4. Februar 1889 nunmehr als Ange­schuldigter vor demselben Gericht wiederholt verantwortlich vernommen. Indem er sich in ganz derselben Weise verthei- digte, führte er aus, er habe in jener Zeit mit dem damaligen Knechte seines Vaters, Heinrich Frank, meiner Stube im oberen Stockwerk seines elterlichen Hauses geschlafen, derselbe werde daher jedenfalls bezeugen können, daß er in jener Nacht das Zimmer nicht verlassen habe. In Folge dieser Angaben ordnete das Gericht noch an demselben Tage die zeugenschaftliche Ver« nehmung des genannten Frank, der damals Dienstknecht bei Paul Schell zu Metzlos-Gehag war, an und lud ihn zu diesem Zwecke auf den 8. Februar vor. Bei seiner an diesem Tage stattgefundenen Vernehmung erklärte er: Im Sommer 1886 sei er Knecht bei Bürgermeister Alt in Metzlos-Gehag gewesen und habe mit dessen Sohn Paul Heinrich Alt in einem Zimmer geschlafen. In der Nacht, in welcher der Diebstahl bei der Wittwe Fischer verübt worden, fei Paul Heinrich Alt nicht aus dem Hause gekommen. Letzterer und er seien an diesem Tage nach dem Nachtessen in das Schlafzimmer gegangen nnd hätten sich, nach dem das Zimmer von innen geschlossen worden, sich zu Bett gelegt. Daß Paul Heinrich Alt etwa, während er geschlafen, aufgestanden und fortgegangen wäre, glaube er nicht, da er es gehört haben müsse, weil er einen leichten Schlaf habe. Paul Heinrich Alt fei nur an einem Samstag oder Sonntag ausgegangen und wäre es ihm gewiß ausge­fallen, wenn er einen anderen Abend das Haus verlassen hätte". Der vernehmende Amtsrichter hegte sofort Verdacht, der Zeuge könne zu dieser Aussage beredet worden sein. Er machte ihm deßhalb ausdrücklich Vorhalt, Frank blieb aber nicht nur bei allen seinen Angaben, sondern erklärte auch noch mit aller Bestimmtheit, es habe ihn Niemand beredet, wie er aus­sagen solle. Im Hinblick auf die Wichtigkeit dieser Beurkundung für die Verteidigung des Paul Heinrich Alt wurde Frank demnächst Seitens der Staatsanwaltschaft in der Anklage­schrift als Zeuge für die Hauptverhandlung bezeichnet. In derselben wurde er an letzter Stelle, nachdem er vorschrifts­mäßig beeidigt worden war, zur Sache vernommen. Er wiederholte hierbei feine in der Voruntersuchung gemachten Angaben in allen Theilen. Insbesondere aber erklärte er ausdrücklich, er wisse aus eigener Wahrnehmung, daß Paul Heinrich Alt in jener Nacht nicht aus dem Hause gekommen sei- er habe die Nacht über mit ihm in demselben Bette ge­schlafen, er könne sich um deßwillen auf die fragliche Nacht noch so genau erinnern, weil am anderen Tage Herchenhainer Johannis-Markt gewesen sei. Diese Aussage erweckte in dem in der fraglichen Hauptverhandlung amtirenden Staatsanwalt sofort Verdacht. Aus feine Frage, ob ihm feine Aussage nicht von Seiten des Alt vorgesagt worden sei, er könne dies doch nach drei Jahren unmöglich mehr wissen, leugnete Frank ' abermals jede Beeinflussung. Es dauerte indessen gar nicht I lange, so verbreitete sich in Metzlos-Gehag und der nächsten i Umgegend das Gerücht, Frank habe falsch geschworen und der Bürgermeister Alt habe ihn zu seinen unwahren Angaben verleitet. Dieses wurde dadurch veranlaßt, daß Frank über ein Vierteljahr nach der Verurtheilung des Götz durch die hiesige Strafkammer in der Wirtschaft des Johannes Eifert zu Metzlos-Gehag in einem mit letzterem begonnenen Gespräche äußerte:Ich habe gar keine Ruhe mehr!" Eifert fragte ihn nach dem Grunde. Frank erwiderte, er habe falsch ge­schworen. Er erzählte ihm dann weiter, der Vater des I

I daul Heinrich Alt habe ihm keine Ruhe gelassen, wenn er I (Frank) sage, daß sie zwei, er und fein Sohn zusammen fort« gewesen und auch zusammen nach Hause gekommen seien, so I ^me sein Sohn frei. Aehnliche Aeußerungen hat Frank I auch anderen Personen gegenüber gethan. Ferner erzählte er, vor der Reise zum Hauptverhandlungstermiu nach Gießen habe ihn der junge Alt ersucht, zu ihm zu kommen, sie wollten zusammen nach Gießen reisen. Auf dem Wege nach Heisters Habe Alt ihn aufgefordert, in Gießen zu sagen, er (Alt) sei in jener Nacht nicht fortgewesen, er möge angeben, am au- I deren Tage sei Herchenhainer Markt gewesen, daher könne i sich noch darauf erinnern. Der Angeklagte Bürgermeister Alt bestritt, den Frank in irgend einer Richtung beredet zu haben, er habe ihn lediglich aufgefordert, die Wahrheit zu sagen- auch fein Sohn Paul Heinrich Alt schloß sich dieser Erklärung an. Der Angeklagte Frank dagegen ist der ihm zur Last gelegten That vollständig geständig. Nach dem Grunde seiner späteren Handlungsweise nach der Strafkammer­sitzung befragt, erklärte er:Es hat mich geärgert, daß sie (namltch die Familie Alt) mir Nichts gegeben haben, deshalb habe ich überall erzählt, daß ich falsch geschworen hätte." Dle Geschworenen (Obmann: Kammerdirector Korell) sprachen den Angeklagten Frank des Meineids und den Angeklagten Paul Heinrich Alt der Beihülfe des von Frank begangenen Verbrechens schuldig, verneinten jedoch die Schuldfrage be­züglich des Angeklagten Bürgermeister Heinrich Alt, woraus der Gerichtshof erkannte, daß Frank in eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren, Paul Heinrich Alt in eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und drei Monaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von drei Jahren zu verurtheilen seien. Bürgermeister Alt wurde freigesprochen und ferner Paul Heinrich Alt für dauernd unfähig erklärt, als Zeuge oder sachverständiger eidlich vernommen zu werden. Die Sitzung hatte bis zum 25. Juni Morgens gegen 2 Uhr gedauert und endeten mit derselben die diesmaligen zahlreichen Schwur­gerichtsverhandlungen.

Knnstverem. Nachdem die Allers'schen Zeich­nungen unerwartet rasch unsere Ausstellung verlassen mußten, sind an ihrer Statt gegen vierzig Oelgemälde neu ausge­stellt, deren eingehende Besprechung wir uns Vorbehalten.

In der Ferber'schen Univ.-Buchhandlung ist von Hofrath S. Diez und Hofrath Wagner eine Sammlung von Skizzen zum Verkaufe ausgestellt, Landschaften und Baum­studien nach der Natur, zu deren Besichtigung höflichst ein­geladen wird.

Turnfest be8 GaueS Hessen. Während in der Feststadt Grün berg emsige Vorbereitungen getroffen werden, um den Hunderten von fröhlichen Turnern einen würdigen Empfang zu bereiten, weifen auch die Anzeichen von außen auf die sich nähernde Festzett hin: die tagtäglich in großer Zahl einlaufenden Anmeldungen aus dem Kreise der zwei­undvierzig Vereine des Gaues taffen schon jetzt, wenn das Haupterforderniß gutes Wetter sich einstellt, für unser Turnfest den schönsten Verlauf Vorhersagen. Das Programm, dessen reichhaltiger Inhalt noch durch mehrere interessante Nummern erweitert werden wird, bietet dem Festbesucher Unterhaltungsstoff der mannigfaltigsten Art, und dürften namentlich die den ganzen ersten Festtag von Morgens 7 Uhr bis zum Abend währenden Turnübungen das lebhafteste Interesse in Anspruch nehmen. Die Ausführung der Fest­musik ist der Capelle des Marburger Jägerbataillons über­tragen, so daß auch den Musikfreunden in reichstem Maße Rechnung getragen werden wird. Fügen wir noch hinzu, daß in Bezug auf die Leib und Seele zusammenhaltenden Genüsse, Speise und Trank, nichts verabsäumt worden ist, so sagen wir sicher nicht zu viel, wenn wir behaupten: einen Gang nach Grünberg zum Turnfeste und der Besuch des Festplatzes wird Niemand bereuen, sondern die dort in Aussicht stehenden genußreichen Stunden werden den Besuchern stets in ange­nehmer Erinnerung bleiben.

r- Himbach bei Büdingen, 24. Juni. Vorgestern starb dahier die Ehefrau des Wirths Moses F. und sollte deren Beerdigung heute erfolgen. Wie nun der pract. Arzt Dr. R. aus A. heute Morgen bei der Leichenbesichtigung feststellte, ist der Tod der Ehefrau F. infolge einer Vergiftung eingetreten. Die sofort eingeleitete gerichtliche Untersuchung wird nun ergeben, ob es sich hier um einen Selbstmord handelt oder ob ein Verbrechen vorliegt.

Friedberg, 24. Juni. Die diesjährige Hauptversammlung des Hessischen Landeslehrer-Vereins soll nach einer Mittheilung desSchulboten für Hessen" am 25. August d. I. und die Delegirtenversammlung am Nachmittag des 24. August in unserer Stadt abgehalten werden. Zur Erledigung vor­bereitender Geschäfte sand am verflossenen Freitag Abend eine Versammlung hiesiger Bezirksvereins-Mitglieder unter Zuziehung der Vertreter der städtischen Korporationen und Vereine statt, in welcher die Wahl eines Präsidiums und die Bildung und Gliederung eines Festcomitvs vorgenommen wurde. Bei der Ueberweisung der einzelnen Arbeiten an die zuständigen Commissionen wurde besonders auf die wichtige Aufgabe des Wohnungsausschusses hingewiesen, welcher nicht versäumen darf, Erkundigungen darüber einzuziehen, inwieweit man zur Beherbergung der Gäste auf die Gastfreundschaft unsrer Bevölkerung rechnen muß, indem die hiesigen Gasthöfe zur Unterbringung der schon am Mittwoch eintreffenden Delegirten nicht ausreichen. Auch dem Vergnügungsausschuß dürste in der Sorge für eine geeignete Capelle und in der Gestaltung des Programms für daß gemüthliche Zusammensein am Vorabend der Hauptversammlung eine recht ausgedehnte Thätigkeit erwachsen.

x Altenhain, 24. Juni. Mit dem bloßen Schrecken, wie man anfänglich glaubte, ist der vom Blitz getroffene Schäfer doch nicht davon gekommen, er muß dgs Bett hüten und fühlt in allen Gliedern eine Lähmung.

Offenbach, 22. Juni. In unserer Stadt tagte gestern und heute die südwe st deutsche Konferenz für innere Mission. Dieselbe beschäftigte sich heute mit der Frage der Arbeiterwohnungen, worüber der hervorragende Social­politiker, Herr Pastor v. Bodelschwingh, der Schöpfer der weltberühmten kirchlichen Wohlfahrtseinrichtungen in Bielefeld, das höchst interessante Referat übernommen hatte. An der stark, auch von Damen, besuchten Versammlung be- thelligten sich die Herren Pfarrer Schlosser-Gießen, Freiherr v. Hehl-Worms u. A. In der Resolution wurde gefordert, daß anschließend an die früheren Vorschläge Miquels, der Wohnungswucher durch die Reichsgesetzgebung zu beseitigen ist, weil der Partikulargesetzgebung zu enge Grenzen gezogen sind. Ausdrücklich wurde noch betont, daß Garten und Land die wesentlichen Bedingungen für geeignete Arbeiterwohnungen sind. Ein Festessen, an welchem sich auch die Spitzen der Behörden betheiligten, folgte den Der- Handlungen.

vermischtes.

* Frankfurt M., 24. Juni. Der Schreiner Bar- ringer, der gemeinsam mit dem Schreiner Agricola ein Geschäft auf dem Kettenhofweg betrieb, das sie des schlechten Ergebnisses halber auflösten, griff gestern Abend seinen Partner thätlich an und floh, als Polizei herbeigeholt wurde. Heute Mittag erschoß B. sich in einem Garten an der Wiesenau mit zwei Revolvcrschiiffen durch Kopf uud Hals. Er hinter­läßt Frau und drei Kinder. Bon morgen (25. Juni) an werden Arbeiter-Fahrkarten und Rückfahrkarten auf den hiesigen Eisenbahnstationen nur noch gegen Vorzeigung einer durch die Behörde beglaubigten Arbeitsnachweisung ver­abfolgt. Die letztere muß aus Verlangen den Schaffnern und Controleuren mit dem Fahrschein vorgezeigt werden.

* Przibram, 23. Juni. Im 24. Horizonte des Adalbert- schachtes, 700 Meter vorn Marienschachte entfernt, wurden zwei Abschiedsbriefe verunglückter Bergleute, Franz Soukup und Franz Liska, auf 31 dünne Patronen­hülsen geschrieben, ausgefunden. Die von inniger Gottesfurcht zeugenden Zeilen enthielten rührende Abschiedswortr an die Familien und Auskunft über die entsetzlichen Stunden im Schachte angesichts des bevorstehenden Todes.Wir waren an unferm Werke", schreibt Soukup,als Leute zu uns kamen und mittheilten, sie könnten nicht heraus. Wir irrten hin und her und versuchten zum Schacht zu gelangen, vergebens. Wir warteten um Hülse, sie kam aber nicht. So lange es ging, beteten wir, dann wurde einer nach dem andern von Schwäche übermannt und sank um." Zum Schluß heißt es in dem Briese:Theures Weib! Die letzten Worte schreibe ich in großer Angst. Der Kopf schmerzt, der Geist wird schwach, die Ewigkeit naht". Ferner werden über häusliche Angelegenheiten Verfügungen getroffen und die Frauen gebeten, die Schulden zu bezahlen und die Kinder in Gottesfurcht zu erziehen.

Bremen, 24. Juni. Hier, in Hamburg und Olden- bürg wüthete ein furchtbarer Orkan und starke Regen- güsse, welche enormen Schaden angerichtet haben. Zahllose Bäume wurden entwurzelt, viele Telcphonleitungen gestört.

* Nürnberg, 24. Juni. Im Reichswald zwischen Nürn­berg und Schmausenbuck tritt demFränk. Kurier" zufolge der Borkenkäfer in bedenklicher Weise auf. Die kränkeln­den Bäume müssen gefällt werden.

Auszug au» den Stan-e»amt»r«gist«ru

der Stadt Gieße«.

«usgedote.

_ . . Ju-ü: 20. Konrad Martin Stroh, Schreiner d-hler, mit Emma F-lederike M-rg-reihe Nau hierselbst. 20. Karl Gottlieb Schneider, Postasststent dahier, mit Katharine Friederike Petry zu Darmstadt. 21. Karl Mohr, Weißbinder ,u Hausen, mit Margarethe Hob dahier. 23. Synke Christian Petersen, Schneider dahier, mit Katharine Luise Schäser hierselbst. 23. Johannes Becker, Hilfsportier dahier, mit Katharine Beisch zu Frankfurt a. M.

Ghefchliestrrnsten.

tlre Juni: 19. Johann Philipp Christian Albert Schupp, Post- hilfsbote zu Wiesbaden, mit Anna Katharine Schäfer von Kefselbach. 22. Johann Prang, Dachdecker dahier, mit Sophie Röddtger dahier. 22. Karl Karpf, Schneider dahier, mit Helene Funk von Allen- dorf a. d. Lda.

Geborene.

Juni: 14. Dem Privatier Joseph Güngerich eine Tochter. 16. Dem Schlosser Albert Schnabel ein Sohn, Fritz. 19. Dem Schneider Heinrich Saas eine Tochter, Eleonore Elisabethe.

Gestorbene.

Juni: 21. Wilhelmine Stahl, geb. Kern, 64 Jahre alt, von Cannstatt bet Stuttgart, Wittwe des Bahnbeamten Jacob Friedrich Stahl. 22. Carl Winnecker, 30 Jahre alt, Weißbinder dahier. 22. Ludwig Philipp Hilgardt, 29 Jahre alt, Uhrmacher dahier. 23. Katharine Wettershausen, geb. Ampt, 75 Jahre alt, dahier, Wittwe von Kaufmann Karl Weitershausen. 24. Johannette Petri, 56 Jahre alt, Rentnerin dahier.

Auszug aus den Kirchenbüchern

-er Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

Den 19. Juni. Karl Repp, Fabrikarbeiter, und Elise Schlosser, Tochter deS Maurers Georg Schlosser zu Bernsfeld.

Den 23. Juni. Jakob Gerhard, Schuhmacher, ein Wittwer, und Elisabeth Köhler, Tochter deS verstorbenen Maurers Reinhard Köhler zu Wahlen.

Den 25. Juni. Johannes Prang, Dachdecker, und Sophie Röddtger, Tochter deS verstorbenen Drechslers Jakob Röddtger zu Rosenthal.

Getaufte.

Den 19. Junt. Dem Schneider Peter Hexamer ein Sohn, Otto Max, geboren den 9. Mat.

Denselben. Dem Kaufmann Richard Buchacker ein Sohn, Karl Martin Richard, geboren den 28. Mat.

Denselben. Dem Kutscher Christtan Burk etne Tochter, Marie Justine, geboren den 18. März.

Denselben Dem Metzgermetster Friedrich Kühn etne T-chter, Elisabeth, geboren den 16. Mai.

Denselben. Dem Bäckermeister Fritz Schreiner ein Sohn, Adolf Paul, geboren den 28. Mat.