Yon noch bestimmt und herrlichen Tagen führe ich euch noch entgegen. Mein Cours ist der richtige, er wird weiter gesteuert."
Depeschen deS „Bureau Herold".
Berlin, 24. Februar. Vormittags gratulirte der Kaiser dem Reichskanzler zu dessen Geburtstag.
Berlin, 24. Februar. Dem Abgeordnetenhause ist ein Gesetzentwurf zugegangen, betreffend die Heranziehung von Militärpersonen zu Gemeindezwecken, ferner eine Denkschrift deS Cultusministers, betr. Normaletat für Directoren und Lehrer höherer Lehranstalten.
Stuttgart, 24. Februar. Anläßlich deS Geburtstags des Königs erfolgen zahlreiche Ordensverleihungen und Avancements von Militärs und Beamten. Generaüieutenant v. Wölkern wurde zum General der Infanterie befördert.
Paris, 24. Februar. Die Presse ist einem Ministerium Rouvier mit Freycinet, Ribot, Constanz, Bourgeois günstig. Rouvier ist beauftragt, das Cabinet zu bilden, er besucht Nachmittags Carnot.
Paris, 24. Februar. Die Polizei setzt die Haussuchungen bei dem Anarchisten fort. Es wurden fünfzig Dynamitcartouchen aufgefunden- man glaubt, daß viele von Spanien geschickt sind.
Petersburg, 24. Februar. Auf telegraphische Ordre des Czaren trafen der Oberbefehlshaber des Wilnaer Militärbezirks uud der Generalgouverneur von Kiew ein. General Gurko weilt noch hier. Die Berufung wird mit Truppen-Dislocationen in Verbindung gebracht.
Locale» unfr Provinzielles.
Gießen, 25. Februar 1892.
— Zur Sonutagsruhe im Haudelsgewerbe. Wie verschiedenartig sich die Sonnragsseier in den einzelnen Orten gestalten würde, wenn allen dort gestellten Ansinnen von Seiten der Jnteressenten-Verbände stattgegeben werden könne, zeigen schon die nachstehend angeführten drei Orte. Der Stadtrath in Mannheim unterbreitet dem Bezirksamt folgendes: „1. Von dem Rechte, die Zeit der Beschäftigung der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter an Sonn- und Festtagen von 5 Stunden durch ortsstatutarische Bestimmung weiter einzuschränken, macht die Gemeindeverwaltung vorerst keinen Gebrauch. 2. Die gesetzlich gestattete Arbeitszeit von 5 Stunden soll im Allgemeinen von 6 bis 9 Uhr und von 11 bis 1 Uhr festgesetzt werden. 3. Die Arbeitszeit für die Comptoire des Großhandels und der Großindustrie soll derart sestgestellt werden, daß mindestens von 10 bis 12 Uhr ununterbrochen gearbeitet wird. Für Metzgereien, Bäckereien und Conditoreien sollen gemäß § 105 e Ausnahmen von den in § 105 b der Gewerbeordnung getroffenen Bestimmungen zugelaffen werden. 5. Für Friseure wird die Festsetzung der Arbeitszeit von 6 bis 1 Uhr Vormittags in Vorschlag gebracht. 6« Für die letzten vier Wochen vor Weihnachten, sowie an Sonn- und Feiertagen während der Messen soll die im Allgemeinen auf 5 Stunden festgesetzte Arbeitszeit auf 10 Stunden ausgedehnt werden. 7. Eine Ausnahme vom Verbot des Gewerbebetriebs im Umherziehen an Sonn- und Feiertagen soll nicht gemacht werden." — In Oppenheim wurde vom Gemeinderath unter Zuziehung von Kaufleuten und Gewerbetreibenden beschlossen : „bei Großh. Kreisamt zu beantragen, daß in Zukunft die Verkaufsgeschäfte an Sonntagen von 8 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags geöffnet bleiben sollen, während für Nahrungsmittelhändler die Zeit von 6 bis 8 Uhr Vormittags und 5 bis 8 Uhr Nachmittags am passendsten sei." — In Limburg wurde Seitens der Geschäftsleute der städtischen Vertretung eine Petition übermittelt, worin mit Rücksicht auf die bedeutende Landkundschast das Offenhalten der Geschäfte von 11 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags beantragt wird.
— Neues Theater. Leider konnten wir über den Verlauf der Benefiz-Vorstellung am Montag bisher nur ganz kurz berichten, wollen aber nicht unterlassen, heule das Versäumte zum Theile nachzuholen. Wir dursten am Montag wieder einmal einen Ehrenabend begehen, wie wir ihn in unserem Theater lange nicht mehr erlebt haben. Ein sehr zahlreiches und distinguirtes Publikum hatte sich eingefunden, um seinem Liebling, Frau Anni Reiners, einen schönen Beweis seiner Dankbarkeit und Verehrung zu geben. Stürmischer Jubel, reiche Blumenspenden begrüßten die treffliche Künstlerin und blieben ihr für den Verlauf des ganzen Abends gesichert. Der Beifall galt aber nicht nur der Darstellerin, sondern auch der Verfasserin von „Schön Roth traut" und wandte sich in dieser Beziehung auch an unseren trefflichen Herrn Director Reiners. Es sei uns heute gestattet, auf den Inhalt des anmuthigen Stückes, dessen Erfolg wir schon vorgestern constatiren konnten, etwas näher einzugehen. Der Fee Aetheria ist ihr Schützling Schön Rothtraut von der bösen Hexe Frau Grusel entführt worden. Sie trauert darum um so mehr, da sie dem Prinzen Edelhold das Bild ihres Lieblings gezeigt und ihn dadurch zu heißer Liebe entflammt hat. Mistel zweig, Aetherias dienstbarer Geist, erbietet sich, die Befreiung Rothtrauts zu unternehmen, indem er Edelhold, der die Verkörperung seines Traumbildes sucht, Hilfe leisten will. Im zweiten Bilde sinnt der König Bambus mit feinem närrischen Hofstaate vergebens darauf, wie die hoffnungslose Liebe seines Sohnes zu heilen sei. Edelhold selbst will nochmals ausziehen, um Schön Rothtraut zu suchen- widerwillig gibt Bambus endlich seine Einwilligung. Begleiter des Prinzen ist der furchtsame Knappe Hasenpfeffer, der aber bald seinen Herrn im Walde verliert. Edelhold findet nun daS Bild seiner Träume mitten im Walde und wirbt mit Erfolg um Rothtrauts Liebe. Diese ist bereit, mit ihm zu fliehen- da erscheint Frau Grusel, sie reißt das Mädchen an sich und versperrt durch herabslürzende Felsen dem Prinzen den Weg. Nun trifft aber Hasenpfeffer
auf Frau Grusel, die sich in ihn verliebt und ihn durchaus heirathe» will. Ihre Leidenschaft macht sie blind und taub, so daß Rothtraut entfliehen kann. Sie findet auch wirklich ihren Geliebten, aber wieder will Frau Grusel durch List die Liebenden verderben. Doch da erscheint Mistelzweig als Retter und verhindert den Plan der Hexe. Im letzten Bilde kehren dann die Liebenden an den Hof des Königs Bambus zurück und alles endet in Lust und Freude. — Der poetische Grundton des Ganzen ist in den einzelnen Scenen glücklich sestgehalten und verleiht dem Stück einen äußerst anmuthigen Reiz. Die Musik des Herrn Krauße paßt sich dem Inhalte glücklich an und ist sehr wohlgelungen.
— Neues Theater. Wir machen nochmals darauf aus- mersam, daß die heutige Aufführung von „Der Veilchensresser" mit Herrn Georg Hacker von Darmstadt als Gast zum Benefiz des Herrn Paul Ernst stattfindet. Letzteres ist aus den Theaterzetteln zu bemerken vergessen worden. Herr Ernst hat sich während seiner hiesigen Wirksamkeit die Sympathien des Publikums in so hohem Grade erworben, daß voraussichtlich heute Abend sein ausverkausteS Haus zu erwarten ist.
— Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog haben dem Schüler der Prima des Gymnasiums zu Hanau Friedrich Wagner in Anerkennung der von demselben am 19. December 1891 mit Muth und Entschlossenheit, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Fuhr- knechts Ludwig Müller aus Groß-Steinheim vom Tode deS Ertrinkens die Rettungsmedaille zu verleihen geruht.
— Schuldienst - Nachrichten. Am 24. December 1891 wurde dem Schulamtsaspiranten Wilh. Seum aus Schwickartshausen eine Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Hofheim, — an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Heinrich Schwarz zu Ober-Gleen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Romrod übertragen - — am 26. December wurde der unter Wahrung seiner Rechte als definitiv angestellter Bolksschullehrer mit Verwaltung einer Lehrerstelle an der Vorschule des Gymnasiums zu Mainz betraute Lehrer Georg Martin Petrus zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, — am 4. Januar 1892 wurde der Schulverwalter an der Vorschule des Gymnasiums zu Gießen Aug. Haggenmüller zum Lehrer an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 1. Januar an, — am 5. Januar wurde die Privatlehrerin Auguste v. Cordier in Mainz zur Lehrerin an der höheren Mädchenschule daselbst ernannt- — am 5. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Jacob Rorhermel aus Eich die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder - Breidenbach übertragen- — am 8. Januar wurden die von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein aus Lehrerstellen an der Volksschule zu Offenbach präsentirten Schulamtsaspiranten August Stork aus Richen und Emil Gabriel aus Hillesheim für diese Stellen bestätigt- — am 1. Februar wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Laubinger aus Holzhausen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eichenrod übertragen - — am 5. Februar wurde der von dem Herrn Fürsten zu Dsenburg und Büdingen in Büdingen auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain - Gründau präsentirte Schulamtsaspirant Hermann Reuß aus Grünberg für diese Stelle bestätigt - — am 10. Februar wurde dem Schulamtsaspiranten Jacob Karlin aus Gabsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Uffhofen, mit Wirkung vom 1. Januar an, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Peter Clarius zu Lindheim, unter Enthebung desselben von der ihm übertragenen Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Balkhausen, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen übertragen.
— Lebensmittel-Preise Ende November 1891. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten:
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Städte mit
Octroi
Darmstadt
76
70
70
66
66
16
Mainz
72
60
70
70
65
16
Offenbach
76
58
70
70
70
17
Worms
76
70
64
64
68
14,5
Gießen
74
64
60
67
65
14,5
Städte ohne
Octroi
Bingen
75
70
60
70
70
15,5
Bensheim
70
64
60
60
60
16
Alzey
69
64
70
70
70
19
Friedberg
68
60
60
60
60
15,5
Alsfeld
65
54
55
56
—
17,5
Lauterbach
64
64
56
60
56
19
Roggen- Brod
Butter per Pfund
Milch 1 Liter
Eier
1 Stück
14,5
91-120
17
6-10
15
89-100
19
6-7
15
110-124
21
6-10
14
91-105
16
7-9
14
83-95
17
8-9
15
81-98
19
7—9
14
90-100
17
7-8
14,5
87-105
17
8-9
15
87-93
16
8
15
95-100
14
6-7
15
100
14
6
§ Alsfeld, 24. Februar. Der diesjährige Delegirtentag der unter dem Protectorat Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs stehenden Kriegerkameradschaft Hassia wird am 18. und 19. Juni d. I. in unseren gastlichen Mauern tagen. Der hiesige Veteranen- und Kriegerverein, gegründet 1873, hat die Abhaltung dieser kameradschaftlichen Festlichkeit übernommen. Bereits sind in engerer Sitzung schon Vorbereitungen zu diesen Festtagen getroffen worden. Bei der anerkannt sehr tüchtiges Leitung genannten Vereins und bei der rühmlichst bekannten Gastfreundschaft unserer altehrwürdigen Stadt steht sicher zu erwarten, daß das geplante Fest ein schönes und ausgedehntes werden wird. Da der Delegirtentag viele alte Kampfgenossen und jüngere Kameraden aus den drei Provinzen versammelt, so steht auch eine größere Anzahl von Festgästen gewiß zu erwarten. Alsfeld mit seinen zu solcher Festlichkeit vorzüglich geeigneten freien Plätzen, trefflich eingerichteten Wirthschastsräumlichkeiten und historischen Sehenswürdigkeiten wird sicher auch bei
diesem Feste sich bemühen, den Wünschen der Festgäste nach Kräften entgegenzukommen, um den alten Ruf der Gastfreundschaft aufs Neue zu bethätigen.
+ Herbstei«, 24. Februar. Zu Ehren des Herrn Ober-- AmtSrichter Dr. Scriba, der nach Alsfeld versetzt wurde, sand gestern Abend in dem schön decorirten Saale des Deutschen Hauses ein Abschiedsessen statt. Herr Oberamtsrichter Dr. Scriba hat sich während seines Hierseins in Ausübung seines Amtes sowohl, als auch als Director der hiesigen Spar- und Leihkasse so verdient gemacht, daß die Stadt ihn ungern scheiden sieht.
Darmstadt, 24. Februar. Se. Königl. Hoheit der Groß- herzog empfingen heute u. A. die Katharina Amendt von Trais a. d. Lumda.
A Mainz, 24. Februar. Wie der Acker so die Ruben, wie der Vater so die Buben! Das schreckliche Ende, das der am verflossenen Freitag Hingerichtete Peter Eschbach von Fürfeld gefunden, dem die Folgen seiner Sucht zur Wilderei die Mordwaffe in die Hand gegeben, scheint bei den ältesten Söhnen des Hingerichteten keinen besonderen Eindruck hervorgerufen zu haben. Während das Schicksal Peter Eschbachs schon besiegelt und demselben nur noch wenige Tage seines Lebens vergönnt waren, liefen bei den Behörden fortgesetzt aus der Gegend von Fürfeld, Wöllstein und Neu-Bamberg Anzeigen von verübten Wildereien ein, die von den zwei ältesten Söhnen des zum Tode Verurtheilten verübt worden fein sollten. Eine zwei Tage nach der Hinrichtung ihres Vaters bei denselben vorgenommene gerichtliche Haussuchung lieferte den vollgültigen Beweis ihrer Schuld, indem man frisch geschossenes Wild, eingesalzenes Rehfleisch, zahlreiche Hasen- und Rehfelle, Revolver und Jagdflinten, sowie einen großen Vorrath von Schrot, Blei und Kugeln vorfand. Zur Befriedigung der Bewohner der ganzen dortigen Gegend, wurden die beiden Wilderer nach dieser ausgiebigen Haussuchung sofort in Haft genommen. — In dem Bestattungswesen soll hier eine lobenswerthe Aenderung getroffen werden. Die verschiedenen Klassen Todtenwagen sollen nämlich abgeschafft und, ob reich oder arm, Alle in einem Leichenwagen zum Friedhof gebracht werden.
Worms, 21. Februar. In den letzten Jahren ist in hiesigen Wirthschaften eine größere Anzahl Orchestrions ausgestellt worden. Diese Wirthschaften sind besonders stark besucht, auch in Tagesstunden, in welchen es sonst in den Wirthshäusern stille zu sein pflegt. Die hiesige Stadtverordneten - Versammlung glaubt, daß dieser vermehrter Wirthshausbesuch vom Uebel sei und will den häufigen Gebrauch der OrchestrionS, Drehorgeln u. s. w., der auch der Nachbarschaft nicht besonders angenehm ist, einschränken. Es wurde deßhalb der Erlaß einer Polizeiverordnung beschlossen, wonach Musikaufführungen in Wirthschaften u. f. w. mit mechanischen Musikwerken, sofern nicht eine besondere Erlaub- niß erwirkt wird, nur von 7—9 Uhr Abends, an Sonntagen von 4—11 Uhr stattfinden dürfen, an den drei hohen Festtagen und in der Charwoche gar nicht.
Schiffsnachrichten.
— Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Linie" ü? Antwerpen ist laut Telegramm am 23. Februar wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, Land» nnd Volkswirt, Schaft.
Limburg, 24. Februar. Frachtmarkt. Rother Weizen X 18.90, weißer Weizen JL —, Korn 16.00, Geiste Jt 10.00, Hafer v4t 6.60, Erbsen Jt —.
— Der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat seine Zwischendeckspreise für die Ueberfahn nach Amerika um Mk. 20 für die Schnelldampfer, um Mk. 10 für die Packetdampser erhöht. Die Schifffahrtsgesellschaft macht durch Circulair vom 22. Februar 1892 Nachstehendes bekannt: Mit dem Heutigen treten folgende Zwischendeckspreise in Kraft: Mk. 120.— nach New-Aork für Schnelldampfer, Mk. 100.— nach New-Aork für Postdampfer, Mk. 100.— nach Baltimore. Diese Preise gellen für alle Abfahrten nach dem 29. Februar cr. Das Alter von Kindern, namentlich solchen, die auf der Grenze der Tarifstufen von ein und zwölf Jahren stehen, ist durch Geburtsschein nachzuweisen. Kann ein solcher nicht erbracht werden, so ist daS Ueberfahrtsgeld nach der Schätzung des Alters zu entrichten. — Sind falsche Altersangaben gemacht, um dadurch einen VotheU zu erzielen, so wird außer der Nachzahlung eine Strafe von 10 % in Gemäßheit der Ueberfahrtsbedtngungen erhoben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß derartige falsche Angaben strafrechtlicher Ahndung unterliegen. Gesuche um Ermäßigung sind zwecklos, da solche keine Berücksichtigung können.
— Auf der „Internationalen Ausstellung für daS Rothe Kreuz rc. in Leipzig" wurde den Präparaten der Compagnie Kemmerich („Kemmerichs Fleisch Pepton", „cond.Bouillon" und „Fleisä- Exiract") die goldene Medaille der Ausstellung, sowie die höchste Auszeichnung r eine goldene Medaille als Ehrenpreis der Stadt Leipzig zuerkannt; hinsichtlich der zur Ausstellung gl langten Gegenstände schreibt die „Leipziger Zeitung" in ihrer Nr. 30 vom 6. Februar d. I Abends: Die Fleischprävarate der Compagnie Kemmerich haben längst den Ehrenplatz an der Spitze der nach dem sogenannten Liebig'schen Verfahren hergeftellten Fleischextracte erobert und bewiesen, daß dieses Verfahren nicht nur vervollkommnungssähig, sondern sogar verbesserungsbedü'ftig war. Seit einer Reihe von Jahren schon sind auf den Aufstellungen der ganzen Welt die höchsten Auszeichnungen für solche Präparate stets der Compagnie Kemmerich zu- gesallen, sie besitzt allein schon 20 goldene Medaillen und noch werth- vollere Ehrenpreise. Neben der Verbesserung des Fleischextracts und der Herstellung der vorzüglichen Fleischbouillon hat den Ruhm deS Prof. Dr. Kemmerich, unseres Landsmanns, namentlich der con currenzlose Artikel „Fleischpepton" für alle Zeiten fest begründet.
Gottesdirast der israelitischen Keligionsgesellschast.
Freitag Abend 510 Uhr, Samstag Vormittag 880 Uhr, SamStag Nachmittag 300 Uhr, Samstag Abend 6i5 Uhr.
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