Es starben an: Zusammen:
I. Lebensjahr: 2.—15. Jahr::
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Literatur und Ruirft.
hiesigen Krankenhause sich befindet, war an jenem Nachmittag m^ar “u nutzen
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_ 5i.CttLtn' 20* September. sPer transatlantischen Telegraph.) | Versicherungsanträge wurden bis dahin im laufenden Jahre über Der Schnelldampfer Ems, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen 1 - - •------ — - - - -
Lloyd in Bremen, welcher am 10. September von Bremen und am 11. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
26,7 Millionen Mark, d. t. 5,2 Millionen Mark mehr als in demselben Zeitraum des Vorjahres gestellt. Sterbfälle wurden angemeldet zulammen über 3 382 441 Mark. Bis jetzt hat die Bank trotz starken Versicherungsstockes in Hamburg noch keinen einzigen Cholera- Todesfall zu verzeichnen. Als Dividende gewährt die Bank im laufendem Jahre nach ihrem Plan B (steigende Dividende) 3pCt. der Gesammtprämiensumme und nach Plan All 40pCt. der lebenslänglichen und extra 20pCt. der alternativen Zusahprämie; allein auf die lebenslängliche Prämie berechnet kommen die letzteren Procentsätze einer Dividende bis zu 70pCt. gleich.
Univcrfitäfs - Nachrichten.
Berlin, 16. September. Der „Staatsanzeiger" meldet: Der König bestätigte die Wahl Virchows zum Rector der Universität Berlin. ~
Königsberg, 13. September. Der Senior unter den Professoren der Albertina, der durch die ganze wissenschaftliche Welt bekannte und hochgeschätzte Physiker Geheimer Regierungsrath P:o- sessor Dr Franz Neumann, vollendete am Sonntag sein 95. Lebensjahr. Im Jahre 1797 geboren, kämpfte Geheimer Rath Neumann als Freiwilliger in den Befreiungskriegen mit, ist somit einer der sehr wenigen Lebenden, die damals mit Gott für König und Vaterland ins Feld zogen. Der greise Gelehrte erfreut sich immer noch einer seltenen geistigen und körperlichen Gesundheit.
Lungenschwindsucht Tuberkulose anderer
Organe Brechdurchfall Atrophie Neubildung (Krebs) Altersschwäche Unbekannt gebliebener
Krankheit
Mr die Nothleidenden in Hamburg
gingen ferner bei uns ein: Von L. V. 5 jt, I. M W. 10 ult, P. W. W. 20 X, Frl. S. 5 JL, Prof. Beckmann 30 Jt, Familie A. N 15 v4L, ß. ft, 3 JL Zusammen 88 JL Jnsgcsamrnt 132 vM Weitere Gaben nimmt bereitwilligft entgegen
Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
— Die Lebensversicherung-' und Ersparnitz-Bank in Stuttgart weist Ende August d. I. einen Versicherungsstand von 358% Millionen und ein Bankvermögen (einschließlich Extrareserven von 16,3 Millionen Mark) von 95% Millionen Mark aus. Neue
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseltschast.
Neujahr.
Donnerstag den 22. und Freitag den 23. September:
Mittwoch Abend uhr, Donnerstag Vormittag 7°° Uhr, Donnerstag Nachmittag 4°o Uhr, Donnerstag Abend 6» Uhr, Freitag Vormittag 7»o Uhr, Freitag Abend 51* Uhr, Samstag Vormittag 80Q uhr, Samstag Nachmittag 4°o uhr, Samstag Abend 630 Uhr.
Gottesdienst in der Synagoge.
Donnerstag den 2?. September:
Neujahrsfest.
Vorabend 6™ Uhr, Morgens 7«> uhr, Nachmittags 4« Uhr.
Freitag den 23. September:
Vorabend 6«> Uhr, Morgens 7°o Uhr.
Samstag den 24. September:
Vorabend 680 Uhr, Morgens 800 Uhr, Nachmittags 4C0 Uhr, Sabbathautzgang 630 Uhr.
Schiffsnachrichten.
Hamburg, 17. September. Das Hamburg-Newyorker Post- Dampfschiff „Suevia", Capitän Bauer, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 16. September, 7 Uhr Abends in Newyork angekommen.
* Berlin, 16. September. Ein Krawall, der sehr große Dimensionen angenommen, hat sich am Mittwoch Abend in Rixdorf abgespielt. Eine Kutscherssrau, welche erst vor vierzehn Tagen entbunden, während ihr Mann vor zehn Tagen durch Uebersahren schwer verletzt worden war und in einem
™ Köhlers Deutscher «aiserkalender für 1893* (13.Jahr- 0Qn0) Preis 50 Pfg. Als Beilage ein Wandkalender auf Carton. von Wilhelm Köhler in Minden i. W. Dieser beliebte alljährlich wiederkehrende Hausfreund stellt sich in diesem Jahre in bedeutend vergrößertem Formate und recht schöner Ausstattung vor. , ~ -Arisch arrf*. Jllustrtrte Zeitung für Natur- und Wander-
freunde mit dem Gratisbeidlatt „Die Heilquelle" erscheint in Berlin 201 leben Monats und kann bei jeder Postanstalt oL 1,2 uL PJ°, Quartal bestellt werden. Das Bestreben der Zeitung beruht darin, bte Lust des Wanderns und des Reisens stets neu vnzuregen. Es werden Reisesclzzen, Schilderungen von Städten und landschaftlich hervorragenden Partien des engeren und wetteren Vaterlandes nebst veranschaulichenden Abbildungen gebracht, ferner alles Neue über Verkehrswesen, Feuilleton usw. „Frisch auf" sollte von Jedem, der sich den Sinn für unsere herrliche Natur bewahren will, gehalten werden.
vernr-schtes.
* Pfarrer Sebastian Kneipp und die Cholera. Bekanntlich hat auch Pfarrer Kneipp in seinem Werke „Meine Wasserkur" Mittel gegen die Cholera angegeben. — Bei einem Vortrag, den er jüngst in der Wandelbahn in Wörishofen vor mehr als lausend Personen hielt, theilte er mit, daß er eine Reihe von Zuschriften und Danksagungen aus Hamburg habe und verlas u. a. den Bries eines Hamburger Wirthes, der Zeugniß ablegt, welch' glänzende Erfolge die Kneipp'sche Behandlung auch bei dieser gefürchteten Krankheit ausweist. Der betreffende Wirth schreibt: „Mein Dienstmädchen wurde von der Cholera aufs Heftigste befallen. Sofort veranlaßte ich, daß mit der Behandlung nach dem Kneipp'schen Buche begonnen wurde, und zwar wie folgt: „Ein Eßlöffel voll Fenchel wurde in einer Tasse Milch abgesotten und der Kranken eingegeben. Zuvor erfolgte ein heißer, sog. „kurzer" Wickel, von den Armhöhlen abwärts bis zu den Knien. Die Patientin kam ins Bett, es erfolgte bald nach Einnahme der Milch Schweißausbruch —; nach kurzer Zeit wurde die Procedur wiederholt. Der sofort herbeigerufene Arzt kam nach zwei Stunden; inzwischen war fcerdt« der zweite Wickel gemacht. Er constatirte Cholera in höchstem Grade und ordnete Uebersührung in das Spital an. Als jedoch nach ca. vier Stunden der Wagen kam, befand sich die Kranke bereits auf dem Wege der Besserung, und andern Tags in der Frühe konnte sie zum Theil ihre Beschäftigung wieder ausnehmen." Diese Mittheilung mag dazu beitragen, die geradezu gemeingesährliche Angst vor dieser Krankheit zu vertreiben. Insbesondere können alle Anhänger und Befolger der Kneipp'schen Methode diesem gefürchteten Gast mit Ruhe entgegensetzen. — Peinliche Reinlichkeit in jeder Hinsicht und genügende Hautpflege und Abhärtung, hauptsächlich aber geordnete Diät machen den Menschen nahezu unempfänglich für den gefürchteten Keim. Sorge demnach Jeder, daß er keinen „verdorbenen" Magen bekomme, sei es durch Völlerei, sei es durch Genuß nervenerregender Getränke und Speisen. Folge Jeder auch hier dem berühmten Weisen von Wörishofen^ — abgesottene Milch-, Brod- oder Wassersuppe oder Malzkaffee sei das Frühstück,- Hülsenfrüchte, Gemüse, Mäßigkeit im Fleischgenuß sei der Grundzug des Mittagstisches. Wer sich hieran hält, wird, selbst wenn er von der Krankheit befallen werden sollte, so viel Widerstandskraft besitzen, daß er dieselbe leicht bestehen wird, vorausgesetzt, daß obige Mittel bei Zeiten zur Anwendung gelangen und nicht besondere Complicationen vorliegen.
— Meyers Kleiner HandAtlaS. Mit Benutzung des r i^»Eriats aus Meyers Conocrsattons-Lexikon zusammengestellt In Kartenblattern und 8 Textbeilagen. 17 Lieferungen zu je 50 Pfg. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Mehr und mehr befestigt sich „Meyers Kleiner Hand-Atlas" E? Buchformat in der Gunst des Publikums, und mit dem fortschreitenden Erscheinen dieses neuen, eigenartigen Kartenwerks wächst auch das allgemeine Interesse an dem gemeinnützigen Unternehmen. Wir haben die uns vorliegenden Lieferungen (es sind deren nunmehr 13 erschienen) wiederholt geprüft und können danach unser Urtheil schon letzt dahin zusammenfassen, daß die Verlagshandlung ersichtlich bestrebt ist, einen in feiner ganzen Anlage und Durchführung als vorzüglich zu bezeichnenden Hand-Atlos für den täglichen Gebrauch zu einem erstaunlich niedrigen Preis -inzuführen und der Allgemein- t11*- Zu den von uns früher bereits lobend
* „Wir kommen aus Hamburg!" Der „Berliner Abend" schreibt: Unter den Fahrgästen, welche am Samstag Nachmittag den Zug von Stralsund nach Berlin benutzten, befanden sich auch zwei junge Leute, welche durch ihr albernes Gebühren Aergerniß erregten. Auf den Halte
punkten lehnten sie sich zum Fenster hinaus und riefen: „Hier nicht einsteigen! Wir kommen aus Hamburg!" Als der Zug aber Neubrandenburg erreicht hatte, ließ einer der jungen Leute wiederum den Warnungsrus zum Fenster hinaus ertönen. Sofort bestieg ein in der Nähe befindlicher Polizist den Wagen und holte sich den Schreier mit den Worten: „Wenn Sie aus Hamburg kommen, dann müssen Sie des- inficirt und beobachtet werden, kommen Sie nur mit." Der Polizist richtete dann an den zweiten jungen Mann die Frage, ob er auch aus Hamburg komme, und erhielt die Versicherung, daß dies keineswegs der Fall sei. Vergebens betheuerte ' dessen Reisegenoffe, daß er sich nur einen Scherz habe leisten wollen^ er sei keineswegs in Hamburg gewesen. Der Polizist nahm ihn zur besonderen Genugthuung der übrigen Reisenden mit und voraussichtlich wird er den Sonntag unter Beobachtung in Neubrandenburg haben zubringen müssen.
* Augsburg, 20. September. Bei den Grundaushebungsarbeiten eines Neubaues vor dem rothen Thore wurden vier Arbeiter durch Nachstürzen des Erdreichs verschüttet.
* Dirschau, 20. September. Der Director der Dirschauer Credit-Gesellschaft, Wilhelm Preuß, wurde wegen Unterschlagung von 93,700 Mk. und wegen Betrug und Bücherfälschung von der Strafkammer zu Pr. Stargard zu sechsjährigem Gefängniß, sechsjährigem Ehrverlust und zu 3000 Mk. Geldbuße verurtheilt. Der Arbeiter Nicolajewski und der Fischer Kiedrowski erhielten wegen Beihilfe 18 Monate Ge- sängniß, Frau Kiedrowski sechs Monate.
* Budapest, 19. September. Eine aus fünf angeheiterten jungen Arbeitern bestehende Gesellschaft ermordete gestern Nacht in einer sonst belebten Straße ohne irgend welchen Anlaß einen Maurermeister und fein ihm erst vor , drei Wochen angetrautes junges Weib und verletzten sodann friedlich des Weges kommende fünf andere Personen. Die Thäter wurden verhaftet.
* London, 20. September. Gestern wurden 3744 Kranke, darunter 3353 Scharlachkranke, angemeldet. Zahlreiche Scharlachkranke befinden sich in Privatbehandlung.
* Die Weinproduction Deutschlands in den Jahren 1890 und 1891. Die Gesammtweinproduction im Deutschen Reiche hat im Jahre 1890 2,974,593 Hectoliter betragen, im Jahre 1891 dagegen nur 748,462 Hl. Im Durchschnitt der zehn Jahre 1881 — 1890 wurden 22,2 Hl. aus dem Hectar geerntet, in dem so ungünstigen Weinjahre 1891 aber betrug I dieses Durchschnittsquantum nur 6,3 Hl. bei einer Gesammt- I erntefläche von 119,294 Hectar. Hieraus kann man deutlich I genug die Verluste der deutschen Weinproducenten im ver- I stoffenen Jahre ermessen. Bei der Weinproduction Deutschlands im Jahre 1890 steht das Königreich Bayern mit 846,550 Hl. an erster Stelle, allein die Pfalz producirle I 663,353 Hl., dann folgen Elsaß-Lothringen, Hessen, Preußen, I Baden und Württemberg.
Hand-AtlaS zahlt auch die, daß in demselben neue Momente zur Aufnahme kamen, welche in den großen Hand-Atlanten bis jetzt leider fast §unz vernachlässigt wurden; als Beispiel verweisen wir hierbei ans die -Wiedergabe der Dampfer- und Kabelverbindungen; auf der Kar e von Elsaß-Lothringen findet man die französische, auf der von m ftCln bk Sprachgrenze. Jngleichen ist auf den a cn ?nb „Schlesien" die Ausbreitung des polnischen
OtI1x uI?b i °«x Blatte „Schweiz" eine Darstellung der ?er «Ji un? ?er drei Nationalitäten genau ersichtlich. Was ferner /^inen Hand-Atlas besonders angenehm auszeichnet, das sind die Pläne und Umgebungskarten der Weltstädte, denen ganze w"h"nd man dieser Specialität in andern kartographischen Werken nur vereinzelt und nur als Cartons in den Martenecfen begegnet. Beigegeben sind diesen Plänen und Umgebung^ «-.^^bnregis er zur schnellen Auffindung der gesuchten Objecte. - Bei dieser sorgfältigen Bearbeitung, die Alles berücksichtigt, was nur rrgendwie in dem Vordergründe des Tagesinteresse steht, wird «I Bevorzugung des Meyerschen „Kleinen Hand-Atlas" leicht erklär- » » il mit peinlicher Gewissenhaftigkeit durchgeführte correcte Rubere, lebhafte Colorit gewinnen auf den ersten B ick für das Unternehmen, welches bestimmt ist, die bisherigen unhandlichen Atlanten erfolgreich zu verdrängen und dem practischen Gebrauch bei bequemer Handhabung zu dienen.
Summa: 8 (3) 5 (2) 3~(1) _
c Anm Die in Klammern gesetzten Z ffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
n Großen Linden, 20. September. Bei der gestern vorgenommenen Beigeordneten-Wahl wurde der seitherige Beigeordnete Jo Hs. Lutz V., Sparkassen-Rechner, einstimmig mit 68 Stimmen wieder gewählt. Die Betheiligüng der Wahl war eine geringe, da kein Gegencandidat ausgestellt war.
§ Aus dem Kreise Alsfeld, 20 September. Unter den einstimmig wiedergewählten Bürgermeistern des Kreises findet sich auch der Nestor derselben, Herr Bürgermeister Bast von Ilsdorf. Obwohl im 86. Lebensjahr stehend, ist derselbe noch sehr rüstig und noch immer frisch in seinem beliebt gewordenen Humor. Die goldene Hochzeit hat er bereits hinter sich, in zwei Jahren schon winkt ihm die diamantene. Möge sie ihm und seiner Ehegattin zu feiern bestimmt sein! Auch der zweitälteste Bürgermeister des Kreises, Herr Reich hold in Elpenrod, ist wieder gewählt worden. Derselbe befindet sich im 75. Lebensjahr und ist jetzt zum viertenmal zum Bürgermeister gewählt. Vor zwei Jahren feierte er fein 25 jähriges Dienstjubiläum, aus welcher Veranlassung ihm der Verdienstorden für 25 jährige treue Dienste von weiland Großherzog Ludwig IV. verliehen wurde. Auch er befindet sich noch in voller körperlicher und geistiger Frische. — Außer den bereits mitgetheilten Wahlen wurden weiter einstimmig wiedergewählt die Bürgermeister Reitz zu Bernsfeld, Wolf zu Appenrod, Westrupp zu Ruppertenrod, neu einstimmig der Sohn des seitherigen Bürgermeisters zu Heimertshausen, Heinrich Caspar. Auch der Wiederwahl des um die Gemeinde Nieder-Ohmen sehr verdienten seitherigen Bürgermeisters Ohnacker fei Erwähnung gethan.
Groß-Gerau, 19. September. Gestern fand hier unter dem Vorsitz des Herrn Director Fiedler aus Darmstadt der 15. Verbandstag der mittelrheinischen Bildungs- vereine statt. Der Hauptverein besteht aus 31 Vereinen mit zusammen 2450 Mitgliedern. Die Bibliothek zählt 10,850 Bände, die Wanderbibliothek 387. Ausgeliehen wurden im Berichtsjahre ca. 26,000 Bände- innerhalb des Verbandes wurden 459 Vorträge gehalten. Die Gesammt- einnahme betrug 16,832 Mk., die Ausgaben 12,512 Mk. Der Vorstand wurde im Wesentlichen wiedergewählt, als Ort für den nächsten Verbandstag Worms bestimmt. Nach dem gemeinsamen Mittagsmahl hielt Schulinspector Scherer-Worms einen beifällig aufgenommenen Vortrag über „Handfertigkeitsunterricht in der Schule" im Anschluß an eine im „Adler" veranstaltete Ausstellung von Knabenhandarbeiten.
Seligenstadt, 19. September. Der Export von Kartoffeln der neuesten Ernte har am hiesigen Bahnhofe begonnen und wendet sich vorzugsweise nach Westfalen und den Rheinlanden. Die Kartoffeln werden um 3,50 Mk. pro Doppel- centner von den Händlern angekaust. Die allgemeine Kartoffelernte beginnt erst nächste Woche.
Worms, 19. September. Als gestern Morgen ein Schutzmann in den in der Kämmrrerstraße gelegenen Laden des gutsituirten 50jährigen Goldarbeiters Rahke gehen wollte, um denselben wegen Offenhalten seines Ladengeschäfts zu protocolliren, fand er diesen Himer einem Schranke erhängt vor.
Kinder Erwachsene: im vom
f direkt aus der Fabrik also auS erster Hand v ,
HlWtt von Elten & Keussen, Crefeld, S llIHlllllJ lll in jedem Maas; au beziehen. Man verlange c©
Mutter mit Angabe des Gewünschten. —
Verkehr, Land« un6> volkswirthschasi.
Lauterbach, 20. September. Am Wochenmarkt vom 17. d. M.
829 Kilo Wetzen 15.75 X, 7275 Kilo Korn 15.56 205 Kilo Gerste 13.50 X, 1250 Kilo Haser 13 X, 153 Kilo
32 ^«0 Linsen 30 X, 1725 Kilo Kartoffeln 5.10.* pro iuu jvtio.
Poröse Pstanzenkübel aus Cemeut. Die Fabrik für poröse, unzerbrechliche Pflanzenkübel von Lesse in Bitterfeld bietet eine neue Art von Pflanzenkübeln an. Dieselben sind aus Cementt aber mit eingelegtem Eisendraht hergestellt und scheinen auch ihres niederen Preises wegen Beachtung zu verdienen. Lesse urthoilt über dieselben folgendermaßen: Die neuen Kübel unterscheiden sich von den bisher hergeftellten besonders dadurch, daß sie porös und daher dem Wachsthum der Pflanzen förderlich sind. Sie sind ferner nicht der Faulniß unterworfen, wie die Holzkübel, auch nickt dem Zerbrechen uorwalem Gebrauch, wie die aus Thon gefertigten, und in den gefälligsten Formen hergestellt.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.
37. Woche. Vom 11. September bis 17. September 1892.
Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 20,19°/«>bczw. 12,62nach Ausschl.derOrtsfremden.
von ihrem Hauswirth exmittirt worden. Die Handlungsweise erwähnten vortheilhaflen Eigenthüml.'chkeiten dkS Meyerschen Kleinen des Hauswirthes verursachte bei den benachbarten Bewohnern k K-~ ',r
grofje Entrüstung und es sammelte sich vor dem Hause eine ständig wachsende Menschenmenge, die laute Schimpfreden gegen den hartherzigen Wirth ausstieß. Als die wülhende Menge, um den Hauswirth zu lynchen, in die Wohnung desselben zu dringen versuchte, traf eine Anzahl Gendarmen und Polizeidiener ein. Es folgte nun ein heftiger Kampf, die Polizeibeamten wurden mit Steinen geworfen und nur mit großer Mühe gelang es, die Tumultuanten zurückzudrängen. Welche Dimensionen der Krawall angenommen, geht daraus hervor, daß etwa 11 Personen verhaftet wurden, die sich nun wegen Landfriedensbruch, Beleidigung, Sachbeschädigung vor Gericht zu verantworten haben werden, ebenso daß der Tumult volle 2i/3 Stunden, von 7 bis halb 10 Uhr Abends, gedauert hat.


