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Ein Besuch bei den Wakamba Regern, welche heute Freitag zum letzten Mal (s. Inserat) ihre Vorstellungen geben, ist für Erwachsene und Schüler interessant und recht lohnend. Das reichhaltige Programm, aus dem wir die Häuptlings- und Schwerttänze, das überaus scharfe Fechten mit langen Säbeln hervorheben, bietet eindrucksvolle reiche Abwechselung.

Schuldienst. Nachrichten. Am 1. Juni wurde der von dem Herrn Grasen zu Erbach «Erbach aus die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichelsheim i. O. präsentirre Schullehrer Philipp Werner zu Frankenhausen für diese Stelle bestätigt - am 5. Juni wurde dem Schulamts­aspiranten Adolf Ruppel aus Friedberg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Leidhecken, am 11. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Friedrich Joseph Grohe aus Die­burg die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschvle zu Rocken­berg, ___ am 18. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Joseph Weick aus Herrnsheim die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Eich, am 22. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Lorenz Maixner aus Weiher, im Kr. Heppenheim, die Lehrersteüe an der Gemeindeschule zu Kolm­bach, am 8. Juli wurde dem Schulamtsaspiranten Adam Hartmann aus Lampertheim eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Nieder-Wiesen, am 10. Juli wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Friedrich Storck aus Spach­brücken eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heubach übertragen. Am 3. Juni wurde der Religionslehrer am Gym­nasium zu Mainz Dr. Franz Joseph Selbst zum Domcapi- tular ernannt.

Kirchliche Dienstnachrichten. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. Juni dem Psarrverwalter Georg Wilhelm Otto zu Maar, im Decanat Lauterbach, die evang. Pfarrstelle daselbst zu übertragen, am 24. Juni wurde dem Pfarrer Wassermann zu Hirschhorn die kathol. Psarrstelle von St. Emmeran zu Mainz und dem Pfarrer Haas zu Neckar-Steinach die katholische Pfarrstelle zu Zornheim, im Decanat Nieder-Olm, beiden mit Wirkung vom 13. Juli an, übertragen. Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vor­bildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur lieber» nähme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der katholischen Priester: Matthäus Daus ans Seligenstadt, Ludwig Krastel aus Darm­stadt, Philipp Jacob Mayer aus Albig, Joseph Rudolf aus Bingen, Nikolaus Schnatz aus Lorsch und Leopold Schmitt aus Willburgstetten.

Erledigte Lehrerstelle. Erledigt ist die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Birkenau mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900 bis 1100 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Freiherrn von Wambolt zu Birkenau steht das Präsentationsrecht zu derselben zu.

Einheitliche Regelung des Sparkafienwesens. Die Spar­kassen für die Landgemeinden des Kreises Mainz und Gießen -haben sich s. Z. an das Großh. Ministerium mit dem Ersahen gewendet, eine Statutenänderung zu genehmigen, insbesondere in Betreff eines Conto-Corrent-Verkehrs mit den örtlichen Darlehenskassen und sonstigen landwirthschastlichen Genossenschaften. Nachdem sich der Verband der landwirth­schastlichen Genossenschasten gegen die Einführung des Conto- Corrent Verkehrs ausgesprochen hat, sah sich nunmehr das Ministerium veranlaßt, auch eine gutachtliche Aeußerung des Landesausschusses der landwirthschastlichen Vereine entgegen­zunehmen. In seiner letzten Sitzung hat der Landesausschuß beschlossen: Das Großh. Ministerium zu ersuchen, die von den Sparkassen Mainz und Gießen beantragte Statuten­änderung vorerst nicht zu genehmigen, dagegen das Sparkassen­wesen im Großherzogthum Hessen durch ein besonderes ein­heitliches Gesetz zu regeln.

P. A/ 20. Mittelrheiuisches Turnfest. Die nachbezeichneten Eisenbahn-Directionen gewähren den Besuchern des 20. Mittel- rhemischen Turnsestes in Mainz folgende Vortheile: 1. Die Königl. Eisenbahn-Direction zu Frankfurt a. M.- 2. die Königl. Eisenbahn-Direction zu Köln, rechtsrheinisch; 3. die Königl. Eisenbahn-Direction zu Köln, linksrheinisch- 4. die Königl. Eisenbahn-Direction zu Hannover- 5. die Kaiserliche Generaldirection der Reichsbahnen in Elsaß- Lothringen, Straßburg- 6. die Direction der Psälzischen Bahnen, Ludwigshasen, 50 Prozent Ermäßigung bei Be­iheiligung von 30 Personen- 7. die Großh. Direction der Oberheffischen Eisenbahnen zu Gießen, 50 Prozent Ermäßigung bei Betheiligung von 30 Personen, Verlängerung der am 23. ober 24. Juli gelösten Rücksahrkarten bis einschließlich 27. Juli, wenn die Fahrkarte aus der Rückseite mit dem Feststempel versehen ist- Anträge aus Bewilligung dieser Fahrpreis-Ermäßigungen sind schriftlich mehrere Tage vorher an die Direction, bezw. an dasjenige Königl. Eisenbahn- Betriebsamt zu richten, in dessen Bezirk die Reise angetreten werden soll- 8. die Direction der Main-Neckarbahn zu Darmstadt, 50 Prozent Ermäßigung bei Betheiligung von 100 Personen- 33V3 Prozent Ermäßigung bei Betheiligung von 30 Personen - Anträge aus Bewilligung dieser Fahrpreis­ermäßigung sind unter Angabe der muthmaßlichen Theil- nehmerzahl, sowie der zu benutzenden Strecken und Züge mehrere Tage vorher an die Direction zu richten; 9. die General-Direction^ der Königlich Bayerischen Staatsbahn zu München keine Fahrpreis-Ermäßigung, dagegen zehntägige Gültigkeit der Rücksahrkarten- 10. die Spicialdirection der Hessischen Ludwigsbahn zu Mainz, Rückfahrkarten zu einfachem Fahrpreis mit dreitägiger Gültigkeitsdauer bei mindestens 30 Personen- zur Erlangung dieser Fahrpreis-Ermäßigung haben sich die betreffenden Vereine rechtzeitig an die Direction zu wenden. Außerdem gestattet dieselbe, daß alle auf ihren Stationen im Großherzogthum Hessen am 24., 25. und 26. Juli nach Mainz gelösten einfachen Fahrkarten am Tage der -Ausgabe auch zur Rückfahrt gelten, wenn mit der Fahrkarte

zugleich die Festkarte vorgezeigt wird. Am Hauptsesttag, Sonntag den 24. Juli, werden Sonderzüge in der Richtung nach Worms um 10 Uhr 26 Min., in der Richtung nach Alzey um 10 Uhr 30 Min. abgelassen.

Giltigkeit der Retourbillets in Preußen. Der Verein für EisenbahnreformZonentarif", bereitet eine Bittschrift an den preußischen Eisenbahnminister vor, in der um Ver­längerung der Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarten gebeten wird. Seit dem 15. Juni gelten bekanntlich auf den baye­rischen Staatsbahnen alle Rücksahrkarten zehn Tage. Auf den preußischen Staatsbahnen aber gelten nur Fahrkarten von mindestens 900 Kilometer 10 Tage, für kürzere Strecken weniger, bis zu drei Tagen. Der Verein schlägt vor, dem viel größeren und mehr in die Länge gestreckten Netze der preußischen Staatsbahnen entsprechend, die Giltigkeitsdauer aus dreißig Tage festsetzen zu wollen.

Am Sonntag den 17. d. Mts. wurde in Frank­furt a. M. von Mitgliedern des Verbandes der Handels- gärtner Deutschlands aus den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen, Frankfurt rc. eine VerbandsgruppeGroß- herzogthum Hessen und Hessen-Nassau" gebildet, welche die Förderung der Interessen der Handelsgärtner, namentlich in Bezug aus die dem handelsgärtnerischen Gewerbe durch die Bestimmungen der Sonntagsruhe zugesügte schwere Schä­digung bezweckt. Herr Hoflieferant Fleisch-Daum in Frank­furt wurde zum ersten Obmann, Herr Hos-Bouquetlieserant H. Henkel zu Darmstadt zum zweiten Obmann und Herr Handelsgärtner Sohl in Frankfurt zum Schriftführer ge­wählt. Es wurde beschlossen, in Verbindung mit dem Vor­stande des Verbandes der Handelsgärtner Deutschlands in Berlin die geeigneten Schritte einzuleiten, um nach § 105 e der Gewerbeordnung von den Verwaltungsbehörden die vor Allem dem handelsgärtnerischen Gewerbe zukommendcn Aus­nahmebestimmungen zu erlangen. Sonntag den 31. Juli wird in Mainz eine Versammlung der Verbandsmitglieder stattfinden.

Die Unsitte der Kinder, an Treppengeländern herunterzurutschen, hat wieder zwei schwere Verletzungen herbeigesührt. In Mainz stürzte dabei ein Kind und mußte bewußtlos vom Platze getragen werden, und in Ossenba ch wurde bei dieser unnützen Spielerei ein Kind so schwer ver­letzt, daß es nach zwei Tagen gestorben ist.

Friedberg, 19. Juli. In der am 16. l. M. stattgehabten Kreistagssitzung sand auch eine Ergänzungswahl der Kreis aus schuß-Mitglieder statt und zwar wurden die ausscheidenden Mitglieder Gutsbesitzer Hermann Bausch I. zu Nieder-Wöllstadt und Bürgermeister Friedrich Keil zu Melbach wiedergewählt, für den verstorbenen Pachter Johann Grimm zu Vilbel trat Beigeordneter Christoph Grünewald zu Bad- Nauheim in den Kreisausschuß.

Bad Nauheim, 19. Juli. Die Vorbereitungen zu der vom 23. bis 26. Juli dahier stattfindenden Obstausstellung des Oberhessischen Obstbauvereins sind im Gange. Gestern Abend fand eine Sitzung auf dem Teichhause statt, in welcher sich ein Localcomite bildete. Die Eröffnungsfeier findet nächsten Samstag, Morgens um 11 Uhr, im Orangeriegebäude statt. D. Ztg.

Bad Nauheim, 20. Juli. In der Kind er Heilanstalt Elisab ethh aus hat am letzten Montag die dritte Kur­periode ihren Anfang genommen und sind in die Anstalt wieder 92 zum Theil sehr schwer leidende Kinder eingetreten.

Vermischtes.

* Castet, 20. Juli. Das Gefolge der zur Zeit auf Wilhelmshöhe weilenden kaiserlichen Prinzen besteht aus ca. 30 Personen. Eine Reitbahn ist diesmal auf Wilhelmshöhe nicht angelegt, da Reitpferde nicht mitgebracht sind, dagegen unterhält sich der Kronprinz viel mit Fahren seines Ponnygespannes.

* Ems, 15. Juli. Eine recht deutliche Bekannt­machung des königlichen Kur- und Bade-Polizeicommiffariats, die übrigens auch zum Theil in anderen Städten angebracht wäre, enthält feit einigen Tagen die Fremdenliste. Sie lautet: Es ist von verschiedenen Seiten die Bitte an mich ergangen, dafür Sorge zu tragen, daß Kurgäste wie Einwohner nicht durch rücksichtsloses Musizireu, Clavierspielen belästigt werden. Nirgendwo aus der Welt ist Rücksichtnahme gegen einander mehr am Platze, als an einem Kurorte. Jedes Clavierspiel bei offenem, nach einer Straße zu gelegenen Fenster ist polizeilich verboten. Langdauerndes Heben aus dem Clavier zu Zeiten, von denen man wissen kann, (bei einem Arzte während dessen Sprechstunden), wann der Nachbar darüber, darunter ober daneben zu Hause beschäftigt ist, ist nicht nur nicht nachbarlich, sondern rücksichtslos. Ich hoffe, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um den musikalischen Belästigungen und Störungen Einhalt zu thun. v. Willich, Oberst a. D." An einer anderen Stelle ersucht der Badecornrnissar das Publikum dringend,den König von Serbien bei seinen Promenaden nicht durch unpassendes Herandrängen zu be­lästigen". Der jugendliche König Alexander erregt eben überall bei feinem Erscheinen großes Interesse, das sich übrigens beinahe ebenso sehr aus den König a. D. Milan, hier einsach Graf v. Takowo, erstreckt. Besonders die Damen­welt liebt es, beide aus der Nähe zu betrachten.

* Frankfurt a. M., 17. Juli. Eine Wette, bei der es sich um ein Dauerschwimmen von Frankfurt nach Mainz handelt, soll am 30. Juli zum Austrag gebracht werden. Vier Schwimmer haben sich verpflichtet, ununterbrochen von der Frankfurter Wilhelmsbrücke bis Mainz zu schwimmen. Der erste Preis beträgt 2000 Mk., der zweite 1000, der dritte 500 Mk. Einer der Theilnehmer, ein Franzose, behauptet, die Strecke in 14 Stunden zu schwimmen, ohne auszuruhen. Er hat schon einmal, in Sydney, einen Preis für Dauer­schwimmen gewonnen.

* Frankfurt a. M., 19. Juli. Zu dem am kommenden Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, in der Ochsen'schen Badeanstalt

am Eisernen Steg beginnendenNationalen Wett­schwimmen", veranstaltet von dem Ersten Frankfurter- Schwimmclub, sind nicht weniger als 80 Meldungen ein­gelaufen, darunter 19 aus Berlin, Bremen rc.

* Frankfurt a. M., 19. Juli. Einer der in dem Prozeß Jäger Verwickelten, Obertelegrapheuassistent Müngersdorf, befindet sich feit gestern aus freiem Fuß- Die Untersuchung muß demnach den Verdacht, als habe der Beamte wissentlich und gegen hohe Bezahlung seinen Patz dem Millionendesraudanten Jäger überlassen, in wesentlichen Punkten entkräftet haben.

* Leipzig, 19. Juli. Wie sich schon jetzt übersehen läßt, gestaltet sich der Inhalt der dauernden Gewerbe­ausstellung mit der zur kommenden Michaelismeffe be­ginnenden neuen Ausstellungsperiode hochinteressant und sehr vielseitig. Die Motoren werden in größerer Anzahl und zumeist auch durch neue Constructionen, hauptsächlich Pelrolcum- motoreif besonders zahlreich vertreten fein; ebenso sind die Gruppen für Holz-, Metall-, Leder- und Papierbearbeitmigs- maschinen, sowie auch land- und hauswirthschasrliche Ge- räthe rc. durch neue Aussteller und auch neue Systeme vertreten.

* Berlin, 20. Juli. Heute Vormittag wurde der Gartendirector des Victoridparkes, Mächtig, in feinem Bureau von dem früher dort angestellten Gärtner Grüneberg durch drei Schüsse lebensgefährlich verletzt. Ober- gürtner Clement wurde ebenfalls durch einen Schuß ver­wundet. Der Thäter ist noch nicht ergriffen.

* Hamburg, 20. Juli. Der KohlendampferFerdinand^ gerieth bei Helgoland in. Folge von Selbstentzündung be& Kohlenoxydgases in Brand. Die Luken des Hinterschiffes, sowie der Speerstock flogen in die Lust. Der Steuermann wurde schwer verletzt.

* Görlitz, 19. Juli. Das Mädchenmörderpaar Buntrock-Erbe in Magdeburg, das bekanntlich kürzlich zum Tode verurtheilt worden ist, hat wahrscheinlich auch die 20jährige Tochter einer hier wohnhaften Rechtsanwaltswitwe ermordet. Das junge Mädchen hatte mit feiner jüngeren Schwester in Berlin eine Stellung bis zum Februar 1891 gehabt und ist seitdem verschollen. Sie hatte geäußert, sie fei nach Magdeburg engagirt worden. Die Thatiache nun, daß die Kriminalpolizei in Magdeburg sich im Besitz von zwei mit E. K. gezeichneten Taschentüchern befand, die an­fänglich für das Eigenthum der ermordeten Emma Karsten gehalten wurden, was sich später aber als falsch herausstellte, veranlaßte die Mutter, sich mit der Magdeburger Behörde in' Verbindung zu setzen, die auch die beiden Taschentücher zur' Besichtigung an die hiesige Criminalpolizei sandte. Die Tücher befanden sich aber in einem so schlechten Zustande, daß nur wenig daran zu erkennen war, trotzdem bezeichnete die ältere Schwester des verschollenen Mädchens das eine Taschentuch als ihr gehörig. Demnach wäre die Annahme geredmeriigt^ daß das Mörderpaar Buntrock-Erbe auch dieses Mädchen! ums Leben gebracht hat.

* Kilometerlange Raupenzüge verheeren im Kreise Le ob schütz die Obstbäume, die Kartoffel- und Rübensclder^

* Wien, 20. Juli. Die Newyorker Sänger ver-l abschiebeten sich gestern unter stürmischen Ovationen.

* Geireidevorräthe in den Vereinigten Staaten. Nach ' telegraphischen Berichten aus Newyork sind die sichtbaren Weizen-Vorräthe im Lause der Woche von 23.12 Millionen Bushels aus 22.44 Mill. Bushels zurückgegangen, während-' sie sich zpr gleichen Zeit des Vorjahres auf 12,47 Mill. Bushels beschränkt hatten. Die Mais-Vorräthe beliefen sich aus 6.90 Mill. Bushels gegen 7.08 Mill. Bushels in der Vorwoche und 3.36 Mill. Bushels zur gleichen Zeit des Vor­jahres.

* Ein Edelmann. Diener (arrogant):Sie sollen gleich kommen! Herr Baron haben Unglück gehabt, das Geweht losgegangen, Herr Baron haben sich verletzt." j Arzt:Doch hoffentlich keinen edlen Theil." Diener ri: Herr Baron haben nur edle Theile!" j

Verkehr, Land» «nd Volkswirthschaft.

Limburg, 20. Juli. Fruchtmarkt. Rother Weizen 15.90, weißer Weizen 00., Korn JL 14.30, Gerste X 9.85, Hafer *At 7.40, Erbsen .

Frankfurt a. M.. 20. Juli. Am Bebraer Bahnhof wurde- gestern etn Jungschweinemarkt abgehalten. Die Zufuhr bestand in 220 zwölf- bis achtzehn Wochen alten Thieren. Bezahlt wurden 28 bis 48 Mk. per Stück. In der vorabgelaufenen Woche bezifferte sich die Gesammtzufuhr von fetten Schweinen auf dem Markte aus 1269 Stück; eS ist dies die schwächste Zufuhr während- eines ganzen JabreS gewesen. Die höchste Zufuhr wies die Woche vom 4. bis 10. October v. I. mit 2100 Stück auf.

Literatur und Arrnst.

Von der vielgenannten ZeitschriftAuS fremden Zungen^ (herausgegeben von Joseph Kürschner, redtgirt von Otto Barsch^ Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) liegt jetzt der erste Band des zweiten Jahrgangs abgeschlosien vor und rechtfertigt in der That die großen Erwartungen, mit denen man ihm entgegengesehen hat. En enthält eine Reihe von Romanen, Novellen und Novllletten, welche nicht nur zu den besten unserer Tage, sondern zu den Perlen ber Erzählungskunst überhaupt zählen und dem denkenden Geiste viel­fache Anregung, wie nicht minder dem nur Unterhaltung suchenden,' solche in reicher Fülle gewahren. Die größte Aufmerksamkeit bean­sprucht Zolas Roman:Der Zusammenbruch", der immer mehr auch noch nicht ganz beendet als ein Kriegsgemälde von unge­wöhnlicher Kraft, Farbe und Anschaulichkeit sich erweist. Für unS Deutsche ist des Verfassers Urtheil über unser Volk und unsere Armee natürlich von ganz besonderem Interesse und im Großen und Ganzen dürfen wir wohl damit zufrieden sein. Auch dieser Band ist wiederum ein Beweis, daßAus fremden Zungen" eine unserer besten und interessantesten Zeitschriften ist, eine fruchtbrtng-nde Bk-^ reicherung unserer Literatur bedeutet und bei ihrem billigen Preise von 50 Pfennig pro Heft nicht dringend genug empfohlen werden kann. ________

In den eben erschimenen Nummern 27 und 28 der beginnt ein neuer Roman aus der Feder Anion von PersallS,Ketten". Er behandelt in einer Reihe spannender Bilder und dem Leben abgelauschter Gestalten die socialen Problemt der Gegenwart und steht so in interessantem Gegmsatz zu dem t» diesen Nummern noch fortlausenden, frisch empfundenen RomanDer