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Berlin, 17. October. Bruno Wille, ein unabhängiger Gocialist, begründe! mit einem Consortium von Schriftstellern und Künstlern eine neueFreie Volksbühne" für Theater und Musik. Der Monatsbeitrag beträgt 75 Pfg. Ein Ausruf erfolgt demnächst.

Berlin, 17. October. Für die Reichstagsersatz­wahl im Kreise Stuhm-Marienwerder wird von den Socialisten Maler Riesop-Berlin aufgestellt. Dies ist der erste dort candidirende Socialist.

Berlin, 18. October. DemBerl. Tagebl." wird über die Militärvorlage von angeblich zuverlässiger Seite geschrieben, der Kaiser, welcher mit dem Entwürfe Caprivis einverstanden sei, habe am Samstag Nachmittag die Militär­vorlage unterzeichnet. Die Geldansorderung betrage für das erste Jahr 57V2 Millionen. Wenn auch der Reichskanzler die jetzige Vorlage nicht in allen Punkten alsNoli me tangere betrachte, so halte doch die Regierung an den Grundlinien des Entwurfs fest. Caprivi habe gleichzeitig mit der Unterschrift des Kaisers die Ermächtigung erhalten, im Falle einer Verwerfung der Vorlage durch den Reichstag zu einem Appell an die Wähler zu schreiten.

Hamburg, 17. October. Von gestern bis heute sind 6 Personen erkrankt, 1 gestorben. Die Gesammtziffer der bis 15. October Hierselbst vorgekommenen Cholera-Er- krankungen beträgt 17 962, die der Gestorbenen 7598.

Hamburg, 17. October. In Blankenese, welches bisher seuchensrei war, kamen gestern 4 Fälle an asiatischer Cholera vor.

Altona, 17. October. Gestern erkrankten 5 Personen, 4 starben.

Köln, 17. October. DerKöln. Volksztg." zufolge findet der nächste deutsche Katholikentag voraussichtlich in Köln statt. Fürst Löwenstein erhielt eine diesbezügliche Erklärung des Kölner Comites.

Wien, 17. October. Polenblättern zufolge wurde in Witelesk, Kowno und Wilna ein staatsgefährliches Complott entdeckt, dessen Urheber ausschließlich Russen sind.

Wien, 17. October. Der Kriegsminister empfahl dem Kaiser, den Distanzreitern, welche das Ziel erreichten, diesen Erfolg als besonderes Verdienst in die Qualifications- listen einzutragen.

Budapest, 18. October. Der Sultan sandte 100 türkische Pfund zur Unterstützung der Nothbedürfrigen.

Budapest, 18. October. DerNemzet" meldet aus Warschau, der Kriegsminister habe angeordnet, in Zukunft seien von den Mannschaften nur Gläubige zu Unteroffizieren vorzuschlagen. An Stelle des polnischen Unterrichts und der Conversationssprache ist in den Schulen überall die russische Sprache getreten.

Marseille, 18. October. Der Gemeinderath decretirte die Abschaffung der Mobiliar st euer pro 1893 für Einwohner, welche unter 300 Francs Wohnungsmiethe zahlen, für alle Familienväter mit mindestens 3 Kindern und einem Arbeitseinkommen unter 2000 Francs.

Berlin, 18. October. Der Gouverneur v. Soden telegraphirt: Am 6. October sind bei einem Zusammenstoß mit den Wahehe in der Nähe von Kilofsa Lieutenant Brüning und vier Soldaten gefallen. Die Wahehe sind wieder abgezogen, ohne die Station anzugreisen. Näherer Bericht wird erwartet.

Palermo, 18. October. Infolge schlagender Wetter in den Gruben von Sala wurde der Bergwerksdirector mit zwei Söhnen und drei Arbeitern, sowie eine Frauensperson getödtet. Auch zwei Gensdarmen und eine Frauens­person , welche zur Hülseleistung herbeieilten, sind um­gekommen.

Loyaler ttnfc provinzielles.

Gießen, 18. October 1892.

Oefsentliche Sitzung des Provinzial'Ausschusses der Provinz Oberheffeu am 15. October 1892. Der erste Gegen­stand der Tagesordnung betrifft den Antrag der Stadt Gießen auf Gelände-Enteignung behufs Ausbaues der Löber- straße. Es handelt sich um die Erwerbung eines dem Herrn Dr. Carl Kempfs gehörigen, zur fragt. Straße nöthigen

Fleischer und einen Kaufmann - bei der nächsten Wahl wurden 32 Stimmen abgegeben. Dann erschienen allmählich die ersten Fluthwellen der großen deutschen Einwanderung, die sich bis zum Michigansee ausdehnten- im Winter von 1831 auf 1832 langten an 400 Einwanderer an, die dort eine Weile rasteten. Mit General Scott kam 1832 der erste Dampfer und die Cholera, die damals ihre erste Rundreise durch die Union antrat. Der Erie-Canal hatte den Weg nach dem großen Westen für Fracht- und Güterverkehr ge­öffnet und bald begann auch die Eisenbahn-Aera. In den Monaten April bis September 1834 landeten gegen hundert Schiffe mit Einwanderern. Ein Jahr zuvor war Chicago als städtische Ortschaft (town) incorporirt worden- eins der ersten Polizeiverbote betraf den Aufenthalt von Schweinen aus den Straßen. Die Zahl der Einwohner betrug 250, unter denen sich acht Aerzte und sechs Advocaten sanden. Ein Lehrer Sproat aus Boston, der 1834 eineclassische Schule" dort angelegt hatte, erzählt:Man ging einher, ohne sich an die Straßen zu kehren- wenn man aus der Thür des Schulhauses trat, konnte man die Prairiewölse heulen hören. Mit Indianern hatten wir manchen Verdruß- aber weit schlimmer war der Schmutz und die Unergründlichkeit der Wege- lange Zeit hindurch konnte Niemand ohne hohe Stiesel zu gewissen Jahreszeiten durch das Gebiet der Stadl wan­dern." Der erste Postmeister war 1831 ernannt worden. Die Ausfuhr belief sich 1836 dem Werthe nach erst auf 1000 Dollars, die Einfuhr dagegen schon aus 325,000 Dollars. Bis 1842 stieg die seßhafte Bevölkerung aus 6590.

(Schluß folgt.)

Grundstückes, für welches die Stadt eine Entschädigung von 7 Mk. pro Klafter angeboten hat, während der Eigen« thümer einen weit höheren Preis verlangt. Oberbürgermeister Gnauth, als Vertreter der Stadt, bemerkt, daß der Preis von 7 Mk. pro Klafter der seitherigen Hebung beim Erwerb von Straßengelände entspreche. Der Provinzial-Ausschuß gibt dem Anträge der Stadt Gießen statt und setzt die Entschä­digung pro m-Meter auf 1 Mk. 12 Ps. (= 7 Mk. pro Klafter) fest. Hiernach kommt das Gesuch der Brauerei­firma Friedel u. Asprion zu Gießen um Gestattung der Ausstellung eines Dampfkessels, sowie des Betriebes einer Eis- und Kühlmaschine zur Verhandlung. Es sind anwesend: Rechtsanwalt Grünewald, als Vertreter der Firma Friedel rc., Justizrath Bai st Namens des Israel Klebe und Schuhmacher I. Wagner, sowie eine Anzahl Zeugen. Dem Gesuche der erwähnten Firma um Genehmigung zur Aus­stellung eines neuen Dampfkessels mit sechs Atmosphären Ueberdruck war vom Kreisausschusse unter verschiedenen Be­dingungen stattgegeben worden. Eine Bedingung beschränkte u. A. den Betrieb desselben auf die Stunden von 4 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Dagegen erhob die Firma Friedel Recurs an den Provtnzialausschuß. Das zweite Gesuch um Gestattung des Betriebes der Eis- und Kühl- maschine zur Nachtzeit während der Sommermonate Mai bis einschließlich September jeden Jahres ist fettens des Krets- ausschusses unter Verwerfung der von I. Klebe und I. Wagner erhobenen Einwendungen s. Zt. genehmigt worden. Hiergegen haben die Letzteren Recurs verfolgt. In fast dreistündigem Vortrage referirte der Vorsitzende aus dem umfangreichen Actenmaterial- die Protocolle der beim Kreisausschusse in be­trächtlicher Zahl vernommenen Zeugen und verschiedenen Sach­verständigen wurden hierbei auch verlesen. Unter den zur Verhandlung erschienenen Zeugen, welche sich hauptsächlich über die Stärke des in der Brauerei verursachten Maschinen- geräuscheS zu äußern hatten, waren etliche, die auch schon früher verhört worden sind. Es drehte sich dabei wesentlich um die Frage, ob das fragt Geräusch geeignet sei, die der Brauerei gegenüber wohnenden Nachbarn Klebe und Wagner, bezw. des letzteren Miether in ihrer Nachtruhe zu stören. Justiz- rath Baist war der Meinung, daß dem Recurse stattgegeben werden müsse, während Rechtsanwalt Grünewald die An­schauung vertritt, daß bte Eismaschine überhaupt nicht zu den concessionspflichtigen Anlagen zähle. Die Entscheidung wird am 12. November dss. Js., Vormittags 11 Uhr, verkündet werden.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadverordueteu Donnerstag den 2 0. October 1892, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die Rechnung der Armenkasse für 1891/92. 2. Der Voranschlag der Armenkasse für 1893/94. 3. Dis- pensationsgesuch des August Hilgardt zur Einrichtung eines Mansardenzimmers in seinem Hintergebäude. 4. Gesuch des Emil Kalbfleisch um Erlaubniß zur Erbauung einer Arbeits­hütte am Schiffenbergerweg. 5. Dispensationsgesuch des Karl Mattheis zur Errichtung einer Bretterhalle. 6. Bankett­pflasterung in der Nordanlage. 7. Ausbau der Liebigstraße. 8. Herstellung der Senckenbergstraße. 9. Verbindung der Bahnhöfe mit dem südlichen Stadttheil auf dem Seltersberg. 10. Gesuch des Gottlieb Nauheimer um Gas- und Waffer- zusührung in der Lonystraße. 11. Die Pumpe auf dem Reichenfand. 12. Abschreibung des Ueberschuffes beim Schlacht­haus vom Jahre 1889/90 am Baucapitale. 13. Berwerthung des Düngers aus dem Schlachthause. 14. Ausführung der Ortsfeuerlöschordnung. 15. Viehzählung im Deutschen Reich am 12. December 1892. 16. Gesuch des Gießener Braun­steinbergwerks um Erlaubniß zur Verlegung eines Weges in Flur XVIII. 17. Verpachtung der Gemeindejagd. 18. De- cretur von Kostenrechnungen. 19. Die Ergänzungswahl der Mitglieder der Stadtverordneten.Versammlung. 20. Gesuch des Chr. Schöuhals zu Gießen um Concession zum Brannt­weinverkauf über die Straße. 21. Desgl. des Karl Drescher um Wirthschaftsconcession für das Haus Brandgaffe 7. 22. Gesuch des Wirths Karl Loth um Concession zum Aus­schank von Branntwein. 23. Gesuch des Elias Schulz um Wirthschaftsconcession für das Haus Brandgaffe 8.

Kaiser Panorama. Die Fortschritte auf dem Gebiete der Photographie, namentlich was prachtvoll scharfe Moment­aufnahme anbetrifft, in Verbindung mit der Stereoskopie, haben aus dem Gebiete des Panoramawesens Erfolge erzielt, wie sie bis vor Kurzem kaum geahnt werden konnten. Aber die nimmer ermüdende Wissenschaft macht auf diesem Gebiete kein Halt und von Jahr zu Jahr sehen wir solche, das Auge ergötzende, den Geist anregende, künstlerische Darbietungen sich immer mehr vervollkommnen. Die Art der Beleuchtung, die Wiedergabe der Farbengebung der bildnerischen Objecte vermag gegenwärtig Effecte zu erzielen, die an das Wunder- bare grenzen und den Beschauer vergessen lassen, daß er nur einem Bilde gegenüber und nicht im wirklichen Leben steht. Das gegenwärtig hier in der Bahnhofstraße 23, Ecke Löwen- gasse, eröffnete Internationale Panorama dürfte wohl das Vollendetste bieten, was bisher Technik, Kunst und Wissenschaft in diesem Genre hervorgebracht haben. Wenn wir schon vor Jahren, wo Herr Schmidt mit feinem Panorama alle Besucher entzückte, den Serien besondere An­erkennung zollten, so übertrifft der jetzt ausgestellte Chclus doch Alles bei Weitem. Wie bereits früher erwähnt, wird jetzt die Sächsische Schweiz vorgeführt, die in ihrer ganzen bestrickenden Schönheit und Großartigkeit vor uns auflebt. Das Polenzthal, derKuhstall", Schandau rc. sind getreulich wiedergegeben. Ueberraschend wirkt auchEine Fahrt auf der Elbe", der Dampfer und die aus ihm weilenden Touristen rc., Alles scheint in Bewegung zu fein. Alle Bilder sie natur­getreu, plastisch dargestellt und erhalten noch einen besonderen Reiz durch das nur bei dieser Leipziger Verbindung enthaltene eigenartige Farbenbeleuchtungssystem, durch welches die Scenerie und die sie belebenden Menschen überaus plastisch an dem Zuschauer vorüberziehen. Man glaubt, die Felsen und Bäume faffen zu können. Der Besuch war in den ersten Tagen ein sehr reger, Alle waren entzückt über diese

Serie. Bei dem billigen Eintrittsgeld kann Jeder sich von Woche zu Woche eine genußreiche Stunde bereiten.

t Lich, 18. October. Gegen die am 14. d. Mts. hier stattgesundene Beigeordnetenwahl ist Reclamation erhoben worden.

Düdelsheim, 15. October. Bei der gestern hier vor­genommenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Hermann Koch einstimmig wiedergewählt.

Nidda, 15. October. Außergewöhnlche Kraut- häupter findet man dieses Jahr. Solche hat zur Zeit Metzgermeister H. Rullmann, von denen das eine 14 Pfund und das andere 13*/j Psd. wiegen.

Darmstadt, 18. October. Die Bedingungen des Preis­ausschreibens für ein Grabdenkmal unseres ver­storbenen Oberbürgermeisters Ohly sollen außer von einheimischen, auch von einer großen Anzahl auswärtiger Architecten in den verschiedensten Städten Deutschlands und Oesterreichs eingeforbert worden sein, so daß eine starke Concurrenz in Aussicht genommen werden kann.

Darmstadt, 18. October. Wie verlautet, wird der in Holland verhaftete Schreck, auf welchem der dringendste Verdacht ruht, den jüngsten Mord bei Mörfelden be­gangen zu haben, heute in Emmerich a. Rh., wohin derselbe von den Holländern an die deutschen Behörden abgeliefert wurde, durch einen hiesigen Kriminalbeamten und einen Gendarmen abgeholt. Derselbe wird voraussichtlich morgen Nachmittag hier eintreffen.

A Mainz, 17. October. Zur Gründung einer freien Vereinigung der Ortskrankenkassen in Hessen tagte gestern hier eine Versammlung, in welcher 44 Ortskrankenkassen aus dem ganzen Großherzogthum durch Delegirte vertreten waren. Die Versammlung conftituirte sich zu der Vereinigung, die den Zweck haben soll, einen Mittelpunkt für den Meinungsaustausch zu bilden und die gemeinsamen Angelegenheiten der Krankenkassen zu fördern. Zur Berathung der Statuten wurde eine Commission gebildet, und als Vereinsorgan die in Darmstadt erscheinende Zeitschrift für Alters - und Invalidenversicherung erklärt. Als Vorort wurde Vilbel, als nächstjähriger Versammlungsort Frankfurt gewählt.

Mainz, 15. October. Die hiesige Ortskrankenkasse hielt gestern eineGeneralversammlung". Derselben wohnten Alles in Allem 10 Personen bei, nämlich zwei Vertreter der Arbeitgeber, kein Vertreter der Arbeitnehmer, die übrigen Anwesenden waren der Vorstand. Dabei zählt die Kaffe 7331 Mitglieder und sie hatte im abgelaufenen Jahre 215,842 Mk. Einnahme, sowie einschließlich einer Uebermeifung von 7000 Mk. an die Reserve 214,485 Mk. Ausgabe. Der Vorstand führt Klage, daß die Heberweisung der Geschäfts­führung für die Jnv a l i dität s- und Altersversicher­ung an die Ortskrankenkasse der letzteren 4500 Mk. Einbuße bereitet hat, da einer Einnahme von 3500 Mk. Geschäfts­unkosten im Betrage von 8P00 Mk. gegenüberstehen.

verharschter.

* Ohligs, 13. October. DerOhligser Anzeiger" schreibt: Vor einigen Tagen lenkte hier die allgemeine Auf­merksamkeit ein in Urlaub befindlicher Soldat auf sich. Hnd warum? Wegen seiner Größe! Er ist der größte Soldat der ganzen Reichsarmee, rechter Flügelmann beim 1. Garderegiment zu Fuß in Berlin. Dieser Riese, mit Recht kann man ihn so nennen, ist zu Hrdenbach geboren und konnte bei der Musterung s. Z. in Düsseldorf nicht unter das Maß gebracht werden- feine Länge beträgt 2,06 Meter 6 Fuß 7i/i Zoll. Unfer Landsmann wurde fast allen Berlin besuchenden Fürstlichkeiten vorgestellt und kürzlich auch mit dem kleinsten Soldaten der Reichsarmee, dem deutschen Kronprinzen, auf einem Bild photographirt. Eins dieser Bilder erhielt Pritzschau, so ist sein Name, zum Andenken.

* Nürnberg, 17. October. Die seit dem 6. d. Mts. vermißte 16jährige Schreinermeisterstochter Kemps wurde heute mit auf Erdrosselung hinweisenden Verletzungen im Ludwigscanal aufgefunden.

Derfcbr, rind Volksrvirthschaft.

Stetzeu, 18. October. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 1,051,15, Hühnereier per Stück 6-7 4, 2 Stück - 4, Käse pr. St. 58 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Utter 20 4, Linsen pr. Liter 32 4, tauben pr. Paar X 0.600,75, Hühner pr. Stück X 0,901.20, Hahnen pr. St. X 0,500.80, Enten pr. St. X 1,40 bis 1,70, Ochsenfleisch pr. Md. 65-72,3, Kuh- und Rindfleisch pr. Psd. 50-56 3, Schweine­fleisch pr. Psd. 6070 3, Kalbfleisch pr. Psd. 40 -50 4, Hammel­fleisch pr. Psd. 50 - 70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,005,50 X. Weißkraut pr Stück 5-12 H, Srotcbel pr. (Zentner 8,509.00 X, Milch Dr. ßtter 12-1« a, Gänse pr. Psd. 4252 4-

Doerings Seife mit der Eule.

Als Beisteuer zur Linderung der Nnthlage Hamburgs und Altonas

haben wir uns entschlossen, non einem jeden Stücke unserer be­währten Doerings Seife mit der Eule, welches wir im Monat Oc­tober über den monatlichen Durchschnittsconsum hinaus nettaufen, eint freiwillige Abgsde non je 5 Pfg. an des

Ws-Comitö obiger Städte in entrichten

Der October-Eonsum wird daher durch einen königl. Notar controttirt und festgestellt, das Ergebniß an das Htlfs - Comits abgeliefert und beffen Quittung über empfangene Beträge durch die hiesige Zeitung oeröffentlicht.

Um ein für die Notbieidenden recht günstiges Resultat zu erzielen, bitten wir um die Mithilfe und die Unterstützung seitens des Publikums namentlich dadurch, dass dasselbe seine Ein­käufe im Monat October vornehme und zu einem recht regen Absätze Im Kreise seiner Freunde und Bekannten sein Möglichstes beitragen möge. ]5629

DOERING & Cie., Frankfurt a. M.

Doerings Seife mit der Eule kostet unverändert 40 Pfg.