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aus die Gefangennahme der Banditen werden letztere von den Bauern unterstützt.

Buffalo, 16. August. Das Militär hat die Ruhe wiederhergestellt. Die Bahnkörper sind militärisch besetzt. Umsasiende Polizeipatrouillen schützen die Bahnzüge und die bedrohten Gebäude. Zwei neuerliche Attentatsversuche auf Güterzüge sind mißglückt.

Nashville, 15. August. Die Bergarbeiter der Tracyville-Gruben befreiten die bei der Tenneffee-Eisen- bahn-Gefellschaft beschäftigten Zuchthäusler der Concurrenz wegen. Sie brannten alsdann daß Zuchthausgebäude nieder, expedirten die Zuchthäusler in Eisenbahnzüge und zwangen die Bahnbeamten, die Zuchthäusler absahren zu lassen. An­geblich entkamen dieselben, indem sie die Züge zum Stehen brachten. Details fehlen noch, da die Bergleute die Drähte abgeschnitten haben.

Localer unö provinzieller.

Gießen, 16. August 1892.

Marine Verein. Das an Se. König!. Hoheit den Prinzen Heinrich von Preußen abgesandte Telegramm lautete: Zum heutigen festlichen Tage erlaubt sich der Marine-Verein Gießen Ew. Königliche Hoheit herzlichst zu beglückwünschen/ treu schlägt für Ew. Königl. Hoheit das Herz der Marine- Soldaten im Heffenlande. Die gestern eingegangene Ant­wort lautet:Für freundliche Wünsche meinen besten Dank. Heinrich, Prinz von Preußen."

Arge Uebertreibung. Wir haben vor Kurzem in einer Briefkaften-Notlz dargelegt, in welcher Umschreibung mitunter hiesige Vorgänge zur Kenntniß auswärtiger Zeitungs­leser kommen. Wir sind heute wieder in der Lage, eine Probe davon unfern Lesern mitzutheilen. DerPhiladelphia Demokrat" berichtet in seiner Nr. 269 über den in Nr. 171 desGießener Anzeiger" mitgetheilten, am 24. Juli gelegent­lich einer Tanzmusik zwischen einigen Soldaten und Civilisten entstandenen Streit wie folgt:

Blutiger Kampf zwischen Soldatenlund Eivilisten."

Berlin, 30.Jult. In Gießen, Großherzogthum Hessen, führte ein Streit, der zwischen Bürgern und Soldaten in einem Btergarten entstand, zu einer allgemeinen Hauerei. Achtzig Männer balgten sich zwei Stunden lang. Die Civilisten kämpften verzweifelt, um das Militär aus dem Garten zu vertreiben. Obwohl die Soldaten von ihren Waffen Gebrauch machten, hatten sie doch den Kürzeren ge­zogen, als die Polizei etnschritt und die Kämpfer zu trennen suchte. Der Polizei wurde von den Civilisten und dem Militär übel mtt- gespielt. Zwei «Schutzmänner erhielten Säbelwunden, an denen sie starben. Ein Detachement Infanterie wurde nach dem Kampfplatz geschickt und schließlich die wüthenden Gegner zum Etnftellen des Kampfes gezwungen, freilich erst nachdem der Btergarten gänzlich verwüstet und eine Anzahl Personen tödtltch oder schwer verletzt war. Achtzehn Civilisten, die durch Säbelhiebe verwundet waren, wurden in das Hospital getragen, wo seither drei von ihnen gestorben sind. Vier Soldaten wurden todtlich verwundet.

Der zum commandirenden General des 11. Armee­corps neuernannte Generallieutenant v. Wittich, Commandant des Kaiserlichen Hauptquartiers, trat am 1. Mai 1855 als Secondlreutenant in die Armee ein, bereits nach fünf Jahren erfolgte seine Beförderung zum Premlerlieutenant, am 6. Feb­ruar 1866 wurde er zum Hauptmann, am 20. Juli 1870 zum Major, am 3. Juli 1875 zum Oberstlieutenant und am 11. Juni 1879 zum Oberst befördert. Die Ernennung zum Generalmajor erfolgte am 16. September 1885 und drei Jahre später am 19. September 1888 die zum General­lieutenant. An demselben Tage wurden übrigens die jetzigen commandirenden Generäle v. Blume und v. Blomberg zu Generallteutenants befördert.

Der Pferdezucht-Verein im Großherzogthum Heffen nahm im Jahre 1891 3778 Mk. 30 Pf. ein und veraus­gabte 3579 Mk. 71 Psg., so daß ein baarer Ueberschuß von 198 Mk. 59 Pf. erzielt wurde. Derselbe wurde ver­zinslich angelegt, wodurch das Vermögen des Vereins sich von 1320 Mk. 33 Pf. auf 1518 Mk. 92 Pf. hob. Die Zahl der Mitglieder betrug 956, also 9 mehr als in 1890, dazu noch zwei Ehrenmitglieder und 17 lebenslängliche Mit­glieder. Die Mitglieder vertheilen sich nach den Provinzen folgendermaßen: in Starkenburg wohnen 590 (gegen 559 in 1890), in Oberhessen 206 (gegen 223 in 1890) und in Rheinhessen 144 (gegen 150 in 1890); außerhalb Hessens wohnen 16 Mitglieder (gegen 15 in 1890).

+ Lich, 15. August. Gestern sand dahier die Fahnen­weihe des hiesigen Turnvereins dem Programm gemäß statt. Nach dem Weiheacte wechselten Freiübungen mit Gerätheturnen ab. Besondere Beachtung fanden hierbei die Uebungen der Turnschiller im Alter von 914 Jahren unter der Leitung des Turnlehrers Langsdorf. Die neue Fahne von der hiesigen Firma Hisgen & Schmidt ausgeführt, findet wegen ihrer gediegenen und schönen Ausführung allgemeine Anerkennung. Ein ungemein zahlreich besuchter Festball bildete den Schluß des vom schönsten Wetter begünstigten Festes.

Pohl Göns, 13. August. Wie gefährlich es ist, in der Nähe von Thieren zu weilen, zeigt folgender Vorfall: Das dreijährige Kind eines hiesigen Einwohners wurde vorige Woche von einem zur Tränke geführten Pferde geschlagen, in Folge dessen das Kind starb.

BadNaüheim, 15. August. Der Kölner Lieder­kranz hat gestern in einer Stärke von über 100 Mann vor einem sehr zahlreichen Auditorium mit großem Erfolge hier concertirt. Heute singt er im Homburger Schlosse vor Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich.

Aus dem Großherzogthum Heffeu, 15. August. Der 31. Verbandstag derHessischen landwirthschaftlichen Genossenschaften findet Montag den 22. August 1892 Vormittags 10 Uhr beginnend, zu Mainz statt. Neben den geschäftlichen Angelegenheiten, Jahresbericht rc., umfaßt die Tagesordnung folgende Gegenstände: Generalbericht des Verbandsrevisors über die gesetzlichen Revisionen. Die Mit­wirkung der Darlehenskassen beim Vieheinkauf; Referent-

Landwirthschaftslehrer Leithiger-AlSfeld. Die Einrichtung eines Rechtsschutzes für die Mitglieder der Genossenschaften; Re­ferent : der rheinpreußische Verbandsdirector, Oeconomierath Dr. Havenstein-Bonn a. Rh. Die Organisation des Absatzes der landwirthschaftlichen Erzeugnisse im Anschluß an den Lagerhausbetrieb. Referent: Landwirthschaftslehrer Dr. Dern- Worms.

Darmstadt, 15. August. Der am letzten Donnerstag Abend im Woog ertrunkene Unteroffizier Albert Wtngerling hat, wie er in einem Schreiben an seineneinzigen Freund" mittheilte, freiwillig den Tod gesucht. Als Grund soll er in dem Schreiben angeben, daß ihn Verzweiflung dazu ge­trieben, weil ihm alle Stellen abgeschlagen worden seien. Der Brief ist dem Vernehmen nach an den betreffenden Herrn Rittmeister übergeben worden und wird die Sache wohl Anlaß zu einer Untersuchung geben.

Mainz, 13. August. Der städtische Schulvorstand hat beschlossen, für die Folge alle diejenigen sittlich verwahr­losten, minderjährigen Kinder, die seither immer in Besserungsanstalten untergebracht waren, für die Folge nur noch in Familien unterzubringen. In dem Kreise Bingen ist diese Einrichtung schon längst getroffen und man hat damit gute Erfahrungen gemacht.

vermischtes.

* Berlin, 15. August. Heute früh 5 Uhr wurde die Restaurateurswittwe Rieder, Chauffeestraße 83, von einem Unbekannten durch Beilhiebe ermordet und die Ladenkasse ausgeraubt. Der Thäter ist entkommen.

* Potsdam, 16. August. Es verlautet, der Administrator des Rittergutes Nahe bei Neu-Ruppin sei nach einer Unter­schlagung von 5 0,000 Mark seit einigen Tagen ver­schwunden.

* Gravelotte, 15. August. Unter großer Theilnahme wurde heute in der Schlucht die Ge d äch tniß feier für die 1870 gefallenen Krieger begangen, deren Gräber durch die Metzer Vereinigung mit Kränzen geschmückt waren.

* Hamburg, 15. August. Nach einer Meldung der Hamburgischen Börsenhalle" aus Liverpool ist die neue Bark Tracian" in der vergangenen Nacht, als sie von Greenock nach Liverpool bugsirt werden sollte, in Folge eines Sturmes bei der Insel Man gescheitert. Die aus 17 Mann be­stehende Mannschaft des Schiffes ist ertrunken.

* Das Unglück in der Neiffer Militär-Schwimmauftalt. Ueber den entsetzlichen Unfall in Neisse, den wir bereits in Nr. 187 mittheilten, tft demOberschles. Anz." folgende Schilderung zugegangen: Eine furchtbare Aufregung hat sich der Stadt Neisse bemächtigt ob des Unglücks in der Militär-Schwimmanstalt. In Schaaren strömten die Be­wohner der Stadt zur Neisse, um sich die sieben Opfer der Katastrophe anzusehen. Der . Zugang zur Militär-Schwimm­anstalt ist aber sofort nach dem Unfall abgesperrt worden. Ueber zwei Stunoen lang wurden von den auf der Unglücksstätte abwesenden Lazarethgehilsen und von den sofort hinzugerusenen Militärärzten Wiederbelebungsversuche an den Ertrunkenen ang^stellt, die aber leider vergeblich waren. Was den Unfall selbst angeht, so trug sich derselbe folgendermaßen zu: Mittwoch Vormittag sand in der 10. Stunde ein Probe­schwimmen der Freischwimmer des 3. Bataillons des Infanterie- Regimentsvon Winterseldt" und des 1. und 2. Bataillons vom Infanterie-Regiment Nr. 63 statt, alles in allem -kwa 200 Mann. Dieselben waren barfüßig, trugen Drillichanzug und Mütze und hatten als einziges Gepäck ihre Bajonetier- gewehre auf dem Rücken.' An beiden Usern der Neisse waren Truppen ausgestellt, welche sich mit Platzpatronen beschossen. Die Freischwimmer waren dem Truppentheil auf dem rechten Neisseuser zugetheilt, sie sollten die Neisse nach der Militär- Schwimmanstalt zu durchschwimmen und den Feind vom linksseitigen User verjagen. Geschwommen wurde in drei Gliedern, im ersten Gliede, der Schützenlinie, schwammen die 23er, im zweiten und dritten Gliede, dem Soutien, die 63er. Der Abstand in den einzelnen Reihen betrug von Mann zu Mann über zwei Armlängen, der der einzelnen Glieder 20 Schritt. Die Strömung des Flusses bewegt sich am linken Ufer, auf das der Sturm gerichtet war, hin, dort ist daher der Fluß sehr tief, während er am rechten Ufer seicht ist, so daß er hier durchwatet werden kann. Das erste Glied, die Schützenlinie, watete bis zur Strömung, setzte dort mit Schwimmen ein und hatte schon die Hälfte des nur wenige Meter breiten Stromes schwimmend zurückgelegt, als plötzlich in die Hurrahruse, mit welchen die Schwimmer das Ufer stürmen sollten, sich Hilfeschreie mischten. Mehrere Soldaten waren schwach geworden und untergesunken. Die Nachbarn links und rechts eilten, statt weiter zu schwimmen, ihnen zu Hilfe und es entstand in der Schützenlinie Unordnung. Die zweite Linie, welche unter dem allgemeinen Hurrahgeschrei von den Hilferufen nichts vernommen hatte, schwamm nunmehr in die erste hinein und überschwamm dieselbe. Nun war das Unglück fertig. In hellen Hausen klammerten sich die Soldaten aneinander und rissen sich so gegenseitig in die Tiefe. Eine Compagnie Pioniere, welche oberhalb der Unglücksstelle Pontonirübungen machte, eilte sofort mit ihren Pontons zur Hilfe herbei und rettete, was zu retten war. Die Schwimm­lehrer der Freischwimmer, welche ihnen als Führer voran­schwammen und theilweise bereits das andere Ufer erreicht hatten, stürzten sich muthig in den Fluß hinein und halsen, so viel sie Helsen konnten. An eine Ruderstange klammerten sich acht mit dem Tode ringende Soldaten an und wurden sämmtlich gerettet, einen Sergeanten rissen drei Mann, die sich an ihm festhielten, in die Tiefe hinab und nur wie durch ein Wunder entging er dem Verderben. Ein Schwimmlehrer zog drei Mann hinter einander aus dem Wasser. Als das Signal zum Sammeln ertönte, fehlten acht Mann, welche später leblos durch Taucher ans Land gebracht wurden. Von ihnen kam einer, der Musketier Schlombs, wieder zu sich, die \ anderen waren tobt. Ein Fehler, der sich schwer gerächt hat, \ ist bei der Uebung begangen worden, es war vergessen

worden, Kähne hinter den Schwimmern herfahren zu lassen, welche die etwa mattgewordenen Schwimmer hätten ausnehmen können. Abends um 6 Uhr ist auch der achte Freischwimmer, welcher noch lebend den Fluthen entrissen worden ist, im Garnison-Lazareth gestorben. Die Beerdigung sämmtlicher Verunglückten hat am Sonntag stattgefunden.

* Welche Unsummen die bekannten Pariser Mode- Magazine verdienen, geht aus folgender verbürgter That- sache hervor: Eins dieser Magazine bezahlte an seine erste Directrice ein Jahresgehalt von 45,000 Francs; wegen irgend eines Streites verließ die Dame das Geschäft und machte sich selbstständig; sehr vermißt von dem früheren Prinzipal, suchte sie dieser nach längerer Zeit aus und bat sie, wieder bei ihm einzutreten, indem er ihr ein höheres Gehalst bot, die einstige Directrice theilte aber ihrem früheren Chef ironisch lächelnd mit, daß sie sich in ihrer Selbstständig­keit wohler fühle und auch materiell besser stände ihre jetzige Jahreseinnahme wäre dreimal höher wie ihr Direc- tricen-Einkommen! Nur der stetige Wechsel der Moden kann derartige enorme Ziffern eintragen, wer aber bringt nun diesen ewigen Wechsel zu Stande? In erster Linie die Cokotte, die immer von Neuem auffallen will und daher stets nach Außergewöhnlichem in ihrer Tracht sucht; mit weiter nichts beschäftigt, als mit ihren Toilettensorgen, kommt sie aus die verquersten Einfälle und gestaltet willkürlich die Mode um. Ihr sind alle Ueberfpannttfeiten gestattet und zeigt sie sich mit denselben gelegentlich dergroßen Tage" von Paris, im Concours Hippique, dem Rennen um den grand prix, in einer Premiere der Oper, so bringen die Zeitungen lange Berichte über ihr Costüm, die Modejournale veröffentlichen Abbildungen desselben, man spricht davon und in weniger wie einer Woche ahmen es die vornehmen Damen nach! Auch die Schauspielerinnen in den obersten^ Theatern, aber nur soweit sie in Straßen-, resp. Salon-? Costümen zu spielen haben, wirken auf die Mode ein, kräftig unterstützt von den Modehändlern, welche diese oder jene Neuheitlanciren" wollen, ebenso wie mehrfach der Zufall eine wichtige Rolle spielt; einer gefeierten Modeschönheit ge­fiel nicht der eben bei ihr abgegebene Hut und zerknüllte sie das Dingelchen aus Spitzen und Federn, es dann in Selbst- Verspottung sich auf den Kops stülpend und sich natürlich! damit im Spiegel betrachtend; siehe da, sie sand, daß diese Form, mehr wie originell, sie gut kleidete, sie garnirte dieselbe aus, erschien damit in der Oeffentlichkeit, und binnen einem Monat trug ganz Paris diese neue Hutart, die bann von hier aus die Welt überschwemmte! Aehnlich erging es mit einer ungemein beliebt gewesenen Haartracht: mehrere junge Frauen, welche einen der großen winterlichen Bälle im Rathhause besuchen wollten, hatten aus Aufmerksamkeit für die zum Theil sehr demokratisch angehauchten Stadtväter eine phrygische Haartracht gewählt, die solches Aufsehen erregte, daß sie alsbald jede Schneiderin, jedes Dienstmädchen trug. Letzterer Punkt trägt viel zu dem immerwährenden Wechsel bei: ist erst etwasmodern" geworden, so wird es alsbald, hauptsächlich von den Riesenmagazinen, zu billigen Preisen in Massen auf den Markt gebracht und es wird raschvulgär";^ das ist bann ber Zeitpunkt, wo eine neu austauchenbe Mobe, die in mancher Saison vier- und fünfmal wechselt, auf die entgegenkommendste Ausnahme rechnen kann.

* Probehelme, bei denen die Spitze und der Beschlag aus Aluminium hergestellt sind, gelangten dieser Tage bei einigen Mannschaften des Garde-Füsilier-Regimems zur Verkeilung. Diese Helme, welche sich durch ihr geringeres Gewicht vor den im Gebrauch befindlichen vorrheilhaft aus­zeichnen, sollen vorläufig bei allen den Truppentheilen zur Einführung kommen, deren Helmbeschläge aus weißem Metall hergestellt sind.

Schiffsnachrichten.

Hamburg, 12. August. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschaft.j Das Deutsche DampfschiffMarsala", Capttän Maaß, tft am 11. August, 1 Uhr Nachm., wohlbehalten in New- Nork angekommen.

Hamburg, 13. August. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschaftd Das Hamburg - Newyorker Post - Dampfschiff Rhaetta", Capitän Ludwig, ist am 12. August, 10 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Hamburg, 13. August. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschast.j Der Hamburger Doppelschrauben-Schnelldampser Columbia", Capitän Vogelsang, welcher am 6. August von Southampton aogegangen, ist am 13. August, V/4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 7 Tage 16 Stunden 35 Min. Oceanfahrt von Southampton 6 Tage 16 Stunden 30 Minuten, von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 1 Stunde 30 Minuten.

Verkehr, Land, unfr Volkswirthfchaft.

Gieren, 16. August. Marktbericht. Aut dem heurigen »ochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,05-1,15, Hühnereier per Stück - 4, 2 Stück 11-13 4, Enteneier 6-7 4, Gänseeier 1 St. 1112 4, Käse pr. St. 58 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Ater 17 4, Ansen vr. Liter 28 4, tauben pr. Paar X 0,600,75, Hühner pr. Stück X 0,901.20, Hahnen pr. St X 0,60-1,20, Enten pr. St- X 1,401,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 6874 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 5860 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64-72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 4856 4, Hammelfleisch pr Pfd. 50-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,007,00 X, Weiß­kraut pr Stück 4, Zwiebeln pr. Eentner 7,508,00 X, Milch pr. Liter 12-18 4-

- 8°/oige Oesterreichtfch Ungarische StaatSbahu-Priori- täterr. Nachdem der «erwaltungsrath der Oesterretchtsch-Ungartschen Staatsbahn-Gesellschaft in seiner Sitzung vom 5. August d. I. beschlossen hat, die bisher in die Betriebsrechnung eingestellte Ein« kommenfteuer von 10 Procent vom 1. September ab an den Coupon- der 3procentigen Prioritäten zu kürzen, tritt an die Besitzer der 3procenttgen Prioritäten die Rothwendtgkeit heran, ihre Interessen auf dem Rechtswege oder in sonst geeigneter Weise selbst wahr­zunehmen. Dies kann wirksam aber nur dann geschehen, wenn die Bethetltgten sich in starker Anzahl zu diesem Zwecke vereinigen. Um zu erfahren, in welchem Umfange die Besitzer der Prioritäten geneigt sind, solche gemeinsamen Schritte der Vertheidigung ihrer Rechte zu unternehmen, fordern wir die Inhaber der3procentigenStaatS- bahn-Prioritäten aller Emissionen hiermit auf, ihre Titel zu diesem Behufe und zwar in getrennten, arithmetisch geordneten Nummem-Verzeichnissen, jede Emission für sich, entweder bei unfl