Deutsch Eqlau, 13. April. Bei dem Creditverein wurden erhebliche Unterschlagungen des Kassirers Gaul! entdeckt.
München, 12. April. Zu der am 25. und 26. April in Berlin stattfindenden Conferenz für Arbeiterwohl s a h rt S - Ei n rich tu n g en ist aus Bayern Dr. Karl Schäfer^ von hier geladen.
Würzburg, 12. April. Infolge der W e i n z o l l - E r - Mäßigung verzollte das Hauptzollamt im Februar und März 1892 153059 Kilogramm Verschnittweine gegen 87 655 Kilogramm im Vorjahre.
Zittau, 12. April. In Eibau kamen beim Brande eines großen Hauses der Färber Gürtler und sein Sohn um.
Brüffel, 12. April. Der socialistische Verein verwarf den Antrag Volders über die Aufstellung einer so cialistischliberalen Candidatenliste und nahm einen Antrag Daube und einen Antrag Vandervelde über socialistische Actionssreiheit bei den nächsten Wahlen ausschließlich zu Gunsten der Anhänger des allgemeinen Wahlrechts an.
Wien, 12. April. Bei einem auf dem Dampfer „Axio" aus Südamerika in Neapel angekommenen Reisenden Namens Raimonds wurden 500 Gramm Dynamttkapseln gesunden. Raimonds wurde verhaftet.
Madrid, 12. April. Die Anarchisten in Alcoy beschlossen dieBesteuerungderParteimitgliederzur Förderung der Propaganda.
Madrid, 12. April. Die Arbeitervereine fügen sich dem Circular des socialistischen Comites der Arbeiter, in dem ausgesordert wird, öffentliche Manifestationen am 1. Mai zu unterlassen.
Madrid, 12. April. In Pueblo Nuevo wurden gestern sechs Individuen verhaftet, welche zwei Dynamit- Petarden gegen das Ständehaus schleuderten. Menschen sind nicht verunglückt, der Schaden ist bedeutend.
Athen, 13. April. Infolge der Zunahme des Räuberunwesens in Thessalien reiste der Kriegsminister selbst dorthin ab.
Localer und provinzielles.
Gießen, 13. April 1892.
— Die am Samstag den 9. April stattgefundene Abendunterhaltung des Sängerkranzes war, wie man bei diesem Verein gewöhnt ist, eine wohlgelungene. Seitdem Dr. Heym wie auch nunmehr Franz Bauer das musikalische Scepter dort schwingt, ist das ernste Bestreben nach höheren Zielen deutlich erkennbar und wir können gleich hinzusügen mit sichtbarem Erfolg. Die ersteren Nummern des Programms waren Gaben edelster Art, schade, daß so viele Nachzügler den Genuß, den die rechtzeitig Anwesenden bei dem herrlichen Clavierquartett von Beethoven empsanden, so stark beeinträchtigten. Es würde zu weit führen, alle die Nummern des überreichen Programms hier auszusühren, Herrn Bauer wollen wir aber gern bezeugen, daß er ein solches geschickt auszustellen versteht und ohne mit dem guten Geschmack in Conflict zu gerathen, von Beethoven und Wagner bis zu Heinze gelangte. Die Solovorträge, ernste wie heitere, wurden von bewährten Kräften und best' Veranlagten aus- geführt, an das „nomina sunt odiosa“ wollen wir auch diesmal im Allgemeinen sefthalten, unbedingt aber bei der Vertreterin der Frauenstimme eine Ausnahme machen. Frau Balser als Berusssängerin und geschickte Gesangslehrerin hat das Recht, auch wenn wir uns durchaus jeder Kritik enthalten, freundlichst erwähnt zu werden,- ein so aus dem Herzen kommender Beifall, wie ihn die Künstlerin am Samstag erntete, ein so stürmisch geäußerter Wunsch nach Zugaben spricht deutlicher wie jede Kritik und macht die Pflicht des Erwähnens zum Vergnügen. Der Männerchor, den wir als Veranstalter wohl zuletzt nennen dürfen, zeigte sein Können in jeder Beziehung, trotzdem die Aufgaben, die er sich gestellt, nicht leichte waren. Ein gemächliches Tänzchen schloß die A b end Unterhaltung am Morgen.
Die Blicke der bleichen Frau hingen während dieser geheimnißvollen Worte erwartungsvoll an den Lippen des Arztes.
„Herr Doctor, das Schicksal hat bis heute wenig Rosen aus meinen Weg gestreut. Sie täuschen sich nickt, ich kann stark sein. Bitte, reden Sie."
„Nun denn, Frau Doctor, Ihr Gemahl ist keines natürlichen Todes gestorben," sagte der Arzt mit gedämpfter Stimme.
„Um Gott, Herr Doctor!" ries die Dame erschreckt und ihr Antlitz wurde noch um einen Ton blasser. Doch schnell erholte sie sich wieder und den Arzt ruhig mit ihren großen, dunkelblauen Augen ansehend, stieß sie hastig hervor: „Was berechtigt Sie zu dieser Behauptung, Herr Doctor? Hier, lesen Sie, bitte, was der Bezirksarzt als Todesursache angegeben hat."
Damit nahm sie ein beschriebenes und untersiegeltes Blatt Papier vom Tische und reichte es dem Arzte hin. Dieser warf indeß nur einen flüchtigen Blick daraus und legte es wieder an seinen Platz.
„Ich weiß das, gnädige Frau, aber der alte Herr irrte sich, als er Schlagfluß schrieb. Nun gestatten Sie mir noch eine Frage: Haue Ihr Herr Gemahl hier im Hause oder in der Stadt einen Feind?"
Die Dame schlug vor dem sorschenden Blicke des jungen Mannes die Augen nieder und schien nachzusinnen,' wenigstens haue es so den Anschein. Wohl konnte sie die Frage mit „nein" beantworten, denn der Verstorbene hatte in Wirklichkeit keinen Feind besessen, der einer Thal gegen sein Leben fähig gewesen wäre. Aber ihre Gedanken beschäftigten sich dock mit einer Person, die den Dahingeschiedenen gehaßt, glühend gehaßt hatte. Diese Person war ihr eigener Sohn und es war ihr, als durchlebte sie in diesem Augenblicke noch einmal all die trüben Stunden und Kämpfe langer Jahre. Als junge, hübsche Wittwe hatte sie Dr. Wichert einst die
— Gestern wurde ein Frauenzimmer aus der hiesigen Frauenklinik verhaftet, das dort einen Kleiderschrcnk erbrochen und aus demselben einiges baare Geld entwendet haben soll.
— Kreisschulinspectoren. Herr Lehrer I. Bauder in Darmstadt ist zum Kreisschulinspector für den Kreis Schotten, Herr Kreisschulinspector Karg von Schotten zum Kreisschulinspector für den Kreis Bensheim ernannt worden.
— Erledigte Stellen für Militärauwärter im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division. Bei den Oberhessischen Eisenbahnen, Großh. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen, zwei Bahnwärter, nach bestandener Prüfung und Probezeit widerruflich, je 664 Mk.
— Weltausstellungs-Notizen. Gegenwärtig wird in der Schweiz ein für die Ausstellung bestimmtes riesenhaftes Panorama der Alpenkette hergestellt, dessen Länge 115 Meter und dessen Höhe 17 Meter beträgt, so daß 1155 Geviertmeter Leinwand mit Farben zu bedecken sind. Das Publikum wird in dem Panorama-Gebäude den Anblick der großartigen Landschaft von einem erhöhten Gestell aus genießen, letzteres ist dem Gipfel des Männlicken, eines berühmten Aussichtspunktes zwischen dem Grindelwald und dem Lauterbrunnen möglichst treu nachgebildet. Die grüne Matte des Gipfels verläuft unmerklich in den Vordergrund des Rundbildes, das aber nicht wie gewöhnlich durch plastische Gegenstände belebt ist, vielmehr besteht die Staffage aus Hirten, Kuhherden, Sennhüten, die in weiter Entfernung gedacht sind. Im Hintergrund erblickt der Zuschauer die ganze Kette der Berner und Urner Alpen, ferner die Vorberge, den Thuner und Brienzer See, die schweizerische Hochebene und ganz hinten die Jurakette mit dem Neuschateller See. Das Rundbild verspricht einen überraschenden Eindruck wegen der absoluten Naturtreue und der genauen Beobachtung der Gesetze der Luftpcrspective hervorzurufen.' Die Naturtreue ist dem Umstande zuzufchreiben, daß die sieben Künstler, welche das Werk herstellen, sich behufs dessen zwei Monate lang auf dem Männlicken (in der Höhe von 7000 Fuß) aufhielten und daselbst aus eigener Anschauung das Panorama im Kleinen entwarfen. Es sind die Maler Burnaud und H. van Muyden mit der Ausführung der Staffage und des Vordergrundes betraut, während die Herrn Baud-Bovy, Furet, Martin, Aubry und Pirchaud die Alpenkette malen. Das Bild soll bis zum 1. Juli fertig sein, worauf es in einer Riesenkiste verpackt, nach Chicago befördert wird.
Darmstadt, 12. April. Zum Andenken an ihren verstorbenen Vater, den Rentner Herrn Georg Philipp Roemer, haben dessen Töchter, Frau Emilie Hickler und Frau Auguste Diefenbach dahier, dem Alice-Frauenverein für die Krankenpflege im Großherzogthum Hessen die Summe von 1000 Mk. überreicht.
Darmstadt. 12. April. Die Erben des verstorbenen Rentners G. PH. Römer, Frau Commerzienrath Hickler und Frau Commerzienrath Diesenbach, «chaden der Volksküche eine Schenkung von 1000 Mk. zugewendet.
Worms, 11. April. Die Stadtverwaltung soll beabsichtigen, dem Lutherdenkmal einen anderen Standpunkt zu geben- die Figuren des Denkmals sollen mit der Front nach der Kaiser Wilhelmstraße zu ausgestellt werden, dadurch würde die Hinterfront des Denkmals anstatt durch Gebäude durch Anlage und Bäume gebildet werden. Der Stadtbaumeister soll bereits einen diesbezüglichen Plan ausgearbeitet haben und sollen sich die Arbeiten aus 20000 Mk. belaufen. So wird mehreren Blättern aus Worms gemeldet. Die Wormser Zeitungen enthalten über das Project, das nicht recht glaublich erscheint, nichts.
* Frankfurt a. M., 12. April. Einem hiesigen Kriegerverein wurde das Inventar, das sich in dem Vereinslocale, einer in der Brönnerstraße belegenen Wirthschast, befand, darunter die Büsten Kaiser Friedrichs und Kaiser Wilhelms, durch Gerichtsvollzieher gepfändet.
* Metz, 10. April. Die Einweihung des Kaiser- Wilhelm-Denkmals dahier findet in Gegenwart de§ Kaisers am l 1. September statt. Vorher wird ein allgemeiner Feldgottesdienst abgehalten. In der darauffolgenden Woche finden die Divifions- und Corpsmanöver statt.
Schlffsnachrichten.
c» ,1 ?5rUr? n AprU. (Hamburg Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschast j Das Deutsche Dampfschiff „Marsala", Capitän Maaß, ist am 9. April, 8 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Hamburg, 11. April. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien Gesellschaft.) Das Hamburg - Newyorker Post - Dampfschiff „Venetta", Capitän Reessing, ist am 10. April, 5 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Wöchentliche Neberficht der Sodevfälle in Gießer.
14. Woche. Vom 3. April bis 9. April 1892.
Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 32,81 »/«bezw. 30,29 nach AuSschl. der Ortsfremden-
Kinder
starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Iah :
Lungentuberkulose 1 1 — _
Acute entzündliche Er
krankungen der Ath- mungs-Organe 2
2
Gewaltsamer Tod 3 (1) Andere bekannte
3 (1)
—
—
Krankheiten 7
3
4
—
Summa: 13 (1) 9 (1) 4 —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an nie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswäris nach Gießen gebrachte Kranke kommen
rttrchttche Anzeige« -er Stadt Gietzen
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Gründonnerstag, 14. April:
vormittags 91/a Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Beichte und heiliges Abendmahl.
Charfreitag, 15. April:
Vormittags 9‘/a Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst.
Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Schlosser.
Ostersonntag, 17. April:
Vormittags 9Vs Uhr in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 9'/« Uhr in brr Frirdbofscapelle: Pfarrer Sch losfer
Nachmittags 2 Uhr: Psarrer Dingeldey
Collecte für die Armen der Gemeinde.
Ostermontag, 18. April:
Vormittags 9Vi Uhr in der Kirche: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 9‘/s Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Dr. Naumann.
Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der zu con- firmirenden Gymnasiasten und Stadtschüler. Pfarrer Schlosser.
Collecte für die Kirchenkasse zur Vermehrung des Capffal- vermögens der Gemeinde.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 17. bis 27. April besorgt Pfarrer Dr. Naumann.
Literatur und Aurrft.
' Vermischtes.
* Luzern, 12. April. Das Dorf Chalais bei Siders (im Rhonethal, Canton Wallis) ist abgebrannt. Ueber 100 Gebäude sind eingeäschert. Der Brand wurde durch Kinder entzündet, die mit Feuer spielten.
Hand zum Ehebunde gereicht und ihm Curt, ihr einziges Kind zugeführt- aber der Gatte war dem zarten Knaben kein guter Stiefvater gewesen. Sein rauhes, barsches Wesen flößte dem weichherzigen Kinde vom ersten Tage an Furcht ein- später verwandelte sich diese in Trotz, und dieser wieder, als der Jüngling zum selbstständigen Manne herangewachsen war, in offene Feindschaft, die selbst die innigste Liebe zur Mutter und alle Bitten dieser nicht beseitigen konnten.
Der Arzt mochte wohl fühlen, daß weiteres Fragen die niedergebeugte Frau äußerst peinlich berühren würde - es war ja auck nicht seines Amtes, ein Verhör mit ihr anzustellen. Indem er sich zum Gehen anschickte, bemerkte er, daß, wie die Dinge lägen, es leider seine Pflicht wäre, den Gerichts« arzt von seiner Wahrnehmung rücksichtlich des Tobten in Kenntniß zu setzen. „Sie selbst, das ganze Haus haben ein Interesse daran, daß die Angelegenheit untersucht wird." Und als er sah, wie die Dame bei diesen Worten heftig zusammenschrak, setzte er schnell hinzu: „Beruhigen Sie sick, gnädige Frau, ich werde dafür sorgen, daß die Untersuchung möglichst im Geheimen geschieht. Emen Verdacht habe ich gegen Niemand in Ihrer Familie aussprechen wollen."
„Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen, aber auch ich wünsche jetzt, Herr Doctor, daß eine gerichtliche Todtenschau stattfindet. Unser aller Ehre erfordert das," sagte die Dame in ernstem, festem Tone. „Dars ich erfahren, was an dem Todten Ihren Verdacht erregt hat?"
Der junge Mann wich dieser Frage geschickt aus, indem er sagte, daß er dem Gutachten der Gerichtsärzte nicht vorgreisen möchte- es sei ja immerhin möglich, daß er sich irre. Dann empfahl er sich schnell mit einigen höflichen und tröstenden Worten.
(Fortsetzung folgt.)
- Bechholds Handlexikon der Rainrwiffenschaften «Nd Medici«, bearbeitet von A. Velde, Dr. W. Schaut, Dr. G. Putvermacher, Dr. L. Mehler, Dr. V. Loewenthal, Dr. C. Eckstein, Dr. I. Bechhold und G. Arends. (Verlag von H. Bechhold, Fiank- furt a. M.) Wir erhielten die Lieferungen 7 bis 9. Das Werk »rsetzt eine ganze Bibliothek naturwissenschaftlicher und medicinifcher Literatur; dank der geschickten, durchsichtigen Anordnung ist es möglich, eine solche Fülle von Material in so gedrängter Form zu bieten. Niemals ist uns der enge Zusammenhang von Naturwissenschaften und Medicin, sowie der einzelnen Disciplinen untereinander, mehr zum Bewußtsein gekommen, als bei Durcksicht dieses Werkes und kein anderes Buch kann durch den erdrückenden Beweis der That- sachen klarer als dieses zeigen, daß ein Fortschritt in der Wissenschaft auch einen solchen in Industrie und Technik bedeutet. Für den praclischen Gebrauch ist das Werk deshalb besonders empfehlenswert^, weil man unter jedem Stichwort das Grwünschle findet oder auf die richtige Fährte gewiesen wird. Für die Verfasser waren immer die Gesichtspunkte leitend: Was ist wissenSwerth? Wodurch ist der Gegenstand interessant oder wichtig? Wird von einem Jnsect gesprochen, so wird immer mttgetheilt, wodurch es schädlich oder nützlich ist, welche Mittel man zu seiner Vertilgung kennt rc., bei Besprechung einer Krankheit findet man Ursachen und Symptome eingehend beschrieben, bei industriellen Erzeugnissen ist Fabrikation und Verwerth- barkeit auf das Uebersichtlichste dargestellt, wissenschaftliche vnd theoretische Geaenftände sind in einer für Jeden verständlichen Form gegeben. Daß ein solches Werk die neuesten Entveckungm und Erfindungen mit besonderer Sorgfalt behandelt, ist selbstverständlich. Wlr empfehlen das „Handlexikon" aufs beste.
50000 Liter Wasser!
Eingegangen: 49 004 Liter! Wir rechnen auf die treue Liebe unserer Wafferscköpfer, daß dieselben bis ans Ende ausharren werden! Vor dem Ueberfließen braucht Niemand bange zu sein, — der Ausbau und die innere Einrichtung unseres Wasserhofes für 20 epileptische Kranke und ihr Unterhalt wird in vielem Jahie allein 10000 Mk. kosten. — Auch gedenken wir am 26. Juni d. I. das 25iährige Jubelfest unserer Colonie für Epileptische zu feiern und möchten als Jubiläumsgabe gern 80 epileptischen kleinen blödsinnigen Mädchen ihre neue Heimath „Klein - Bet del" schuldenfrei schenken. Sollten hietfür einige Liter übe,fließen, würden wir innig dankbar fein!
Bethel bei Bielefeld, 9. Ap'tl 1892.
v. Bodelschwingh, Pastor.
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