Ausgabe 
13.10.1892 Erstes Blatt
 
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und 1890 erster Hauptmann. Die Festlichkeiten, bestehend in Banket, Theater u. s. w., finden in Steins Saalbau statt.

Ernennungen. Ernannt wurden: am 4. October der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Lich Johann Philipp Franz Jockel zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Grünberg,, und der Gerichtsvollzieher-Aspirant Georg Gott­sried Berbert aus Darmstadt zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Lich, beide mit Wirkung vom 1. November 1892.

Nach den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesund- heitsamtes gestaltete sich in der Zeit vom 18. bis 24. Sep­tember der Gesundheitszustand in den meisten Groß­städten Europas sehr günstig und auch die Sterblichkeit wurde fast allgemein eine geringere als in den Vorwochen- nur wenige Orte zeigen unter den deutschen Städten im Vergleich zur Vorwoche eine nennenswerthe Steigerung. Fast allge­mein zeigen acute Darmkrankheiten eine weite Abnahme der Sterbesälle auf und ist die Zahl derselben nur noch in wenigen Orten eine größere als gewöhnlich. Die Betheiligung des Säuglingsalters an der Gesammtsterblichkeit war allgemein eine geringere als in der Vorwoche- von je 10000 Lebenden starben, auss Jahr berechnet, in Berlin 73, in München 118 Säuglinge, lieber 35,0 pro Mille stieg die Sterblich­keitsziffer unter den deutschen Städten nur in Altona und Hamburg (im letzten Orte 90,7 gegen 148,5 der Vorwoche). Die Nachrichten über die Verbreitung der Cholera in deutschen Orten lauten in der Berichtswoche überwiegend günstig und zwar sowohl bezüglich der Zahl der Bezirke und Orte, in denen Cholerafälle festgestellt wurden, als auch bezüglich der Anzahl der Fälle, die zur Beobachtung gelangten. Sterbe­sälle an Masern wurden aus Berlin und New-Aork zahlreicher, aus Hamburg, Paris, London, Warschau seltener gemeldet. An Pocken kamen aus Lemberg 4, aus Warschau 6, aus Prag 9 (mit 13 Erkrankungen) zur Anzeige. Aus dem Regierungsbezirk Posen werden 10 Erkrankungen an Trichinosis gemeldet.

Aus der Ausschußsthuug des Bezirks-Eisenbahnraths Köln vom 5. October wird uns berichtet, daß die Handels­kammer Gießen (nach vorher vergeblichen Schritten bei Königl. Direction Elberfeld) zur Tagesordnung einen Antrag aus Herbeiführung besserer Anschlüsse der Crenzthal-Cölber Bahn an die Personenzüge der Main-Weserbahn angemeldet hatte, welcher von dem Vorsitzenden dieser Kammer unter ausführlicher Motivirung zur Annahme empfohlen wurde. Als besonders ungünstig bezeichnete derselbe die Lage der Züge 7 und 5 der Creuzthal- Cölber Linie, indem ersterer 1252 auf dieser Station ein-- treffe, nachdem der Personenzug Nr. 93 der Main-Weserbahn um 12 29 in Cölbe abgefahren sei, so daß die von Frankenberg- Sarnau ankommenden Fahrgäste, deren Reiseziel eine kleinere Station in Richtung Cassel sei, erst um 5 36 an eine Weiter­beförderung denken könnten. Zug 5 erreiche Cölbe um 3^, während Personenzug Nr. 100 der Main-Weserbahn acht Minuten vorher diese Station verlassen habe und der nächstfolgende Personenzug m Richtung Frankfurt a. M. erst um 7 Uhr abgehe. Ebenso bekiagenswerth sei es bestellt mit dem Anschluß des Zuges 100 der Main-Weserbahn in Richtung Creuzthal. Als überzeugendes Argument der be­stehenden Verkehrserschwerung führte Antragsteller an, daß es unmöglich sei, zwei benachbarte Plätze an einem Tage geschäftlich zu besuchen, sofern dieselben an beiden genannten Strecken getrennt gelegen seien und die in Frage kommende Main - Weser-Station (jenseits Marburg) nur Personen­verbindung habe. Die Regierungsvertreter erkannten die geschilderten Mißstände als solche an und versprach Herr Oberregierungsrath Breithaupt von Elberfeld, daß seine Direction sich mit Königl. Eisenbahn-Direction Hannover ins Benehmen setzen werde, um bessere Anschlüsse herbeizusühren. Der gleichzeitig gestellte Antrag auf Errichtung einer Spätzug- Verbindung von Gießen nach Wetzlar wurde abgelehnt.

8. Steinbach, 12. October. Gestern früh 3 Uhr brach hier an drei verschiedenen benachbarten Stellen zugleich Feuer aus, das Scheuer, Stallung, Holz-, Stroh- und Heuvorräthe in Asche legte- es wird Brandstiftung vermuthet.

Münzenberg, 11. October. Im September 1882 be­riefen die damals in Münzenberg amtirenden Herren Pfarrer Wahl (jetzt in Wieseck) und Lehrer Hitzel eine Versammlung ihrer Mitbürger zur Berathung von leitenden Grundsätzen für eine zu gründende Pfennigsparkasse. Dies Institut, dem sich auch Trais-Münzenberg anschloß, wurde am 1. October 1882 eröffnet und die Leitung wie Einkassirung der Gelder der Kasse Herrn Hitzel übertragen, der dies Amt heute noch versieht. In den 10 Jahren sind im Ganzen eingelegt worden: in Münzenberg 28337 Mk. 20 Psg., tn Trais- Münzenberg 3147 Mk. 60 Psg., in Summa 31484 Mk. 80 Psg., davon wurden an die Sparer zurückgezahlt 23549 Mk. 80 Pfg., bleibt Restguthaben derselben 7890 Mk.

Altenstadt, 8. October. Die hiesige Gemeinde kaufte das Tylmann'sche Gut für 220000 Mk. Daffelbe wurde nun parzellenweise verkauft und erzielte die Gemeinde dabei einen Ueberschuß von 15000 Mk. Da zwei dazu gehörige Hosraithen mit sehr großen Gärten und 17 Morgen Wiesen nicht verkauft wurden, sondern Gerneindeeigenthum bleiben sollen, schlägt man den Gesammtgewinn auf 70000 Mk. an.

(Darmst. Ztg.)

Obbornhofen, 11. October. Bei der am 24. September dahier stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters wurde der seitherige Beigeordnete Herr Konrad Le sch Horn einstimmig zum Bürgermeister hiesiger Gemeinde gewählt.

Oppershofen, 11. October. Bei der am 8. October dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde unser seitheriger Bürgermeister, Herr Schmidt, mit 94 Stimmen wiedergewählt.

Lauterbach, 11. October. Auch hier wurde ein Cholera­witz verbrochen, der angenagelt zu werden verdient. Die Polizei machte die sanitären Maßregeln gegen die Cholera mit der Schelle bekannt, dabei auch erwähnend, daß die

gereinigten Miststätten :c. durch Kalkmilch zu desinficiren seien. Jemand, der letzteres anders verstanden, schickte in die Molkerei und ließ sich einige Liter Halbmilch holen, damit wurde nun der Abort gründlich bespritzt. Ein Cholera- sall soll nun deshalb doch nicht vorgekommen sein. Probatum est.

Salz (Kreis Lauterbach), 9. October. Gestern wurde unser schon über 27 Jahre im Amt befindlicher Bürgermeister, Herr Muth, fast einstimmig wiedergewählt.

Nidda, 10. October. Die Obstausstellung war über alle Erwartung zahlreich besucht. Die Frequenz am Sonntag Nachmittag war so stark, daß es für die Besucher sehr schwer hielt, die ausgestellten Obstsorten gemüthlich in Augenschein zu nehmen. Ebenso sanden sich zu dem allerdings sehr brillanten Concert der Capelle des Kaiser-Wilhelm- Regiments am Abend so viel Zuhörer ein, daß kaum Alle Platz sanden. Das Concert sand den größten Beifall. Nach Beendigung des Programms wurden auf allgemeines Ver­langen noch verschiedene Stücke gespielt.

A Mainz, 11. October. Eine erschütternde Tragödie spielte sich gestern Morgen in einer Arbeiter­wohnung der Neustadt hier ab. In einem Anfalle von Geistesstörung versuchte eine Fran ihren im Schlafe liegenden Mann zu erdolchen. Glücklicher Weise erwachte der Mann noch rechtzeitig und wurde mit Hilfe dritter Personen aus den Händen der Wahnsinnigen befreit. Der bedrohte Mann hat alsbald seine Heimstätte verlassen und ist bis jetzt nicht zurückgekehrt. Aus der Außenbahnlinie Mainz-Hechtsheim ereignete sich gestern Abend ein schrecklicher Unglücks­fall. Ein Geschäftsmann aus Bretzenheim, der sich in einem Zustande hochgradiger Trunkenheit befand, wollte auf der falschen Seite in den schon in Gang gesetzten Zug steigen, versehlte aber das Trittbrett und gerieth unter die Räder. Letztere gingen über den Mann weg und verletzten denselben derart, daß er tobt am Platze blieb. Das hiesige Unter- stützungscomits für die Nothleidenden in Hamburg hat jetzt die Geldsammlungen eingestellt. Im Ganzen sind bei demselben nur 4637 Mk. eingegangen, eine im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe wie Mainz sehr geringe Summe. Der Mißerfolg des Comites ist indeß nicht einem Mangel an Sympathie für die schwer heimgesuchten Ham­burger zuzuschreiben, sondern hat seinen Grund in der lässigen Art, wie das Comit6 die Sammlungen betrieb. Der lang­jährige Leiter der Mainzer Actien Bierbrauerei, Director Jung, dem das Unternehmen hauptsächlich seinen großen Aufschwung zu verdanken hat, legt mit Schluß dieses Jahres wegen eines Augenleidens seine Stelle nieder. An seine Stelle tritt Director Barth, der bis jetzt die Actienbrauerei in Essen leitete.

Mainz, 11. October. Die Anmeldungen zu der in Mainz zu errichtenden Winterbauschule sind sehr zahl­reich, so daß man dem von dem landwirthschastlicheu Vereine ins Leben gerufenen Unternehmen eine gute Zukunft Voraus­sagen kann. *

Bingen, 11. October. Eine Localcommission besichtigte gestern die Weinberge. Aus Grund des von derselben erstatteten Berichts beschloß der Gemeinderath gestern Abend, den Beginn der Weinlese für die Gemarkung Bingen mit Ausnahme der Districte Scharlachberg und Elfei auf den 13. d. Mts. festzusetzen. Die Menge fällt jedenfalls gering aus, die Qualität aber sehr gut. Preise sind noch nicht bekannt.

Vom Lande, 10. October. Die Aepselweinproduc- tion wird in gegenwärtigem Jahre in Folge der reichlich ausfallenden Aepselernte namentlich im Odenwalde und am Main, wie auch in einigen Theilen Oberheffens, außer­gewöhnlich stark betrieben. (N. H. Bolksbl.)

" Vermischter.

* Hersfeld, 10. October. Von einem beklagens­wert h en Unglückssall wurde die Familie des Maurers Karl Hild hier betroffen. Der 11jährige Sohn derselben ließ gestern Nachmittag einen Drachen steigen und hatte sich bei dieser Gelegenheit, jedenfalls im Lausen nicht vor sich sehend, an die Deichsel eines im Wege stehenden Wagens gestoßen. Hierbei muß der Junge sich schwere innere Ver­letzungen zugezogen haben, denn er ist heute Morgen zum größten Schmerz der Eltern und Geschwister gestorben.

* Arolsen, 9. October. Schwere Strafe. Ein Soldat des 32. Infanterie Regiments erhielt dieser Tage wegen eines muthwilligen Streiches eine schwere Strafe. Während der jüngsten Divisionsmanöver, die im Waldeck'schen und in den angrenzenden preußischen Gebieten stattsanden, riß ein Soldat genannten Regiments in der Nähe des Städtchens Meschede ein auf dem Felde stehendes Kreuz um. Das Kriegsgericht erkannte wegen dieser leichtsinnigen That auf eine dreijährige Festungsstrafe, außerdem erklärte sich die Militärbehörde bereit, für das vernichtete Kruzifix ein neues Herstellen zu lassen.

* Nürnberg, 11. October. Bei einem Brande in Mönchsberg an der Aisch erstickten zwei Kinder des Oeconomen Barthlein.

* Eine ärztliche Stimme über den Diftanzritt. Die ge- fammte Presse und ein Theil der Bevölkerung nahm lebhaftes Interesse an einem neuen Sport, an welchem Pferde, Reiter und Radfahrer beteiligt waren. Ob derartige Unternehmungen vom sanitäts-hygienischen Standpunkt zu billigen sind, ist sehr fraglich. Es steht zu befürchten, daß dadurch eine in England häufiger, bei uns noch weniger gekannte Krankheit Ueber- anftrengung des Herzens durch geistige Erregung und große Inanspruchnahme der Körperkraft, entstehen könnte, welche zwar nicht unmittelbar, aber in der Folge für die Betheiligten Gefahr für Leben und Gesundheit hervorbringen dürste.

* Ein kleines Mißverständnitz Vorn deutschen Fischerei­tag in Friedrichshafen erzählt man nachträglich folgendes Intermezzo:Eine württembergische Prinzessin ließ sich die­

jenigen Regierungsräthe und Oberamtmänner besonders vor- stellen, welche auf dem Gebiete der künstlichen Fischzucht sich hervorgethan haben. Nachdem die hohe Frau mit einem Oberamtmann, den sie persönlich längst kannte, auch über dessen Familienangehörige sich unterhalten hatte, wurde ihr vom Hofmarschall ein weiterer Oberamtmann vorgestellt. Diesen fragte die Prinzessin:Sind Sie auch verheirathet?" Leider! Königliche Hoheit, sogar sehr!" war die laute Ant­wort. Mit allseitig wahrnehmbarer Entrüstung wandte die Prinzessin sich ab. Hinterher erfolgte Aufklärung dahin, daß der Oberamtmann schwerhörig war. Er hatte verstanden: Sind Sie (Ihr Bezirk) auch verhagelt," und darauf die richtige Antwort gegeben:Leider! sogar sehr."

* Eine jugendliche Räuberbande. Welches Unheil das Lesen vonromantischen Räubergeschichten" in jugendlichen Köpfen hervorzurufen vermag, zeigt wiederum ein Vorfall, der in der Stadt Rössel (Rgbz. Königsberg, 3500 Ein­wohner) gegenwärtig das Tagesgespräch bildet. Dort hatte sich eine aus sechs Köpfen bestehendeRäuberbande" zusammengethan, und nachdem die Mitglieder derselben, sämmtlich schulpflichtige Burschen, denEid" geleistet, gingen sie allen Ernstes daran, die Stadt Rössel an vier Stellen in Brand zu stecken. Ein von ihnen angezündeter Stall auf dem dortigen Anger brannte vollständig ab- die in den Hinter­gebäuden der Apotheke und eines Kaufmanns angelegten Feuer wurden rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Auch ein von derRäuberbande" in der Mühlenstraße in Brand gesetztes Haus wurde gerettet. Wie sich später herausstellte, hatten sich die Bubenverschworen", die ganze Stadt abzubrennen. Dem Schwörenden wurde vomHauptmann" ein Revolver auf die Brust gesetzt und im Falle des Eidbruches, d. h. wenn einer das Vorhaben verrathen würde, der Tod angedroht. Zwei der Buben sind schon zur Hast gebracht worden. Sie waren in den letzten 14 Tagen nicht mehr zu Hause gewesen und hatten schon früher in Korschen einen Fleischer bestohlen und den Raub unter sich getheilt.

* Pech! Die Zeit der Redactionskartoffeln ist da. Die Landwirthe beeilen sich, die bestgerathenen Früchte mit be­rechtigtem Stolz dem nächsten Redacteur zu überbringen, damitsie in die Zeitung kommen." Da hört man denn Ziffern von 600, 700, 800, 900 bis 1200 Gramm mit einander um die Siegespalme ringen. Ein eigenartiges Un- \ glück hat nun unlängst dieses gar nicht so üblen Sportes wegen einen Zeitungsverleger einer westphälischen Ackerstadt getroffen. Der gute Mann hatte eine ganze Menge von Riesenkartoffeln in seinem Redactionspult angesammelt und veröffentlichte nun das Gewicht der einzelnen nebst den Namen der Züchter in einem besonderen Artikel unter der lieber« schrist:Wer hat die dicksten Kartoffeln?" Nun haben sämmtliche in dem Artikel genannten Landwirthe der Zeitung ihre Kundschaft entzogen und wollen außerdem den Heraus­geber wegen Beleidigung verklagen, weil er hämischer Weise bei der Ueberschrist des Artikels auf das bekannte Volkswort habe Hinweisen wollen:Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln." Das hat man für feinen guten Willen!

Literatur und ICwttft.

Collection Hartleben. VierzebntLgtg wird ein Band auSgegeden: Preis des Bandes eleg. geb. 75 Psg. Pränumeiatton für ein Jahr (26 Bände) 19 Mk. A. HartlebenS Verlag, Wien. Von derCollection Hartleben", jener Sammlung gediegener, schön ausgestalteter Romane, welche die bekannte Verlagshandlung zu billigen Preisen edirt, sind eben die Bände VI, VII, VIII und IX versendet worden, den Abschluß von Alex. DumasSo sei es!- und Eugen SuesMiß Mary" und einen der schönsten Romane Jokats Hallst Patrona" enthaltend. Es ist wirklich erstaunlich, was heut­zutage für wenig Geld geboten wird. Gediegene Werke aus schönem Papier, gut gedruckt und gebunden für 75 Pfg. pro Band. Ein Betrag, für welchen man sich kaum auch nur einen solchen Einband herzustellen vermag. Mehr als je sollte das Romane lesende Publikum in dieser unsicheren Zeit den entliehenen Büchern, welche nach den Aussprüchen unserer bedeutendsten Aerzte Krankheitsstoffe ins HauS bringen, jetzt aus dem Wege gehen und statt die schmierigen Leih- bibliotheks-Bände zu benutzen, gute Lectüre zu billigen Preisen kaufen.

Wöchentliche Uebnstcht der Todesfälle in Gietzen.

40. Woche. Vom 2. October bis 8. October 1892.

Einwohnerzahl: 21500 (incl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 32,03 o/«,bezw. 17,25 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Kinder

A n m. Die in Klammern gesetzten Z ffern geben an, wie viele der Todessälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gietzen gebrachte Kranke kommen.

Es starben an: Zusammen:

Erwachsene: 1.

im

Lebensjahr:

vom

2.15 Jahrr.

Diphtherie 2 (1)

2 (1)

Wochenbettkrankheit 1

1

Lungenschwindsucht 1 (1)

1 (1)

Tuberkulose anderer

Organe 2 (1)

2 (1)

Lungenentzündung 2 (1)

1

1 (1)

Darmcatarrh 1

1

Krebsart. Neubildung 1 (1)

1 (1)

Andere bekannte

Krankheiten 2 (1)

2 (1)

Unbekannter Krankheit 1

1

Summa: 13 (6)

8 (4)

3 (1)

2 (1)

AirchUche Anzeigen der evang. Gemeinde.

Donnerstag den 13. October, Nachmittags 4 Uhr: Vor- bereitung für die Kinderkirche (in der Stadtkirche).

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschasi

Llaubhütten-Schlußsest Donnerstag den 13. und Freitag den 14. October.

Vorabend 500 Uhr, Donnerstag Vormittag 800 Uhr, Donnerstag Nachmittag 310 Uhr, Donnerstag Abend 5» Uhr, Freitag Vormittag 8°o Uhr, Freitag Abend 500 Uhr, Samstag Vormittag 88' Uhr, Samstag Nachmittag 380 Uhr, Samstag Abend 55° Uhr.

Verkehr, Land« nnd Volkrrvirtyfchaft.

Lauterbach, 11. October. Am Wochenmarkt vom 8. Oc­tober waren ungefahren: 425 Kilo Weizen Mk. 16,75, 275 Kilo Koen Mk. 15,99, 267 Kilo Hafer Mk. 13,50, 300 Kilo Erbsen Mk. 17,25, 17350 Kilo Kartoffeln Mk. 3,.