Temperatur der Lahn und Luft gemesim nach Reaumur am 9. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 10V» Grad, Luft 9 Grad im Schatten.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
innerhalb drei Tagen erbaut werden und ermöglichen die Verbrennung von täglich 360 bis 400 Leichen. Die Kosten der Erbauung eines Ofens belaufen sich aus etwa 500 Mark, die des Brennmaterials für eine Leiche auf 2 Mark. Der Verbandstag hat den Verein für Feuerbestattung zu Frankfurt am Main mit Auskunstsertheilung betraut.
Bern, 8. September. Der schweizerische Bundesrath hat sämmtliche schweizerische Eisenbahndirectionen angewiesen, alle aus dem Auslande kommenden Extrazüge, gleichviel welcher Art die Herkunft ist, nicht weiter ins Innere des Landes zu befördern.
Brüssel, 8. September. Die Cholera ist hier im Abnehmen begriffen, dagegen breitet sie sich von Antwerpen den Canälen entlang im Lande aus und sind besonders die Provinzen Hennegau und Brabant stark heimgesucht.
London, 8. September. Die „Times" meldet, daß die Cholera tn Teheran erloschen sei, mindestens 13000 Personen seien der Seuche erlegen, in ganz Persien ungefähr 30 000.
i Cer Ötrom hat einen falschen Weg genommen und nur ein Knacken i im Fernhörer verursacht.
Cs empfiehlt sich also, das Ende jeden Gespräches mit „Schluß" zu bezeichnen- hierauf schleunigst die Fernhörer einzuhängen und durch dreimaliges kurzes deutliches Drücken Ä^^^opies das Schlußzeichen zu geben. Geschieht !°pbl^bt die Verbindung bestehen und beim nächsten An- Apparal genö4hig^ no$ verbundene Theilnehmer wieder an den ^ider wird nun im Unmuth erst recht hastig abgemeldet, ohne daß, wie oben angeführt, das Amt etwas davon merken kann.
k c xnc Ä^altung auf kurze Zeit unterbrochen, so muh ?e^ch der eine Theilnehmer den Fernhörer unausgesetzt am Ohre behalten; es empfiehlt fid) aber, das Schlußzeichen zu geben und bei Aortschung des Gespräches das Amt von Neuem anzurufen. In stärkeren Verkehrsstunden fallen viele Klappen gleichzeitig, die Be- d^uung der betretenden Leitungen kann alsdann nur nacheinander hSr* >An^&aen es nicht richtig, im Unmuth
?^uber, daß die gewünschte Verbindung nicht sofort zu erlangen ist. den Apparat gleich zu verlassen. Anderseits tritt eine Verzögerung t)er Verbindungen häufig dadurch ein, daß der Beamte die Meldung ^hier Amt oft wiederholen muß, weil der rufende Theilnehmer es verabsäumt, seinen linken Fernhörer vor dem Anruf an das Ohr zu ^hmen Oft wird fälschlich nur der rechtsseitige Hörer abgehängt der Therlnehmer kann alsdann die Meldung überhaupt nicht erhalten. Bei vielen Theilnehmern find' besondere Einrichtungen, wie z. B zweste Apparate, besondere Wecker, Umschalter für den Anschluß aa n^r^uerwache u. s. w., vorhanden. Auf die richtige Stellung der Umschalter muß besondere Sorgfalt gelegt werden. Durch unrichtige Stellungen derselben werden recht empfindliche Störungen verursacht.
Eingesandt.
Gießen, 9. September 1892.
f r. Mittwoch Abend hatten drei Herren bei dem gegenwärtig ber L°hn das Malheur, bei der Einsahr?
auf Einen der dort zahlreich im Wasser stehende" RAen °Aeiiahrcn und waren trotz allen Anstrengungen nicht im §iande, rhr Boot wieder flott zu machen. Das Vergebliche ihrer Bemühungen etnsehend, suchten sie einige der auf der Brücke zahlreich versammelten Anwesenden zum Herbetholen eines Bootes zu oer- anlaffen. Wohl an 100 Zuschauer befanden sich auf der Brücke Änft11!1 Dt£n ^nCnrlanb bemüßigt, dem Treiben der Jungen Einhalt zu thun, welche, anstatt jener gewiß gerechtfertigten Aus- ^nfafte^he^ SU leisten, sich nicht entblödeten, die
Insassen des Bootes zu beschimpfen und Steine nach ihnen zu ,H°Ern Schwimmlehrer Rödel endlich mit Diel’« Mvhe bewirkte Flottmachen des Bootes entlockte der Menge nur erneutes Gejohle. Es ist sehr bedauerlich, daß die beiden Herren "blche sich vergeblich bemühten, die versammelte Jugend in Schänken ju halten, keine Unterftuöun0 bei den anderen Leuten fanden die SÄ&ÄXJ*"1*8 b"
kirchliche Anzeigen -ee Stadt Gietzen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst-
13. Sonntag nach Trinitatis, 11. September*
Vormittags ?a/4 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
dienst Hl* unb heiliges Abendmahl im HauptgotteS-I Kinderktrche fällt aus.
besorg^Pfdrer^Äauman^ 17’ @tptm6s
Katholische Gemeinde.
tember:SOnnta0 $fing,icn' MariSG-burt, 11. S-p-
@etege®6dlSiur66I.9®Äta6§ W Unb 3*bCnb§ um ™
.^Sonntag: Vormittags von s/46 Uhr an Geleaenbeit nir M Deich e; um 6 Uhr erste hl. Messe; um V,8 Uhr zwette hl Messe; um /<10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag den 10. September:
U& 8°° U6r' 92at6mi,ta^ 4™
Vermischte-.
I * Frankfurt a. M., 7. September. Das Obstmarkt- I ^omite versendet soeben die Einladungen zu den in diesem I v§ühre (29. September und 11. October) stattfindenden Ob st Märkten. Nach der Marktordnung wird ausschließlich in Deutschland gezogenes Obst u. s. w. zugelaffen und zwar sortirtes Tafelobst, gepflücktes Wirthschastsobst, gewöhnliches Wirthschafts- und Mostobst, gedörrte und eingekochte Obst- srüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obstliqueure, Mus, Marmelade, Gelse u. f. w., sowie gedörrte und eingekochte ! Gemüse. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sortirtem Tafelobst und gepflücktem Wirthschastsobst dürfen bis 5 Kgr. brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirthschastsobst bis 25 Kgr. betragen. Obst- und Gemüse- Producte sind mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen aufzustellen sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält. Name der Sorte, Preis per Kilogramm, bezw. per 100 Kgr. ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Verkäufers, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben sind am Tage vor Abhaltung des Marktes franko Marktlocal zu liefern. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finden durch vom Marktcomite abgestempelte Schlußscheine unentgeltlich statt. Begleitscheine find vom Obstmarkt-Comite erhältlich, das auch jede weiter gewünschte Auskunft ertheilt.
* Augsburg, 8. September. In dem Lechfeldlager e x p l 0- dtrte eine blindgegangene Granate beim Entladen. Zwei Fußartilleristen wurden gelobtet, ein dritter ist schwer verletzt.
* Kiel, 8. September. Vergangene Nacht explodirte 1 ein schwedisches Schiff, mit Naphta befrachtet, und verbrannte vollständig. Ein Matrose ist tobt. Der Capitän wurde ins Wasser geschleudert, jedoch gerettet.
Z** xxx?L 6ir,ft Rabnt allo au 8 erfter Hand b
v0" El,®n & Bussen, Crefeld, \rV iVlIlllVIll ,n 'Am Manh beziehen. Man verlange f t ' Muster mit Angabe dcS Gewünschten.
Verkehr, Land. uttfc Volkswirthschaft.
I o △ dluS dem Ohmthal, 7. September. Aeußerft stark sind die gegenwärtig stattfindenden Grummetgrasversteigerungen fAr a ' Gemeindewiesen von Steigerern besucht und^die für das Grummetgras gebotenen Preise übersteigen die des Heugrases 9Vrft,.ainPMrDPPe^Dessenungeachtet erreicht bei manchen Versteigerungen der Gesammterlos den Erlös aus der Heugrasver- ift 0ehflU6n9pr aI”6 be-^iafbcltanb auf Didcn Wiesen eben so schlecht fannb ^ür fnlA, ' ^^brn nur zur Weide benutzt werden u“,r 'Olche Wiesen^ werden eben auch sehr geringe Preise be- r.c^tercJ“r Wiesen mit gutem Graswuchs ganz un- gewohnlich hoch find. Der Gentner Grummet stellt sich vielfach schon 3 6 § 4 SWarf. Es ist aber auch in der That ein ^lttnes Vorkommen, daß nach einer schlechten Heuernte eine r? CT/ Grummeternte folgt. Schlechte Heuernten sind auch fM0<tnen dürren Jahrgängen zu verzeichnen gewesen, immer aber folgte auf sie eine gute Grummeternte. Dies ist aber gegenwärtig nicht der Fall Auch hat das jüngste Regenwetter di! HoNnungen nicht erfüllt, die man noch an es knüpfte, daß es nämlich den Graswuchs noch etwas fördern werde. Es hat sich eben doch iu die allen verdorrten Grasspitzen können nicht me-r wachsen, nur bem jungen Gras kann die Feuchtigkeit, die aber auch immer noch nicht durchweichend ist, noch etwas helfen Die Krumm!? ernte fällt demnach über die Maßen schlecht au^ Scl^t gute L- wiesen, la manche Grundwiesen sind überhaupt nicht zu mähen und werden jetzt schon zur Weide benützt. Etwas besser fällt die Grummet- ernte im obersten Ohmthal, in dem Ober- und Unterseibertenrod ?^gen. aus. Dort haben mehrfach Gewitterregen stattgefunden wodurch das Grummetgras, welches ja nicht viel «tenrfifinMt nStM« bat biek erbten unb besser wachsen könnt?. ^ttÄlÄ ®r“mmetcrntc begonnen und man fährt dort durchaus nUt Wed)te Fuhren von den Wiesen. Wie alles übrige Grünfutter so auch der junge Gersten- und Haferklee sehr zurückgeblieben. Während man sonst diesen jungen Klee im Herbste noch °^cr ^04 abhüten konnte, sind die unentwickelten Kleepflanzchen kaum auf den Ackern bemerkbar. Sie werden den h^roAI d) K Überdauern vermögen. Daß bei solchem Futter- mangel die Heupreise ganz bedeutend steigen, ist felbftDerftänblirh ®a5 Heu rst ein sehr begehrter Artikel geworden, aber auch sehr Die Händler bezahlen für den Gentner eben ""d mehr, voriges Jahr um diese Zeit 1,80 bis 2 Mark Leitet♦bÜlftCn indessen mit Sicherheit noch st-b-n kommen k-nrn 4 618 5 M°'k zu
Fernsprechwesen.
kür und Frommen der Herren F-rnsprechth-ilnehm-r und
für solche, die es werden wollen, sei auf die von uns wabr- gemach?^^ ofh?r vorkommenden Störungsursachen rc. aufmerksam
Da ist in erster Linie zu erwähnen. baü in her Vor?ckrifte^ ielephonische Gcschäite adgcwickelt werden, die gegebenen um 9rflÜrn\ au6ci 2,(61 gelassen werden.
Zum Anruf des Vermittelungsamtes genügt schon ein kur»er Druck on de» W-ckknops, um dte Stanolkt-pp- zum Fallen ,u v-^mmb-n^ ,^tes finde, nicht statt, wie Manche
»S .Den Weckknops wiederholt oder längere Zeit zu drücken ist deßhalb unzweckmäßig unb verhinbert nur den Beamten sich (ns ftörenb ist bie trommelnbe Hanb- ffitiipn Aui' unb Nieberbewegen bes Hnf§:
des K Hakens und bas Drehen am Weckknopf wahrend
» s ! Der^bett das Hören. Ein Drücken des We^nopfes ta *■« ä
„ f ™da?™c Gegenstände, wie Schlüssel, Messer, Papierscheeren selben oc'rfdii 111 auf,bt.n aPParat legen, denn sobald die" Cl V ne 1T^Ie,ntnen berühren, ist der Apparat ausgeschaltet
Cocalc» »«0 jprovinzicllcs.
Gießen, 9. September 1892.
— Ein beredtes Zeugnitz von der Hebung der Industrie in unserer Stadt bildet das nunmehr vollendete neue Fabrik- gebäube der Firma Hch. Schaffstaedt. Große helle Räume sind für die Dreherei, Gießerei und Schlosserei vorgesehen, ebenso ein Wasch- und Baderaum für die Arbeiter und ein Probirraum für die von dem Inhaber der Firma erfundenen Gegenstromapparate zur Erzeugung warmen Wassers für Bade- und Genußzwecke. Bon diesen Apparaten, die nach allen Welttheilen schon verschickt wurden, sind über 1500 Stück im Betrieb und werden von den höchsten Behörden und den größten Industriellen Deutschlands aufs Beste empfohlen. Kurz, das neue Fabrikgebäude genannter Firma genügt in sanitärer wie technischer Hinsicht allen Anforderungen der Neuzeit. Wir wünschen dem Besitzer, der es verstanden hat, durch eigenen ytEt§ sich so emporzuarbeiten, auch fernerhin Glück und Segen für seine Unternehmungen.
— Im „Casv Leib" concertirt Samstag und Sonntag (s. Inserat) die Tyroler Concert-Sänger-Gesellschaft Lechner- Hepperger aus dem Unter-Innthal, lieber die Leistungen d'eser Gesellschaft liegen zahlreiche anerkennende Berichte vor die alle das prächtige Stimmmaterial, die ausgezeichnete vocale und instrumentale Schulung der Mitglieder, das reichhaltige Lieder-Repertoir, die stete Munterkeit und Unermüdlichkeit rühmend hervorheben. Herr Hepperger, welcher das Ganze dirigirt, verfügt über ein Respect einslößendes Baßorgan und eine tüchtige musikalische Ausbildung. Daß der am Schluß zum Besten gegebene Schuhplattler überall allgemeinen Jubel erregt, brauchen wir nicht erst zu erwähnen | Ungern sah man die vorzügliche Gesellschaft überall «zuletzt nach Wochen in Frankjurt) scheiden. Möge auch hier allseitig freundlicher Empfang und Anerkennung ihr zu Theil werden
Butzbach, 9. September. Mit welcher Liebe Deutsche an ihrer alten Heimath hängen und sich noch gern, wenn auch in weiter Ferne weilend, lieb gewordener Feste erinnern davon legr beredtes Zeugniß ab folgendes Kabelteleqramm' welches jetzt in New-Dork lebende, geborene Butzbacher am Tage unseres Kirchweihfestes aufgaben und am zweiten Festtage Vormittags im „Gasthaus zum Hessischen Hof dahier anlangte. Das Telegramm hat folgenden Wort- lam: „Die herzlichsten Grüße und Wünsche zur Butzbacher ^rchweihe sendet der Verein für Butzbach und Umgegend zu New-Uork". ö ö
t)nH B-ttenhausen, 8. September. Bei der heute dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Ruckel zum dritten Male mit 56 von 57 ab- gegebenen Stimmen wiedergewählt.
. 8' Mlbel, 8. September. Ein schreckliches Unglück ereignete sich heute Nachmittag auf der Eisenbahn zwischen Dortelweil und Vilbel. Eine in der Richtung nach Frankfurt gehende Maschine erfaßte aus einem Bahnübergang den mV Th'r ,?5a3en bc5 Occonomen Jamin aus Vilbel- die Magd desselben, welche auf dem Wagen saß, wurde tobt zur Seite geschleudert, der 20jährige Sohn des I so- wie dessen Knecht sehr schwer verletzt. Das eine der beiden $ferbe blieb ebenfalls tobt auf dem Platze, während das andere m,t dem abgeriffenen Wagen.heil davonrannte. Dem der Uebergang nicht geschlossen und träfe demnach den Bahnwärter die Schuld.
Main,, 7. September. Se. Königs. Hoheit der Groß- Herzog waren heute bei den Manövern der 49. Infanterie- Brigade zugegen. Das West-Detachement, bestehend aus dem l b g a r d e - R eg im ent, der 4. Eseadron Dragoner Regiments Nr. 24, der 2 fahrenden Batterie Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 und der 3. Compagnie Pionier-Bataillons Nr 11 tjatte auf der Hochebene östlich Vendersheim Stelluna ne- nomtnen, gegen welche das Ost-Det-chement - Jnfanterie- ?lC9.unc™ ^al,"er Wilhelm, 2 Compagnien der Unteroffizier- schli.e Biebi icki, 3. Escadron Dragoner Regiments Nr?24 3. fahrende Batterie Feld-ArtilletieMegiments Nr. 25 und 1 Flaggen-Batterie - von Ober-Olm aus über Siadecken- mhbhPm"q17rfOber:$,lbCr^eim t’or8infl- Die Uebung sand mit dem Rückzug des West-Detachements über Sprendlingen Kreuznach und der Besetzung der Napoleonshöhe nördlich l 2°hti'U'^>urch das Ost-Detachement ihren Schluß, nach hM^hCmJtd,,@tree Hoheit zu Wagen nach Wörrstadt
begab^too em Ex-razug zur Rückfahrt hierher bereitflanb. it 'Rheiuhissin), 6. (September. Ein gräßlicher
UN»lücksfall trug sich hier zu. Der Arzt von Mommet. heim benutzt zu leinen Kraukknvtsiien in den Nachbarorten ein Velociped; derselbe fuhr nun durch unsere Gemarkuna und m ber Nahe der Straße pflügte der Kne?t d^s h s,q . Adsunkten mit zwei Pferden. Durch den ungewohnten Anblick i erirfirecft, scheuten die noch jungen Thiere und gingen durch. I
Briefkasten.
△ in L. Ihr Artikel über bie Brob- unb Fleisckpreife betubl «uf talfdier Auffassung Hierorts werben von 14 zu 14 Tagen die Srobpreife °°n den Backern iestgesetzt unb sowohl durch den „Anzeiger veröffentlicht als durch einen polizeilich gestempelten Anschlag an einer von Außen sichtbaren Stelle der Verkaufstoeale besonn g'Seb-n. Desg eichen sind bie Bäcker unb Brodhändler verpflichtet, in ihren Verkausslocalen gestempelte Waagen zum Nachwiegen des Brodes aufzustellen, sowie das etwa am Gewicht"hlenbe zu ergänzen. 2)ie Preise ber Backwaaren jedoch zu regeln, wie ©re angeben, liegt außerhalb der polizeilichen Befugniß; bie Bäcker können auf Grunb der Gewerbe reihett bie Brodvretfe nach «Beliebt Wen. Mit Ihrer Meinung, baß bie BrobprT nach ^ Frucht- unb ^blpreifen noch ermäßigt werden könnten, haben Sie nicht umecht; hosfentlrch haben die Herren Bäcker ein Einsehen und SmeÄeSünl ' b£n $tud,,= unb M-hlpr-ise»
-77 Dus Technikum Mittweida zählte im vergangenen 25. Schuljahre 1198 Schuler, welche bte Ablheilung für Maschinen- Jngenieure ur.b Ettctrotechniker bez. die für Werkmeister betuchler. Unter den Geburtylanbem bei Schüler bemerken wir: Deutschland. Oesterreich, Ungarn, Holland, Schweiz, Luxemburg Großbritannien, Danewatk, Schweden, Norwegen. Rußland, Türkei, Rumänien, Serbien, Bulganer- Jtalun, Frankreich, Spanien, aus Asien: Java, Ostindren, Afrika: Aegypten, Kapland, Oranje-Fieistaat, ferner Nord-, Mittel- und Südamerika (Vereinigte Staaten von Brasilien, Argen- ^^.^Enezuela) Die Ellern der Schüler gehören haupljächlich dem Stande der Mrikanten, Ingenieure, Mühlen- unb Brauerei- bEsitzer, Schlosser, Mechaniker, Baugewerke, Staats- undEommunal- beamten unb Kaufleute an. Die Ausnahmen für das nächste Winter- halbiabr beginnen am 17. October. Aufnahmen in den unentgeltlichen Vorunterncht frnben von Mitte S.ptember bis Beginn bes Semesters jedkrzeit statt. P.ogramm unb Jahresbericht erhalt man unentgeltlich von der Direktion des Technikum Mittweida (Sachsen). b
bC[anb auf i>er Chaussee ein Mädchen des Hand- di- Fernhörer nach dem Gespräch nicht sofort eingehängt worden arbettery Huck von hier, welches mit einem Handwägelchen ' h*r ' • *
futter heirnfuhr. Dasselbe konnte vor den wild daher rasenden Pferden nicht rechtzeitige, ausweichen, so daß das ganze Gefährt das Kind überrannte. TÄs Wägelchen ging in Stücke, das Kind wurde vom Pflug etwa 200 Schritte milgeschleift, bis man in der Nähe unseres Ortes die Pferde zum Stehen brachte. Mit Mühe brachte man das verunglückte Mädchen aus dem Pflug heraus. Heute wurde demselben ein Theil des Schädels trepanirt, die übrige Operation soll morgen erfolgen.


