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TJn her Stadt und dem Gouvernement Perm starben, amt­licher Meldung zufolge, in der Zeit vom 1. bis 5. August 33 Personen an der Cholera. In Charkow traf der Suffraganbischos der katholischen Metropoliten Rußlands ein, um die Weihe der dort erbauten katholischen Kirche vor­zunehmen.

Cettinje, 7. August. Die Ratisicationsurkunden des Handelsvertrages zwischen Serbien und Montenegro sind ausgewechselt worden.

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Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 8. August. Die Besprechungen zwischen Ver­tretern der Reichsämter und der preußischen Ministerien über die von Rußland gewünschte Aufhebung der Diffe­rentialzölle und die deutscherseits dafür zu fordernden Aequivalente haben heute Vormittag 11 Uhr im Reichsamt des Innern ihren Anfang genommen. Der Ministerial- director im Reichsamt des Innern, Nieberding, führte den Vorsitz.

Hamburg, 8. August. Der Senat verbot die Einfuhr und Durchfuhr gebrauchter Wäsche, Kleider, Federn, Lumpen, von Obst, Gemüse, Butter und Weichkäse aus Rußland.

Norderney, 8. August. Der Kaiser, traf aus dem Kaiseradler" Vormittags 11 Uhr in Sicht von Norderney ein, worauf sich der Kronprinz mit dem Prinzen Eitel Fried­rich und Adalbert mittelst eines Torpedobootes an Bord des Kaiseradlers" begaben. Ein Dampfer mit Kurgästen ging zur Begrüßung des Kaisers in See.

Paris, 8. August. DemPetit Journal" zufolge wurden sämmtliche Bahnhöfe von Paris und der Mittelmeerbahn tele­graphisch verständigt, daß zwölf nach Chapelle - sous - Dun adressirte Dynamitkisten aus dem Transporte ver­schwunden seien.

Paris, 8. August. Der Gesundheitsrath stellte in seiner heutigen Sitzung sest, daß die Cholera gegenwärtig in Paris und innerhalb der Bannmeile säst völlig verschwunden sei. Jede Gefahr sei als beseitigt anzusehen. Als einzige Ursache der Epidemie erscheine das Seinewasser. Die Armee, deren Trinkwasser sorgfältig überwacht werde, sei seuchenfrei geblieben. Die Nachricht italienischer Blätter, Negus Menelik habe an die französische Regierung einen Emissär geschickt, wird formell dementirt.

Paris, 8. August. Nach dem endgültigen Ergebniß der Generalrathswahlen gewannen die Republikaner 195 Sitze. Die Conservativen verfügen nur in sechs Depar­tements über die Mehrheit.

London, 8. August. Die Thronrede der Königin sagt, vor der Auflösung der Parlaments seien die gesetz­gebenden Arbeiten abgeschlossen gewesen, daher sei es nicht nothwendig, daß das Parlament zur Erledigung gesetzgebe­rischer Arbeiten in so vorgeschrittener Jahreszeit zusammen­bleibe. Die Thronrede hofft, daß das Parlament, sobald es zur nächsten Session zusammentrete, auf dem Wege der Gesetz­gebung nützliche und heilsame Fortschritte machen werde.

London, 8. August. Reuter-Meldung aus Teheran: Die Priester von Astrabad schrieben das Auftreten der Cholera dem Verkaufe alkoholischer Getränke zu; ein Volkshause plünderte deshalb die Schankwirthschasten und vernichtete die Maaren armenischer Kaufleute von russischer Staatsangehörigkeit. Der russische Consul erbat sich die Hülse der russischen Grenzbehörden und erhielt 25 Kosaken zur Bewachung des Consulats. Ein russisches Kanonenboot traf in Astrabad ein. Die russische Gesandschast in Teheran forderte Schadenersatz. Der in der Provinz sich aushaltende Schah zeigte aus die Nachricht vom Auftreten der Cholera in Teheran seine unverzügliche Rückkehr an. In Teheran kommen täglich 25 Cholera-Todessälle vor. Die Cholera ist sehr heftig in den Dörfern des Districts Aezd und nähert sich Kaschan. In Tobris kommen täglich 100 Todesfälle vor.

Rom, 8. August. Einer Mittheilung der Direction des meteorologischen Observatoriums zufolge dauert der starke Aetna-Ausbruch fort. Der Lavastrom ist in die frucht­baren Gefilde Montalbancs eingedrungen.

Konstantinopel, 8. August. In der Ortschaft Platana bei Trapezunt erkrankten und starben gestern zwei Personen an Cholera. Im Lazareth befinden sich gegenwärtig sechs Cholerakranke, sieben sind bisher daselbst gestorben. Es ist ein starker Militärcordon errichtet.

Petersburg, 8. August. Der Verkehrsminifter Witte eröffnete heute aus der Eisenbahnstation Grjasi eine Volks­küche, wodurch täglich 3000 durchreisende Arbeiter gespeist werden können. Nach den vom Minister auf seiner Besich- tigungsreise gemachten Erfahrungen gab der Mangel an ge­nügender entsprechender Nahrung für die zahlreichen unter Ouarantäne gestellten Personen sehr häufig Anlaß zu vor­gekommenen Unruhen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 8. August. DieNordd. Allg/Ztg." verzeichnet einen Artikel desHamb. Corr.", wonach sich unter den zur Erörterung zwischen dem Reichsschatzsecretär und den Finanz- ministcrn der Einzelstaaten stehenden Vorschlägen auch eine über höhere Besteuerung des Tabakverbrauchs befinde, während die Abänderung der Branntweinsteuer eine bevorzugte Stellung bisher nicht einnehme.

Berlin, 8. August. DieNordd. Allg. Ztg." bringt einen Artikel unterPolitische Correspondenz" über die Unter­redung Caprivis mit Siemens bezüglich der Welt­ausstellung und sagt, der Gedanke der Vorführung der technischen und künstlerischen Entwicklungen des Jahrhunderts in einer Ausstellung sei nicht von Caprivi, sondern von Siemens ausgegangen.

Berlin, 8. August. Aus dem C o n g r e ß d e r d e u t s ch e n Po st- und Telegraphenassistenten waren circa 40 Bezirksvereine vertreten, andere, wie Köln, Frankfurt a. M., Karlsruhe und Braunschweig sandten einen Bericht. Samstag

sand eine Plenarsitzung statt, welche polizeilich überwacht wurde. Infolge dessen wurden nur die eigensten Angelegenheiten der Assistenten besprochen, Aeußerungen über die Postbehörde, sowie über Politik waren verboten. Eine Resolution wurde angenommen; dieselbe lautet, daß die Versammlung in dem Bestehen des Verbandes ein Mittel zur Hebung des Assistenten­standes erblickt und bittet sestzuhalten an demselben und un­entwegt vorwärts zu schreiten.

Berlin, 8. August. DasBerl. Tagebl." meldet aus Lemberg: Unbekannte Strolche versuchten das auf dem hiesigen Centralbahnhos befindliche Requisitenmagazin für Militärtransporte anzuzünden. Eisenbahnarbeiter löschten das beginnende Feuer.

Berlin, 9. August. DieVoss. Ztg." meldet, daß die baltischen Bahnen ihre Maschinisten lutherischer und katho­lischer Consession entlassen.

Berlin, 9. August. Bis jetzt sind bei dem Busch Hoff- Comit4 39480 Mk. eingegangen.

Wilhelmshaven, 8. August. Der Kaiser traf um 5 Uhr von England kommend hier ein.

Bern, 8. August. Der Präsident der Regierung des Cantons Baselland, Brodbeck, ist in Liestal gestorben.

Wien, 8. August. In Laticza, in der italienischen Provinz Lecoe, excedirtWn die Bauern wegen der Steuerein­treibung. Die Carabinieri verwundeten mehrere Bauern; die Excedenten versuchten die Brandlegung des Rathhauses.

Wien, 8. August. Polnischen Blättern zufolge wurde in Baku der Gouverneur wegen Unbeholfenheit bei dem Ausbruch der Cholera entlassen.

Brüffel, 9. August. Der Bergarbeitercongreß tritt am 16. und 17. August in Frameries zusammen. Zahl­reiche Volksversammlungen finden statt, trotzdem hat die Aufregung nachgelassen, da das allgemeine Stimmrecht als gesichert gilt.

Rom, 8. August. Die soeben.erschienenen vaticanischen Blätter stellen die bittersten Betrachtungen über die gestrigen Vorfälle an. Zu den Daten des 13. Juli und 2. October geselle sich nun der 7. August. Die Liberalen würden nun nicht von der Freiheit des Gewissens reden i können. Wenn es den Katholiken Roms nicht gestattet sei, I ein so harmloses Fest zu begehen, dann herrsche in Rom nicht I die Freiheit, sondern die Canaille.

Rom, 9. August. Während des Kirchweihfestes in Aversa ? platzte ein mit Dynamit gefüllter Mörser. Neun Personen wurden getödtet, 34 schwer verwundet.

London, 9. August. Londoner Blätter melden, China habe gegen den Einmarsch derRussen in dasPamir- gebiet Einspruch erhoben und sende eine Kriegsmacht hin.

London, 9. August. Die Liberalen traten nach der Sitzung des Parlaments bei Gladstone zusammen und stellten den Text des Mißtrauensvotums fest.

Newyork, 9. August. Infolge der andauernden Hitze und Dürre ist das Getreide überreif, daher sind die amt­lichen Schätzungen wahrscheinlich zu hoch angesetzt. Osficiell wird die Weizenernte auf 520 Mill. Bushels geschätzt, der diesjährigen Ernte gegenüber beträgt der vorherige Minder­ertrag 90 Mill. Bushels. Mats wird in vielen Gegenden eine schlechte Ernte geben. Der Ertrag wird auf li/2 Milliarden Bushels gegen ca. zwei Milliarden im Vorjahre geschätzt.

Tanger, 9. August. Die Kämpfe dauerten den ganzen Tag, die Artillerie des Sultans wurde unfähig und unwirksam, die Cavallerie der Rebellen war der Reiterei des Sultans überlegen. Die Truppen flohen bei eintretender Nacht und drangen mordend und brennend in Tanger ein, wo sie sämmtliche Läden und Bazare der unteren Stadt vollständig ausplündern. Die Truppen der Stadt warfen schließlich die Plünderer zurück und schlossen die Stadthore. Die Auf­ständischen wagen keinen ernstlichen Angriff.

Locale» un6 provinzielles,

Gießen, 9. August 1892.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadverordueten Donnerstag den 11. August 1892, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Philipp Kleiß um Wirthschastsconcession für den Lenz'schen Felsenkeller. 3. Desgl. des Ludwig Weiffenbach für das Conditor Kinkel'sche Haus an der Marktstraße. 4. Desgl. des Wilhelm Mayer für den Postkeller. 5. Gesuch des Ferdinand Schott um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein. 6. Gesuch der Firma E. W. Fernie um Erlaubniß zur Erbauung eines Pferdestalles und eines Arbeiterhauses. 7. Desgl. des W. Gail zur Erbauung eines Aufseher- und eines Arbeiter-Wohnhauses bei der Ziegeleisabrik. 8. Desgl. der Firma Heyligenstaedt & Co. zur Aufführung eines Lagerbaues. 9. Desgl. des Jakob Helfenbein zur Erbauung eines Hinterhauses an der Marburgerstraße. 10. Desgl. des Karl Leib zur Erbauung einer Ausstellungshalle. 11. Desgl. des Heinrich Benner II. zur Vornahme von Bauveränderungen. 12. Desgl. des L. Huhn um Erlaubniß zum Bauen in der Goethestraße. 13. Desgl. des August Hilgardt zur Herrichtung eines Man­sardenzimmers in seinem Hintergebäude. 14. Desgl. des G. A. Hainer zur Erbauung einer Werkstätte in der Kaplanei- gasse. 15. Gesuch um Belassung der am Thiele'schen Hause, Ludwigsplatz 14, angebrachten Fensterläden. 16. Gesuch der Justus Müller Wittwe um Erlaubniß zur Belassung der am Hotel Einhorn angebrachten Marquisen. 17. Erweiterung des Gaswerks. 18. Die Quellwasserleitung, hier die Er­schließung weiteren Wassers und Ausführung des Einsteig­schachtes bei Altenbuseck. 19. Reparatur des Wehrs bei der Obermühle. 20. Ausbau der Nordanlage. 21. Den Teich auf der Ostanlage. 22. Gesuch des Alicevereins um Her­stellung der Schulräume in dem alten Schulhause auf dem Oswalds Berg, hier Herstellung einer Kocheinrichtung. 23. Die Handwerkerschule, hier Bauherstellungen im Schul­gebäude am Asterweg. 24. Die Ausführung der Unfallver­sicherung der bei Regiearbeiten beschäftigten Arbeiter. 25. Her­stellungen in der Friedhofskirche, hier: Anlage einer Gas- I

Heizung. 26. Die Aufsicht aus dem hiesigen Friedhof. 27. DaS Beschneiden der Hecken. 28. Den Wiesengang, hier die Drainirung der Wiesen in den Torflöchern und am Wall- brunnen. 29. Anlegung städtischer Triebviertel zu Wiesen. 30. Reinigung der Canäle innerhalb der Stadt, bezw. bereu Einführung in die Wieseck. 31. Den Fluthgraben in den Eichgärten, hier: die Entwässerung der Grünbergerstraße. 32. Kosten der Censurheste der höheren und erweiterten Mädchenschule. 33. Den deutschen Verein für öffentliche Gesundheitspflege.

Zur Hasfia Feier. Zu dem Bericht über den Fest- commers haben wir noch Folgendes nachzutragen: Der: Commers war von ca. 250 Teilnehmern besucht. Von Reden erwähnen wir noch diejenige des ersten Chargierten stud. jur. Bopp, der die anwesenden Gäste begrüßte, die Rede des a. H. Justizrath Bai st auf Kaiser und Großherzog, die Festrede, gehalten von a. H. Gymnasiallehrer Klein, sowie die Rede auf die Todten von a. H. Schulrath Büchner. Nahezu 100 Telegramme und zahlreiche Glückwunschschreiben waren eingelaufen. An Se. Majestät den Kaiser unk- Se. König!. Hoheit den Großherzog wurden Huldigungs­depeschen abgesandt. Es trafen von Sr. König!. Hoheit folgende Zeilen ein:

Ich bedauere, das vorgestrige Begrüßungstelegramm noch nicht erhalten zu haben. Ich danke einstweilen auf diesem Wege und wünsche, daß das Stiftungsfest so hübsch verlaufe, wie es begonnen hat.

Ernst Ludwig." sowie folgendes Telegramm:

//Dem Corps Hassia danke ich bestens für die freund­liche Begrüßung und sende demselben herzlichen Glückwunsch zu seinem 50jährigen Sitftungsfest.

Ernst Ludwig."

Von Sr. Majestät dem Kaiser lief nachfolgende Ant­wort ein:

//Se. 'Majestät der Kaiser uvd König lassen dem Corps für den telegraphischen Huldigungsgruß danken und wünschen dem Corps auch für die nächsten 50 Jahre ein kräftiges Blühen und Gedeihen.

Auf Allerhöchsten Befehl v. Lucanus, Geh. Cabinetsrath."

Dem Commers wohnte auf einer besonders zu diesem Zweck errichteten Gallerie ein zahlreicher Damenflor bei. Es sei an dieser Stelle noch der von Herrn Gärtner Berger gelieferten gärtnerischen Ausschmückung des Saales rühmend gedacht. Am Morgen des 4. August wurde in Anwesenheit des Herrn Oberbürgermeisters das Corpshaus an der Hessen­straße eingeweiht. Das der Stadt Gießen gegebene Doppel- Promenadenconcert in den Anlagen war zahlreich besucht. Nach dem in Steins Garten eingenommenen Frühstück wurde ein Ausflug auf den Schiffenberg unternommen. Der von der Direction der Oberhessifchen Bahnen in liebenswürdigster Weise gestellte Extrazug nahm wohl 400 Teilnehmer auf. Bei Caffee, Bowle und Bier entwickelte sich in Garten und- Halle des Schiffenbergs ein fröhliches Treiben. Die Musik stellte die Capelle des hiesigen Regiments und ließ es sich die Jugend selbstverständlich nicht nehmen, einen Tanz zu improvisiren. Lebhaften Beifall fand das von a. H. Bauer auf die Damen ausgebrachte Hoch. Um !/29 Uhr wurde die Rückfahrt angetreten. Die italienische Nacht auf dem Corps- hause vereinigte dann noch zahlreiche Festtheilnehmer in nnge- zwungener Weise. Es war Morgen, als die letzten das HauA verließen, um schon wenige Stunden später sich zur photo­graphischen Ausnahme einzufinden, die mit dem Corpshaus als Hintergrund von Herrn Photograph Uhl gemacht wurde. Das im Club abgehaltene Diner verlies in schönster Weise. Um 5 Uhr begann in Steins Garten das Gartenfest, welches bei herrlichstem Wetter die Gießener Gesellschaft fast vollzählig vereinigte. Während im Garten die Darmstädter Dragonereapelle concertirte, wurde die Musik im Saale von derjenigen des hiesigen Regiments ausgeführt. Das von a. H. Walter verfaßte Festspiel sand lebhaften Beifall, ebenso wie das daraus folgende Feuerwerk, welches von Herrn Feuerwerker Mass em, Vidacovichs Nachfolger, mit größter Präcision abgebrannt wurde. Der Glanzpunkt desselben war der inmitten einer anhaltenden Kanonade glühende Corpscirkel. Hieraus begann der Tanz im Saale. Die Polonaise tourbe- wohl von 200 Paaren gegangen. Mit Blumen unb Schleifen­tour fanb bas Gartenfest feinen Abschluß. Am 6. August bereinigte noch einmal ein Ausflug auf die Harbt, am. 7. August ein solcher nach Wetzlar bie immer weniger werbenben Festtheilnehmer. Nun hat saft alles Gießen verlaffen, boch nicht ohne bie Erinnerung an ein wirklich j gelungenes Fest mitzunehmen, gelungen wesentlich Dank ber 1 erhebenben Theilnahme ber Stabt unb ihrer liebenSroürbigeir* Bewohner.

t Lich, 8. August. Wie schon in biefem Blatte mit- ? getheilt würbe, finbet nächsten Sonntag ben 14. d. M. dir Einweihung der von hiesigen Damen gestifteten Turn- Vereinsfahne statt. Nach dem nunmehr festgestellten Programm verspricht bas Fest ein recht schönes zu werbt n, Abends vorher finbet nämlich in ber Turnhalle eine Vorfeier statt, bei welcher Gelegenheit der Turngarten und das ; Vereinshaus bengalisch beleuchtet werden. Am Festtage selbst wird sich Nachmittags genau 3 Uhr vom Oberthor aus ein Festzug in folgender Reihenfolge nach dem Festplatze bewegen: I 1. die Feuerwehr, 2. die Festmusik (Grünberger Musikverein), 3. die Turnschule, 4. die Festjungfrauen mit der neuen Fahne,. 5. der Stadtvorstand, 6. die auswärtigen Vereine in alpha- 1 betischer Ordnung, 7. der Gesangverein, 8. die Kampfgenossen, 9. der Kriegerverein und endlich 10. den Schluß bildend,, der hiesige Turnverein. Auf dem Festplatze angekommen, wird nach einem Festgesange durch den hiesigen Cäcilienvereilt die neue Fahne dem Turnverein überreicht, worauf durch den Vereinspräsidenten Walz die Festrede gehalien wirb. Alsdann werden Freiübungen, Schau- und Musterriegenturnen