werden bewilligt. Mit diesem Beschlüsse wäre sonach weiteren, u. A. auch im Anzcigentheil d. Bl. erhobenen Beschwerden über den Zustand dieses Theils der Goethestraße wie der jetzigen Ueberbrückung begegnet.
Mehrere Kostenrechnungen über verschiedene Arbeiten, die aus der Hand vergeben wurden, werden genehmigt.
Herr Sch mall theilt mit, daß die in Betreff der Beitreibung der Gemeindeeinkünste im „Gießener Anzeiger" erlassene Bekanntmachung in der Bürgerschaft Befremden erregt habe, er frage an, ob der Herr Oberbürgermeister eine Erklärung über die Gründe zum Erlaß dieser Bekanntmachung geben wolle. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt: Es habe sich herausgestellt, daß besonders bei früheren Psandmeistern die Sitte eingerissen sei, Gebühren zu erheben für nicht geschehene Leistungen. Namentlich seien zwischen Einleitung und Vollzug des Pfändungsversahrens nochmals Privatmahnungen in Scene gesetzt worden, für welche die Pfandmeister ebenfalls Gebühren in Rechnung gestellt hätten. Dadurch würden die Kosten der Pfändung unnöthig erhöht, und stehe dies Verfahren im Widerspruch mit den für die Beitreibung von Gemeindegeldern bestehenden Vorschriften. In Folge dieser Ungesetzlichkeit sei die Sistirung erfolgt. Wenn allerdings eine Aenderung der in der Bekanntmachung vorgefchriebenen mit der Instruction übereinstimmenden Praxis gewünscht werde, so werde wohl über die Frage zu entscheiden sein, wer dann die Verantwortung hierfür übernehmen wolle.
Das Gesuch des Alic ev er eins um Herstellung des dem Verein zu Unterrichtszwecken überlassenen Schulhauses am Oswalds Berg wird genehmigt. Es ist beabsichtigt, das Schulhaus am Asterweg dem Gewerbeverein für seine Handwerkerschule zu überlassen, während die zur Zeit darin befindliche Fortbildungsschule in das bisher vom Polizeiamt innegehabte Gebäude in der Weidengasse verlegt werden soll, sofern die Verlegung des Polizeiamts von dort erfolgt fein wird.
Der Lchneesturm.
Was tönen die Glocken vom nahen Thurm So helle hinaus in den Wintersturm?
Was soll, was deutet dies Glockengeläut Zu einer so außergewöhnlichen Zett?
Wer fremd im Gebirg, der kennet es nicht
Des Wusterwetters erschreckend Gesicht,
Wie der Sturmwind peitschet den Schnee im Fall, Daß er hoch sich thürmet zu mächtigem Wall.
Wer ein schirmend Dach noch vor dem Orkan Als sicheren Port heut erreichen kann, Ist glücklich zu preisen, der danket gerührt Dem gnädigen Gott, der ihn sicher geführt.
Doch wehe dem Mann, den draußen im Feld Fernab von der Heimath das Wetter befällt,
Er denket mit Bangen an Weib und Kind Im Kampf mit dem Schnee und dem Wirbelwind.
So kämpfet er weiter auf Leben und Tod, Fast versaget die Kraft, — da in höchster Noth
Hort ganz in der Nähe er Glockengeläut, Das kündet ihm froh, daß die Heimath nicht weit.
Es bringet ihm Rettung: mit letzter Kraft Er die schwindenden Sinne zusammenrafft Und folget der Glocken hellrufendem Ton
Und bald sieht er vor sich die Heimath schon.
Was tönen die Glocken vom nahen Thurm So helle hinaus in den Wintersturm? — Sie zeigen dem Wandrer duich Sturm und Wind
Den Weg zu der Heimath, zu SMb und Kind.
Herbstein. Sc.
verkehr, Land- und volkswirthschaft.
— Nährwerth der Molkereierzeugnisse im Vergleich mit Aleisch und Eiern. Bei den exoi bilant hohen Fleischprersen dürfte es wohl am Platze sein, unsere Leser daran zu erinnern, wie unver- hältnihmäß'g billiger die werthvollen Eiweißstoffe des Fleisches durch die Molkereierzeugnisse dem Organismus zugeführt werden können. Es gilt dieses aber nicht nur für die Eiweißstoffe überhaupt, sondern auch, wenn die anderen Nährstoffe des Fleisches und der Molkerei- producte mit zum Vergleich herangezogen werden, ergibt sich eine bedeutende Differenz zu Gunsten letzterer. Sehr inftructtv ist eine
von Dr. I. Herz in Memmingen gemachte
Berechnung, welche
Nahrungs
Nährwerth-
Kostet 1 kg
so bekommen wir
mittel
einheiten
für 1 Nähr wertbeinheit
Hühnereier
996
170
586
Rindfleisch
1215
128
855
Rindfleisch
1215
160
682
Kalbfleisch
1018
120
748
Kalbfleisch
1018
140
640
Schweinefleisch
1217
140
800
Schweinefleisch
1217
160
700
Magerkäse
2087
80
2609
Fettkäse
2219
160
1387
Butter
2575
200
1287
Vollmilch
337
14
2407
Magermilch
221
8
2762
Einer näheren Erläuterung dieser Zahlen bedarf es wohl kaum, nur mag hervorgehoben werden, daß das Butter fett bedeutend theur er ist wie Schweinefett usw., nicht blos dem Gewichte nach, sondern auch dem Nährwerth nach, daß aber die Verdauung des ersteren weit leichter vor sich g-bt.
erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäßig abgefaßt und typographisch angemessen ausgestattet sind, ferner die richtige Wahl der geeigneten Zeitungen getroffen wird. Um dies zu erreichen, wende man sich an die Annoncen Expedition
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Erfolg hutdi innonrcn
Steinbruchverpachtung.
Dienstag den 9. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, findet auf dem Geschäftszimmer unterzeichneter Oberförsterei die Verpachtung des Kalksteinbruchs im Franzenwald, Abtheilung Stempelschlag, auf eine Bestandszeit von sechs Jahren statt. Nähere Auskunft ertheilt die unter- zeichnete Obersörsterei.
Gießen, 28. Januar 1892.
Großh. Obersörsterei Schiffenberg. _______ Heyer._______9U
Holzverstcigerung im Lollarer Gemeindewald in den Districten Dreispitz, Pfaffen« strauch und Boden.
Donnerstag den 11. Februar d. I., von Vormittags 9 Uhr ab, kommen zur Versteigerung:
41 Eichenstämme mit 21,43 Festmeter Inhalt,
89 Nadelstämme mit 41,05 Festmeter Inhalt.
«cheith. Knüppelh. Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen.
Eichen 63 16 20 670
Nadel 140 174,5 14,7 3285
Der Anfang ist in dem District
Dreispitz an der Straße Gießen- Daubringen.
Lollar, den 3. Februar 1892.
Großh. Bürgermeisterei Lollar.
___C. Geißler._____1095
Brennholz.
Versteigerung
in den
Waldungen der Stadt Lich.
Mittwoch den IO. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, in der Forstwartei Hinterwald, District Obererspeierlingskopf:
246 Rm. Buchen-Scheiter,
8 „ Eichen- „
153 „ Buchen-, Birken- und Eichen-Knüppel,
3055 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel-Reisig,
241 Rm. Buchen-, Elchen- und Nadel-Stöcke.
Zusammenkunft zwischen Dickestell und Obererspeierlingskopf. Anfang daselbst.
Das Holz ist gut abzufahren und kann meistentheils auf der chaussirten Ntederbesfinger Schneise nach der Hattenröder Kreisstraße abgefahren werden.
Lich, am 29. Januar 1892. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.
Walz 913
Bekanntmachung.
Die auf dem hiesigen Friedhöfe befindlichen Erbbegräbnisse von Graf von Lehrbach und Durso von Zemen fallen auf Grund der §§ 8 und 9 der Legitimationsurkunden über den Besitz eines Familienbegräb- niffes aus dem Friedhof zu Gießen in das Eigenthum der Stadt Gießen zurück, soferne nicht binnen 4 Wochen von heute ab der nächste hier wohnende Verwandte der genannten Personen oder ein sonst Berechtigter das Eigenthum solchen Erbbegräbnisses auf sich überschreiben läßt. Wir fordern die Berechtigten hierdurch auf, ihre Ansprüche binnen vorgenannter unerstrecklicher Frist bei uns anzumelden.
Gießen, den 2. Februar 1692.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 1134
Montag den 8. Iedruar, Nachmittags 2 Uhr werden Wiesenstratze 1 II. nachbenannte Mobilien erbvertheil- ungshalber meistbietend versteigert:
1 Schreibtisch, 1 Glasschrank, 1 Secretär, 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Spiegel mit Trumeau, 1 Toilettenspiegel, 1 12armiger Kronleuchter für Kerzenbeleuchtung, 1 Sessel, 1 Spieltisch, 2 Blumentische, 1 Servirtisch, 1 Nähtischchen, 1 Spieltisch, 1 Ausziehtisch, 2 Wasch-Console, 1 Commode, 3 theilige Brandkiste, 1 Standuhr, Nippsachen, Bilder, 2 Betten, Kupsergeräthe, Haushaltungssachen, Vorlagen, 2 Schränke, eiserner Weinschrank, 1 Gummibaum, 1 seidenes Kleid, 12 Jahrg. Gartenlaube, darunter 1866, 1870, 1871 2C.
Dienstag den 9. Februar, Vormittags von 9V2 Uhr an: Die große Küchen-Einrichtung, bestehend aus Küchenmobiliar, Küchen- schrank rc., Porzellan, blaues und anderes Geschirr, Kupfer rc.
Dienstag Nachmittag von 2V2 Uhr an:
1- u. 2thürige Schränke, runde und andere Tische, Stühle, Spiegel, Sopha, große Puppenstube, 1 Marquise, 2 Girandoten, Bütten, Keller-Einrichtung rc., Weißzeug, Hausgeräthe.
Mittwoch Nachmittag: Die übrigen Mobilien.
Montag Vormittag können die Gegenstände besichtigt werden.
1027] Im Auftrag: Louis Rothenberger.
Hagöoerpadjtung
der Gemeinde Hattenrod.
Montag den 15. Februar L I., Nachmittags 1 Uhr, soll in dem Rathhaus dahier die Gemeindejagd aus weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Hattenrod, am 1. Februar 1892. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod.
Menget. 985
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