denen sie zu gelegener Zeit, wenn sie ohne Stelle waren, Unterschlupf erhielten. — Weiter wurde ein Schuhmachergeselle verhaftet, der das Stehlen lieber betreibt als sein Handwerk- er hatte nämlich einem hiesigen Droschkenkutscher einen Koffer erbrochen und aus demselben einen Hundertmarkschein gestohlen.
— Zu viel. Ei» auswärtiger Bauersmann mußte, da er an der gestrigen Fastnacht des Guten etwa- zu viel ge- than und aus der Straße herumfiel, über Nacht eingesperrt werden. Er soll heute Morgen über den Ort, an dem er sich befand, ganz erstaunt gewesen sein.
— Der Getreidemarkt. Der ganze internationale Getreidemarkt stand in letzter Woche in Folge der günstigen Saatenstandsberichte und wegen des andauernden schönen Wetters unter dem Zeichen der Baisse. Am meisten trug zu dem neuen Preisrückgang der Umstand noch bei, daß indischer Weizen in London, Paris und Berlin in großen Quantitäten 3 Mark billiger angeboten wurde und dieses Angebot mußte auf die Preise drücken. Verflauend auf den ganzen Getreidemarkt mußte ferner auch wirken, daß die Wafferstraßen fast sämmtlich von Eis befreit find und große Quantitäten Getreide, welche sich noch unterwegs befanden, wiederum auf den Markt geworfen wurden. Alle diese Umstände benutzte natürlich die Baiffepartei, um Preisermäßigungen durchzusetzen. Wie es aber gewöhnlich bei einer längeren Baisseströmung der Fall ist, so trat in Fblge der Gegendeckungen auch bereits am Mittwoch eine merkliche Besserung der Preise wieder ein. In Berlin notirte Weizen per Tonne 202 bis 221, Roggen 202 bis 212 und Hafer 150 bis 175 Mark.
— Beschaffung von Saatkartoffeln. Die hohen Getreidepreise sowohl wie die Mißernten, die auch der Kartoffelbau i» vielen Gegenden Deutschlands im vorigen Jahre zu verzeichnen hatte, werden den Preis der Saatkartoffeln in diesem Frühjahre voraussichtlich zu einem hohen gestalten. Wir erinnern unsere Leser deshalb einmal daran, ihren etwaigen Bedarf rechtzeitig zu decken, andererseits aber möchten wir Vorbeugen, daß wegen des höheren Preises die Beschaffung eines guten Saatgutes unterbleibt. Es wäre dieses Sparen am verkehrtesten Ende. Namentlich suche man, wenn möglich, eine Sorte zu erlangen, bei deren Züchtung aus die ererbten Eigenschaften Gewicht gelegt ist. Wie wichtig dieser Punkt, das geht besonders aus den Untersuchungen von Girard hervor. Aime Girard, welcher sich um die Cultur der Kartoffeln in Frankreich große Verdienste erworben, legt weniger Gewicht auf alle anderen Bedingungen, welche das Gedeihen beeinflussen (Witterung, Düngung, Bodenbearbeitung, Pflanzzeit) als gerade auf die richtige Wahl der Sorte, und zwar ist es weniger die Größe der Knollen, die Zahl der Augen, als die vererbbaren Eigenschaften, aus welche Gewicht zu legen ist. Allerdings bestätigen auch Girards Versuche, daß die Größe der Knollen mit in Betracht zu ziehen sei. Kleinere Knollen geben trotz großer Productionssähigkeit nur schwache Ernten- jedoch ist eS andererseits unnöthig, gerade die größten Knollen zu wählen, da die mittleren bei geringeren Kosten fast ebenso gute Ernten liefern. Es eignen sich als Saatgut am besten solche Kartoffeln, welche neben mittelmäßiger Größe eine große Productionssähigkeit besitzen. Um diese zu erhalten, merzt der Landwirth die weniger üppig im Kraut entwickelten Stauden aus, d. h. wenn die ganze Cultur gut ist, falls nur einige besonders kräftig entwickelte Pflanzen vorhanden, muß man diese kennzeichnen und ihnen die Saatkartoffeln entnehmen.
-dt. Neu«Ulrichstein, 1. März. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Februar 189 2. Ende Februar 1892 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 105 Mann. Dieselben vertheilen sich aus das Groß- herzogthum Hessen 21. Königreich Preußen: Berlin 1, Provinz Brandenburg 1 , Provinz Hannover 1, Provinz Hessen-Kassel 18, Provinz Hessen - Nassau 13, Provinz Pommern 2, Provinz Posen 1, Provinz Rheinlande 8, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 4, Provinz Westfalen 5. Königreich Bayern 6, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 3, Großherzogthum Mecklenburg 1; thüringische Staaten 8, Reichsland 1. Ausland: Holland 1. Luxemburg 1. Oesterreich 2. Schweiz 1. Hiervon waren: Arbeiter 46, Anstreicher 2, Barbier 1, Bäcker 6, Brauer 1, Bergmann 1, Bürstenmacher 1, Cartonagearbeiter 1, Cigarrenmacher 1, Dreher 2, Färber 1, Former 2, Gärtner 1, Gürtler 1, Ledermacher 1, Kaufleute 4, Kellner 1, Kupferschmiede 1, Kutscher 1, Maurer 2, Maschinenschlosser 4, Porteseuillearbeiter 2, Schlosser 4, Schmiede 2, Schneider 5, Schreiber 3, Schreiner 1, Schuhmacher 2, Tapezirer 1, Tüncher 2, Zimmerleute 2. Im Monat Februar wurden entlassen 24 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 3, in die Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 19, wegen Faulheit 1. Verpflegungstage im Februar 1892 : 3195. Gearbeitet wurde an 2762 Tagen, hierunter 131 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 1906 Mann, dagegen abgegangen im Ganzen 1801; bleibt Bestand 105 Mann.
vermischtes.
* Sätet »nd Sohu. Eine Berliner Localcorrespondenz berichtet: Der Sohn eines angesehenen Regierungsbeamtcn aus einer märkischen Provinzmlstadt war hier als Kaufmann in Stellung. Sein auskömmliches Salair reichte jedoch für die noblen Passionen, welchen der junge Mann fröhnte, nicht aus, so daß er erhebliche Zuschüsse brauchte, die der Vater bisher stets bewilligt hatte. Vor einigen Wochen brauchte der junge Lebemann wiederum Geld zur Regulirung von Ehrenschulden. Er telegraphirte deshalb an den Vater: „Lieber Papa? Ich brauche Geld? Du mußt mir Helsen, sonst muß ich mich todtschießen!" Schon mit dem nächsten Zuge traf
der Vater hier ein und suchte den Sohn in dessen Wohnung aus: „Höre," sagte er dem Sohne, „Du brauchst wieder einmal Geld, viel Geld! Um Dir die verlangte Summe geben zu können, müßte ich die mir anvertraute Kasse bestehlen und mich alsdann erschießen. Dann würden Deine Mutter und Geschwister, deren Ersparnisse Du bereits bis zum letzten Heller ausgezehrt hast, vollständig ruinirt sein. Ich habe jedoch keine Lust, mich Deinethalben todtzuschießen- da Du das aber thun willst, so habe ich Dir meinen Revolver mitgebracht, nimm ihn hin und thue, was Du nicht lassen kannst?" Damit drückte er dem jungen Manne die Waffe in die Hand und entfernte sich ohne Abschied. Das war vor einigen Wochen. Der junge Mann hat sich seitdem bemüht, anderweit seine Verpflichtungen zu begleichen, jedoch vergeblich, und nun hat er von des VaterS Waffe Gebrauch gemacht. Der Polizeibericht registrirte dies vor einigen Tagen in seiner bekannten trockenen Manier.
* Berlin, 26. Februar. Ueber allerlei Kniffe, die der Inhaber eines hiesigen Abzahlungsgeschäftes seinen Kunden gegenüber anwendet, berichtet die „Volksztg." beispielsweise. So liefert er bei Regulatoren keine Schlüssel, sondern zieht die Uhren auf, wenn er allwöchentlich die Zahlungen abholt. Wird diese nicht geleistet, so zieht er entweder die Uhr nicht auf oder nimmt unter irgend einem Vorwande den Pendel mit sich. Hierdurch zwingt er zur Innehaltung der Abschlagszahlungen.
* KottbnS, 25. Februar. Die Frau des Arbeiters B. hatte, um ihrem Mann daS Mittagessen zu bringen, die Wohnung verschlossen und darin ihre drei Kinder im Alter von 11, 8 und i/z Jahren zurückgelassen. Durch irgend einen unglücklichen Zufall sprang die Thür des geheizten Ofens aus, es fielen brennende Kohlen heraus und es entwickelte sich Kohlenoxhdgas, das sich bei den Kindern zunächst in einer zunehmenden Mattigkeit und Schlafsucht geltend machte,- das älteste der Kinder, ein Knabe, nahm nun seine beiden Geschwister mit sich ins Bett, wo sie in ihrer Hilflosigkeit sich aneinander schmiegend, einschlummerten, um nicht mehr zu erwachen. Als die Mutter von ihrem Gange zurückkehrte, fand sie ihre drei Kinder tobt vor.
* Beleuchtung von Schlachtfelder». In Pest sand vor Kurzem unter Leitung des Baron von Mundy ein Probeversuch für die Beleuchtung von Schlachtfeldern statt. Zwei ziemlich große Reflectoren. wurden mittelst Accumulatoren von 80 Ampere Stärke in Action gesetzt. Sechzig Mediciner und Aerzte fungirten als Sanitätspersonal in zwei vollkommen eingerichteten fliegenden Ambulanzen, für welche zwei Zelte eingerichtet waren- acht bespannte Ambulanzwagen und siebzig Tragbahren wurden als Transportmaterial verwendet und 120 Soldaten stellten die Verwundeten dar. Die Beleuchtung fiel sehr zufriedenstellend aus und der ganze Versuch war vollkommen gelungen. Viele hohe Militärs mit dem Corps- commandanten Fürsten Lobkowitz an der Spitze, die Grasen Aladar Andraffy, Esekonies und Emerisch Hunyady, eine Anzahl früherer Reichstagsabgeordneter und mehr als 5000 Zuschauer waren anwesend.
* Wie „historische Thatsache«" eatftehe«. Man schreibt aus London unterm 29. Februar: Archibald ForbeS, der bekannte Kriegs-Correspondent, sührt uns im „Nineteenth Century“ einige Erinnerungen aus den Tagen von Sedan vor. Derselbe schlief in demselben Hause, dem Chateau Bellevue, ja, in demselben Bette, in welchem Napoleon vor seiner Uebersührung nach Wilhelmshöhe in der vorhergehenden Nacht geruht hatte. In diesem Schlosse schrieb er an einem großen Eßtisch auch seine so viel Aussehen erregenden Berichte für die „Daily News". „Es gab nichts mehr zu essen," berichtet Mr. Forbes, und fährt dann fort: „Mein Begleiter nagte trostlos an einem Schinkenknochen, dem armseligen Ueberbleibsel unseres Proviantes; aber es war schlecht pudeln und mit einem unterdrückten Fluche warf er schließlich den Knochen zornig auf den Tisch, indem er zugleich mein Tintenfaß umwarf, dessen Inhalt über den Tisch aus- gegossen wurde. Als ich einige Monate später das Schloß wieder besuchte, zeigte man mir allen Ernstes auf dem Eßtisch einen großen Tintenflecken, der, wie mein Führer seier- lichst mittheilte, durch das Umfloßen des Tintenfasses verursacht worden, welches man bei der Unterzeichnung der Capitnlation von Sedan gebraucht hatte. Wimpseu, versicherte mich der Mann, hatte es umgestoßen in seiner Aufregung, in welche ihn Scham und Trauer versetzt hatten. Der Führer fügte hinzu, daß große Summen für diesen Tisch mit dem historischen Tintenklecks geboten seien, aber daß kein Geld den Sigenthümer veranlassen würde, denselben zu veräußern.
* Sonderbarer Zufall. Hauptmann : „Wie viele Urlaubsgesuche liegen vor?" — Feldwebel: „Einundzwanzig, Herr Hauptmann!" — Hauptmann: „Wie? So viele? Mit was sind sie denn in der Hauptsache begründet?" — Feldwebel : „Beinahe durchgehends ist die Großmutter gestorben !"
Unixxrfitäts - ItadyridHtn.
— AuS Halle a d. S. wird berichtet: Herr Geh. Medicinal- rath Professor Dr. Gräfe, der berühmte Lehrer der Augenheilkunde an unserer Universität, hat fein wegen K«ankheit eingereichtes Ab- fchiedSgesuch auf Vorstellung der Faculiät und deS Ministers zurückgezogen, da sich auch fein Befinden in erfre»ltcher Weise wieder gebrssert hat.
Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge.
△ AnS Oherhesten, Anfang März 1892.
Beiträge znr HauSwtrthschaft. (Schluß.) Obgleich uns in dem Punkte der Wetnsälfchungen noch eine Masse Material zur Verfügung steht, müssen wir doch den intereffanten Gegenstand vctiaUen und uns zu einem anderen wenden, auch zu einem Getränke, welch.s eine viel höhere Bedeutung gewonnen hat, als der Wein, hat fchon errathen, daß wir M Biet meinen. Dieses Getränk hat fich in den letzten zehn Iah. en fast die ganze Welt erobert. Man kann jetzt wohl in de« kleinsten Vogelsberger Dörfchen eine trinkbare Flasche Bier bekommen. Die Bierbrauer
machen eS den Wirthe« und Privaten ungemein bequem; fie senden ihre Bierfuhrwetke hinaus aufs Land; der Wirth braucht nicht mehr abzufüllen, nicht mehr zu verkorken, er bekommt die Sache wirklich mundgerecht gemacht. DaS ist alle« recht und gut, wie stehtS aber mit den Verfälschungen? — Sie kommen leider vor, vielleicht am wenigsten in Bayern, wo die Bierbrauerei sorgfältig überwacht wird. Bei unS in Rorddeutschland dürfen aber auch Surrogate, die in ^tapern streng untersagt sind, in der Bierbrauerei Verwendung sillden. So kommt eß, daß in der Bierbrauerei Traubenzucker, Kartoffelzucker, Glycerin, sogar Brechnuß Anwendung findet. Sauer ^"ordeneS Bier wird mit Pottasche, Kalk und anderen Stoffen, welche die Säure zu binden vermögen, trinkbar zu machen versucht. Beim Bier tritt die Fälschung doch bald zu Tage. Die Leute merk« r^fynuppen" und bleiben da weg, wo das Getränke schlecht ist.
B-imBt-r reguUrt sich das sehr schnell und bk beste Siras« für den Schmierer besteht darin, daß er - vom Publikum im Gliche gelassen — sein schlechtes Zeug entweder selbst trinken mag, oder es in die Gosse laufen lasten muß. Da das Bier bei der Ernährung unseres Volles eine große Rolle spielt, so wäre es für unS sehr erwünscht, wenn eine ähnliche strenge Controle bei der Herstellung statlfinde, wie fie in Bayern geübt wird.
Ein andere« Getränke, welches sehr häufig gefälscht wird, ist >tt Branntwein. Daß bei der Branntweinbrennerei häufig Kümmel, Anis, Pfeffermünze und sonstige Gewürz- und Küchenkräuter verwendet werden, ist erlaubt und bekannt. ES kommen aber auch andere Stoffe zur Verwendung, die geradezu giftig und gesundheitsschädlich genannt werden müssen. So wird z. B. Kupfervitriol, ein offenbares Gift, häufig benutzt, um manche Branntweine färben. Ltqueurfabrikanten verwenden Ingwer, Lolch, Seidelbast und Pfeffer bei der Herstellung ihrer Getränke, um sie recht stark und schneidig zu machen. In manchen Gebtrgsorten — wir könnt« einen ober den anderen nennen — mischt man sich selbst Pfeffer, Ingwer, Aloe u. s. w. unter den Schnaps, weil man gewöhnt ist, einen starken „Risser" zu trinken. Solche Schnäpse sind aber der fiebere Ruin deS Trinkers; der Alkohol im Uebermaße genommen -erstört den menschlichen Organismus, wie viel wehr geschieht, roatn solche erhitzende, mitunter giftig wirkende Stoffe zugeseht werd«.
Obgleich sich noch über verschiedene andere Gegenstände, welche verfälscht werden, sprechen ließe, so wollm wir die Sache doch beschließen, aber einige allgemeine Andeutung« mögen noch gestattet werden. Die Wsssenschaft, insbesondere die Chemie, schreitet immer mehr voran und wird dadurch mehr und mehr befähigt, Schwindelei« aufzudecken. Die Schlauheit und Abgefeimtheit wächst aber auch, um immer neue Betrügereien zu erfinden. Darum sei die Hausfrau stets vorsichtig beim Kaufen; fie gehe lieber zum Schmiede, als zum Schmiedch«, sie bedenke, daß das Billigste meistenthells da» Schlechteste ist; sie kaufe vorzugsweise bei anerkannt reell« Geschäften, sie sei aber auch selbst stet» reell und zuverlässig — bann wird es schon gehen.
Citerahir unö Aunst.
— Nr. 493 des practischen Woch«blatteS für alle Hausfrau« r&ät6 Han» , herauSgegeben von Clara v. Studnitz, enthält: Wochenfpruch:
Ein mildes Wort au« rauhem Mannesmunde Ist wie ein frischer Quell im harten Felfengrunde, Ein rauheS Wort von ros'ger Weiberltppe Ist — wie in glatter Fluth — die starre Klippe.
Eingeleitet durch obigen Woch«spruch und das sinnreiche Gedicht „Drei Sterne" bringt die heutige uns vorliegende Nummer zuerst einen Aufsatz über „Künstliche Zähne", in welchem uns rabt deutlich klargelegt wird, wie wichtig es ist, seinen Zähnen aufmerksame Pflege zu schenken. Hieran reihen sich die Artikel „ArbettS- kalender für den Monat März" und „Bienenzucht beim Haufe", sowie der Schluß der äußerst flott geschrieben« Novelle „DaS Fenster deS Commerzienraths". Nun folgen die ständigen, für jede Hausfrau praktische Winke enthaltmden Rubrllen, al«: „Untere Kinder", »Recht", „Kleidung", „Geselligkeit", „Handarbeit", „Tafelschmuck" und „Für die Küche". Einen ganz besonder« Anziehungspunkt bietet aber stets bei „Fernsprecher", durch dessen Abtheilung« „Fragen", „Antworten", „Entgegnungen" und „Echo" all« deutsch« Hausfrau« Gelegenheit zu einem lebhaft« Gedankenaustausch gegeben ist.
Wöchentliche Aeberficht der SodesMe i« Ließet'.
8. Woche. Vom 21. Februar bis 27. Februar 1892 Einwohnerzahl: 20611 (ind. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,71 %o bezw. 10,09 nach Ausschl. der Ortsfremd«.
Kinder
Anm. Die in Klammern gefetzt« Ziffern geb« an, wie viele der Todesfälle in der betreffend« Krarckheit auf von AuSwikt» nach Gießen gebrachte Kranke komm«.
LS starb« an: Zniammm: Errvachfene: hn vom
1.Lebensjahr: 2.—Ib.Johr:
Diphtherie 1 (1) - - 1 (1)
Lungkntuberculofe 3 (2) 2 (1) — 1 (1)
Gehirnfchlagfluß 11 — —
Influenza 11 — —
Andere bekannte
Krankheit« 3 (2) 3 (2) — —
Summa:
9 (5)
7 (3)
2 (2)
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Donnerstag den 3. März, Nachmittags 4 Uhr: Vorbereitung (im Gymnasinm).
Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein MüsterHen deS Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, fo zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-Depät von G. Henne* berg iK. u. K. Hoflies) Zurich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 1877
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