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städtischen, sowie der ständischen Körperschaften, der Spitzen'- der städtischen Behörden, der Schulanstalten, der Garnison^ sowie zahlreicher Vereine. In Vertretung Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Friedrich Leopold war Hosmarschall Gras Kanitz erschienen, für den Herzog von Connaught der erste Botschasts- rath der englischen Botschaft in Berlin. Divisionspsarrer Woelfing feierte in seiner Weiherede das Feldherrntalent des lorbeerreichen Prinzen, der ein Vorbild unbedingter Pflichttreue gewesen sei, und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Hierauf übergab General der Infanterie z. D. Freiherr von Wrangel das Denkmal an die Stadt Görlitz im Namen aller derer, welche bei der Errichtung des schönen Denkmals mitgewirkt hätten, in der Ueberzeugung, daß.dasselbe nicht blos hoch in Ehren werde gehalten werden, sondern auch für die Lebenden und für die spätesten Nachkommen Zeugniß ablege von der aufrichtigen Verehrung des Heldenprinzen, sowie für die unverbrüchliche Treue zum Hause Hohenzollern- Nachdem Oberbürgermeister Reichert in warmen patriotischen Worten gedankt hatte, schloß der Gesang der „Wacht am Rhein" die Feier. Sodann erfolgte der Vorbeimarsch des Militärs, der Vereine und der Schulanstalten. Die Stadt hatte reichen Fahnenschmuck angelegt, das Wetter war nicht besonders günstig.
Wien, 27.October. Der Kaiser empfing den Herzog Albrecht von Württemberg in Privataudienz und nahm die Notificirung der Thronbesteigung des Königs entgegen. Der Kaiser stattete später dem Herzoge einen Besuch ab. Abends 6 Uhr findet zu Ehren des Herzogs ein Galadiner in Schönbrunn statt.
Rom, 27. October. Am interparlamentarischen Friedenscongresse nehmen nach den Meldungen 662 Mitglieder verschiedener Parlamente, darunter 357 Italiener Theil. 1424 Deputirte und Senatoren erklärten einfach ihre Zustimmung.
London, 27. October. Der englische Botschafter in Konstantinopel telegraphirte Lord Salisbury, daß die Pforte aus „hygienischen Gründen" die Einwanderung aller Juden, nicht nur der russischen, verboten habe- einzelnen Individuen sei die Einwanderung gestattet.
Dublin, 27. October. In das Bureau der anti- p a r n e l l i t i s ch e n „National Preß" wurde gestern Abend eine Bombe geworfen. Das Untergeschoß wurde stark beschädigt, jedoch Niemand verletzt.
Buenos-Ayres, 27. October. (Reutermeldung.) Anläßlich der Wahlen brachen in Cordoba und Tucumann Unruhen aus. Die Polizei schritt ein und feuerte, wobei es viele Todte und Verwundete gab.
Depeschen des „Bureau Herold".
Hamburg, 27. October. Der „Hamburger Corresp." erfährt, daß hohe, durch Anleihen zu deckende Forderungen für das Reichsheer pro 1892/93 im Reichstag eingebracht werden.
Cecales unb provinzielles.
Gießen, 28. October.
— Von der Universität. Die Anmeldungen zur Jm- matriculation sind, wie der „Darmst.Ztg." von hier mit- getheilt wird, sehr zahlreich, so daß die Anzahl der Studirenden in diesem Semester wohl die des vorigen übertreffen wird. — In dem Herrn Geh. Hosrath Prof. Dr. Hoffmann, dessen Beerdigung morgen Vormittag stattfindet, verliert die Universität einen sehr bedeutenden Gelehrten, der als Botaniker einen großen Rus genoß. Auch wegen seiner persönlichen Eigenschaften im Verkehr mit seinen Collegen, Schülern und sonstigen Bekannten erfreute sich der Verstorbene einer großen Beliebtheit.
— Neues Theater. Nachdem nun bestimmt am Freitag den 30. October das Sensations - Schauspiel von Ernst v. Wildenbruch, „Die Haubenlerche", in Scene geht, wollen wir nicht unterlassen, schon fttzt darauf aufmerksam zu machen, daß es gerathen wäre, sich rechtzeitig einen guten Platz zn sichern. Das interessante Werk wird zwar im Abonnement, jedoch der außerordentlich hohen Kosten wegen mit 50 Pfg. Auszahlung gegeben. — Donnerstag den 29. October findet eine Wiederholung des allerliebsten Lustspiels „Die zärtlichen Verwandten" statt.
— Im Circus Blumeufeld finden die alltäglichen Vorstellungen des gesammlen Künstlerpersonals den Beifall des Publikums. In der That kann man die Leistungen der im Circus vertretenen Specialitäten, die Zusammenstellung des mit jeder Vorstellung wechselnden reichen Programms, wie die Schulung der Pferde als vorzüglich bezeichnen. Heute, morgen und Freitag Abend finden große Vorstellungen, am Samstag Nachmittag eine Vorstellung für Kinder statt.
— Druckfehler-Berichtigung. Um dem „Kladderadatsch" die von ihm mit besonderer Vorliebe betriebene Berichtigung von in der Provinzialpresse entdeckten Druckfehlern wenigstens in einem Falle zu ersparen, theilen wir mit, daß es in der gestrigen Notiz über die Mendelssohnfeier des „Sängerkranz" auf der vierten Zeile heißen muß: „Antigone von Sophokles", und nicht „Antigone und Sophokles".
— Das am 27. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr.'28) enthält u. 21.: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. 2. Summarische Uebersicht der Rechnung der Regierungsrath May'schen Schulunterstützungs-Stiftung für 1890. 3. Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums der Finanzen, die Prüfung für Kreisbauaufseher betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Bingen, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Communalbedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinde Gau-Algesheim betreffend. 5. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 6. Dienstnachrichten.
E. Zu Lich
am 4. November 1891, Nachmittags 3 Uhr, am Bahnhof für die Bewohner von: Albach, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Nieder.Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach.
Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vorm Appell auf dem Dienstwege durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei beglaubigt sein — werden aber nur im dringendsten Nothsalle genehmigt.
Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen.
Die Militärpapiere (Paß und Führungszeugniß) muffen zur Stelle fein.
Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Controltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz.
Gießen, den 20. October 1891.
Caspary,
Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. October. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht folgenden kaiserlichen Erlaß:
Die beklagenswerthen Erscheinungen, welche das Strafverfahren gegen die Eheleute Heinze*) hat zu Tage treten lassen, beunruhigen Mein landesväterliches Herz fortgesetzt. Obwohl Ich dem Justiz-Minister Meine Auffassung bereits im Allgemeinen kundgegeben habe, und obwohl Mir bekannt ist, daß Seitens der nächstbetheiligten Minister des Innern und der Justiz vorbereitende Schritte zur Beseitigung der ausgedeckten Schäden eingeleitet sind, so drängt es Mich doch, auch die Ausmerksamkeit Meines Staats-Ministeriums aus die für das Wohl des ganzen Landes so bedeutungsvolle Angelegenheit hinzulenken und Dasselbe zu veranlassen, Mir auf Grund der von den Ressort-Ministern gepflogenen Verhandlungen thunlichst bald bestimmte Vorschläge zu machen. Wenn Ich dabei aus diejenigen Gesichtspunkte Hinweise, welche Mir für die Beurtheilung der hervorgetretenen Mißstände und der zu ihrer Abwehr zu ergreifenden Maßnahmen besonders wichtig erscheinen, so halte Ich Mich dazu umsomehr verbunden, als das Recht in Meinem Namen gesprochen wird und Ich von dem Bewußtsein der Pflichten, welche Mir als oberstem Hüter des Rechts und der Ordnung obliegen, voll durchdrungen bin. Der Heinze'sche Prozeß hat in erschreckender Weise dargelegt, daß das Zuhälterthum neben einer ausgedehnten Prostitution in den großen Städten, insbesondere in Berlin, sich zu einer gemeinen Gefahr für Staat und Gesellschaft entwickelt hat. Behufs energischer Bekämpfung dieses Unwesens nnrb in erster Linie in Frage kommen, inwieweit schon auf Grund der bestehenden Gesetze mit Nachdruck gegen die Zuhälter eingeschritten werden kann. Diese Aufgabe fällt der Polizei und der Strafgesetzpflege zu. Es wird der Polizei ein kräftiges und unter Umständen rücksichtsloses Vorgehen gegen die Ausschreitungen jener verworfenen Menschenklaffe zur Pflicht zu machen, zugleich aber werden die Executivbeamten darüber zu vergewissern sein, daß sie bei tatkräftigem Vorgehen nicht nur Meine Anerkennung, sondern auch Meinen Schutz finden werden. Was die Anwendung der bestehenden Strafgesetze anlangt, so wird darauf hinzuwirken fein, daß die Gerichte bei ihrem Unheil sich nicht von einer falschen Humanität leiten lassen und demgemäß auch bei ersten Fällen auf ein möglichst hohes Strafmaß erkennen. Im Anschluß hieran wird zu erörtern sein, ob und in welcher Weise es etwa einer Aenderung oder Ergänzung des bestehenden Strafrechts bedarf.
Auch das Strafverfahren wird einer näheren Prüfung zu unterziehen und werden dabei Maßregeln zu erwägen fein, welche es verhindern, daß Vertheidiger, uneingedenk ihrer Pflicht, zur Ermittelung der Wahrheit beizutragen, es zu ihrer Aufgabe machen, dem Unrecht selbst durch frivole Mittel zum Siege zu verhelfen. Nicht minder ist Vorsorge zu treffen, daß die Würde des Gerichtshofes sowohl der Verteidigung wie den Angeklagten und dem Publikum gegenüber unter allen Umständen gewahrt bleibe. Endlich erscheint es geboten, daß in Fällen, in welchen die schwersten sittlichen Schäden den Gegenstand der Verhandlung bilden, die Oeffent- lichkeit des Verfahrens ausgeschlossen werde.
Gegenüber den betrübenden Erscheinungen des Heinze'schen Prozesses ist es Mir eine erfreuliche Wahrnehmung, daß die großen Gefahren und Mißstände, welche der Prozeß blosgelegt hat, von allen Schichten der Bevölkerung in ihrer vollen Tragweite erkannt sind und daß die öffentliche Meinung ein- müthig die Nothwendigkeit wirksamer Abwehr hervorhebt. Dies läßt Mich hoffen, daß den von Meiner Regierung zu treffenden Maßnahmen diejenige Unterstützung innerhalb der gesitteten Kreise Meines Volkes nicht fehlen wird, ohne welche eine durchgreifende Abhülfe nicht erwartet werden darf.
Neues Palais Potsdam, den 22. October 1891.
Wilhelm R.
An das Staats-Ministerium.
Berlin, 27. October. Der König von Rumänien traf, von Neuwied kommend, am Dienstag Vormittag in der elften Stunde in Potsdam ein, vom Kaiser und den königlichen Prinzen, sowie den sonstigen zur Zeit in Berlin, resp.
*) Die Heinze'schen Eheleute waren nämlich angeklagt, vor ea. 3 Jahren den Nachtwächter Braun in Berlin ermordet zu haben. Die im September d. I. vor dem Schwurgericht stattgehabten Ver- handlungm gaben ein so widerwärtiges Bild des in der Großstadt Berlin ftech sein Wesen treibenden, förmlich international auftretenden Zuhälterthums und der damit zusammenhängenden sittlichen Verworfenheit eines besonderen Theiles der Bevölkerung, daß wir uns nicht entschließen konnten, darüber zu berichten, bevor die Verhandlungen zum Abschluß gelangt waren und die Verbrecher die wohlverdiente Strafe erhalten «alten. Die Verhandlungen wurden indeß nach ca. 8 Tagen aufgehoben, da noch in Amerika sich aufhaltende Zeugen zu vernehmen find. Red,
Potsdam, weilenden Fürstlichkeiten auf dem Bahnhofe empfangen. Nach herzlichster Begrüßung geleitete der Kaiser seinen erlauchten Gast nach dem Neuen Palais, wo derselbe von der Kaiserin begrüßt wurde, und dann nach dem Absteigequartier des Königs Karl, dem Stadtschloffe. Abends 7 Uhr sand im Neuen Palais großes Diner zu Ehren des rumänischen Monarchen statt, später folgte vor dem Palais der Zapfenstreich sämmtlicher Musik- und Trommlercorps des Gardecorps. Für Mittwoch Abend war zu Ehren des Königs Karl eine Gala-Vorstellung im Berliner Opernhause in Aussicht genommen. Daß dem Besuche des Königs von Rumänien am deutschen Kaiserhofe keine besondere politische Tragweite innewohnt, erhellt schon aus dem Umstande, daß General Florescu, der rumänische Ministerpräsident, welcher seinen Souverain auf der Reise nach Italien begleitet hatte, sich nicht im Gefolge des Königs Karl bei dessen Besuch in Potsdam, resp. Berlin befindet. Aber allerdings muß zugegeben werden, daß dem Ereignisse immerhin eine gewisse Bedeutung in politischer Hinsicht zukommt, besonders, wenn man erwägt, daß der rumänische Herrscher erst kürzlich eine Unterredung mit dem Könige von Italien gehabt hat und daß er ferner auf der Rückreise nach Bukarest höchst wahrscheinlich auch mit dem Kaiser von Oesterreich eine Begegnung haben wird. Als selbstverständlich kann es indessen gelten, daß durch alle diese Zusammenkünfte die bestehende internationale Lage keinerlei Veränderung erleiden wird.
— Immer langsam voran — so soll es künftig in Preußen in Bezug auf den Bau neuer Eisenbahnen heißen. Wenigstens haben sowohl der Eisenbahnminister Thielen als auch der Finanzminister Dr. Miquel einer Deputation aus Schlesien, welche den beiden Ministern verschiedene Wünsche betreffs neuer Eisenbahnen vor trug, erklärt, daß die Finanzlage des Staates gebieterisch ein verlangsamtes Tempo bei Inangriffnahme weiterer Bahnbauten erheische. Speciell wies noch Herr Thielen darauf hin, daß die Einkünfte aus den Staatsbahnen durch die vielen Neubauten in bedenklicher Weise geschwächt worden wären und daß daher mit Vornahme neuer Bahnbauten gewartet werden müßte, bis sich diese Einnahmen wieder etwas erholt haben würden. Jedenfalls werden diese ministeriellen Antworten, welche sür Preußen einen schwerlich erfreulichen Stillstand im Ausbau des Eisenbahnnetzes in Aussicht stellen, in der nächsten Session des preußischen Landtags zur Sprache kommen.
— In Berlin haben am Sonntag die Kirchenwahlen in 19 Gemeinden unter äußerst reger Betheiligung der Wahlberechtigten ftattgefunden, welche Wahlbetheiligung übrigens mit der vielverbreiteten Annahme, daß das Jn- tereffe am kirchlichen Leben in der Reichshauptstadt viel zu wünschen übrig lasse, nicht recht übereinstiMmt. In neun der in Betracht kommenden Berliner Parochien siegten die Liberalen, in sechs die sogenannten Positiven, in zwei Parochien wurden die nach links neigenden Cartellcandidaten gewählt, in einer Parochie müssen Stichwahlen vorgenommen werden und in einer anderen Parochie mußten die Wahlen für un- giltig erklärt werden.
Berlin, 27. October. Abermals liegt eine beachtenswerte Kundgebung über die Stimmung in den Reichslanden vor und zwar von dem Kreistag in Hagenau, der lediglich aus Eingeborenen besteht. Diese Vertretung hat dem Statthalter innigsten Dank für die Milderung des Paßzwanges ausgesprochen und gleichzeitig die Ueberzeugung ausgedrückt, daß durch diese Maßregel die deutsche Gesinnung der Bevölkerung mehr befestigt und letztere es als Ehrenpflicht betrachten werde, darüber zu wachen, daß seitens der im Land geduldeten Fremden keine Verletzung des Gastrechts stattfinde.
Zleuefte Hactyviefyiett.
WolffS telegraphisches LorrespondeNj^Burra^.
Berlin, 27. October. Wie der „Reichsanzeiger" mit- theilt, hatten in diesem Frühjahr die am Abofluffe wohnenden Stämme dem Gouverneur von Kamerun den Gehorsam gekündigt und den zur Friedensstiftung entsandten Kanzler Leist angegriffen. Die Behörden im Schutzgebiete erachteten es als zur Aufrechthaltung des deutschen Ansehens erforderlich, die Abostämme gewaltsam zur Unterwerfung zu zwingen. Freiherr v. Gravenreuth wurde mit der Expedition beauftragt. Gleichzeitig beschloß der stellvertretende Gouverneur Schuckmann, den Flußdampfer „Soden" zu befestigen und gegen die aufständischen Stämme zu führen. Ein soeben eingetroffenes Telegramm Schuckmanns meldet, daß der Zug gegen die Abos erfolgreich gewesen ist- die befestigten feindlichen Hauptorte Miang und Bonakwase sind nach heftigem Kampf durch Gravenreuth gestürmt und nebst verschiedenen Neben- dörsern zerstört worden. Von den Expeditionstruppen sind vier Matrosen verwundet, drei Schwarze tobt unb vierzehn verwunbet. Die Verluste ber Abostämme finb sehr groß.
Berlin, 27. October. Von bem ältesten Offizier ber westafrikanischen Station, Corvettencapitän Dresky, ist eine am 21. October von Kamerun abgesanbte unb in Lagos aufgegebene Depesche eingegangen, welche besagt, daß die Abolellte bestraft und Miano durch Mannschaften vom „Habicht", der „Hyäne" und Gravenreuth erstürmt worden ist. Vom „Habicht" sind verwundet: ber Matrose Spieß schwer, bie Matrosen Baumann, Rubolf Krause, Born unb Grebe leicht; von der „Hyäne" ber Bootsmannsmat Lack schwer, ber Matrose Dewalb leicht. Den Verwunbeten geht es gut.
Schweidnitz, 27. October. An bem gestrigen Geburtstage bes verstorbenen Generalfeldmarschalls Moltke fand in der Gruft zu Kreis au eine Gedächtnißfeier statt, der die Familienmitglieder des Verewigten beiwohnten. Der Kaiser ließ durch den Flügeladjutanten Moltke einen Kranz am Grabe niederlegen.
Görlitz, 27. October. Heute Nachmittag 1 Uhr sand auf dem Blockhausplateau die feierliche Enthüllung des Friedrich-Carl-Denkmals statt unter Theilnahme der


