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abgehalten," meldete der Steuermann, die Hand an dem Mützenbräm.

Der Capitän nickte kaum merklich.

Lassen Sie mit 'ner Vollkugel laden, Lieutenant Häber- lein", sagte er.Holen Sie die Flaggen nieder und fragen Sie ihn nach seinem Namen."

Dies geschah- der Amerikaner aber nahm gar keine Notiz davon.

Geben Sie ihm die Kugel vor den Bug, weitab natür­lich, Lieutenant Häberlein!" rief der Commandant.

Wieder krachte das große Geschütz - man sah das Wasser weiß aufspritzen, wo die Kugel, etwa fünfzig Meter vor dem Schoner, aufschlug.

Unmittelbar daraus hißte der Fremde eine Buchstaben­flagge, dann wieder eine und dann noch eine- anstatt seine Nummer anzugeben, buchstabirte er seinen Namen The Black Eagle (Der schwarze Adler).

Schlagen Sie doch einmal in dem amerikanischen Kauf­fahrteiregister nach, Lieutenant Schwalbe," sagte der Capitän zu dem ersten Offizier.

Nach einer Minute war dieser wieder an Deck.

Solchen Namen gibts nicht," meldete er.

Das war verdächtig.

Ueberdies begann die Brise sich stärker aufzumachen.

Hissen Sie das Signal zum Beidrehen!" befahl der Commandant.Bringen Sie ein Boot zu Wasser, Lieutenant Häberlein, gehen Sie mit sechs Mann an Bord des Schoners, lassen Sie sich seine Papiere zeigen und bringen Sie mir Bericht. Sind die Papiere nicht ganz in Ordnung," fügte er hinzu,dann können Sie mal nach Sclaven suchen- stimmen die Papiere jedoch, dann unterlassen Sie's. Sie wissen, daß wir nach unserer Instruction den Raum nicht überholen dürfen, wenn die Papiere sich als unverdächtig erweisen, Sie wissen auch, daß neuerdings gegen einige über­eifrige Heißsporne Klagen cingelaufen sind und daß es den Herren infolge dessen in die Bude geregnet hat. Seien Sie daher weise und vorsichtig. Andererseits halten Sie auch die Augen offen und lassen Sie sich keine Brille aussetzen. Achten Sie aus Alles und machen Sie, daß Sie bald wieder zurück­kommen. (Fortsetzung folgt.)

1891

Donnerstag den 29. Oktober

Nr. 252

«Sffl

EM

ratisöeikage: Gießener Aamilieuökätter

3. Appell

und

2.

3.

Feuilietsn

fragte der Capitän mit seiner Strich zu Luward!" war die

len Anzeiger» zv der KschmittagS für den Mratai Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr.

am am

Alle AmrsMavSureanr der In- und ÄnMeobtil nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger- entgehn.

dem Lnzeizrr

^Ächosrilich bwt®al dügolegt.

Eisenbahn- und Lustschiffertruppen, des Trains (einschließlich Krankenträger), Sanitäts- und Ve­terinärpersonals, Büchsenmachergehülfen, Oeconomie- Handwerker, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlaßenen Mannschaften aller Waffen.

Diejenigen Wehrleute I. Aufgebots, denen ein besonderer Gestellungsbefehl zugegangen ist.

Nachmittags 2 Uhr: für die Bewohner von Allcn- dorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Lang-Göns, Leih­gestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen.

Dienst, und Geschäftscautionen durch Uebernahme der Verpflichtungen aus den Cautionsverträgen bestellt; für Verluste aufkommt, welche durch Personen in Vertrauensstellungen bei Ausübung ihrer Functionen herbeigeführt werden;

Die Gewährleistung für Cautionen übernimmt, welche von Dritten für Cautionspflichtige bestellt sind;

Die Bezeichnungzu Luward" konnte in diesem Falle nur als eine bedeutungslose, gewohnheitsmäßige Phrase gelten, da es in dieser absoluten Stille eineWindseite" nicht gab und der geisterhafte Hauch, den einige Feinfühlige ab und zu verspüren wollten, platt von hinten kam.

Zwei Strich abhalten!" rief Capitän Kerkfender dem Mann am Ruder zu. Der Befehl wurde prompt ausgesührt.

Die Neuigkeit hatte sich in wenigen Secunden durch das ganze Schiff verbreitet und die Leute drängten sich in Gruppen an die Verschanzungen, um nach dem fremden Fahrzeuge aus­zulugen. Sogar die armen Teufel, die Heizer, zeigten ihre rußigen, schweißströmenden Gesichter über der Luke des Ma­schinenraumes. Aller Wahrscheinlichkeit nach war der Fremde nichts als ein harmloser Kauffahrer, aber es lag doch die Möglichkeit vor, daß er sich schließlich als Sclavensahrer entpuppte, und so war es ganz erklärlich, daß die Blaujacken an Bord desSturmvogels" sich bereits in allerlei Specu- lationen mit den Prisengeldern einließen, die es vielleicht ab­setzen konnte.

Der Kreuzer besand sich unter nur mäßigem Dampf, da die Kohlenvorräthe geschont werden sollten- es verging daher eine lange Zeit, ehe der fremde Segler voll in Sicht kam.

Derselbe war ein langer Dreimastschoner mit hohen, schräg nach hinten geneigten Masten. Er lag tief im Waffer, hatte alle Segel gesetzt, und da sich inzwischen auch eine leichte Brise aufgemacht hatte, so glitt er mit ziemlicher Ge­schwindigkeit durch die glatte Fluth.

Der Kerl sieht wie ein Sclavensahrer aus", sagte Lieutenant Schwalbe, der erste Offizier, zum Commandanten.

Capitän Kerkfender erwiderte kein Wort- er hatte die Lippen fest aufeinander gepreßt und aus seinem Auge blitzte innere Erregung.

Lassen Sie einen Schuß aus dem Buggeschutz feuern, Lieutenant Häberlein, blind natürlich," rief er dann dem zweiten Offizier zu,und fragen Sie nach seiner Nationalität und Nummer!"

Der Schuß erdröhnte, die Signalflaggen flogen in den Topp hinauf und als Antwort hißte der Schoner langsam die amerikanische Flagge an seiner Gaffel.

Er hat die Schooten ausgeviert und ein paar striche

D. Zu Hungen

4. November 1891, Vormittags 9 Uhr 30 Minuten,

B. Zu Lollar

am 3. November 1891, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendors a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Dau- bringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedel- Hausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wiefeck.

C. Zu Grünberg

2 Mark 20 Pfg. «8 Bringerwdn.

Durch die Post

2 Mark 50 PH.

Nedaction, QfrprtWrS und Druckerei:

Kchvkstrntze

Hcnrwrechrr 5V

__Friedhof für die Bewohner von: Bellersheim, Betten­hausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen.

zahlung: 1.

Bekanntmachung.

Bei den diesjährigen Herbst - Controlversammlungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmelde- aml Gießen gehörigen: c m r

1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve.

2) Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden Entlaffenen.

3> Diejenige der Landwehr I. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Herbst-Controlversammlung zu­gegangen ist. _ _

Die Ersatz - Reservisten haben bei der Herbst * Control- versammlung nicht zu erscheinen.

Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Controlpflichtigen anzutreten haben:

A. Zu Metzen

am 2. November 1891 im Oswald'schen Garten für die Be­wohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen­berg und Herrnwald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod.

1. Appell Vormittags 8 Uhr: Reservisten der Infanterie.

2. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Min.: Offiziere, Sanitäts­offiziere und Beamte der Reserve, Reservisten der Garde, Jäger, Cavallerie, Artillerie, Pioniere,

am 3. November 1891, Nachmittags 12 Uhr 30 Minuten, am Bahnhof für die Bewohner von: Allertshausen, Belters­hain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickels- mühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolben­mühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgen- hammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lindenstruth, Lon­dorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhardsham, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Dollnbach, Veitsberg Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod.

Bekanntmachung,

Statutenänderung der Allgemeinen Spiegelglas-Versicherungs- Gesellschast in Mannheim betreffend.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die rubricirte Gesellschaft ihren Geschäftsbereich dahin erweitert hat, daß dieselbe im Wege der Versicherung gegen Prämien-

Amts- unb Anzeigeblatt für den Arei» Giefzen.

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schift zweimal hören, ehe er ist das Schiff?" durchdringenden Stimme.

Gerade voraus, zwei Antwort.

Gießener Anzeiger

General-Mnzeiger.

Der

Mtzenr SwNyt -r-chtün täglich, w» Ln-vahme drs ttontogS.

We Dteßni er

"Sv'

* vermiete, 3ube^

Die Pr-se.

Von Friedrich Meister.

(Nachdruck verboten.)

Schiff in Sicht!"

Nie war dieser Ruf Seefahrern willkommener erklungen, jene Schiffbrüchigen ausgenommen, denen er in ihrem einsam treibenden Boot Erlösung von Noth und Tod brachte. Seit zwölf Tagen und Nächten ödester Langeweile befanden die Offiziere und Mannschaften S. M. KanonenbootSrurm- voael" Commandant Corvettencapitän Kerkfender stch m ihrem 'eisernen Gefängniß eingepfercht, als Streifpatrouille auf einem der heißesten Gebiete der Erdoberfläche, auf dem Ausguck nach Sclavenfahrzeugen. Der dem Kreuzer angewiesene Be-irk erstreckte sich vom vierten Grad nördlicher Brette bis rum vierten Grad südlicher Breite- diese Grenzen durste,er nicht überschreiten. Seiner Instruction gemäß hatte er außer Sichtweite des Landes zu bleiben und alle diejenigen größeren Fahrzeugeaufzubringen", deren Physiognomie und allgemeiner Zuschnitt in ihnen Sclavensahrer vermuthen ließen. Das Jagdgebiet desSturmvogels" war der indische Ocean, im Osten der afrikanischen Küste. ,

Das Schiff, die See, der wolkenlose Himmel Wetter gab es weder etwas zu sehen, noch zu denken, ^n der sengenden, unerträglichen Hitze waren Arbeit, Studirim un selbst das Spiel schlechterdings unmöglich, ^edes Metall, welches man an Deck berührte, verbrannte die Hand. Legte rnan sich unter Deck zum Schlafe nieder, nur mit einem dünnen Leinentuche bedeckt, so erwachte man m Schweiß ge­badet .....

<in«"ub8l«ent für w,

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WurteX0"

4. Rückversicherungen in den unter 1 bis 3 bezeichneten Versicherungs-Zweigen, sowie in der Glasversiche­rungsbranche übernimmt.

Gießen, den 26. October 1891.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, von Gagern.

Gießen, am 23. October 1891.

Betreffend: Herbst-Controlversammlungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreises.

Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lassen.

v. Gagern.

AnrLLichsv ShsLl.

Gießen, den 27. October 1891. Betr.: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgesahr. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

<m -ie Grobh. Vürgermeiftereier, »es Kreises.

Wir fordern Sie unter Bezugnahme auf Art. 11 des Gesetzes vom ti. Juni 1853 (Reg.-Bl. S. 453) hierdurch auf, das Brandkataster Ihrer Gemeinden mit dem Gemeinde« rath zu durchgehen und, insoweit sich hierzu Anlaß bietet, die Gebäudebesitzer unter Hinweisung auf Art. 178 des Polizei­strafgesetzes zur Stellung von Anträgen auf Versicherung neuer Gebäude oder auf Erhöhung oder Herabminderung der Versicherungsanschläge solcher Gebäude, welche in ihren Haupt­dimensionen wesentlich erweitert oder verringert worden sind, zu veranlassen, auch diesen Anträgen entsprechend das gesetz­liche Verfahren einzuleiten und uns die entstehenden Ver­handlungen demnächst vorzulegen.

Ueber das Ergebniß jener Durchgehung wollen Sie als­bald und, ohne die Erledigung des Declarationsverfahrens abzuwarten, berichten, dabei aber zugleich angeben, inwieweit die Gebäudeeigenthümer Ihrer Aufforderung zur Stellung von Versicherungsanträgen Folge geleistet haben.

v. Gagern.

^jy*tferftta6e. iwSS MenanN vermiet^

MdMge 31.

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Schiff in Sicht!"

Der Ausquckmann ließ in seiner Aufregung diese Bot- von Deck aus angerufen werden