um Invaliden mit gesteigerter Erwerbsunfähigkeit höher als bisher zu unterstützen.
Abg. Rickert (bfr.) widersprach einer solchen Erhöhung, da hierfür die nöthtgen Unterlagen fehlen.
Hierauf vertagt sich das Haus.
Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Etatverathung.
Schluß 5 Ubr.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Torrespcndenz-Bur^au.
Wien, 27. Januar. Die „Polit. Corr/' bezeichnet die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Brasilien als nahe bevorstehend. Der frühere Gesandte in Belgrad, Hengelmueller, sei zum Gesandten in Rio ausersehen. Zum Gesandten in Wien als Bertreter für Brasilien und Nordamerika sei Valente designirt.
Wien, 27. Januar. Anläßlich des Geburtstags des Kaisers Wilhelm fand auf der Hofburg ein Festdiner statt, welchem der deutsche Botschafter mit dem Personal der deutschen Botschaft, die Spitzen der Hofämter, die Minister Kalnoky, Taaffe, Bauer, Kallay, Szögyenyi und Admiral Sterneck beiwohnten. Der Kaiser brachte den Toast auf Kaiser Wilhelm aus.
Wien, 27. Januar. Das „Fremdenblatt" erklärt, zu der Leitung des Reiches werde eine nicht zufällig zusammengekommene Mehrheit berufen, sondern ausschließlich eine mit den österreichischen Staatsbedürfnissen sich identificirende Majorität, an welcher die Politiker der verschiedenen Parteirichtungen theilnehmen. Die Deutschböhmen unterstützten die Regierung loyal in dem Kampfe für den Ausgleich, die Deutschliberalen Niederösterreichs im Kampfe für Großwien. Es ist ein'rühmliches Zeugniß für die Vaterlandsliebe der Deutschen, daß ihnen gegenwärtig allgemein Aufmerksamkeit ^ugewendet werde. Die Kundgebung der Regierung ebnet ihnen die Wege. Eine große Verantwortung ruht auf den Führern der Deutschen. Die „Neue Freie Presse" hebt hervor, die Vereinigung der Deutschen mit dem Feudaladel zur Bildung einer Majorität ohne eine gründliche Verständigung über eine Reihe staatlicher Grundfragen sei unnatürlich.
Prag, 27. Januar. Ein Kommunique des Landesaus- stellungs-Comites theilt mit: An der Ausstellung be- theiligten sich 69 6 deutsche Firmen, die 40000 Mk. Platzmiethe bezahlten. — Morgen ist voraussichtlich Landlagsschluß.
London, 27. Januar Ein über Mexiko eingegangenes Telegramm jju» Chile besagt, daß unter den Regierungstruppen große Unzufriedenheit herrsche und ein Aufstand zu befürchten sei, wenn der Präsident Balmaceda nicht bald Frieden mit dem Congresse machen sollte.
Rom, 27. Januar. Der Director des Museums in Spezia erklärte die e r u p t i v i s ch e n Erscheinungen zwischen Genua und Spezia durch einen Verbrennungsproceß unterirdisch angehäuster organischer Stoffe.
Madrid, 27. Januar. Im gestrigen Ministerrathe wurde die Kündigung aller Handelsverträge beschlossen, welche die Clausel der meistbegünstigten Nation enthalten.
Petersburg, 27. Januar. Der deutsche Botschafter Graf Schweinitz war heute Vormittag zum Frühstück nach dem Anitschkoff-Palais geladen. Dem zu Ehren des Geburtstages Kaiser Wilhelms veranstalteten Galadiner wohnten die Herren der deutschen Botschaft, die ^Gesandten Bayerns, Württembergs, Minister Giers und zahlreiche höchste Würdenträger bei.
Konstantinopel, 27. Januar. Der Sultan sandte Osman Pascha und Munir Pascha auf die deutsche Botschaft, um die Glückwünsche des Sultans zum Geburtstage des deutschen Kaisers zu überbringen. Ein türkisches Schiff im Hafen gab 21 Salutschüsse ab.
Locales und Kr^vknzseLles.
Gießen, 27. Januar.
— Die unfern Lesern wohlbekannte dramatische Vorleserin Frl. Natalie Köhler gedenkt nach Abhaltung zweier Abschieds- Vorlesungen nach Leipzig überzusiedeln und sich dort ein Heim zu gründen, sowie auch ihre Memoiren, die sie bis aus die Zeit ihrer Erblindung bereits vollendet hat, nach endgültiger Fertigstellung dem Druck zu übergeben. Die Dame, die noch vor wenigen Jahren in Darmstadt, Worms, Mainz, Wiesbaden und andern Städten als begeisterte Interpretin namentlich der antiken Tragiker große Triumphe feierte, ist durch widrige Schicksalsschläge, besonders durch ihr langwieriges Staarleiden, in bedrängte Verhältnisse gerathen, -und deshalb muß jeder Verehrer ihrer Kunst und jeder wahre Menschenfreund aufs Innigste wünschen, daß ihre beiden Abschiedsvorlesungen recht stark besucht sein mögen. Vielleicht gewähren auch die Zeitungen in den genannten Städten diesen Zeilen freundlichen Abdruck und veranlassen hoffentlich recht Viele ihrer früheren Zuhörer, in dankbarer Erinnerung an den Genuß, den ihnen einst Frl. Köhlers Vorlesungen bereitet, dieses bedeutende Talent vor der drückendsten Noth mit schützen zu Helsen. In ihren Abschiedsvorlesungen wird Frl. Natalie Köhler zunächst am 4. Februar im Leib'schen Saale die „Antigone", und an einem späteren Tage Schillers „Maria Stuart" vor- iragen. Es ist dafür gesorgt, daß die Musikbegleitung zur Antigone in den Händen tüchtiger Künstler von Fach liegt. Alle diejenigen, welche noch Antigone-Karten von früher haben, können dieselben als gültig für diese Vorlesung benutzen. Hoffen wir, daß unsere verehrten Leserinnen und Leser recht zahlreich diese Vorlesung besuchen! Ist -doch Frl. Köhlers Meisterschaft in der Wiedergabe dieses unvergleichlichen Kunstwerkes unbestritten. Lasse sich auch Niemand von einem Besuch durch die fälschliche Meinung abhalten, er sei wohl nicht im Stande, den Inhalt der erhebenden Dichtung zu verstehen. Nur die Namen sind griechisch, der Inhalt aber ist allgemein verständlich und es bedarf keinerlei besonderer
gelehrten Bildung, um den echt menschlichen Conflict zwischen Mensckensatzung und Gottesgebot in seiner erschütternden Einfachheit aus sich wirken zu laffen. Die Gestalt der Heldin selbst, eine ideale Verkörperung der opfermüthigsten Geschwister- liebe, ist so recht geeignet, besonders jugendliche Gemüthcr zu begeistern. Und so hat sich denn vor einigen Jahren z. B. die bekannte Schriftstellerin Luise Büchner nach einer Antigone-Vorlesung Frl. Köhlers in Darmstadt, die den kleineren Saal des Saalbaues bis zum letzten Platze füllte, dahin geäußert, sie kenne kein Dichterwerk, das sich so sehr zur bildenden Einwirkung aus jugendliche Mädchengemülher eigne, als eben die „Antigone" in der mustergültigen Wiedergabe Frl. Köhlers.
— Theater. Die „GebrüderBock" von L'Arronge scheinen aller Wahrscheinlichkeit nach von ihrem Verfasser dazu bestimmt zu sein, den Beweis zu erbringen, daß die deutsche Posse nicht nur, wie die herben Vorwürfe stirnrnnzetnder Sittenrichter es behausen, Unheil in der Welt stiftet, sondern auch unter besonders gearteten Verhältnissen geradezu rettend wirken kann. Infolge eines verlorenen Schuldscheines steht ein Mann im Begriff, einen großen Theil seines Vermögens zu verlieren, ein anderer geräth in den Verdacht, jenes Papier aus dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des Diebstahls seiner Effectensammlung einverleibt zu haben und droht unter der Wucht der Verleumdung fast zu verzweifeln; da tritt glücklicherweise als rettender Engel ein Possendichter aus, der sich in der bei Possendichteru usancemäßigen Verlegenheit um einen passenden, d. h. möglichst unpassenden Stoff befindet und alle Archive und Bibliotheken, die sich ihm angesichts seiner humanen Absichten ohne Weiteres öffnen, nach einem solchen durchschnüffelt. In dieser ausopfernden Thätig- keit entdeckt er denn auch natürlich jenen abhanden gekommenen Schuldschein, rettet auf diese einfache und sinnige Weise dem einen Mann (eine Ehre und dem anderen sogar sein Geld und macht die hochgehende Freude dadurch vollkommen, daß er es tactvoll unterläßt, eine Ausführung seiner dichterischen Hintergedanken als sicher in Aussicht zu stellen. Man kann sich denken, daß ein solcher zwar toll, aber originell erfundener Stoff geradezu zur Production der gewagtesten Meidinger verführen mußte. Aber man kann nicht umhin,, zu bekennen, daß L'Arronge es fertig gebracht hat, auch die polizeiwidrigsten Kalauer so geschickt zu placiren, daß tue Wirkung auf die Lachmuskeln unausbleiblich ist. In der famosen Rolle des Possendichters Cäsar Muffel befand sich Herr Reiners wieder einmal in seinem eigensten Fahrwasser, in dem er sich mit bekannter Gewandtheit zum höchsten Gaudium aller Anwesenden bewegte. Ganz überraschend wirkte das frische Spiel von Frl. Elisabeth Bischofs in der Soubrettenrolle der resoluten Pauline Punzel, die sie sehr characteristisch und ergötzlich darstellte. Auch ihr Gesang war recht nett und wirkungsvoll. Es verdient alle Anerkennung, daß Frl. Bischoff sich so glücklich in eine derartige, ihrem eigentlichen Fache ganz fremde Rolle zu finden gewußt hat. Warm und sympathisch spielte Herr Gonllon den unglücklichen Dornewald; treffend in Maske und Spiel waren die Herren Schreiner und Winolt als Gebrüder Bock und Herr Biebrach als Freihold. Es wäre unrecht, Fräulein Unger wegen der geringen Ausdehnung ihrer Rolle übergehen zu wollen, indem sie ihre kleine, aber wirksame Partie ganz vorzüglich und unter stürmischer Heiterkeit ausführte. Von Nebenrollen sei noch diejenige der Frau Dornewald wegen des treffenden Spieles von Frau Anni Relners hervorgehoben.
— Von der gestrigen Parade des 116. Regiments auf Oswalds Garten haben die Herren Photographen Gebr. Müller hier, Bahnhofstraße, einige gelungene Moment- Ausnahmen unter einer Belichtungsdauer von 150 Secunden hergestellt. Die Bilder, recht passende Andenken an die Parade, dürsten namentlich im Kreise der Soldaten selbst, wie auch des zuschauenden Publikums und Aller, die an den Vorgängen in unserer Stadt lebhaftes Interesse haben, Freunde finden, zumal der Verkaufspreis ein mäßiger sein soll.
— Wir erinnern nochmals daran, daß Postwerthzeicheu, Briefumschläge und Streifbänder älterer Art nur noch bis zum 31. Januar Gültigkeit behalten.
— Ein vorwitziger Junge, der, wie es gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten zu geschehen pflegt, vorgestern Abend beim Zapfenstreich in der Franksurterstraße aus das Spalier eines Vorgartens kletterte, glitt aus und wurde durch die Spitzen zweier eiserner Stäbe am Leib beschädigt.
— Am Montag fiel der Dienstknecht eines Oeconomen in der Mühlgasse beim Heuholen in der Scheuer so unglücklich vom Gerüst, daß er die Wirbelsäule brach und an den Verletzungen gestern in der Klinik verstorben ist.
— Unter Hinweis aus eine in Nr. 3 d. Bl. gebrachte Notiz über eine gelegentlich einer Metzelsuppe in Holzmühl stattgesundene Schlägerei wird uns von den Theilnehmern an der Metzelsuppe mitgetheilt, daß nur nach der Metzelsuppe eine durch zwei sremde Gäste hervorgerusene Rauferei entstanden sei, bei welcher jedoch kein Messer gebraucht wurde. Da wir die Richtigkeit der damals uns zugegangenen Notiz nicht prüfen konnten, .so haben wir unseren Berichterstatter um nochmalige Angabe des Thatbestandes ersucht, und beschränken uns deshalb vorläufig daraus, diese Notiz im Sinne der Betheiligten zu berichtigen. Red. d. „G. Anz."
□ Dom Vogelsberg, 26. Januar. Dem Herrn Schreiber des Artikels „Aus dem Kirchspiel Nieder-Moos" in der „Darmst. Zig." zur gefälligen Bedeutung, daß das Kirchspiel Nieder-Moos noch lange nicht den ganzen Vogelsberg ausmacht. Hätte der Herr Einsender qu. Artikels aufmerksam die Berichte der Kreisblätter über die Preise des Brodes gelesen, so würde er gesunden haben, daß dieselben während der anhaltenden strengen Kälte gestiegen sind und hätte er Erkundigungen bei den Bäckern eingezogen, so würde er erfahren haben, daß sie kaum den während der strengen Kälte gestei
gerten Ansprüchen voll genügen konnten. Unsere Laudlcutc liefen eben bei dem durch die Kälte verursachten Mehlmangel nicht gleich zu den Mehlhändlern, sondern sie kauften meist das Brod beim Bäcker, weil sie täglich auf Besserung der Witterung hofften.
— Mit dem L October 1891 tritt im Kreise Schotte» eine Polizeiverordnung in Kraft, nach welcher für den Umsang des Kreises die Anwendung des Doppeljochs verboten und ausnahmsweise zunächst nur noch gestattet ist für die Mittelgespanne, wenn drei oder mehr Gespanne int Wagen gefahren werden, und für die Hintergespanne, wenn zwei oder mehr Gespanne beim Pflügen oder Eggen zur Verwendung kommen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft.
§ Gontershausen, 27. Januar. Ein hiesiger Landwirth wollte gestern mittelst emes Schlittens Frucht nach einer Mühle in Ober-Ofleiden fahren. Auf dem Rückweg scheute das Pferd plötzlich, drehte den Schlitten um und rannte in wilder Hast gegen die Deichsel eines Wagens, die dem Tbiere die Brust vollständig zerdrückte, sodaß dessen Tod sofort eintrat.
§ Ober-Sorg, 26. Januar. Der Knecht eines hiesigen Landwirths hat sich gestern Abend aus Unvorsichtigkeit drei Finger der linken Hand mittelst eines Revolvers weggeschossen.
— Kleine Mittheilungen aus dem Großherzoglhu« Hessen. In Mainz fiel dieser Tage von einem Dache eine ca. drei Kentner schwere Eisfläche und traf einen vorübergehenden Mann so, daß er schwere Kopfverletzungen davon trug; außerdem wurde ihm ein Finger vollständig von der Hand gerissen. — Ein scheinbar bezechter Bursche, welcher trotz der Warnung noch zu Fuß bei Kastel den Rhein überschritt, wurde am anderen Ufer von Schutzleuten scstgehalten. Der Bursche war sehr ungehalten über diesen Empfang und verlangte noch eine Bescheinigung darüber, daß er als Letzter über den Rhein gegangen sei. — In der Nacht vom Samstag zum Sonntag holten Schutzleute unter großer Mühe vom Rhein einen ebenfalls betrunkenen Mann, der bereits eingebrochen war und jämmerlich um Hülse schrie. Er konnte nicht angeben, wie er auf das Eis gelangt war. — Ein Mainzer Einwohner hatte auf dem Eise des Rheins, wo er beschäftigt gewesen, eine Flagge und zwei Schaufeln liegen lassen. Um die Gegenstände nach Eintritt des'Thauwetiers noch zu holen, begab er sich auf den Rhein, brach indeß mehrere Male bis an die Brust ein, kam aber schließlich doch völlig durchnäßt wieder ans User. — In Mainz wurde einem Schutzmann, der zur Schlichtung einer Streitigkeit gerufen worden, eine Laterne mit solcher Wucht an den Kopf geworfen, daß er schwere Verletzungen davontrug. — Bon losen Bubenhändeu wurde Montag Nacht in WormS ein Gebund Stroh, welches dazu diente, um die Kälte von einem Hauskeller abzuhalten, angesteckt. Der Qualm, welcher durch die Fensterläden in das Zimmer eindrang, weckte die Bewohner des Hauses ans dem Schlafe, die das Feuer sofort löschten. — In Darmstadt fiel der Director des Hotels Kaiserhof zu Stuttgart, Leopold Pfalz, welcher am Montag früh mit dem Zuge 4 Uhr 50 Min. von Stuttgart eintraf, nach Verlassen des Zuges in einen offen stehenden Perronschacht. Der Unglückliche, welcher hierdurch einen Schädelbruch erlitt, wurde sofort in das städtische Hospital verbracht, woselbst er gegen Abend seinen Verletzungen erlag.
Vermischtes
* In Gelsenkirchen fand am Montag die Beerdigung der 52 auf der Zeche Hibernia verunglückten Bergleute statt. Die meisten Häuser zeigten Trauerflaggen. Das Leichengefolge umfaßte mindestens 30 000 Menschen. Von den Verletzten sind nachträglich mehrere gestorben. Es sind nahezu sechszig Todte. Da noch immer Leute vermißt werden, wird die Gesammtzahl der Opfer einschließlich der Verletzten zwischen 80 und 90 betragen. Sechs leicht Verletzte sind aus den Krankenhäusern entlassen. Verheirathet sind 25, dieselben hinterlassen Wittwen und über 60 Waisen. Das Unglück gehört zu den größeren des Ruhrbergbaubezirks, dessen größtes, die Explosion auf Zeche Neu-Jserlobn am 15. Januar 1868, 101 Opfer erforderte.
Universität- - Nachrichten.
— Der Orientalist Professor Spiegel in Erlange« legt feines vorgerückten Alters wegen sein Lehramt nieder.
— In Würzburg ist der Kirchenrechtslehrer Dr. Christian Meurer, bisher außerordentlicher Professor, zum ordentliche» Professor befördert worden. t n
— Aus Innsbruck wird gemeldet: Gestern wurde an der hiesigen Universität der 1000. Student inscribirt. Es war ein Mediciuer.
Citeratur nnd Unnst.
— Der poetische Ha«Sfreu«d. Reichhaltige SammlunK von Original Gedtchlen zu jeder im Leben vorkommenden Gelegenheit, von Ida Naerger, geb. Fichtner (Verlag von Georg Brieger in Schweidnitz). 8<>. 200 Seiten. Preis 1 Mk.
In der vorliegenden reichhaltigen Gedichts-Sammlung dürfte sich für Alle und Jeden das Passendste finden, was zur Verschönerung der im Familienleben sich fo oft darbietenden Festlichkeiten, sowie zur Verherrlichung einzelner Personen in wetteren Gesellschaftskreisen oft vergebens gesucht wird.
In einfacher herzlicher, ebenso fließender, als gedankenreicher Sprache wird das Büchlein bald ein wirklicher und unentbehrlicher Hausfreund aller solcher Familien werden, wo Sinn und Verständuitz für gute Poesie vorhanden ist. — Die darin enthaltene reiche Auswahl Fest- und Tafellieder in ansprechenden, bekannten Melodie» bieten einen reichen und billigen Ersatz für den zu Hochzeiten, Jubt? läums :c. oft vergeblich gesuchten Gelegenheitsdichtec!
- Dies Blatt gehört der HauSfra«! Zeitschrift für die Angelegenheiten des Haushaltes. Erscheint wöchentlich im Verlage von Friedrich Schirmer in Berlin und kostet vierteljährlich nur 1.25 Mk. Auf die monatliche Modennummer mit Original Schnittmustern (ausgeschnittene Papterschablonen, keine Umrttzzeichnungen!) haben wir bereits htngewiesen. Heute »ehmen wir wiederhott Gs-


